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.nrasttine Sonntags-Zeilung
Jut-a, Samstag, bett 23. Augast 1902.
Friedensstörer!
Verbrechen haben; ihr Koufin allein war der
wandte ich mich mit Abscheu von Ihnen ab, wie
Kind erwachte. Martha nahm er in ihre Arne.
„Es wird nicht leicht eine Stadt «eben, wo mehr gearbeitet wird, wie in Mannheim" heißt es vom dem Sitze der diesjährigen Katho- likenversammlung in der aus Anlaß derselben herausgegebene« Festschrift. I« diesem arbeitsamen Charakter Ser badischen Handelsmetropole, unter deren Eindrücke der Besucher Mannheims schon nach wenigen Stunden mit dem Gefühle hoher Achtung vor der Regsamkeit der Beoölke- rung steht, — liegt eS zum Theil begründet, daß aus Aeußerlichketten von den Bewohnern weniger Gewicht gelegt wird und so erklärt es sich. daß. was die Schmückung der Stadt anbelangt. — soweit man schon jetzt ein Urtheil abzugeben in der Lage ist, Mannheim weniger in den Vorder, gründ tritt. Aber eS würde ein Fehlschluß sein, wenn man daraus auf eine Indifferenz der Bevölkerung gegenüber der Ehre, welche ihrem Heimathsorte durch die Tagung einer General« Versammlung der Katholiken Deutschlands innerhalb seiner Mauern zu Theil wird, folgern wollte. Im Segenrheil haben wir den Eindruck gewonnen und verstärkt wurde dieser Eindruck durch Aeuße- rungen nicht katholtscher Persönlichkeiten der Stadt Mannheim, daß nicht nur die katho« lische Einwohnerschaft, sondern auch der übrige Theil der Bevölkerung — AuS- nahmen bestätigen die Regel — den kommenden Tagen als einer Ehrung Mannheims entgegensehen. Aber dem sei, wie es will: uns Katholiken schwellt die Zuversicht die Brust, daß auch die diesjährige Katholikenversammlung nach außenhin darthu« möge, daß wir nichts wollen als die Bethätigung unserer uns zustehenden Rechte, daß wir den konfessionellen Frieden nicht stören wollen, daß wir aber, wo man unS"den Kampf aufdrängt und unsere Rechte durch diesen Kampf kürzen will, nicht müßig die Hände in den Schooß legen dürfen. Wir gönnen den Andersgläubigen ihre Rechte, man laste uns aber auch die unserigen! Gerade Mannheim ist eine Stadt, deren Vergangenheit lehrt, daß nur gegenseitige Duldung und Rücksichtnahme für die Se- sammtheit ersprießlich fein kann. Die religiöse Zerriffenheit der Stadt Mannheim, welche aus so zahlreichen Blättern ihrer Geschichte spricht, hat, — Gott sei eS gedankt! — gegenwärtig einem friedlichern Nebeneinanderlebe» der Konfessionen Raum gemacht. Diesen konfessionellen Frieden möge die diesjährige Tagung der Katho- liken wie für Mannheim und Baden im besonderen, so sür unser gemeinsames Vaterland überhaupt dienen, indem diese Tagung im badischen Lande dazu beitragen möge, die Erkenntniß zu verbreiten, daß wir Katholiken doch nicht daS sind, als was wir so häufig verschrieen werden: Intolerante
Württemberg. , ,
Von namhaften Mitgliedern der diesjährigen Katholikenversammlung, die sich bisher angemeldet, seien folgende erwähnt: Erzbischof Thomas
BonifatiuSoerem, der St. JosephSmiffionSverein-. Aachen, der Er. Ludwigsmissionsoerein in München, die deutsch n Missionsgesellschaften in Knechtsteden, Zaber?', Trier, Marienthal, Hiltrup, St. Ottilien, L-mburg, Heiligkreuz, Ehrenbreit- stein, Steyl, St. Wendel, Hünfeld,Meppen. Ein fernerer Antrag nimmt mit großer Genugthuung Kenntniß von dem Urtheil in Sachen des Mönch- streite- vor der Gradeskirche in Jerusalem und dankt dem deutschen Auswärtigen Amt für die energische Vertretung der Jntereffen der deutschen Katholiken. Der Verein vom hl. Lande spricht aus gleichem Anlaß dem Kaiser seine« Dank i aus. Andere Anträge empfehlen die kath. kaufm. Vereinigungen, den Windthorstbund, den Raphaels-
I verein, den Beitritt zu den Vereinen für kaufmännische GehUsinnen, die Fürsorge-Erziehung, ländliche Krankenpflege, Frauenschuh im Ausland, Bekämpfung deS Mädchenhandels, Seelsorge für die deutschen Katholiken in Italien, Pastor ation der Italiener in Deutschland, Pflege des Handwerks, Schutz für Hausindustrie und gewerbliche Kinderarbeit. Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Schutz der Landwirthfchaft, Unterstützung kathol. Studtrender, obligatorischer ReligionSunttrricht in Fortbildungsschulen. Eine Reihe anderer Anträge betrifft die Volksbildungsbestrebungen,
Berlin, 22. August 1902.
+ N-s«H de» Kaiser» in Kngland. Aus dem angekündigten neuen Besuche des Kaisers in England ist vorläufig noch nichts geworden. Aber augenscheinlich bedeutet auch hrer aufgeschoben nicht aufgehoben. Der Londoner »Daily Mall' zu Folg- wird Kaiser Wilhelm „wahrscheinlich in Folge einer warmen Einladung König Eduards England im bevorstehenden Herbste besuchen. Der Besuch soll im November in Sandringham stattfinden, wo deS Kaisers Jagdpasttou genügt werden könne."
quickung der politischen Frage mit den Privat« Angelegenheiten des Herrn Löhning. Ei« übel angebrachter Beamtendünkel hat durch ungehörige Hineinziehung dieser Frage auS einet einfachen politischen Maßregel einen sensationellen Fall gemacht, durch den nicht nur die deutsche Sache im Osten, sondern überhaupt das Set« trauen auf die Einsicht unserer hohen Beamtenschaft erheblich geschädigt worden ist." Wenn selbst die »Köln. Ztg/ solcher Worte sich bedient, dann muß eS schlecht genug bestellt sein.
• N«tersucyu«s des Ialkes KildeSrand. Die .Ostdeutsche Volkszeitung' sagt in einem Ar« titel, betitelt „Die «umbinner Abschiedsfeier für Oberleutnant Hildebrand und die Generäle", sie sei in der Lage, mittheilen zu können, daß die Untersuchung eingeleitet und mit aller Strenge ohneAnsehenderPerson durchgeführt werden würde. Der Artikel fährt dann fort: Die beiden Jnsterburger Generalmajore Willich, genannt von Pöllnitz, und Gronau, werden mit der Gumbinner Kundgebung in Verbindung gebracht. Dies ist nur dadurch möglich geworden, daß zahlreiche Blätter zwei räumlich und zeitlich ganz verschiedene Abschiedsseiern zusammen« geworfen haben. Am 7. August verabschiedeten sich die Jnsterburger Artillerieoffiziere
von Freiburg, Bischof Ehrler von Speyer, I Ehrenkammerherr von Aix, Reichstagsprästdent I Graf Ballestrem, »dg. Dr. Bachem, die Grafen Cajetan und Ferdinand v. Bissingen und Nippenburg, Graf Karl v. Bissingen, Graf von Bodmann, Kammerherr Frhr. v. Bodmann, Frhr. Othmar v. Bodmann, Fabrikbesitzer Brandts, Frhr. Franz v. Bnol- Betenberg, Abg. Cahensly, Abg. DaSbach, Droste Graf zu Vischering. Erd- droste deS Fürstenthums Münster - Vischering, Droste Max-Vorhelm, Frhr. zu Frankenstein- Ulsftadt, Domstruktuar Freund-Osnabrück, Abg. Gröber, Abg. Dr. Hauptmann, Aba. Herold, Abg. Graf Hompesch, Abg. Horn-Neiffe. der frühere Abg. Kircher-Fulda, Abg. Krebs, Erwin Fürst v. d. Leyen, Schloß Waal in Bayern. Karl Fürst zu Löwenstein, Kleinheubach. Abg. Dr. Mmcour, Frhr. von Mentzingen. Mentzingen bei Bruchsal, Domherr Müller- Simonis, Straßburg i. E., Kämmerer Graf Karl v. Oberndorfs, Heidelberg-Neuenheim, Graf von Oberndorff-Neckarhausen, Abg. Dr. Opfergelt, Reichsgraf v. Oppersdorff, Schloß Oberglogau, | Abg. Pingen, Abg. Dr. Porsch, Graf Praschma-
scheer-Straßburg i. E., Fürst Waldburg-Wolfegg, Wolfegg, Graf Ludwig Waldburg-Wolfegg, Wolfegg, Frhr. v. Wendt-Gevelinghausen, Prälat Dr. Werthmann-Freiburg, Baron v. Wimpfen- Wertheim, die leitenden Redakteure fast aller katholischen Blätter Deutschlands rc.
Was die Anträge anlangt, so steht an der Spitze derjenige betr. die römische Frage; in demselben wird eingangs Bezug genommen auf das Jubiläumsjahr; ein weiterer Antrag fordert
* Zu der letzte« Kr Klärung de» Aerr« Geh. Hste» - Ai«anz»«the» Löhning bemerkt die demokratische ,Berl. Volksztg.': „Einem Manne, der nach langer, erfolgreicher Dienstzeit (seine Berufung in eine der höchsten Stellen der Finanz- Verwaltung läßt darauf schließen, daß er ein tüchtiger Beamter war) sür seine Beamten-Ehre kämpft, kann man eS nicht verdenken, wenn et jede falsche diplomatische Zimperlichkeit vermeidet. Das Schweigen der „Finanz-Verwaltung" bis zum Zusammentritt des preußischen Landtages wird nach dieser durch ihre granitne Bestimmtheit
Die Sennora sah diesem Freudensausbruch eine» tieffühlenden Mutterherzen» mit kaltem Lächeln zu.
Ein neuer, für sie günstiger Plan fuhr ihr durch den Kopf. Sie berührte Martha'» Schulter.
Martha sah überrascht auf.
„Sprechen Sie, wa» haben Sie mir zu sagen?" fragte sie.
„Zuerst habe ich die Frage an Sie zu richten, was Sie jetzt zu thun gedenken."
Der Armen kam ihre schreckliche Lage wieder in'» Gedächtniß. Sie blickte da» heuchlerische Weib traurig an.
„Ich weiß e» nicht. Sie wollen meinem Schwur nicht glauben, daß ich da» unschuldige Opfer einer niedrigen Jrtiigue bin."
„Ich glaube nur, wa» ich sehe", versetzte die Sennora, „und ich habe nur allzuviel gesehen. Lasten Sie also alle unnützen Betheuerungen. Ich habe Ihnen einen Vorschlag zu machen."
„Und welchen, Sennora?"
„Den, nach wie vor in meinem Hause zu wohnen, bi» Ihr Gatte über Ihr Schicksal zu entscheiden im Stande ist, und darüber wird wohl eine geraume Zeit vergehen. E» geschieht nur au« Liebe zu Ihrem Kinde, wenn ich Ihnen die» gestatte. Doch habe ich eine Bedingung zu stellen. Gehen Sie dieselbe ein, so können Sie wieder in diesem Zimmer wohnen."
Martha war sür den Augenblick so rathlo«, fi- fühlte sich so unglücklich und verlaffen, daß ihr die Antwort versagte.
Ihre Freundin fusr ruhig fort:
„Sie dürfen weder diese« Zimmer, noch da»
49. -titNlmsmMnz btt 6at|olibra StuWMs $1 W-Mhkim 1902.
C. P. C. Mannheim, 22. August.
(Nachdruck verboten.)
Ueber daS engere Heim bet diesjährigen Generalversammlung, die städtische Festhalle, ist in der Preffr bereits viel geschrieben worden. Die Wirklichkeit übertrifft aber beim Be- suche der Halle die durch jene Auslassungen m der Preffe noch um ein Bedeutendes. Wir müssen gestehen, daß dieses Heim der Katho- likenversammlung da» imposanteste ist, das wir bisher gesehen haben und unseres Erachtens darf sich die Mannheimer Bevölkerung mit Stolz sagen, daß sie in dieser Beziehung unübertroffen dasteht. Anerkennung verdient die Bereitwilligkeit, mit der die Stadtverwaltung den Riesensaal, der bisher dem Gebrauch «och nicht übergeben war, der Katholikenversammlung zur Verfügung gestellt hat, wie auch in anderer Beziehung die städtischen sowie staatlichen Behörden für ihr Entgegenkommen Anerkennung und Dank verdienen. Nicht minder Anerkennung verdient es, daß die liberaleMann« Heimer Presse in vornehmem Unterschiede zu anderen Organen alles vermieden hat, was sür die Theilaehmer der Katholikenoersammlung iraendwie den Charakter einer loBfeffioneHen. ~D.
oder parteipolitischen Gehässigkeit haben könnte! i Rogau Gras Otto von Rechberg und Roche«. An diesem Verhalten dürften sich andere in lösen, Donzdorf, Abg. Dr. Ruegenberg, F. Frei- toter Zeit int Zusammenhang mit der gegen- Herr v. Echoriemer. Overhagen^Abg. D. Vonder- wärtigenKatkolikenversammlung häufiger genannte «-
süddeutsche Organe ein Muster nehmen.
hielt e, für meine Pflicht, Ihrem Gatten über! Sie die Augen zu öffnen." '
„Aber mein Gatte wird Ihnen nicht glauben.
„Er wird es, da meine Freundinnen ihm Ihre Schuld schriftlich bestätigt haben."
„So wende ich mich an die Gerichte. Diese müffen mir R cht verschaffen."
„Ihre Handschrift wird gegen Sie zeugen.
Martha schwieg. Sie gab fich verloren, da ihr jede Aussicht verschloffen war, die schändlichen Jntriguen zir' enthüllen. Doch noch immer blieb ihr der Gedanke fern, daß ihre vermeintliche Freundin die Anstifterin de« gegen sie geschmiedeten teuflischen Komplotte» sein könne. Sie erinnerte sich, wie diese ihre Schwiegermutter in ihrer Krankheit gepflegt, den Gatten getröstet, sie selbst mit Wohlthaten überhäuft, den kleinen Ernst so, zärtlich geliebt hatte — die edle, hochherzige Sie preßte! e» innig an sich und mit ihren Küffen Freundin konnte keinen Theil an dem begangenen > mischten fich heiße Thränen.
mit tetr Beilagen
„Sttklaer Gesdwbtsblatier und Eotteffe-Ijsft.
Schuldige.
„Und wo ist mein Kind?" fragte Martha endlich, indem fich ihre Augen mit Thränen füllten. „Haben Sie es auch wie seine unschuldige Mutter von sich gestoßen?"
„Ich bin nur gerecht, aber nicht grausam , erwiderte Sennora de Fontana. „Welche Schuld hätte da» Kind an dem Verbrechen seiner Mutter? E» ist für den Knaben gesorgt und ihm alle nöthige Pflege zu theil geworden."
vtitvfcii Martha ergriff die Hand ihrer falschen
Sie"'jedoch ^den "abschüssigen" Pfad e'in's'chlugen, | Freundin und küßte dieselbe.
wunutt uuw mu »i;;« .... Jh...» ,,O, Gabriele", sprach sie unter Thränen, „wie
wehe cs auch meinem weichen Herzen that. Ich ! schwer e« mich auch krankt, von Ihnen verkovrt hielt es für meine Pflicht, Ihrem Gatten über | zu werden, so banke ich Ihnen doch von ganzem Herzen, daß Sie fich meine« verlaffenen Kinde» erbarmen. Darf ich zu ihm?" fügte sie bittend hinzu.
„Ich will Ihnen Ihre Mutterrechte nicht streitig machen. Folgen Sie mir", erwiderte Gabriele.
Die Sennora schritt voran die Treppe hinauf, die zu dem Zimmer führte, in dem Martha noch vor kurzem so friedlich und glücklich gelebt hatte. Sie dachte in diesem Augenblicke nicht mehr an die in namenloser Angst verlebten Tage der jüngsten Vergangenheit. Der Gedanke, ihr Kind Wiedersehen zu dürfen, füllte ihre ganze Seele aus. Als die Sennora die Thüre öffnete, stürzte Martha mit einem Freudenschrei auf die Wiege des Kinde» zu, welche neben dem Lager stand, auf I dem die Amme de» kleinen Einst schlich Das
„O, nein! Noch heute werde ich ihm schreiben", fuhr Martha fort. „Er soll Alle» erfahren!"
„Diese Mühe können Sie fich ersparen", sagte die Sennora spöttisch. „Es ist schon ein Brief nach Lima unterwegs, der ihn von der Untreue seines von ihm so zärtlich geliebten Weibes in Kenntniß setzt."
„Da» haben Sie gethan?" rief Martha fast außer fich. „Sie, die sich meine innigste Freundin nannte?" ,
„Ich war es, so lange Sie der Tugend treu blieben", erwiderte Gabriele mit Milde. „Sobald
Zu ganz besonderem Danke find wir Katholiken dem vorbereitenden Mannheimer Lokal- lomitee verpflichtet sür die liebevolle Hingabe an seine gewiß nicht leichte Aufgabe. Aber nicht nur liebevolle Hingabe erfordert diese Aufgabe, sondern auch in hohem Maße persönliches Geschick und wenn dem Komitee diese Eigenschaft in her- ?on««nb<m M-ß- eigen ”8" I Llnldm"! <,Ä,e>-ich»eie- E,NSiw, ehe« getnbem fltao.
fo mehr bedauert werden, daß Ungeschicklichtett alte xatgourex zur itgeunagme an einem iw» o o -» , „ Die Köln Uta *
im eigenen Lager, wie sie fick in der Anslaffung stattfindenden Pilgerzug nach Rom auf Welcher BeklEnSwert'he bei
wr.KU“ äSLTn -SSÄ* I der pLL» S-M mit d-. P.i°->:
Der Andrang zu der Katholiken E f.mmluwg scheint für Sonntag besonders stark z, werden, denn für die am Sonntag tagende V ammlung der katholischen Arbeiter- und -»»efeilen-1 vereine haben sich bisher nicht weniger als vier Paralleloersammlungen al« noch- wendig erwiesen. Das dürste in den Annalen unserer Generalversammlungen nicht oft verzeichnet sei«, — ein Beweis dafür, wie a«,e- bracht eS war, auch einmal in Baden eine Ka- tholikenversammlun g abzuhalten. Für die Versammlungen find die besten Redner gewonnen, sodaß alle, welche am Sonntag von nah und fern nach Mannheim kommen, Gelegenheit haben, dieser Arbeiterversammlung beizuwohnen. EL würde uns weit über den uns hier zur Verfügung stehenden Raum hinauSsühren, wenn wir alle die Vereine aufzählen wollten, die am Sonntag hier vertreten sein werden. Nach einer uns vorliegen, den Liste zählen wir an hundert Städte, die Vereine entsenden und zwar gehören dieselben u. a. Baden, Elsaß, Hessen, der Pfalz, Preußen,
Danen ÄttieSö Wi wird
Aabatt
KngeL und Dämon.
Roman von Johann MariuS.
82 ------ (Nachdruck verboten.)
„Hier,. meine liebe Unschuldige, lesen Sie doch, wa« Sie selbst geschrieben haben!"
Sie hielt Martha das Billet vor die Augen.
Diese la« es und stieß einen Schrei des Entsetzens au«. Aber ihre Entrüstung in Worten kund zu geben, dazu versagte die Zunge ihr den Dienst.
„Ist das Ihre Handschrift oder nicht?" fragte ihre Feindin mit kaltem Hohn. „Wagen Sie es jetzt noch, auf Ihre Unschuld zu pochen?"
Die Unglückliche rang nach Athem. Sie konnte sich nur stammelnd vertheidigen.
„Das — das habe ich nicht geschrieben."
„Nein, diese Unverschämtheit übersteigt doch alle Grenzen!" rief die Sennora zornig. „Die eigene Handschrist abzuleugnen! O, Sie sind noch viel schlechter, al« ich dachte!"
„Dtcse Schrift ist gefälscht", rief Martha au«, „gefälscht von dem Bösewicht, der mich verderben wollte."
„Kein Mensch wird Ihnen da« glauben."
„Doch Einer wird mir glauben", rief Martha und ihre Augen flammten.
„Und der wäre?"
„Mein Gatte. Er liebt mich zu sehr, um an meiner Treue zu zweifeln."
„Und wenn Sie sich in dieser Annahme irrten? höhnte Gabriele.
29. Jahrgang.
die katholische Kolportage, die Apologetische« Vorlesungen, die christliche Kunst. Scho« diese gedrängte Zusammenstellung zeigt, daß der diesjährigen Katholikenversammlung ein reiches Arbeitspensum gestellt worden ist.