29. Jahrgang.
Jutta, Samstag, den 22. November 1902.
JE 269
MrinungSverschiedenheite» der damalige» Zeit
beabsichtigten Ausführung geschehen.
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DaS am 17. August 1842 hierorts enthüllte Denkmal des große» deutschen Apostel- ist un> vollendet geblieben, d. h. es ist in Folge Mangel- an Geldmitteln sowohl, als auch in Folge von
o.„ v Dieses Modell ist dem Oberbürgermeister nicht in der Weise zur Ausführung gekommen, Mackenrodt übersandt worden und ist durch * * ----' die Tochter desselben in den Besitz der Familie
des Herrn Dr. Gesang Hierselbst Sbergegangen, der es noch hat. @8 deckt sich genau mit der ea. 1 m Hohe« Statue, die Frau Geheimrath Henschel in Raffel anserügen ließ und Herrn Senator Dr. Gerl and in Hildesheim aus An« erkennung für deffen Buch: »W Henschel, ei» Meister auS der Zeit der Romantik-, über- reichte. Der Gockel besteht aus zwei überernander liegenden Würfeln, genau im Berhältuiß der Ab« Messungen des jetzt stehenden Denkmals, mit i>es* 4 Basreliefs und der eingeschnittenen Inschrift:
Nicht hat die Nachwelt daS Recht, an dem zu rühren, was man einst schöu fand, selbst wenn es unserer heutige« Ansicht nicht entspricht. Wohl aber ist es ein Akt der Pietät, zu vollenden, was einst unvollendet blieb, wen« es im Seist und Sinne des Schöpfers geschieht.
höchsten Bestimmung vor der Bischöflichen Kurie, 11 nun auf dem Platze zwischen der Hauptwache 1 und dem Wohnhaus« des Herrn Reg erungs- : Direktor- Eggens, dem kgl. Refidenzschloffe gegen- , über aufgestellt werden soll — und wir find nun verpflichtet, diesen höchsten Willen so schnell alS thunlich zum Vollzug zu bringe». Bet Vorlage der verehrliche» Verfügung kurf. Ministeriums deS Innern vom 25. Mai er. Nr. 5891 (diese Verfügung sagt, daß die Regierung sich jeder Einmischung in die Thätigkeit der Kommission enthält und aut eine beaufsichtigende Mitwirkung auSüben will) sehen wir unS vermüßigt, von der Art und Weise, wie wir die Aufstellung ausführen lassen, nachstehende Anzeige zu machen:
Gleich nach Empfang der Verfügung vom 25. Mai 1840, Nr. 5891, habe« wir alle Vor. kehrunge» getroffen, um die Aufstellung vor der Bischöflichen Rurie in einer sowohl dem Platze, als «och mehr der Statue angemessenen Art zur Realifirung zu bringen.
Da au» das Monument nach dem ursprüng. lichen Plane nicht in einem moderntfirten Style I gefertigt und ausgestellt werden sollte und des» halb vo« dem Künstler auch bloß, diese Joes verfolgend, die Statue nicht als Bischof im kjrch» lichen Ornate, sonder« als Apostel, .welcher nach Buchenland gekommen, um das Evangelium zu predige», gefertigt, und auf einem dieser Stellung 1 angemessene», auf die Festigkeit der von ihm gepredigten christliche« Lrhrgrundsätze sich beziehende» Felsen-Pikdestal aufgestellt «erden sollte, durch diese Art der Aufstellung demselben auf dem Platze vor der Biscböflltchen Rurie ein imposanter An« blick verschafft werde« ko«nte, ebenso eine Sand- steiN'Unterlage wegen Mangels guten Materials, woran die hiesige Gegend bekanntlich sehr arm 1 ist, nicht anzuschaffe« stand, so haben wir sowohl zur Verhütung aller Kontrasten, als auch, um eine ebenso schöne, als dauerhafte Unterlage zu gewinnen, wie wir bereits mit unserer Eingabe vom 23. Juni,er. zur Anzeige gebracht, ein Piedestal von schwarzem Marmor, ganz dem Style der | Statue, wie der Felsenunterlags paffend, mit welch letzterer beit untere Thril deS Sockel- maskirt werde« muß, bei der herzoglich nassauische« Zucht- hanSfabrik zu Diez nach näherer Verständigung am 10. Juni ds. IS. definitiv bestellt und deffen Vollendung in einer Zeit von 2—21/* Monaten zuzestchert erhalte«.
Der Piedestal kommt mit der einfachen Inschrift (die Reliefs, die nebenbei gesagt, nicht die Zustimmung der damaligen Kurfürstin gefunden hatten, waren bereit«, und zwar au« Geldmangel, fallen gelassen) auf 900 fl. zu stehen und auch die Steine zum Felsen find schon längst mit einem Kostenaufwand »0« 84 fl. 40 kr. angeschafft worden.
Wenn wir nun all« übrigen Kosten, namentlich die nicht geringen für Anschaffung der Aufstellungsmaschinen mitberechnen, so werde» wir zwar den ganzen Aufwand mit den besitzenden und erwart- baren Mitteln bestreiten können, doch bleibt dann
wie Meister Henschel bezw. der Dexkmals-AuS- schuß Oberbürgermeister Mackenrodt und Obermedizinalrath Br. Schneider e« erstrebt hatte». Wenn es nu« die Jetztzeit unternimmt, dasDexk-
Hierzu ist es erforderlich, festzustelle«, was die damalige Zeit beabfichtizt hatte.
mal zu vollende« u«d dadurch auch zu verschönern, so kau« eS eben nur genau im Sinne der früher
ihn, daß sein Vater diesen Kredtt in hohem Maße j in Anspruch genommen hatte. Seit Jobst selbst die Leitung der G-schäfte seine« Vaters i« die Hand genommen, war nicht die geringste Summe mehr entliehen worden — aber die übernommene Schuld war schon so groß, daß die Rückzahlung unmöglich wurde ohne gänzlichen Ruin.
Und konnte er ee verantworte», diesen Ruin seiner todtkravken Vaters herbeigeführt zu haben?
Nein, nein, und wenn et unter der Last zusammenbrechen sollte, er mußte ausharren — er hatte sich da» unzerreißbare Netz selbst um die Füße geworfen.
Es war dunkel geworden. In schweren Stößen jagte der Sturm daher. Die finstern Wolken hingen fast auf da« Wasser nieder; jäh zuckten die Blitz« auf, und weithin rollte in majestätischen Akkorden der Donner.
Groß« Tropfen klatschten nieder, und in wenigen Minuten würde der niederrauschende Regen den Abend in finstere, undurchdringliche Nacht verwandeln. Dabei schlugen die Wogen donnernd an den Strand und brausten in gewaltiger Sturmermelodte daher — ein furchtbares Chaos von Tönen heulte und pfiff in der dunklen Lust, als jagte dar wilde, gespenstige Heer über Erde und Meer.
Doch da — kracht« da nicht ein Böllerschuß durch das Unwetter? Blitzte es dort hinten an dem Riff, an dem die Wellen weißschäumend in wilder, gieriger Wvth «mporspritzten, nicht wie ein Kanonenschuß auf?
Jobst sprang «mpor. Ei» Blitz flammte auf und übergoß das Meer auf kurzen Moment mit fahlem Lichte.
Die Vollendung des Bonisatius- Denkmals.
Bon H. Eltester-Fulda.
-Verbum Domini manet in aeternum. “ Petr. I. 25.
Auf dieser Grundlage wurdm nun die «ei- | tertn Verhandlungen geführt und am 22. Apil desselben Jahres seitens des Ausschusses dem Künstler derjenige Platz (am Michaelsberge vor der Bischöfl. Kurie) bezeichnet, auf dem daS Denkmal nach dem von Henschel bestimmten Moöelle Aufstellung finde» sollte; desgleichen «urde mit der Herzog!. Nassauischen Zuchthausfabrik - Direktton zu Eb erb ach im Rheingau «ege» Bestellung des Sockels verhandelt. „
Den oben bezeichneten Platz d r Aufstellung hatte der Kurprinz genehmigt, wie der Regie- rungS-Beschluß vom 19. Mai 1840 Nr. 195 an- qibt. Der Kurprinz aber änderte seine Ansicht bezüglich der Aufstellungsortes, und 6eftimmti am i 1. August 1840 durch eigenhändige Einzeichnung | des Platzes in eine» ihm vorgelegte« Stadtplan de« jetzigen Standort. Diese Veränderung theilte eine Verfügung der KarsÜrstl. Regierung vom 1. August 1840 dem Oberbürgermeister mit, worauf der Ausschuß unter dem 26. August 1840 der Kurfürst!. Regierung berichtet, in welcher Weise nunmehr daS oben erwähnte Henschel'schr Modell zur Aufstellung gelange« soll. Dieses Schreibe« dürfte die Grundlage für den jetzt angestrebten Sockel sei«. Es enthält genau die damals ob- waltende Anschauung. eS bezeichnet die Ausführung, wie fie beabsichtigt war, aber i» den nächsten zwei Jahren durch Mangel a» Geldmitteln in wesentlich vereinfachter Weise zur Ausführung tarn. Das betreffende Schreiben lautet in den- j.nigen Stellen, auf die es hier ar.kommt, wört- lich folgendermaßen:
»An Kurfürstliche Regierung! Mit der hohe« Verfügung vom 5. August er. werden wir davon i« Kenntniß gesetzt, daß «ach einer «eueren höchste« Entschließung vom 1. ds. Mts das Standbild Winfrid Bonifatius anstatt »ach der frühere«
Strandgut.
Roman von O. Elster.
-------- («ochdruck «erbeten.)
„Meine hochgeschätzten Herrn!
(folgt die Darstellung einer Audienz beim Rur- priuz über den Aufstellungsort des Denkmals)
Ich habe auch «r. Hoheit eine Statuette bet hl. Bonifatius überreicht mit einem neuen Postament, welches ihm sehr gefiel und er es so ausgeführt zu habe« wünscht. Ich werde ei» GypS- modellche« Ihnen nächsten- davon zusenden und bitte womöglich daS Postament von dem schwarze« Marmor auSsÜhre» zu lassen, welcher in Ihrer Gegend gebrochen «erden soll.
SS empfiehtt fich Ihr ganz gehorsamster Diener W. Henschel."
Hierzu ist es erforderlich, auf Grund der im Stadtarchiv vorhandenen Akte» auS den Jahre» 1828—1842 die Entwickelung der Geschichte unseres Bonifatius-DenkmalS festzustelle».
Wahrlich ist es eine lange Geschichte, welche der damalige Ausschuß durchleben und durchkämpfen mußte, da nicht nur der Hof und die kurfürstliche Regierung, sondern auch vor allem der Geldpunkt die Bewegungsfreiheit des Künst- lerS und deS Ausschusses beengten.
Allerdings läßt es fich auch nicht verkennen, daß die damalige Wei.schweifigkeit, die Umständlichkeit, mit der an ganz Nebensächlichem fest- gehalten wurde, die Theilnahme der Bürgerschaft । gar bald erkalte» ließ. Wie auS dem vorhandene» Aktenmaterial hervorgeht, wurden endlose Ber- Handlungen zwischen Ausschuß» Künstler, Bürgerschaft und Regierung geführt, die durch mündliche Aussprachen viel rascher hätten erledigt werden können.
14 Jahre hindurch hatte» fich die Vorarbeiten hingezogen und doch konnte der Ausschuß zu seinem große« Bedauern — wie dies mehrfach in den Schriftstücken zum Ausdruck gebracht ist — das Werk nicht in dem beabsichtigten Sinne zum Ziel« führe«.
Nachdem nun die Statue vom Meister Henfchel modellirt und gegossen «ar, die ix ihrer Auffassung schließlich die volle Anerkennung aller Kunstfreunde errang» waren die Wahl deS Sockels, Reliefs und Ausstellung des Denkmal- die viel- umstrittene« Punkte.
Bezüglich der beiden ersten ist in einem Schreiben Werver Henschels vom 15. April 1840 genau dargelegt, was der Künstler wollte.
DaS Schreibe« lautet im Auszüge:
war. Infolge dieser Kostenerhöhung für die Staiue war kein Geld für di« Relief» vorhanden. Uebrigens hat Henschel die Rachforderung nur zum kleinsten Theil erhallen.) Wir werden nun der höchsten Entschließung vom 1. d. M. gemäß das Monument auf dem neu bezeichneten Platze vor dem Kurfürst!. Refidenzschloffe auf diesem Piedestal dergestalt in paffender Weise auf- stelle» lasse», daß da« Pflaster desselben theilweise weggenommen und ein ebener kleiner Sandplatz um das Piedestal hergestellt werde, und wenn unsere Mittel dazu ausreichen, dann habe» wir die Abficht, noch um da« Monument selbsten ein geschmackvolle« eiserne« Gitter zu dessenSchutz anbring«» zu lassen."
gezeichnet Schneider. Mackenrodt.
Fulda, 26. 8. 1840.
Diese« ist die Grundlage, auf der von nun an die Aufstellung« Vorarbeiten begannen. Am 3. Dez. 1840 erhielt der Ausschuß von der Direktion der nassauische» Zuchthausfabrik de» Kostenanschlag Über Ausführung und Aufstellung des Sockels, der in Summa 2710 fl. 51 kr. betrug. In einem Schreiben vom 15. desselben Monat« entgegnete der Ausschuß, daß nur noch 1800—2000 fl. zur Verfügung seien und aus einen Erfolg bei fernerer Sammlung nicht gerechnet »erden könne. Der Ausschuß sei gezwungen, die Ausführung abermals zu ändern. Die Folge davon war, daß der Sockel nun ganz au« Sandstein hergestellt wurde, wie er jetzt ist und mit einem Schutz-Geländer, wie e» in den Vorlagen an die Regierung (z. B. vom 3. April 1841) mehrfach hieß, umgeben «erden konnte.
Dieses ist in kurzen Züge« auf Grund der im Stadtarchiv befindliche« Akten di« Geschichte des Sockels.
ES fragt fich nu», wie die Jetztzeit der früher beabsichtigten Ausführung gerecht wird. Hierzu gehört in erster Sink ohne allen Zweifel die Anbringung der 4 Reliefs, die von der Künstlerhand Henschels entworfen find.
Diese Reliefs lagen dem Meister sehr am Herze«, rote auch auS Familienaufzeichnungen überzeugend hervorgeht. Der einzige noch lebende Schüler Henschels — der hochbejahrte Professor Gerhardt in Rom — kennt genau das künstlerische Schaffe« seines alten Lehrers. Er weiß, rote Henschel die Reliefs aufgefaßt wiffen wollte. Er allein war zur Anfertigung der Gypsmodelle der geeignete Künstler und hat auS Verehrung zu seinem Lehrer sein bestes künstlerisches Wolle« und Können auf Herstellung der Reliefs ver- 1 wandt, die zur Zeit unter feiner Aufficht bt ; Rom i« Bronze gegossen und im Januar 1903 hierher Übersandt werden. Die photographische« ! Abbildungen, die Professor Gerhardt in Rom . hat Herstellen lassen, «erden demnächst hier zur
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Ansicht ausgesttllt werden.
Der bisher gesammelte Fonds (zu dem übrigens auch der Staat einen Zuschuß bewilligt Hai) reicht für Bezahlung des Künstlers, Her- sendung und Anbringung der ReliesS aus, welch letzteres schon im März nächsten Jahres geschehen könnte.
ES hieße dies allerdings auf halbem Wege stehen bleiben und wäre zu bedauern, wenn di«
Knabenzeit her. Er trat an den alten Seemann heran und fragte ihn:
.Wie ist'«, Hafenmeister, ist der Dampfer wirklich in Gefahr?"
Der Alte ließ sein Fernrohr finken und schonte Jobst erstaunt an.
„Sie fragen noch, Herr Baron? — Ich hab« selten solche schwere See erlebt, Ich weiß ab« auch nicht, was der Dampfer hier so nahe am Strande zu thun hatte. Wäre et auf hoher See geblieben, würde er dem Sturme erfolgreich« Widerstand leisten können."
„Vielleicht wollte er Gäste landen--"•
„Ja, 'S ist möglich. Vielleicht suchte er ab« auch noch vor dem Sturme unsere« Hafen zu gewinnen und wurde durch das Wetter überrascht. — Na, wenn er am Riff vorbeikommt, ist er gerettet; dann befindet «r sich ix verhältniß- mäßig ruhigem Wasser und kann den Hafen erreichen."
.Wär' es nicht gut, wenn ein tüchtiger Lotse hinauSführe?"
Der alte Teemanx sah Jobst von der Sette an.
„Man merkt sofort, daß Sie kein Schiffer find, Herr Baron. Wie kämen wir mit unserem Boot jetzt wohl gegen dir See auf? Ja, »ernt wir ein Rettungsboot hätten, aber mit einem einfachen Boot ist's unmöglich. Höchstens könnten wir das Riff erreichen, aber damit ist nichts ge-
I Komme«.*
Die schwarze« Wolken hatte der Wind z«. ! rissen, und gleich aufgescheuchtsn riesige» Rächt- vögeln ftürflte» fie auf gewaltigen Fittich«» üb« da« aufgewühtte Meer »nd schob«« fich am Horizont
I in dichte» schwarzen Ballen zusammen, am denen
Jobst wollte fich nicht in die Mrxze mische», i Er fürchtete, seinem Vetter Ewald zu begegnen, dessen kalte«, spöttische» Blick er nicht ertrage« konnte. An eisern einsamen Punkte des Strandes ließ er fich auf ein Felsstück nieder und starrte finsteren Auges hinaus auf die dunkele, schäumende, rollende See.
Der Aufruhr d« Wellen, der Lüft«, er paßte so recht zu dem Sturm der Empfindungen in feiner Seele. Dunkel und stürmisch, wie die Se«, lag seine Zukunft vor ihm, erhellt von ausflammenden Blitzen der Leidenschaft, brandend und brausend emporschlagend an de» Felsen, dis sich ihm entgegenthürmien. Ein gewaltiger Riese schien ihm die See zx sein, der fich i» vergeblichem Kampfe bemühte, feine Fesseln zu brechen. So würde auch er vergeblich ankämpse» gegen di« Fesseln seiner Lebens.
Sollte et in rücksichtslosem Trotz die Fessel sprengen? Ec konnte es — noch fühlte er die Kraft dazu — aber er vernichtete mit seinem Leben das Dasein seiner Familie, seiner Eltern, seiner Schwestern. Hob er da« Verlöbniß mit Gerda auf, dann mußte er als Ehrenmann such di« Schuld zurückzahlen, di« sei» Vater bei Friedrich Brückner eingegangen war. Er wußte e« nur zu gut, daß Brückner seinem Vater nach der Verlobung Gerdas mit ihm «inen freien Kredtt eröffnet, und di« Büch« sein«« Baier« belehrte»
immerhin von dieser unserer bisherigen Sammlung nicht« übrig, um auf die bedeutend« Rach- forberung de« Herrn Professors Henschel selbst noch einige Beftiedigung zu gewähren. (Diese Rachforderung war entstanden, weil die Statue | schließlich größer aus fiel, al» anfangs beabsichtigt
Deutlich sah Jobst ein mit den Wellen ringendes Schiff — einen jener Dampfer, welche allläglich hier vorÜberfohren «ach der Insel Rügen und weiter nach Kopenhagen. War der Dampfer dem gefährlichen Riff zu nahe gekommen? — Dann war er verloren!
Jobst raffle fich auf und eilte dem Hasen von Klein-Machnow zu.
14. Kapitel.
Am Hafen «ar eine große Menge Menschen versammelt, welche trotz Sturm und Regen mit gespanntester Aufmerksamkeit de» Kamps de» Dampfer« mit dem Wind und den Wellen beobachteten.
Auch viele Badegäste hatten fich herausge- wagt und bestürmten bi« alten erfahrenen F-scher und Frauen. Mürrisch und einfilbig antworteten biefe, denn sie liebten e« nicht, in solchen gefahr- vollen Augenblicken nutzlose Worte zu verliere», wo jeder Moment fie zur energischen Thätigkeit aufrufen konnte. Dicht gedrängt in ihre» wasser- | dichten Theerjacken, den gewaltigen Südwester auf I den grauen Köpfen, trotz Sturm und Regen di« kleine dampfende Pfeife zwischen den fest zusammen- I gepreßten Lippen, umstanden die Fischer den | Hafenmeister, ber, das F-rnglcs vor dem Auge, I den Dampf« beobachtete.
Die aufftammenben Blitze zeigten bi« gefahrvolle Sage de« Schiffes, dessen Maschine nicht stark genug war, um gegen die Macht der Sturmes und ber heranrollenden, hochgehenden See anzn- kämpsen. Der starke Wind und die schwere See drängte» den Dampfer mehr xxb mehr dem Laudez«.
I ^ZJobst kannte den Hafenmeister schon von seiner
Erscheint köglich, ■
ni.Hu3nat;me bet - UM - A A,
3 Fuldaer
^.Illustrirte Sonntags-Zeitung"
mit den Beilagen em tu Dretag tu suukt
„Suldaer Gesdiidttsblätter und rottefe-risft. * —-