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Juköa, Dienstag, den 7. Oktober 1902.
29. Jahrgang.
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Am 12. Mai Wird dann gemeldet: „Herr Pfarrer Helfrich, welcher sich eben im Gs- fänjnrffe bifbbet, wurde am 9. d. abermals zu 3 Thlr. Strafe bezw. 1 Tag Gefängmtz wegen einer „gesetzwidrigen" Amtssenichtung verurthritt. Die Verurlheilung geschah durch hiesiger Amtsgericht II, welches früher bekanntlich in gleiche» Fällen freisprechend entschieden hatte."
Am 17. Mas berichtet dann die ,Fuld. Zig/ über die Haftentlassung des Herr« Pfarrer- Helfrich wie felgt: „Schon eine halbe Stunde vor 4 Uhr hatte sich die hiesige Schutzmann Schaft vor dem Gefängnisse eingesteüt und harrte trotz des heftige« Regens der theilnehme«de« Menge, welche indessen in de« Häuser« der angrenzende« Straße« gegen das «affe Element Schutz gesucht
hatte. Auch Herr Landrath Cornelius war a« dem Platze erschiene«, e«tfer«te sich aber bal4 wieder, um die für gewisse Esevtualitäie« in der Kaserne konfignirte 12. Kompagnie abzubrstellen. Das Vaterland war auch wirklich fitzt «och nicht in Erfahr. Dafür sorgte vollends die Weisheit des Herr« Staatsanwaltes Mackrldey, und die wahrhaft staunenswerthe Gutmüihigkeit des Kutschers, welcher bestellt war, de« hochw. Gefangenen an der Gefängnißpforte abzuholkr«. Dem Kutscher war nämlich von dem genannten vorsichtige« Herru bedeutet worden, er möge etwa? weiter die Straße hinauf fahre«, welchen Win? jeurr als Befehl gütigst resprktirte. Dadurch Lmdr der Herr Pfarrer genölhizt, mit seinem Begleiter, Herr» ReMer Schäfer ans Dipperz, ungefähr 100 Schritte weiter zu gehe«, was ihm als einem aus der Haft Entlassenen überhaupt nicht und bei dem hersbströ-m^dznRegen ohnedies schon aus Humanitäts-Rücksichten schwerlich zugemuthet werden konnte. Doch die Sache sollte wieder ausgeglichen werden. Um von seinem Rechte Gebrauch zu machen oder vielleicht auch um «och einen Blick zu werft« auf dass, Amtsgrfängniß, das ihm 10 Lage lang als mai- gesetzliches Obdacht gedient hatte, ließ Herr Pfarrer Helfrich dis Straße zurückfahrrn und vor dem Amlsgerichtsgebäuds in jene Straßen einbiegen, durch welche er bei seiner Abführung in das Sesänguiß «ach zweistündigem Marsche zu Fuß grkommeK war. Hier umringte eins große Menge den Wagen und von de» Fenstern aus bezeich«eten viele durch TücherschwrnkM und Bouquets - Ueberreiche« dem Vorüberfahrenden ihre lebhafte Theilnahme. Di« Volksmenge vermehrte sich durch großes Zuströmen aus de» ein- laufende» Straße«, und es begleitete« so Tausende von Menschen bei dem noch immer strömenden Dgen den Wagen in der größte» Ordnung. An Stelle der weißgekleideten Junfrauen umgaben diesmal die weiß-schwarz dekorirten Schutzleute untrr Führung des Polizei-Kommissars Fink de« Wagen und machten vielfach Mi -e, die Frauen von dem BouquetZ-Urdcrreich-n abM, halten. Wer ihnen und namentlich auch dem Pedell;« des Staatsanwalts das Recht gegeben, so nahe hinter und neben dem Waxen, des aus freien Fuß ges tzten Herrn zu gehen, ist u«s »icht erfindlich. Jedenfalls aber dürfte es zweifelhaft erscheinen, ob der Wachtmeister Davenne seiner Instruktion gemäß gehandelt, wen» er am Ausgangs der Prterszoffr eine schwache Frau, die ein Bouquet überreicht heckte, vom Wagen weg i« die Volksmenge geschleudert Hst. Urberhavpi wurde bei dieser, wie bei den vorZusgegaußenen Ovationen bemerkt,wie vortheilhaftsich die gleichfalls kommandirte G e n d a r m e r i e sich vor den hiefigm Schutzleuten durch ihr humanes Ausführe« der Instruktion suZgezrichkrt, und dürfte der von
Allein die Verhältnisse änderten fick von Grund aus'; was der Zar für das monarchische Frankreich getha» hätte, da« durfte da§ revo- lutionäre, republikanische nicht von ihm erwartrs. Es gelang Fleury aber durchzus.tze«, daß das Petersburger Kabi«et der preußischen R^iemng ^eth, die Pourparlers mit dem französische« Minister des Arußer« zu beginnen. Die Zusammenkunft wurde bewilligt, verlief aber ergeb, nißlos. Da der Zar sah, daß seine Intervention fruchtlos gewesen, zog er sich «unmehr vorläufig zurück. Auch das persönliche Erscheinen Thiers'
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eiLL liebende Schwester des Heimkehrer den hoch, würdigen Bruders harrte. Mit Thräne« in de« Auge» dankte der Herr Pfarrer für alle Beweise der Liebe, die ihm feine Pfarrgemrinds an diesem Tage erwiese« habe. Noch ei» stürmisches Hoch und der Herr Pfarrer verabschiedete fick, um nac; der Aufregung des Tages sich zurückzuzieheu. — Wir wollen nicht unerwähnt lassen, daß auch von Seiten der Dompfarr - Gemeinde Herrn Pfarrer H-'frich in NLerkr««ung seiner Verdirnsts um Lirs.che als früher?« Domtapla» ein ansehnliches P as.?L mit Begleitschreiben überreicht wurde."
1, ' (Fortsetznng folgt.)
Historisches aus dem Jahre 1870»
Auf Haltung Rußlands während des ditsch.französische» Krieges wirft ei« sceb. » erschienenes Buch (Fraslreich und Ruß> lan's im Jahr« 1870) nach der? Irrfzeichnungen des Generals Fleury nmrZ Licht. Nach einem Auszuge der ,Voff. Ztg/ g-ht ans den Lufzeich- «ungm hervor, daß Rnßland in de« erst?« Wochen des deutsch französischen Zerwürfnff s darauf ürstand, daß Oesterreich-Ungar» sich strer-g neutml verhalte. Die Schlag auf Schlag einander folgenden Sieg? der deutsche« Herrs in den ersten AugustwscheA riefen jedoch auch in Rußland Bedenken hervor und Graf Fleu»y glaubte de» Augenblick zu einem Versuche gekommen, Rußland der österrriLisch-ungarisLe: Monarchie zu nähern; tr. gab ia rimm Imme- diatberichte vom 14. August 1870 seiner bestimmten UrberzkNZuug Ausdruck, daß Rußland nichts gegen eine Einmischung Oesterreich U-garr.s einwende« werde, wen» der Graf Beust die um» zwüdeut^e Erklärung abgebm würdk, daß er die polnische« Aspirationen nicht ermirthigeu werde.
In diesem Falls würds derKaist.MltxWderll. aus seiner Neutralität «icht hrraustreten und trotz seiner persönliche» Netgungr« .$&■ Preuße» die nationale Politik seines Landes verfolgen, dir sich immrv,entschiedener gexm Preuße» erklärt. Der österreichisch-ungarische Botschafter in St. P.-terkburg, der Gras Ciotrk, begab sich, am 14 Auxust 1870 nach Wien, um de« Kaiser Franz Joseph u«d de» Grafs» Beust für diese Politik zu gewinnen; allein er fmte den Kaiser Alrxander II, für den Vorschlag des Kaisers Franz Joseph, eine bewaffnete Haltung auf dem Boden eines gemeinsame« Eir-verstäudniffrs ein- zuneh^SÄ, nicht grwftneu; der Zar war vo« drm Prinzip, Oesterreich nicht aus der strikteste« Neutralität heraustrete« zu lasse«, nicht abzu- bringen.
In der Nummer vom 7. Mai 1874 brachte - die .Fuldaer Zeitung' folgende« Bericht:
„Fulda, 5. Mai, So sitzen denn die beiden ersten Opfer der Maigssetze aus unserer Diözese . im Gefängniffe! — Die Verhaftung des Herr« Domkoplan Weber durch den Gerichtsdimer Ritzel vollzog sich gestern (Montag) Nachmittag um 3 Uhr ganz unbemerkt und geräuschlos. Auf i die Aufforderung des Gerichtsdieners, ihm zu folgen, protestirte Herr Weber und erklärte, er weiche nur der Gewalt, und erst als der Ge- richtsdirnrr, selbst sichtlich ergriffen und mit innerem Widerstreben, Gewalt anwandte, zeigte er sich bereit, mitzugehen. Einer der 4 an- wesenden Geistlichen näherte sich, ihm, wünschte ihm Glück, daß er der erste in der Diözese sei, der für die Kirche zu leiden berufe« sei und ermunterte ihn zum geduldigen Ausharren. Nach erneuertem Proteste gegen die ihm anarthane Gewalt folgte Herr Weber dem Gerichtsdiener ins G-fängnH (Amtsgerichtsgebäude) von drei Geistliche« begleitet. Hier wird er bis zum Donnerstag Nachmittag (ca. 4 Uhr) bleiben müssen. Am Abende desselben Tages, nachdem sich die Kunde in der Stadt verbreitet hatte, hörte man in der Nähe des Amtsgerichtsgebäudes schallende Höchs, von kräftigen Männerstimmen ausgebracht, und den G-sang mehrstimmiger Lieder, — sie drangen hinüber ans Ohr des Gefangenen und gaben von dem Interesse Zeugniß, das man für ihn hege und für die von ihm vertretene Sache. — Die Kost erhält Herr Weber aus dem Dompfarrhaufe.
Heute (Dienstag) Nachmittag, kurz vor 5 Uhr, führte man abermals einen Priester durch die Straßen unserer Stadt, begleitet von 16 Männern vom Laude: es war Herr Pfarrer Helfrich von Dipprrz. Die ganze Gewinde Dipperz, so viele i« der Eile eben abkomme« formten, hatten ihrem geliebten Seelsorger das Ehrengeleits bis Böckels gegeben und den Rosenkranz dabei untrr Weinen und Schluchzen gebetet. Hier trennte« sie sich auf die Aufforderung des GerichtZdieners hin von ihrem Pfarrer. Jene 16 Männer aber waren ihm auf dem ganze» Wege, 2 Stunden weit bis in die Stadt gefolgt. Rasch schloffen sich ihnen innerhalb der Stadt noch Andere en, und bis man zum Gefängniffe kam, hatte sich bereits eine beträchtliche Menge Volkes ange« sammelt. Nicht die geringste Unordnung oder Störung fiel vor, aber begeisterte Hochs auf Herrn Pfarrer Helfrich, welcher etwas au- gegriffen aussah, drangen zum Himmel empor, und als er nach ausgesprochenem Danke in der Thüre des AmtsgerichtsgebLubes verschwand und seine trsue» Pfarrkinder noch einmal ihn hochleben ließe», da wurde manche Thräne geweint, aber auch manchs Asußrrung des Unwillens, die schon auf de« Lippen schwebte, gewaltsam nieder- gekämpft. Viele mochten in diesem AuM-blickr an gewiffe Verbrechen gedacht habe», die zum Himmel um Rachr rufe», von denen man jedoch weder spricht noch schreibt; aber die beiden Gefangenen brachte sicher Niemand damit in Verbindung. — Herr Pfarrer Helfrich muß brkaMtlich 10 Tage im G-fäng- «iffe verbleiben. Die Kost stellt er sich selbst bezw. H^rr Dompfarrer hat die Sorge dasü. gleichfalls übernommen, und um ihn der Noch- Wendigkeit zu enthebe«, die Nacht auf drm Stroh, sacke u schlaft«, hat ihm ein Wohlthöter heute Abend »och ein Bett zugestellt. Am Lberrde halten sich vor dem AmtSgrrichtsgebäude und hinter demselben in dem Garten viele hiesipe Einwohner eingefunden; sie sanken religiöse Lieder. Polizei und Gendarmen, bemüht, die Menge zu zerstreuen, hatten keinerlei Veranlassung, i« ernsterer Weise vorzu^hen, und eS verlief der Abend ungestört."
Inzwischen «rar die Lage Frankreichs immer mißlicher geworden; man hegte bereits die i sorgviß, der Sieger werde den Frieden nur um drn Preis der Abtretung sranzösischen Gebietes schließe« wollen; um dies abzuweuden, suchte die frarrzöfischr Regierung durch ihre» Botschafter des Zaren und der Fürsten Gortschakow dadurch zu ewer Intervention zu bestimmen, daß fft erkläre« ließ, Frankreich werde «icht eher die W-ff «ied rlegen, bis es nicht die Integrität fdm Bodens gesichert habe. Thatsächlich er- klärt-! Gortschakow dem Grafen Flemy klipp und klar, daß der Zar unter keinen Umständen einem Frieden zustimmen «erde, der eine Er- »iedrigu«g Frankreichs und »ine Verringerung srines Territoriums im Gefolge habe« könnte. Der Zar selbst bemerkte dem G afe« Flemy rirrige Tage später (am 29. Aikgnst), daß er dem slönrgr vo« Preußen in einem Briefe zu vrrstshrn gecrbsn Habs, daß- falls Frankreich vollständig bisirgt wäre, ti« Friedcnslchluß, der auf einer ErniedrigusZ des besi-gte« Landes beruhen würde, bloß ei« WaffensüllftaLd wäre, und daß ei« olchrr Waffss.stillstand für ganz Europa gefähr- ich fein müßte. Der König habe eine befriedigrndr Rstsisort darauf Zkgkbrn, jedoch auf die große Bchwierigkeit hingrwiefen, den Verzicht auf wen Theil der eroberte« Provinzen in Deutschland durchzufetzen. »Nach einem Jsee-rauStausch and einem energischen Protest dagege» meinerssits bestaub der Zar «icht weiter darauf. Sichtlich ergriffen durch meine Worte, antwortete er mir mit einer gewiffen Wärme, daß er meins Mei- nung ttzsift, und daß er im gegebenen Momente laut und vernehmlich zu spreche« wissen werde, wLN« es röthig sein sollte."
letzteren seht nachdrücklich grzrigtr „Eifer" «icht geeignet sei«, die hirsix-e Etadibehörde bei einer künftige« yebernahme der Polizei auch zur lieber, «ahme gewisser „Leute" geneigt zu machen. Noch in Gegenwart dieser ,,Eifrigen" wurde in der Nähe deS Ersenbahu.ViaduliS das erste längst vrrhaltinr „dreifache Hoch", das «ach dm sehr eilig ausgegrbette«, aber hoffentlich «och zu revi- direndr» Gtrafmasdate« iu der Stadt so Lheu-r komme« soll, von einer imposante» Volks- menge aller Stä«d' cif Herr« Helfrich gerufen. Und nun wollte das Hochrufs« k-i« Ende nehmen. An dun Felst kcher des Herrn Kircher wurde der Wägen von Fuldaer Bürgern festlich bekränzt, und «och viele Bouquets überreicht. Hier dränzteu sich außer bett Vornehmen auch siele atme Lrrrrs aus Fulda hmzu, d?e mit lauter Stimme den Herrn Pfarrer als ihrr-r früheren Wohllhäter und T östrr mit Thräne« in der; Bugen begrüßten. In herzlichen Worten dankte der Herr Pfarrer für die bezeigte Theiluahme. Noch eine weite Strecke Weges )£gleitst$a die Fuldaer den Wagen, während der Negerr immer noch andauerte. U^ter stürmischem Hoch empfinge« i« dir Nähe des Schröders. Häuschens ungesähr tausend ßasblme aus Dipperz uud Umgebung, neun Vorreiter an ihrer Spitze, ihren heimkehrenden Herrn Pfarrer. Die gute» Leuts aus Dipperz hatten wirklich große Opfer an diesem Tags gebracht. Eine große Anzahl JünßWgs und Männer waren bei d:m hestigeN Regen bis ifl ble Stadl e«tgege»§eeilt, «n dem geranntr« Orte war eine andere größere Tbtheilur-z erschs
Gemei«de Böckels hatten sich die übrigen Männer und Frauen aus der Pfarrei Dipperz ringe« fusde«. I« Pfarrdorfe Dipperz angelangt begab sich der Zug «ach der Kirche. Bor dem Ei«, gange empfinge« zwölf festlich gekleidete Jung- ftauen ihre« Herrn Pfarrer mit einem große«
überreichten ihm ei« prächtiges Del» b' d. Nachdem i« der Kirche das „Großer Gott wir lob-n dich" gesungen, sing es durch eise Alles so« d cht «ufgestellten Slates (Maigesetz?!) n«ch dem gleichfalls geschmückte« Pfarrhause, wo
* Aus S»erdrups KrteSuiffe«. In einem Drahtberich t, den Soerdrup mm Stavas-er auS an .Aften» poften' in Christienia zefandt hat, beschreibt er EI les« wtetelen« alS ei« herrliches Land, das das reichste Jagdgebiet abgibt. Im Sammer blumenbedeckt, schön und abmechselungkreich, und die Sunde in der Rrgel im Sommer affen. Daz« eine gesunde Luft und eine Vortreffliche Verpflegung, dir beide den GesundheitS- »ustand der Lente außzrordentlich »ünfliz beeinflußte«. „Ich bin überzeugt," sagt Sverdrup, „daß diese vier Jahre manche Jahre unserer Lebenszeit hinzugsfüzt haben und daß wir niemals frischer und stärker alS jetzt gewesen sind." S»erdrup ist ein stinger der linken ■ >anb durch,ebiffe« vau der Wölfin Eva, die einen Knochen verkehrt in dru HalZ bekommen hatte, wo er o fest saß, baß er mit der Hand hernuSgeholt werden mußte. Der Sealage Echei hat einige Zehen durch Er- rieren verloren. Im übrizen befinden sich alle Mitglieder der Fahrt in ausgezeichnetem »esundheitS- »ustand. Seit dem Lode des Arztes sprang bekanntlich Soerdrup mit seiner Heilkunst ein. Als sich der Ma- chinist Olfen einen Arm «wZrenkte, wagte ihn Sver- drup nicht zu chlorofarmircn, aber et gab dem Matrosen eine halbe Flasche Kagnak zu trinke«, bli er sinnlos betrunken war. Dann wurde der Arm et«eere»tt. Die !«nze wiffenschaftliche Lusbeute deS Everdrupschen LnternehmenS wird der Universität in Christiania zur Verfügung gestellt werden alS Lank für die Unter- lßtzn», deS Staates. ES find graße batanifche und aologischs Sammlungen gemacht worden. An der Westfeite-va« ElleSmereland find Pfianzenversteinerungen und Vraunkahlenlager gesunden werde«.
* Eine wunderbare Geschichte erzählt Talmeyr im ,€>oleir. Sie soll erklären, warum die Familie ■ >umb ert-Darrrignac noch immer daS Glück der Freiheit genießt. Präsident Loubet, so berichtet Talmeyr, hat immer eine große Verehrung für den ehemaligen
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iw PLtsrLbsrg konnte ca der zu errvartenbe« Hültung kg russischen KabiMs nichts ander». Als bis kirglische Negierung ivr Oktober 1870 . ^Ersuch machte, zu einem Einversiändniß mit RuKlasd behrfs Vorbsreitunsi des Friedens zu kommen, wtt «r Zac diesen Antrag ab, er schrieb jedoch dem Königs Wilhelm und empfahl lhm dis Annahm be$ Waffenstillstands indem der Hoffnung Ausdruck verlieh, dsß der FneRe« alsbals folßen werde; er rftlh dem Stcaäg ab, auf der Forderung territsrialsr Ab- ttttuage« zu bestehen, denn diese würde de« FriedenZschluß yrr-itkln. Damit schlichen die Berichte des Graft« Fleury.
□. Eine städtische Handelslehranstalt wird Ostern 1803 in Frankfurt a. M. er« öffnet. Nach b?-: LehtpISnen, die um« vorLieaen, soll dis Anstalt umfassen: drei A'chriluuxen für duZ mänsliche und Mei für das weibliche Geschlecht. Unter de« erst?-.en stcht die höhere Handelsschule oben an; sie ist für solche junzs Leute bestimmt, die nach ErlLngmg der Befähigung zum einjährige» Militärdienst vor ihrem EÄtritt in dis P^xis sich eins allseitige, den Anforderurrge« des modeM« Handels- Betriebes entspreche»^ fachliche Ausbildung er- werben Wgllr«. Die UntsrtiMdsuer umfaßt zwei Jahre. 23^ euch dr? Unterricht die All- grmeinblldwg- nicht unberücksichtigt läßt, so über- wiege« doch die FschgegeusiäÄe, und' darin ge. rade liegt die Gewähr, daß die Uhtbrilunz für die zukünftiZe kaufmännische Gen-ratloZ das leistet, was sie in Aussicht stellt, und was unser Kaufmannsstand in fetae.it Jnterrffe und dem des deutsche Handels braucht: eine qrüübliche theoretische berufliche Vorbildung.
Dir mittlere Handelsschule verfolgt das selbe Ziel, nuL in --ssschränkisrem Maße; sie will alle« de^jrAigm, die bisher von de: Real- schule aus fich dem Kaufmannsstsnd« widmen, neben der einjähriß-freiMMge« eine
geeignete AuZbildusrg sür ihre« zukÜLftigen Beruf gswährrn. Sie. umfaßt drei Kassen, dis der Tertia, Sikunda und Vrima der' Realschule est. spreche« und ist also im eigrutlichstes Sinne eise Realschule dsS KaufmannI oder Handels- realschule. Mr EiNtntt kan« sowM von einer höheren Lchranstalt, wie so« einer Mittel- oder Bürg-rich'^L (unter Voraussetzung btt er- forderlichen Kennlniß der frartzöstsch-n Sprache) aus erfolqe«.
Der Vorbereitunxf der Mädchen auf den kaufmärmischen Beruf dir«! die' einjährige Mädchenhandels schule, dis bei der Kürze der Nnterrichtsdauer i.u: Bchülertanep aufmhmen aun, welche eine entsprechende Vorbildu-ig durch Besuch der Mittelschule oder höheren Mädchen- chule erlangt haben.
Der höhere», mittlere« und ber Mädchen« Handelsschule kann sür unseren Ksiusmsnnsstanb eine BedeutuKA zr gesprochen werden, die weit über die Gren-eN Frankfuns hinaus geht; ein vorwiezend lokales Jntereffe dagezr« haben die Men HaZdel?sachschuleu für männliche und weibliche Lehrlinge und Gehilfe«.
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