Fuldaer
t-gNch,
29. Jahrgang.
Iuröa, Dienstag, dm 1. Juli 1902.
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Berlin, 30. Juni 1902.
würde Tina tanzen, wer war der Glückliche! Aber
(Nachdruck verboten.)
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zuführen.
Mir flimmerte es vor den Augen, mit wem
Mein Gott, sollten sie im letzten Moment noch verhindert sein, dachte ich, mein Herz zog sich bei diesem Gedanken schier krampfhaft zusammen. Aber da hörte ich schon die Stimme der verehrten Geheimräthin, sie entschuldigte das Fernbleiben des Gatten, der gar zu'n bösen Husten habe und nahm dann den Arm des alten Herrn, der sie mit großer Zierlichkeit und Eleganz nach dem für sie bestimmten Sitz führte.
Ich hatte mich sofort Tina genähert und ihr mit den Worten: „Gnädiges Fräulein gestatten?" die Tanzkarte überreicht. Mein Herz klopste hörbar. Würde sie sie annehmen?
und abermals das rosige Zünglein erschien, um dem zu blaßen Bleistift zur deutlichen Niederschrift der Namen zu veranlassen, sah das alles, aber erhaschte keinen Blick, der zu nur herüber- aefloaen wäre und mich ermuthigt hätte.
Das war die Strase für meine Unbescheiden-1 heit, für mein allzukühnes Hoffen — ich begriff jetzt nicht, wie ich es fertig gebracht hatte
Ich wurde so muthlos, daß ich, hatte mich meine Pflicht als maitre de plaisir nicht gezwungen, ganz gewiß das Tanzen überhaupt gelassen und mich bei Zeiten gedrückt hätte.
Da ertönte die Musik, die Paare ordneten sich zur Polnaise — mit der jeder Ball eröffnet wurde, und an dem auch die älteren Herrschaften i theilnahmen — ich schritt rasch auf die ältere Fräulein v. Seschen hin und bot chr den Arm. Tante Maja, wie sie von den Nichten genannt wurde, berührte mit den Fingerspitzen mein Aermel, so verlangte es der bon ton, und trippelte wie ein Kätzchen neben mir her, während die alte Exzellenz mit einer graziösen Würde, die er einst am Hofe des großen Friedrich sich zu eigen gemacht, die Geheimräthin durch alle Windungen des Tanzes fübrte. ,
Der Refpekttanz war vorbei, vorbei das Opfer, welches man mit demselben den alten Göttern vergangener Zeiten gebracht, die Steren Herrn zogen sich an die Spieltische zurück, die Damen ordneten sich an den Wänden, die Diener boten Thee und Backwerk an und die Musik begann leise den nächsten Tanz zu
um desto schneller auch neue Handelsverträge mit Oesterreich Ungarn und Italien cckschlirßen z« können. Wenn Deutschland Handelsverträge ver« einbart, mOffen die deutschen Jorerefsen dabei dm Ausschlag geben, nicht der Wunsch, auf jedm Fall auch Handelsverträge zu Stande zu bringen. Diejenigen Mach'e, die uns von allen in dem Dreibünde am nächsten strhen in politischer Freundschaft, dürfen am aller wenigsten vom Deutschen Reiche wirtgschastlichen Selbstmord verlangen zu Gunsten selbstsüchtiger J.itereff.n. Sonst führt man uns von jener Bette immer den Fürsten Bismarck als leuchtendes Beispiel an. Man sollte also auch nicht vergessen, daran zu erinnern, daß derselbe Staatsmann der Zoll- :deg mit Rußland durchaus nickt scheute und dabei ausdrücklich die Lehre vortrug, daß polt« tisches und wirthschaftliches Bändniß nicht immer Hand in Hand mit einander gehen müßten.
Handelsverträge sind durchaus zu wünschen, aber dürfen nicht erzwungen werden aus unsere eigenen Kosten!
sei nicht mittellos und von den (Schluß felgt.)
orutf un» Ptrlaj der Sntlarr Aci>,»!>kLck«K» pturwü« fl». 2 Cbarmonid.
spielen.
Die jungen Herren sicherten sich ihre ~amen,
Fächer und Handschuh und wartete offenbar geduldig des säumigen Tänzers. Wartete, wartete
Sonnenklar ward's mir plötzlich vor den Augen, und ich begriff nicht wie ich hatte so vernagelt sein können. . o
O Du süßes, liebes, zartfühlendes, Heines, Geschöpfchen, wie recht hattest Du Die Karte auf der 4 oder fünfmal mit Tinte geschrieben mein Name stand, diese Karte konnte sie doch Keinem zeigen, ohne zugleich unser süßes Geheim-
Mein, mein! Dank Dir, Du großer Weltenlenker, heißen Dank Dir, der Du uns ent solches Glück beschieden hast.
Ich habe nicht mehr viel zu sagen.
Der Geheimrath empfing und horte mich Nur einmal flog ent Lächeln über
„Illustrirte Sonntags--Zeitung",
niffes zwischen Italien und Frankreich, läßt beinahe die Bermuthung zu, daß auch die Italiener vielfach mit dem Gedanken einer Veränderung sich besaßt und vielleicht auch gar schon vertraut gemacht hatten; und namentlich die römischen Regierungsblätter erschöpfen sich förmlich m Ver- ficherungen, daß die Erneuerung des Dr.ibundes in vollkommener Uebereinstimmung vollzogen worden sei mit den neuerdings freundschastlichen Beziehungen zwischen den beiden romanischen Ländern Italien und Frankreich.
Das ist ja nun jedenfalls richtig, daß die Erneuet ung des Dreibundes unter anderen Verhältnissen erfolgte als der erste Abschluß desselben. ! Damals bestand ein ausgesprochener politischer Gegensatz zwischen öen Dreibundwächten aus der einen und Frankreich auf der andern Seite; und in diesem Sinne äußert sich beispielsweise auch die durchaus offiziöse ,Tribuna' in Rom. Diese weist darauf hin, daß die Erneuerung des Drei. Kunde» und der Abschluß vcs französisch italienischen Vertrages der Zeit nach beinahe zusammenfielen und bezeichnet diesen Umstand sehr treffend als das deutlichste Merkmal für die Veränderung der Sachlage. „Ergänzt durch die Verständigung Mit Frankreich und die erneute Freundschaft mit Eng- I land, schafft der Dreibund heute für Italien eine solche Lage, daß es sich nach innen wie nach außen gänzlich der Entwickelung seiner Kräfte und Hil,S- auellen widmen kann." . e .
In Italien und inDrutschlaud hüpfen I diejenigen Zutun gen, von denen man anriimmt, | daß sie hier dis besondere« Wünsche der Regie. I ruagen zum Ausdrucke bringen, an die Besprechung der Erneuerung deS Dreibundvertrages in vollkommen unter einander übereinftimmenben I Tonarten den Busdruck der Hoffnung an, daß
mit den Beilagen
„Suldaer ßescbicbtsblätter" und £otterie--£i$te.
rtntörtnwrlobn
Kulda und aus-
Indnmte-fthxrtriyi riete eilte ietNfte.
Halbver,essen« Geschichten aus den 80 er und 40 er Jahren deS 19. Jahrhunderts von B. ®. Totster.
Ich wagte kaum hinzusehen, gewahrte aber doch, wie sie das Kärtchen durchsehend, zunächst ein wenig erstaunt über die Neuerung schien, plötzlich aber glühend roch wurde, das Blatt ^samwensaltete und es in den Tiefen ihrer Kleidertasche barg.
Wie hatte ich das zu verstehen?
. Ich sah, wie sie auf den Tifch zuschritt, wo in Mer silbernen Schale die Tanz-Ordnungen lagen, wie sie sich eine andere nahm, dann ein Zwes Bleistift an die Lippen führte, und einige ^Ntragungen machte, sah gequälten Herzens, wie ,
Herren sich ihr näherten, sah, rote sie die Paare, ordneten sich, kurzer Zwiesprache mit ihnen einig schien I '
ch Darf ich morgen kommen und dem Herrn Geheimrath meine Aufwartung machen", fragte ich dringlicher, „ich möchte eine Anfrage an ihn richten, von der mein Lebensglück abhangt
Jetzt hoben sich die goldenen Wimpern, einen Moment schauten mich die lieben Augen innig an, und ein kaum vernehmbares „Ja" kam über 6ie ^Du mm (SIM, mein s«ß-s SIM!" stammelte ich, und fühlte mit Wonne dm leisen Gegendruck ihrer Hand. — —
Ich weiß von dem Abend nichts weiter zu i sagen, als daß er programmgemäß verlief Ob es bei Tisch Hühner- oder Mackaferragout gab, ob man den Cotillon auf den Füßen oder auf dem Kopf getanzt hat - ich weiß es nicht. All mein Denken, mein Fühlen, mein EmMden konzentrirte sich in den drei Worten. „Sie tf
H Eine apostolische MnMatur in Aerli» sollte nach der Behauptung mehrerer Zeitungen wieder einmal unterwegs fein. Die Unterredung des Kardinalfürstbischoss Kopp von Breslau mit dem Reichskanzler Grafen Bülow am letzten Freitaa wurde damit in Zusammenhang gebracht. Es hat fich dabei aber ganz bestimmt nicht um die Errichtung einer Nuntiatur in Berlin gehandelt. Eminenz Kopp befand sich auf der Rückreise von einem Besuche bei dem Hochw. Herrn Bischof von Hildesheim.
X Die Neriv-»ttrmg «»l-r-r £oto*i«e, vornehmlich t« Afrika, hat schon zu sch« vielen Ausstellungen Anlaß gegeben. Namentlich ist häufig mit vollem Rechte Klage darüser geführt worden, daß in diese Verwaltung Manner berufen - war en, denen es in bedenklichem Maße an der uothwendigen praktischen Erfahrung fehlte, denn in verschiedenen Fällen find sehr geeignete und tüchtige Männer mit der röthigm Ersah mag zurückaewirsen worden, obwohl sie ohne Zversei vorzügliche Kolonialbeamten abgegeben hatten, nur weil fie nicht „Assessor" fich nennen konnten, sondern eine praktische Ausbildung erfahren hatten. Die Mißstände find nach und nach so fühlbar geworden, daß endlich auch bei der Reichsregiemng das nölhige Einsehen dafür sich Bahn gebrochen hat, daß cs fo nicht weiter gehen kann; und so ist dem Kolonialrathe, bet in diesen letzten Tagen in Berlin versammelt war, eine besondere -oov* läge über die Ausbildung eines eigenen Be- 'amtenstandes für. die Kolonien gemacht
.____ m dieser lüor«
geweint war.
Die Auseinandersetzungen in der Press-: habe» «un den Generalobersten, jedenfalls nicht ohne Zustimmung des Kaisers, zu einer eigenen Aeuße- tuitfl darüber veranlaßt. Eine günstige Gelegen > h«it war geboten durch eine Festversammlung in Bonn zu Ehren der Jubelfeier des Papstes. Frhr. von Lo» sagte unter anderem:
Gegenüber der Kaiserrebe in Aachen müßten klein- ttckie Kritik und ängstliche Bederken verschwinden, mit denen eine engyerzigekonftsfionellePolemik an derherr- NLen Kaiserrede zu nörgeln versucht habe. Alle Bedenken und Gefahren existirteu nur in der Ewbildungs. kraft der Kritiker. Daß der Heilige Baier die Persönlichkeit des Kaisers, seine Gerechtigkeit gegen seine katholischen Untertanen und die geordneten, staatlichen und kirchlichen B-rhältmff- in Preußen rückhaltlos lobend anerkannte, dafür bürgt er. Mai. Berichter- ftattung feiner Gesandten während der zweimaligen .Sendung und daS Soldatenwort seines Generals. Damit werde ich mich vescheiden. Daß ich damit nicht habe auSsprechen wollen, der Papst fände nun alles nach seiner «astcht für die Katholiken in Deutschland gut bestellt, er sei in Folge besten nicht mehr berechtigt, irgend einen Wunsch auSzusprechen, das bedarf wohl keiner Erwähnung. Der Vatikan hat auch in Deutschland noch eine Anzahl von Wünschen, über die ich dem Kaiser pflichtgemäß berichtete. , Es bleibt die Aufgabe der deutschen Regierung, fie zu prüfen und zu überlegen, inwieweit fich ihre Erfüllung mitten Staatsinteresfen verträgt. Jedenfalls ist das freundliche Berhältniß zwischen dem Kaiser und dem Papst, wie es heute besieht, ein nützlicher Faktor für die sachgemäße Erledigung dieser Fragen. Hoffen wir, daß das Berhältniß in so günstiger Weste bestehen bleibt. LoS ging dann auf die Aachener Kaiserrede em, indem er betonte, daß er das vielumstrittene Wort, „allein" vom Kaiser nicht gehört habe, obschon er ganz nahe bei dem Kaiser stand. Der Kaiser habe daS Wort , nicht gesprochen, es fei auch völlig müßig, »u erörtern, ob er das Wort gesprochen hat oder nW. Thatsache fei, daß Preußen in Bezug auf die Glaubensfreiheit | feiner Bewohner fast- allen Slaaten voransteht, das werde namentlich gegenüber Frankreich vom Batlkan bereitwillig anerkannt. Gläubige Franzosen bewundern rückhaltlos die Aachener Kaiserrde. Auch Kardmal- EtaatSsekretär Rampolla erkannte an, daß dank der Weisheit und Gerechtigkeit unserer Regierung, speziell des Kaisers, unsere kirchlichen Zustände über den französischen stehen. Rampolla befindet fich mft dem> Papste in der Verehrung für den Kaiser, in bet Werthschätzung von dessen Freundschaft für die Person des Papstes und in Anerkennung der kaiserlichen Gerechtigkeit für hie deutschen Katholiken in vollem Einklänge.
Der Redner schloß mit der Aufforderung, dem Kaiser begeisterten Dan! für die herrliche That tti Aackm vor aller Welt darzubringen. Die Fchoeisammlung stimmte begeistert in das Hoch auf de« Kaiser ein und fang stehend die Nattonallymm. An den Kaiser wurde folgendes -Telegramm abgesandt:
mir fo Wn im B°r°us und ohne sie um ihre Einwilligung zu fragen, be- legten Tänze, hatte sie mir reservirt und damit gezeigt daß sie mir nicht zürne, und daß sie mi" verstanden habe. Blitzschnell gingen mn diese Gedanken durch den Kopf im Nu war ich an ihrer Seite, hielt sie umfaßt, und dahin schwebten wir im seligen Verein. Noch heute meine ich die Klänge des Walzers aus dem Freischütz zu hören, nach den wir uns im Takte wiegten. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, eins, zwei, drei, vier, fünf sechs, zählte man tn j Gedanken mit, und jedesmal, roenn 4 kam, knickte man mit dem Bein ein wenig ein.
Das Tempo war langsam, auch brauchte .... mur e;nmai «»q etn ^aajeui uu«. man viel Platz; wir verstanden noch nicht, rote ^uMich an. Vorbescheiden bemerkte, ich die modernen Leute es fertig bEgen, auf dE | stme^Z von den 6000 ft. sprach.
Raum eines Servirbrettes einen Wirveilanz aus
ich fand sie nicht. — „ I unsermi Tänz darf ich diese liebe,
Kand sie nicht da, roo meine Augen sie „Tina, siufrerie ^, ,, i geben?"
suchten, unter den tanzenden Paaren. Sie saß ^bine H^l ha - in der meinen, doch
neben der Mutter, betrachtete sich eingehend Die Hand zuckte roie Tina
und Handschuh und wartete offenbar ge-! fie^ entzog^ chg^hte, aber ihre Lippen regten
$üt Me Srtattl»« Jot.
** liTjnkral« 3. p-rztli" «n julM.
solche Berliner Stimme vernehme«. Vor kurzer Zeit las man es anders: da äußerten sich die Zeitungen, die ihre Instrumente nach dem Pfiffe aus der Berliner Wilhelmstraße stimmen, außer- ordentlich zuversichtlich über daS Zustandekommen des deutsche« Zclltarifes nach dem Ek-t- würfe deS Bundesrathes und in Folg« dessen auch über den Abschluß neuer Handelsverträge Jeder verständige Deutschs wünscht und muß wünsche», daß eine befriedigende Lösung der schwebenden Käsen zu finden sein möie. Mer wer das Loosungswort deS Grasen Bülow über dir deutsche „Heirnathsvolttik" ernst nimmt, der muß doch zunächst sagen: Es würde ein Zeltsamts Vchsusplrl" fein, wen» rie deu ' scheu Politiker und die Regierungen der deut- amten^n Inhalt dieser Vor-
Desto besser ließ es sich halblaut plaudern bet
kett betont werden.
S Dreibunds-Betrachtungen.
Die Franzosen bleiben trotz ihrer hohen Intelligenz politische Kinder. Sie rege« sich auf an ganz unmöglichen Hoffsungen und fie find hinterher ganz traurig, wenn diese Hoffeungen zu Wasser geworden sind. So hatten sie fich augenscheinlich zum großen Theile wirklich ein- gebildet, die Zusarn aenkuvft italienischer und französischer Flottenabtheilungen und die daraus folgende politische Annäherung zwischen beide« Ländern würden einen ändernden Einfluß auf
t i Minister ßoffaunfien i» ihrem Sinne geschöpft (Staaten aber scheitern würde v_ fick — warum, fann^mais freilich schwer verft-hen; berliner Stimme verne jetzt ist ihr einziger, für fie recht magerer Trott die schon etwas abgebrauchte Redewendung, daß dem Dreibunde k-in bedrohlicher Charakter innewohne, daß er vielmehr friebfame Bedeutung habe. Manche Pariser Blätter versuchen, fich und ihre Leser über die Wirklichkeit hinwegzu- täuschen, indem fie schreiben, der Dreibund sei!
nur noch eine äußere Form, die erneuert worden fei aus alter Grwohnhnt. Aber das glauben sie selbst nicht; und in ihrem augenblicklichen Anger holen fie roh einmal die alte Revariche- I Trompete hervor und ermahnen die Franzosen, ihren Erinnerungen treu zu bleiben, die niemand auslöschen könne". Na, wenn das den Fran- zose« nichts schadet, uns schadet eS gewiß nichts! Die französische Regierung wird wohl andere Mfickten Über den Fall haben.
Von Interesse tst der Umstand, daß die italienischen Zeitungsstimmen hauptsächlich nur
An den deutschen Kaiser, Kiel. Euerer Majestät । zwei Punkte betonen: daS Vertzaltniß ^Jialik endet die zahlreiche Versammlung hiesiger katholischer , Frankreich Und die durchaus friedliche Be- Bewohner, welche daS Sbjährig«j l>ttgierungS(ubttaum Futuna erneuerten Bundes. D-r eine Um« des dl. BaterS heute feiert, t« dank.arer «rm-eimng » „ ; Besprechung des Verhält-
ä ,°it «.et.
begeisterten Widerhall finden, wie bei de« Zuhörern, mögen fie dazu beitragen, unter Euerer Maiestät weiser und gerechter Führung daS Vaterland im Inner» einig und nach Außen stark zu erhalte».'
Daß der hl. Vater namentlich Preußen im Auge hatte, als er von der guten Lage der Katholiken sprach, geht aus dem Wortlaute der I Rede hervor; und mit den Bonner Katholiken, »ie dem Kaiser in einer telegraphischen Hulsigung ihren Dank für die herrliche Rede in Aachen aus sprachen, vereinen fich alle deutschen Katholiken in diffiw Danke. Daß der hl. Vater anderseits nickt hat fasen wollen, es feien nun wirklich alle berechtigten Wünsche der Katholiken in Preußen und in Deutschland erfüllt, versteht sich von felbst; das hat nun auch Generaloberst von Loö felbst noch einmal festgestellt. Aber das ist klar, daß diese Wünsche am allerehesten werden befriedigt werden können, wen« ein gutes Berhältniß zwischen Berlin und dem Vatikan besteht. Und daß Lreses erhalten werde, kann nicht lebhaft genug als Nothwendig-
A Inserate: Dl«
WD einspailige Veiil»
HT ■ ■ ■■ ■■ ■■ klamen die Peiit.
H ■ I I I I ■ I 25 Pfg.; bd
wirdenlsprechenv.
V T V T jL y Rabatt gewährt.
M 148-
n Und nochmals die Aachener Kaiserrede.
Generaloberst Frhr. von Loö hat nun auch .ock selbst das Wort ergriffe« zu dem Thema, ^8 der Kaiser in seiner Aachener Rede berührte: m 0« San. bet Wt« tt »eufchlarck, Baron Loö war bekarlNllich der A^dboie des Kaisers, um den hl. Vater zu seinem Regierungsjudiläum zu beglückwünschen; und »ack der Mittbeiluug des Kaisers hatte Papst L-o die Gelegenheit benützt, um feine Befriedigung ausm'prechr« über die Lage der Katholiken in Deutschland — womit wohl hauptsächlich Preußen
Deutsches