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Werke, von Louis «ntox Du Porrentru'Y 47 Mk.) Nne hochiuteresiante Skizze au»

29. JahrgMj^

Jutta, Freitag, deu 12. Dezember 1902.

Dr. k. Werhnachtsbücherschau 1902

Der münsterländische Fritz Reuter.

nimmt.

JsenbohnKiäls) daS zersetzende Element in die

Utrmistbtts

glaubt.

vollwichtige Gegenstück zu dem mecklenburgischen Klassiker. Aber wenn nicht aller täuscht, so wird jetzt dieses Stück .Rückständigkeit« überwunden. Die plattdeutsche Literatur in münsterländischer

Situation mit eine« Schlage,»kläre« und »dttt* zusühren. So schließt z. B.WtlldrupS Hoff« mit einer kurzen Bemerkung der etnsäUtge» und doch so kluge« Drüke« Mähne, welche ganze Seite» do« tiefsinnige« Betrachtungen aufwiegt. Saßet Klü^gelkamp hat was von etner Frauen­bewegung grhärt und setzt ihr auseinander, wie wichtig das sei: .Denn von be Fravlüdr hänk viell af. Datt bäff wi wull seihe« in'l Paradies.« Darauf sagt Mähne:Un bi de Moder SuottS."

Wen« ma» die Kürze und Gedrungenheit der Handlung, sowie die Einfachheit der Sprache hervorbebt, so find daS gerade bei plattdeutsche» Schriften «och weniger Nebensachen, als sonst, daS I Plattdeutsche ist sür die große Mehrzahl doch schwieriger zu lese» und zu »erstehe», als daS Hochdeutsche, und darum soll man möglichst alle- vermeide», was de» Leser abschrecken oder er­

müden kann.

Aber können den« Leute, die kein Plattdeutsch erlernt habe», auch die münsterländischen Werke lese« und genießen? O ja! Schreiber dieser Zeile» hat eS soeben noch an seinen halbwüchfige» Kinder» erlebt, daß auch sogar .Berliner« fich ganz gut darin zurechtfinden können und daß eS sich wirklich der kleinen Mühe lohnt.

Im Jntereffe der Terrain-Eroberung läge es wohl, die erklärenden Anmerkungen noch etwa- zu erweitern, vielleicht auch einige Andeutungen über die vokalisch.-» Schlupflaute büzufügen, die in ihrer Schreibweise schlimmer aussehen, als fie in Wirklichkeit find. Sollte« die Anmerkungen zu zahlreich werden, so könnte man eS ja mit einem kleine« L x kon am Schluffe jedes Bänd- chen's versuchen; auf einem Halden Bogen ließe fich da ficher alles Näthige unterbrtngen.

Sehr wünschen« iverth wäre, daß fich die platt« deutschen Schriftsteller möglichst der Einheit in der Rechtschreibung befleißen wollten. E« ist auch nicht nöthig, daß in dem münsterländischen Schrtstthum die Besonderheiten der westlichen und östlichen, südlichen und nördlichen Bezirk« de» Münster- lande« hervorgekehrt werden; e« thut dem Lokal­kolorit keinen Eintrag, wenn die Leut« da allzumal «in normal«» Münsters! Platt reden und schreibe».

BeiSB ldrup» Hoff«, da« schon i« der 2. Auflage vorliegt, ist ein Versuch mit größere« und kleineren Illustrationen gemacht worden. Der Gedanke scheint nur gut zu sein, und man sollte fich ernstlich bemühen, Künstler mit angeboren« Kenntniß von Land und Leuten zu plattdeutsche« Bilder« zu oeranlaffen, d. h. zu Illustrationen, die , den Inhalt der plattdeutschen Buche« in der a«- i gemeffeuen einfache« Form mit derb«« charak- i terist,scheu Linien dem Leser vor Augen führen. i Gerade bei volktthümliche« Werken ist di« Unter- . flützung durch den Zeichensttft nicht zu unter-

Missionsleben in Niederländisch-Ostinde« bietet da» an« dem Holländischen de« LÜuitcn W. van Rieuwenhoff überfetzte Bändchen:Pa t er Le Cocq d' Armandville (mit 38 Abbildungen und 3 «arten. Der Berlag hat da« Buch geschmack­voll auSgestattet; namentlich die Ernbavddecke wirkt

Das Plattdeutsche gleicht einer Ellipse mit 2 Brennpunkten: Mecklenburg aufderostelbifchen Sette, Münsterland auf der westelbischen Seite. Mecklenburg hat durch Fritz Reut« das Seinige

allein ergötzliche Schilderungen von Charakteren und Sitte», sonder« Lebentdrome« mit dem natur­gemäße» Wechsel von ergreifender Tragik und köstlichem Humor, «eisterhast durchgeführte Kon- ,nrirfl. wuoona" , flikte, die thrils innerhalb der bSuerltch'döifl-rische«

Mrv°n>'und wi-'si-alle heißen, Gesellschaft, theils in ihrer Wechselwirkung mit

IMstrfrte Sonntags-Zeitung*, Juldaer «esAichtsblMer« und rofl«Te»B$fb.

schätzen.

Der Hauptzweck dieser Zeilen ist, da« größer« Publtkam auf di« neuer« Literatur in b« Sprach« und der Denkart de« katholischen Münsterland«» aufmerksam zu mach««. Den tüchtigen Bahn­brecher« de« Plattdeutschen ein herzliche» Glückauf von einem versprengten, aber treuen Land». mann. 8- N.

faltigsten, geschickt abgefiuste Charaktere weltlichen 1 und geistlichen Stand«?, männlichen und weiblichen Geschlechts gruppiren und brthätigen.

Vielfach findet man roch die Anficht vertreten, daß die plattdeutschen Schriftsteller bloß Spaß- machet, aber kein« eigentliche Dichter seien, und daß derDialekt" nur zum Schnurre«. Erzählen, aber nicht zu literarischen Kunpwerken tauge. DaS ist ei» großer Jrrthum, den die Thatsache« elänzend widerlegen. Das Niederdeutsche ist kei» Dialekt, das Hoch- oder Schriftdeutsch«, sonder» eine Sprache für fich, eine ebenbürtig«Sprache, dir aus eigenem Stamme gewachsen ist und vom Heliand" her ihre eigene Literatur und Literatur- geschichte hat.Ohm o» der Müre" nennt »an tn Westfalen den Bruder des Anerbe«, der auf de» väterlichen Hofe geblieben ist, obschon er I nicht der regierende Herr i« Haus« werde» 1 konnte. DaS Plattdeutsche hat anch auf di« Herr­schaft im deutschen Hanse verzichten müsse», aber e» ist kei» Knecht und kein Schmarotzer, sondern der vollbürtige Bruder des Hochdeutsche». Ei« braver Ohm a» der Mauer ka»» sür die Math- schäft i» Haus und Hof von ungeheuerem Segen sei», wen» die Herrschaft Mb et fich richtig 1» ei»a»d«r zu stellen u»b msammen zu arbeite» verstehe«. Wie der Ohm ei» ttefflrchM Mittel- und »erbindMg-gli-d zwischen Herrschaft und Gesinde bildet, so Um das Plattdeutsche He Berdindung aufrecht erhalten zwischen der Schrift­sprache u»d dem urwüchsige« Sprachgesetze de» Volkes. Da« Schul- und »intedeulsch « ver­trockne» und ersiarre», weun es »icht »«« SM« erhält auS den «reise», wo ma» muh so spricht, wie wirklich der Schnabel gewachsen ist, wo daS Sprachgefühl fich unbeeinflußt von alle» Regel» u»d Künsteleie» t» viel steter Natürlichkeit ent- faltet, ohne theoretische Korsetts und schulgerechte Seradehalter. Auch diejenige«, di« selbst »icht plattdeutsch sprechen, müffe» fich freuen, daß eS in Deutschland noch eine von Grund auS feto«

Uffe».

Dr. Wibbelt ist rückhaltloser Epiker; er gibt nicht einmal eine Vorrede, sonder» nur feine Geschichte. Der Versuchung i» Uebertrribnngen I und Effekthascherei gibt et unr noch selten »ach. Er malt kein« tobte» »Übet, sonder, führt »ns lebende, dramatische Bilder vor, die i» straffer SoenensühtMg »ns ein wohla«ord»etes Drama »U erleben Uffe». Dr. Wibbelt übertrifft be» | mecklenburiffche« Meister in der Kürze »nd Knopp« beit: auch in den tief empfundene» poetisch« «Atel» »e» Liebe und Leid vermeidet et deu Ueberschwang von bl»me»reiche» »»d thräneusatt« I Ergüssen, in dem» Fritz Reuter sich oft zu weich | »eb breit geh« läßt, n»d erreicht gerade d«rch die etofache, ««Lrlrche Sachlichkeit die durch- areifendsi« Wirkung. So sind z. B. die »««««, ix de»Sräöfin ThreSkenS' HerzrnSgeheimniß »ach und »ach dem Leser fich off-nbart, wahr« Pracht- stücke der erzählende» Kunst. Im besondere» ver- steht es Wibbelt meisterhaft, durch ein paar Worte, die so recht auS dem Charakter und dem Gr- j daukengange der Person hetvorspringe», die

.Greift »ur hinein ins volle Menschenlebe»! Das volle Menschenleben besteht aber nicht bloß auS spaßigen Vorfällen und lächerlichen Sonder- barkeite», sondern vorwiegend auS ernster Müye und Arbeit, aus inneren und äußeren Kämpfen und Nöthen. Ueber den Standpunkt, daß im Plattdeutsch« bloß Possen geschrieben werden könnten, find wir glücklicher Weise hinweg; eS können Lustspiele mir ernstem Gehalte oder auch Trauerspiele sei», wobei fich nur im Leben und in der echt« Kunst Humor und Tragik mischen. Wo fich auS der Natur der Charaktere und der I Fabel» spaßige Vorgänge entwickeln, find fie al» Würze sehr willkommen. Aber daS Haschen nach I Lache ffckten, die groteske Uebertretbun« der Charakterrigenheiten, namentlich die Erkünstelung I von Situationskomik, sollten fich die plattdeutschen Schriftsteller ganz abgewöhne». Das Publikum will Menschen seh«, keine Hampelmänner.

Da« kulturhistorische Moment, di- Schilderung des Volkslebens uud bet sozialen Zustände, hat feine volle Berechtigung; doch »tob es schönet Mb wirksamer sein, die Schilderungen durchaus i« de» Gang der Handlung zu verflechten, so daß btt Leser nichts Lehrhaftes spürt, sonder« einfach Aller miterlebt, He. Zustände aus den Thaten und Schicksale» der Charaktere kennen lernt. Dr. Grunenberg hat in seinem Erstlings­werkGiärd", das von großer Begabung zeugt und wahrhaft glänzende Partiee» auswetfi, fich »och einen gewiffen Dualismus gestattet, indem et im ersten Thüle auf Grund einer wirklichen Begebenheit fich dieGeschichte" abspirl« läßt und im zweiten Theile «ine Reihe von größeren . und kleineren Episode» bringt, die fich um de» . Helden und seine Familie gruppiren und das Leben .und Treiben jener Zeit dem Leser vor- sühren. Er gesteht selbst den Mangel an festem organischen Zusammenhang u»d fügt hinzu: -Ich bi» nichts weniger als ei» Romanschriftsteller Mb mein Giärb soll auch kei« Roman sein", O doch, Herr Dr. S., Sie sind ein Romandichter und ihr Siärd ist i« erste» Theile ein recht tüchtiger Roma». Hoffentlich ent schließen Sre fich auch, mit vollem Ziel« und Pflichtbe vußtsei» Ihr bedeutender Talent weiter z» vrrwerthen aus dem Gebiete des plattdeutsche« RomanS. Ob die Fabel geschichtlich oder erfände», aU -der »e» ist, wird sich ganz gleich bleib«, »en» Sie Mt lo lebenswahre Charaktere, wie Tante Sätt. k«, Pastor »aterkamp, »iärd rc. in einer be- b«t«b« Handlung sich entwickeln »nd bethätigen

EMl^Prinz zu Oettingen-Spielberg hat un« die deutsche Uebersetzung des sehr zeitgemäßen geistvollen Buche« des M. L'Abbee T. Pi al, Profeffor än der steten Universität Paris über Die Be- stimmung de« Menschen" (Beweise für die Un­sterblichkeit der Seele) vermittelt. Da« elegant geb. Weikchen (288 Seiten) kostet 3 Mk.

Eine gleich günstige Aufnahme wünschen wr dem

neuesten Unternehmen des Habbel'schen i öst allen ö?u-, o. y. uee «« »»»"

Kesammtausgabe der ®et« ?el}® I Jahrhundert-. Dr. Augustin Wibbelt greift in

Ida £abn-£)abrt. ® Vorwort das volle Mensch«leben bet neueren Srit;nach-

"i- «st- ÄJÜÄ dem et inDrüke Mödne" seine g«'ülhllche

«Kbmten Konvertitin eMroN und ihre Werke kritisch und humoristische Begabung bekundet hatte, stieg Äeuckttt J^ereffanie Porträts ans verschiedenen in bett folgenden Schrifte t zu der vollen Höhe Lebert stufen und Bilder au8 ihrem letzten Aufenthalt, tz,r kunstgerechten Romandichtung: das find nicht de« KlosterZum guten Hirten" in B^mz, ergänzen .------------------- <r

dto treffliche Skizze. Der heut,gen Generation er­schienen die Hahn Hahnfchen Romane stst als Novr täten, den« der größte Theil ist rm Buchhandel langst vergriffe«.Maria Regina",Svvattka,Zwei Schwestern",Peregrina", ^Tudoxra ,Dee Erben

,b^rSoi?3ttttoler$ono«täu^ I der modernen'' Außenwelt fich abspieleu. I» | Keinen zu den meistbegehrten Bänden. Und manWildrupS Hoff" bringt der Sisenbahnbau (be mag heule überTcndeuzrvmanr" sagen, was man Js,xbohn KiälS) das zersetzende Element i« die will, in der stürmische» Zeit der Kirchenbedrangmß patriarchal!scheu Zustände, 1»be Strümp führt haken die Hahn-Hahn'schen Romane auberordentlrch Strontuamitbau mit feinem Gründerweseu viel Gutes gestiftet, indem sie den apologebschen * b Heeren Rkibunge» und tragischem Kampf gegen den Urglanben m- auz^b-G«-«». Dahlen" endlich läßt uns be» Za-

bet Erzählung ftjrte» fommf»Ä vonKawkleereustolt «« Burenstoli"

2 U®£Ä S-ri? drr Werke^von Hahn-Hahn um- milerleben, de» Konflikt zwischen zwei edel gefiunten fastt'30 Bände wrvo» 28 Romane, 2 Gedichte ent- uud selbstbewußte» Vertretern deS Adels, und halten. 14 Romane erschienen je zweibändig.Marra Bauernstandes, wobei fich um J.ben Held« »eattttt* macht mit 2 Bänden den Anfang. Jeder UH& ay neutraler Chor eine Fülle der mannig-

* An» der Aifek. Dem allgemeinen Jnterrffe und besonders den Eltern sei folgende Geschichte ans dem Echnllebe« nicht vorenthalteu. St» «Äer kommt da unlängst mit seinem schulpflichtige» Knaben »nm Arzte. Gr erllärt demselben, seinem Söhnchen sei durch die »»mäßige Züchtigung des «ihrer» da» Gehör vergangen. Scheinbar konnte der hoffnungsvolle Sprößlin, keine der laut an ihn gerichteten ffragen de» Arzte» verstehen. Der Arzt, »elcher bei seiner Unter- £chung sofort den Grund der angeblichen Taubheit er- nute, erklärte de« »ater i« Zlüstertone: .«»ste» kann ich an den Ohren nicht» »ahrnehmen, ich mut daher Ihre» Sohne die Ohren abschneiden, damit ich [ bester in da» innere Ohr hineinschanen kann." «am» find diese leis gesprochenen Sorte gefallen, so stürM auch schon der plötzlich hörend gewordene Knabe ans hm Ammer, hält-e Hände an die Ohreu nnd S«: .Ich will «eine Ohren nicht abgeschnitw»

den!" Ihm folgte schleunigst wto in «ffalleud I ruhiger Seife »er »ater, »elcher tte»m«U Dank d«

mußte, dem Lehrer ans «rund seine» ärztliche» «teste» etwas am Zeuge p sticken.

fine f annua t* einem Aswentästg fort neulich tu eine« Sirius in Re«-Aork stattt D« unternehmende Sirkn-besttzer hatte str das Sagntß eine« «reis von 600 Dollar« auSgesetzt. « meldet« K fünfzehn Paa«. Die Sahl fiel ans ein junges ische» Paar, de« fett Lahre» da» «»«» da,» gesehtt batte, ein« eigen« Herd »» gründen, «befanden sich sfinf angeblich fttrchterirch wilde Löw« in de« Käfig. Der Bändiger und der «irkurvefitzer waren die Dra»- «xae». Ob der Pastor, der die «eremouie vollzog, echt «ar, weiß «an nicht. Jedenfall» waltete er seine» K«te», und der ttittoman* ließ verlauten, e» habe ihn I 1000 Dollar» gekostet, den Pastor dafür ,» gewinnen. Das Publikum hatte fich nur spärlich etngrfunden. Doch wurde eine Blitzlicht. Photographie genommen, mtt welcher der «irkuSmann auf seine Kosten zu kmtmen

«and knfi-t gebunden 1.50 Mr, ledoch g-Hört die Serie naturgemäß zusammen uud stellt sich rn dreißig Bänden auf 45 Mk. Jede der 120 Lieferungen kostet nett 30 Pfq. Mr wünschen der Sammlung ein herz­liche» Glückauf! > . ,

Bei Habbel erschienen soeben tn werter Auflage die aemüibvollen, frischen und warmblütigen Gedichte von Franz Bonn:Für Herz und Haus". Der elegante Salonband wird jede« Weihnachtstische z»r Zierde gereichen. (Geb. 5 Mk.) In zweiter Auflage «schien nun auch das zweite Bändchen von Otto von Schaching's Bolkserzählungeu (mit Bildern). Ter beliebte BolkSschriststeller versteht den markigen Gestatten seiner bayerischen Landerleute wie kaum ein Zweiter Leben und Seele emznhauche». «an sieht «nd hört fie, »ie sie leiben und leben, attch imKlammzeist" einer Hochlandsgeschichte, »nd in derMarei von Brandstätterhof", einer oberbaye- rischen Erzählung nach einer wahren Begebenheit. Der ne« aufgelegte Band kostet geb. 1.50 Mk.

Bon der so außerordentlich beliebten Sarnmlung .Für die lieben Kleinen" von Schwester W. haula erschien da» fünfte Bändchen, ein echte« »nd wirkliches Weihnachtsbuch, den» es behandelt: Ehristkindlein kommt! LhttstNndler» ist dal", Gedichte, Gespräche unb dramatische Spiele für die hl. Weihnachtszeit. Welche Mutter, welche Er- zicheri« würde nicht ftendig zngreisen, wen» ihr eine Lwillkvmmene Gabe zur Unterhaltung «nd ErheiterMg wie unc Belehrung und ErbanMg ihren Heben Kleinen geboten wird. (Hübsch gebnnd., 240 Seiten, 1.20JDHO fci dieser Gelegenheit sei« di, h* vorigen Jahre tat vor Weihnachten erschienene», bnden Pracht- bände derselben Lerfafserin, die reich Auprirten Märchenbilder", (ged. 3 Mk.) d« Kleinen er­zählt, »ndO du wunderselige Weihnacht«- zeit" (mit 162 Illustration« und Big-ette» «nd einem farbigen Weihnachtsbild in färb. Prachteinband 4 Mk.) nochmals wärmsten» empfohlen.

Schwester Paula bewährt fich auch als tüchtige ttebersetzerin Ihr verdanken wir den vorliegend« Band:Leben und Martyrum de« seligen Johannes von Triova" von «nton Du Lys (geb. 1.70 Mk.) mit vier ganzseitigen Bildern, sowie 6a» mit 20 Vollbildern gefchmückl« Buch:Der Herl. Paschall» Bachlon", Patron der euchanstrschen

«ne aio6e Reihe vortrefflicher Neuerscheinungen in Ä S*

«.nhbri in Regensburg zu verz-rchnen. Lina ?°/ÄrlePsch's Romanbibliothek liegt nun­mehr in zehn Serien zu je 6 Bänden, also mit vollen 7eck»7ig Bänden, abgeschlossen vor. Al« «rrtkan von Berlepsch zu ihren Lebznten den Schrer- ?erd°efer Zellen umRaihund Uriheil anging, hat <r fie zur Verwirklichung ihres Planes ermuntert. Lider follie die schoffeniftohe Dame d,e Vollendung ihre- Lieblingswuvsches, die BesammtauSga Frer den amerikanischen Origmalen n°ck-rzahlten Romane, nicht mehr erleben, «ber das Sert >st ein würdige» Denkmal der I,tex,r,aK.

bien Frau, welche Jahrzehnte lang J I die "niederdemsche Sprache wieder

eine ebenso spannende und °E^"?v^'icken Verlag 11* Ehren zu bringen, auch über ihre zusammen-

Dan^aller Vnehrer^der Bdrlepfch'sche? schrumpfende Sprachgrenze hinaus bei dem »hoch. bben Ktia« toie den zukünftigen, von denen deutschen" Publikum, da« Plattdeutsch nut müh. « Ltlich vllle Taufende geb?n wird. Die schmuck- am' »ftcheu, aber nicht zu spreche« weiß vollen roihen Bände der Berlepsch-Bibliothek (gebunden I bet westfälischen Seite fehlte bisher daS 1 1.60 Mk.) seien wiederlolt aufs Wärmste empfohlen. noQro^tige Gegenstück zu dem mecklenburgischen <seber Bond ist einzeln käuflich. Die beiden "tz en ...---------1X1 -n-s **«*

Rute« (Band 4960) enthalten die Romane.An ker GrT der Civilifation",.Das Geheimniß von

Glensampton",Das Advptwklnd", - I ^^^tt 'bat tteuetbittg8 einen großen Aufschwung

n^Rache^ ' Zwischen^chnen die Welt",'Ber- genommen. Im plattdeutschen Verlag vor. Frede- tockt" F«n im Westen",Vergeltung",Der Schuld beul L Koen en zu Mn (Ruhr) find srtt zwei aeüeben^ uud Düstere Schalten". An prickelndem, Jahren eine Rühe vonBertellster erschienen, Lellweise ftnsaiiouellem Romanstoff ist in allen diesen Me Theil fich milderStromttdgetrostrn.ffen

- - - ------- 'könne». Dr. Grunenberg zeigt fich m s-inem

Giärb" al« e» hochbegabter Kenner unb SchUberer brralten Züt", b. h. bet Ritte beS vorige»

(geb. ständige und eigenartige Volkssprache gibt, bi» 1 dem frischen Saft in da« alte Sprachholz schickt«.

DaS Plattdeutsche wird aber seiner Aufgabe nur daun gerecht, wen» ti über die Schnurr-1 pfeiferete» hinaus zu wahrhaft künstlerischen Er- zeugniffen gelangt. DaS kann i» Gedichten versucht werden; aber wir sehen, daß die ge- reimten Werke vo» Fritz Reuter, KlauS Groth uf». längst nicht den Erfolg haben, wie die Prosaschrrfte», vor allem die Reuter'sche Stromttd. ES gibt plattdeutsche Volkslieder, wie man fie z. B. ,u Münster bei der alten Lambertusfrier hören und mitfinge» konnte; aber da find sür Form und Inhalt sehr enge Grenzen gezogen, bei deren Ueberschreitung sofort die volksthümliche Natürlichkeit aufhört. DaS Plattdeutsche ist wie ein robuste- Landmädchen, daS wohl einen | I Salopp tanzen kann, aber »icht bei poetischen Ballettaufführungen fich produzire» soll. Oben- drei» macht die gehobene AuSdrucksweise die poetische» Werke im Plattdeutschen schwer ver­ständlich, «ährend die glatte Prosa auch vom Hochdeutschen ziemlich leicht gelesen uud mit Hilfe von wenigen Anmerkungen auch leicht verstanden und genoffe» werden kann. DaS beste AuS- druck-mittel find also Erzählungen in un- gebundener Rede, deren Stoff der plattdeutsche Schriftsteller auS den plattdeutschen VolkSkreise»