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FuldaerMZeitung

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JuL-a, Mittwoch, den 12. November 1902.

29. Jahrgang-

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mit den Beilagen

„UluStrirte Sonntags-Zeitung", .Juldaer 0esd)icbtsblättef" und EollerTe-risfC.

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[] Unsere Bischösk übet kath. Vereine und Prrffe.

SchW bei »itlra •elegenNeiteu habe« die Oberhme» der eetf*iele«en deutsche» Diözese« i» Hirtenschreibk» wie in öffentliche» «»sprachen die kath. Män« r eindringlich a» die Pflichten ermahnt, die sie elf trene Katholiken auch i« öffentliche» Leben in religiöser undsazialer Hinsicht |« erfülle« haben, «s sei nur wied-r «nmal erinnert an die Vielen warmen Empfehlung«, werte, welche die meisten deutschen Bischöfe auch bereits öffentlich unsere« bedeutendsten Bereise, de« BVlksverei» fit das kath. Deutsch­land, haben zu Theil werden leffen. „98 ij heute usthwendia, daß «an nicht bloß für fich in der Familie katholisch ist, s»»d»rn daß man auch im öffentlichen Leben seine katholischen Srundsßtz«Vertritt; da,«wilder Bolksnerein archaltrn, dafür belehren; möge er wachse» und gedeihen - So sagte z. «. vrfchof Dr. B»ß »ou

I OlnnfctM auf der Vorjährigen Generalversamm lung der Katholiken Deutschlands. Und Bischof Dr. Korum von Trier erklärte in einer dortigen großen Bolttoersammlung am 27. April 1902: „Wir folgen nur den Lehren der Kirche, wenn wir freudig den kath. Volksverei« unter» stützen." Auf der dieljährigen Generalversam«. lnng sprach wiederum ein Mitglied des hoch«. Episkopates, Erzbischof Dr. Rörber non Freiburg i. Br. in herzlicher Ansprache de« Wunsch aus, „daß der Bolksnerein immer mehr an Betheiligung wachsen möge, damit in ihm die Organisation vollendet werde, welche nächst der Hilfe Gottes die unfehlbare Garantie ist, daß die Jntereffen der Katholiken gut berathen uns erfolgreich vertreten werden".

sttunmehr haben auch die Bischöfe Preußens in ihrer Gesammtheit durch das jßngste gemeinsame Hirte «schreiben (Falb 2, 20. Ang 1902) die Katholiken wieder »achbrück- lich auf ihre Pflichten im öffentlichen Leben hin. gewiesen, insbesondere im Hinblick aus die neueren ^unausgesetzten Angriffe auf unseren heilige» Glauben, feine Lehren und Einrichtungen". Nach­dem das Hirte»schreiben die Nsthwendigkeit {rändlicher Zurückweisung dieser Angriffe betont at, daher auch die Pflicht, Belehrung und Auf.

klärung zu verbreiten bezw. zu suchen, spricht es u. a. folgende, heute ganz besonders beachtens, werthen Mahnungen aus:

«Diese Belehrung und Aufklärung deS Balkes Iber feine heiligsten Interessen kann fich nicht mehr auf die um die Kanzel versammelte Gr. «eindebeschränken; sie muß hinausgetragen werden in die Vereine, sie muß ver­breitet werden in guten Schriften und Büchern, damit das katholische Volk überall Gelegenheit finde, die Nichtigkeit der gehässige« Entstellungen und Verleumdungen zu durchschauen, die ihm namentlich in jüngster Zett von allen Seiten geradezu aufgebrängt worden. Wie köst­lich ist es für uns, geliebte Diözesanen, zu sehen, mit welchem Eifer diese zeitgemäße Auf- gäbe erfüllt wird von unserem treue» Klerus, der, obschon ermüdet von der Tagesarbeit, nach der Mahnung des heil. Vaters noch unter das Volt geht, um mit demselben heilsam zu ver­kehren, — von den katholischen Vereinen, besonders dem Bolksvereine, — von »nserer stets wachsamen Presse — sie alle er- füllen diese wichtige Aufgabe mit Entschiedenheit, aber auch mit edler Buhe, strenger Wahrheits- liebe und würdiger Maßhalrung. Ja unseren freudigen Dank gegen die Vertheidiger unserer

heiligen Glaubens werdet ihr, geliebte Diözesanen, alle einstimmen, ihre Belehrungen gern hören, ihre Schriften gern lesen und ganz besonders unserer Presse treu sein."

Fürwahr, ein glänzendes Zrugniß wird hier von berufenster Seite einmal der eifrigen Antheil- nähme des Klerus am kath. Vereins wesen, so­dann auch der Wirksamkeit unserer Vereine selbst, vor allem dem BolkSoerein für das kathol. Deutschland, welcher bekanntlich neben feiner sozialen neuerdings auch eine immer ausgedehntere apologettsche THStigk-it entfaltet, und endlich der kath. Presse ausgestellt! Möge diese Anerkennung und die daran anknüpfende Mahnung für viele ein wirksamer Antrieb sein, fich ernstlich auf die Pflichte» zu besinnen, die fie als kathol. Männer im öffentlichen Leben zu er­füllen habe». Und mancher möge — vielleicht etwas beschämt, aber mit festem Entschluß für die Zukunft — der Worte LeoS XIII. eingedenk fein, an welche das jüngste Hirtenschreiben der hochw. Bischöfe erinnert: „Die Katholiken Deutsch­lands gewähre« unS den erhebende« Anblick standhafter und felsenfester Treue im Glauben ihrer Väter. Je schwerere Stürme über die Kirche hereinbrechen, desto lebendiger war ihre hingebende Liebe zur Kirche."

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