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iBustnfle Sonntags-Zeilung, .Juldaer Gescbicblsblätter und rofterMisfe<c».«.®«? *

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JH 265. Juk-a, Montag, dm 17. November 1902. 29. Jahrgang.

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»eile 25 Ps Wiederh ivirdenlspr Äabatt a

O Das amerikanische Getreide.

Die Einfuhr ausländischer Brodfrüchte in so überreichlichem Maße, wie ei jetzt geschieht, ist für unsere heimische Lindwirthschaft hauptsächlich des« wegen so verderblich, weil die Einfuhr unter alle« Umstände» die deutsche Produktion unterbieten kann, gestützt auf die viel billigere Erzeugung und die weit niedrigere finanzielle Bodenbelastung der Landwirthschaft jener Länder, die uni mit ihrem Ueberflussr überschütten. In Nordamerika, das in der Hauptsache noch immer unser größter Kon­kurrent ist, find die Betrirbikosten der Getreide- bauer aus orrschieoeneu Gründen geringer ali bet uni, nicht zum wenigste« auch deihalb, weil der durch die häufigen Ueberschwemmungen immer wieder von selbst seine Nährikraft erneuernde Boden der «eiten Niederungen besondere der Neben- flüffe bei Mississippi kein« regelmäßigen Frucht­folge und keiner Düngung bedarf. Deihalb aber, weil die Produktioa so billig ist, und weil kau« die Hälfte bei anbaufähigen Landei wirklich i« Arbeit genommen ist, find auch die Bodenpreise «hebltch niedriger ali bei uns, die amerikanische« Landwirthe brauchen daher »on vornherein mit keiner so hohen Verzinsung ihr« Bodenkapital« zu rechnen wie in Deutschland.

Nun sagen unsere Freihändler, diese scharfe Konkurrenz bei amerikanische« Getreidebau« «erde von selbst einmal aufhöre«, da der Boden Amertkai schließlich doch erschöpft und dai anbaufähige Land in absehbarer Zeit vergebe« fei« werde. Dann müsse auch in Amerika die Grundrente steigen, und die amertkanischen Landwirthe hätten dann keinen Vorzug «ehr vor den deutschen und könnten ihr Getreide nicht mehr billiger anbieten ali dai deutsche Getreide. Auch werde inzwischen die industrielle Bevölkerung Nordamerikai so ge­stiegen fein, daß sie die ganze Getreideproduktion d« Landei selbst verbrauchen werde.

DaS ist ein Wechsel auf die Zukunft, der zwar sehr viel Wahrscheinlichkeit, ja sogar «ach menschlicher Voraussicht die größtmögliche Sicher­heit für sich hat. Aber er ist auf so lange Sicht ausgestellt, daß die deutsche« Getreide- bauer« inzwischen dreimal Bankerott mache» könne», bevor sie ihn ausgezahlt bekomme». Den», wie gesagt, die anbauwürdigeu Fläche» Nordamerikas find heute erst kau« zur Hälfte ausgenutzt. Aber wen» auch einmal der Zeit­punkt eintreten wird, an welchem Nordamerika keinen Ueberfchuß vo» Getreide mehr abzugebe« hat, so wird das amerikanische Kapital doch nicht aufhören, unserer Landwirthschaft eine drückende Konkurrenz zu bereiten. Angenommen, die amerikanische Industrie würde in absehbarer Zett die erstrebte Riesengröße eiunehmen und dann mit Kapital gesättiat sein, so wird sich die Mehrung des Kapitals sicherlich andere» Unter- »ehmunge» zuwenden. Aas liegt da näher, als eine Hebung der riesige», erst zum kleinsten Theile ausgenutzte« Bodenschätze Südamerikas? Dann erst wäre das erträumte Allamerika auf eine solide, nämlich auf eine »trthschaft- liche Grundlage gestellt.

Wir wollen ganz davon absehe», daß außer den größtenthetlS noch im Urzustände befindliche», jungfräulichen Steppe»- und Waldläufer» Süd- amerikaS noch andere Konkurrenz i« verschärf-

Strandgut.

Roman von O. Elster.

IT -------- (Ra<y>tu< iccietex.)

Fräulein Else!* rief er, und eine herzliche Freude strahlte ihm aui den Augen,soeben bin ich auf dem Weg zu Ihnen, um Abschied z» nehmen. Welch glücklicher Zufall, daß ich Eie hier tiefte.*

Meine Mama und «ei« Bruder st»d zu Hans, Herr von Windhei«.*

Coll das heißen, daß Sie «ich fortschicken «ollen, Klein-Else. Stein, so leicht werden Sie «ich nicht loi. Sie müsse« schon gestatten, daß ich Sie eine kurze Strecke begleite."

Er lohnte den Kutscher ab »ud stand bald wieder a» ihrer Seite.

Wohin wolle» Sie, Fräulein Else?"

Ich wollte durch de« Thiergarten nach der Potsjmmerstraße ... aber Ihr verletztes Knie.. .*

Pich, das muß sich jetzt wieder an das Marschiren gewöhne«. Stets bleibt ei ja ohnehin."

Herr vo« Windhei«?*

Ja, j», kleine Else, aui de« flotte« Husaren- osfijier ist ein halber Krüppel u»d ei« pommerscher Gutibefitzer geworden*

Wie soll ich Sie verstehe«?*

Ich habe «eine» Abschied et»gereicht »»d ziehe mich auf »eine Güter »«rück, d« heißt, wenn « «eine zukünftige Fra» Gemahlin erlaubt.*

Ei lag eine große Bitterkeit i» socke» Worte», die Slse schmerzlich berührte.

Ernsthaft gesprochen*, fuhr er fort,ich **|te

trm Maße unserer deutschen Landwirthschaf droht, daß z. B. die von deutschem Kapital erbauten Bahne« in Kleinasie» neue Gebiete dem Getreidebau und der Getreideausfuhr er­schließen und «ach ihrer Fortsetzung durch die furchtbare», bisher nur vernachlässigte« Riede- rungen des Euphrat und Tigris erst recht eine Ueberschwemmung Europas mit astatischem Ge­treide bewirken «»erden, das seinen Produzenten unglaublich billig zu stehe« komme« wird. Rur ecke andere Erwägung wollen wir noch hier an­knüpfe»: wenn der Einwand der Freihändler richtig wäre, daß die ausländische Konkurrenz vo« selbst Nachlasse« werde, dann würde daraus doch nur folge«, daß Deutschland nun erst recht die Pflicht hat, seine« eigene« Getreidebau zuerhalten «ndzu stärken, damit nicht dann, wenn die Einfuhr vo» außen vernachlässigt, der deutsche Getreidebau aber kaum noch existtrt oder doch hinter de« Bedarf der deutschen Konsumenten wett zurückbleibt, Mangel an Vrodsrüchten und die Gefahr einer chro- nische« HungerSnoth eintrete! Diese Ge­fahr würde um so näher rücken, wen« die deutsche« Bauern dem Rathe der Freihändler folgend den Getreidebau aufgebe« und nur noch Viehzucht treibe« wollte«. Also wie man die Sache auch betrachten mag, man kommt immer wieder zu dem Ergebniß: Der deutsche Getreidebau und die deutsche Viehzucht, nicht eins obne das andere, müsse« so gestärkt werden, daß fie in unabseh­barer Zeit de« ganze» Bedarf Deutschlands decke» könne». Dazu find aber ausreichende Schutzzölle, welche vor der drückende« Kon­kurrenz des Auslandes wenigstens eckige« Schutz gewähren, unerläßlich.

Berlin, 15. November 1902,

X Der Zreichstago - Präsident Graf ztzalkefire« hatte am Samstag Abend Ein- ladunge» zu eine« Mahle ergehen lassen, a« welchem et nm 20 Herren theilnahmen, u. A. der Reichskanzler Graf Bülow, die Abgeordneten Dr. Bachem (Trntr.), Dr. Spahn (Crntr.), Prinz Arenberg (Ttr>), vasserman« (natl.), Gras Arni« (Rrichsp.). v. Norman» (to»f.), die Vizepräsidenten des Reichstages und Bundes- ratheS. Freisinnige und sozialdemokratische Ab­geordnete waren nicht geladen. Man schließt daraus, daß dar Essen ein Zweckeffen war, um die erstrebte Verständigung unter den Mehr- heitS - Parteien und mit den Regierungen in der Zollfrage zu fördern. In den letzte« Tagen wur­den bereits allerlei Angaben über diese Verstän­digung verbreitet, die wir aber nicht wiederzu­geben brauchen, da fie eineStheil» nicht überein­stimmend, andernthetiS aber mindestens ver- früht find. Wie «an über einige besonder- ge­fährliche Klippen, wie die Bindung der Viehzölle und die Verwendung der Mehrerträge anS den Lebensmittel - Zöllen zu Gunsten einer W itwen- und Waifenverficherung, Hinwegkommen will, ist ja «eine» Knie» halber bei Abschied ohnedies nehme« nun kommt das Unglück meines Vaters Hinz», er wird für die Zeit seine« Leben« ge­lähmt bleiben und kann die Bewirthschaftung Machnow« nicht weiter führe». Da habe ich «ich den» entschlossen, nach Machnow zu.'ziehen Mn» meine Braut e« erlaubt fie lebte lieb« in Berlin ich weiß nicht, wie t« noch werde« soll!* -

Seine Augen blickte« trübe sinnend in die Fernd. Else vermochte nicht« zn erwidern, fie senkte da« Haupt und schritt schweigend an seiner ©eite.

Um fie rauschten die Bäume de« Thiergarten«, deren Laub schon eine erhebliche Färbung an­nahm. Hoch oben über den Wipfel« zog ecke Schaar wilder Gänse de« Süden zu, »nd ab und zu klang ihr starker, freier Schrei hinab in die stille Waldeinsamkeit, welche die Beide« umfing.

Ich habe Sehnsucht nach der alte», sturm­umtosten Heimat h am SEcande der Ostsee*, fuhr er leiser fort.Sie Wien «eck väterliche« Schloß da« alte Eulennost kenne» lerne», Else, e« würde Ihne» gewiß gefallen. G« läßt sich so herrlich, so schön, so süß träume» an dem alten Kami«, m dem die Flamme prasselnd empor- loht, wenn draußen der Sturmwind braust und die Wellen der Ostsee donnernd an die Äser schlage» ... ach und ich habe davon geträumt, an dem alten Kamin z» fitzen, ei» geliebte« Wese» I» Seite, da« sei» Köpfchen an «eine Schulter lehnt und dessen kleine Hand sich in He meinige schmiegt . . . und nun auch dieser Tran« verflogen nnd Glanz und Pracht »ud

schwer eckzusehen. Sine Erhöhung des Gerste«. zolleS, die vielleicht zu erreiche« ist, wäre fflr Süddeutschland, manche Gegenden im Westen und von Schlesien von Werth, aber nicht für den größten Theil OstelbienS. Jedenfalls kann von einer Verständigung alS THatfache nicht gesprochen werden, solange in de«Fraktionen noch nicht darüber verha«delt wurde: und daS ist bis jetzt nicht bet Fall.

* Hebet die Aerfläudigmeg» - Zsterhaud lmrge« behufs Erledigung deSZolltarifS will eine ParlamentSkorrefpondenz Folgender erfahren haben: DaS Ziel der Unterhandlungen der letzten Tage ist, daS Tarifgesetz so zu ge- stallen, daß in dessen § 1 die wichtigsten Ab­machungen Über die NahrungSmittelzölle nach ecke« Uebereckkomme« zwischen Mehrheits­parteien und Regierung enthalten sind; dann würde, dieses Tatifgesetz als Grundlage gedacht, dem Reichstag in einer Resolution der Regierung anheimgegeben, damit und auf Grund des Zolltarif- in Handelsverttagrvrrhandlunge« ein« zutreten, um die Verträge dann dem Reichstage vorzulegen. Die fachliche Uebereckstimmung wird nicht auf de« Boden der reinen RegierungS- Vorlage erzielt werden. Wir geben diese Mittheilungen, wie wir sie finde«, ohne alle Gewähr wieder. Was daran richtig ist, wird man bald erfahren.

* Aie Asrarveite« für die AuffleKnug de» zlleichr-a«,ßMtt»et»<» find zwar so weit gediehen, daß binnen kurze« die Ausschuß- berathungen im BundeSrothe beginnen könne«. Wie aber schließlich sich die Höhe deS Fehl- betrage- stellen wird, das läßt sich erst ab- sehen, wenn der Etat des Reich,schatzarnts fest- gestellt ist. BiS dahin verschiebt sich dar Bild säst noch von Tag zu Tag. Denn die Verhand­lungen deS Reichsschatzamts mit den einzelne« RrffortS, soweit diese besonder» schwer inS Ge- wicht fallende Forderungen gestellt haben, dauer« ununterbrochen fort, soweit nicht die EinzrletatS bereits ftstgestellr und de« Bunde-rathe zuge­gangen find. Die» ist bis jetzt nur mit de» sogenannten kleineren sowie mit sdem Etat für Zölle und Steuern der Fall. Von de« größere« Etats liegt dem Bundesrath nur erst der der Marine vor.

* Ate Streiüöewegnug der christliche» Iextilaröetter in Aoesfeld, welche in den letzte« Wochen soviel Aufsehen gemacht hat, scheint nun gottlob zu Ende zu gehen. Seit Mitt­woch wurden, wie die,Xte«enio' meldet, ernste Verhandlungen geführt zwischen bett beide« Vorsitzende« des SchutzverbandeS der Textil- industriellen des Münsterlande», de« Herren Fabrikanten Zach-CoeSfeld und HueSkere- Gefcher einerseits und de« Vorsitzende« bei Textilarbeiter - Verbandes, Herrn Schiffer. Krefeld, wie dem BezirkSvorfitzende» für West, falen, Herrn H. Camp».Bocholt anderseits. AIS Vermittler bei diesen Verhandlungen waren thätig die Herren Abgeordneter W. Leppel- «an» a«S Rorup und Verleger L. Lensing anS Dortmund, welche in einer (Dortmunder) Versammlung deS AugustinuS-VereinS ge- wählt waren, um den Versuch einer Einigung zu machen. Die stipulirte« Einigungspunkte sind gestern Abend von de« Fabrikanten Coesfelds

Leben »erben die stillen Hallen Machnow» er. füllen, und die gaffende Menge wird spöttisch emporlächel« z« den schwarze» alten Ofenbildern ... ach. Klein. Else, wissen Sie, «a« e« heißt, eine Heimath verlieren?*

Ich weiß es," flüsterte fie mll leise bebender Stimme.

Nein, Sie wissen er nicht." rief er,Sie find ja so jung, s, schön, so glücklich, Sie gehen hinan« in die sonnigen Welte«, nm eine schöne, glückliche Hermsth sich zu erwerben, an der Hand eine« Ranne«, der Sie vergöttert, de« Sie lieben!" Herr vo« Windhei« ich bitte Sie . .

Rit thränengesüllt« Augen blickte fie »n ihm empor. Ein heißer Schmerz zuckte u« ihre Lippen.

Erstaunt, überrascht sah er fie a».

Habe ich Sie verletzt, Else darf ich nicht M Ihne« spreche« al« Ihr Freund, al« Ihr Bruder?"

Und wenn ich ebenso wenig wie Sie da« Glück, die recht« Siebe gefunden hätte?" kam e« von« ihren bebenden Lippe».

Else, Klei» Else . . . ?"

$Bte ein unterdrückter Jubelruf klang es. Doch plötzlich schlug er die Hand vor die Augen, al« blende ihn ein aufzuckender Bltz. Hastig »thrnend stand er da. Dann ergriff er ihre Hand und blickte ihr schmerzlich lächelnd i» die bittend zu ihm emporgshobenen Augen.

Kleine Else haben Sie Dank ach, der Tran«, der schöne, süße Tran«! Weshalb konnte er nicht in Erfüllung gehen? Leben Sie wohl, As», die Erinnerung an den Traum nehme ich mit/'

angenommen «oroen. Am SamStag bi äth der Vorstand deS christlichen TextrlarbeiteroerbarrdeS über dieselben, und noch an demselben Abend soll eine Volksversammlung stattfinden, um die hochgehenden Wogen zu glätten. WaS die bis- herigm Vereinbarungen angeht, so ist es begreif- ltch, daß es unmöglich war, nach einem viele Wochen hindurch dauernden Streik ein beide Theile gleichmäßig beftiedigendes Ziel zu er­reichen, indeß darf aus den Verhandlungen doch so viel heute schon mttgetheilt werden, daß die beide« Verbände der Arbeitgeber und Arbeit­nehmer als gleichberechtigte Faktoren anerkannt find und daß demgemäß bei weitere« Streitfälle« von Verband zu Verband verhandelt werden soll. DaS Koalitionsrecht der Arbeiter ist also in aller Form anerkannt. Zweiten» wird der Weber Heinr. Ebbing, dessentwegen der Streik entbrannte, demnächst, spätestens inner­halb drei Monaten, wieder eingestellt. Sollte« bei Wiedereröffnung der Betriebe in einzelnen Fabriken Stellen inzwischen anderweit besetzt sein, so werden die Übrig bleibende« Arbeiter später nach Bedarf wieder eingestellt. Wir möchten zum Schluß schon jetzt bemerke«, daß in der Streik­bewegung, welche begann bei der Firma Ellering und Zach und welche, wie bekannt, die Aus­sperrung der dem christliche« Tkxtilarbeiteroer- bande angehörende« Arbeiter auf anderen Werken zur Folge hatte, viele Mißverständniffr aller Art in der Oeffentlichkeit unterlaufen find. Jedoch dürfte eS nicht angezeigt fein, heute auf Einzel­heiten eckzugehen, «arten wir ab, bis SamStag der hoffentlich endgiltige Frieden wiederherge­stellt ist.*

* 111»Iid-tfio««tsse mit 2,177,148 Hektar oder 6,24 vom Hundert der Sesammtfläche des Staate- gab eS nach der jüngsten Zählung in Preußen. Dir Fläche hat im Jahre 1900 um 15,520 Hektar zugenommen. An der Gefammt- fläche haben die beiden größten Provinzen, Schlesien und Brandenburg, mit 590,835 und 310,032 Hektar auch den höchste« Antheil. Anter 100,000 Hektar weifen nur Westpreußen, Hannover, Hessen- Nassau, Rheinland und Hohenzollern auf. Der Grund­steuer-Reinertrag bezifferte sich auf 26,69 Mill. Mark.

* MaHlagitalio« »«ter Anoschluh der Htffenttichfiett scheint der Bund der Land­wirthe zu treiben. AuS verschiedenen Gegenden wird berichtet, daß die Bundesredner mit einer ungeheuren Geheimnißthnerei umgehen, die Bevölkerung mit ihren Versammlungen förmlich Überrumpeln, ja sogar bestrebt find,auch größer» Veranstaltungen thunlichst bi- zu« letzten Augen­blick geheim z» halten". Politische Grundsätze find doch aber kecke militärische« Geheimnisse. Wen» also der Bund eine so eigenthümliche Scheu vor der Oeffentlichkeit hat, so scheint er doch selber sehr wenig Verttauen in seine agrarische Heber- brettlpolitik zu setzen.

X Zsteichotag glaubte sich nach den letzte« heißen Tagen eine kleine Erholungspause, die aber noch andere Zwecke habe« dürfte, erlauben zu dürfen. Dazu rechnen nicht nur die drei ersten Tage der nächsten Woche, von welchen der Mtttwoch als preußischer Buß- und Bettag ohnehin sitzungsftei wäre, sondern auch der letzte SamStag; denn die Sitzung gatt

Er beugte sich zu ihr nieder einen Augen­blick nur blickte er ihr in« Auge dann bebte fie zurück, entzog fich feinem Arm und eilte davon.

Else Klein-Eise" . . . flüsterte er »nd strich sich mit der Hand über die Ange«.

Dann wandte er fich und kehrte langsam »ach der Stadt zurück.

Als Else am Abend heimkehrte, fand sie ihre» Bruder im Wohnzimmer mit Briefschreiben beschästtgt.

Störe ich Dich, Bernhard?* fragte fie.

Nicht im geringste», Else. Hast D» mir etwas zu sage»?"

Ja, ich habe mir Decke Worte überlebt. Ich neill Dich «ach Tokio begleiten . .

Mse . . .?"

Ich möchte die Welt sehe» - ich möchte fort von hier »eit, »eit fort . . .*

Schloß Machnow, der alte pommersche Herrensitz, lag auf einem ziemlich schroff zum Meer abfallenden Hügelzug, der nach de« Binnen» lande zu fich zu einer fruchtbaren Ebene senkte. Hrsprünglich mochten die jetzt durch einen her» licheu Buchenwald gekrönte» Hügel 'gewaltige, durch die See und bin Wind aufgehänfte Sand- bflnen gewesen sein, denn weiterhin nach Weste«, wo der kleine, reizend gelegene Seebadeort Klei» Machnow sich befand, erstreckte fich noch eine solche Sanddüne weit am Strande entlang und bilbete im Sommer und Herbst daS Entzücken der Kckderwelt, welche aw8 de« großen Städten hierher gekommen »ar. DaS Dörfchen Klei» Machnow selbst war dir vor wenige« Jahre» M einsamer Fischerort gewesen, ck dessen kleckeW,