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.iDustrirte Sonntags-Zeitung*, »Juldaer Gesdricbtsblättef und Eotiefk-rtsft.

Jutöa, Mittwoch, den 5. November 1902.

M 255.

29. Jahrgang.

© Der erste Hammelsprung im Brr laufe der zweitrn Zollberatbung im Reichstage machte der heutigen Dienstags- fitzung deS Reichstags ein jähes, aber doch nicht allzu frühes Ende. Man hatte sich schon reich­lich fünf Stunden mit dem von den Sozialdemo­kraten beantragte» § 1b beschäftigt, welcher den BundeSrath verpflichte» will, solche Maaren, die von deutschen Ty idikaten dem ÄuSlande billiger als dem Jalande verkauft werden, zollfrei ein,«- lasten. Gew.ß hat die Frage der industriellen Syndikate eine gewaltige Beseutung, aber gerade deshalb wird der Versuch, diese schwerwiegende Frage so nebenbei beim Zolltarif zu lösen, auch von de» intimsten Seoner der Jadustriekartelle. zu denen wir uns zählen, mit einigem Kovf« schüttela ausgenommen worden. ES handelt sich hier eben nur um jene Anträge, die lediglich zu dem Zweck.- gestellt find, um durch Rede» und Abstimmungen möglichst viel Zeit zu vertrödel« und so daS Zolltariswerk unmöglich zu machen. SDiefer Sachlage entsprach eS vollständig, daß beute fast nur Redner von der linken Sette des H^useS spracht», während vom C.ntrum und konservativen bisher Niemand zu der Kartell- frage das Wort ergriffen hat. Nicht als ob heute lauter Freunde des sozialdemokratischen Antrags gesprochen hätten; die nationalliberale» Abgeordneten Dr. Paasche und Beumer, letzterer bekanntlich Generalsekretär deS Zentral- verbände- der Industriellen, nahmen die Kartelle mindestens ebenso eifrig in Schutz wie der reichsparteiliche Abgeordnete Eamp, ein Fraktionsgenoffe des KanonenköaigS Krupp, der seine Panzerplatten auch an das Ausland billiger geliefert hat als an daS deutsche Reich. Der preußische Handelsminister Möller ging um de» heißen Brei herum; am liebste« hätte er offenbar gleichfalls der Syadikate sich wärmstens angenommen. Den gegenthelllgen Standpunkt vertraten nicht eben glücklich, weil zu einseitig im Sinne der Zollfeindschaft, Herr Bebel, sowie die freis. Abgeordneten Pach»icke und Bröhmel, die außerdem eine kleine Aenderung deS sozialdemokratische« Antrags befürworteten, durch welche dem BundeSrath nicht die Ser« pfl.chtung, sondern nur die Befugniß znr Auf­hebung der betreffenden Zölle übertragen werden solle.

Hier stellte die Linke einen BertagungSantrag, und die bekannte Mehrheit lehnte ihn ab. Im Bureau muß wohl ein Mitglied der Linken geseffen haben, welches hartnäckig dieses Ergeb- « der Abstimmung anzweifelte. So mußte den« gezählt werden, und dabei stellte fich heraus, daß nur 135 Abgeordnete anwesend waren, von denen 48 für die Vertagung stimmten. Das Haus ist also beschlußunfähig und muß die Berathung morgen fortsetzen.

Strandgut.

Roman von O. Elster.

7 -------- (Nachdruck «et beite.)

Eine Weile stand Jobst still da und blickte mit großen Augen auf die Thüre, welche sich hinter Mama Brückner geschloffen hatte. Dan« strich er fich mit der Ha»d über die Stirne und seufzte leicht auf.

Du bist ein Thor, Jobst,- murmelte er. WaS geht Dich Klein-Else an? Da konntest sie doch nicht heirathen . . . gehen wir wieder an die Arbeit. . ."

Er setzte sich an den Schreibtisch und ergriff die Feder. Aber schon »ach einigen Minute« warf er sie ärgerlich fort, schritt einige Male im Zimmer auf und ab, zündete sich eine Cigarre an und streckte fich auf die Chaiselongue. Mit trübe sinnenden Augen blickte er den Tabaks­wolke» nach, die sich zur Decke emporringelte«, «rn seinem sonstigen frohen Wesen fremder M ß muth schlich sich in seine Seele. Die Wett, das Leben ekelte ihn an. Seine Gedanken schweiften in die Hermath an dem rauschenden Strande der Ostsee. Er sehnte fich »ach der Stille der Wälder, nach den im Sornenglanz daliegenden Fluren, nach der brandenden See, nach der Rahe, «ach dem Friede» der ländlichen Nttur.. Das Lebe« in der großen Welt schien »hm nichts mehr zu bieten. Der Dienst, seine Studien, fie konnten die Sehnsucht seiner Seele nicht stillen, ja, wen» er auf dadinfiürmendem Roß i« die Schlacht hätte reite« können! Aber so es war tobt in ihm, tobt um ihn.

Berlin, 4. November 1902.

4- Der Ltaisee hat am Dienstag bei der feierlichen Rekruten-Vereidigung in Berlin eine Ansprache gehalten, in welcher er die Re­kruten zur Selbstzucht, zu unbedingtem Gehorsam und zu christl ich er Gottesfurcht ermahnte, ihnen die Bedeutung des Fahneneides an's Herz legte und fie aufforderte, treu zu fein auch im Kleinsten.

+ Der »enlsche Kronprinz wird, wie nach dem .Tag'in unterrichteten Kreisen" für wahrscheinlich gehalten wird, «och in diesem Jahre einen Gegenbesuch am dänischen Hofe machen. Diese Meldung beruht anschei»end nur auf Vermuthung, hat aber manches für fich.

* Krsnch de» preußische« KisenvaHn- minister» i* München. Heute am 4. d. M. ist der preußische Eisenbahnmiilister Budde in München eingetroffen und noch am gleiche r Tage vom Prinzregente» in Audienz empfangen und zur Tafel gezogen worden. Am Mittwoch wird er »inet Einladung deS Mirifterpräfident?» Grafe« Crailsheim zum Frühstück fol en. Der Minister wird, wie Gras Crailsheim offiziös in der.Südd. Rkichskorr.'verficherwlLßt, in München einen herzlichen Empfang finden. Lei« Besuch lege Zeugniß ab von den freundschaftlichen Be- zie düngen, welche zwischen der preußische« und bcyikischenEisendahnverwaltuna bestehen. Zweifel­los werden die beiden obersten Chefs die Gelegen­heit finde«, fich über verschiedene schwebende Fragen auszusprechen.Um allzu abenteuerlichen Kombinationen vorzubeugrn", bemerkt die genannte Korrespondenz, daß hierzu die Idee einer Eisenbahngemeinschaft z wisch enPrevß en und dem diesseitigen Bayern nickr ge­hört. Dagegen möchte fie der Hoffnung Aus­druck geben, daß die Aussprache über d«s Pro- j,kt der Mainkanalisation dir Asü uff en bürg einen recht günstigen Erfolg habe, ^inifter Budde wird München am Mrltwoch Nachmittag wieder verlaffen, um fich nach Stuttgart zu be­gebe«. Es könnte fast den Eindruck erweckt», meint die.Augsburger Postzeitung', als sollte die offiziöse Auslaffang ein Wink für Herr» Budde sei», fich die Mühe, für eine preußisch-bayerische Eisenbahngemeinschaft Stimmunz zu mache», zu erspare».

* öadisch«« Akoßerfrage nimmt die «Köln. Ztg.' dai Wort, indem fie schreibt:

Die Wahrheit ist uud wit Hanen vier mit aller Bestimmtheit veistcheru, daß an h-chfter Stelle «ach nicht- entschieden werben, daß also die ganze Angelegenheit nach wie vor noch in der Schwebe i». In welchem Sinne die enbgtltine ßifung erfolgen wirb, ob für oder gegen bie Zulassung von Männerklöftern, darüber find auch heute noch nur Sei» muthuuge« erlaubt. Allerdings haben fich gerade in der allerletzten Zeit die Anzeichen dafür gemehrt, daß in den Regierung-kreise« Einflüsse am Werk find, die den Wünschen bet Klerikalen am Ende entsprechen, wenn auch unterEautelen*, bie natürlich nicht- besagen und keinen liberale» Mann von feiner grunbsätzlichea

Er schleuderte die Zigarre fort, legte die Hände unter daS Haupt und starrte zur Decke empor.

Seinen düsteren Träumereien wurde er durch ein energisches, kurzes Pochen an der Thür ent- riffen. Aergerlich über die Störung rief er Herein" und richtete fich halb empor.

Hier muß man wohl dreimal klopfen?" fragte die lachende Stimme des alten Freiherrn von Windheiw.

Ah, Papa. Du bist e« I Verzeih, wenn ich Dein erstes Klopfen überhörte."

Jobst sprang empor und reichte dem Vater die Hand.Leg' ab und setz' Dich, Papa. Da stehen Zigarre», 'S ist eine erträgliche Sorte. . . ."

Der alte Baron streifte gemächlich die roth- braunen Handschuhe ab, legte sie nebst Hut und Stock aus einen Nebentisch, zündete sich eine Zigarre an und ließ fich aufathmeno in einen Sessel fallen.

Nun, Papa," sagte Jobst lächelnd.Du machst ja ein aanz geheimwßoolleL Gesicht? Was gibt es denn?"

O nicht viel, mein Junge. Nur daß wir heute Abend zu Herrn Brückner eingelade« find. Du hast doch Zeit?"

Herr Brückner hat uns eingelade« ? Warst Du denn schon bei ihm?"

Natürlich," entgegnete der alte Freiherr mit schlauem Lächeln.Heute Morgen Prima Maschinen, stnd großartig. Wer fich das kaufen könnte! Uab seine Wohnung ist eingerichtet! Da schämt man fich wirklich seines alten Eulennestes."

Hast Du Frau Brückner gesehen?"

Stellungnahme abbringen tonnen. Aber auch in dem schlimmsten Falle, baß biese «inflüfie siegen sollten, wirb, wie wir Srunb haben an,«nehmen. vaS ent- scheidende Wort »war vor be» LandtagS- wahle«, aber nicht mehr in btesem Jahre ge­sprochen werben.

* Die Gericht««, eine» »-«igkiche« Aestdenzfchlosse» t« Soferr ist nach der ,Pos. Ztg.' geplant. Es seien bereits Verhandlungen wegen der Platzfrage hn Gange. De« Plan zur Errichtung des Schlaffes habe der Kaiser wäh­rend der Posener Kaisertage und auch später in ernste Erwägung gezogen.

+ Da» deutsche Kapital. Schon mehrfach ist auf die gewaltige Gefahr hinzewiesen worden, welche die von deutschen Kapitalisten erbauten kleinasiatischen Eisenbahnen für deutsche Landwirthschaft bedeuten, ohne daß fie dem deutschen Außenhandel einen dauernden Nutzen gewähren können. Diese Auf- faffung wird vollkommen bestätigt durch einen Bericht, den Dr. Paul Rohrbach über eine Bereisung jener Bahne» in der vationalsozialen, also nichts weniger als agrarisch gefilmten ,Z:it' veröff nllicht. Er schreibt in dem Heft vom 30. Oktober dieser Zeitschrift von der deutschen anatolische» Bahn:Sie hat zwar das nicht gehalten, waS viele von ihr erwarteten: eine nennenSwerthe Steigerung des Imports europäischer, deutscher Artikel in daS Innere von Kleinafie» ist nicht eingetreten aber fie hat dafür etwas Anderes, noch Wich­tigeres geleistet. Der Getreidebau ist in ihrem Einflußgebiet dermaßen gestiegen, daß bereits im vorigen Jahre die Kilometer- Einnahmen nahe an die türkische Garantie Grenze herankamen." Ob die deutsche Hochfinanz ihre nationalen Pflichten richtig auffaßt, wenn fie in sremdeu Ländern mit deutschem Gelbe Eisen­bahnen baut, bie eine fiembe Konkurrenz gegen die deutsche Landwirthschaft erschließe», der deut­sche» Ausfuhr ober keinen nachhaltige« Nutzen bringen?; Die .Rrwjtg.', welche diese Frage stellt, hätte fie'getrost verneine« können.

Aus dem Reichstage.

O 208. Sitzung »eia 4. November 1802, 12 Uhr.

Piäfident »raf «aAeßrem macht Mttth-ilung »o« bem Ableben be- Ab». Aickierl,bet lange Jahre mit unrrmübltcher Treue, noch »«letzt am 14. Oktober, fich alS Mitglied beS Reich-tage- den Arbeite« gewidmet" habe. Da» Hau- ehrt da- »»denken deSD«hi«gefchiedene» tu der üblichen Weise.

Die Brrathung ber Zollv.orlage unb »war deS einerseits von brn So»ialvem»kratrn,anbersettS vou ben Abgg. «»ritz und «rSmet beantragte 8 lb wird fort, gesetzt.

Diese Anträge bezwecken bie »ollfreie Einfuhr solcher Waareu. bk von deutschen Vereinigungen (Syndikate, Trust-, Kartelle, Ringe) nach dem »der im AnSlande billiger »erkauft werden, al- im deutschen Zollgebiete.

Abg. Naafche (natltb.) bekämpft die Anträge, welche da- Kind mit dem Bade anSschÜlte» würden. Die Kartelle hätten auch ihr Sutes. Waarenbestände, die auf da- Inland drücken, lieber »u billige« Preisen an daS Ausland abzugeben, da- sei unter Umständen doch auch berechtigt.

Abg. ^achnicke (freis. vgg.) betont, daß doch auch Nationalliberale den Antrag auf Schaffung einer Reich»- aussichl über die Kartelle mit unterschrieben hätten, darunter sogar eine Anzahl von Großindustriellen. Dieser Weg, Aufhebung deS ZollschutzeS, sei gerade

Selbstverständlich mir habe« zusammen gefrühstückt. E:»e harmlose Frau etwas prctz-n- haft, aber gutmüthtg. Muß 'mal eine schöne Frau gewesen fein. Die Tochter ist ihr Eben- bilb nur feiner, eleganter. Na, Du kennst bie Leute ja."

Allerdings kenne ich sie," erroiberte Jobst mit leisem Spott.

Apropos, Jobst, weshalb hast Du «ach Linen Besuch bei ihnen g macht? Ich glaube, Du wüldist sehr freundlich «ufgenommen sein."

Das glaube ich auch."

Die Leute scheinen ehrgeizig zu si-n. Sie geben waS auf einen alten Name«. Na, den haben wir ji." . . .

Er pofte gemüthlich die Tabakswolken in die Lust, ft in en Schn anblinzrlns. Er befand sich offenbar in vortrefflicher Laune.

Hast Du denn gar nichts Trinkbares da?" fragte er, sich ums hauend.

Gew ß. Willst Du ein Glas Rtthwein einen Kognak?"

Mir ist so merkwürdig im Magen das schwere Frühstück bi« ich nicht gewöhnt, gib mir eine» Kognak."

Jobst schenkte die Gläser et». Der alte Baron schlürfte behaglich den goldigen Trank.

Sag mal, Popa," fragte Jobst, indem er fich dem Vater gegenüber rüedertteß, bie Arme auf den Tisq legte und de« alten Herrn auf­merksam anblickte,was hast Du benn in der bewußte« Geldangelegenheit gethan?"

Sapperlot, rückst Du mir forsch auf be« Leib, mein Junge," lachte ber Baron.Aber Du wirst mit mir zufrieden sei«, bie Angelegen­heit ist geregelt, wenn hm ja, wen« Du willst."

der richtige, denn erst nach der Verschärfung deS Zoll- schutzrs habe fich da- Kartellwesen, beispielsweise auch in Amerika, ausgedehnt. Um so mehr müffe man fich hüten, die Macht der Kartelle noch künstlich durch'hohe Zölle zu stärken. Er selbst und seine Freunde wollte« daher den Zolltarif auch nicht zu Stande kommen laffen.

Abg. Ga«p (Reich-p.) behauptet, die verband-« Bereinigungen seien zumeist lediglich Kinder der Roth und alS solche eine Rothwendtgkeit. Ihr Zweck sei ein berichtigter. UcdrigenS gebe eS auch Trust-, gegen welche der vorliegende Antrag zu nichts helfen würde, so z. B. der Petroleum-Trust, unter dem doch unsere kaufmännischen Kreise sehr gelitten hätten. Auch solle man doch nicht übersehen, daß in der Produktion für da- Ausland, z. B. mit der Föcternng der Kohle«, über deren billige Abgaben an da- Ausland man klage, doch zahllose deutsche Arbeiter ihre Beschäftigung finden.

Abg. Wetzet bekämpft diese Au-sührunge«. Dir ganze Entwickelung werde schließlich dahin führen, daß der Staat diesem Truftwrfru nicht mehr ruhig wird zn- schauen können, und daß dann dir Berfiaatlichnng ein- tritt. Bisher Habe« die Kartelle die kleinen Unter- nehmer enteignet, dann werden wir, der Staat, eS fehl, der die Enteignung vornehmen wird. Uebrtgens werde selbst, wen« dieser Antrag jetzt abgelehnt werde, bet den bevorstehenden Verhandlungen über neue Handels­verträge die Frage der Kartellpolitik und besonderS auch der deutschen Kartellpolitik unbedingt mit im Vordergrund stehen. Darauf weise schon das bekannte Etrkular des ruffische» Finanzminister-» hin.

Prenß. Handelsminister Möller erklärt, angefichtS der schwebenden Erhebungen aus die Syndikatsfrage im Allgemeinen nicht eingehe« zu «ollen und stellt dann einzelne Anaaben Bebel- richtig.

Abg. Wenmer (natl.) führt auS, daß, wen» man überhaupt in- Ausland verkaufen wolle, die- zum Welt­marktpreis geschehen müffe. b. h. also zu billigere« Preisen, alS im Inland. DaS geschehe aber «icht nur in Deutschland, sondern überall. Der Antrag Alarecht bezw. Barth sei ganz unmöglich. Bor bem russische« Ftnan»mintfier unb seinem Erlaß über die Kartellfrage brauche man fich bei un- um so weniger zu fürchten, alS fich gerade erst unter den Augen dieses Minister- ei« russische- Etsenkartell gebildet habe.

Abg. WrSmel (Freis. Ber.) betont, daß fein An­trag dem Lunde-rath die Prüfung überlaffe, wenn Zollfretheit eintreten soll. Der Antrag Albrecht, d« eine Verpflichtung für den BundeSrath »uSspricht, sei zu mechanisch.

Bon links wird «unmehr Vertagung beantragt. Obwohl daS Centrum, die ganze Rechte und einige Rationalliberalen dagegen stimmen, wird daS Bureau über da- Ergebniß der Abstimmung nicht einig, trotz Segenprobe. DerHammelsprung" ergibt Be« schlußunfähtgkett. Es find nur 185 Abgeordnete anwesend, von welchen 49 für und 85 gegen Vertagung stimmen.

Morgen lllllhr Fortsetzung. Schluß5'/«Uhr.

ÄO«|, 4. Roo. 1902. Am 3. Noormbrr erreicht unser h l. V a t er die R'giernngSbauer seines sechsten Vorgängers, PUS VI. (Braschi), da nach ber offiziellen Aasgabe ber Gerarchia Cattolica Pins VI. 24 Jabre 8 Monate 14 Tage regiert hat. Somit ist Leo XIII in Bezug auf AmtSbouer aus den dritten Platz gerückt. Bor ihm find nur Pius IX. (Mastat Ferretti) mit 31 Jrhre« 7 Monaten 22 Tagen unb ber hl. PttruS mit 25 Jahren 2 Monaten 7 Tagen Leo XIII. zu­nächst kommen: Pius VI : 24 Jahre 8 Monate 14 Tage, Sylvester I.: 23 Jahre 10 Monate 27 Tage, Hadrian I. (Colonna): 23 Jahre 10

Wr

Ja, Du, mein Junge. Sehe mich nur nicht so verstört an. Ich habe einen Selbmann ge- funbe», ber mir fziqtausrnb Thaler zur Ver« fdgung stellt unb später noch einmal so viel, wenn Du willst ..." m

Aber so erkläre mir dock, Papa . . !"

Wetter noch einmal, b:st Da schwer von Begriff «! Sagte ich Dir nicht, baß ich bei dem alten Brückner, bem Millionär gefrühstückt habe? Mst ihm uvb feinen Dame». Seine Tochter auch, mein Junge, unb ich denke, es wäre keine üble

Partbie für D.ch." Vater?!" , m

Jobst sprang empor unb blickte feiet« Vater

vorwurfsvoll an.

Du hast Herrn Brückner Versprechungen ge-

Bist Du toll. Junge. Wie sollte ich dazu kommen? Das ist Deine Sache. Ich sage Dir nur soviel, daß ber Million enmarm mir fünfzig- tausend Thaler geliehen hat auf Machnow einzatragen, uub daß er seiner Tochter eine baute Mitgift von 500000 Ma k mitgeben will. Na, genügt Dir bas noch nicht?"

Er schenke sich noch einen Cozncc ein unb

trank ihn langsam an«.

Um sechs Uhr erwarten un» Beückaers zum Diner", sagte er lächelnd.

Jobst schütt erregt im Z mmer auf und ad. Ihm selbst war j i vor einigen Tagen, als sie mu Brückner unb Gerda zusammenttasen, ber Gedanke einer Verbindung mit G-rda gekommen. Aber er hatte ihn bereit» wieder vergessen; sein Herz, feine Phantasie beschäftigten sich allzuviel mit ben dunklen Auge», ber schlanken, edlen Gestalt Else», al» baß