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xM-eM.w.u.^ '„inustnrte Sonntags «Zeitung”, „Fuldaer Gescbicbtsblättef* und rofletr^nsß. • /
217.
Landwkthschasttiche Zölle und f industrielle Löhne.
; ** Eine interessante "Auseinandersetzung hat so- eben stattgefunden zwischen dem „Handelsvertrags » Bere in" und der SchleSwig- holsteinischen Provinzleitung des Bundes der Landwirthe, die für fich ebenso eine eigene Korrespondenz herausgibt, wie der „Handels- vertragS-Verein". Die Bundeskorrespondenz hatte die Behauptung aufgestellt, daß di« Forderung deS HandelSvertragS-BereinS, unter allen Umständen die Nahrungsmittel zu verbillige», in der Hauptsache nichtvolksfreundlichen Beweggründen, sondern dem Wunsche entspringe, durch Verbilligung der menschlichen Arbeitskräfte die Löhne der industriellen Arbeiter herabzudrücken. Die Korrespondenz deS Handelsvertrags - Vereins nannte daS eine „agrarische Verleumdung«. Darauf hat nun die horher bezeichnete BundeSkorrespondenz daS Nachfolgende erwidert:
In der vom verstorbenen Vorsitzenden des HandelsvertragSoereins. Dr. von Siemens, am 8. Mai 1901 zu Magdeburg gehaltenen, als Verössenttichung der Ortsgruppe Magdeburg deS Handelsvertrags-Vereins gedruckten Rede heißt es auf Seite 11: „. . . daß eine Erhöhung der Setreidezölle auf ungefähr sechs Mark eine Ver- theuerung der Lebenshaltung einer Arbeiter- famllie um ungefähr 30 Mark zur Folge hat, d. h. daß der Loh» eines Arbeiters bet dreihundert Arbeitstagen um einen Groschen per Tag gesteigert werden muß. DaS find Erschwerungen, die für manche Fabrikation schwer ins Gewicht fallen."
Weiter macht die Bundeskorrespondenz aufmerksam auf «ine vom Handelsvertrag-Verein gedruckte und herausgegedene Schrift: ,Der Handelsvertrags»««^ sein Wese» und seine Ziele'. Dort heißt es auf der vierten Seite über die agrarische Politik: „Eine derartige Handelspolitik vertdeuert unabweislich die Lebenshaltung aller nicht Getreide produzirenden Bevölkerungskreise, insonderheit der industriellen Arbeiterschaft. Damit aber wird nicht nur die Industrie gezwungen, höhere Löhne zu zahlen, und somit in ihrer Konkurrenzkraft auf dem Weltmärkte geschwächt, sondern gleichzeitig auch die Kaufkraft der großen Masse deS Volkes sür industrielle Produkte erheblich verringert.«
Endlich macht dieselbe Korrespondenz noch aufmerksam auf eine Stelle in Hermann Schöler'S Schrift wider den „Brodwucher". Da kann man auf Seite 137 lesen: „Es besteht also die große Gefahr, daß wir in Folge der Vertheuerung der Lebenshaltung unserer Arbeiter, die höhere Löhne bedingt, also die inländische« Produktionskosten vermehrt, auf die Dauer in der Wettbewerbsfähigkeit hinter dem Auslands zurückbleiben."
Gib Hlechenfchcrfi.
Roman von Paul vom Wildbach.
12 ------(Nachdruck verboten.)
„Ich meine, wie es auf den Bergwerken steht?"
„Die Bergwerke haben in letzter Zeit einen recht guten Ertrag gehabt, wovon allerdings ein namhafter Theil auf Verbesserungen der Gebäulichkeiten und Einrichtungen verwendet wurde . .."
„Das tst's nicht, wonach ich frage," unterbrach der Graf den Alten ziemlich ungnädig. „In .Böhmen ist ein Grubenausstand, «tu förmlicher Strecke eingetreten, — wie steht e« damit?"
„Ein Ausstand — ein Streike auf unseren Gruden?" erwiderte der alte Mann halb ungläubig, halb erschreckt. „Es ist hier noch keine Meldung eingrtroffen."
„Immer Ihre Meldungen!" erwiderte der Graf ziemlich unwirsch. »Er scheint mir da doch an der Zeit, daß eine gründliche Aenderung ein- treten muß."
„Herr Graf, ich bin ein alter Mann und habe meine Kräfte seit beinahe 50 Jahren dem Dienste der gräflichen Familie gewidmet. Ich werde auch meine Entlassung mit Freude entgegennehmen, wenn es so der Wille und dar Beste meiner Herr- schäft erfordert."
Der Graf gab keine Antwort, denn er konnte im Augenblick keine andere Kraft hierher setzen; er nahm sich aber vor, bei gelegener Zeit den Alten beim Wort zu nehmen und dann sür seine neuen, weitausgreifenden Pläne freie Bahn zu schaffen.
Jutöa, Samstag, dm 20. September 1902.
29. Jahrgang.
Die Abneigung gege» die Erhöhung industrieller Arbeitslöhne geht klar aus diesen angeführte« Stellen hervor. Diese Abneigung sticht indessen, von andere« Gesichtspunkten abgesehen, grell ab von de» sehr hohe» Dividende», die die deutschen industriellen Aktiengesellschaften im Durchschnitte der letzten Jahrzehnte gezahlt habe«. Und liegt »icht auch ein hoher Schutzzoll aus allen mögliche» industriellen Erzeugnissen, die die Maffe des Volker genau ebenso nothwendig braucht wie die Nahrung? Warum arbeitet den« der „Ha»delSvertragS-Verein" nicht auch für die Brthetligung solcher Zölle, die die Lebenshaltung der Arbeiter genau ebenso, we«n nicht mehr be- lastet, als ein mäßiger Getreidezoll? Nein, Gerechtigkeit muß walten zwischen Industrie und Landwtrthschaft. Die Landwirthschaft darf nicht aufS neue das blutende Opfer «erden, zu Gunste» anderer BerusSkreise. Der deutsche Bauernstand ist ein zu kostbares Gut, als daß wir dasselbe in Gefahr bringen dürften.
)( Admiral Bombardon und die englische Preffe.
Die Reden deS französischen Mariueministers Camille Pelletan haben überall de« bedeutendste» Eindruck gemacht, nämlich den Eindruck der Heiterkeit—ausgenommen eine einzige Stelle, und diese einzige Stelle ist ein großer Theil der englischen Preffe.
Wir Deutsche geben unSdie ängstlichste Mühe, um doch ja nicht den galligen Herren Engländern auch nur vorübergehend ein unangenehmes Gefühl zu verursache«. Unsere Regierungs-Blätter überschlagen sich zeitweise förmlich in Höflichkeiten gegen unsere theure« Freunde in London. Die Vertreter unserer Regierungen mache« es bei ihren Parlaments-Rede» nicht viel anders. Wo aber die Engländer nur immer eine Bosheit gegen Deutschland begehen können, begehen ft? dieselbe ganz gewiß; wo die englische Preffe Deutschland schmähen oder verspotten zu können o'aabt, da läßt sie die höchst willkommene Gelee cheit dazu gewiß nicht unbenutzt vorübergehen. Noch mehr: der Feindseligkeits-Koller gegen Deu> chland ist bei einem Theil« der englischen Preffe so arg, daß alle ruhige und verständige Ueberlegung dabei in die Wicken geht.
Niemand hat, wie gesagt, die Tollheiten des „AdmiralS Bombardon" ernst genommen, als ein- zig und allein englische Blätter. Der Pariser .Temps' beispielsweise, der nähere Beziehung«« zu dem französtschen Ministerium der Aeußern hat, hat »icht nur Herrn Pelletan, sondern auch gleichzeitig Herrn Andrö, seinen Kollegen vom Kriegssache, mit geradezu grausamem Spotte abgethan. „Die Lorbeeren Andrö'S", so schrieb die,TempS' tn diesen Tagen wörtlich, „ließen Pelletan nicht schlafen, denn wir haben zwei sogen. Minister der nationalen Vertheidigung, die durch Frankreich mtt Bramarbafiren gegen Italien und Deutschland dahinfuchtel». Wer wird bet diesem grausamen Gemetzel jetzt an die Reihe kommen? . . . Der Manneminister hat fich, als er sprach, die Zunge verstaucht. Er hatte ficherltch eine« Dreizack verschluckt." In dieser Tonart ging eS durch
Befriedigt, endlich einmal dem alten Oberrentmeister seine Unzulänglichkeit nachgewiesen zu haben, begab fich Ostmark nunmehr zu dem Regte- rungrgebäud«. Unter den jüngeren Beamten waren mehrere persönliche Freunde von ihm, und er hoffte ourch die eben gelesenen Zeitungsberichte sofort ein kräftiger Einschreiten der Behörde zu veranlassen, gegebenen Falles sogar unter militärischem Aufgebot.
Allein e» kam anders, wie der Graf gemeint hatte. Die Behörden waren zwar sehr freundlich und in der Form entgegenkommend, im Grunde aber faßten sie doch die ganze Angelegenheit sehr kühl auf. Sie versprachen, daß, wenn e» nölhig sein werde, kein Mittel gespart «erden solle, um die öffentliche Ordnung aufrecht zu erhalten. Dieselbe sei im Ernste aber noch gar nicht bedroht, und vor Allem müßten die Bethetligten selbst eine Einigung herbetsthren und etwaig« Mißstände zuerst zu beheben suchen.
Mürrisch kehrte Ostmark von seinem Gange zurück, ohne recht zu w'ssen, wohin er seine Schrüte lenken foöte. Nach Hause mochte er nach einem so negativen Erfolg nicht gehen, und so befand er sich denn bald auf dem Weg zum Klub, wo sich erfahrungsgemäß eine müßige Stunde am leichteste« todtschlagen ließ.
Er fand dort wieder die zwei Unvermeidlichen: Den Baron vo» Blowitz und de» jungen Löwenthal. Letzterer hatte die neueste Zeitungsnummer noch in der Hand und machte im Anschluß an seine Lektüre ein Gelpräch mit dem alten Bonvivant geführt haben, welches durch die Ankunft des Grafen unterbrochen wurde.
die ganze französische Presse fast ohne Ausnahme.
Aber in London erklang er ganz anders. Höchst schwerfällig machte fich die ,TimeS' a» das Werk der Beurtheilung der Reden Pelletan'S. Die giftige alte Londoner Dame sprach höchst ernsthaft vo« einer „Jubelstimmung", die i» Berlin in Folge dieser Reden entstanden sei; denn man erhoffe davon in Berlin „ungünstige Rückwirkungen jener Kundgebungen deS französischen MartneministerS auf die Beziehungen zwischen Italien und Frankreich.« Aber die Deutschen sollten doch nicht zu sehr frohlocken; diese große» Erwartung,« würden fich mcht erfülle« usw. usw. Roch ganz anders hat fich die Lon- doner »Morning Post' blamirt, eines der führende« Blätter der herrschende» Partei in England.
„Mr. Pelletan — so ließ fich dieses Blatt „vernehmen — ist der Anficht, daß die franzö- „fische Flotte mit Toulon, Korsika und Btserta „die Thür zwischen den beiden Hälften des „Mtttelmeeres, trotz Malta und Gibraltar, „offen halten könne. Das ist ein sehr ver- „ständiger Wunsch und eine natürliche „Ansicht für einen französtschen Marine- „Minister. . . Wenn diese Ansicht aber auf „Thatsachen begründet ist, so darf die englische „Flotte nicht länger mehr die See beherrsche»... „Die englische Regierung hat demnach eine „große strategische und poltttsche Frage zu „lösen ... Die Sachlage ist für diejenigen, „die wiffen, wie eng unser Handel und unser „Reich mit dem Uebergewichte der englischen „Flotte verbunden find, nicht beruhigend."
Die Proben genügen hoffentlich, um den riesenhaften Hereinfall zu kennzeichnen, de» große Londoner Zeitungen mit Herrn Pelletan und seinen korsischen Entgleisungen erlebt haben.
Im übrigen lehrt die ganze lustige Geschichte noch etwas Ernstes. Als Camille Pelletan vo» Herrn Combes in deffen Ministerium als Marineminister beruf, n wurde, konnte kaum ein einziges ftsnzösifcheS Blatt fich deS leise» oder laute» SpctteS enthalten; den» eS war allgemein bekannt, daß der gute Pelletan von alle» Einwirkungen moderner Bildung und Kultur fich stets so fern wie möglich gehalten hatte. Dann tröstete man fich darüber mit dem erhabenen Gedanken, in einer Republik schade daS weiter nichts: diese „höchste aller Staatsformen" brauche auf solche „äußere Nebenumstände" nicht zu sehe» usw., dem Talente fiele Bahn! Nun hat die Bah», die dieses Talent genommen hat, recht deutlich bewiesen, daß auch die Minister der allerrepubli« kanischesten Republik durchaus ein wenig vo« der Kultur beleckt sei« müsse«, wenn fie nicht ihre Regierung und ihr Land schauderhaft blamire« solle«. Und außerdem ist die Wahl, die Herr Combes mit Camille Pelleta» traf, ei» recht deutliches Kennzeichen dafür, wie schwer es diesem Herrn CombeS geworden ist, überhaupt ein Ministerium zusammen zu bringen. Sonst würde er darauf verzichtet habe«, solche Tölpel wie de« Admiral Bombardon in sein Kabinet aufzunehmen.
„Aha, Herr Graf!" sagte Löwenthal, ohne auf die ttübe Miene deS Ankommende« zu achte«; „da wird man wohl etwas Näheres über den Bergarbeiteraufstand in Böhmen hören. Da Sie, Herr Graf, dort selbst Bergwerke haben, werden Sie ja jedenfalls die direktesten Nachrichten mitbringen."
Als gelehriger Schüler seines Vaters hatte der Bankiersohn bei dem neulichen Gespräche sehr bald begriffen, worum eS sich bei dem „vornehmen" Geschäfte seiner E:z?ugerS mit dem Grafen handele, und da sich ihm die Gelegenheit jetzt bot, wollte er sie nicht vorübergehen laffe«, ohne daS Wild dem gestellten N tzr zuzutreiben. . Ostmark hätte de« lästige« Frager am liebsten ganz ohne Antwort gelassen. Jedenfalls handelte es fich sür denselben doch wieder nur um eine Spekulation. Auch war die Frage ein wahrer Hohn auf seine eigene Lage, da er ja selbst nichts wußte, als was er in den Zeitungen gelesen. Jndeß durfte er sich keine Blöße geben: Wie hätte eS denn auSgefehen, wenn er in einer so wichtigen Angelegenheit «icht einmal unterrichtet erschien.
Er beschloß also, den Zurückhaltende« zu spielen, der «ich» verrathe« dürfe und ant- wartete kühl: „Nun, daS Wesentliche werden Sie wohl auS den Blätter« gesehe« haben. Die Lage ist gespannt, und mit einem endgiltigen Urtheil muß man sehr vorsichtig sein."
„Sehr richtig, Herr Gras, — sehr richtig," erwiderte Löwenthal, so zuvorkommend, als ob die unverbindliche Antwort seine gesummte Neugierde befriedigt hätte. „Bei der Tragweite, welche rin Beschluß der gräflichen Verwaltung
Deutsc
Berlin, 19. September 1902.
• Der Aesnch be* Kaiser* i» K«gla«b scheint jetzt endgiltig festzustehen. Der Berliner Berichterstatter des ,Daily Telegraph' erfährt nämlich, König Eduard werde dieser Jahr die Gestade England» nicht verlassen, aber vom 8. bi« 15. November werde der deutsche Kaiser sei« Gast in Sandringham sei». Der Kaiser wird a« Bord der „Hohenzollern" in Portsmouth lande» «nd sich nach Sandringham begeben, ohne London zu berühren. Da die Kaiserreife einen rein privaten Charakter trägt, werde Bülow den Kaiser nicht begleiten, aber die Botschafter Graf Metternich und Larcelles werden fich in Sandringham während der Anwesenheit de» Kaiser« befinden. Der Kaiser und König Eduard würden über «ine Reise de» Kronprinzen nach Italien in Begleitung b« Herzog« von Connaught fich einigen. Dies« Reise de« Kronprinzen hänge von der Beendigung sein« Univerfitätestudien in Bonn ab.
+ Aentschkaud «ud Aolkand. I» einigen auswärtige» Blätter« war die Mär von einem politischen Bündnisse zwischen Deutschland und Holland aufgetaucht. I» der ersten holländischen Kammer hat Baron van Lynde», der holländische Minister deS Aeußern, dies« Mär ein Ende gemacht mit der Feststellu«g, daß die Gerüchte über ei« Bündniß der Niederla«de mit irgend einer fremden Macht vollkommen unbegründet find.
X Die N«1erüommissio«. Die Unter- kommisfion der Zolltarif-Kommisfion be« Reichstage« hat ihre erst« und letzt« Sitzung am Donnerstag in kurzer Zeit erledigt. Durch be« Draht finb bie gefaßten Beschlüsse sofort nach bet Sitzung überallhin verbreitet worden; tn der That ist nicht viel darüber zu berichte». Ueber die Hauptfrage, ob nämlich dar ganze Material auch in der zweiten Lesung nochmals durchberathen werden soll, ist n'cht einmal ein Beschluß gefaßt worden; e« sprachen nur einige Mitglied« der Unterkommisfion den Wunsch au«, daß da« «icht geschehen möge, während im Gegensätze dazu der sozialdemokratische Abg. Stadthagen wenigsten» über alle diejenigen Zollsätze gesonderte Berathung haben will, die sich auf Lebensmittel beziehen. Daß, wie nachher beschlossen wurde, über Getreide, Gemüse und Vieh besonder« in der zweiten Lesung berathen werden soll, verstand fich von vorn herein von selbst. Also kann man getrost sagen, daß diese Sitzung d« Unterkommisfion kein« hervorragende Bedeutung für die Entwickelung der Zollfrage erlangt hat, entgegen den vorher gehegten Erwartungen, und zwar um so weniger, als die Vertreter der Verbündeten Regierungen gar keine irgendwie bestimmten Erklärungen abgegeben haben. Da« soll erst am Montag geschehen, bet dem Beginne b« Sitzung ber ganzen Zolltarifkommtsfion. Diese ist in ihrer Marschorbnung burch bas, was die Unterkommisfion beschlossen hat, in keiner Weise ge« bunben. Daß bie Kommisfion mit bet zweiten
habe« wird, kann man es nur begreiflich finde», wenn Sie nicht das Geringste übereilen. Keine Frage auch, daß es nur eine« Worte» de» H«rn Grafen bedürfte, um die Behörde» und nöthigen Falls auch das Militär zum energische« Einschreiten gegen die aufsässigen Arbeitermaffe« zu bestimme«. Besonders da Sie, Herr Graf, die Verwaltung selbst in der Hand habe« und anderseits auch mit den militärischen Verhältnissen so genau vertraut sind, wird alles von Ihren Entschließungen abhängen."
SS kam dem Grase» fast vor, als wollte der junge Bö sianer ihn wegen seiner Mißerfolges verspotten. Doch hielt er an fich und erwiderte leichthin:
„Die ganze Angelegenheit wird wohl bald zu einem befriedigenden Abschluß gelangen."
Man merkte, daß Ostmark das Thema nicht zusage, und wie gerne der junge Löwenthal auch noch Nähere« gehört hätte, er gelang ihm doch »icht mehr, das Gespräch auf diesen Gegenstand hin zulenken.
Aber auch der Graf war unbefriedigt, und so trat er denn alsbald den Weg »ach sein« Wohnung an, nicht viel klüger als er fortgegange», und hier gab er seinem Unmuth ungeschminkten Ausdruck.
„Er scheint da unter der Verwaltung be« alten Ehrbach manchs» recht im Argen zu liegen," rief er, al» er zu seiner Gemahlin in das Zimmer trat. „Es ist wirklich Zeit, daß mit energischer Hand hinter den alten Schlendrian gegriffen wirb. Vielleicht wäre es am besten, wenn ich selbst kurzer Hanb einmal mich an Ort unb Stelle be« Ausstanbe« begäbe."