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JuLöL^ MMwoch, dkA 3. Dezember 1902,

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Unter den christlichen Jucendschriften nehmen die

Bachem'schen Sammlungen eme« hervorragenden P otz $ d,7 Gegenwart nahe gebracht.

UerKiBcbte$

Jeh »«rrhnmttenatnoifp h»8 »mnfäsaMS hi«ei« bie treue BealeUertm unserer Gedanken und unserer

gruppirt sich zur Zeit um diese Fahne.

atellawr*» v«d Avzeigeuthett.

Die Allgemeine Verlags Gesellschaft in München Hot sich im Laufe weniger Jahre zu einer der vor­nehmsten und geachtktsten Erscheinungen des katho­lischen Büchermarktes emporgeschwungen. Sie zeigt sich auch bestrebt, ihr Gebiet möglichst rasch zu er­weitern Hat sie doch u. A. einen großen Theil der Verlagswerke von Jo». Roth in Stuttgart-Wien hinübergenommen. Dem Preisausschreiben von 10,000 Mk. für fünf der besten Romane, welches von der deutschen Litteratur-Gesellschaft ausging, stand d e Allgemeine Verlags Gesellschaft nahe, wie sie ja auch die Verlegerin der „Litterarischen Warte" ist, die sich nach allmählicher Ueberwindung einiger Kinderkrankheiten — der Ausdruck „Flegel- fahre" wäre entschieden zu hart und auch ungerecht — zu einem Lilteraturorgan ersten Ranges entwickelt hat. Fast der ganze junge Nachwuchs der wirklichen Könner im litterarischen katholischen Deutschland

geben, im Spendenden wuchrust,

Diesen Wunsch nachträglich nicht erfüllt zu sehen, isr daher dis schlimmste Sache, die eisern Geb.r von Präsenten passtren kann, u.d doch kommt dieser Fall rur zu leicht vor und zwar in Falze unpofsevder Wahl der Gabe oder eines irrthümlichen Schlusses auf die GeschmackrichtuRg

des Empfängers.

Diese berbrn Punkte sollte man daher bei der Wahl der Wechnachts-G'schenke nicht außer Acht lassen, um nicht durch Enttäuschungen aller Art die Freude nachträglich getrübt und unliebsame Verstimmung bei Geber wie Empfänger eintreter» zu sehen. N cht die Ueberzeugung, baß mir die Sache, die ich schenken will, nützlich, angenehm und daher begehrens werth dü»k:, muß mir hier­bei den Ausschlag geben, sond r« erst die liebet« zeugung, daß der Empfänger den von mir vor­ausgesetzten Nutz?» und das Wohlgefallen daran wirklich empfinden werde. Um dies sestzusulleÄ, ist tS nöthig, sich in die Verhöltniffe, die Benk-

v; c- tz n und feine Geschmacksrichtung und oamit Vorliebe und Widerwillen gegen dies usd jenes kennen zu lernen. Dazu kommt noch in manchen Verhältnissen das Erforderniß, daß dis Form der Gabe durchaus passend sei. wie z. B. bei einer Anfmerksamküt an Höherstehende, Gönner rc, W^r sich also eine« Erfolg bei den bevor­stehenden Präsent' Unternehmungen für den Weih­nachtstisch sichern will, thut gut, zurör ein wenig zu sondiren, zu erforschen und festzustellen, in wieweit dieses oder jenes geplante Geschenk ge­legen kommen oder — unwillkommen sein möchte, sonst geht es wie jenem ju^xen Frauchen, das bald nach der Hochzeit zum Namensfeste des Gat­ten einen kunstreich geschnitzten „Stiefelknecht", mit der zierlichen Stick-rei versehen, als Parade- stück auf den GeburtStagstlsch stellt und mit freu- digem Sehnen dem glücklichen Momente entgegen- harrte, wo der Gatte die Thür öffnet und fie mit Hand und Mund für die heimliche« Mühe«, die nächtlichen Arbeitsstunde» auf Koste« des ent­zogenen Schlafes und die pekuniären Opfer ent­schädigen wird, das aber — o weh! — nichts dafür erntet — als Enttäuschung. Den« Dank uns eine freundliche Miene wurden ihr zwar zu Theil, aber nachträglich die Enthüllung, daß daS betreffende Seräth dem Satten in Folge jahre­langer eigenatttger Gewohnheit sehr entbehrlich wurde, demnach trotz der Rosen und Vergißmein­nicht und der kunstvollen Perlarabesken auf dem Hochrotheu Fond der Stickerei ihm nicht nur über- flüssig, sonder» sogar unbequem scheint und schließ­lich in einem ganz entlegenen Winkel der Spind- stube ein Quartier beziehen muß. „Und ein Stiefel- knecht — ist doch gewiß ei* sehr nützliches Se- schenk" hatte die junge Fra» gedacht.

Oder der Papa Geheimräth, dem ein Fuß­kiffen bescheert ist, bei dem die prachtvollste Ap­plikation in Sammt und Seide auf AtlaSfond

Linie am 18. März abgetreten.

* gin KoSNed bet Tavakspf-ift hat in der franzöfisthe» Hammer der Ldg. Jrmnart gesungen, ein Mann auS Nordostsrankreich Er sagte: In unserer Gegend gibt es, wie in allen nordische« Gegenden, wo der Winter la«g ist, Gewohnheiten, auf welche der Ge­setz eber Rücksicht nehmen muß Der Bauer unsere» Lasdes, der Arbeiter unserer Städte kennt die Cigarette nicht, sonder» rauch die Pfeife, die gute, große Pfeife. Mrinen S e, man kinne eine solche Pfeife mit Tabak stopfen, der tzrks. 12,EO ba£ Kilo kostet? D>e Stute müssen grobzeschriittenen Tabak haben, der billig ist, denn wir könne» nicht die Pfeife unterdrücke» und die Charette an bereit Stelle setzen. Die Pfette paßt für unser Klima und für unserer, Charakter. Wir haben im Norden lange Tags mit Schnee und Regen, und uns fehlt die schöne Sonnenkult} bei südlichen Frankreich. Wir stecken die N fe riet zum Fenster hinaus, wenn der Sturmwind heult. Wir können nicht das ganze Jahr auf der Haustreppe sitzen und mit den Nachbarn plaudern, sondern Mona-s hmdurch wüsten wir unsere Mußestunden am H de verbringen. Da denke» wir und rauche«. Die Pfeife ist nölhig für uns, denn sie ist

ist gut für die Südländer. Für sie ist die Cigarette nur cie Gelegenheit zu einer hübschen Geste, ein bißchen Rauch in B wegung und Sonn«. Bei un$ raucht man bie Pfeife langsam, schweigend, nachdenklich, liebevoll. Uns unsere liebe Pfeife wegnehme«, das ist, wenn Sie Sem Arader sein Pferd nehmen wollten.

* Die Kunde vom Absterbe« der Vehmlinde, die sich bekanntlich am Dortmunder Hauptbahnhofe befindet, ist auch über den Ozean gedrungen. Der Präsident des alten Ordens der Freischmiede im Staate New- Dork hat sich dieser Tage mit der Bitte an die Stadt­verwaltung von Dortmund gewandt, ihm einen Schöß­ling der Vehmlinde zu überlasten, der in einem Park in New-Uork angepflanzt werden soll. Angeblich waren die Vorfahren des Petenten Ritter der Helligen Vehme. Auch in der Provinz Schlesien trägt man Verlangen nach einem Ableger der alten Linde. Ein dort wohnen«

^HöüeeHfi^ flut M«- XftotHtx l 86« e, Jil 3n*rra* 3. M .410*.

(Nachdruck verboten.)

Geschenke pflegt ma» im Allgemeinen thcils als Zeichen der Zureigur-g, in der Absicht, den Emofänger zu erfreuen, thells auch in Form von Gegerrleistm-F für etwas Empfangenes zu gebe;-. In letzterem Falle oft, um dom't ausdrücklich eine Stiftung zu belohnen.

Beide Motive finden in bes WechnachtZgk- schenke», soweit diese nicht dazu c? g-tlmn sein solle», Arme u»b Norhieidn de zu beglücke», Ar- wenduns, je «ach der gegeuseitige» Stellung — sozasags» dem Verhälrniß zwischen Geber und

paradirt, kann sich angesichts dieses Ku»stw°rkes nickt e«tschließi», es in praktischen Gebrauch zu nehme». Doch waS thun? Mn Ablehue» kränkt — daher spielt er, sobald daS Schwiegertöchter» d)e» anwesend ist, ein wenig Komödie, ist ent­zückt von der G. de und benutzt fie auch: aber — kehrt ste den Rücken, so schiebt er das K.ffen behutsam bei Sette oder setzt die Füße da*ebe» — anstatt darauf — aus Respekt vor dem Ge- schenk und im Gefühle, sich einer Art von Pro- faule durch Benutzeg eines so künstlerisch vol­lendeten Dinger schuidig zu machen.

Nm schlimmsten ober ergeht cs jenem Bräut« chen, do» in der Absicht, ihre« Zukünftigen in seinem ArbMgrmach nur auf Rose« und Lilien (kämlich gefticktev) zu betten — bd der ersten Gabe den lakonischen Bescheid empfänft: „Ja, mein Kind, das ist recht schö», ich danke Dir — aber mit solchen Dingen thust Du mir keinen Gefalle«. Ich Haffe förmlich die Stickereien und so ei« eigenhändig gestickter Teppich, wie er bei Deinen Eltern uater dem Sophaüsche liegt, wäre für mich der erste Grund zur Ehescheidung."

Bas arme Bräutchen -- eine Brause kalte» WrfferS tonnte nicht niederschlager-der wirken — doch, doch, es besaß Einsicht, that, wie der Verlobte wollte", und ist heute nicht die unglück­lichste Frau!

Dr. K. Weihnachtsbücher schau 1902

»«»-■ "■ ■■■■■■■-- ii.

Auch das überaus reich illustrirte prächtige Merk­chen „Bayerns Kirchen-Provinzen" (in weiß-

Smpsänger.

Der Grad der Verpflichtung, welche der Sper d.-r dem Letzteren gegenüber zu haben meint, wird auf die Art und den Werth des Geschenks nicht ohne Eir floß bleiben; danekkn pflege auch noch ein anderer Fc ktor milzuwirken, nämlich der Wu? sch, im Empfänger das nämliche Gefühl von

Als Festgeschenke für Stud'rende aber auch für Gebildete aller Stände sind Bertholds „Dar-

Das gn ßartige, monumentale dreibändige Pracht­werk „Die katholische Kirche unserer Zeit und ihre Diener in Wort und Bild" (herausgegeben im Auftrage der Leo-Gesellschaft in Wien von Msgr. Dr. Baumgarten) war die erste Darbietung der „All­gemeinen Verlags-Gesellschaft" und hat den Ruf ihrer technischen Leistungsfähigkeit mit einem Schlage be­gründet. Auch in diesem Jahre steht die Allgemeine Verlags-GeskÜschast mit einem Prachtwerk von glänzendster Ausstattung und kostbarstem künstlerischem undzugleich religiös erheben­dem Gehalt in der vordersten Reihe. „Das Leben Jesu" (56 Seiten, Quer-Folio mit 52 Haupt- und 23 Nelenbildern in Mehrfarbendruck, mit dunkelrolhem Moleskin-Einband, 20 Mk.) wird das Entzücken Aller sein, die sich Sinn und Verständniß für religiöse Kunst und für das gottmenschliche Ideal wie für den Geist des Christenthums bewahrten. Den genialen Künstler, der dieses einzigartige Werk in jahrelanger Arbeit vorbereitet und geschaffen hat, Philipp Schuhmacher, stand der geistvolle Theo­loge, Lyenalprofessor Dr. Jos. Schlecht, der Ver­fasser, oder bester gesagt: Dichter des herrlichen Textes, unausgesetzt zur Seite. Beide haben in engster har­monischer Verbindung gearbeitet, so zwar, daß auch die vorbildlichen und poetischen Ranken, mit denen Schlecht das Leben Jesu umgibt, in manchen Um­rahmungen des Künstlers sich bildlich widerspiegeln. In Anbetracht der überaus vornehmen Ausstattung ist der Preis deS Prachtwerkes (20 Mk.) sehr wohlfell zu nennen. Wer seiner Familie oder seinen Freunden einen religiösen Hausschatz von bleibendem Segen für Herz und Gcmüth schenken will, der greife zu diesem herrlichen Bande. KU ;

Bände Neuauflagen nöthig machte.

Von den 17 Bänden der Bachem'schen Mädchen­bibliothek haben vier neue Auflagen erlebt: „Aus Wildfangs Kinderjahren" und „Draußen in der Welt", beide von Angelica Harten, die dritte, bezw. zweite Auflage. „Die Tochter des Marquis" von Everilda von Putz, die zweite Auflage. „Wildfang im Pensionat" von Angl. Harten die dritte Auflage. Die prächtigen Bände (geb. 2.50 M) find mit je vier Kunstdruckbildern geschmückr.

Ais fonkti mit jn Wnhuchtm?

Bon F. H.

4 Mark). Ein anderes, großes religiöses Werk, dem- Ein köstlichS Buch von geschmackvollster AuS- wir schon früher eingehende Empfehlung widmeten, stattung (OrWnalband 12 M.) ist auch Richard von sei im Vorübergehen in Erinnerung gebracht: das KralikS „Goldene Legende der Heiligen reich illustrirte, herrlich ausgestattete Prachtwerk: Einer der besten Kenner unseres deutschen Sagen-und Jesus vvn Nazareth", von Dr. Nik. Heim Legendeukreises hat hier ein christliches Denkmal der lOriainalband 11 M) ' Nationallitteratur der Vergessenheit entnffen und tn

(On8,raIb _ ----... .T(JU hi,! einer die Eigenart des alten Vorbilde» möglichst ge-

Unter den christlichen Jucendschnften nehmen die * charakterisirenden Neuarbeitung dem Verstand-

Hlustrirte Sonntags’ZeilungÄ, „Fuldaer Gesdiidifsbläftet" und totterse-l^std

, Mark) und das jüngst erschienene fürstlich ausgestattete । Buch der Prinzessin Ludwig Ferdinand von Die Sammlung yQ^ertI (je ia paz^ ü6er w@nionuela There- ! fio", vom Orden der hl. Klara, Großer Kurfürst 1 a' y' I Max Em aruels von Bayern (mit vielen Vollbildern

• Hesrllschaftrretf-n. «arl Stangens Reise- bureauS («erlin W„ Friedrichstraße 72) hat letzt die Spezialprozrammr, in denen die Abgangs-, Aufenthalts-, Ankunftszeiten u. s. w. für die zu besuchenden Orte genau angegeben find, für die in nächster Z-rt ab» sehenden Gesellschaftsreisen nach Indien, dem Orient, Italien und für die Sonderfahrten im Mitteimeer mit dem Dampfer Theraplu von der deutschen Levante- Linie herauszegebcn und versendet diestlben auf Ver­langen kosten- und portofrei. Die Reift nach Indien beginnt am 8. Januar und dauert 88 Tage, die erste Orientreise wird am 4. Januar, die erste nach Italien am 3. Februar und die erste Miltelm-erfahrt mit dem Dampfer T erapia vor der deutschen Levante-

29. Jahrgang.

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der Nachkomme eines ehemaligen Freigrafen bat kürz­lich um Ueberlassung eines Stückes Holz von der Vehmlinde. Daraus soll ein Deckel zu einer Urne an­gefertigt werden, der mit dem geschnitzten Bilde der Vehmlinde versehen wird. Bei dieser Gelegenheit sei noch bemerkt, daß das Schicksal der Vehmlinde an maßgebender Stelle noch nicht entschieden ist. Die Ent­scheidung soll noch eine Besichtigung an Ort und Stelle durch den Magistrat vorhergehe«.

* Zurückgegeben. Sie: „Du bist ein alter Esel, mit Dir werde ich nie in Frieden leben können." —- Er: „DaS glaub' ich. Ich hab' auch noch nie meinem Leben gehört, daß ein Esel und ein *jta sich vertrage» haben."

* Vorsichtig. Bauer (in der Apotheke): „Ich möcht' a Heftpflaster." — Apotheker: „Was"ist denn passirt?" — Bauer: „Noch nix ... . die Kirchweih ist erst morgen."

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Der Verlag von I. P. Bachem bewährt fernen alten Ruf auf dem Gebiete vornehmer und gediegener Belletristik und behauptet die seit einigen Jahren einaenowwene führende Stellung in der Herausgabe werthvrller, glanzend aus gestatteter und dennoch relativ billiger illuflrirter Jugendschriften.

Von den belletristischen Neuheiten des Bachem- scheu Verlages nennen wir an erster Stelle M. H er - bert's Nevellenkrarz.Von unmodernenFrauen (Salonband 5 Maik). Diese zwölf Novellen sind von echter Herbei t'scher Eigenart, gedankentief, warm u'-d wahr empfunden und fesselnd entwickelt, dem Leben abgelauscht. Diese „unmodernen Frauen trennt eme ganze Weltanschauung von der, ziel- bewußten Sellstsucht, dem flüchtigen Flaitergeitt des „nieder neu" Weibes'. Uns hat gleich die erste Novelle, „Bettina", am meisten angesprochen. Alle haben ihren eigenen Reiz, keine ist unbedeutend, jede erhebt sich weit über das flache Maß des Alltäglichen.

' Ewen spannenden Roman von packender Ge­staltungskraft bietet F. Helmy in einer wohlge- lungeren Uebersetzung des englischen Originals von Mrs Hungerford „Die Schwiegertochter". Die wackere schöne Irländerin, deren Edelmuth über alle Vorurtheile der englischen Schwiegermutter den Sieg davonträgt, wird auch die Sympathie der Leserin und des Lesers im Fluge gewinnen. (Salon­band 5 Mark).

Ein herrliches Buch für Mütter sind die zwölf Novellen, welche M. von Rgdkersberg-Rad- nicki den Schumann'schen „Kinderseenen" nach- empfunden und nachgedichtet hat. Die Melodien, die hier im Mutterherzen nachklingen, werden aber auch Jedem, der fick gerne der eigenen oder fremder 'Kii dheit erinnert u> d Verständniß für die Kinderseele besitzt oder sucht, Beftiediguug gewähren. (Salon­band 4.20 Mark.)

Eine ganze Reibe von Romanen, Novellen und Erzählungen desBÄchem'schertVerlages ist mit neuen Auslagen zu verzeichnen, in unserer Zeit der belletristischen Massenproduktion zumeist das beste Zeugn i für den inneren Werth und die künstlerische

Die Jugenderzählungen für Kinder von 10—14 Jahren bieten in ihren nun 20 Bänden reichste Aus­wahl. Die hübschen Bändchen mit je vier Bildern (gebunden 1,20 M.) find sehr Preis erth. Neu er­schienen vier Bändchen: „Aus dem Wunder­land" von Doormann, „Rudolfs Stief­mutter" und „Eine Jiöfe Schuld" von Mai­dorf, „In derStaffelklamm"u.„Der Schnaps- michl" von Th. Messerer, „Am Gan shörnl" und „Der Kasperl", ebenfalls von Mefferer. In *.— —.Tl—-----------

vierter Auflage erschienen: „Aus dornenreicher s Wohlwollen zu erregen, oaö das ÄeAußtfew, zu Jugendzeit" von Heinrich Kester und 3 Bänd­chen von Lorerz Heitzer: „Des Geigers Enkel­kind", Am Weihnachtsabend", „Das Spar­buch", ferner „Des Kindes Opfer", „In die Welt hinaus", endlich „Die Tochter des Bergmanns." ■

Seidenstoffe^"*!

Man verlange Muster. direkt an Pnvata.

von Elten & Keussen, Krefeld.

Mache.

Der preisgekrönte Rowan aus dem Pariser Leben von Charles de Vitis „Roman einer Arbeiterin" erlebte bereits die dritte Auflage ^xvitocte uucr <s»u»vr »»nvi»» „wu und dürfte mit seiner gesunden sozialen Tendenz, stellungeu aü8 der Natur" (reich'llustrirt, vierte seinem Prächtigen Charakter und seinem ungetrübten, Nuflage, geb. 5 M) und „Studien und Lese- Blick für die realen Verhältnisse wie für die idealen - fruchte aus dem Buche der Natur" von Bedürsiisse end) rod; weitere Auflagen nöthig werden.! $ M. Bach, neubearbeitet von BorgaS (2 Bände (Salonband 6 Mark.) . mit 167 Abbildungen, 9. Auflage, geb. je 5,SR.)

Mit besonderem Interesse begrüßen wir die Neu- ’ wärmstens zu empfehlen.

ouflage des Romans „Magdalens Errnne-j tun gen" von M. I. Part. (Salonband 4 50 i Mark.) Erst jetzt wird das Pseudonym durch einen - Nekrolog entsö leiert, der die Verfasserin als Marie Rapp dr Pauli, Tochter des österre-chischen Delegaten in Padua, zeigte. Durch die Enthüllung, daß die fast mehr als romanhaften Schicksale der Heldin wahren Begebenheiten aus der Familiengeschichte der Ver­fasserin nacherzählt sind, wird den Roman Bielen noch lesenswerther machen. j

Gleich drei Romane der Freün Ferd. v. B r a ck e! ■ erlebten Neuauflagen: „Nm Heidstock", das natur- frische, packende Bild aus dem Volksleben, die achte,! der sarbenreide fisselnde Roman „Die Tochter > des Kunstreiters", die achtzehnte (!), der; auf dem Hintergründe der kircherpolitischen Wirren - der 70er Jahre ausgeboute, hochinteressante zwei- bändiae Roman „Der Streit der Zeit" die dritte Auflage. Letzterer kostet in zwei Salonbänden 10 Mark, elftere je 5.75 Mark.)

„Das Lob des Kreuzes", eine lebensvolle Geschichte aus dem bewegten Hoftreiben und dem stillen Klostersrieden in der großen Zeit der Karo­linger, von Jos. Grau (Salonband 7.50 Mark) fand so viel Beisall, daß eine zweite Auflage nöthig wurde. Tie Haupifigur ist der berühmte Fuldaer Abt und spätere Mainzer Erzbischof Rhabanus Maurus.

Jtha von Goldegg's aus dem Leben ge­griffenen liebenswürdigen Roman „Das Märchen vom Glück" sand in der vierten Auflage die ge­bührende Anerkennung. (2 Salonbande 9 Mark.)

Als „Buck, das Jeder gelesen haben muß", wurde einmal mit vollem Recht Kardinal Wise­rn ans Katakomben-Erzählung genannt. Daß eS noch immer fleißig gelesen wird, namentlich auch von der reiferen Jugend, beweist die jetzt erschienene 34.Auflage. Die 11 Kunpdruckvollbilder von O. Mähly ergänzen es in englischem Original-Holzschnitte cus's trefflichste. (Salonband 4 Mark). Der künstlerisch mehr abge­rundete Rrman „Kallista" von Kardinal New­man bildet dar Gegenstück zur „Fabiola". Auch dieses mit 4 Kunstdruckbildern von O. Mähly (4 Mk.) wird gern gekauft und liegt bereits in 12. Auflage vor.

Für jungeMädchen ist„Die rathende Freun­din" von Maria von Lindemann (8. Auflage, Ealonband) sehr beliebt. Als werthvvlle Ergänzung dazu kann das jetzt neukrschienene Werkchen „Ernste Stunden für junge Mädchen" bezeichnet werden, das Klara Rheinau nach dem Original von Charles Saint-Toi bearbeitete. Gesunde, ftische, geistige Kost wird hier geboten für junge Mädchen, auch für das reifere Alter ein schönes Festgeschenk (Salonband 4 M.) In zweiter Auflage erschien „Kleines Leben Ler Hriligen" von Dr. BelleSheim (gebunden

ein Die mit Farbendruckbildern, vorzüglichem Papier, Druck und geschmackvollen Onsinaleiniänden aus- .........

gestatteten Drei-Mark - Bande für die «lannliche M Einband mit Bayerns Schutzpatronin (4,50 Jugend, speziell für Schüler der Gymnasien und ■ - ---T- - —

Mittelschulen, haben von der fachmännischen Kritik^eine glänzende Aufnahme gefunden.

bildet nun schon eine förmliche Bibliothek von 22

Bänden. Drei Bürde si d neu erschienen. „ r । «/eox «.murun» w« «juyti»

^"K-rs Hufschmied (aus der Zeit des großen ; Text bildern rc., elegant gebunden 10 Mk.) seien Kurfürsten) von Robert slltünchgefang. „Der ^ektaeickercke warm emvsoblen

Türkeuschr eck" (aus der Zeit der letzten Belagerung - al8 tWVW warm empsoyren. Wiens) von Adolf Goldschmidt, „Karl ber' Hammer" (aus der Marovingerzeit) von Robert Münchgesang. Münchgesang hat bekanntlich die Mehrzahl der buher erschienen Bände verfaßt. Seiner gewandten Feder konnte keine bessere Anerkennung zu Theil werden, als der rasche Absatz, der für zwei