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Htustrirte Sonntags

W. -SuMaer «tsdMtsbläller" und Eotlerie-Eiste.

MuLöa, Samstag, den 21. Juni 1902.

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29. JahrgMg.

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vom Liede ist aber, daß wir noch recht lange warten müsse«, b s Staat, Gemeinde und wohl-

Unpolitische Zeitläufe.

® Berlin, 19. Juni 1902.

Ueber dis Wohnungsfrage ist diese Woche

Düffeldorf viel geredet worden. DaS Ende

1 thätige Vereine uns eine schöne, gesunde u«& billige Wohnung auf dem Präsextirteller entgegen» bringen. Vorläufig heißt ti auch auf diesem Gebiete noch: Hilf dir selbst! Wenn wir gut wohnen wollen, so müssen wir uns eine gute Wohnung suchen und die gefundene gut behan«

• dein. Wer klug ist, sucht feine eigene Wohnung-« : frage selbst zu lösen.

Ja. sagt da Mancher, dabei kommt eS doch bloS auf das Geld an. Wer viel bezahlen kann, wohnt herrlich, und der arme Teufel wohnt 1 miserabel! — Ganz so liegt die Sache doch nicht. Ich kenne wohlhabende Leute, die miserabel wohnen, und andererseits Arbeiterfamilie«, die stch ein ganz nettes und gesundes Heim geschaffen haben. Gut zu wohne» ist eine Kunst. Wohl der Familie, wenn wenigstens die Frau von dieser Kunst etwas versteht. Der kluge Mann zieht bei der Wohnungssuche seine Frau zum Mitrathe« und Mitthaten heran, und waS die spätere Behanolung der Wohnung angeht, so ist da das Pantoffelregiment wirklich am Platze. Abgesehen von den traurigen Ausnahmefällen, daß die Frau auf eitles Blendwerk verseffen ist, einer falschen Sparsamkeit huldigt oder kein Brr- ständniß für eine saubere und gesunde Wirthschaft hat. Da muß der Mann stch mal entschieden alS „Herr im Hause" zeigen und da nach dem Rechten sehe«.

Im Uebrigen soll man vor Allem die Nase zu Rathe ziehen. Ja, die mißachtete Nase, daS Stiefkind unter de« fünf Sinnen, hat sowohl bei der Wohnungssuche als bei der WohnuxgSpflege eine große Rolle zu spielen. Ueberbaupl gehört das Riechorgan zu de» obersten Gesundhetts- Wächtern. Wein du auf die Wohnungssuche gehst, so fange schon in der Straße bedächtig an zu riechen. Und trittst du in das auserwählte HauS, so berieche de« Treppexflur, den Hof, die Gänge, de« Keller und erst recht die betreffende Wohnung. Findest du schlechte Gerüche, so forsche nach dem Ursprünge derselben. Ist die Gegend versumpft oder durch irgend eine Anlage ver­giftet, so ziehe nicht dahin. Hat das Haus eine« muffigen Untergrund oder gar einen feuchten Keller, so suche waS anderes. Riecht eS schlecht auf den Fluren und Treppen, so läßt die Sauber­keit zu wünschen oder eS find unangenehme Be­triebe im Hause, die auf die Dauer sehr lästig und schädlich werde« können. Sehen die Fenster der fraglichen Wohnung auf den Hof hinaus, so rieche den Hof mit all' seinem Zubehör gründlich ab, natürlich unter Zuhilfenahme der andere« Stone; den« die Lust, die in diesem Hofe sich bildet, soll fortan die Nahrung deiner Lunge und der Lunge deiner Familie, auch deiner zarten Kinder sei». Laß dich nicht abspeise« mit de« Redensarten, daß bloß zufällig oder «ur zeit­weise die Lust weniger schön fei. Rehxe lieber damit, daß alle Mißstände dauernd find und wahrscheinlich noch schlimmer werde«, während die gute» Eigenschaften deS HauseS und der Wohnungen mit der Zeit abnehmen.

Wenn man eine Wohnung hat, darf man die Nase durchaus nicht in den Ruhestand setzen. Wenn der Vater «ach Hause kommt, kan« er nichts befferes thux, als die häusliche Luft in beide« Nasenflügeln gründlich zn prüfen. Riecht eS «ach Rauch oder Küchengase« oder Menschen­ausdünstung, dann muß gelüftet werde«. Die Stubenhocker drinnen merken oft nicht die Ver­schlechterung der Luft, namentlich herrscht im Winter wegen unvernünftiger Angst vor Vrr- schwe tdung an Brennstoff oft eine bedauerliche Scheu vor den Lüften. Die Nase, die von draußen kommt, muß das Alarmsignal geben, und wen» beide Eltern zu Hause bleiben, so muß von Zeit zu Z-it eine so klug fein, bie Nase mal für men Augenblick mit frischer Luft zu füllen und dann die Stubenlust einzuziehes.

Bei dieser Nasrrp obe ergeben sich gelegent- liche auch Gerüche, die nicht von dem regelmäßige« Gebrauche der Wohnung herrühren, sondern auf einen besonderen Mißstand zurückzuführen sind. ES ist z. B. an de« AuSgvßröhren oder a« dem Abort etwas nicht in Ordnung, oder eS werden schlechte Gerüche auf dem Hofe oder in de« unter­liegende« Stockwerken vroouzirt. Immer der Ursache des schlechte« Geruches nachgehen und die Abstellung anbahne«! Ma« kann dabei Miß­stände, die zu schweren Gefahren für die Gesund­heit führen könnten, Dunk der Nase rechtzeitig im Keime ersticken.

Natürlich dürfen die anderen Sinne nicht schlafen. Namentlich auf der Wohnungssuche kann man die Augen und die Ohren nicht weit genug aufmachen. Sieh ringsum in alle Ecken, auch in diejenigen, welche man nicht gerne be­trachtet. Sieh' dir den Hauswirth an, steh dir die Mi bewohner an, steh dir die ganze Nach­barschaft an! Das find die Menschen, mit denen du kün tig in stete Berührung komme« würdest, unter denen deine Kinder aufwachsen müßten. Halte auch die Ohren offen, den« was du jetzt

Wochrrr-Krrndscharr.

(Nachdruck verboten.)

X Fulda, 21. Juni 1902.

In der alten Reichsstadt Nürnberg ist am letzten Montag eine hohe und glänzende Festgesell­schaft versammelt gewesen: Prinzregent Luitpold von Bayern sah als Gäste bei sich den Kaiser und die Kaiserin, den König von Württemberg, den Groß- Herzog von Baden, den bayerischen Thronfolger Prinzen Ludwig und andere bayerische Prinzen und Prinzessinnen, den Reichskanzler Grasen Bülow, den bayerischen Ministerpräsidenten und eine zahlreiche Schaar auserlesener und erlauchter anderer Gäste: Es galt die fünfzigjährige Jubelfeier des Germani­schen Museums. Das Hauptstück der Festlichkeiten war ein Prunkmahl, das der Prinzregent in dem großen Saal de» Nürnberger Rathhauses veranstaltet hatte; und so großartige Festlichkeiten der altehr­würdige Bau auch schon in seinen Mauern gesehen hat, Aößerer Glanz war noch niemals vorher darin entfaltet worden. Daß die Rede de» Kaisers, in der er dem Prinzregenten für dessen Willkommengruß dankte, an die nationale Bedeutung des Germanischen Museums anknüpfte und gleichzeitig die Thatsache in den Vordergrund schob, daß der erste Berliner Vorfahr des Kaisers vorher als Burggraf über Nürnberg gehaust hatte, kann man sich denken. „Mit tiefem Danke gegen Gott, dessen Führung mein Haus von der Burggrasenzeit an bis hierher so wunderbar geleitet, stehe ich tief bewegt auf Nürnbergs Boden, stolz auf meine Würde als Burggraf, vor dem er­lauchten Regenten und Vater dieses Lande» . . ."

König Albert von Sachsen ist am Donners­tag Abend auf seinem schlesischen Schlöffe Sibyllenort nach schwerer Krankheit gestorben. König Albert war am 23. April 1828 geboren, stand also im 75.Lebens­jahre; er folgte am 25. Oktober 1873 seinem Vater Johann in der Regierung. Da er keine Kinder hinterlaffen hat, ist die Thronfolge aus seinen Bruder Georg übergegangen. Der neue König ist 70 Jahre alt und hat sich in militärischen Angelegenheiten her- vorgethan.

Von Nürnberg aus ist das kaiserliche Paar an den Rhein gereist, zunächst nach Bonn, wo bi» zum 19. Aufenthalt genommen wurde. Alsdann sollte nach dem festgesetzten Programm nach einauver der Besuch von Aachen, Düsseldorf, Rnhrori, Krefeld, MörS und Wesel erfolgen — der Sefudi der letzt­genannten fünf niederrheinischen Orte bei des Ge­heimrath» Krupp „Billa Hügel" bei Esse> aus. Ob in Folge des Ablebens des Königs von Sachsen eine Aenderung des kaiserlichen Reiseplanes eintrtten wird, ist zur Zeit, wo wir diese Zeilen schreiben, noch ungewiß.

Der preußischeLandtag konnte sich diesmal ganz und gar nicht von Berlin trennen. Die Mehr­zahl der Mitglieder des Abgeordnetenhauses war längst heimwärts geeilt. Wenn man in diesen Tagen seinen Sitzungssaal betrat, glaubte man im Reichstage zu sein, so öde Leere gähnte dem Beschauer entgegen. Das kommt davon, wenn die Tagungen so lange über Pfingsten hinausgezogen werden! Deswegen wird e« sich empfehlen, in Zukunft auch das preußische Abgeordnetenhaus bereits vor Weihnachten einzu­berufen. Aber die Hauptsache bleibt ersten», daß Die Regierung ihm die fälligen Gesetzesvorlagen zu rechter Zeil zugehen läßt, nicht erst an der Tagung Ende, und zweitens, daß das Abgeordnetenhaus selbst sich ein wenig besser bei der EtatSberathung daran hält, als diesmal.

Am Mittwoch ist der Landtag geschlossen worden in einer gemeinsamen Sitzung der beiden Häuser des Landtages, nachdem wenige Stunden vorher das Herrenhaus dem Ausführungsgesetze zur Schlachtvieh- und Fleischbeschau in der Fassung der Beschlüsse des Abgeordnetenhauses seine Zustimmung gegeben hatte. Nach dieser Fassung des Gesetzes wird die Trichinenschau nicht zwangs­weise auch für die Hausschlachtungen eingeführt, tote die Regierungsvorlage vorgeschlagen hatte. Die neuen Gebührenbestimmungen für die Schlachthäuser der großen Städte sollen erst mit dem 1. Oktober 1904 in Kraft treten, um den Städten Zeit zu lassen, sich auf die neuen Einrichtungen vorzubereiten. Die übrigen Bestimmungen sollen mit dem 1. April 1903 in Kraft treten. Daß auch das Herrenhaus der neuen Polen Vorlage zustimmen würde, war zu erwarten. So ist es auch geschehen.

Ein hochwichtiges Gesetz ist nun im bayeri­schen Land,tage verabschiedet worden: DaS Schulgesetz. Die bayerischen Reichstagsabge­ordneten, die gleichzeitig Mitglieder des Landtages sind, hatten Eile noth, um zu dieser Abstimmung noch recht zu kommen. Reichskanzler Gras Bülow aber war aufmerksam und ging auf ein Scherzwort des Abgeordneten Dr. Heim im Ernste ein, indem er für die bayerischen Parlamentarier einen besondern Wagen dem Nord-Süd Expreßzuge anhängen ließ. Die Abgeordnetenkammer hat da» Schulgesetz in der Form angenommen, wie es aus der Kammer der ReichSräthe hervorgegangen war; und wenn nun auch der Katechetenparagraph darin fehlt, so bedeutet das ganze Gesetz doch eine recht erfreuliche Errungen- schäft zu Gunsten der konfessionellen Volksschule und ' gegen die Simultanschulen. Die Liberalen machten ihrem Aerger darüber Luft in einer Erklärung, die dem liberalen Kultusminister Dr. von Landman» das liberale Vertrauen aufgekündigt — der Herr Minister that ihnen auch den Gefallen, sich ernsthaft dagegen zu vertheidigen. Hauptsache ist, daß da» Gesetz da ist, und es wird günstig wirken in dem 1 Sinne, den daS Centrum und die positiv gesinnten । Protestanten in Deutschland gemeinsam anstreben, to l

dem Sinne einer Volksschule auf echtem christlichem Boden. Möge Preußen bald nachfolgen!

Der württembergische Landtag ist und bleibt auch im Hochsommer fleißig. Wieder einmal standen dort die Eisenbahntarife auf der Tagesord­nung: In der Tarifkommisfion erklärte die Regierung, ; daß die Einführung der vierten Wagenklasse vermuth- lich einen Ausfall von 800 000 Mark jährlich verur- ; fachen würde, wenn man die Abschätzung nach den in Hessen gemachten Erfahrungen vornimmt.

Im österreichischen Abgeordnetenhause ist man wieder einmal glücklich um die Klippe der Obstruktion herumgekommen: Die Tschechen haben sich von neuem überlegt und beschlossen, doch lieber die Obstruktion unterwegs zu taffen und milzuthun. So konnte die Vorlage über die neue Regelung der Fahrkartensteuer in allen Lesungen zur An­nahme gelangen, und das ganz und gar in der ur­sprünglichen Fassung der Regierungsvorlage. Daß es nebenher noch immer zu wilden Zusammenstößen zwischen den radikalen Tschechen und den sogenannten Alldeutschen kommt, schadet weiter nichts. Man ist derlei gewöhnt im österreichischen Abgeordnetenhause.

Sehr erfreulich ift Die Tatsache, daß jetzt auch im österreichischen Heere gegen die Unsitte des Duell­mordes eingeschritten wird. In der Delegation hat KriegSminister Freiherr von Krieghammer Mittheilung von dem entsprechenden Erlasse gemacht, der in einem Punkt über die ähnlichen deutschen Er­lasse hinausgeht: Es wird nämlich darin denjenigen Offizieren die Satisfaktionssähigkeit abgesprochen, die sich Beschimpfungen, Schmähungen und Thätlichkeiten zu Schulden kommen lassen. „Die Offiziere — so heißt es wörtlich darin — dürfen in keiner Lage die Selbstbeherrschung derart verlieren, daß sie sich zu gegenseitigen Ehrverletzungen hinreißen lassen . . . Kommen zwischen Offizieren Ehrverletzungen dennoch vor, so ist es bei solchen, welche der Würde des Osfizierstande» absolut entgegen find (Schmähungen, Beschimpfungen, Androhung von Thätlichkeiten, Thätlich­keiten selbst) eine falsche Auffassung... die ritterliche Austragung eintreten zu lassen . . ." Der Erlaß steht zwar, wie man sieht, noch immer nicht auf dem Boden christlicher Anschauungen, daß nämlich das Duell an sich nichts weiter als ein verschleierter Mord ist; aber er scheint dennoch einen ganz erheb­lichen Fortschritt gegen die bestehenden Zustände und wird ohne Zweitel in erfolgreicher Weise zur Ver> Minderung der Duelle auch im österreichischen Heere beitragen.

Das neue französische Ministerinm des Herrn Combes hat in der Pariser Abgeordneten­kammer wohl die gewünschte Mehrheit gefunden. Aber nach dem Verlause der Besprechung einer Inter­pellation über Die allgemeine Politik hat die Presse der Rechten Anlaß gefunden, von einem nur halben Erfolge der Regierung zu sprechen; und die Radikalen und Sozialdemokraten haben mit ihrer Unzufrieden­heit nicht hinter dem Berge gehalten, und zwar des­wegen, weil Ministerpräsident Combes in seiner neuen Erklärung nicht daS berichtigte, was die Linke in seiner ersten Erklärung unmittelbar nach seinem Amts­antritte al» dunkel und unklar und allzu lahm be­zeichnet hatte. Thatsächlich hat Herr Combes in seiner zweiten Rede eher noch gemäßigt als umgekehrt gesprochen. Es kann ja möglich sein, daß die weitere Entwickelung der Dinge die Regierung immer weiter links treibt; aber vorläufig muß man diese Ent­wickelung noch abwarten, bevor man ein abschließen­des Urtheil über die Lage fällen kann. Herr Combes hat sogar in seiner letzten Rede von solchen „geist­lichen Genossenschaften" gesprochen, die „den nach Idealen lechzenden Gewissen ober schmerzgebeugten Seelen eine Zufluchtsstätte bieten", und er hat Scho­nung für diese und auch anderer Genossenschaften em­pfohlen, die der Pflege der Armen und Kranken sich widmen.

In Großbritannien rüstet man sich zur Königskrönung. König Eduard war in diesen Tagen leicht erkrankt, aber in völlig ungefährlicher Weise. Man betrachtet es jetzt als selbstverständlich, daß er den „Kap-Rebellen" volle Amnestie gewähren werde. Im ganzen haben bereits an die 17 000 kämpfende Buren sich ergeben, so daß binnen kurzem der Friede in Südafrika auch äußerlich ganz und gar zur That­sache geworden fein wird. Die Kämpfer können froh darüber fein: In Südafrika ist der Winter mit seltener Heftigkeit eingezogen, und gewaltige Schnee­massen hindern den freien Verkehr auf weite Strecken hin. Man gibt sich große Mühe, den Präsidenten Krüger zur Rückkehr nach Südafrika zu bewegen. Ob die Bemühungen Erfolg haben werden, ist noch ungewiß.

Den Amerikanern läßt es keine Ruhe: es wollen die Insel Kuba verspeisen. Zwar sollte sie der äußeren Form nach frei sein und frei bleiben. Aber vermuthlich wird man die Kubaner so lange zwicken und stoßen, bis sie „freiwillig" ihren Anschluß an die Vereinigten Staaten von Amerika erklären. Im Senate wurde sogar schon ein Antrag eingebracht, wonach der Insel das Datum dazu vorgeschrieben werden sollte. Das war nun zu klobig gehandelt, ; und man ließ den Antrag unter den Tisch des Hauses fallen. Aber er zeigt nichtsdestoweniger deutlich, wo­hin gesteuert wird. Die Geschichte vom „freien" . Kuba war eben nicht» weiter als Aankee-Humbug. .

Nie üetbetra des netten SnltmdmOs

mehren sich von Tag zu Tag. Die Feinde der christlichen Weltanschauung haben es auf die Ver­nichtung der katholischen Kirche abgesehen und auf der ganzen Linie einen planmäßigen Ansturm unternommen. In Frankreich, Spanien und Oester- reich ist der Kampf schon hell entbrannt und bei uns in Deutschland mehren sich die Vorzeichen des Sturmes in erschreckender Weise von Tag zu Tag. Ein großer Theil dieses Kampfes wird und muß in der Tagespresse, die mitten im Leben, aber auch mitten im Kampfe steht, ausgefochten werden. Soll aber der Kampf durchgefochten, der Sieg erfochten werden, dann müssen alle Katho­liken auf dem Plane erscheinen zur Unter­stützung ihrer Presse.

Katholiken! Lernt von unseren Gegnern, die da unermüdlich find in der Verbreitung ihrer Presse. Der hl. Vater, die H. H. Bischöfe, die geistlichen und weltlichen Führer der Katholiken und die Kathokikenversammlungen haben es wieder­holt als eine Pflicht eines jeden Katho­liken bezeichnet, nach besten Kräften an der Ver­breitung der katholischen Presse mitzuarbeiten. Katholiken seid eingedenk dieser Mahnung! Haltet die gegnerische Presse fern aus euern Häusern und sorget dafür, daß in jeder katholischen Fa­milie ein katholisches Blatt gelesen wird.

Die Haltung eines guten Blattes ist auch im Hinblick auf die politischen und sozialen Zeitver­hältnisse dringend geboten. Heutzutage ist das Lesen einer Zeitung, die täglich über all diese Dinge rasch und zuverlässig berichtet, ein Be- dürfniß für Jedermann, der für die Vorgänge auf der Weltbühne Sinn und Interesse hat.

Anläßlich des Quartalswechsels laden wir daher unsere verehtten Leser zu recht zahlreichem Abonne­ment ein und richten zugleich die Bitte an sie, uns in der Gewinnung neuer Abonnenten durch Empfehlung in Freundeskreisen nach Kräften zu unterstützen. Um bei dem herannahenden Quartals- Wechsel unliebsame Störungen zu vermeiden, ist es gut, wenn man schon jetzt bei den Postanstalten die Bestellung bewirkt, was am einfachsten durch den Briefträger geschieht.

Die ,Fuldaer Zeitung' mit der achtseitigen Gratisbeilage ,Jllustrirte Sonntagszeitnng' ist das einzige täglich erscheinende Blatt der Cen- ttumspartei in der Diözese Fulda und im Regierungsbezirk Kassel; sie behandelt die neuesten Tagesfragen in allgemein verständlicher Weise. Die politischen Nachrichten sind kurz und über- fichtlich zusammengestellt; den lokalen und provin­ziellen Vorkommnissen wird große Sorgfalt ge­widmet und auf ein spannendes, sittlich reine» Feuilleton besonderes Gewicht gelegt. Zahlreiche zuverlässige Mitarbeiter in Berlin sowie in der Provinz setzen uns in den Stand, über alle wichtigen Ereignisse bedeutend früher zu berichten, als die anderen Blätter hiesiger Gegend.

Durch ausgiebige Benutzung des Fern­sprechers sind wir in der Lage, über alle be­deutende Vorkommnisse in der Welt rasch zu be­richten. Durch Verttag mit dem Wolff'schen Depeschenbureau haben wir uns die Uebermitte» hing der

Wichtigsten Depeschen ans dem In- nnd Anstande

gesichert. Diese Einrichtung hat bei unseren Lesern große Anerkennung gesunden. Bei besonderen Anlässen erleichtert die ,Fuldaer Zeitung' das Verständniß der Artikel durch

O Karlen und Illustrationen, Q wie überhaupt weder Kosten noch Mühen gescheut werden, wenn es gilt, das Blatt zu vervollkommnen.

Den zahlreichen Freunden der Geschichte unserer Vaterstadt wird die neue Beilage unserer Zeitung:

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Die amtlichen Bekanntmachungen, sowie die Holzverkäufe, Marktberichte und ähnliche An­zeigen von allgemeiner Wichtigkeit werden aus den für unseren Leserkreis in Betracht kommenden Kreisen sämmtlich in der ,Fuldaer Zeitung' veröffentlicht.

W* Die vollständigen Ziehungslisten der preußischen Klaffenlotterie werden jedesmal in anserer Zeitung zum Abdruck gebracht.

Mögen deshalb unsere Freunde in Stadt und Land dafür sorgen, daß die ,Fuldaer Zeitung' nicht nur in jedem Wirthshause aufliegt, sondern auch in jeder katholischen Familie zu finden ist.

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