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„Tllustrirte Sonntags-Zeitung", „Stildaer ßescbicbtsblätter" und Cotterie-Cisfe.
Cnut an» vcrlar der Sullarr Aellendracker«» peterejatfe Nr. S (fcarmonld.
M 145.
JuLöa, Freitag, den 27. Juni 1902.
29. Jahrgang,
OeutscheZ Reich
aber
51
(Nachdruck verboten)
Herr Leidnant, dis Lösche--
Ge
kaut auf
„Ich danke, Herr Schlawitzer, unter keinen Umständen nehme ich ein Loos, selbst wenn Sie mir Kredit geben wollen, Sie wissen ich mache keine Schulden, ich bezahle, was ich kaufe, oder ich laste das Kaufen ganz."
Großindustriellen und Groß kapit ältst en als eine sichere Bnlaze von Kapitalübrrfchüffe« gilt, euf deren angemessene Verzinsung weniger Werth gelegt wird . .
Die Landwirthschaft geht zurück, nicht vorwärts. Denn die Landwirthe sind, so belehrt uns wiederum der Bericht, gezwungen, sich Einschränkurgen nicht nur in Bezug aus die Lebershaltung, sondern auch in Bezug auf Maßnahmen aufzuerlegen, die geeignet sind, die Er- trägnissz aus dcm Landwirthschaftsbetriebe günstig zu beeinflussen: Zukauf von Düngemitteln, Futter- milteltr, arbeitsparenden Maschine» usw. usw. Ein trauriges Bild! Und dabei soll «ach der Zollpolitik der Verbündeten Regierungen der Landwirthschaft der nöthige Zollschutz versagt, dagegen auf die Bedürfnisse derselben an Maschinen und derlei Dinge mehr ein möglichst hoher Zoll gelegt werden — eine wundersame „H;i- maths-Politik", die damit gehoben wird!
„Kein Geld", wiederholte er nochmal, is Geld."
Ich sprang ungeduldig auf.
macher kommt indessen am Schluffe seiner Betrachtung selbst auf den geschetdte« Gedanken, daß es „müßig sei, schon heute feststehende Betrachtungen über biefe Frage entwickeln zu wollen"; darin wird ihm sicherlich alle Welt beipfltchten. Immerhin weiß man nun schon im voraus, wohin diesmal der Kurs der Flotten-Scharfmacher gehen falt.
X Nochmal« hass Krefelder Krrsarerr- NeKiment. Mit dem Husaren- Regimente, das der Kaiser den Krefeldern versprochen hat, hat die »Freisinnige Zeitung' bekanntlich einen höchst lustigen Hereinsall erlebt. Es hatte ihr ein loser Schalk de» Bären aufgebunden, die Krefelder hätten deswegen das Regiment erbeten, um Leutnants zum Tanzen und Heirathen zu bekommen, und die gute »Freisinnige' ist dem Schalk wirklich und leibhaftig auf den Leim gegangm. Thatfache ist aber, daß die Verlegung des Husarenregiments von Düff-ldmf «ach einer anderen Garnison längst schon so gut wie be- schloffene Sache ist. Die Husareitkaserrie liegt jetzt mitten in der Stadt, fern com Exerzierplätze und in jeder anderen Beziehung so ungünstig wie möglich in Folge der völlig veränderten Verhältnisse, die durch das rasche Wachsthum der Stadt Düsseldorf bedingt wurden. Jedenfalls ist auch schon früher Krefeld als künftiger Garnisonsort für die Husaren ins Ange gefaßt worden. Dazu kommt weiter roch, daß die Verlegung schwerlich erhebliche Kosten verursachen würde, denn die Veräußerung des Düffeldorfer Kasernen-Grundstückes werde ganz erhebliche Summen einbringen, eben wegen seiner Lage mitt«? in der Stadt.
+ „Wagiflr-t-rstH.'' Die Stadt Berlin hatte damit begönne»!, den lebenslänglich angestellten Magistratsassessoren, also besoldeten Beamten, den Titel „MagistratSrath" beizulegen. Die Regierung bestritt die Zuständigkeit deS Berliner Magistrates, so zu verfahren, und hat nunmehr durch eine Entscheidung des Oberver« waltungsgericht-s Recht Momme». Der Berliner Magistrat ist mit seiner Klage in diesem Sinne abgentt f-a worden; beim der Krone steht das ausfch litzliche Recht zu, staatliche NrntS- usb Ehrentitel > < verleihen, so auch den Titel irgendwelchen „R rtyi".
* Der Gustav Adolf-Derei« hat nach dem Geschäftsbericht, den Generalsuperintendent Rebe auf der 61. Jahresversammlung des westfälischen Pkoolnzialvereins der Gustav Adolf-Stiftung erstattete, 2000 Gemeinden der Diaspora, davon allein 666 in Oesterreich, mit Via Millionen Mark unterstütz*. — Hoffentlich geben diese Ziffern bei den Katholiken die Anregung, ihrerseits den Bonifatius-Verein auf da« kräftigste zu unterstützen.
+ Noknifche N-jchslag»- Kandidaten. Nach Meldung'» aus dem rheinisch-westsäliichen Jndirstrrebezirke soll dafür agitirt werden, für bte i ächsten Neuwahlen zum Reichstage nicht nur in Dortmund, sondern auch i« einer ganze« Reibe anderer Wahlkreise besondere polnische W-chlbtwerber aufzustellen. Als solche Wahlkreise werden genannt Essen, Bochum-Gelsenkirchen, DuiSbiirg - Mülheim, Borken- Rrckling- hsusen. Das würde, wie gesagt, nur dem voraus- geganqsne» Borgehen der Polen bei der letzte«
Nachdem ich diese tugendhafte Rede vollendet, stellte ich mich, zufrieden mit mir, an's Fenster
„hier
Ja wahrhaftig, das wollt ich jetzt gewiß, jetzt durfte ich auf mein Conto bei Rothschild hin, (Conto bei Rothschild! großartiger Gedanke) schon ein paar Bären anbinden, wenn ich auch bis jetzt keine Bestie so sehr gefürchtet, als gerade dieses Thier.
Das gebrannte Kind hatte das Feuer fürchten gelernt!
Nun war mein alter Freund in seinem Fahrwasser, als er endlich erheblich erleichtert schied, hatte ich so viel Sachen gekauft, daß meine Stube wie ein Waarenlager aussah und ich hätte hausiren gehen können.
Dabei hatte ich nach Schlawitzers Ansicht mir Nützliches und Unentbehrliches erstanden.
Ob er die Reserve-Kämme, Haar-, Zahn-, Nagel-, Kleider- und Schuhbürsten, die ich all nicht nöthig hatte, zu Ersterem oder zu Letzterem rechnete,weiß ich nicht,auch 5 Pfund Seife Hatteich mir, auf seinen Rath, „für alle Fälle sichern" müffen.
„E poor feine Hoseträger, warme Belz-Hand- schuher un'e Dichelche unten Hals for der Herrn Borsch", hatte ich mir noch aufschwätzen lassen, und für das lustige Marriche ein Geldbeutelchen erstanden, sowie ein Fläschchen von dem neuen Parfüm „wo sich Odeur schrieb". Zu schweigen von den Kleinigkeiten, wie Nadeln, Hosen- und Stegenknöpfe, Hessezwirn, (das war. starkes schwarzes Leinengarn, unübertrefflich zum Annähen der stets dersertionslüsternen Hosenknöpfe, das man in wirren „Buzzeln" auf dem Jahrmarkt erstand. Für 3 Kreuzer bekam man ’ne Handvoll.) Bleistifte, Gänsekiele, Federmesser und eine Menge anderer Sachen, die mir entfallen sind. (F. f.)
werden nicht alle. Ein Familienvater aber, der ein Loos nimmt, würde mit 3 Wochen Gefäng- niß bestraft, int Wiederholungsfälle und wenn er mehr als 6 Kinder hätte, bekäme er 4 Wochen und den Orden vom „Blechernen Schaf", den er zeitlebens, auch Nachts, nicht mehr ablegen dürfte." — Das Männchen am Ofen wieherte vor Lachen. „Na immer den Herr Leidnant!" gluckste es.
Als es rnieder Herr seiner selbst mar, es mit der Zähigkeit seines Volksstammes das Loos zurück.
Aber der hielt sich nun nicht länger. „Herr Leidnant!"
Er schrie es fast, so daß ich erschrocken herum fuhr.
„Härense mich doch, Herr Leidnant, ich rnill Ihne ja gar fei Loos verkaufe, nur fage wollt ich, die große Freid selbst bringe wollt ich. Der Herr Leidnant habe gewönne, das große Loos gewönne, 1/ie davon, macht 6500 Gulde!" —
Ich war keines Wortes mächtig.
Gewonnen, gewonnen, das große Loos! Alle Noch vorbei, alles Elend!
Ein unsagbares Glücksgefühl drohte mir fast )ie Brust zu sprengen und „Tina, Tina, jetzt stift Du mein," jubelte meine Seele.
Ich war auf einen Stuhl gesunken und hatte die Augen mit der Hand bedeckt, der kleine Glücksbringer am Ofen störte mich zunächst mit ’einem Laut. Im allgemeinen mochte er aber wohl die Erfahrung gemacht haben, daß sich eine Kunden angesichts eines solchen Glücks- älles anders benahmen, denn er deutete mein ihm unbeschreibliches Schweigen falsch.
„Gott meiner Väter" rief er plötzlich er» chrocken aus, „der Herr Leidnant wärens Lösche doch noch hawwe?"
Ich winkte ihm beruhigend mit der Hand und holte das Loos herbei, es lag wohlverwahrt int Sekretär.
Aber nun war das Eis gebrochen, Schla- witzerchen hielt jetzt den Moment für gekommen ein Schäflein ins Trockne zu bringen.
„Hab ich tnet Wett' gewönne, wenn ich hab' gefügt, der Herr Leidnant wäre'mr heut was abkaafe?" fragte er schalkhaft lächelnd.
Ich unterbrach ihn, ich glaubte seinen dankengang zu errafften und sagte ernst und bestimmt :
„Danke, danke für Ihre gute Absicht, wie ich gesagt, so ist es, und sogar wenn ich Geld hätte, ein Loos nehme ich doch nicht. Das heißt wirklich Geld zum Fenster rauswerfen. Wenn ich Kurfürst wäre, ich ließe auf jedes Loos drucken: D. D. w. n. a. Die Dummen
lndumls-SttMMM riiti elfte ßrcheffm.
Halbver,essens Geschichten aus d-n 30 er und 49 er Jahre« des 19. Jahrhunderts von B. E. Eoestrr.
Ersatzwahl im Wahlkreise Duisburg entsprechen Man wird darum auf all; Fälle gut rhun, mit solchen Möglichkeiten schon j tzt zu rechne».
+ Der Wahlkreis Schleswig hat den Sandrath von Alten wiederum in das preußische Abgeordnetenhaus gewählt. Er ist nunmehr für Herrn von Alten ein Gebot der Klugheit und des Taktgefühls, die auf ihn gefallene Wahl abzulehnen. Sonst setzt er sich der Unannehmlichkeit aus, daß das Abgeordnetenhaus von neuem diese Wahl für ungiftig erktärt. Herr von Aittn hat bekanntlich vor seiner ersten Wahl sein Amt ge- mißbraucht zu gänzlich unstatthaften Beeinfluffungen der Wahlmänner, und das find doch jetzt noch immer genau dieselben Wahlmänner gewesen.
X Der Wahlkreis BayrealH hat den Schwärmern von „liberaler Einigkeit" die unausbleibliche Enttäuschung gebracht. Die Freisinnigen haben sich, wie für jeden Kundigen im voraus zu erwarten war, gar nicht um das ängstliche Liebes werbe« der Rütionalltbrralen gekümmert, sonder» bekanntlich der natio alllberalen eine besondere freifi Einige Reichstagekandidalur an die Seite gesetzt. Es wird nun intereffast sein, die Folgen dicsrr Vorgänge zu beobachten. Wahrscheinlich werde« dttftlben darin bestehen, daß der agrarische Mahlbe werber mit dem Sozialdemokraten in die Stichwahl kommt und schließlich auch in den • Reichstag gewählt wird, wie ja derselbe Wahlkreis neulich auch schon den Kandivaten des Bundes der Landwirthe nach mehrfach wieder holten Wahlgängen in die bayerische Abgeordnetenkammer entsandt hat. Sehr schlau ist also das Verhalten der Freisinnigen im Bayreutber Wahlkreise nicht. Desto mehr kennzeichnet es die unheilbare und vollständige Zerklüftung derjenigen Gruppen unter einander, die Anspruch daraus machen, die wahren Vertreter des Liberalismus zu sein. Mit dem Partei- LiberaliSmus ist es eben aus, ganz aaS und vorbei für alle Zeiten!
X §r»r Luge der Industrie. Die ,58er« liner Politischen Nachrichten sind ein ausgesprochenes Organ der Großinoustrie. Sie stehen im unmittelbaren Solde des beksmiten Certt-.alverbandcs. Des« mrg-n ist es bernerkenswerih, daß in diesem Organ selbst die Sage der Industrie als ganz befriedigend brzeichnet wird. „Die Textilindustrie — so steht darin zu lesen — ist von der Absatz- und Verkehrsstockung nicht entfernt so betroffen worden, wie andere Zweige der Industrie. Sie Hst die rückläufige Konjunktur längst überwunden und befindet sich zur Zeit in einer durchaus befriedigenden, selbst guten Lage. Die Eisenindustrie hat . . . allerdings ... am schwersten gelitten. Sie ist . . . aber sehr wohl im Stands, in der bi«» herigru Ausdehnung ihren Betrieb i« wirthichsft- licher Weife aufrecht zu erhalten. Von Arbeiter« enilaffungen ist nicht die Rede. Die Werke erfreuen sich ausreichender Beschäftigung..." Na also!
+ , Toleranz" i» Sachse«. Für dir „Frei- beit" der lächstschen Katholiken in Ausübung ihrer Religion ist die vom .Leipziger Tagebl/ mttge« thrifteThatfache bezeichnend, daß es dem Prinzen Max. dem Sohne des Königs, nicht gestatter worden ist, das Requiem für
dnk " L^ut schrecklich leid Schlarvitzerchen, Vute Last um keine Bohne er= Wern kann, ich habe faktisch kein Geld." ntprfowUt GA", mein wunderlicher Besucher bi,t R"° H--r Seit.
A„s q.-’ t f I lieuie icy mich, zufrieden mit mir, an
Den Tresen seiner Tasche kam eine riesige,' und kehrte dem Verführer den Rücken.
Nach diesen Worten winkte ich meinem ^urschen und gebot ihm, dem alten Mann den Kasten abzunehmen und ein Stuhl an den Ofen M schieben.
Das kleine Männchen hatte, außer der ersten -ofgrüßung noch kein Wort gesprochen, mich aber mil seltsam vergnügtem Funkeln seiner lebhaften Nemen Augen angeschaut. Bescheiden hatte er sich auf einer Ecke des Stuhles niedergelaffen
Zog den langen, grauen, triefenden Ziegen- durch die Finger. Dann hob er langsam Wachstuch vom Kasten und meinte schmun- semd: „Keine Angst, der Herr Leidnant wäremr Ichon was abkaafe. Feinste Seife, Hoseträger wo me blatze, Dalgkerzercher, Kämm, Birstcher on alle Sorte, sogar Zahnbirstcher fihrig jetzt, :, dn nete Parfüm, Odehr schreibt er sich, wo <9 dem Herr Leidnant sehr empfehle kann."
, rohrte lachend mit einer Handbewe- »ung ab.
[] Zur Lage der Landwirthschaft liefert einen weitern, leider wiederum nichts weniger als erfreulichen Beitrag der Jahresbericht des Landeskulturrathes im Königreich Sachsen für 1901. Der Bericht faßt den bedauerlichen Thatbestand mit folgenden Worten zusammen: „Die allgemeine Sage der Land- wirthschast im Königreich Sachsen hat im Be- richtsjahre in keiner Beziehung eins Befferung erfahren, vielmehr sich noch ungünstiger gestaltet."
Im Königreiche Sachsen ist bekanntlich die Industrie in außerordentlicher Weise "entwickelt; dennoch geht es der sächsischen Landwirthschaft so schlecht wie möglich. Das ist der beste that- sächliche Beweis für die Unhaltbarkeit der Behauptung, man bringe mit neuen Industrie- grimdmWN is bisher agrarischen Bezirken auch der Landwirthschaft Segen und Gedeihe«. Das ist ganz einfach unwahr und trifft höchstens auf ganz winzige Bruchtheile der Landwirthschaft im allgemeinen zu, dort etwa, wo es sich um Verkäufe von Grund und Boden und dergleichen mehr handelt.
Am allerbedauerlichsten aber ist es, daß gerade die bäuerlichen Elemente auch in Sachsen am härtesten von dieser Nothlage der Landwirth- schast betroffen werde«. „Die Zahl besonders der bäuerliche« Landwirthe, die sich ihres Grundbesitzes zu entledigen suchen, um drr drohenden zwangsweisen Veräußerung zu entgehen, ist — nach dem vorgenannten Berichte — im weitern Steigen begriffen. Es finden sich aber in manche« Bezirken für kleinere Besitzungen, die I noch vor wenigen Jahren sehr gesucht warer«, j keine Käufer. S-lbst fogesannte Häusler-! nahrungen in der Nähe von Städten und! größeren Fabrikorten, die in ftüfercn Zeiten von \ industriellen und gewerblichen Arbeiter» als j Mittel zur Erlangung einer willkommenen Neben- etmmhme betrachtet wurden, sind trotz keineswegs zu hoh-m Preisen unverkäuflich . .
Aas diese Weise gelangt man allgemach zu i englischen Zustände«. Die Landwirthsckast geht in ihren Erträgen immer mehr zurück. Der Berusslondwirih wird verdrängt durch den industriellen Unternehmer. Den« dieser Letztere erwirbt Reichthum, und mit dem Rrichthum \ kommt ihm die Lust, Landbesitz zu erwerben, um sich das Leben angenehmer zu gestalten. Er | lauft dir kleinen Bauernwirthschaften auf, bildet daraus große Latifundien und führt i» diesen xetne Berusslandwirthschaft mehr. Was nicht für seinen Lustgarten, für seinen Park, für seine Fischteiche und seine Pferdefutterwiesen gebraucht wird, verpachtet er an kleine Leute und bringt dadurch an die Stell; unseres kernigen, kräftigen und gesinmmxstüchtigen deutschen Bauernstandes ein uriaushö. lich wechselndes, unzufriedenes Land- Proletariat. Daß dieser verderbliche Ent- wickelungr prozeß auch in Sachsen bereits 6e» ßoiine» hat, sagt der Jahresbericht des sächsischen Lasdeskulturrathks ausdrücklich. „Wenn dagegen
so faxt der Bericht — im allgemeine» größere Gulswirthschaften noch leichter ' Käufer ^finden, so isi dies in erster Linie mit in dem Umstande begründet, daß bi? Erwerbung solcher Güter von
Berlin, 26. Juni 1902.
X Ale tteste Ilstterr Morkage. In anerkennens weither Klarheit hat die halbamtliche .Nordd. Allgem. Ztg.' darauf hingewiesen, daß die Vsrbü»deten Regierungen in der Reichstagstagung 1904/1905 b-e bereits angekündigte neue Flotten-Vorlogr über die Vermehrung der Aus- landsschiffe einbrirgen werden — „voraussichtlich" wenigstens. Das ist keine Ueberraschung mehr. ! Das hrlbamtliche Blatt hat selbst darauf hinge- ! wirsen, daß Marine. Staatssekretär o. Tirpitz ! am 7. Februar d. I. die erneute Beankaguri^ dieser Flotten - Vermehrung für besagten ReichS- agS - Minter angekündigt hat. Raum ist durch | diesen Hinweis die Flottenfrage wieder ernma; lebendig geworden, rühren sich auch 'chon die Flotten - Scharfmacher wieder. In ei rgrn Zri- iurgkn erschien eine Notiz, die so a fab, als stamme sie aus amtlicherOaelle, oder beruhe sie wenigstens aus amtlicher Veranlassu Dari« war gesagt, die Marine-Verwaltung derk- nicht etwa an die Einführung großer, schwerer Linien« schiffe für den Auslands - Bienst; aber das gefällt den Scharfmachern acht. Die,Berl. Neuesten Nachr', die stets an der Spitze dieser Scharfmacher marschiren und die Jnterrffe« der größte« Großindustrie vertrete«, bringen eine Zuschrift zum Abdruck, die sehr dringlich für die Verwendung auch von Linienschiffen im lleberseedienste dnfritt. Danach sollen „heute bereits die Zetten vorüber sein, in denen nur Kreuzer . . .für die Besetzung der auswärtigen Flotten-Stationen als genügend erachtet werden können." Auch dir deutsche Marine- Verwaltung werde „bri Zeiten Sorge dafür tragen müffen. Linienschiffe für den Ueberseedienst bereit zu halten; dies um so mehr, als die neue Ein- theil ing der auswärtige« Flotten-Gtationeu, die letzthin verfügt worde« ist, noch erweiterte An- fotberurge« für die Zukunft an unsere AuSlands- Flotte stellen werde :c. rc." Der Herr Scharf- »SSW dickgeschwollene, schmutzigfette Brieftasche zum Vorschein, der er ein Loos entnahm.