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«enowmexe Rovelle, bi« sich ab« bisher natürlich »xr im Stadt«« der „Erwägungen" befindet, be- sonder« di« Papierzölle nnb einig« andere industrielle Zölle berreffe» wird. Die Papierzölle gebe« in der beschlosskuen Höhe in der Thal z« schwere« Bedenken Anlaß. A« de« Lgrarzölle«, e"f welch« sich bet Kompromiß bezieht, wird natürlich nicht« geändert u«b «an könnte fragen, warum die al« «auschentwerlh betrachteten Aenderuug« nicht jetzt gleich vorge«om«e» werde». Die« verbietet sich tndeffe« nicht nur de«halb, well diese Aenderungea sich noch i« Stand, der -Er. Wägungen" befinden, sondern auch deshalb, «eil da« Z standekommen de« Zolltarif« durch solche nacht» figlich« »enderungen in diese« Augenblick wfirbe °b<r minbeSeM ®eit htnau»geschob«n _ * Sie Wttwwimt de« Antrag ' Ali» dar ff. Nach der amtliche« Abstimmung«.

«ste haben an der Abstimmung über de» Antrag Kardorff 329 Abgeordnete theilgenommen, davon habe» mit Ja 183, mit Net» 136 gestimmt, d haben sich der Abstimmung enthalte» und 1 ^"mme war ungültig. Für den Antrag Kar. do,ff hat geschloffen da« Lentrum gestimmt mit einziger Ausnahme de« Abg. Szrnula, der «tt Nein stimmte. Bon den hannoverischen Los. pitante» de« Lentrum« stimmten 2, «bg. von «tnSmlbt Hardenbostel und Freiherr von Wangen« Hein-Wake mit Rein. Auch die R ei ch « p ar tei tfmmte geschloffen mit Ja. Bon den Rational. Uber al en enthielten fich die Abg. Hilbck und Uhlemann der Abstimmung. Mit Ret« stimmten 6, nämlich Büsing, Depken, Dr. Sndemann, Dr. N-. Wehl und Prinz ,u Schönaich, «arolath. Die übrigen stimmte» mit Ja. Bon den Kon. servattven stimmten gegen den Antrag Kar. ^»rff, von Boni«. Bahrenbusch, von Dewitz, von Ger«dorff, Hilgendorff, Dr. Frhr. von Langen, von Norman«, Dr. Oertel, von Oldenburg, von Quei«, Rother, Schrempf, von Sperber, Frh. vo« Wangenheim (Pyiitz), von Writzel, Will «nd von LreuenftlS. Das find 16 Abgeordnete, cdfo noch 1—2 weniger, al« wir gestern auf «rund dr« vorläufigen AbflimmungSrefultate« be. rechnet hatten. Damit ist klar gestellt, doß noch «cht */• der konservativen Retchstagsfraktion dem Bunde der Laxdwirthte Gefol,schäft leistet. Mit Ret» haben natürlich die keiner Fraktion ange» hörenven Abgeordnete»de«Bunde« der La«d, mirthe Dr. Röfick«.Kaiserslautern, Dr. Hahn, Lucke und von Blödau gestimmt, ebenso die bayerische» Bauernbündler Bachmeier x»d Hilpert, sowie die Antisemtte», soweit sie anwesend waren. Die Polen, von denen aber mit 8, die Abg. Legielski, von LzarlinSki e"b w« WolSzlegier anwesend waren, stimmten mit Rein. Die Slsaß.Lothringer gingen »ach 3 verschiedenen Richtungen auseinander. Mit Rein stimmten Preiß, mit Ja Wetterle. Enthalten habe« fich Delsor, Haxß und Rölling-r, die übrige» waren nicht anwesend. Die Par« leien der Linke» stimmten natürlich durchweg mit Rein. Gefehlt habe«: von den Konser« »ativen 6, von der Reichspartei 1, von den Anti. femtten 3, vom Lentrum 14, von den Polen 10, von den Rattonalliberale« 2. Bo» den Sozial, demokratea fehlt«, wie überhaupt bei der ganzen 2. Lesung de« Zolltarif«, der Abg. A»er, ebenso der Abg. Dr. Gradnauer, welcher i» Italien für de» .Vorwärts' Material zu seinem Krupp-Prozeß sammelt. Bo» der Freisinnig« Bereinigung fehlte» Dr. Hänel, der ebe»sw wie Auer von der ganzen 2. Lesung und damit als» auch von der Obstruktion fich fern gehalten hat.

+ Mannheim, 12. Dez. 1902. Der ste»». graphische Bericht über die Berhand« lunge« be« Katholikentages liegt nunmehr vor und ist bereit« zum größte» Theile in die Hände der Mitglieder gelangt. Er hat mit seine» 44 Druckboge» ei»r» wesentlich größere» Umfang al« die bisherige» Berichte erhalte» u»b ist so zu eine« ganz stattliche» «ande geworden. Im Geist« bä»» wo» bei diffeu Lektüre, beim Dnrchlese» all' der herrliche» dort gehaltenen Rebe» die prfich-

PaulaS geweckt hatte, ahnte er nicht; er kannte nicht die Macht des Mißtrau««, da« ja nur zu oft in Unscheinbarem einen Haltepunkt sucht und tnbei. Er hatte zugebe« müße», daß er mit Elisabeth Srx«er verlobt gewese« war, und Paula konnte nicht glauben, daß er jetzt beab« stchtige, die einstige Braut in« Zuchthaus zu bringe».

Sie wußte, daß er für seine Perso» auf die Rettung jener verlorenen Summe keinen Wrrth legte; sie wußte auch, daß seine« Lharakter nicht« ferner lag, al« der Gedanke an eine un­edle Rach«; was also konnte ihn bewegen, »och einmal eie« Begegnung mit dieser Fra« zu wünsche»?

Wollte er sie abermals warne«? Feffelt« ihn nach immer trotz de« an ihm verübte» Betrugs «in tiefere« Gefühl a« diese Frau?

Wohl suchte Paul» selbst alle diese Zweifel «tt widerlegen, aber sie tauchte» immer wieder «Bf; die böse Saat Elisabeth« hatte einen frucht» bare« Boden gefunden.

Davon ahnte Gustav Barna, nicht«; sei« Senke» war a»ch zu sehr vo» andere» Dinge« t> Anspruch genommen, al« daß er sich mtt der »ö-lichkett dieser ihm drohenden Gefahr hätte befaffe» können,

6c stand vor de« Haase, in welchem Gries­heim gestorben »ar; unwillkürlich erinnert« et sich der letzten «nterredung, die er hier mit «isa« beih gehabt hatte.

Sie war ch« so sicher und trotzig entgegen, getreten, sie hatte nicht die geringste Dran« «« »en Verlust ihre« Gatte» gezeigt.

■ tige Tagung nochmals Revue passtreu laffe» »nd deren Eindrücke anffrischen. Gewiß «Kd er z». gleich, namentlich i» seinem schöne» Einbande, alle» Lheilnehmern eine willkommene immerwäh. reade Erinnerung a» d.n Katholikentag sei». (Der stenogrt"-' 'sche Bericht ist durch de» Verlag, die Buchhandlung vonJeanGremm in Mannheim, sowie d» ch alle Buchhandlungen zu beziehen. Ge­heftet 4 st, Lecheuband 5 * 60 T, i» Halb, franz. 7 Jk)

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G Aaag, 12. Dez. 1902. Der holländische Mariueministe» Vizeadmiral Kru,« ist ge. storben.

S Foudo», 12. Dez. 1902. fine Militär, «fffite hält England in Äthern. Unteroffizier Leonard bei be« »eugebtldete» provisorischen Dragoner Regiment wurde degradirt, weit er in einem Schreibe» an den Kriegsminister diesen a« gewiss« Uebelstände aufmerksam «achte. Ma» glaubt, daß bi« Veröffentlichung sämmtlicher Thal- fache« skandalöse Dinge z« Tage fördern werde. Wie verlautet, beträgt die Zahl der seit Bildung de« Regiments Desertirten mehrere hundert. Zahl­reich« Regimenttmttglirder wurden vor das Krieg« gericht gestellt, so unlängst an einem einzige« Tage nicht weniger al« 24 Soldaten, welche verschiedener Vergehen beschuldigt wurde«. Im Durchschnitt ist jeder Soldat de« Regiment« berett« zweimal bestraft.

G NewAotst, 12. Dez. 1902. In Vene­zuela werde» groß« KriegSvorbereituuge» ge­troffen. Alle waffe «fähige» Männer zwischen 18 und 60 Jahren find einberufen u»d da« Volk strömt schaareuweise zu be« Fahnen. Ix La Suapra find schon 926 Freiwillige be­waffnet, und stündlich melben fich mehr. Ueberall kifft man mit Mausern bewaffnete Männer. DerKriegSmintster General Ramon Suerra, ist, wie schon kurz gemeldet, mit 2600 Mann und 18 Geschütze« in La Guayra eixgetroffex und Hal die Geschütze auf de« die Stadt be­herrschende» Höhen postirt. General Lelestino Lastro, ein Bruder de« Prästdenten wurde in der Nacht zum Freitag mit 2000 bi« 3000 Mann nebst Geschütze» t» La Suayra erwartet, so daß die Venezolaner jetzt 3000 Man» und gegen 60 Geschütze in La Guayra zu habe« hoffe». Die venezolanische« Truppe» besetzte« die strategischen Punkte auf de» Berge» im Rücken der Stadt. La Guopra wird befestigt, die Fraue» Helsen beim Füllen der Sandsäcke, mit oenen Bastionen gebaut werden. GS heißt, jedem weiteten Ver­such, Truppen zu lande«, werde Widerstand ge­leistet werden. Der italienische Kreuzer „(Karlo Alberto", der bisher mtt Versuchen zur drahtlosen Telegraphie beim Kap Breton be­schäftigt war, ist nach Venezuela abgegange». — Neuerding« wurde« drei venezolanische Fahrzeuge bei La Guayra von S. M. S. S. „Bi«eta" und „Panther" und de« blttifche« Kreuzer „Retribution" beschlagnahmt und ei« vierte« wurde ««brauchbar gemacht.

Kardinal Kopp über die Biueenz- Bereine.

In bet General-Versammlung der BreSlaxer Bineenzvereine hat der Hoch«. Herr Kardinal» Fürstbischof Kopp über die Aufgabe und Thälig- kett bet Bincenzvereine eine schöne Ansprache ge­halten, der wir »ach dem Berichte bet ,Schles. Volksztg.' Folgendes entnehme«: „Der Vncenz- verein bebaue et» wette« Arbeitsfeld. Ueberall könne derselbe eine segensreiche Thätigkeit entfal- te». Oder ob eS wohl eine Gemeinde gebe, in der »icht Roth und Arm»th an bi« Menschen» heqeu poche« ? Ob »icht sein vornehmstes und

War unter diesem Dache wirklich ein Ver­breche» verübt worbe«, da« ««entdeckt und un­bestraft bleiben sollte?

Er fand keine befriedigende Antwort aus diese Frage; aber löse» wollte er fie schon deshalb, weil er durch die Behauptungen Elisabeths zu tief beleidigt worden wat.

Ein Dienstmädchen trat a»S dem Hause; er erkannt« in ihr dasselbe Mädche», da« ihn da­mals bei Elisabeth angemeldet hatte. Rasch ent» schloffen forderte er fie auf, ihn »och tm Saufe dieses TageS zu besuchen, da er ihr wichtige Aittheilunge» zu machen habe, und zur fest­gesetzte« Stunde trat fie in fei« Robinet.

.Wie heißen Sie?" fragte er, nachdem er fie genöthigt hatte, Platz zu nehme».

Da« Mädchen sah ihn befremdet au; weniger sie Frage selbst, al« bet ernste, inquisilortsche To«, n dem sie gestellt war, ries diese« Befremde« »er»»r.

.Äareline Kahl!" antwortete sie nach einer kurze« Pause; .ich glaubte, Sie wollte» mir »tt- thetUmge« mache« —"

,R«r Geduld," fiel er ihr tu« Wort, .diese MUHetlunge» werden Sie «halte», sobald Sie meine Fruge beantwortet habe». antwort« Sie der Wahrheit gemäß; ftk Sie selbst kann e« nur von Rotzen sei«, wen» Sie streng bei der »ahrhett bleibe«. Sie war« früher in Diensten der Fran Griesheim?"

.Jawohl."

„Wie lange?"

.Fast ein ganze« Jahr "

.Stehen Sie «och mtt ihr in Verbindung?"

höchste« Ziel die Rettung und Heiligung der Seel« und dieSelbstheiligng feiner Mitgliedes i? ES genüge nicht, die vorhandene Roth zu Unbern, man müffe dem Entstehen derselben möglichst vor- beug«-.. Wohl habe der menschliche Fleiß auf dem wtrthschaMich« und soziale« Gebiete große Errungenschaft« aufzuweisen; aber dieser Fort- schritt sei auch von manchen Schäd« begleitet, wie die Anhäufung der vevölkemng tt» den Groß- städt« und Industrie - Bezirken, die vorwieg«d materielle Richtung der Zett, die Abkehr von allem Jd«len «nd Uedernatürlich«, die Lösung der Familienbande. Man könne den Fortschritt nicht rückgängig machen; die Geschichte setze ihren Lanf fort; aber fie zeige einerseits, daß in dem Höch- sten irdische» Fortschritte auch die Keime vo» Krankheiten enthalten seien, anderseits wie die göttliche Borsehnng stets die Heilmittel berett halte, dis fie in der Nächstenliebe in daS Herz der Men­sch« gelegt habe. Auch der Bincenzverein fei ein Werkzeug der Vorsehung, er erfülle eine Pflicht, die der Menschheit dem Fortschritte gegenüber ob­liege. Der wirthschastliche Aufschwung habe die Erdengüter vermehrt und dem menschliche« Leben manche Erleichterung« verschafft, aber auch die Begierde gesteigert und die Begehrlichkett und Sinnenlust vermehrt. Die Genußsucht sei die Losung, aber auch die Krankheit der Zeit. Sanz besonders sei aber die Trinkerfrage eine Wunde; bas Wort berge ein ganze» Heer von Elend und Trauer tt» fich: gewiffexlose Verschwen­dung, unnütze Zeitvergeudung, Zerrüttung der Familie und der Sesundhett, Arbeitsscheu, Ber- fimpelung deS Geistes-, Verfall der Sitte rc. Die Ursache sei der allgemeine Hang zum Genießen. Die Trinkerfrage gehe alle, besonders aber den Viveenzverein an. Er müsse falles aufbieten, sittliche Ordnung in solche Familie» zurückznführ« und den Alkohol fernzuhalten, aber auch durch das eigene Beispiel Mitwirken, damit Gott diese Bemühungen segne. Die LharitaS fei die Freun­din der Mäßigkeit; dämm wären mit den LharitaS- blättern die MäßigkettSblätter verbunden. Eine zwette Quelle der heutigen Schäden bietet die Familie. Auf ihr baue sich die Menschheit auf, und wenn die Familie nicht so sei, wie sie fein solle, könne es auch die menschliche Gesellschaft nicht fein. I» der Familie fehl« ab-r heutzu­tage die Tugenden, die sie und die Menschheit zieren, dagegen wurde sie von Leichtsinn, Gott- vergeffenhett, Genuß- und Vergnügungssucht zer­rüttet; namentlich sei dieses von dem nachtheilig, sten Einfluffe auf die Jugenderziehung. Schon die Schulklage über die Schwierigkeit, die ihr eine vernachlässtqte Jugenderziehung bereite; ja die öffentliche Gewalt habe bereits zu gesetzlichen Abwehr- und Fürsorgemaßregeln greifen müffe», um die Verrohung der Jugend einzudämmex. Hier eröffne sich ein neue« Arbeitsfeld für die Bineenz- vereine. Ost seien die Familien nicht mehr geeignet, die Kinder zu erziehen; dann handel» eS fich darum, Familien, die fich der arme« Kinder an» nehmen, willig zu machen. Ost taugen die Kinder nicht mehr zur Familienerziehung, dann müffe der Bineexzverein im Verein mit den Seelsorger» ihre Unterbringung in geeignete Anstalt« ver­mitteln. Zu beklagen sei, daß diese Thätigkeit noch immer einer hinreichenden Organisation ent­behre. Der Breslauer Vinernzvereiu laffe kein Arbeitsfeld der LharitaS auS d« Aug«. Dank seinem eifrigen Klerus umfasse er alle Bedürf­nisse unserer Zeit und gründe immer neue Werke, wie die BahnhofSmisfio« und jetzt wieder die Fürsorge für eine gute Vorbereitung der Reu* kommuniksnten. Und dabei folge er der Grund­regel«: Du sollst Gott liebe« auS deinem ganz« Herze». Die Werke feiner Nächstenliebe seien die Werke seiner SotteSliebe, Gott zu Liebe und zu Ehren geschehe«. Ra« möge immerhin sage«, die katholische LharttaS sei Lohnsucht, geschehe mit Hoffnung auf den ewig« Lohn. Gewiß, sowie die Furcht SotteS der Anfang der Weis­heit fei, fei auch die Hoffnung der Anfang der Liebe, aber nicht ihr Inhalt. Diese fei das Wort deS Herrn: .Liebet euch, wie ich euch

„Rein."

„Frau Griesheim war wohl mit Ihnen nicht zufries«?"

„Wer kau» das behaupt«? Eine andere Frage ist es, ob ich mit ihr zufrieden gewesen bin!"

„Ich schließe die« daran«, daß Frau Srie«- stirn Sie nicht mUgexomm« ijat."

„Ich wäre gar nicht mitgegangen," antwortet« >a« Rädchen; „in meinem setz'gu Dienst habe ch e« ecbentcxb besser; die Herrschaft lebte in Sau« und Oran«, und In der Küche gab ei nur trockene« Brod und Kartoffel« mit der Schale, nnb bezahlt wurde da« alle« mit gestohlenem Selbe."

„Woher wisse« Sie da« ?" fragte der Advokat.

„Ra, ich werd' mit d« Rund nicht »er« brennen —"

„Sie dürfen mir getrost al« feg«, Äareline, Unannehmlichkeit« fall« Ihnen daran« nicht er­wachs«. I« Gegenttzeil, wem» ich durch Sie et» fahre, wa« ich ,u wissen wünsche, bann linnen Sie aus eine glänzende Belohnung rechn«."

„Und wa« wall« Sie wisse«?" forschte da« Mädchen.

„Nut Geduld. Ich frage «och einmal, woher wissen Sie, daß die Leute von gestohlenem Gelbe eiten?"

,Lch hab' manche« Wort gehört, ohne daß ich e« wollte."

„Segen Sie« nur gerade Here«, wen» Sie den» und wen« einmal gehorcht hab»«, ich »»erde Ihn« das nicht k argen, im GrgeMhett, s» wäre mir lieb, wenn Sie mir ganz bestimmte An­gabe« machen Ifanten." (F. f.)

-Mot habe." Das fei oaS Leitmotiv der chM. «ch« LharttaS, JefuS in d« Arm« zu und ihm feine Siebe zu vergelten, mtt der ernus geliebt habe.

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Fulda, 18. Dezember 1MB.

»*. Herr Zahlmeister Ztaxe vom 1. Lothriug. Pionier-Bataillon Nr. 16 in Metz ist zur 2 Ab- theilung deS 2. kurh. Feldartillerie Regime»UNr.47 in Fulda an die Stelle deS nach Hofgeismar versetzten Obe^ahlmeisterS L ü t er S versetzt worden.

55 Fmustßx« «nd Ikeiff war die Signatar der vo« u«S bereits erwähnte» Ausstellung h'änSlicher Sunstarbeite», welche von Ftl. E. Bölke im Verein mit einer Reihe Fuldaer, aus ihrer Schule hervorgegangenen Dam«, während der drei letzte« Tage veranstaltet war. ES war hocherfreulich, zu fehe«, wie unter dem Einfluß jener feinsinnige« Künstleri« der Kunst- gefchmack unserer jungen Damenwelt sich veredelt »nd i» weich' praktischer Weise fich jene künst­lerische» Bestrebungen auf be« Schmuck deS trauten HeimS Übertrag« lasse«. Hier sah« wir ««ter der großen Fülle eine Menge von Werken der Malerei, der Holzschnitzerei und -Brennerei und deS immer mehr beliebt werdend« Lederschnittes, welche daS Dilettantenhaste bei Weitem überragen und von bleibendem Werth« sein werden. Jeder Besucher wird gewiß die Ausstellung mit hoher Befriedigung verlass« hab«. Möge die sreudige Arbeit so vieler unserer jungen Damen auch fernerhin von gutem Erfolg begleitet fei«; manche Kräfte werden dann ohne Zweifel Werke schaffe», welche die Künstler- schule um die Jahrhundertwende nicht in Ver­gessenheit geraten laffe« I

X Da« Trompeter-Korp» be« Kur» hessischen Feldartilleri« > Regiment« gibt argen Abend um 8 Uhr im Stadtsaal seia zweite« Alouxemeut» «Atonzerß, dem ei« fein ge­wählte« Prog amm zu Grunde liegt. Wir werd« ersucht, z« vemerken, daß der Saal gut gehetzt sein wirb. (Wie wir hören, hat Herr Schulz eine Garantie für gute Heizung Überrommen.)

•O Ablauf her Irist fit dem Amtansch der eiten Aostwerthzeichen. Wir mache« noch­mals barauf aufmerksam, daß bie im Reich-post- Gebiete und in Württemberg bis Ende März gütig gewesenen Postwert Hz« ichen gegen solche mit der Inschrift „Deutsches Reich" nur noch biß Ende Dezember d. I. um getauscht werden. Vom 1. Januar 1903 ab werden Anträge auf Umtausch alter Postwerthzeiq« nicht mehr berücksichtigt. ES ist daher anzurathe», den Umtausch der etwa noch vorhandenen alten Pofiwerthzeichen baldigst zu bewirken. Dies kann bei den Postschaltern und de» LandbrieftrSger« geschehen. DiePostaxstatt« werden die Frankirung von Sendungen mit alt« Postwerthzeichen bis zum Ablaus der Umtausch- Frist nicht beanstanden. Dagegen werben die nach Ablauf der Frist etwa vorkommenden alte» Post- »erthzeich« al8 ungiltig behandelt werd«.

* Mi- ftmnt man Kohle« spare« T Diese jetzt besonders »brennende" Frage beantwortet die .Neue Hamb. Ztg.' wie folgt: „Ein billiges Heizmittel ist heute sehr begehrt, zumal die Kohl« bereits anfang«, im Preise zu steigen. Man kau» jedoch die Hei^raft der Kohle i» jedem Ofen durch ei« recht einfaches Mittel bedeutend erhöh«. Unter der HeizungSthür befindet fich meistens eine kleine Schieblabe, in welche bie Asche fällt. Diese fülle man halb mit Wasser. Natürlich muß die Schieblade wasserdicht sein, sonst stelle man ei» Gefäß mtt Wasser hinein. Sobald daS Wasser anfängt, zu verdunste«, ziehen die Dfimps« von unten durch die glühende« Kohle«; es bildet fich WasserstoffgaS, und bie Heizkraft be« Ofens wirb dadurch um daS doppelte erhöht. DaS Wasser muß tagsüber ein oder paar mal erneuert werben." — Die Verantwortung für die Richtigkett müssen wir der ,9t. H. Ztg.' überlasse«.

* Aietershanfen, 12 Dez. 1902, Dieters- hausen und MerneS find zum Sprechver- kehr mit Hanau zugelassen worden.

* chrö, 12. Dez. 1902. Der.Order Bezirks» bote* schreibt: Die Wahl-Interessen stech im Vergleich zu den frühere» Jahr« in unserer Stadt fast ganz geschwunden, was mau auch heute wieder bei der stattgehabten Ersatz­wahl von Wahlmänner beobacht« konnte. So war« ans d»m XXXV. Wahlbezirke 8 Manu, von dem XXXVII. Bezirke 6 Stimmberechtigte erschien«. AIS Wahl mann sür b« erstbmaxnt« Bezirk war Herr Stadtpfarrer Röhre anfgestellt, der mtt 6 Stimm« gewählt würbe. Im letzter« wurde Herr H. Fr«nb ebenfalls mtt 6 Stimm« gewählt.

* 12. Dez. 1901. Heute Rach-

»achnuttag «ach 4 Uhr wurde ei» lOjährhz« Knabe von einer Revoloerkugel xiebergestrwft, als er auf dem »ege von bet Schule nach Hause stch befand. Ra» vermuthet, daß der Attentäter ei» Römer ab deS Getroffen« war.

♦ Ieonüftnl er. M-, 12. De». 191. Fu derDelegirtenversamnünngberLerpflegungS- . Stationen im Sroßherzogthum Hessen