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Freiherr von Buol-Berenberg •}•♦
Wie schon am Samstag die ,Fuld. Ztg/ im Depeschentheil mittheilte, ist Herr Oberlandesgerichtsrath a. D. Rudolf Freiherr von Buol-Berenberg in Baden-Baden nach Em- pfana der hl. Sterbesakramente gestorben.
Obwohl die Trauerlunde nach dem laugen und schweren Krankenlager des nun Verewigten nicht unerwartet kommt, wird fie doch im katholischen Baden und ganz Deutschland tiefes Mitgefühl erregen. Mit Herrn von Buol ist einer der besten Vorkämpfer der katholischen Sach« in Baden dahingegangen.
Rudolf Freiherr von Buol-Berenberg war geboren am 24. Mai 1842 in Zuzenhausen bei Stockach. Er studirte in Freiburg, München und Heidelberg die Rechte, wurde 1870 Richter in Mannheim, 1898 OberlandeSgericht-rmh in Karlsruhe.
Seine katholische Uebsrzeugungstreu« brachte ihn schon frühzeitig mit dem politischen Leben in Berührung. Im Jahre 1881 wurde er in Tauber- bischoftheim in die 2. Kammer gewählt; von 1884 bi» 1898 vertrat er den territorial gleichen Bezirk im Reichstag. In beiden Parlamenten hat Frhr. v. Buol der CentrumSfraktion als führendes Mitglied angehört. Der historische 23. März 1895, an dem nach Ablehnung einer tendenziös zugespitzten Beglückwünschung drs Fürsten Bismarck durch den Reichstag der Präsident v. Leoetzow da« Präsidium niedergelegt hatte, brachte den 1. Vizepräsidenten Frhrn. v. Buol an die Spitz? der Vertretung de» deutschen Voiles.
Unermüdliche und gewiff.-n halte Thätigkeit im Dienste seiner öffentlichen Pflichten zeichneten den Verstorbenen in hervorragendem Maaße aus. In den Tagen vom 24. bis 28 August 1890 präsi- dtrte er der 37. G-mratoersümmlung der Katholiken Deutschlands in Koblenz, am 11. September 1892 der großen Volksversammlung de» badischen Centrums in Mannheim In feiner Eigenschaft als Ehrenpräsident de» katholischen Männervereins Centrum in Mannheim stand er an der Spitze der katholischen Bewegmit- dieser Stadt; in der kirchlichen Organisation bekleidete er di« Stelle eine» 2. Vorsitzenden im Stiftung»rath.
Dir Anzeichen eines schleichenden Leidens erst vermochten Fehrn, v. Buol sich von der öffentlichen Thätißkeit und zuletzt von seiner Stellung am obersten Gerichtshof drS Landes zurückzu- ziehen. Auch auf seinem Krankenlager bewahrte er das lebhafte Interesse für dir Entwickelung des katholischen Lebens in Baden. Der vor kurzem erfolgte plötzliche Tod' seiner Gemahls», die ein Opfer ihrer treuen Pflege geworden ist, wird dis schweren Stunden des Leidende« bis zu seiner Auflösung vermehrt haben.
Ein arbeitsreiches, opferfreudiges Leben hat mit Frhrn. v. Buol geendet. Die Katholiken Badens, insbesondere Mannheims, werden ihm eilt treues und dankbares Andenken bewahren und sein Gedächtniß wird gesegnet sei» bis in die fernste» Z-ite». R. i. p.
G Mtümerorden in Baden.
Vor einigen Monate» wurden in d,n Zeitungen bereits bi. Orts verzeichnet, an de»m mit MMV^WSSSSW
Kine GHinafaHrt.
Aus dem Reisetagebuche ein-z verstorbenen Diplomaten.
4 ------ (Nachdruck verboten.)
Es hält ms nicht lange im Wagen, wir dringen ein in das bunte, üppige Gemisch, das durch die dazwischen einfallenden Son-ienstrabl-n, das Pfeifen und Zwitschern unzähliger Vögel, dis zwischendurch emgestreuten Hütte« der Eingeborenen und die dunklen Gestalten dieser selbst mit ihren rother? Schürzen wunderbar belebt wird. — Alles ist uns neu; leider ist unser Führer weder iu Botanik noch in Zoologie sehr stark beschlagen, gar mancher Strauch und Baum, deffen Name ihm unbekannt, wird als wild, somit als „wilder Strauch" generalisict.
Unser Pfad führt uns nach einem Buddha- Tempel, die Eingeborenen nenne» ihn Sonder - maracha. Heber der offenen, kleinen Säileri- halle lehnt der Priester in einem gstbe« Tuche, das er, einer römischen Toga oletch, Über dir Schultern geworfen, das Har-pt kchl rasirt, ohne Kcpsbedkcknng. Die Wände im Tempel sind voll bildlicher Darstellungen in grellen Farben frisch gemalt, ganz wie die hieroglyphffchen Abbildung?» in Obsreßypten. Im zweiten G.mach ist sie Gestalt des Buddha in dopp lter Lebensgröße, auf einem Disan rubend. Ringsum as den Wänden Frauen- und Männergestalte,! in Ltbens- größe, vor ihm auf einem Tische die Opfergaben der Einzelnen, von denen nickts auf dem Tische bleibt, als die Bumer»; — sie lassen sich nicht
Jutta, Montag, den 7. Juli 1902.
29. Jahrgang.
Srlaubniß der badischen Regierung Nieder- laffungen der Benediktiner und Kapuziner errichtet werden sollten. Dan» wurde es wieder still von der Sache. Jetzt ist in der badischen zweiten Kammer der Antrag »es CentrumS berathen und angenommen worden, der die Regierung nun wirklich zur Seüattung von Männerorden veranlassen soll. Sie hätte daS längst nach dem Gesetze thu« dürfe», hat es nur nicht gethan, weil sie nicht wollt«. Aus diesem Grunde handelte es sich bei dem Vorgehen des Centrums gar nicht um einen neu beantragte» Gesetzentwurf, sondern um eine Resolution, in der es „für wünschenswerth erklärt wird, daß der Streit wegen der Zulaffung von Männer- klöflern in Bade« beseitigt werde".
Die Staatsregierung wurde in der Kammer durch den Kultusminister von Dusch vertreten, der eine vorher vereinbarte Erklärung der Regierung verlas. I» dieser Erklärung spielen die Hauptrolle die nachfolgenden Punkts: Die Regierung lehnt die Zulaffung von Märmer- orde« nicht grundsätzlich ab; der Zulaffung muß jedekmul eine Vereinbarung vorauSgehen — — nun» das steht bereits i» dem längst vorhandenen Gesetze vom 9. Oktober 1860, wonach Orden im Großhrrzogthum Baden nach Darauf» gegangener Genehmigung der Regierung zuge- laffsii sind. Aus dem andern Theile oer Erklärung des Ministers ist nun aber zu entnehme», daß Verhandlunger? zwischen der Kurie und der badischen Regierung zur Zeit nicht schwebe»; daß aber di« badische Regierung bereit ist, die Wünsche der Katholik?« fachlich und ohne jede Voreingenommenheit zu prüfen — sogar „gern* bereit ist, las der Minister vor.
Bas ist also immerhin ein Fortschritt. Bisher Hai die K-rchenbehörde »war schon verschiedene Anträge auf Zulaffung von Männerorde« an die Regierung gerichtet; aber Bescheid hat sie b-s jetzt noch niemals darauf betommen. „Aus die verschiedenen Anträge der Kirch-nbehöcde — sagt in diesem Sinne die Erklärung — ir< >iie Regierung »och zu keiner Entfchlirßung s k-mmen". Wenn die Regierung jetzt ,gere" bet feto will, die Wünsch« der Katholik « sachlich nd ohne jede Voreingenommenheit zu prüfen", - E sollte mas meinen, daß endlich andere Ergeb,- ff« dabei herauskommen müßte». Immerhin w,-b man gut daran thu«, recht vorsichtig in der Brurtheflung dieser Angelegenheit zu sein. Nach der C:«trum§- dbgeorbnete Wacker hat in seiner Kammerrede die Erklärung des Kulturministers in diesem Sinne gedeutet.
Die Behandlung des CrntrumLomtrages war kurz und bündig; und das ist insofern auch ein Fortschritt gegen früher, als bisher stets bet solchen Gelegenheiten ümsangreich« Kultur k.;rnpsS- debatten an der Tagesordnung waren. Luch die heißspornige» Kulturkämpfer tm Großherzozlhvm Baden möge» nun endlich gemerkt hader', daß das Volk allen Kulturkampf von Herzen satt hat und diejenigen Wahlkandidatea nicht bevorzugt, die die Kulturpaukerei durchaus nicht unterlassen können.
Gegen die vom Centrum beantragte Resolution stimmten nur noch die NatronaLibrralen.
SW» ^WWVWW.NMW^»W»WWM^8MMSMWUWWN effen, alles andere geht iß die Tasche oder in den Magen des Priesters. Die Griechen haben übrigens ihren Göttern auch nur die Knocken geopfert, das Fleisch aßen sie selbst. — D-r Sohu des Priesters versucht es. uns die Ab- bildungc!- zu erkläre«; sein Englisch ist zu schlecht und unsere Kmutniß des Buddhismus za gering, um viel zu vrrstchen. Ich sah nur, daß die Höllenq aalen, welcher vorzugsweise die Reichen und Könige ausgesetzt sind, und der weiße K l e p h a n t eine Hauptrolle spielten. In ehern, wenige Schritte davon entfernte« kleinen Tempel find in vier etwas dunklen Nischen je eine in übermenschlicher Größe dsrgrstrllte Götterfizur ausgestellt. Ich habe die Name» vergessen, jeder hat ei» Thier: Pfau, Löwe, Hahn rrud bergt als Abzüchen; ehe zwölf, ehe andere sechs, eine dritte vier Hände. — Wir (affen die Abgestorbenen und die Stetofizmen ruhen und kehren zurück in das frische Grüu der TropKvrgetatton.
Wir besteig«» den Wagen, er fährt uns auf langen aber sehr erwünschte« Umwege« nach de» Zimmtgärten, bereit Eizentbümkrs Nanu» ich vergessen. Ma« zeigt uns dort die Palmyra- ftaube. de» Muskatbaum, den Zimmt bäum, deffen Rinde de« starke» Zimmlgeruch, in Wirk- üchkeit den Zimmt liefert, während die Mütter wie MuSkat riechen, und die Wurzeln einen penrtmntr« Kampftr-eruch von sich geben. Wir sehen die sogen. Dubluspalme, Sie arrgestoche», sofort eine ziemliche Quantität Wqsftr von sich läßt, daS die Emgeborenen sehr schätzen; Simonen» gras, ein R-edgras, das zerdrückt, den Geruch der fttosten Limonen hat, die Gentilflower,
eire Pflanz-, die bei der leisesten Berührung ihre Blätter zusammenzisht und den Stengel herab« hängen läßt. — Man zeigte uns eines großen Sumpf, in dem sich zahlreiche Alligatoren auf» kalten sollen, aber wie gewöhnlich in solchen Fällen, aerobe ausgegangen war-n. — Dicht am Ufer stellt der sogen. Gtrychninbaurn, ein stattlicher, üppiger Bmm mit Biüthen ganz wie weiße Oleander und Früchten cccutat wie -grüne Orangen. Die Eingeborene» Renne» ihn auch den „wilden Orangenbaum". J-t seiner Frucht birgt er das gefährlichst« cll-r Glsie. Er »st überaus zahlreich über die ganze Jasel oerbreitet u«d wie die Giftschlange unter rei Thieren so ist er der gesürchtetste ur.b verach'ctste unter den Bäumen..
I-, der Mitte der Gärten brftodrt sich »ine Art Blockhaus; man verkauft dort alle Arten do» Siöckcn aus Zimmt, Palny a, Palme», Kampfcr uab Gott weiß was »och jüc Holzarten, und gegen Geld oder gute Worte erhält man auch ein Glas Bier, Wei« ober Limonade. Unter der'Veranda dieser Hütte ließ-n wir uns auf di qaeme» Rohrseffel« nieder, umgeben von elttsm Kreise von Eiugedorenen, die uns alle möglichen Sachen efferirten und für Gott weiß welche, uns nie geleisteten Dienste ein Bakhschisch (trintgelb) abverlangten. Mit unfern neuerrooebenen Stöcke» schafften wir uns die Zudringlichen vom Halse, gaben dagegen unsere Einwilligung zur Aufführung stoss Tanzes, der unter dem Takte einer von einem Indianer geschlagenen Tarambara von zwei stoghalrsischen Mädchen recht graziös auf» geführt wurde. Bier und andere Spirituosen
Berlin, 5. Juli 1902.
-r Me Alordla»h»reise des Kaiser» beginnt an diesem Montag, diesmal von Travemünde aus. Der Kaiser ist bereits in der Nacht von Freitag aus Samstag in Travemünde ein- getroffen, und zwar an Bord feiner neuen Pacht „Meteor". Während der Fahrt auf dieser Pacht hörte der Kaiser den Vortrag des Reichskanzlers Grafen Bülow. Außer dem unmittelbaren Gefolge des Kaisers werden als Gäste an der Fahrt theilnehmen Prinz Albert zu Schleswig-Holstein, Prinz Saya-Wittgenstein, Graf von Schlitz, gen. v. Görtz, Oberjägermeister Frhr. von Heintze, Profeffor Dr. Güßfeldt und der Marinemaler Professor Saltzmann.
X Aer Kaisen «ad die Daß die Polen von den Kaiserfestlichkelten in Posen fernbleiben wollen, ist bereit« berichtet worden. Jitzt wird in der polnischen Zeitung ®ja«' in Krakau eine Erklärung der polnischen Mitflieder de« posenschen Prooinziallandtages veröffentlicht, die an den kaiserlichen Hofmarschall gerichtet ist und das beabsichtigte Fernbleiben der Pol.n begründet: Die Polen seien durch die neuen Verordnungen und durch die vom Kaiser erhobenen Anschuldigungen tief gekränkt. Mit ihrer Trauer würden die Polen nur alle Empfangsfreude stören. Im übrigen fühlten sie sich nicht schuldig und würden trotz aller feindseligen Verordnungen auch künftig treue Unterthanen des Kaisers sein.
X Die Krmal - Aorksge spielt eine besondere Rolle in einer Denkschrift, die das preußische Verkehrs-Ministerium dem Schifffahrts-Kongreß in Düfft-dorf gewidmet hat. Diese Denkschrift verbrei' t sich über die Entwickelung der preußischen W ss-rstraßen im Allgemeinen, hat aber einen be o> f ern Anhang, der ausschließlich oer preußischer. * »al-Vorlage gewidmet ist. Darin wirs gesagt, d ß die Staatsregisruvg ihre Kanal- pläse „uiientro . «eiter verfolgt" — und weiter wird gesagt: Da hie Regierung das thut, „steht zu hoffe« und zu wünschen, daß eine erneute Ge- setzoorlage, und zwar je eher je biff er, dis Zustimmung der Volksvertretung findet. Diese Schlußfolgerung ist eto wenig naiv. Daß di« Staats- re/tming auf dem Standpunkte des „je eher desto bester" steht, glaubt ihr Jedermann ohne weiteres. Aber daß d.e Volksvertretung sich nun auch ohne wsttereS danach richten sollte, wird die Staatsregierung im Ernste selbst nicht glauben. Zunächst muß sie die Vorlage anders und bester a,s bisher gestalte», wenn sie wirklich auf. eine veränderte L-^e der Dinge im preußischen Landtage rechnen will.
X Ans dem IS Hkstreise AieSer's. Der Kandidat der Nationolliberolen in dem Wahlkreise Dr. Lieber's ist Herr Krawinkel. Dieser gibt sich augenschetolich große Mühe, dir bäuerlichem Stimmen zu sich herüberzuziehen; tS wird ihm aber schwerlich gelingen. Was für sonderbare Austastungen Herr Krawinkel hat, bewies er durch ein Urtheil. das er über die
Zollfrage abgab. Ec meinte nämlich, in dem vorliegenden Zolltarif entwürfe der Regierung fei bereits eine „Bevorzugung der Landwi.th» schäft vor der Jndustfte" enthalten . . . Damit setzt sich Herr Krawinkel sogar mit sehr vielen Genoffen Oer eignen Partei in Widersprach, unb auf solchen Leim werden ihm die Naffaurr Bauern gewiß nicht gehen. Nach allen Anzeichen werden die Mitglieder deS Bundes der Landwirthe nicht für Herrn Krawinkel stimmen, wie es in einigen Blätter» al« wahrscheinlich bezeichnet wurde. DaS scheint auch Herr Krawinkel selbst nicht anzunehmen, denn er hat in einer Wählerversammlung zu Singhofen in unmittelbaren Gegensatz zu dem Bunde der Land- wirthe sich gestellt.
+ Aoröereilrrs- znm ttzierärztliche« Slnbinm. Der Bunderrath hat in feiner letzten Sitzung dem Anträge Bayern« zugestimmt, wonach zum thierärzilichen Studium nur die Abiturienten der Gymnasien, Realgymnasien und Oberreal- schulen zuzelaffen werden sollen — die Abiturienten der Oberrealschulen ohne die Nachprüfung in Latein, die für die Mediziner vorgeschrieben ist. Diese neue Bestimmung tritt mit dem 1. April 1903 in Kraft.
+ GitterzertrSmMermeg irr Mayerr». I» neuerer Zeit hat die Zertrümmerung von Bauerngütern in Bay^n einen sehr großen Umfang angenommen. Nach dem neuesteu Jahrgänge des bayerischen statistischen Jahrbuches betrug die Zahl der zertrümmerten Bauerngüter in Bayern während der letztm sechs Jahre des neunzehnten Jahrhunderts nicht weniger als 5325, und diese Güter waren im aesammten Durchschnitte nicht größer als 148/io Hektare. Die Hauptursachx zu diesem außerordentlich bedauerns« wsrthen Vorgänge liegt höchst wahrscheinlich in dem stetig zunehmenden Mangel an Lohnarbeitern, so daß dem Bauern am Ende gar nichts Anderes übrig bleibt, als feinen Besitz so wert zertrümmern zu lasten, daß er ihn mit feiner Familie allein bewirthschaften kann — vorausgesetzt nämlich, daß die Heranwachsenden Kinder geneigt sind, an der landwtrthfchKftlichen Arbeit thetlzunehms», und nicht ar ch mehr städtische unb industrielle Arbeit vorziehen. Die gewerbsmäßigrn ® lter« jcklächter ziehen aus diesen Vorgängen den größten Vortheil.
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0 Nsrrr, 5. Juli 1902. Die Regierung des Kantons Bern hat einen Beschluß gefaßt, welcher Professor Vetter bestimmen dürste, fern ®ntla;fung?gefudb zurückzuziehen. Profeffor Vetter verlangte feine Entlassung, weil er glaubte, die Regierung werde die Ansichten des Hochschuisenats theile« und ihn maßregeln. Der Rrgierungsrath theilte ihm jedoch mit, daß diese Voraussetzung unzutreffend sei und deshalb die Zurückzi hung seines Entlaffunzsgesuches erwartet werde.
S 5. Juli 1902. Der König von Italien wird nur den Höfen von Petersburg
lehnten mir ab, dagegen bestellte ich eine frische Kocusnuß, die etn Junge mit Aff-ngeschwtodig- teit vom Baum herunter warf. (Sie drehen sie einfach ab und lasse» sie herunters llen.) Der Wirth bracht« ein großes Glas, -ie geöffnete Nuß wurde darin audgeleert und gab etwas mehr als 3/* Schoppen klares Wasser, welches unS ebenso wie dos zum Dessert verabfolgte weiße Fleisch der Nuß krstbar mundete.
Wir bestiegen wieder unfern Wagen, der uns, immer durch die üppigen Palmenwälder, nach dem Wackoilla Bungalo, einer sehr hübsch auf einem der höheren Hügel gelegenen Restauration, führte, von der mau eine prachtvolle Aussicht über die Jusel, soweit sie ein EtchtkreiS und namentlich die zahlreichen Hügelketten hat. K-genübrr der Veranda erhebt sich der Pic Ad am ar«, der höchst- Kegel der Jiisel. Rack- dem wir urs gestärkt, fuhren wir unter strömendem Rege», begleitet von einer Schaar junger Singhalese», die Stöcke, Blumen, Früchte an» böten und trotz der zahllosen Kupferstücke, die wir ihnen zugeworfen, uns eine Halde Stunde lang begleiteten, nach Point de Galle zurück.
Vom Hotel machten wir noch eine Promenade durch die Stadt. Die Läden waren des Sonntags wegen verschloffea, wir besuchten, freilich nicht ohne vom Regen erwischt zu werden, den Fi sch markt, der leider nur wenig JnlereffanteS an Fiscken aufzuweisen hatte, und kämm um 51/» Uhr in's Hotel zurück, um uns auf den auf der Veranda stehenden Scss-l» bis 7 Uhr, dem Beginne der Table d'hotr, herum za faulenzen.
Dem Süden muß man es lasse», daß er für