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8?
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Die Interessen de« Handwerk« vertrat der
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herznstelle« versuchte«, wurde« i« der Nähe do* I von den berufene« Freunden de« Volke« eine be- LoS TequeS geschlage«, welches «»»mehr in der sondere Aufmerksamkeit gewidmet wird.
Gewalt der Aufständische« ist. — Am Sonntag ~
haben drei Kavonenboote Castros mit 500 Manu an Bord Carupano verlassen, um Sind.Bolivar von Neuem zu bombardiren. — Bei Äap Haitis« hat nach einem ix Washington ringe« gaxgenen Telegramm des amerikanische« Gesandte« in Port au Prince am Donnerstag ein heftiges Gefecht zwischen de« Truppen des Generals Nord
X N-k-httle Lo- vo« Aom Aete. Ei« «icht unbekannter Los vo« Rom-Apostel ix Oester« reich ist der protestantische Pfarrer Uxgnad bisher in Klostergrab in Böhmen als Geistlicher ansässig und thätig. Sei« gar zu tolles Se« bahren hat ihm die Ausweisung aus Oesterreich zugezoge», da er seiner Staatsangehörigkeit «ach gar nicht Oesterreicher, sondern Sachse ist. Aber Herr Uagnad Hat fich durch seine Treibereien daS allerhöchste Wohlgefallen der sächfischen prote« stantlfchen Kirchenbehörde zugezoge«. Gs ist nämlich vom sächstschen LandeSkonfistorium in Niederwürschnitz beiTtollbergeine xeuePfarr« ^gründet worden, augenscheinlich Haupt« sächlich zu dem Zwecke, um de« auS Oesterreich wegen seiner fanatischen Hrtzereie« auSgewiesenen Herrn Uxgnad in axgrnehmer Weise zu versorgen. Wer also als protestantischer Geistlicher im Königreiche Sachse» versorgt sein will, gehe nach Böhme» und mache eS wie Herr Uxgnad!
geblieben, aber er schien entsetzliche Schmerzen zu leide«.
Der Arzt that seine Pflicht. Eine Bind-, welche die Wunde für de« Augenblick gänzlich schloß, wurde um die blutende Stirne gelegt.
»Glauben Sie, daß die Wunde sein Leben in Gefahr zu bringen vermag?" fragte Ernst den Arzt tm Flüstertöne.
»Dar ist erst nach der näheren Untersuchung festzustelleu", versetzte der Gefragte.
»Doch wohin bringe« wir ihn?"
-Nun, in'« städtische Krankenhau», wenn er nicht Verwandte oder Freunde in Homburg besitzt."
»Ich will ihn fragen."
Ernst beugte fich zu dem junge» Manne nieder, der ihm, er wußte selbst nicht warum, so große Theilnahme einflößte.
Die Fragen, welch« Ernst an den Verwundete» richtete, wurden mit schwacher Stimme beantwortet.
»Ich kenne Niemanden hier", sagte jener, »ich habe keine Freunde und Verwandten in der Welt. Was ich an Geld und Geldeswerth besaß, liegt in der Bank begraben. Ich muß wie alle | meinesgleichen enden. Der Tod wäre für mich daS Beste."
»Bei Ihrer Jugend wäre Verzweiflung Süuve", erwiderte Ernst. »Bedrückt Sie weiter keine Schuld als die unselige Leidenschaft für daS Spiel, so ist für Sie die Zukunft noch »icht hoffnungslos. Vorläufig wolle» wir für Ihre Genesung Sorge tragen."
Er winkte den Arzt bei Seite.
und denen des General- Jumeau stattgefunden; auf beiden Seite« waren schwere Verluste zu ver« zeichnen. Das Gefecht dauerte bei Abgang des Telegramms am Freitag Abend «och an. Die Stadt Marmelade ist, wie das Telegramm weiter meldet, zerstört.
• Neking, 1.Sept. 1902. UeberWinkel«
»Der Verwundete soll »icht in's Krankenhaus gebracht werden", sagte er leise, »er soll bei mir im Hause Ausnahme finden."
»Aber Sie laden sich damit eine Last auf, welche Ihnen große Unbequemlichkeit verursache» kann. Zumal wen« er stürbe."
»Dar Schicksal ließ ihn mich finden, um ihn vor dem augenblicklichen Tode z» bewahren, so will ich denn auch, wenn Gott eS nicht anders fügt, für seine Wiederherstellung unter meinen Augen sorgen."
Der Arzt widersprach nicht «ehr. Die drei kräftigen Männer hoben de» Verwundete» auf und trugen ih, der Stelle zu, wo der Wagen hielt. Er wurde sanft hineiugrhoben. Ernst und der Arzt setzten fich neben ihn.
Der Kutscher fuhr vorsichtig der Stadt zu und nach Verlauf einer halben Stunde hielt der Wage« vor dem Wohnhause deS Hamburger Kaufmannes.
Ernst führte auS, was er fich vorgenommen hatte. Der Verwundete wurde in einem seiner Zimmer weich gebettet und sogleich et» Krankenwärter für th« geholt, der Allem, was der Arzt orduere, gewiffrnhast nachkam.
Der menschenfreundliche junge Mann verweilte noch eine ganze Stunde am Bette der Leidende«. Erst nachdem dieser, vo« dem schweren Blutverlust ermattet, in einen festen Schlummer gefalle« war, verließ er iHv, um Gabriele zu besuche», welche ihn sehnsüchtig erwartete,
(Fortsetzung folgt.)
portage zur Verbreitung guter Schriften fich endlich energischer und allgemeiner zu bekümmern. Allerdings müssen die Bildung-mittel auch vo« denjenigen, zu dererr Nutze» fie geschaffen werde», mit regstem Eifer benutzt werde». A» dahingehenden beherzigen-werthen Mahnworten hat e- ebenfalls nicht gefehlt; eS sei nur erinnert an die AuSsührunge» des Arbestersekretärs Reinhardt, der u. a. sagte: Wir haben in unseren katholischen Vereinen schon manche ausgezeichnete Btldungsanstalte«; wir brauchen di« Gelegen- heit nur gut aurzunützen.
Neben der Grundlage einer tüchtigen Allgemeinbildung ist dann aber auch die praktische soziale Schulung unerläßlich. Möge darum vor allem da« Wort de» Abg. Trimborn nicht vergessen werden: »Der VolkSverei» ist die große sozialeFortbildungsschulefürda«katHo/ lisch« Deutschland!" Fürwahr, e« sollte bald! keinen Ort mehr geben, wo nicht alle kath. Männer I für sich diese „Fortbildungsschule" obligatorisch gemacht habe». Di« Generalversammlung de« Vo!k«vereiv« für das kath. Deutschland gehörte
• yrtfori*, 1. Sept. 1902. Milner erließ am 29. August eine Verordnung, nach welcher jeder erwachsene männliche Ei»geborexe eine Kopfsteuer vo» jährlich 50 Frauken zu zahlen hat. Ma» glaubt, daß dieses zur Lösung der Arbeiterfrage beitrage. Auf diese Weise glaubt Mtlxer nämlich die Kaffem zur MinenarbeU zwingen zu können.
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][ Soziale Lehren des Mannheimer Katholikentages.
Fruchtbare Anregungen bringen die alljährlichen Generalversammlungen der Katholiken Deutschland» ganz besonder« auch für die praktisch« Arbeit auf sozialem Gebiete. Wenn die deutschen Katholiken hier so große Erfolge zu verzeichnen haben, so ist da« sicherlich nicht zuletzt auf de» mächtigen Impuls zurückzuführen, den in dieser Hinsicht die Katholikentage von jeher gegeben haben. Auch di« diesjährige General- I Versammlung hat es nicht an ernsten sozialen Mahnungen fehlen lassen, die verdienen, daß wir I jetzt, wo die bedeutsamen Tage hinter uns liegen, | un« dieselben «och einmal im Zusammenhang in die Erinnerung rufen.
In einer ganzen Reihe gegenwärtig besonder« wichtiger Fragen hat der Katholikentag in Form von Resolutionen seine Stimme zu Gunsten einer von christlichen Grundsätzen geleiteten Sozialpolitik bezw. sozialen Reformarbeit erhoben. Von jeher find die Katholikenversammlungen für eine» angemessenen staatlichen Schutz der heimischen LandwirtHschast eingetreten. Auch die die«, jährige Generalversammlung wünscht „ein« kräftige Abhilfe der traurigen Lage der Landwirthschaft" und ist „von der hohen Bedeutung überzeugt, welche ein« gesunde, heimathftohe und wirthschaft- lich tüchtig« Landbevölkerung für da« gesummte Volk«- und Staatsleben hat". Sie begrüßt e« deshalb mit Freuden, „daß neben der sozialen Organisation de« Bauernstandes in den christlichen Bauernvereinen und der staatliche« Fürsorge für die Landwirthschaft auch die auf geistig« und materielle Hebung der ländlichen Bevölkerung g«. richtete freie Thätigkeit der Freunde de« Land- volle« immer mehr zuuimmt". Sie empfiehlt dringend, daß diesem Thetl der sozialen Thätigkeit, dessen mannigfache Zweige unter dem Titel ländliche Wohlfahrtspflege zusammengefaßt werden,
nehmigt.
4) Kanalisation. Durch den traurigen Todesfall de» Herrn Ingenieur« Mairich ist bekanntlich da» Projekt der städtischen Kanalisation gewissermaßen verwaist. Herr Stadtverordneten- ! Vorsteher Gegendaur berichtete zunächst über die Ergebnisse der Befichtigungen der Kanalisationen von Marburg uub Ohrdruf, wobei in erster Linie die Kläranlagen in Betracht gezogen wurden. Dabei hat fich ergeben, daß die Marburger Kläranlage keinrsweg» nachahmenrwerth sei, da bereit« in einer Entfernung von 89—90 Meter ein penetranter Geruch fich bemerkbar mache. Demgegenüber falle die Ohrdrufer von Herr« Mairich errichtete Anlage durch ihre fast vollständige Geruchlosigkeit auf; zwar habe man auch dort Belästigungen von unangenehmen Gerüchen erfahren, die aber zweifelsohne auf die schlechte Instandhaltung der Pumpwerke« zurückzuführen seien. Die Herren der Kommission, bestehend au« den Herre» Oberbürgermeister Dr. Antoni, Stadtbaurath Schürmeier, Stadtverordneten• Vorsteher Gegenbaur und Stadtverordneter Fritz, seien in Folge dieser Besichtigung zu der Ansicht gekommen, daß daS Mairich'sche Kläranlage- Projekt für die Stadt Fulda fich vorzüglich be» währen werde und man auch von einer Veränderung de- Platze- für die Kläranlage, al- wie er im Plane vorgesehen sei, »icht abzugehen brauche. Der Magistrat hat nun mit einem der beide« Ingenieure, unter deren Mitwirkung das hiesige Kanalisationsprojekt ausgearbeitet worden ist, am 14. August vorbehaltlich der Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung einen Enga- Semrntsvertrag abgeschlossen, demzufolge Herr Ingenieur Salomon die Ausführung der Kanalisationrarbeiten übernimmt in der Weise, daß er spätesten- bi- zum 1. Januar 1903 al- Vorsteher de- städtischen Kanalisationsbauamtes in die Dienste der Stadt Fulda trete. — Die weitere Brrathung diese- Gegenstände- wurde wegen der Personenfrage in der nun folgende» geheimen Sitzung verfolgt.
Schluß der öffentliche« Sitzung V*9 Uhr.
Katholikentag, indem er unter Berücksichtigung de« zunächst Erreichbaren die Forderung an die Reichs, gesetzgebung stellte, daß die Ausbildung vo» Lehr- 1 ltngen in Zukunft nur mehr solchen Handwerkern gestattet werde, welche die Meisterprüfung in ihrem Gewerbe abgelegt habe«, und daß für da« Baugewerbe der Befähigungsnachweis eingeführt werde. Al« eine wichtig« Aufgabe der Einzel- staaten wurde mit Recht di« systematische Förderung de« Handwerk« mit jenen Mitteln (Maschinen- ausstellungeu, Meisterkurse, Förderung de« gewerblichen Genoffenschaftrwesen« rc.) bezeichnet, wie sie kürzlich der Antrag Trimborn für Preußen ver- langt hat. Hinsichtlich der Arbeiterfragen lenkte der Katholikentag die Aufmerksamkeit der | katholischen Sozialpolitiker speziell auch auf die infolge de» Niederganges der Industrie neuerdings wiederum eingetretene Arbeitslosigkeit und empfahl Mittel und Wege zur Verhütung und Milderung derselben. Ferner begrüßte er lebhaft den Gesetzentwurf zur Einschränkung der gewerblichen Kinderarbeit. Auch wurde die Noth- wendigkeit möglichst baldiger Ausdehnung der Arbeiterschutz, und Arbeiterverficherung-gesetze auf die Hausindustrie betont. Dringend empfahl der Katholikentag die weitere Verbreitung und thatkräftige Unterstützung de» Verbandes der kath. kaufmännischen Vereinigungen, sowie de» Verbände« kathol. kaufmännischer Ge- dülfinnen, indem er die hohe Bedeutung dieser Vereinigungen i« ideeller wie materieller Hinsicht
I hervorhob. Mit großem Nachdruck lenkten die | Resolutionen der Generalversammlung die Auf- merksamkeit endlich auf di« Wichtigkeit der Fürsorgeerziehung, die Noth wendigkeit ein Helt- lichen Zusammenwirkens der katholischen Wohl- thätigkeitrbestrebungen durch Anschluß an den Charitasverband, auf die Bedeutung der Volksbildungsbestrebungen u. a. m.
Eindringlich drang durch die Rede« und Resolutionen deS Katholikentages, namentlich die Vorträge in de« große« Arbeiterversammlungen und in der Generalversammlung des VolkSvrr- einS, die Mahnung zu rühriger, praktischer Mitarbeit auf allen Gebiete» der soziale» Reform. Soll aber diese Mahnung in vollem Umfange Erfolg haben, dann ist die Vorbedingung die weitgehendste Erfüllung einer anderen Mahnung, die auch in Mannheim wieder nachdrück, lich in Erinnerung gebracht wurde: Hebung der Bildung deS Volke-! Geistige Rück- ständigkeit und Trägheit sind stets mit die Haupt. Ursachen, wen» über mangelnde Antheilxahme an den praktischen soziale» Bestrebungen zu klage» ist. Daher gilt es hier vor allem de» Hebel anzusetzen. In diesem Sinne bezeichneten es sowohl der Vortrag von Dr. Bitter-Kiel über Volksbildungsbestrebungen, als auch eine besondere Resolution, als gebieterische Pflicht für die Katholiken, um die Veranstaltung volkSthümlicher Vorträge, Gründung von Unterrichtskursen, von VolkSbibliothrken und Lesehalle», Errichtung von Volksbildungsabenden und einer katholischen Kol-
wieder zu den Glanzpunkten des Katholikentages und mußte, wie dieser gewaltige Verein überhaupt, auch dem Gegner ganz besonders imponiren. So schrieb zB. bte nationalltberale,Köln.Z«iti""/'
»Nach zehnjähriger Thätigkeit ist heute biefu VolkSnerein ein sozialer, kirchlicher und politischer Machtfaktor geworden, der die er n st e st e B e a ch t un g aller übrigen politischen Parteien verdient. Keine andere Partei al« die CentrumSpartei, selbst nicht die in der Organisation und Agitation so gewandte und geschickte Sozialdemokratie, kann sich des Besitzes einer solchen Waffe im wirthschastliche» und politischen Kampfe rühmen, wie sie der katholische Bolksverein ist. Nach dem Berichte seiner Generalsekretärs Dr. Pieper-M.Gladbach zählt der Verein allerdings erst 210000 Mitglieder, eine im Berhältniß zur Zahl der Katholiken Deutschlands gar nicht erhebliche Ziffer, aber darin stecken tausende wohl« geschalter Führer und Vertrauensmänner. 1300 Volksversammlungen hat die Zentralleitung, die in M.Gladbach ihren Sitz hat, im letzten Jahre in allen Thellen Deutschlands abhalten lassen. Unterrichtskurse für Arbeiter und Gesellen werden abgehalten, um die arbeitenden Klassen zu befähigen, in ihren Werfftätten und sonst im Leben gegenüber allen Einreden und Angriffen Rede und Antwort zu stehen. Soziale Konferenzen, apologetische Flugschriften, eine volkswirthschaftliche und soziale Bibliothek, eine Zen- tralauSkunftsstelle bilden u. a. das Rüstzeug dieses Vereins, der eine Kerntruppe der Centrumspartei für die politischen Wahlen und für die sozialen und wirthschaft lichen Kämpfe geworden ist. VomGegner soll matt lernen, und hier können alle Parteien lernen." I
$ d Ik-r-xz, 1. Sept. 1902. Die Zahl der un Ausstande befindlichen Arbeiterverbäude beträgt 42. Die Cafäs find geschlossen. Die Unterhand- lungen werde» fortgesetzt, um de» Ausstand in der Metallwaaren-Fabrtk i» Pignone, der de» allgemeinen Ausstand hervorrief, zu unterdrücken. Die Bevölkerung ist unzufrieden über de» allge- meine» Ausstand, weil er in keinem Verhältnisse ju der geringfügigen Angelegenheit stehe, um die
M « der Metallwaaren.Fabrik Pignone Han- delte. Jeder öffentliche Platz in der Stadt ist durch eine Kompagnie Soldaten besetzt, starke Kavallerie - Patrouillen durchziehe» die Sttaße» u»d Vorstädte. Außer einer großen Zahl von Karabiniere» u»d Polizisten find 6000 Soldaten in Florenz zusammengezogen. Man glaubt, daß iE ^ÄbnW<n8 J®- Tag« änhalie. «» einer Stell; «uroe» die Ga-röhren zerschnit.
lroch wurde ver Schaden gleich au-gebeffert.
• Asnstantinopek, 1. Sept. 1902. Dem armenisch.gregorianischen Patriarchen Ormanian wurde gestern vom Yildiz-Palais mitgetheilt, daß das Jrade betr. die Aufhebung der Ausnahme- maßregeln gegen die Armenier unterzeichnet sei. Ormanian zog infolgedeffen fein« Demission zurück. — Von russischer Seite wird bestritten, daß die Pforte die verlangte Durchfahrt durch die Meerengen formell abgelehnt habe. Es seien in dieser Hinsicht Verhandlungen im Zuge, bei denen darauf hingewiesex wurde, daß der bulgarische Torpedoaviso „Nadjeschda" unter den- felbex Umständen, nicht atmirt und mit der Handelsflagge versehen, im November 1898 die Meerengen paff tue.
• N-w-Aork, 1. Sept. 1902. I» Ve- negueia haben die Revolutionäre weitere Fortschritte gemacht. Ein hier eingegangexeS Telegramm ans Willensstadt meldet: Amtlich wird be- stätigt, daß 550 Man» venezolanischer Truppe« I ix der Nähe von Ocumare am 29. August zu de« Aufständische« übergegange« find; dieselben ftihrte« de« General Castillo al- Gefangene« mit fich. 600 Soldaten, welche den Verkehr auf der deutsche« Eisenbahn von Caracas «ach Valencia
Fulda, 2. September 1902.
J. Herr Regierungs-kchulrath Aottermax« hat am Sonntag unsere Stadt verlaffen, und ist gestern bereits ix Trier ix sein neues Amt ein- geführt worden. So sehr man fich auch über die wohlverdiente Beförderung de- tüchtigen und begabten Schulmänner freue« muß, ebenso groß ist andererseits da-Bedauern Über sei« Scheiden von Fulda. Den« Herr Bottermax« hat sich hier die allgemeine Hochachtung zu erwerben gewußt. Six energischer Verfechter der Jntereffen der Schule, hat er während seiner hiesigen Amts- periode, die vom 1. März 1894 bis jetzt währte" Kraft und Erfahrung mit unermüdlichem Pflicht- eifer den ihm unterstellten Kreisen Fulda, Gelnhausen, Schlüchtern und Hanau gewidmet, und mit freudiger Senugthuung kann er auf nicht weniger als 56 neu gegründete Schulstellen blicken, die seinem erfolgreichen 6intreten ihr Entstehen verdanken. Nicht allein die Lehrpersonen, denen er stet- ein gerechter und wohlwollender Vorgesetzter war, werden ihm ein dankbare- Andenken bewahre», sonder« all«, die immer mit ihm in Fühlung getreten find und Gelegenheit hatte», die vortrefflichen Eigenschaft«» seine- durch und durch ehrenhafte» ManxeS- Charakter- schätzen- zu lernen, werden seiner stet- in Verehrung gedenken. Die besten Wünsche sür sein Wohlergehen folgen dem allverehrten Herr« nach seinem neuen Wirkungskreise.
△ Herr Oberlehrer Adolf Schlitt vom hiefigen König!. Symnafium tritt mit dem 1. Oktober an da-Mdtische Symnafium zu O derlah «stein über.
züge der chinesischen Regierung anläß. lich der HandelSvertragSoerhandlungen haben sich zunächst die Engländer zu beschweren. Au- Shanghai meldet darüber da- Reutersche Bureau Folgende-: Der englisch - chinefische HandelSoer- trag ist nicht unterzeichnet worden. Mackay und die anderen Bevollmächtigten hatte« sich zur Unterzeichnung versammelt, fanden jedoch, daß da- kaiserliche Edikt nicht befriedige und undeutlich sei. Mackay hatte Vorbereitungen getroffen, am Nachmittag des Tages, an welchem die Unterzeichnung stattfinden sollte, abzureisen, er weigerte sich jedoch, den Vertrag zu unterzeichne«, und verschob feine Abreise, um weitere Mitteilungen aus P.cking abzuwarten. Die Nichtuxterzeichxung hat Erstaune« erregt; die । Haltung Chinas zeugt von Mißtrauen; China j
0 Mini», 1. Sept. 1902. Der Abaeord- eine Gelegenheit sür die eventuelle Nicht- neie Wolf soll einem Berliner Blatte zufolge > «"erkennung des Vertrages, die Ostdeutsche Rundschau" an die deutsche Volkspartei verkauft haben und beabsichtigen, »ach Deutschland zu übersiedeln. Dar wäre eine ueitr Bescheerung für das deutsche Reich, an deren Thatsächlichkett wir aber noch starken Zweifel hegen.
tereffaxt ist und bleibt nur der Umstand, daß die gegenwärtigen Gewalthaber in Frankreich ix tyrer Verlegenheit sogar wieder zu dem Spiel mit dem Revanche-Gedanke» greifen, um die öffentliche Aufmerksamkeit so viel wie möglich von der gewaltsamen Schließung der OrdexS- schulen abzulenken.
Möchte man auS dieser Anerkennung, die sich der Volksverein sogar in gegnerische» «reifen er- rungen hat, auch dort, wo man dieser Gesummt- organisattox der Katholiken Deutschlands noch immer fernsteht, lernen und sich endlich zum An- schluß und zu reger Mitarbeit entschließen. 25,000 neue Mitglieder find die Frucht der Mahnungen gewesen, welche auf der letzten Generalversammlung in Osnabrück ausgesprochen wurde». Hoffenllich wird auch die diesjährige Tagung eine» neue» großen Aufschwung des Volksoereins, diesmal namentlich in Süddeutsch, land, zur Folge haben. Das wäre um so freudiger zu begrüßen, als der Bolksverein, wie der Abg. Trimborn mit Recht wieder betonte, „bte beste und zuverlässigste Vollzugs, anstatt für die Beschlüsse deS Katho, |likentages" bildet.
Stadtverordneten-Bersamrnlung.
El Fulda, 2. Sept. 1902.
An der gestern Abend 7Vi Uhr abgehaltenen Stadtverordnetensitzung nahmen 17 Stadtverordnete und als Vertreter de» Magistrates der erste und der zweite Beigeordnete, die Herren Rob. Kircher und Aug. Müller, theil.
Die Tagesordnung wurde wie folgt erledigt: 1) Geschäftliche Mittheilung. Herr Stadtv. Anton Schwarz gab ein Schreiben des Bürgermeisteramtes von Crainfeld zu den Akte», in dem die Mittheilung enthalten ist, daß in Crainfeld 8 Personen Namens Sommer ansässig find.
2) Ankauf von Grundstücken. Dieser Punkt wurde für die geheime Sitzung zurückgesetzt.
3) Eine Löschungs-Urkunde wurde ge-