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Ulustrirte SonntagsZeitung*,Suldaer ßesd

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Juköa, Mittwoch, bett 22. Oktober 1902.

JK 244.

29. Jahrftank«

Saba«

O Die Entscheidung.

Mit «och größerer Mehrheit, als erwartet wurde, Hst der Reichstag am Dienstag die Rom» missionSbeschlüssr fix dieRoggeu» und WeizeN'Mindestzölle aufrechterhalten: 187 gegen 152 Stimmen entschieden *u Gunsten eines Roggenzolles von mindestens 51/s Mk. und noch mehr, nämlich 194 gegen 145 Stimmen erlangten einen Minimalzoll für Weizen in Höhe von 6 Mk., während die RsaierungSrorlage für Roggen nur 5, für Weizen 51/« Mk zugL stehen wollte. Der Unter schied betrögt also bet j»der der beiden Brodfrüchte nur eine halbeMark. Daraus leiten die Gegner der Mehrheit den Vorwurf her, diese treib« eine Krämerpolitik, in­dem sie »egen einer Differenz von 50 PfZrmi-Zen daS ganze hochwichtige Werk, von welchem nie wirtschaftliche Zntwickrlung einer langen Reihe von Jahren abhärge, schrirern laffe. Dieser Vor­wurf ist aber völlig ungerechtfertigt. Denn erstens stnd gerade im Haushalt des kleinen und mittleren Lemdwttths Preisunterschiede, die an sich gering find (fie werden ja in Wirklichkeit noch geringer sein, als die Differenz in den Zoll­sätze«), auf die ganze Jahresproduktion berechnet, boh sehr wesentlicher Bedeutung. Wie schon der Reichskanzler selbst in seiner ersten Rede in dieser zweiten Lesung betonte, ist für de« Landmann eine Mehreinnahme »on 100 oder 200 Mk. ost von größter Wichtigkeit, denn fir kann z. B. die Zinsenlast einer großen Grusdschuld bedrmen. Ueberhaupt ist ja frei dem Bauern gerade das baare Geld, das er doch auch nöthig hat in Naturalien z G. kann er kerne Steuern be­zahlen, meistens sehr knapp, eine vermehrte Einnahme darum aber auch um so erwünschter.

Zweitens aber kann man jenem Einwand mit Recht entg-genhaiten: umgekehrt wird auch ein Lstuh daraus. Wenn eine Differenz von 50 Psg. nmküch so bedeutungslos wäre, wie namentlich die rationalliberalen Freunde dir RegierunaSvor« läge immer die Sache darstellen, ja, warum können die Regierungen dann nicht diesen kleine« Schritt thun, um der Reichstagsmehrheit, die ihnen schon so weit entgsgengekomme« ist, auch ihrerseits ein, wenn auch noch so geringes, Ent­gegenkommen zu beweisen? Herr v. Bülow hat auch am Montag in dem Schwanengesang, de« er der Regierungsvorlage widmete, wieder versichert, mit den Zollsätzen der Kommission ließen sich keine Handelsverträge machen. Bei nur 50 Psg. Differenz! Wen« dies richtig ist, dann haben unseres Erachtens dir Gegner des Regierungsentwurfs auf der Linken ebenfalls Recht, wenn fie behaupten, auch mit den Mindestsätzen der Regierungsvorlage ließen fich keine Handelsverträge abschließen. Der Pester Lloyd", der bekanntlich Ser ungarischen Regierung nahesteht, bestätigt das Letztere sogar ausdrücklich!

Nun wollen mir dieser Erklä'unz all-roings keine« großen Werth beilegt:«, denn da - Aus- ihm«B

Roman von Paul vom Wildbach.

89 ------(Nachdruck verboten.)

Der Arzt ließ vorläufig keine weitere Unter­haltung mehr zu. Er nahm nochmals eine Unter­suchung vor uni setzte sich dann neben dem Bette nieder, um den Schlaf, in welchen der Kranke alsbald wieder verfiel, selbst zu überwachen.

Es dauerte eine Viertelstunde, bis der Graf die Angen wieder ausschlug und nach seiner Gattin und zugleich nach Pater B-nediktuS verlangte.

Er erinnerte fich also noch der früheren Vor­gänge, und der Empfang der Gattin »ar diesmal ein anderer. Auch den Priester begrüßte er mit Freundlichkeit.

Der selbe hatte schon, als der Graf noch ein Jürg'ing war, deffen Vertrauen beseffen; nur in den letzten Jahre« war da» freundschaftliche Ver- hältniß erkaltet. Doch «ach der Aussöhnung mit der Gattin schien der Friede wieder in die Brust de» Kranken eingezogen, und Frieden wollte er auch haben mit seinem Golt.

Nach der ersten Begrüßung de« Pater« ent­fernte die Gräfin sich stillschweigend, bi« Bene- diktur sie wieder hereinrief. Der Priester selbst fuhr dann nach seinem Klösterlein zurück, um das zu holen, was da« letzte, größte Glück de« Christen auf dieser Pilgerreise ist.

Sine Stunde später hatte der Graf die letzte Wegzehrung empfangen, sein Pu!» ward schwächer und schwächer, die Zeiträume, in welche« er bte

land wird fich natürlich hüten, schon jetzt zu sag»«, daß eS die vom Deutsche« Reich ge- forderte« landwtrthschaftltchen Zollsätze fich ge­fallen laffe« wolle. Aber daun haben bhjemgen ausläudtsche« Stimmen, welche fich ähulich gegen die «ommifftombefchlüffr vernehmen keßer, ebensowenig imponireude Kraft. Ma« weiß nicht, von welcher Art di« Informationen find, aus welche fich Graf Bülow stützt, wenn er wieder und wieder versichert, die Zollsätze der Kommiffio«, die nunmehr auch die Billigung des Plenums gefunden haben, würden vom Auslande zmückgewiese« werden. Graf Bülow hat zwar erklärt, daß keinerlei Verhandlungen mit dem Auslasd stattgefunden hätten, aber ma« braucht ja nicht an förmlicheVerhandlungen* zu besten. Daß aber irgendwie Graf Bülow Fühlung genommen hat mit den ausländischen Ministerien, das ist doch kaum zu bestreiten. Woher sollte er sonst seine Kenntntß von der Höchstgrenze habe«, bis zu welcher daS Ausland zu Zugeständnissen veranlaßt werde« kann?

D- r R?ich«k.lnzlrr muß doch einen sehr starken Grund haben, ein unüberwindliche» Hinder­niß vcr sich sehen, wenn er, wie es heute ge» schien ist, mit aller Schärfe erklären kann: Höuer und weiter können wir mit Mindest­sätzen nicht gehen, daher stnd auch die Kommis- sionsbeschlüffe für unsin jedem Etadn-m unannehmbar" Also auch in der dritte» Lesung! Dämit ist dann freilich, wenn nicht sehr große Theile der Mehrheit fich entschlichen, das Beispiel der N-tionalltberalen zu befolgen, das Schicksal de» Zolltarifs endgiltig be- siegelt. Rrchls aber deutet darauf hi«, daß in »er Mehrheit irgendwo auch nur die geringste NMung bestände, dir eigene Einsicht von den Ersordernisftn der Landwiithschast demhöhere» Maaße von Autorität", das Graf Bülow hier für die R«gieru»ge« i« Anspruch nahm, unienuotbEen. Immerhin muß man auch sitzt roch sagen, d-'si eine Verftä-rdirMg zwischen be« verbündeten Regierungen und den M^.rhetts- parteren sehr erwünscht märe. Eine so che her- deizusührrn, dürfte doch nicht allzu s «er fein, w-nn auf beiden Seite« der W.lle >azv vor- harchen ist. Ncht al-zu tragisch wi> - man im Lande de« Schreck - Ruf deS R.r; tzkanzlers hisnehmen: Sir werden keinen Rc:^''kai«zler mehr finde«, der für die Landwvthfchafl soviel zu thun gewUi ist!?

Ans diese Fragen kann doch wohl jeder ganz nach B-lieben mit Ja wir mit Nein antworten. Das ist Stimmungsmache, aber das sind keine Gründe. Wie wenig Eindruck damit erzielt wird, beweift die starke Mehrheit der KommiffionSbeschlüffe, die fich bei Weizen dann noch in brme kenswerthsr Weift euf benähe 50 steigerte. Dagegen sind die Stimm en zahlen, die fich auf die wettrrzrhrnden Forderungen be­sonders des Bundes der Lavdwrrthe vereinigen, licht gering. D ese Anträge fi*d, mögen heute auch verschiedene Wortführer des Bundes dies roch einmal geleugnet heben, eine Demonstration, und noch dazu eine recht wirkungslose. Mit 44 gegenüber 289 Stimmen kann man Niemand imponiren.

Berlin, 31. Oktober 1902.

+ Der Allg. Alickert Hai einen leichte« Schlaganfall erlitten, der zwar, wie man sagt, nicht daS Schlimmste befürchten läßt, aber bei seinem Alter und seiner geschwächten Gesund­heit doch bedenklich ist.

* Aar Irage der Zlläam««» »o» Kchaag |»i schreibt die Nordd. Allgem. Zig.' vff z'ör: Die Frage der Räumung von Schanghai ist in Anbetracht der im Aingtsebecken sitzt herrschenden Ruhe neuerdsi.gs unter den beteiligten Mächten erwogen worden. Von einet Seite ist öorge- schlagen, daß die Räumung mit der Maßgabe erfolgen soll, ersten«, daß sie gleichzeitig und gleichmäßig seitens aller Betheiligten auf Grund vorheriger Vereinbarung fich vollzieht, zweitens, daß eine spätere Wtederbesttzung ooa Schanghai durch eine Macht auch anderen Mächte» die gleiche Brsugniß geben würde. Um der letzteren, immerhin bedenklichen Eventualität nach Mög­lichkeit vorzubeugen, hat die deutsche Regierung zu Punkt 2 den ErMzungSvorschlaa gemacht, daß China fich ausdrücklich verpflichte, am Nangtsre keiner Macht militärische oder sonstige gegen de« Grundsatz der offenen Thür ver- stoß-r-be Bondervortheile einzuräume«. Die chinesische Regierung hat ihre Bereitwilligkeit, aus diese Bedingungen einzugeyen. bereits erklärt.

* Zur Au1schStzigu«»»kr«se der Kehrer Sei LtreivlehrerK»«fere«ze». Da die zu Entschäsigunge« für die Thrilnahme en amt­lichen Kretslehrerkonferrnzen verfügbaren Mittel nach den bei -ihrer Einstellung in den Staats- haushaltketat r?tr offenen Abmachungen aus- schließlich für die an öffentliche« Volks- chulen äugest llten Lehrpersonen bestimmt find, so dürfen av* diesem Fonds «ach einer vom KirltuSMiniftsr unter« 22. September 1902 ge- troffenen Verfü ang den an mittlere^ Schulen arrgestellten Lrr-prsonen E^tschädigur'g'n nicht gewährt werde«. Gleichzeitig hat der Minister auch bestimmt, daß Lehrpersonen a* Mittel- schulen von der Verpflichtung zur Thrilsahme an den kkrrislehrerkonferenzrn entbunden sind, wenn ihnen dadurch besondere Kosten erwachsen würden.

Di- Aatzr der Mehrer **b F-Hreritme«, die an den öffentlichen Volksschulen Preußens im Jahre 1901 endgiltig angrstcllt waren und mehr als vier Jahre im öffentlichen Schuldienst standen, betrug nach der ,Statist. Äori/ 72,912, davon 32,314 in den Mädtrn, 40,598 auf dem Lande. Das burckschnk icke Aesammteinkommen betrug 2023 Mk, in den Träten 2285 Mk., auf dem Lande 1815 Mk Nur für die VolkSschullehrer mit Ausnahme der Rektoren, der Haupilehrer und der Lehrerirren ergibt fich ei« Durchschnitts­einkommen von 1993 Mk., in den Städten von 2320 Mk , auf dem Lande von 1786 Mk. Auf je 9 von ihnen kommt im ganzen Staat ein Rektor oder Houptlehrer mit dem Durchschnitts­einkommen von 3051 Mk., in den Städten schon

auf je 7 mit einem Durch chnittSeinkommen von 3491 Mk., auf dem Lande erst auf je 11 mit 2601 Mk. Durchschnittseinkommen.

Parlamentarische Rachrichte«.

+ Von den Verhandlungen im Aeichvtag- tst außer den im Leitartikel diese« Blatte» be­handelten Punkten nur noch hervorzuheben, daß der 6entrum«rebner Abg. Herold, der bekannt­lich in der ganzen Zolltarisftage eine hervorragende Stellung eingenommen hat, in recht glücklicher Weise die bündlerische Demonstration auf ihren wahren Werth zurückführte. Im Uebrigen galt da« Jiiteresse dieser Sitzung nur der Entscheidung, den Abstimmungen. Diese vollzoren fich aber auch so, wie fie erwartet wurden. Besonder« zu vermerken ist wohl nur die Absplitterung einiger agrarischer Rationalliberalen, die für den Antrag Heim und dann auch für die Kommisfionrbeschlüfft stimmten. Einzelne wie Fchr. v. Heyl und Sieg hielten fich fern. Das ist nun dieoewundernswetthe Uebereinstimmung", die nach einem vielbslachten Worte des bayerischen nationalliberslen Führer« Wagner in E senach er­zielt würbe! Die Elsaß-Lothringer und die Deuts chhannoveraner stimmten gegen die Kommisfiosebeschlüsse; fie standen auf dem Boden der Regierungsvorlage, die glatt unter den Tisch fiel. Von den Konservativen stimmten nur wenige, 6 bi« 10, gegen den Antrag Wangen­heim, unter den Fraktionslosen Fürst Bismarck, der sich somit zu den KoMMisstonrbeschli ssen be­kannte. Da« Eentrum stimmte geschlossn für die Kommisfionibeschlüsse, nur fünf Centrums- abgeordnete (M ü l l e r F u l d a, Cohen Sly, Au -angel, Schmitt-Mainz und Graf Konrad o. Preyfing) enthielten fich der Abstimmung. Die Würfel stnd nun gefallen. Die folgenden Abstimmungen über Gerste und Hafer werden kein andere« Bild ergeben. Gerade die Gerste wird eher dis D ffererz zwischen Bandesrath und Reichstag noch größer erscheinen losten. Für die Bayern, die mit Recht großen Werth auf einen ausreichenden Gerstenzoll legen, wird Abg. Gerstenberger sprechen. Wa» dann geschehen wird, ob die Vorlage zurückgezogen oder der Reichstag auf» gelöst oder emfach weiterbervthen wird, davon hat Graf Bülow nicht« verrathen. Er weiß es viel­leicht selbst noch ytcht . . .

* Wie ost im Ikeich-tas- das Wort ergriffen worden ist von den einzeu-e« Rednern innerhalb der am 14. November 1900 begonnenen und am 11. Juni 1902 abgebrochenen Reichs- tagssesfio«, hat die »Deutsche Tazesztg.' ausge­rechnet nach dem jetzt erschienenen amtlichen Ge- sammtregister. Das Verzetchniß zählt diejenigen Redner auf, die mehr alS 25 mal innerhalb dieser 192 Plenarfitzungen daS Wort ergriffen Haden, lieber 100 mal haben das Wort er­griffen dir Freisinnigen: Richter (123) und Dr. Müllec Saga« (113). Mehr als 50 mal, aber weniger als 100 mal habe« gesprochen der Konservative De. Ortet (67); die Freckonser- vatioen Dr. Arendt (62), Gamp (61), v. Kar- dorff (58), Dr. Stockmann (50); die C;n- rrumsadgeordnete»: Kirsch (78), Dr. Bachem (67), Dr. Spahn (67). Prinz oon Urenberg (59); die Ratio-Mb-rale«: Dr. Paasche (74). Baffer-

Gräfin, daß auf den Ostmail'schen Gütern gar Manche« ander« zu ordnen fein, und dabei nach faßte fie den heroifchrn Entschluß, dw ch eineWohl- th-t im großen Stile da« Anrenke» ihre« ent­schlafenen Garten in besonderer Weift zu ehren.

Freilich, wie fie die« alles ins Werk setzen sollte, war ihr noch keimswrg» klar. Sie selbst wußte sich nur allzu unerfahren in Geldgeschäften, und zu dem gegenwärtigen Oberrentmeister Finding bette fie gar kein Zutrauen.

Da kam ihr Hilft, als fie e» am wenigsten erwartete. ...... ,

Als «ach den Bei'-Hangs - Feierlichkeiten in langem Zuze alle Theilnehmer der Gräfin ihr Beileid ausdrückten: erst die Btan'.eSgenoffen und Freunde, fea«n auch die Beamte» und die Timer- schuft, da blickte die Gräfin plötzlich in die treuen SugeH ihres ehemaligen R'ntmeistrrs Ejrbach, Freilich hatte ihm seiner Z-tt die krä lende «nt- laffang durch den Grasen recht weh gethan, aber seinem e Hk maligen Herrn etwas nachUageu, vaS orrmochls die biedere Seele niemals. Als j tzt dir traurige Wrnduns eingetreten war, da harte er keinen Augenblick gezögert, dem Verstorbenen die Ehre zu erzeigen, za welcher et sich ve-pfl ch- tet hielt.

Der Gräfin ring es beim Anblick dks alten Rentmeisters durch die Seele wie eine Erleuchtung von oben, und sobald die Trauer-Feimlichkrite« beendet waren, sandte fir. ihm einige Zstle», in

Ja, ich bin überzeugt, daß ich mich auf Sie verlaffen kann. Die erschütternden Ereigniste der letzten Tage haben mir den Gedank-n nahe ge­legt, daß ich zum Andenken meine« seligen Gatten eigentlich etwa« thun sollie, wa» allen den braven Menschen zu Gute tarne, die in unfein Diensten stehen oder sonst von uns abhängig sind, besonder» auch unfern Pächtern. Lüder aber muß ich fasen, daß ich dem gegenwärtigen Rentmeister, em fo vorzüglicher Beamter er euch fein mag, nicht so ns he stehe, daß ich meinen Plan zuerst ihm an­vertrauen wollte; auch sürch'e ich, daß ich da» richtige Verständniß für meine Ideen bei ihm nicht finden möchte. Deshalb dachte ich, ich wollte mir zunächst selbst einen gründlichen Emblick in

ihm auS den Sag«, als er ihre Hand küßte, die fir ihm fteuablidb eutzegevstrkckte.

Sie wollte ihm ei« Wort sagen wegen der Zurücksetzung, welche er einst erfahren hatte, aber davon wollte er nichts wiffen:Es war ja nur recht und billig, daß ich weichen mußte, wenn meine alten Gewohnheiten fich den Irren des selige« Herrn nicht mehr ar paffen konnten."

dann Nollen wir es vorüber fm lassen," sagte oic Gräfir.Wir sijtd ja alle Mensche», die irren können usb aus Me Barmherzigkeit des Allerhöchsten angkwiesen stob. Doch um was ich Sie biitm wollte: Ich möchte mir Ihren Rath hole», d. h. »T in "Me mir einen Liebesdienst noch leisten wollm.nn..."

Frau Gräfin wissen, daß meine Dienste zur Verfügung stehen brs zum letzten Achemzuge," erwiderte er.

welchen fie um eine Unterredung bJ.

Es verstand fich von selbst, daß der die treue Diener noch an demselben Nachmittage sich bei ..... .

ihr melden ließ, u.»o die Hellen ThrSnen tainea | d e Verhältnisse oelschasftn, um dann selbständig

l lll .......im iWgMBgaM

Augen offen halten konnte, wurden immer kürzer, aber ein selige» Lächeln lag in seinem brechenden Blick.

Um Mitternacht stockte plötzlich der Athem, und der Pul« blieb aus der Kranke war an dem inneren Verblutungen gestorben, wie der Arzt er vorhergesagt hatte.

Eanitätsrath Roihbill hat!« mit der Gräfin ausgcharrt, bi« Alle« vorbei war, jetzt aber drängte er zum Ausbruch. Die Gräfin wünschte die Leiche nicht zu verleffev, allein der Arzt war in seinen Anordnungen unerbittlich.

Sie haben noch andere«Pflichten," sagte er. Der alte Diener mag vorerst dableiben als Todtenwache, bi» die Überführung stattfinden kann."

So ging denn der kleine Zug in tiefer Nacht wieder zurück, so traurig, wie er vor einigen Stunden gekommen;-und doch herrschte bei Allen ein Friede im Herzen, den diese Welt nicht geben kann, sondern nur die Hoffnung de» Christen, die über Tod und Grab hi«au» währt.

19. Kapitel.

Die Abrechnung.

E« «ar eine gewaltig; Last, welche da plötz­lich auf den zarten Schultern der Gräfin Ostmark lag.

Die Trauerfeierlichkesten für den v-rstmbenen Griten gingen zwar nach den in diesen Kreisen feststehenoen Regeln von Statten. A'er nun kamen die Schwierigkeiten der mit dem Löwen- thal'schen Hause bestehenden Verbindlichkeiten und heischten dringend ih-e Lösung. Ferner wußte die