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Jutöa, Mttwoch, den 27. August 1902.
J£ 196
29. Jahrgang.
KngeL' und Dämon.
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oriick und Verla- der Fuldaer AetleudeLLtz» Peter»««,le Nr. i tLarmoatet»
In der
2. geschloffene« cheneralversammk««g, die um 11 Uhr Vormittags begann, wurde der BonifatiuSverein der werkthätigen Unterstützung empfohlen, ebenso die katholische kaufmännische Vereinigung. Ferner wurde die Errichtung einer Annoncenexpedition möglichst in Brr« binduna mit der Zentralstelle der BolkSvereins beschlossen und ein Antrag Rier»Ludwigshafen
Gattin unvermerkt Kiumphirende Blicke auf ihn richtete. Sie vermochte de» innere» Jubel ihrer Brust kaum zu bekämpfen und mußte ihr Taschentuch vor daS Gesicht halten, um das freudige Aufleuchten ihrer Augen vor ihm zu verbergen.
Endlich blieb er vor ihr stehen.
„Lassen Sie uns jetzt über die Sache ruhiger sprechen, Sennora," sagte er. „Nicht wahr, das eigenhändige Bekenntntß der Schuld meines Weibes, von dem Sie mir eine Kopie sandten, ist noch in Ihrem Besitze?"
Gabriele bejahte eS seufzend.
„Ich bitte Sie, zeige» Sie es mir."
Die Heuchlerin zögerte.
„Aber Herr Diethelm, bi diesem Augenblicke, wo Sie so sehr aufgeregt find, wünschen Sie das Papier zu sehen. Ich fürchte für Eie —*
„Der erste Schlag, den ich durch ihr Schreibe» erhielt," fiel er schnell ein, „hat mich tief gebeugt. Doch jetzt ist das schwerste Überwunde». Gebe» Sie mir daS Papier, Eeneora!"
Gabriele trat a« ihren Sekretär und nahm den angeblich von Martha geschriebenen Brief heraus.
der geringste Gewinn der nunmehr elfjährigen Thätigkeit des BolksvereinS muß dari» gesehen werden, daß er aus alle» Ständen gemeinnützig gesinnte Männer für das soziale Wirken im engeren und weiteren Kreise gewonnen und ge- schult hat. Sie find es auch gewesen, welche an dem Ausbau der verschiedenen sozialen und wirth- schaftlichen StandeSvereinizungen erfolgreich gewirkt haben.
Von der sozialen Aurkunftrstelle des Volksvereins wurden im Berichrjchre mehr als 2500 Auskünfte ertheilt; die Sozialwissenschaftliche Bibliothek an der Centralstelle des Volksvereinr in M.-Gladbach lieb im Berichtsjahre kostenlos und portofrei 5425 Nummern (Bücher, Broschüren, Statuten usw.) an Mitglieder ces Volksvereinr zur mrhrwöchentltchen Benutzung aus. — Zwei volkswirthfchaftliche un > apologetisch« Kurse von je dreimonatiger Dauer wurden vom Voiksverein im Sommer 1901 und 1902 zu M.> Gladbach für besonders befähigte Arbeiter und Handlungsgesellen veranstaltet. Der erste wies 9, der zweite 25 Theilmhmer aus den verschiedensten deutschen Landcstheilen auf; alle wirken in der christlichen Arbeiterbewegung sehr erfolgreich, mehrere find in ihrer Hetmath al- katholische Arbeitersekcetäre im Dienste der katholischen Arbeiterverein« und der Centrumrpartei thätig. — Volksversammlungen wurden der Centralstelle in der Berichtrzeit inrgesammt 1300 gemeldet, darunter 558 in der ersten Hälfte der Jahres 1902. Zahlreich waren die Vorträge über apologet.sche Fragen, die landwirthschaftlichrn Schutzzölle, die soziale Thätigkeit des Centrum», die Organisation der Handwerker, der Arbeiter usw. Die durchweg sehr starke Zuhörerzahl bewies das hohe Interesse, welches diese Volksvereinsoersamm- lungen fanden. Der Volksverein trat der Internationalen Vereinigung für gesetzlichen Arbeiterschutz und deren deutschen Sektion, der Gesellscha t für soziale Rekorm, mit einem namhaften Beitrage bei. Zur The. !n ahme und Mitarbeit an wichtigen Kongressen sozialpolitischer Vereinigungen wurden auf deren Ersuchen Vertreter des Volksverein« entsandt; der G neralsekretär trat mehreren solchen Vereinigungen al» Vorstands- oder Ausschuß- Mitglied bei. M t vielen sozialen Vereinigungen, Verbänden von StandeSvereinigungen, Genossenschaften, ebenso mit einflußreichen katholischen Sozialpolitikern in Belgien, Frankreich, Italien, der Schweiz, Oesterreich-Ungarn wurden kurt i Korrespondenz,Schriftenaurtausch und Besprechungen werthvolle Beziehungen angeknüpst und in vielen Frage» ein Zusammenwirken herbeigeführt.
Als zweiter Hauptredner ergriff das Wort Herr Justizrath Karl Trimbor» aus Köln, bei seinem Erscheinen auf der Rednerbühne mi stürmischem Beifall begrüßt. Als Thema war dem Redner die Aufgabe gestellt, den Nachweis zu führen, daß der Volksverein ein eminent praktischer Verein ist.
Im Vordergründe der Thätigkeit deS Bolkk- vereins steht, wie Redner auSführte, seine soziale Thätigkeit. Er will in den weiteste» Kreisen deS katholischen Volkes soziales Verständniß verbreiten, besonder» im Hinblick auf die gesetzgeberischen Maßnahmen auf dem Gebiete der Sozialpolitik. Soll diese gesetzgeberische Thätigkeit deS Staates eine segensreiche, zur Förderung des sozialen Friedens dienende sein, dan« ist an erster Stelle
„Sie wollten eS, Herr Diethelm, hier überzeugen Sie fich, ob diese Schrift von der Hand Ihrer Frau herrührt."
Er prüfte das Schreiben lange. Er nahm Martha'S Brief aus seinem Portefeuille, entfaltete ihn und verglich die Schriftzüge genau.
Die Hand der Unglücklichen war mit solcher Geschicklichkeit nachgeahmt, daß Ernst di« Schrift-
War Gabriele jetzt fegte, hatte sie fich schon vor seiner Ankunft wohlweislich überlegt.
Gelang es ihrer Person nicht, ihn an fich zu fesseln, so sollte das Kind daS Band bilden, dem er sich nicht zu entziehen vermöchte.
Die Bitte, die fie mit feuchten Augen aussprach, rührte ihn aus'S Tiefste.'
„Es gab Stunden", sagte er, „wo ich das ganze weibliche Geschlecht zu hassen vermeinte, weil auS dem Wesen, daS ich für einen Engel hielt, ein Dämon des Verraths geworden war. Ich erkenne mein Unrecht. Die Welt birgt noch viele tugendhafte Frauen, und die tugendhafteste von allen soll die zweite Mutter meines KindeS werden."
Sennora de Fontana's Augen senkten sich.
„Zu viel, zu viel, mein Freund", erwiderte i« sanft. „Ihr Lob macht mich erröthen. Wie ein Mann, so ist auch kein Weib ohne Fehler, und ich erachte es nicht für ein Verdienst, Mitleid mit einem Unglücklichen und seinem Kinde zu fühlen."
Sie reichte ihm die Hand, die er in aufrich- igerBewunderung ihres scheinbar so wahrhafter- «benen Charakters küßte.
Mit einem „Auf Wiedersehen, meine Freundin, meine Trösterin", verließ er fie.
Gabriele de Fontana blieb allein. Jetzt »rauchte fie die stürmische Freude, die in ihrem Innern tobte, nicht mehr zurückzuhalten. Sie machte ihrem gewaltsam pochenden Herzen durch den lauten Ausruf Luft:
„Bald, bald ist er mein!"
(Fortsetzung folgt.)
Roman wo» Johann Marius.
------ (Rachdruck verboten.)
9« de» Augen des jungen Mannes flammte es wild auf und seine Hände ballten fich krampf- 1 haft. Aber er antwortete nicht, sondern nur ein tiefer Seufzer entrang fich seiner Brust.
„O mein theurer Freund", fuhr die Komödi- onti» fort, „bekämpfen Sie Ihren gerechten Zorn. ' Man soll selbst die nicht verdammen, die un« Haffen und beleidigen! Vielleicht ist Ihre Frau * auch nicht so schuldig, wie wir glauben."
„Wie, Sie vertheidigen die Eiendiae noch?" rief Ernst heftig.
„Ja, mein Freund. Ich muß Mitleid mit den Schwächen meiner Nebenmenschen empfinden. . Zudem lastet ja auch die Verantwortung auf mir, daß ich dem jungen Aloarez Zutritt tu meinem Hause gestattete. Ich hätte an seine Vorzüge denken sollen, die eine schwache Frau leicht in Versuchung führen konnten. Auch war Martha noch so jung. Sie waren so weit entfernt. Der schöne, junge Mann, dem die Gabe der Beredt- samkeit nicht fehlte, war ost mit ihr allein — ich selbst war ja ahnungslos und so kam es denn —"
„Um GotteSwille», halten Sie ein, Sennora!" rief Ernst aufspringend. „Beschönigen Sie de» Verrath nicht noch. „Ich will von ihr nichts mehr wissen!"
trMieinl täglich, m. Ausnahme der ' Sonn-und Feier- , tage. Vierteljährl.
igt jugipttis phneBringerlohn
! ,nd Bestellgeld in Fulda und auS- VürlSlM.bOPH
„Es ist kein Zweifel", murmelte er, „fie ist schuldig. Jedes Band zwischen uns ist fürderhin zerschnitten!"
„Was soll aus Ihrem Kinde werden", fragte das falsche Weib. Die Mutter würde sehr unglücklich sein, nähmen Sie es ihr. Darin sollten Sie Mitleid mit Ihrer Frau haben."
„Das Kind gehört dem Hintergangenen Satten, Sennora", sagte er fest. Dr ich hier meinen Wohnsitz nehme, so werde ich schon eine gebildete Dame finden, die mich in der Erziehung meine- Knaben unterstütze» wird."
„Wie, Sie wollen Ihren kleinen Sohn der Sorge einer Fremden anoertrauen?" fragte Gabriele mit scheinbare» Erstaunen.
Er zuckte die Achseln.
„Muß ich es nicht? Zwingt mich nicht die Roth dazu? Das Kind bedarf sorgsamer Pflege."
„Sanz recht", versetzte Gabriele rasch. „Auch ich bi» derselben Metrung."
„Nun also —*
„Doch wozu wollen Sie nach einer Pflegerin suchen. Ich bin ja da!"
„Wie, Sennora, Sie wollten fich dieser Mühe unterziehen?" rief Ernst.
„Nennen Sie es nicht Mühe, Herr Diethrlm", verficherte fie. „Es würde mir unendliche Freude gewähren, au dem Knaben Mutterstelle vertreten zu dürfen. Wenn Eie ihn auch nicht in Ihrem Hause haben", fügte fie hinzu, „so hätt Sie doch nichts ab, ihn tägl ch zu sehe» und fich an seinem Gedeihen zu erfreue». Bitte, mein edler Freund, überlassen Sie mir den Liebling Ihres Herzens!"
nötbig, daß fie vom Verständniß des ganzen Volkes getragen wird, und das ist eben daS Bestreben des BolkSvereinS.
Die bedeutsamste Aufgabe auf diesem Sebiete ist die Besserung der wirthschaftliche» Lage des Arbiiterstandes. Der Arbeiter will heute nicht nur politisch gleichberechtigt sein mit den übrigen Bürgern des Deutschen Reiches, sonder» er will auch sozialwirthschaftlich und kulturell gleichberechtigt fei» und bis zu einem gewisse» Grad« theilnehmen an den bisherige» Fortschritten der Kultur und Zivilisation. Der Volksoerein ist bestrebt, der Berechtigung dieser Forderung in immer weitere» Kreisen Anerkennung zu verschaffen.
Der Verein ist gewiffermaßen zu einer große» sozialen Fortbildungsschule für das katholische Volk geworden.
Die praktifche Bedeutung deS Volksvereins reicht aber weit über daS soziale Gebiet hinaus. Durch ihn wird das katholische Volk nicht nur sozial geschult, sondern für das grsammte öffentliche Leben gesammelt, organistrt und unterrichtet. Noch stehen leider Hunderttausende von Katholiken de» Fragen des öffentlichen LebenS gleich- giltig gegenüber, wie dies u. a. aus den Ziffer» der Betheiligung bezw. der Nichtbetheiligung a» den Reichstagswahlen sich ergibt.
Der Volksoerein bekämpft die Bequemlichkeit und Gleichgiltigkeit im öffentliche» Leben, er will daS soziale Pflichtbewußtsein schärfen und stärken und das Jntereffe für den Nächsten bis zur Begeisterung entflammen. Sein Wahlspruch ist: Tod dem SchlasmÜtzenthum.
Der Volksverein hat die Ausgabe, für di« Ausgleichung der Jntereffen innerhalb der verschiedenen Stände zu sorgen. Das macht ihn besonders werthooll für die politische Vertretung der deutschen Katholiken, denn er hält von ihr die größte Gefahr ab, die ihr drohen kann, de» Widerstreit der Jntereffe».
So arbeitet oer Volksoerein an der langsamen, inneren Kräftigung des katholischen Volks- theilrs und gereicht dadurch zum Wohle de« ganze» deutsche» Vaterlandes. (Lebhafter, anhaltender Beifall.)
Als dritter Redner sprach unter begeistertem Beifall der Versammlung der Reichstags- und LandtagSabgeordmte Gröber Über die apologetische» Aufgaben deS BolksvereinS angesichts deS gegenwärttgen Ansturmes gegen die katholische Kirche.
Als Schlußredner wies Hutter aus Freiburg i» Br. überzeugend die Einwände zurück, welche gegen die Verbreitung des BolksvereinS in Baden erhoben werde» könnten.
Die Versammlung schloß mit einem begeisterten Hoch auf de» Papst, den Kaiser und den Groß Herzog.
Jntereffe; die Geschäftsführer und Vertrauens- männer entwickelten eifrigere Wirksamkeit. Im Anschluffe un eine aus ganz Deutschland beschickte Delegirtew-Konferenz deS BolksvereinS in Osnabrück fanden in den einzelnen LandeStheilen eine größere Reihe vo» Landes- und Bezirks«Konferenzen statt, welche wiederum die öftere, vielfach regelmäßige Abhaltung von örtlichen Vertrauens- männer-Konferenzen veranlaßten. In Folge dessen konnte die Organisation der Vertrauensmänner, von deren Thätigkeit die Entwickelung des Vo!ks- vereinS a» den einzelne» Otten hauptsächlich ab- hängt, neu belebt und weiter auSgebaut werden. Ein Handbuch sür die Freunde und Förderer deS Volksvereins, welches vor Allem den Geschäftsführer» und Vertrauensmännern als Leitfaden und beständiger Mahner bei ihrer Thätigkeit dienen soll, wurde in 10,00« Exemplare» verbreitet, das Organisation-- und Agttations • Material bedeutend vermehrt.
Mit besonderem Nachdruck hat der Volksoerein sich im Berichtsjahre der Aufgabe gewidmet, Aufklärung zu vnbretten Über jene aktuellen sozialen Fragen, welche zur Zeit im Vordergründe des öffentliche» Interesses stehe». Die Interesse» der L a » d w i r t h s ch a f t find seit Jahren auf'S innigste verknüpft mit der Forderung einer Erhöhung der landwirthschaftlichrn Schutzzölle; gegen dieselben ist im ganzen Lande unter der nichtöSuerlichen Bevölkerung, vor Allem unter den Industrie - Arbeiter», eine heftige Agitation von freihändlerifcher und sozialdemokratischer Seite entfaltet worden. Auf katholischer Seite blieb es dem Volksverein allein überlassen, dieser Agitation planmäßig entgegenzutreten. Er darf das Verdienst in Anspruch nehmen, hier in weitgehendstem Maße und mit gutem Erfolge seine Thätigkeit in den Dienst der Landwirthschaft gestellt zu haben. Fast jede« Heft der Vereins • Zeitschrift und fast jede Rümmer der Sozial-Korrespondenz brachte» einschlägig« Artikel.
Di« Förderung des Handwerks erstrebte der Volksoerein mit ähnlichen Mitteln, rot allem durch eine rege Agitation für die SMbreitung und den weiteren Ausbau der Handwer? nnnunge» und Handwerkergenossenschaften. U. a. dient« di« Verbreitung der vier Handwerk, flagblätter in zusammen 1480 000 Exemplaren dieft m Zwecke, ebenso die beiden Handwerkerbroschüren. Heft 5 und 1'6/18 der sozialen Lagesfrage». — Für de» Kaufmanns stand war der Volksoerein in gleicher Weise thätig; er suchte insbesondere die Durchführung und den weiteren Ausbau der Gesetzgebung und deS kaufmännischen Vereins- und Genossenschaftswesens zu fördern.
Im Interesse deS Arbeiterstandes entwickelte der Volksoerein ebenfalls eine sehr rege Wirksamkeit durch Verbreitung vo» Flugblättern Schriften, Gründung von sozialen Konferenzen von PrästdeS, zahlreichen sozialen Unterrichts- kurse» der Arbeiter usw. Diese Wirksamkeit er- streckt sich auf die Vertheidigung der Thätigkeit oes Centrums sür de» Arbeiterstand, die Auf- klärung der Arbeiter Über die »eueften Arbeiter- schütz- und ArbeiterverficherungSgesetze, Anregungen und Anleitung zur Mitarbeit der Arbeiter an der Durchführung dieser Gesetze, die weitere Ausbreitung und den Ausbau der katholischen Arbeitervereine wie einer christlichen Berussorgani- fation der Arbeiter in Gewerkoereinen. — Nicht
49. SnunllmsWAlei» dil KchMm Mfölimto!«Uoüshkm 1992.
C. P. C. Mannheim, 26. August.
(Nachdruck verboten.)
Nach einem feierlichen Requiem sür die verdorbenen Mitglieder begann um 9l?» Uhr die General Nerfammknn- des Dolürverettts für das katholische Deutschland, die ebenso zahl- «ich besucht war, wie die Generalversammlungen des gestrigen Tage«. Die Theilnehmer find zum große» Thril eigens zu dieser "Versammlung nach Mannheim gekommen, viele -auS große« Entfernungen. Namentlich war das badische, pfälzisch« und nUterfrSnkischs Landvolk zahlreich vertrete«. Der Versammlung wohnten die Erzbischöfe von Freiburg und ren Mechel» als Ehren- Läste bei.
Der Vorsitzende des VolkSvereinS, Fabrik- Lefitz er Brandts, gedachte in seiner TröffnungS- ‘rete zunächst mit wannen Worten des ver- Horbenen CentnrmSführers Dr. Lieber, des bewährte» Freundes des Volksvrreins ; zur Ehrung seines Gedächtnisses erhoben die Theilnehrner sich von ihren Sitzen. Redner gab dann ein Bild der gegenwärtigen Lage des BslkSoeroins, seiner Orgsnisationm und Bestrebungen und schloß mit einem dringenden Appell, namentlich an die Katholiken -SLddeutschrands und der Rrichslande, in recht großer Anzahl dem Volksoerein betzutreten.
Nach einer kurzen, von der Trtheilung des bischöflichen Segens gefolgten Ansprache des Erzbischofs Nörber von Freiburg, der ebenfalls dem Wunsche Ausdruck gab, daß der VolkS- verein namentlich in Düddeütfchland immer größer« Verbreitung finden nKge und daß hervorragende Männer aus Süddeutschland an der Verbreitung des Vereins sich betheiligen möchten, erstattete der
Generalsekretär Dr. Pdsper aus M.-Gladbach den mit dem lebhaftesten Beifall aufgenommenen Jahresbericht fftr'1901 und da« erste Halbjahr 1902. Der Volksverein zählte im Jahre 1901 inrgesammt 186 011 Mit- glieder und zwar: I. in Preußen: Rheinland •61724, Hesse».Nassau 6341, Westfalen 32296, Hannover 14'660, Schleswig-Holstein 857, Provinz Sachsen 1414, Brandenburg 151, Pommer» 31, Westpreußen 701, Ostpreußen 584, Posen 6, Schlesien 11448, Hohenzollern 1326; IL Bayern r. d. Rheins 8715, Bayern l. d. Rheins (Pfalz) 4921; HI. Württemberg 20257; IV. Königreich Sachsen 1057; V. Baden 8526; VL Hessen-Darmstadt 3699; VII. Sachse».Wei- mar 330; VIH. Mecklenburg-Schwerin 96; IX. Oldenburg 1176; X. Braunschweig 53; XI. Lippe-Detmold 30; XII. Hamburg-Bremen. Lübeck 1467; XIH. Elsaß-Lothnngen 3066 Mit- glieder. Ende Juni 1902 zählte derselbe 209000 Mitglieder. Der Mitgliederzuwachs beträgt somit sür die Zeit von Ende 1901 bis Ende Juni 1902 etwa 24000 Mitglieder.
' Gleichzeitig entwickelte fich ein gegen früher weit regeres BereinSleben. Der Volksver- ei« fand, abgesehen von einzelnen LandeStheilen, insbesondere dem rechtsrheinischen Bayern, in allen Kreisen der deutschen Katholiken weit größeres
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Er ging mit großen Schritte» imZimmer auf , ,______,_________.
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