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)( ött vttbM ta kathiliHm leif= »AdW« vmiuiWt« vmWmds, der vom 14. bis 17. August d. I. zu Mainz seine 25. Generalversammlung abhält, stellt nach dem nunmehr vorliegenden Programm eine Reihe der wichtigste« StandeSfragen zur Berathung; diese kaufmännische Organisation zeigt dadurch, daß sie sich «eben religiös-sittlichen und allgemein bildenden Bestrebungen die Förderung echter StandeSintereffe« nicht minder angelegen läßt und verdient damit die weitgehendste Beachtung und Unterstützung aller katholischen Kreise.
An der Spitze der BerathungSgegenstände steht entsprechend ihrer Wichtigkeit die Lehr« lingSfrage. Wie im Handwerk, so begegnet «an auch im Kaufmannsstande immer wieder Klagen über diemangelhafteLehrltngsauS' bildung. welche hier wie dort in erster Linie auf der Ueberfüllung des Standes mit Lehrlingen beruht. Tine regelrechte Ausbildung ist in Geschäfte» mit einer Ueberzahl von Lehrlingen der Natur und der Sache nach einfach auSgeschloffen. Als „ausgelernte" Arbeitskräfte leisten sie dann aber nicht allein nichts, sondern drücken auch noch durch ihr Ueberangrbot die Lohnhöhe der Sesammt-Sehilsenstandes. Ferner müffen sich infolge des Strebens der Gehilfe« «ach Selbständigkeit bei übermäßiger Lehrlingshaltung allzuviele Geschäfte aufthu», die auf die Dauer konkurrenzunfähig find, im Kampf um ihre Existenz die Waarenpreise drücken und so die Zahl der rein proletarische» Existenz«» auch im Kaufmannsftande noch vermehren. Demgemäß haben sowohl Prinzipale wie Gehilfen ein Interesse a» einer Bekämpfung der „Lehrlings- züchteret" im Kanfmannsstande als einer Vorbedingung der besseren Lehrlingsausbildung. Auf der tüchtigen Heranbidung von Lehrlingen beruht die Zukunft des Kaufmannsstandes; die bisher hier begangene« Fehler sind in erster Linie mit Schuld an den «eueren Bedrängnissen des kleinen und mittleren Detailhandels.
U« dem Kaufmannsstande einen leistungsfähigen Nachwuchs zu sichern, empfiehlt eS sich, die Lehrlinge zum Besuch der Fortbildung-- schule anzuhalte», und wenn ein wirklicher Er- folg erzielt werden soll, diese obligatorisch sür alle Lehrlinge bis zum 18. Jahre zu machen. Die Unterrichtsstunden find dabe! in die Tages- zeft zu verlegen. Es sind dies Erfahrungen, die man mit dem gewerblichen Fortbildungsschulwesen gemacht hat, und die auch sür dar kaufmännische zutreffen. Bereits im vorigen Jahre hatte sich die 24. Generaloersammlung zu Berlin kmz mit der Frage der kaufmännischen Fortbildungsschulen befaßt und diesbezügliche An- träge eiser besonder« sozialen Kommiss ou üterwiesen. ES ist jetzt zu hoffen, daß die diesjährige Generalversammlung die Förderung der Errichtung obligatorischer Fortbildungs- schulen durch die Kommunen auf Grund des § 120 Ubs. 3 der Gewerbe-Ordnung mit Unterricht in den Vormittagsstunden zum selb- ständigen Beschluß erhebt und nachdrücklich für seine Verwirklichung eintritt. Am Schluß oer Lehrzeit bezw. nach beendigtem Fortbildung-, schulunterricht wäre durch eine obligatorische Schlußprüfung ein Z-ugniß über die Erfolge der Lehrzeit bezw. des Schulbesuches abzulegen.
Handin Hand mit dem obligatorischen Fort- bildungSschulunterricht müffen Maßnahmen gehen c n. ?!"ng der Lehrlingszüchterei. Ebenfalls auf der vorigjährigen Seneralversamm- »"S wurde die Bestimmung einer Höchstzahl von Lehrlingen als wünfchenSwerth bezeichnet, und zwar sollten im HandelSgewerbe beschäftigt wer« den dürfen bei 0-2 bezahlte« Ha«dlungSgehilfe« 1 Lehrling, 3—8 bezahlten Handlungsgehilfe« 2, 9—15 Gehilfen 3 Lehrlinge und bei je 5 weiteren Handlungsgehilfen 1 Lehrling mehr Seitens eines Vereins wurde dort beantragt an de« BundeSrath die Bitte zu richten, in AuS- führung des § 128 der Gewerbe < Ordnung die Beschränkung der Lehrlingszahl im HaudelSge- werbe in oben bezeichneter Weife durchzuführen. Auch hier wird sich die Fassung einer selbstständigen Beschlusses wohl als praktisch erweise», zumal im Gegensatz zu den Handwerkskammern sür daS Handwerk seitens der Handelskammer« für de« kleineren und mittleren Kaufmannsstand dahin gehende Maßnahmen kaum zu erwarte« sein werden. Hier müffen sich die kaufmännische« Organisationen selbst rühren.
Lebhaft beschästig! schon feit langer Zeit die kaufmännische« Sehllfesorganisatiöne» daS Eindringen derFrauenarbeittndie kaufmäanische« Berufe, mit ihrer die Löhne drückende« Nach-
IuLöa, Samstag, dm 2. August 1902.
Wirkung. Das Umsichgreifen der Frauenarbeit muß auf die Dauer zu einer wirklichen Kalami- tat für die männlichen Gehilfe« werde«, wen« nicht MUtel zu ihrer Eindämmung gefunden werden. Erstere einfach zu verbieten, geht nicht an, da nicht geleugnet werde« ka«n, daß die Frauen vielfach zu einer derartigen gewinn- bringende« Beschäftigung genöchigt find und sich praktisch wohl bewährt habe«. Am ehesten wird fich eine Einschränkung der Frauenarbeit erziele« lassen durch die Forderung der Urbernahme gleicher Pflichten seitens der Fraue», wie die Männer fie zu erfülle« habe», vornehmlich hin« fichtlich der Besuches der Fortbildungsschule sowie der Ablegung einer Schlußprüfung.
Eine wettere in letzter Zeit vielfach erörterte Frage bildet die Errichtung kaufmännischer Schiedsgerichte. Auch hierüber wird vor- auSfichtlich auf der Generalversammlung verhandelt werden. Wir möchten hierbei anrathe», nicht die Errichtung selbständiger Schiedsgerichte zu fordern, auch nicht die Anlehnung derselben an die Amtsgerichte, sondern an die bestehenden Gewerbegertchte. Letzteres u. a. besonders deshalb, weil das Amtsgericht niemals eine so schnelle und billige Rechtsprechung ermöglichen wird, wie ein Gewerbegericht, abgesehen auch da- von, daß die Verhandlungen bet letzterem sachgemäßer und weniger bureaukratisch vor fick gehe» und mehr auf einen friedlichen Vergleich als auf Rtchterfpruch hinarbeite«. ES ist zu hoffen, daß auch die katholischen kaufmännischen Vereinigungen fich in obigem Sinne aussprechen, da fich schon eine Reihe anderer kaufmännischer Gehilfeuorganisattonen für die Angliederung an die Gewerbegerichte erklärt hat. MÜ der Maaren- hauSsteuer beschäftigte man fich gleichfalls auf der vorigjährigen Generalversammlung und überwies auf diese bezügliche Anträge der neugebildeten soziale« Kommission, die jetzt jedenfalls hinfichtlich ihrer Stellung zu derselben fich äußern wird. Die Behandlung dieses Gegenstandes gehört wohl zu den schwierigsten Aufgaben.
Man siebt, daß unsere katholischen kaufmännischen Vereinigungen den andere« kauf« männtschen Organisationen nicht nachstehen wollen in dem Eifer, für das Wohl deS gesammten kaufmärmische» Standes zu wirken. Gerade deswegen wünschen wir der Mainzer Tagung reichen Erfolg.
□ Katholische Reliquien-Verehrung und Geschichts-Kritik.
Die Aachener HeiligthumSfahrt gab verschiedene» Gegnern der katholischen Kirche wieder einmal Gelegenheit, ihrem antikatholischen Herzens« drang Luft zu machen und nach Herzenslust sich in de« beliebten Phrasen katholischen Aberglaubens und katholischer Rückständigkeit zu ergehen. Den grobklotzigsten Ausfall hat das fozialdemokratlsche Hauptorgan, der .Vorwärts' zu Wege gebracht. Hier liest man von einer „Orgie abergläubischen WahueS", von „alten Lappen" und „rosiigen Nägeln", und das alles trotzdem der Hochwür« dlgste Herr Weihbischof in seiner Eröffnungsrede gesagt hat, daß eS sich um eine Kundgebung deS Glaubens an die Gottheit Christi handle; den« Christus selbst u«d seinen Heilige« gelte die Feier.
Wir frage« dagegen: Wo ist jene Reliquie auf der weiten W'lt, deren Echtheit die katholische Kirche als Glaubenssatz zu glaube« verlangt! Nicht eine einzige ist es, bezüglich deren eine solche Forderung gestellt wird; denn an all diese« Dingen hängt nicht daS allermindeste dogmatische Interesse. Die Reliquien-Verehrung entspringt einer durchaus menschlichen Naturanlage, die überall beobachtet werden kann, bei den Angehörigen einer Familie, welche Gegenstände, die einst den Eltern theuer waren, als „Andenken" fich bewahren, wie ebenso bei den begeisterten Verehrern literarischer oder politischer Größen, die in Schiller-, Goethe- oder Higmarckreliqüen fich gefallen. WaS diesen Leute« recht ist, ist de» Katholiken billig, und wen in aller Welt geht eS denn etwas a», in welcher Weise die Katholiken ihrer Verehrung für chre großen Heiligen Ausdruck geben, zumal die hl. Schrift selbst zu Gunsten der Reliquien-Verehrung spricht. So, wenn im 4. Buch der Könige 13, 21 erzählt wird: „Da der Mann, den fie begrabe« wollten, die Gebeine des SliseuS berührte, ward er wieder lebendig", und Apostelgeschichte 19, 12: „Man legte die Schweißtücher und Gürtel (bei Apostels PauluS) auf die Kranken, und die Krankheiten wiche« so« ihnen und die bösen Geister fuhren aus."
Zum Uebeifluß fei bemerkt, daß eS i« der katholischen Kirche nur eine Reliquien-Verehrung gibt und keine Reliquien.Anbetung; eine solche vielmehr alSSüude deSAberglaubenS und derSotteS- lästerung schon im Katechismus bezeichnet wird.
Wozu also der Lärm? Aber ach ja, eS handett fich j» darum, der katholische« Wissen
schaft einen Hieb zu versetze», als ob i»Sbesondere die katholische Geschichtsforschung hier gebundene Marschroute hätte und vor den Reliquien Halt machen müßte. Wir bemerken noch einmal, daß die Kirche auch nicht bei einer einzige« Reliquie auf dem ganzen Erdenrund de« Glauben a« die Echtheit derselben als eine« Glaubenssatz fordert. Hierüber zu entscheide« ist Sache deS Geschichtsforschers, u»d die Kirche hat nicht de« mindesten Grund, das Resultat einer solche« Forschungsarbeit zu fürchte«.
Mag immer die «üchterne geschichtliche Kritik die Legenden zerstören, mit welchen int Mittel- alter die fromme Volksdichtung das Lebe« ma«cher Heilige« geschmückt hat. Die Kirche hat dagege« nichts einzuwenden; im Gegentheil, fie begrüßt das freudigst, und eS ist für die christliche Kunst von höchstem Interesse, wenn fie hinfichtlich der Darstellung der Heiligen und den sür dieselben üblichen Symbole feste« historische» Boden ««ter die Füße bekommt. So hat im Jahre 1899 auf der Generalversammlung der Görresgesellschaft in Ravensburg der Hoch«. Herr Bischof Keppler von Rottenburg, mit Bezugnahme auf daS kirchliche Leben und die Heiligen-Legenden im Mittel- alter feinem Bedauern Ausdruck gegeben, daß eS noch manches Forschungsgebiet gebe, welches recht eigentlich zum Fldeikommlß der katholischen Kirchs gehöre, daS viel zu wenig kultivirt sei, so daß eS de« Eindruck eines Brachfeldes mache.
Und warum verschweigt man denn, daß die katholische Geschichtsforschung auch auf dem Gebiete der Heiligenlegenden jetzt, nachdem daS Material beigebracht ist, an der Arbeit der kritischen Prüfung und Sichtung ist? Die Rede deS JesuitenpaterS Srisar auf dem Münchener internationalen katholischen Gelehrten-Kongreß 1900 hat ja daS aller Welt gezeigt. Ein anderes Beispiel sei hier angeführt, die Detail- forfchnngen SchürerS in Sachen der sogenannten Kümmernißbilder, dis gezeigt haben, daß die angebliche heilige Kümmerniß, die in Holland unter dem Namen St. WllgefortiS bekannt ist, keine historische Persönlichkeit ist, fdndern daß die Legende in Deutschland entstanden ist, im Anschluß an die Bilder deS Volte saute, des hl. Antlitzes, das die Kaufleute vo« Lucca auf ihren Handels- führte« in Deutschland verbreitet haben. (Näheres im Jahresbericht der Görresgesellschaft für 1901, S. 43 ff.)
Dem allem steht die katholische Kirche völlig objektto gegenüber; warum dann aber immer die beständige« Anklagen und Verdächtigungen der katholischen Kirche, als ob fie der GeschlchtS- forschung hindernd in den Weg trete und an gereiften Punkten Schlagbäume für dieselbe errichtet habe?
Die beste Widerlegung dieser Anklage gibt der Brief des Papstes Benedikt XIV. an den Kardinal de Ter ein vom 7. Juni 1743 in Sachen der Revision der Heiligen legenden, welche in das Brevier Aufnahme finden sollten. Der Papst bespricht da das etwa sich erhebende Bedenke», daß eine kritische Sichtung des überlieferten Materials manches als unhaltbar darthun werde, wodurch dann die den Heilige» bisher erwiesene Verehrung einen Eintrag erfahren könne. „Aber", bemerkt er darauf, „eine solche Kritik erscheint uns von geringerer Bedeutung, alS der unvermeidliche Borwurf, wir ließen im Namen der Kirche apokryphe oder zweifelhafte Thatsachen lesen. Mögen auch Über die Beschneidung der Legenden diejenigen aufschreien, welche alle darin erzählten Dinge für so unfehlbar sicher halte», daß fie bereit wäre», für dir Wahrheit daS Martyrium zu erdulde»." (Vergl. Kirsch, die historischen Brevierlektionen. Würzburg 1902. Mit oberhirtlicher Druckerlaubniß. S. 14—15.) Mit welchem Recht will man also der Kirche oder der katholischen Wissenschaft als solcher einen ängstliche» HyperkonseroatiSnmS zum Vorwurf machen? Möchten doch einmal die Gegner der katholischen Kirche fich eine bessere Kenntntß der katholischen Glaubenslehre verschaffen, eS läge daS im Interesse ihres eigenen wissenschaftlichen Ansehen» und würde ihnen manchen Fehlgriff erspare».
* ft« werlwÄitiee* *<f<ge»IL Der frühere ®enei«ltf|imu8 in Südafrika, Lord Sttchener, Hai der Litq von London, deren Ehrenbürger er ist, ein interessantes Geschenk gemacht, indem er dem Lordmayor den „Staats - Ochsenwagen" deS Präsidenten Krüger zur Verfügung stellte. Dieses Fahrens ist genau der TypuS der im Transvaal gebräuchlichen Ochsenmagen, nur ist eS schön geschmückt und mit Zier- rathen reichlich versehen, »thrend die Joche und daS Lederzeug der Ochsen besonders reich gearbeitet find. Die City jhat natürlich dieser Geschenk mit großem Jubel und Dank angenommen, aber die Frage wird doch bereits aufgemorsen, ob den» Kitchener überhaupt
OtreliOtts.
29. Jahrgang.
ba8 Recht hatte, diesen Wagen, der anscheinend KrügerS Privatergeuthum war, fich anzueignen und zu verschenken. Da8 Fahrzeug fiel bei dem Rückzug des Präfidenten von Pretoria in die Hände der Engländer und wurde also von Kitchener einfach alS gute Kriegsbeute betrachtet.
iw Zlammeu. Eine »ata- strophe hat fich au- der Pennsylvania-Bahn in der Nähe von Xenia in Ohio zugetragen, wobei fast ein ganzer Eifenbahnzug verbrannte und sieben Menschen das Leben einbüßten. In dunkler Nacht stieß dort der Newyork-Chicago-Expreßzug, als er mit einer Geschwindigkeit von 112 Kilometer die Stunde dahineilte, mit einem Kohlenwagen zusammen, der fich von einem Süterzuge loSgerifsen halte und in Folge des SefälleS zurückgerollt war. Der Zusammenstoß war furchtbar. Die Lokomotive setzte über den Kohlenwagen weg und zertrümmerte ihn. Der Gepäckwagen entgleiste, und die Trümmer des Kohlenwagens riffen unter dem ersten Personenwagen den mit komprimirtem Gase gefüllten Behälter fort. Letzterer explodirte und im nächfien Augenblick stand der Wagen in Flammen. Das Feuer theilte fich den übrigen Wagen mit und alle verbrannten biS auf die beiden letzten Pullman-Wagen. Die geretteten Paffagiere und daS Zugpersonal mußten un- thätig zuschauen, wie mehrere Paffagiere vor chren Augen den Flammentod erlitten. Im Ganzen kamen sieben Menschen in den Flammen um und zahlreiche andere wurden schwer verletzt
• Ah einreise und Gerichtsvollzieher. In Berlin saß kürzlich ein braver Meister in einem Lokal und erzählte, daß er die Abficht habe, eine Rheinreise zu unternehmen, deren Kosten er auf etwa 200 Mark veranschlagte. Mit großer Offenheit ließ er laut werden, daß er fich zu diesem Zweck 160 Mark erspart habe und hoffe, die noch fehlenden 40 Mark bald dazu legen zu können. In seiner Harmlvstgkeit ahnte er nicht, welche Folgen daS AuSplauderv für ihn haben sollte. Er war in der letzten Zeit in Schulden gerathen und mehrfach verklagt worden. Einer der sogenannten „guten Freunde" hatte das Gespräch gehört und einem Gläubiger deS Meisters einen Wink gegeben. Zwei Tage später erschien bei dem Reiselustigen ein Gerichtsvollzieher und Holle auf Grund eines vollstreckbaren Urtheils daS zur Reife ersparte Seid ab!
* »Am Krug zum grünen Kranze". Der Brauch, durch grünen Busch und Kranz die Schenke zu bezeichnen, scheint nach den Nachforschungen, die der Amerikaner H. C. Bolton angestellt hat, uralt zu sein. Wie der .Globus' mittheilt, hat Bolton jenen Brauch als Uebetbleibfel von 2000jährigem Alter durch die Zeiten und bei verschiedenen Böllern verfolgt. Die älteste Erwähnung findet fich bei PubliuS SyruS (45 v. Ehr.), bei dem eS heißt: „ES «st nicht »örhig, bei Epheubufch da aufzuhängen, wo der Wein fich gut verkauft." Solche Rede hat fich denn auch sprichwörtlich biS auf unfete Tage erhalten, wie das italienische „AI buono vino non bisogna frasca“ und das französische „A bon via il ne karrt point de bouchon“ beweisen. Der Brauch deS AufsteckenS eines grünen Busches muß von den ursprünglichen Weinländern fich mit dem Getränke nach dem Norden verbreitet hab-n. In Frankreich heißt der Busch bouchon de Cabaret, und man nimmt irnmergrünes.Laub dazu, Epheu, Fichten, BuchS« bäum. In Eglaud hat man das Sprichwort: „Good wine needs abush.“ Das Lied „Im Krug zum grünen Kranze" scheint übrigens in Norddeutschland entstanden zu fein, wie die Bezeichnung „Krug" für WirthShanS anbeutet.
* Gipfel de» Hfrotzenthnm». Kommerzienrath (zu dem um feine Tochter anhaltenden Baron): „Nun — und wie viel . . . ?* Baron: „Herr Kommerzienrath, ich habe keine Schulden!" Kommerzienrath: „Bedauere — dann kann ich Ihnen meine Tochter nicht geben I"
Gottesdienstordrmirg tu Fulda.
Sonntag, 3. August. Dom. 5, 6 und 7 Uhr hl. Meffen, */i7 Uhr hl. Messe und Kommunion der christenlehrpflichtigen Jünglinge in der Marieukapelle, 8 Uhr Pfarramt und Preorgt, ‘/tlO Uhr Umgang und Kachedral« amt, 11 VÜHr Christenlehre, 12 Uhr hl. Messe, !*/• Uhr Andacht und Ehristenlehre, 4 Uhr Andacht. (Die Andacht um 7 Uhr in der Marienkapelle fällt anS.) — Ktadt- pfarrkirche. Ewige Anbetung. 5 Uhr Aussetzung deS Allerheiligsten, hl. Messe und Predigt, 6 Uhr hl. Messe, 7 Uhr hl. Messe und Kommunion der Mitglieder der Hochw. Gut-Bruderschaft und der christenlehrpflichtigen Jünglinge, 8 Uhr Amt und Predigt, S'/> Uhr Hochamt mit Diakonium und Ehorgesang. 11 Uhr Beginn der Betstunden: Krone Christi, 12 Uhr die Bruderschaft von der Todesangst deS Herrn, 1 Uhr erste, 2 Uhr zweite, S Uhr dritte, 4 Uhr vierte, 5 Uhr fünfte FronleichSnams- andacht» 6 Uhr Schlußandacht mit Te Deum und Prozeffion. — Pfarrkirche ptm hl. «eiste. 8 Uhr Hochamt mit Predigt, 5 Uhr Andacht mit Segen. — Frauenberg. Hl. Messen um 5 und >/,7 Uhr, 8 Uhr Rosen- krau,messe, 9 Uhr Hochamt. Nachmittags */»3 Uhr Predigt und Andacht für die Terziaren.
ReAamex. *m> Axzeigexttzril.
Wahrlich!
Flisciei".
Hilst TU großartig • als unerreichter „Inserlen- Töüter".