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Fuldaer

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Jutöa, Mittwoch, den 24. September 1902.

M 220.

WkMpM nf das 4. Quartal 1902 der »Fuldaer Zeitung^werde« fort­während von alle« Postaustatten, La«d- briesträger« «nd vo« ««ferer Expedition (Harmonie) entgegengenomme«.

[] Eine schwere Krone.

lieber den an Enttäuschungen reichen Lebens­lauf der nun verstorbenen Königin von Bel­gien gibt ein Berliner Blatt folgendes ihm kürzlich aus Brüffel zugestelltes Stimmungßbild wieder: Grit dem 10. Dezember 1865 habe« König Leopold und Königin Maria Henriette den Thron inne. Der Köniz zäblt 67, die Königin 66 Jahre. Ei« rüstiger Sreis, wenngleich hinkend und augenleidend, theilt der König seine Zeit zwischen stets neuen Reisen und rechnerischer Arbeit, vo« welcher er Erholung in regelmäßigen Ausflügen nach Paris sucht: heute wohnt er in Larks«, morgen in Nizza, übermorgen in Ostende. Unterdeß ringt» vor langer Zeit schon gealtert, siech und gebrochen, fern von aller-, die ihrem Herzen am nächsten standen, Königin Maria Henriette mi einer Krankheit, die nicht vergibt. Heilung hoffen ihre Aerzte nicht mehr, hoffen nicht,mehr die wenigen Getreuen, die seit Jahren schon ihre Einsamkeit in Spa thüle« und Zeugen sind des schweren Kampfes, welchen die Willensstärke hohe Frau gegen die Grausamkeit und Tücke ihres Leidens führt. Lange, schwere Ohn­mächten gehörten zu de» Begleiterscheinungen ihrer Krankheit, und fast wie ein Wunder betrachtet es ihre Umgebung, wenn die Königin nach de» schwersten dieser Anfälle wieder zum Leben erwachte. So erklärte es sich, daß in jüngster Zeit mehrmals fälschlicher Weise die Meldung in« Land hinauseilen konnte, die Königin sei von ihrem Leiden erlöst. UeberS Jahr, 23, August 1903, wird es ei» halbe« Jahr­hundert, daß die jugendlich schöne Tochter aus dem Habsburger Hause dem Herzog vo» Brabant die Hand zum treuen Lebensbunde reichte und so die Anwartschaft auf den jüngsten aller Königs- throne erwarb. Welche Träume von Glück möge» da daS Herz des Kaiserkindes bewegt haben! Das Geschick hat mit rauhem Hauche die Träume zerblasrn. In der That: was eine Frau, was eine Mutter an herbem Lriden durchkosten, an grausame» Enttäuschungen erleben, an schweren

SchicksalSschläge» erdulden kann, daS Alles ist der Habsburgerin auf dem belgischen Königs­throne vom Schicksal beschiede» worden. Der erste Segen ihrer Ehe war ein Sohn: drei Töchter folgte«, alle schön, wie die Mutter. 29 Jahre alt, ward sie Königin. Vier Jahre später begann die Reihe der schwere» Schicksals­schläge, die ihr Dasein verbitterten; ihr einziger Doh» starb, »och nicht zehn Jahre alt, in Folge einer langwierigen Krankheit. In ihrem Schmerze maß die Königin ohne Grund sich selbstquälerisch die Schuld an der Erkran­kung ihres Sohnes bei, weil sie ihn einmal beim Spielen e-rschreckt habe. Sie suchte von da ab Zerstreuung im Reitsport, in welchem sie es in schon ihrer ungarischen H-imath zu einer außer- gewShnlichen Vollendung gebracht hatte. Die Töchter wuchsen Hera», u»d trotz der Abge- schloffenhett des HofeS wußte daS Volk gar Vieles über die immer größer werdende Entfremdung zwischen den köntgl. Satten zu erzählen. Diese Entfremdung ist seitdem bekanntlich bis zu ein em Grade gewachsen, daß der König und die Königin sich nur noch bei amtliche« feier lichenAnläs s en Seite an Seite zeigten, im Uebrigen aber nicht einmal mehr unter dem gleichen Dache wohnten. Seitdem die Königin in Spa sich niedergelaffen, besuchte der König sie allenfalls ein oder zweiMal im Jahre auf eine Stunde gelegent­lich ihres Namenstages oder eines Familienfestes. Das Schicksal der beide» ältere« Töchter, der Prinzessin Philipp von Sachsen-Koburg und der österreichischen Kr onprtnzessin Stephanie traf die königliche Mutter ebenso schwer wie der Verlust ihres einsige» Sohnes. Besonders die Prinzessin Stephanie war ihr ans Herz gewachsen, und während der König bekanntlich nicht in eine Wieder- verheirathung derselben mit dem Grafen Lcnyay einwilligen wollte und nach dieser Heirath seine Güterschenkung an den belgischen Staat unterzeichnete, blieb die Königin i» freundlichen Beziehungen zu ihrer zweite» Tochter, welche mit ihrem Vater gänzlich zerfalle» ist. D:e jüngste Tochter des Königspaares, Prinzessin Clementine, ist dem Vater gefolgt und begleitet denselben vielfach auf seinen Reisen; auch sie beschränkt ihre Begegnungen mit ihrer Mutter auf wenige Stunde» jährlich. In Spa und Umgebun'g hat die kranke alte Königin eine Popularität erlangt, welche die schöne, junge Fürstin sich in Brüffel nicht zu erwerben versucht hat. Käme heute oder morgen die gefürchtete schlimme Mel­dung, so würde eS in ganz Belgien allerwärtS heißen: „Die atme Königin!" In Spa und den umliegenden Ardennen-Dörfern aber würde kaum ei« Auge trocken bleiben.

Nu» hat die schwer geprüfte Königin ausge­rungen. Friede ihrer Asche!

Uermiscbtes

* Ein Arzt im Streite mit de« Herker». Dr. nteb. Johannes Rupertus Sulzberger (f 1640) zu Leip­zig hatte, rote die Frfg. Ztg.' berichtet, die Häute der Hingerichtete« und auf der Anatomie daselbst sezirten „atme* Sünder" seither abziehen und bei Gerbern ju- vereiten lassen. Da rongerten fich diese 1631 der ihnen wieder zugemutheten Arbeit »ihrer Ehren und «Uten NamenS" wegen Sulzberger befragte fich bei den kur­fürstlich fächfische» Schöppe«, und dies« antworteten, daß ein Verbrecher durch die ihm zuerkannte Todesstrafe allerdings anrüchig und ehrloS, doch nach erfolgter Voll­streckung derselben, der an dem Körper haftende Makel beseitigt werde und, da bas bonum publicum die Zu­richtung der Menschenhäute, „als welche zu vielen nütz­liche» Sachen gebraucht werden mögen", eS erfordere, so hätten dir gedachten Handwerker, bei Vermeidung des Gebrauchs obrigkeitlicher Zwangsmittel — nach »erbrachter anatomia — die Menschenhäute zu gerben.

* Ballast in der Philatelie. Auch beim Sam­meln muß man besonnen bleiven. Diese Lehre ist aus einem Vortrag zu ziehen, den auf dem deutsche« Brief­markensammlertag in Wien Herr Glaserwald-Gößnitz über den „Balast in der Philatelie" hielt. Er führte aus, daß ein Ballast vorhanden sei, mit dem man größere Bände füllen könne, als mit vollrorrthige» Postroerth- zeichen. Oft finde man die unglaublichsten Sachen alS Marken angeboten. Man habe verschiedene überseeische Marken neu drucken und eigens präpariren lasten und ste in Masten in den Handel gebracht. Einzelne waren mit den Buchstaben M. B. D. gestempelt; das sollte eigentlich he!ßen: „Man braucht Dumme!" (Große Heiterkeit.) Namentlich in England bestand eine ganze Industrie, die fich mit Fälschungen überseeischer Marken befaßte. Hunderttausende Marken trugen den Stempel: „Limo, 6. September», und kein Vernünftiger wird an- nehme« können, daß alle diese Marken an eitern Tage von Lima abgesendet wurden. Hier gibt es nur ein Mittel: Hinaus mit dem Ballast auS unsere» Samm­lungen, klären rott die Jugend auf, daß fie ihr Geld nicht für werthlose» Ballast verschwende.

• Amerikanische Student««, die fich m der Ferienzeit als Kellner die zum Studium nöthigen Mittel zu erwerben suchen, find in alle« vornehme« BadehotelS der Union zu finden. Wenn fie auch meistens sehr ungeschickt bedienen, so find die «äste doch gern bereit, sie zu unterstützen. Scho» längst ist es Mode geworden, am Schluß der Saison für die Kellner- Studenten eine Sammlung zu veranstalten, so daß die bedürftigen Musensühne nicht nur ihren Lohn, sondern ost noch recht ansehnliche Geldgeschenke mit nach Hause nehme« Doch in diesem Jahre wird viel darüber ge- klagt, daß die unberufenen Kellner den berufsmäßigen Kollegen in der Ergatterung und Erzwingung von Trinkgeldern den Rang abzulaufen bemüht seien. Die jungen fangen an, sich aus den Standpunkt zu stellen, daß sie ein Recht auf Unterstützung in Form von Trinkgeldern hätten, »er ihnen kein oder zu wenig Trinkgeld gegeben hat, den bedienen fie da» nächste Mal gar nicht, oder, wenn sie den Dienst nicht ver­weigern können, noch schechter, alS fie es ohnehin schon thun. Da ist es denn kein Wunder, wenn das ameri­kanische Badepublikum zu der Anficht kommt, daß Stu­denten, die im Sommer nichts anderes zu thu» roiffen, als Trinkgelder zu erpreffen, beffer thäten, ihr Studium ganz an den Nagel zu hängen und gewerbsmäßige Kellner zu werden. _ ,

* Auf die Araneuvernfe i« den Vereinigten Staaten werfe« jüngst veröffentlichte amtliche Angabe«

Zur WückkeHr des UokrrfaHrers Uecrry.

Peary'sche Nordpolar-Expedition de« in unserer Karte durch ei»e starke schwarze Linie seiner un­gefähre» Richtung nach dargestellten Verlauf ge­nommen. Selbstverständlich muß man »och ein­gehendere Nachrichten Über die Expedition ab- warte», um ein alle Einzelheiten enthaltende» Bild de« Verlauf« derselben entwerfe» zu können. Von seiner Winterstation am Kane-Sund im Nord- westen*Grönland«? hat Peary wiederholt« Vorstöße

tn« Polargebiet unternommen,sL»hne jedoch den Nordpol selbst zu erreichen.

Die Richtung der vo» Jackson unternommenen Expedition ist in unserer Karte durch eine dünne Strichlinie dürgestellt und diejenige von Svedrup durch eine starke Strichlinie. Svedrup ist fast gleichzeitig mit Peary zurückgekehrt, nachdem man seit Jahren nicht« mehr von ihm'gehört hatte, so daß man schon um sein Schtcksallbesorgt^war.

Wie in der ,Fuld. Zig.' schon mitgetheilt wurde, ist am 18. d. M. in Sydney auf der Cap Breton- Insel in Kanada der Polarforscher und amerikanische Marine-Leut­nant Peary an Bord seines Polar­schiffer „Windward" auf der Mck> reise wohlbehalten ange kommen. — Zwar hat Peary fein Ziel, den Nordpol zu betreten, nicht erreicht, jedoch hat er sehr wichtige wissen­schaftliche Entdeckungen gemacht.

Der Leutnant Peary ragt unter den Polarforschern insofern besonder« hervor, al« er nicht weniger als sechsmal größere Expe­ditionen nach Grönland und von dort in da« nördliche Polarmeer unternommen hat. Die Exp-di- tion, von der er heute zurückkehrt, ist die längste gewesen, da er über 4 Jahre in den Eis-Regionen ge­weilt hat.

Da« System, nach welchem Peary zum Nordpol allmählich und seiner Ansicht nach mit Sicher­heit vordringen wird, besteht darin, daß «r sein Ziel auf da» Sorg­fältigste durch Anlegung von Sta­tionen und etappenweise« Vor­dringen über Grönland und dessen Nordküste hinan«, zu erreichen sucht.

In unserer beistehenden Karte 'ist da« von Peary und den zum Theil gleichzettig mtt ihm nach dem Nordpol strebenden Reisenden Sverdrup und Jackson zu diesem Zweck durchzogene Gebiet dargestellt; oben recht« befindet fich da« Portratt de« kühnen Nordpolfahrer«.

S« weit sich bi» jetzt au« den bisher bekannt s worden«« Nachrichten ersehen .läßt, hat die

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29. Jahrgang.

etet interessantes Schlaglicht. Dieser amtliche» Statistik zufolge gibt eS zur Zeit in den Bereinigten Staate« nicht weniger als 3405 weibliche (prot.) Seelsorger, 1009 Anwälte, 7399 Aerzte, 787 Zahnärzte, 2193 Zeitungsleute, 1040 Architekten und Planzeichner, 1271 Bank und »ureaubeamte, 946 Reifende, 324 Leichen- bestatter, 409 Elektriker. 45 Lokomotivführer und Heizer, 7 Kondukteure, 21 Berftauer, 31 Bremser, 10 Bagage- meister, 91 Küster, 5582 Barbiere und Friseure, 2 Auk­tionatoren, 281 Terpentinsammler, 51 Bienenzüchter, 440 Schankkellner, 31 Elevatorleute, 167 Maurer, 1320 professionelle Jäger und „Trapper", 85 Schuhputzer, 5 Piloten, 79 Stallburschen, 6663 Laufjungen und „OfficeboyS", 190 Leihstallbefitzer, 196 Schmiede, 8 Stahlkesfelmacher, 1805 Fischer, 625 Koblengraber, 59 Bergleute in Gold- und Silberminen, 63 Steinbruch­arbeiter, 2 weibliche Motorführer usw. Ein Studium dieser Zahlen enthüllt die Thatsache, daß eS überhaupt in Amerika keinen Stand, kein Gewerbe gibt, in welchem grauen fich nicht bethätigen. Die einzige« Ausnahmen bilden noch die Armee und Marine.

* lieber die Höhe des Lercheufluges berichten drei Offiziere der kgl. bayerischen Luftschiffer -Abtheilunh von einer Freifahrt durch den Ballon München: Wir hatten gegen 1 Uhr Mittags die Donau über der Befreiung shalle bei Killheim überflogen und näherten uns mit gutem Winde um 2 Uhr Mitteran in der Oberpfalz. Plötzlich schien uns in der Höhe von 1900 Meter ein schwarzer Punkt zu begleiten, welcher unsere Aufmerksamkeit an sich zog. Wir dachten zuerst an eine etwa aus dem Korbe gefallene Meldekarte, die gelegentlich des Fallens des BallonS gleiche Höhe mit uns hielt, ein Blick auf das Aneroid zeigte indessen, daß der Ballon nicht fiel, sondern stieg. Wir tauschten unsere Meinung über diese Erscheinung aus, als ein lautes, erschrecktes Gezwitscher uns darüber belehrte, daß wir eine Lerche vor uns hatten, welche in der erstaunlichen Höhe von 1900 Meter durch unser« Ballon in Aufregung versetzt worden war. Wir legten sofort Zeit, Ort und Höhe fest, um diese ungewöhnliche Erscheinung melden zu können.

* Der „arme" Train und das „arme" Civil. Die Mißachtung des Trains, die dieser Truppengattung in militärischen Kreisen zutheil wird, ableugnen zu wollen, heißt sich offensichtlich mit der Wirklichkeit in Widerspruch setzen. Indessen der Train mag fich trösten mit dem — Civil. In einer Berliner Abend­gesellschaft, in der die Uniformen glänzten, aber doch auch der schwarze Rock deS „Civilisten" zu sehen war, kam das Gespräch auf einen Bekannten, der beim Train eingetreten war. Da äußerte eine — mehr redselig als stragetisch veranlagte — Generalstochter: „Train — Train ist fast noch jemeener als Civil." Ohne verlegene Gesichter ging es freilich nicht ab, denn die Generalstochter hatte nicht bemerkt, daß unmittelbar neben ihr ein Lehrer der Berliner Universität stand. Die Geschichte ist verbürgt.

• Gin schwieriger Kall. Der Arzt Dr. Liebhardt fitzt AbendS bei seiner Fra« im Familienzimmer, alS ihm daS Dienstmädchen ein Billet überreicht. — Dr. v. Liebhardt (leise für fich lesend): „Lieber Kollege, komm gleich heraus ins Kaffee an der Ecke, Dr. Winter und ich warten noch auf eine« Dritten zum Lkat." (Laut): „Hm! Hm! Liebes Kind, du mußt entschuldigen, daß ich dich allein lasse. Ein schwieriger Fall jedenfalls — es find schon zwei Kollegen da!"

\ Oterarisdjes

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Gar nicht wiederzuerkennen ist das altbekannte Familienblatt Mode und Haus', Verlag John Henry Schwerin, Berlin W 35. Von nun an kommt Mode und Haus', das alle 14 Tage, 40 Seiten stark, mit großem Schnittbogen erscheint, noch ungemein verbessert und vermehrt heraus. In einem eleganten Umschlag geheftet, bringt es neben dem achtseitigen Modentheil ca. 30 Seiten Belletristik. Ein interessantes Preisaus­schreiben von 600 Mk. ladet zur Betheiligung ei«. Zugleich beginnt ein neuer Roman von Arthur Zapp: „Die Heirath seiner Hoheit". Moden für Erwachsene und Kinder, Wäsche, Handarbeiten, Kindererziehung, ärztliche und juristische Rathschläge, Aktuelles aus der Zeit wie aus dem Leben der Frau — es findet fich alles in diesem, in seiner Art einzig dastehenden Blatte vereint. Ferner bringt es Humorbeilage, einen,Aerzt- lichen Rathgeber', eine Mufikbellage, ein farbenprächtiges Modencolorit und vieles andere noch. Ganz besonders machen wir auf den jeder Nummer beiliegenden muster­gültigen Schnittbogen aufmerksam; außerdem liefert der Verlag Extraschnitte nach eingesandtem Körpermaß zu minimalen Selbstkosten. Mode und Haus' kostet trotz seines reichen Inhalts und der großartigen Ver­besserungen pro Quartal nur 1 Mk. mit farbigen Moden- resp. Handarbeiten-Colorits 1,25 Mk. Abonne­ments bei allen Buchhandlungen und Postanstalteu.

An-gewählte Meden d-S Staatsministers a. D. und Parlamentariers Dr. Ludwig Windhorst, gehalten in der Zeit vo» 1851—1891. Dritter Ba»d. Osnabrück, Verlag von B. Wehberg.

In diesem Bande tritt uns wiederum, wie in den vorhergehenden, unser Windthorst alS der kluge und scharfsichtige Staatsmann, a« der treue Volk-freund und alS der begeisterte und standhafte Vorkämpfer unserer hl. Kirche und ter religiösen Freiheit überhaupt ent­gegen. Der vorliegende Band bringt uns auch da­sogenannte Testament Windthorst-, "»rin er die uner« läßlichen Forderungen der kirlchliche« Freiheit aufstellt. Der Schlußakkord der letzte» Rede ist wahrhaft ergreifend: „Bolle Freiheit deS »eiste,! Wer Recht hat, wird- be- halte«. Der »eist, der auf feste« »runde steht, wird siegen; die andere» werde» untergehe»."

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