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iDustrine Sonntags-Zeitung*,Juldaer BestbidMläftef* und EoftetüFllsfi.

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JK291.

JuL-a, Donnerstag, den 18. Dezember 1902.

29. Jahrgang.

Nur keine Uebertreibungen!

Eswarnothwendig und wird heilsam einwirken auf daS Volksbewußtsein, daß die überwiegende Mehrheit der bürgerlichen Parteien im Reichs­tage sich znsammensand, um den Uebermuth der Sozialdemokratie und einiger anderer Leute zu dämpfen, die mit den Bebel und Ginger und Genossen in ein Joch sich gespannt hatten, oder, wenn man will, von den Letzteren ein Joch sich hatten auferlegen lassen. Es ist auch durchaus anzuerkennen, daß die Führer der Nationalliberale», Abg. Baffermann an der Spitze, sich durch die eigenen Parteifreunde nicht irre machen ließen in ihrem Beginne», nachdrücklich an der Aufrecht­erhaltung der Ordnung im Reichstage mttzuwirken. Aber man sollte sich hüten davor, diese aus­schließlich parlamentarischen Verhältnisse nun allgemein auf die Parteioerhältniffe und auf die Parteitaktik draußen im Lande zu übertragen und nun von einem Zusammenschluffe aller bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokratie als einem rettenden Grundsätze für dir Betreibung der nächste» Wahlen zum Reichstage zu schwärmen.

Diese Warnung istzeitgemäß. Aus Mannheim dringt die Kunde an oie Oeffentlichkeit, daß man in dortige» Tentrumikreisen ernsthaft dara» denke, bei der nächste« Neuwahl zum Reichstage au eine eigene Kandidatur zu verzichten u»d von An­fang an für Herrn Baffermann zu stimmen. Gin sehr angesehenes bay-risches Eentrumsblatt, näm­lich die .Augsburger Poflzritung', hatte lärglid i mit beifälligen Bemerkungen eine Auslassung bei: rationalliberalen .Schwäbischen Merkurs' in Stuttgart abgedruckt, in der ebenfalls dem Zu- sammenschluffe aller bürgerlichen Parteien gegen die Sozialdemokratie bei den nächste» Reichstags- wählen das Wort geredet wurde. ll»d es ließen sich leicht »och eine ganze Reihe ähnlicher Ver- lauibarunge» anführe».

Diese Verlautbarungen lassen sich unter dem Eindrücke der unerhörten Vorgänge im Reichs­tage ja leicht erklären; auch die »ermuthlichen Beweggründe kann man billigen! Aber man darf sich nicht dadurch verleiten lassen, einem allge­meinen antisozialdemokratischen Regierungsmisch- masch das Wort zu reden. Dazu sollte einem Jeden die eigene Partei viel zu lieb sein. Und außerdem lehrt hundertfältige Erfahrung, daß allemal ein Theil.der Wählerschaft das Interesse an der Bethätigung bei solchen Wahlen verliert, wo die verschiedenen politischen Parteien ihr eigenes Dasein einem solchen farblosen Konglo­merat zuliebe aufgeben. In Mannheim beispiels­weise hat die CentrumSpartei während des letzte» Jahrzehnts einen sehr erfreulichen Aufschwung genommen und bei der letzte» Hauptwahl im Jahre 1898 "die hübsche Stimmenzahl von 4670 aufgebracht, während auf Baffermann 8729 Stimme» entfiele». Bei der Stichwahl siegte der Sozialdemokrat DreeSbach; und DreeSbach wird vermuthlich auch im nächsten Jahre wieder i» Mannheim siegen. Was für einen Zweck sollte rS wohl haben, wenn nun das Centrum sich selbst aufgäbe, einem von Anfang an aussichts­losen nationalliberalen Kandidaten zuliebe? Der Sozialdemokrat würde doch nicht hinauSgewählt; da» Centrum aber würde einen politischen Selbst-

Die Macht des Geldes.

Kriminal-Roman von Arthur Eugen Simfon.

14 ------ (Nachdruck verböte«.)

Theodore wiegte zweifelnd daS Haupt; eS fiel tbr schwer, ihre Entrüstung zu verbergen.

Ich kann und will darüber nicht mtheilen," sagte sie;und im Grunde genommen interesstrt mich die Sache zu wenig."

Sie werden den Brief Ihrer Freundin nicht beantworten?" fragte Elisabeth.

WaS soll ich ihr antworten?"

Unsere Pflicht rväreeS eigentlich, dem Advo­katen Varnay reinen Wein ernzuschenke»," sagte Gruner in nachdenklichem Tone;er ist Dir gegen­über damals so zuoerstchtlich ausgetreten; jetzt sollte ma« ihm beweisen, daß er dazu in keiner Weife berechtigt war."

Wozu?" erwiderte Elisabeth sarkastisch.Hat er sich betrügen lassen, so ist es seine Sache, unS kümmert'» nicht, und ich sehe nicht ein, daß wir uns deshalb Unannehmlichkeiten machen sollen."

Die BerfichrrungS - Gesellschaft hat derzeit also die Summe gezahlt?" fragte Theodore.

Sie konnte die Zahlung nicht verweigern, und sobald ich daS Geld besaß, reiste ich nach Bern zu meiner Tante. Die alte Tante ist sehr vermSgend; sie steht allein und ich durfte über- zeugt sein, daß sie mich mit offene« Armen auf­nehmen würde. Die Zinse» meines kleinen Ver- mögens reichten ja nicht aus, mir eine standeS- gemäße Existenz zu sicher«, ich war also gewisser­maßen auf meine Tante angewiesen."

mord begehen und bei seine» Anhängern de» Eifer für die eigene Sache lähme». DaS würde ga»z einfach ei» politischer Unsinn sei«.

Und nun ist «och etwas A»dereS zu beachten: die allermeisten Nationalliberale» wollen ja von solche« Bünd«iffen mit den Schwarzen gar nichts wisse», und wenn zehn mal einige parlamentarische Führer ihrer Partei solche ungesunde Wahlbünd­nisse ouü, befürworten sollten. Bei der Haupt­masse der Rationalliberalrn gilt «ach wie vor das Schlagwort: lieber einen Rothen, als einen Schwarzen. Das hat ma« erst ganz kürzlich bei den Gemeindewahlen in München ersehen; und der nationalliberale Abg. Dr. Krause, Vize­präsident des preußischen Abgeordnetenhauses, hat ganz offen auch erst vor einrgen Tagen denselben Grundsatz als den allein richtigen ausgestellt. In Berlin nämlich hatte der nationalliberale Wahl­verein eine Versammlung veranstaltet, und dabei hat besagter Dr. Krause geäußert: so sehr er auch für eine Bekämpfung der Sozialdemokratie fei, so halte er doch das Centrum und die Konservativen, diejede freie Geistesrichtnng be­kämpfen" (I),ebenfalls für schlimme Feinde" und ein Zuruf aus der Versammlung ergänzte die- dahin:«och schlimmere Feinde als die Sozial­demokratie". Herr Dr. Krause verdankt nu« zwar seine Wahl ins preußische Abgeordnetenhaus dem Centrum und den Konservativen, und daß gerade er solche Aeußerungen thut, ist bei ihm persönlich eine schröde Undankbarkeit. Aber we»n man seine Worte von allgemeinen Gesichts­punkte« aus beurtheilt, kann man nur sagen, daß er damit das nationalliberale Kind beim rechten Name» genannt hat. Dr. Krause hat mit anerkennenSwerther Offenheit die Stimmung, die bei der Hauptmasse der nationalliberalen Wählerschaft herrscht, ganz richtig gekennzeichnet und damit zur Klärung der Sachlage entschieden beigetragen.

ES gibt einzelne Wahlkreise, in denen wirklich ein solches Zusammengehe« aller bürgerlichen Parteien sich empfiehlt. Aber auf solche« Aus­nahmen darf man doch bei Leibe keine allgemeine Regel aufbauen wolle». Und grundsätzlich einer ungesunden Wahlehe zwischen dem Centrum und den leidenschaftlichen Kulturpauker» der national- liberalen Partei das Wort reden wollen, heißt nichts Anderes, als dem natürlichen polttischen Gefühl der deutschen Cmlrumswähler einen grobe» Faustschlag versetze«. Man unterlasse doch also lieber solche kränkliche Phantastereien!

Berlin, 17. Dezember 1902.

X Der westfälische Aavernverei« hat sich, worauf in diesem Blatte schon hinaewiese« wurde, »ach einem Vortrage seines Präsidenten, des O^konomierathes WirikelmaM ettmüthig auf de« Bode» der Mehrheitsbeschlüsse über de« Zolltarif gestellt. Dazu bemerkt die konservative ,KreuWttur«g:Wenn di» TrntrnmSpreffe darüber «WI SW__WL«^»MMMWWWWNMWSM'«SM

»Und dann kam Friedrich auZ Amerika zu­rück," schaltete Eruner em.

.Das Singt wie ein Märchen, und doch ist eS Wahrheit," fuhr Elisabeth fort.Mein jetziger Gatte ist der Zwillingsbruder meines erste» Man­nes; hätte» Sie früher die beide« Brüder neben einander gesehen. Sie würden erstaunt gewesen sein über di« frappante Sehnlichkeit. Ich er- fuhr damals nicht, daß beide Brüder mich lieb- te«, und daß Friedrich «ur deshalb auswanderle, um seinem Bruder dar Felö zu räumen und jedem Zwiespalt «orzubeugen. Zeugte das nicht von edler Gestnnung?"

Gewiß," nickte Theodore,aber diese opfer­freudige Liebe soll man in der Regel bei Zivil- Ingen finden."

Mag sei», aber ich zweifle doch, ob Rode­rich Opfer gebracht habe» würde. Friedrich hatte drüben fei» Glück gemacht; er war binne» kurzer Zeit ein reicher Mann geworden. Kaum erhielt er die Nachricht von dem Tode feiner Bruders, als er auch unverzüglich sich einschiffte, um mir in seiner raschen Weise seine Hand und sein Ver­möge» arizubiets». Ich gestehe, daß diese rasche, ungestüme Werbung mich im erste« Augenblicke verletzte, aber bet ruhigem Nachdenken sah ich ei«, daß nur die edelste» Abfichten ihr zu Grunde age», und in meiner Lage wäre es Thorheit ge­wesen, sie abzulehne». Und nachdem ich daS Ja­wort gegeben hatte, mußte ich auch darin einwil- igr», daß die Hochzeit «och vor Ablaus des Trauerjahres gefeiert wurde; Friedrich wünschte es und mein Bruder rieth auch dazu."

Es war ja besser >o," fa^te Gruner, wäh­rend f it« lauern der Blick forschend das Antlitz

Senugtbuung empfindet, so ist das ganz t» der Ordnung. Dem Westfälische« Backrnverei«, als der ältesten Organisation dieser Art, die schon vor einem Menschenalter die Interesse« der Landwirthschaft unter höchst ungünstige« Umständen auf daS nachdrücklichste und wirk­samste vertreten hat, wird Niemand zutraue«, daß er diese Interesse» jetzt vernachlässigen und preiSgebe« werde. Wir dürfen deshalb woh die Hoffnung ausspreche», daß fei« Beispiel bei de« verwandte« Vereinigungen mehr und mehr Nachfolge finden werde, da eS, wie Oeko- nomierath Winkelmann auf der erwähnten Ver­sammlung ausdrücklich betonte, im höchste« Grade unwahrscheinlich ist, daß der kommende Reichstag seiner Zusammensetzung »ach geneigt sein werde, mehr für die Landwirthschaft zu thu», alS der gegenwärtige. Jede Agi­tation, die darauf gerichtet wäre, erheblich größere Zugeständniffe zu erlangen, würde also auf unübersteigliche Hinderniffe stoße» und könnte das Zusammenhalte« der positiven Parteien, dessen wir bei de« Wahlen zum Reichs­tag dringend bedürfe» werden, nur in einem vom Standpunkte der grundsätzlichen Gegner Höchs erwünschte« Maße erschwere»! Die.Kreuzzeitung' hat ohne Zweifel recht, sie drückt fich dabei noch sehr milde aus. Die Sachlage wird durch solche Agitationen,, wie ste der Bund der Land- wirt he betreibt, auf welchen die ,Kreuzzeitung' offenbar hinzielt, nicht nur erschwert, sondern auch unmittelbar verschlechtert, wenn auf diese Weise eine Spaltung oder gegenseitige Bekämpfung der landwirthschaftSfreundliche» Parteien bewirkt würde. Wenn der Bund der Landwirths etwa zusammen mit den Antisemiten de» ^riegsruf gegen die Konservative» wahr macht, iub daher auch in einer Reihe von Wahlkreise« gegen die Konservative» vorgeht, dann werde« den Vortheil davon natürlich nur die Freisinnige« und Sozial­demokraten habe«. So wirkt daS Vorgehe« des Bundes der Landwirthe geradezu land wirth - schaftSfeindlich und erzielt daS Segenthril von dem, was der Bund der Landwttthe angeb­lich will, nicht das Heil, sonder« daS Unheil der Landwirthschaft.

X Ein Aottszericht hat der Abg. Bebet den Mehrheit-Parteien für die nächsten Wahlen angekündigt. Auch wir glaube«, daß die nächste» Wahle« für manchen Abgeordneten ei» Volks­gericht bedeuten werde», ob aber vor diesem Se- Ächte mehr Abgeordnete der MehrheitS-Parteien oder der Minderheit gewoze» und zu leicht be- funben werden, daS möchte» wir einstweilen doch »och dahi»gestellt sein laffen. Die Ersatzwahl im Wahlkreise Liegnitz - Soldberg Haynau spricht jedenfalls nicht sehr zu Sunste» einer zu erwartende» großen WahlfirgeS der greift inigen und Sozialdemokraten. Bei Nachwahlen werden im allgemeine« immer weniger Stimme» abgegeben als bei Hauptwahlen; aber unter dem frischen Eindrücke deS Zollkampfts im Reichstage hätte man doch wohl eine größere Betheiligung erwar­ten dürfen, als wie es thatsächlich der Fall war. Miudssteüs aber hätte man erwarten dürfe», daß die Sozialdemokraten, die eS doch sonst verstehe», ihre» letzten Max» au die Urne zu bringe«, nicht nur ihre bisherige Stimmenzahl behielte», sonder« «SNSNSSNSNSSNMSSSSMSSSMSSSS» Theodore'S streifte.Du konntest Deine« Haus­stand giflsbeii, und ich glaube, bis heute hast Du »och keine Veranlassung gtfur.be», diese» Schritt zu bereuen. Aber da stno wir schon in Amftez hier müssen wir eite« kurz?» Aufenthalt neh­me», damit sich die Pferde auf de« beschwerlichen Weg vorbrreite» körnen."

Der Wagen hielt vor dem Posthaufe; die Ge­sellschaft stirz aus und Gruner sorgte für Er­frischunge».

Hallfläot schien fich ebensalls während der Fahrt mit Griesheim vortrefflich unterhalten zu hoben; Theodore konnte sich der Bemerkung nicht enthalte«, sie habe ihre« Batrr feite« in einer solch' .heiteren Stimmung gesehen.

Dies« heitere Stimmung bemächtigte sich auf bet Wsttersahrt der ganze« Gesellschaft; Gruner war unerschöpflich in humoristische« Bemerkungen und im Erzählen intereffanter Geschichten, denen nie eine witzige Pointe fehlte.

DaS aber hinderte ihn nicht, Theodore auf ollis Schöne und Interessante während der Fahrt aufmerksam zu machen, ihr die Bohrung deS Gotthard-Tunnels in anschaulicher Weise zu schildern und ihre Frage» bezüglich dieser Bahn in der eingehendsten Weise zu beantworte».

Auf der TrufelSbrücke ließ er den Kutscher halten; er hob Theodore auS dem Wage« und führte ste zu dem imposanten Wasserfall; rr zeigt« chr die alte Brücke und erzählte von den blutiaen Kämpfe», die im letzte» Jahre des 18. JahrhunderS zwischen Oesterreichern, Raffe« und Franzosen hier gekämpft war dm waren, und Theodore Hörle ihm mit wachsendem Interesse

auch «och verstärkt würde», und dar um so mehr, alS ihre Gegner, einerseits die Konservative«, also eineBrodwucher-Partei" par excellence, anderer­seits die Freisinnige Bereinigung, dieVerräther- Partei", wie Bebel sie nannte, waren. Lchatsitth- ltch aber find an dem Stimmenrückgange vo« ins« gesammt 3447 Stimme» die Sozialdemokrat«« auch becheiligt, und zwar mit 732, während di« Freisinnigen mit 1525, die Konservative« mit 566 Stimme« zurückgingen. Der Stimmenrückgang der Konservative» ist also weitaus im geringste«, und wen» die Konservative», befo»d«rS i» be« Städten, fich ei» we»ig mehr angestrengt hätte», so wäre« sie statt der Sozialdemokraten in die Stichwahl mit der sreis. Volkspartei gekommen, ihr Kandidat hat nämlich nur 200 Stimme» we»iger erhalte» alS fein sozialdemokratischer Gegner.

* Zollfreie Kinlrrhr von Krvschaft-g«t im >u»Uwbe verllorSener Deutscher. Der BundeSrath hat in seiner Sitzung vom 13. No», beschloffen, dem Hauptsteueramte sür ausländische Gegenstände und den Vorsitzende» der Zollabfer­tigungsstellen auf de» Bahnhöfe« u«d Postaw­flalte« zu Berlin die Befagniß beizulege», z»r zollfreie» entfuhr von Erbschaftsgut im Ausland« verstorbener Deutscher oder ehemaliger Deutscher, welches durch die kaiserliche» Vertreter im Aus­lands dem Auswärtige» Amte zur Wettergabe an die inländischen Erben gesandt wird, auf Grund einer entsprechenden Bescheinigung deS Auswärtigen Amtes die Genehmigung zu ertheilen.

X Sozialdemokratischer chröheuwah«. Der ,Vorwärts' hat in seiner Wuth über die Niederlage de: Obstruktion sein Müthche» be­sonders auch an dem Grafen Ballestrem zu kühlen gesucht. Dabei schreibt er:Dieser CentrumSgras, der noch nichts für die Mensch- heit gethan hat, wagt eS sogar, einen Man« vo« der geschichtlichen Persönlichkeit eines Bebel mundtodt zu machen." Dazu bemerkt die konservative,Kreuz-Zritung':Welchen Platz der Prophet Bebel einmal in der Geschichte einnehme» wird, sollte man doch lieber erst ab­warte». Für diesehistorische Persönlichkeit"' wäre eS mitunter recht vorthetlhast, wenn ihm zur Verhütung von Blamagen und Unwahr­heiten ein Schloß vor den Mund gelegt würde." Bei dem sozialdemokratische» Größenwahn und Personenkultus sollte t8 uns übrigens gar nicht wundern, wenn die Genossen nächstens dem Herrn August Bebel noch zu seinen Lebzeiten cttr Denkmal setzen laffen würden. Man könnte dr« Sockel desselben ja mit Bronzetasel» schmücken, ans welchen die viele» Prophezeiungen Platz finde», die von Herr« Bebel ausgesprochen, vo» der Geschichte aber nicht erfüllt worden find; unter ihnen auch die Prophezeiung auf dem Münchener Parteitag deS Jahres 1902, daß bte Sozialdemokratie das Zustandekommen des Zoll­tarifs verhindern werde.

+ 38«tettaxfttbelR«6e* in Deutsch Hst- «frilla. Wie di« Mittheilung der Deutsch«« Kolonialgesellschaft entgegen dem von der .National­zeitung' verbreitete» Dementi aus dem Schutz­gebiet erfahren, ist eine Anzahl von Burenfamilien, die mit dem französischen Generalgouverneur Gallieni vergeblich wegen einer Niederlaffung auf Madagaskar unterhandelt hatten, mit dem «SSMSSWSSSSSSSSSSSSSSSSWSSNSSW zu; ste hatte in Metern Augenblick vergesse», wer der Man» war, der an ihrer Seite stand.

Bald darauf langte man i« Andermatt an. Hier wollte man übernachte».

Gleich »ach dem Abendeffen zogen Theodore und Hallstädt sich in ihr Zimmer zurück; Gruner forderte eine Flasche Champagner und zündete eine Cigarre an.

Jrtzt möchte ich endlich fragen, was diese Tour, die wir heute Morgen keineswegs beab» stchtigte», bezwecken soll," »ahm Griesheim mit gedämpfter Stimme das Wort, während er eine« forschenden Mick aus die Gesellschaft warf, die am nächsten Tische saß und sich sehr lebhaft mit Mineralien beschäftigte, die ste k»rz vorher ein- gekauft zu haben schien.Liegt ihr kein bestimmter Zweck zu Grunde"

Mich wundett's, daß Du ihn noch nicht errathe« hast," unterbrach Gruner ihn spöttisch. Hallfiädt ist ein reicher Man» und Theodor« eine einzige Erdi»; auch Du wirst zugebe», daß ch alt genug geworden bin, um den eigene« Herd zu gründen."

Ich dachte es mir," nickte Elisabeth,aber ohne meine Hilfe wirst Du daS verlockende Ziel nicht erreichen."

Bah, wer weiß, ob eS nicht besser wäre keine Sottise», Willi!" sagte die junge Fra« n scharfem Tone.Durch mich ist diese Be­kanntschaft eingeleitet und heute neu befestig worden; ich allein kann Dir die Brücke baue», die zu oem Ziele führt."

Und meine liebenswürdige Schwester roicb diese Arbeit gewiß gern übernehmen."

Ts kommt aus die Bedingungen an."