Äabatt
1W Fuldaer
eitung
1-1---------------- ■“ *• Mm«
* »'»•■»•““ “.Htustnrte Sonntags-Zeitung , „Sukiaer SeschichtsblMet' und tofliflMMt. >
JukSa, Samstag, den 20. September 1902.
M 217
29. Jahrgang.
Unpolitische Zeitlimse.
tNachdrurk »erboten.)
® Berlin. 18. Tept. 1902.
Die Schatte» wachsen, die Lampe steigt im Werthe. Der Herbst beginnt, die Oese» er. wachen aus ihrem Sommerschlafe.
Wenn i« Berlin kleine Leute auf einem ge- borgten Wagen ihre« Umzug halten, so kann man öfter auf dem Vorderthril des Wagens Jemand fitzen sehen, der die Lampe in der Hand hält, So braucht man daS zerbrechliche Möbel nicht einzupacken. Mir scheint ober manchmal, als ob die Lampe nicht bloß mit Sorgfalt, sondern auch mit einer gewissen Würde und Feierlichkeit dem wandernden HauSrath vorangettagen würde. Die
Lampe hat etwas zu bedeuten. Der Heerd ist hier zu Lande festgemauert in der Küchenecke und gehört dem Hausbesitzer. Die ausziehende Familie kann also de« häuslichen Heerd nicht mitnehmen; fie muß auf einem neuen Heerd in der künftigen Wohnung das alte Feuer anzünde». Zur fahrenden Habe jedoch gehört die Lampe, die unter den moderne» Verhältnissen au Stelle des alten HauSheerdeS den leuchtenden Mittel' punkt der Familienlebens zu bilden pflegt.
Der altväterliche Heerd mit seinem offenen Feuer erfüllte zwei Zwecke auf einmal: et wärmte die versammelt» Familie und er beleuchtete fie zugleich. Wollte man ei» befferes Licht haben, so wurde der leuchtende Kienspan neben dem Heerde eingeklemmt und angezündet. Jetzt ist hier wie auf so manche» anderen Gebieten, eine „ArbeitS- theilung" und zugleich eine Raumtheilung ringe» treten. Die Familie versammelt sich nicht mehr um de« Heerd, sonder« in der Stube um de» Tisch. Zur Erwärmung deS Raumes hat man eine» Ofen, der i» die Ecke gedrängt ist, und zur Beleuchtung eine Lampe, die mitten auf oder über dem Familientische prangt. Dadurch wird die Lampe zum belebenden Mittelpunkt des Familien- lebens, zum schöne« und wirksamen Zeichen der Familieneinheit. Der häusliche Heerd, der inzwischen Maschinenform angenommen hat, entfaltet seine MittelpunktS.Thätigkeit mittelbar durch die ge» «einsamen Mahlzeiten, die er liefert, und steht also am Mittag auf seiner Höhe. Die häusliche Lampe beherrscht Abends das Feld, in de» dunkle« Monaten vielfach auch Morgens, und dabei entfaltet fie ihre einigende Thättgkeit unmittelbar, indem fie die Famllienglieder zwingt, einen dichte« Kreis um fie zu bilden. Diese persönliche Annäherung thut'S nicht allein; alle Angehörige» find auf dieselbe Lichtquelle angewiesen, fie genieße» dieselbe» Lichtstrahlen, fie schöpfe« ihr Licht gleichsam auS einer Schüssel, gerade wie Mittags ihr Gemüse, fie fühle» sich do« de» einheitlichen Lichtwelle» umschlänge» und verknüpft. — Darum denken und sage» die Leute: Wenn die Lampe auf dem Familienttsch brenne und alle so darum herumsäßen, so sei eS erst recht »gemüthlich". Sie fühle» im Semüth bett Zauber der Familienlampe, wenn fie es ihr auch nicht in Worten beschreiben und erklären können.
Demgemäß ist die Beleuchtung in öffentliche» Räumen auch ganz anders, wie im Familienzimmer. I» ben Sälen, wo viele Menschen stch versammeln, schafft man eine Lichtfülle unb eine Menge Lampen, bte theilS über de« Köpfe«, theilS an de« Setten angebracht find. Man will Licht, recht viel Licht haben, «m alles sehe« und von allen gesehen «erden zu können, aber man spürt keine Anziehungskraft der Lampen, man fühlt keine« mottenartigen Drang, sich der Lichtquelle zu «Sher». Wenn et« Kro«leuchter recht groß und üppig ausgebildet ist, so bekommt er wohl mal einen betrachtenden Blick, aber nur vorübergehend in aller Kühle. In neuester Zeit geht man vielfach dazu über, statt der großen Kronleuchter eine Maffe von zerstreuten Glühlampen am Plafond anzubringen; daS ist dem Publikum auch recht, wenn nur fein Bedarf nach reichlichem Licht befriedigt wird. Wollte man in einem Familienzimmer eine derartige Beleuchtung anbringen, so würden wir dieselbe trotz aller ihrer Pracht und Herrlichkett bald höchst ungemüthlich finden und uns nach der einfachen Tischlampe zurücksehnen. EiwaS anderes ist eS, wen» in den Wohnräume» Feste gefeiert werden; dann müffen alle Kronleuchter und Wandarme brenne», die man nur hat; aber wen» die Familie unter sich ist, muß die Beleuchtung zentral feto, so daß eine Gruppenbildung im Strahlenkreise der Lampe stattfindet, und der leuchtende Mittelpunkt muß so tief liegen, daß die Lichtstrahlen mehr seitlich als senkrecht falle». Wer eine Hängelampe über dem Tische hat, kann ja den Versuch machen: je höher fie hängt, desto kälter und zerfahrener ist die Stimmung, auch wenn man einen recht starke» Brenner hat; zieht man die Lampe herunter, so daß fie im Gesichtskreise hängt, so gibt eS gleich mehr Gemeinsamkeit, Wärme und Gemüthlichkeit.
Sehr bezeichnend in dieser Hinsicht ist eine neuere Einrichtung in ben feinen Wirthschaften, wo sich Abends Heine Familien- ober Bekannten- gruppe« einzufinben pflegen, bie inmitten ber große« gefüllte» Räume Platz nehme« u«b doch . zugleich an ihrem Tisch „unter sich" fei« wolle«. ES gibt bekanntlich auch abgetrennte Zimmer für solche kleine Gesellschaften, aber dort fühlt sich mancher beengt und vereinsamt, während man im großen Saale unter unbekannten Leuten recht luftig, frei und ungenirt fitzen kann. Um nun diesen Etozelttschen im großen Raume eine gewisse Jnttmität zu sichern, biinge» die Wirche auf jedem Tische ein» hübsch überschleierte Stehlampe mit einem Glühlicht an. Zur Erhöhung der Beleuchtung ist das nicht nöthig, da hierfür schon die großen Kronleuchter rc. ausreichend sorgen; aber die anscheinend überflüssige Lampe gibt dem
Wochru-Ruudfchau.
(Nachdruck »erböte».)
X Fulda, 20. Sept. 1902.
Am Berliner Kaiserhofe hielt sich am letzten Samstag und Sonntag ein hoher Gast auf: König Georg von Sachsen, der den Wichen ersten Besuch nach seiner Thronbesteigung machte. Die Begegnung zwischen dem Kaiser und dem Könige war nicht nur „herzlich- in der landläufigen Sprache des Hos- berichteS, sondern txug ohne Zweifel den Charakter aufrichtiger Zuneigung und Freundschaft an sich. Von größeren Festlichkeiten mußte abgesehen werden aus Rücksicht auf die Familientraner bei sächsischen Königshauses; nur ein Prunkmahl im Neuen Palais bei Potsdam wurde zu Ehren des königlichen Gastes veranstaltet. König Georg besuchte Sonntag früh die hl. Messe in der Pfarrkirche in Potsdam und reiste Sonntag Mittag wieder nach Dresden zurück.
Die Kaifermanöver haben diesmal ganz besondere Auseinandersetzungen in der Presse veranlaßt. Entgegen voraufgegangenen anbertoeiten Gerüchten waren auch diesmal alle Vertreter auSwärttger Zeitungen zur Berichterstattung zugelassen, und ein Theil derselben hat sich auch diesmal in unliebsamer Weise hervorgethan durch die Aussprengung unwahrer Meldungen, namentlich falsche Gerüchte über Aussprüche des Kaisers sowohl als auch frember Generäle. Alle Melbungen dieser Art sind sehr bald nach ihrem Erscheinen in ihr Nicht- zurückgeführt worden, und wenn doch noch einmal an den maßgebenden militärischen Stellen die Absicht heryortreten sollte, die auswärtigen Berichterstatter auszuschließen, würde man sich darüber nicht allzu sehr wundern dürfen. Von sachlichem und fachlichem Interesse waren dagegen einige Kritiken, bie auSlänbische Blätter über bie Angriffsformen deutscher Truppen brachten, namentlich ber Infanterie. Man kritifirte abfällig, baß bie Infanterie viel zu bicht gedrängt aufmarschire, so baß sie für feinbliche Geschoffe ein gar zu blutig dankbares Ziel barbieten würbe. Diese Kritik bürste inbeß auf bie Art unb Weise anderer Heere ebenso passen als auf bte Angriffsformationen ber beutschen Truppen. Im übrigen enthielten bie auSlänbische» Manöverberichte glänzende Anerkennungen für bie Haltung unb für bie Leistungen ber beutschen Truppen.
Auch eine Truppenschau haben die Hakatisten, genauer gesagt, hat der „Deutsche Ostmarken- tierein" in Danzig in Gestalt eines „Deutschen TageS" veranstaltet. Die Versammlung h it ein Begrüßungstelegramm an ben ReichSkanzl r Grafen Bülow gesanbt, unb dieser hat in einer To art darauf geantwortet, als erhoffe er noch den Zusammenschluß aller Deusschen in den Ostmarken auf dem Boden der der allerneuesten Polenpolittk der preußischen StaatS- regierung. Wenn er daS wirklich erhofft, wird er sich gründlich in dieser seiner Hoffnung getäuscht sehen.
Und noch eine Truppenschau findet gerade in diesen Tagen in München statt: Der allgemeine Parteitag der deutschen Sozialdemokratie. Als Vorsitzende desselben wurden die Abgeordneten Singer und von Vollmar gewählt. Eine der allerersten Maßnahmen dieses Parteitages bestand darin, einen Punkt von der Tagesordnung abzusetzen: nämlich den besonderen Punkt von der Bekämpfung der Centrums. Der Abgeordnete Auer, der im Namen bei Parteivorstandes ben Geschäftsbericht erstattete , äußerte außerdem noch ausdrücklich seine Anschauung dahin, daß der Vorstoß deS sozialdemokratischen CentralorganS gegen daS Centrum takttsch ungeschickt sei. DaS Thema von den preußischen Landtagswahlen ist ebenfalls von den Münchener Verhandlungen ausgeschlossen worden; diese Frage soll von einem besonders einzuberufenden preußischen Parteitag besprochen werden. Von einigem Interesse ist, was der Abg. Singer kürzlich darüber in dem Berliner Centralorgan veröffentlichte: Nach seiner Ansicht müffen die Sozialdemokraten überall zunächst eigne Kandidaten aufstellen und nur und allein bei Stichwahlen für das „kleinere Ue6eIN stimmen — unb bas auch nur bann, wenn ber Kandidat, der das kleine Nebel vertritt, bestimmte Erklärungen im Sinne der Sozialdemokratie abgibt. Die Freisinnigen werden nicht sonderlich erbaut fein von dieser Revolution ihrer Wahlkrücken!
Zur Frage der „ F l e i s ch n o t h - hat der preußische Landmirthschaftsminister vonPodbielski in Düffel- dors da- Wort ergriffen bei Gelegenheit ber bort abgehaltenen Provinzialthierfchau. Der Minister hat in sehr verstänbiger Weise noch einmal zur ruhigen Behandlung biefer Frage ermahnt unb baraus hingc- toiefen, daß ja doch bie Grenze für alle mögliche Einfuhr von Vieh unb Fleisch offen ist, ausgenommen, allein lebenbe Schweine, baß fast alljährlich um biefe Zeit eine ähnliche Erscheinung zu beobachten sei, unb daß die gegenwärtige Fluthwelle vorübergegangen sein werde, bevor man nur noch zur Ausführung etwaiger Maßregeln kommen werde. Die Einfuhr lebender Schweine aber könne nicht gestattet werden, um nicht wieder unsere eigene Schweinezucht in Seuchengefahr zu bringen und damit namentlich den kleinen Mann nicht zu schädigen. In Verbindung damit ist eS zu verzeichnen, daß die Metzger in München durch einen allgemeinen Beschluß von der Erhöhung der Fleisch preise als unnöthig abgesehen haben. Die Vieh- spekulanten machen ja auch nur die Preise, nicht bie Bauer unb nicht bie Schlächter!
Die CentrumSsraktion deS Reichstages war in biefen Tagen in Berlin versammelt, um Stellung zu nehmen zu ben Beschlüssen ber Zolltarif- Kommission bei bet ersten Lesung der Zolltarifvorlage der Regierung. Den Bericht erstattete der Abg. Herold; bie Fraktion war beinahe vollzählig in Berlin versammelt, ein Beweis dafür, wie nothwendig diese Zusammeickunst war und wie sie überall dringend ge
wünscht wurde. Die Hoffnungen aller Gegner der Centrums, daß dieses über die Zollftage zu einer starken Spaltung in sich selbst gelangen werde, werden nicht erfüllt werden.
Mit vollem Rechte ist in einer Reihe von Zeitungen auf ein gutes Wort aufmerksam gemacht worden, das der protestantische Propst Decke kürzlich in der Bernharbinkirche zu Breslau gesprochen hat, als bet Evangelische Gesellenverein seine Fahnenweihe feierte. „Wenn ein Katholik in unsere Mitte kommt, soll er — so mahnte ber Propst — kein Wort hören, daS ihn verletzen könnte. Jedem Menschen ist sein Glaube heilig unb theuer. Wem ber Glaube nicht heilig unb theuer ist, bem ist weder Vater noch Mutter, noch ber Allerhöchste da droben theuer. Die Ueberzeugung der Anderen muß man achten, darum darf kein Wort der Feindschaft, deS Hasses gegenüber einem Katholiken über unsere Lippen kommen. „Friede ernährt, Unftiebe verzehrt." Das gute Wort des evangelischen Breslauer Geistlichen verdient die allerweiteste Verbreitung.
In Holland sind die Generalstaaten — also daS Parlament — von der Königin Wilhelmin« mit einer Rede eröffnet worden, in der sie für die Theilnahme ihres Volkes an ihrer Krankheit dankte und in günstiger Weise über die allgemeine politische und witthschaftliche Lage sich ausließ. DaS Befinden der Königin von Belgien hat sich in der neuesten Zeit verschlechtert unb gibt Veranlassung zu ernsten Besorgnissen. Der König unb bie Prinzessin Klementine finb in Spa eingetroffen, um in nächster Nähe bet Königin zu weilen.
Zwischen den jüngst nach Europa herüberge- kommenen Burengeneralen Botha, Delarey und Dewet auf der einen und den Herren Krüger, Ley dS und Reitz auf der anderen Seite scheint es zu ernstlichen Schwierigkeiten gekommen zu fein. Die drei Erstgenannten sind von dem brittschen Kolonialministet Chamberlain ganz gewiß in treuloser Weise behandelt worden. Aber sie wollen trotzdem dem Rathe der anderen Drei nicht folgen, ber darauf ausgeht, der britischen Regierung auf'- Neue starren Gegensatz zu zeigen. DaS können die Buren nicht mehr durchführen; und wenn die BurengeneralS klug sind, dann folgen sie diesem gefährlichen Rathe nicht, mag eS ihnen auch noch so große Ueber- windung kosten, den Engländern in versöhnlicher Tone art zu begegnen. Die Noth zwingt fie jetzt dazu. Was später werden soll, wird sich erst in der Zukunft entscheiden.
Ein wunderlicher Herr ist der französische Marine- mimfter Pellet au. Der Minister macht gegenwärtig dir bei französischen Marineministern übliche Rundreise durch die Befftzungen am Mittelmeer und hat damit in Korsika begonnen. Dort hat er nun Reden gehalten, die in ihrer tollen Tonart an den verflossenen General Boulanger erinnern. Die Ost- küste der Insel Korsika ist von Frankreich stark befestigt worden; von ihr sagte Freund Pelletau, sie „ziele Italien mitten in« Herz" — und dabei bemüht sich Frankreich gerade jetzt ganz besonder- um Italiens Freundschaft und um einen Besuch des Königs Viktor Emanuel in Pari»! In einer zweiten Rede hat Herr Pelletau gegen Deutschland vom Leder gezogen und davon gesprochen, daß im neunzehnten Jahrhundert „die Barbarei des alten Germaniens über Frankreich gesiegt habe", daß dieses ober niemals den „heiligen Krieg" vergessen dürfe, den es noch führen müsse. Der Minister des Aeußern Delrasss hat seine liebe Noth damit, alle diese Dummheiten durch diplomattsche Versicherungen wieder auszugleichen. Betmuthlich hatte Minister Pelletau etwas zu tief in Die korsischen Becher hineingeschaut.
Auch der Beherrscher all« Reußen, Zar Niko» laus III., tritt neuerdintS mit politischen Reden an die Oeffentlichkeit. Er bereiste in diesen Tagen die Bezirke bet letzten klein russischen Bauernunruh en und hielt habet mehrere Reben an bie Vertreter der Landwirthschaft, ber er seine ganz besondere Unterstützung in Aussicht stellte, weil fie „daS Bollwerk ber Dtbnung und der sittlichen Kraft Rußlands bildet". Nächstoem muß sich das Zarenpaat dem zweifelhaften Vergnügen unterziehen, daS serbische KönigSpaar in dem Krimschloffe Livadia zum Besuche zu empfangen. Nach zwei Jahre langen Bemühungen ist es dem kleinen Alexander von Serbien gelungen, dem Zaren die Einwilligung zum Empfange abzuzwingen.
Böse antisemitische Ausschreitungen bat es in Czenstochau in Russischpolen gegeben. Es wurden dabei nicht weniger als vierzehn Juden und ein Polizist getödtet und seht viele Personen nicht unerheblich verletzt. Biele jüdische Kaufläden wurden erstürmt, ausgeplündert unb verwüstet. Jetzt ist bie Ruhe durch bie bewaffnete Macht wieder hergestellt worden.
Btt Lmps M bk« Zolltarif ist auf der ganzen Linie entbrannt Die Hauptschlacht wird im bevorstehenden Winter im Reichstage geschlagen werden. Gleichzeitig tobt ein heftiger Kampf, den bie Feinde ber christlichen Weltanschauung gegen bas gläubige Christenthum, insbesondere gegen bie katholische Kirche in Szene gesetzt haben. Ein großer Theil biefer Kämpfe wirb unb muß in der Tagesp resse, bie mitten im Leben, aber auch mitten im Kampfe steht, ausgefochten werben. Soll aber ber Kampf durchgefochteu, ber Sieg erfochten werben, bann müssen alle Katholiken auf bem Plane erscheinen zur Unterstützung ihrer Presse.
Katholiken! Lernt von unseren Gegnern, bie ba unermüdlich find in ber Verbreitung ihrer Presse. Der hl. Vater, bie H. H. Bischöfe, bie geistlichen unb weltlichen Führer ber Katholiken unb bie Katholikenversammlungen haben es wieber- holt als eine Pflicht eines jeben Katholiken bezeichnet, nach besten Kräften an ber Verbreitung der katholischen Presse mitzuarbeiten. Katholiken seid eingedenk dieser Mahnung! Haltet die gegnerische Presse fern aus euern Häusern und sorget dafür, daß in jeder katholischen Familie ein katholisches Blatt gelesen wird.
Die Haltung eines guten Blattes ist auch im Hinblick auf die politischen unb sozialen Zeitverhältnisse bringenb geboten. Heutzutage ist das Lesen einer Zeitung, die täglich über all diese Dinge r asch und zuverlässig berichtet, einBe- dürfniß für Jedermann, ber für bie Vorgänge auf ber Weltbühne Sinn unb Interesse hat.
Anläßlich bes Quartalswechsels laben wir baher unsere verehrten Leser zu recht zahlreichem Abonnement ein unb richten zugleich bie Bitte an sie, uns in ber Gewinnung neuer Abonnenten durch Empfehlung in Freunbeskreifen nach Kräften zu unterstützen. Um bei bem herannahenben Quartals- Wechsel unliebsame Störungen zu vermeiben, ist es gut, wenn man schon jetzt bei ben Postanstalten die Bestellung bewirkt, was am einfachsten burch den Briefträger geschieht.
Die ,Fuldaer Zeitung' mit der achtseitigen- Gratisbeilage ,Jllnstrirte Sonntagszeitung' ist das einzige täglich erscheinende Blatt der Centrumspartei in der Diözese Fulda und im Regierungsbezirk Kassel; sie behandelt die neuesten TageSftagen in allgemein verständlicher Weise. Die politischen Nachrichten sind kurz und über» sichtlich zusammengestellt; den lokalen und provinziellen Vorkommnissen wird große Sorgfalt ge» widmet unb auf ein spannenbes, sittlich reines Feuilleton besonberes Gewicht gelegt. Zahlreiche zuverlässige Mitarbeiter in Berlin sowie in ber Provinz setzen uns in ben Stand, über alle wichtigen Ereignisse bebeutenb früher zu berichten, als bie anberen Blätter hiesiger Gegenb.
Durch ausgiebige Benutzung bes Fernsprechers finb wir in ber Lage, über alle be- beutenbe Vorkommnisse in ber Welt rasch zu berichten. Durch Vertrag mit bem Äolff'schen Depefchenbureau haben wir uns bie Uebermitte« luttg ber
Wichtigsten Depesche» ans dem In- «nd Anstande
gesichert. Diese Einrichtung hat bei unseren Lesern große Anerkennung gefunben. Bei befönberen Anlässen erleichtert bie ,Fuldaer Zeitung' das Berstänbniß ber Artikel bnrch
0 Karten und Illustrationen, © wie überhaupt weder Kosten noch Mühen gescheut werden, wenn es gilt, das Blatt zu vervollkommnen.
Den zahlreichen Freunden der Geschichte unserer Vaterstadt wird die neue Beilage unfern Zeitung:
„Iutöaer Keschichtsbrättsr", die monatlich erscheinen, hochwillkommen sein.
Die amtlichen Bekanntmachuugeu, sowie die Holzverkäufe, Marktberichte und ähnliche Anzeigen von allgemeiner Wichttgkeit werden aus den für unseren Leserkreis in Betracht kommenden Kreisen sämmtlich in der .Fuldaer Zeitung' veröffentlicht.
MU7 Die vollständigen Ziehnngslisten der Preußischen Klaffenlotterie werden jedesmal in unserer Zeitung znm Abdruck gebracht.
Mögen deshalb unsere Freunde in Stadt unb Laub bafür sorgen, daß die ,Fuldaer Zeitung' nicht nur in jedem Wirthshnuse.aufliegt, sondern auch in jeder katholischen Familie jü' finden ist.
Br- Neu hinzutretende Wonneuteu er» beiten, wenn sie ber Expebition (Fulbaer Aftiendruckerei, Harmonie) bie Postquittnng senben, bie Zeitung vom Tage ber Bestellung an bis Ende September unentgeltlich nud franko.