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JuLöa, Mittwoch, den 18. Juni 1902.

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29. Jahrgang.

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Aonfefston. Die urvrräuderte Augs- bur gische Konfeffion. . . Kritische Ausgabe pom Tschackert. Leipzig 1901. 8.

Kirche. Die katholische Kirche unserer Zeit uttb ihre Dirrer in Mort urd Bild. HerauSgegeben ron der Leo.Gesellschaft i« Wir«. MLkchen. 4. Ba»d 3: (Wirken auf dem Erdenrund H eid ermissiori),

Uerzeichniß

-er Nenauschaffuvgeu der Stäudischeu Landesbibliothek zu Fulda

tw Ktatrjahr 1901 (Sprit 1901-WSrz 1902).

(Schluß.)

IX. lönoiik Md Philsssphir.

Matltziar, Adolf: Praktische Pädagogik für höhere Lehranstalten. München 1895. 8.

Scherer, H.: Die Pädagogik in ihrer Entwickelung im Zusammenhang mit dem Kultur« und Geistesleben. Leipzig. 8. Bd. 1 (Die Pädagogik vor Pestalozzi), 1897.

Scherer, H.: Die Pestalozzische Päda­gogik ... Leipzig 1896, 8.

Wundl, Wilhelm: Völkerpsychologie. Leipzig. 8. - Bo. I, 2. 1900.

Wrmdt, Wilh.: Gründriß der Psycho­logie. Le pzig. 1901. 8

Siehe«, Th.: Leitfaden der Physiologi­schen Psychologie in 15 Vorlesungen. 5.Aust. Jena. 1900. 8.

X. Rrchts« Md Stsstsvissedschast.

MSHlSrecht, Otto: Wegweiser durch die neuore Literatur der Recht?- und Staats- wiffenschasten. Berlin. 8. Bd. 2 (Literatur SM 1893-1900), 1901.

AmtrSlatt der Kgl. Regierung zu Raffel. Jahrg. 1901. Raffel. 1901. 4.

K«zeiger. Oeffrntlicher Anzeiger zum Amts­blatt der Kgl. Regierung zu Kastel. Jahrg. 1901. Kastel. 1901. 4.

NeLch»-Hesetzkk«tt. Berlin. 4. Jahr­gang 1901.

Gesetzsammlemg für die Kgl. Preußischen Staaten. Berlin. 4. Jahrg. 1901.

St»»fp»ozeß»rd»««t. Die Strafprozeß- ordnung für das Deutsche Reich. Mit Kom­mentar von Löwe. 10. Aust. Berlin 1900. 8.

K««hkNö»terr*ch der Staats Wissen­schaften. HerauSg. von I. Conrad u. a. 2. Aust. Jena. 8. Bd. 17, 1901.

SchmoKer: Grundriß der Allgemeine» Volkswirthschaftslehre. Leipzig. 8. Theil 1, 1900.

Ks«bS«ch der Wirthschaftskunde Deutschlands . . . HerauSgegeben im Auf­trage des deutschen Verbandes für das kauf­männische Unterrichlswese». Leipzig. 8. Bd. 1, 1901.

va« Saute«, I. H.: Die Arbeiterschutz- gesetzgk bung in den Europäischen Ländern. Jena 1902. 8,

Sillge», Rudolf: Das R e ch t auf A r b e i t... Jena 1895. 8.

XL Throtozir sund NkWoukwfsskvschast).

IlsalencyZlopadie für protestantische Theologie und Kirche. Begründet von Herzog. In 3. Avflize HerauSgegeben von Hauck. Leipzig. 8. Bd. 9, 1901.

Wetze» und Wettes Kirchenlexikon oder En cyklopädie der katholisch en Theologie... 2. Auflage . . . Freiburg i, B, 8. Bd. 12 (Trier Zwingli), 1901.

Ialk, Franz: Bibelstudien, Bibelhand- schrtste» und Btbeldrucke . . . Mainz 1901. 8*.

Ranke, Ernestas: Specimen codicis novi testamenti Fuldensis. [Berolini] s. a. 4*.

Gerste«, Peter: Zwei neue Fragmente der Weingartener Prophetenhandschrift... Berlin 1899. 4*. '

Kiob Das Buch Hiob übersetzt und er­klärt von Karl Budde. Göttingen 1896. 8. Handkommentar zum Alten Testame» t.. HerauSgegeben von Nowack. Abth. II, 1.

Kemd'Ksmmerttsr zum Neuen Testa- ment. Bearbeitet von Holtzmann u. a. Frei- bürg. 8. Bd. II, 1: Thessalonicher, und Korintherbriefe. 2. Aufl, 1891.

. Schriftstester. Die griechischen christ. lichen Schriftsteller der erste» drei Jahr­hunderte. Hrrausgegebm von der Kirchen. Väter.Kommission der Kgl.Preuß.Akademie der Wissenschaften. Leipzig. 8. Band 1 (Hippolytus, 1) Band 2 u»d 3 (Ori. genes, i big 2) Band 4 (AdamantiuS) Baxd 5 (Buch Henoch) Ba»d 6 ^»«eJ, 3) - Band 7 (EufebiuS, 1)., 1899-1901,

Rhabanus Maurus« De institutione «lerioorum libii III. ReceBsnit Knoepffler. Menaohii 1901. 8.

1901.

Hrisa»r Geschichte Rcms und der Päpste im Mittelalter. Freiburg i. Br. 8. Bd. 1, 1901.

Knvck» Albert: Kirchen - Geschichte Deutschlands. Leipzig. 8. Theil 1 u. 2. 2. Aufl., 18981900*

M öliger, Heiurich: Diözesan-und Gau- Grenze» Norddeütschlands. Halle. 8. Bd. 2 bis 4, 187476.

Kntz, Franz Joseph v.: WinfridBo»i- fattu 8 .... hgg. oo» Scherer. Graz 1880. 8*

Kfahle», Georg: St. Bonifatius und seine Zeit. Regensburg 1880. 8*

Gr««st, Gottfried: Bonifatius. Leipzig, o. I. 8.*

Mölke», I. P.: Bonifacius. Eene kerk- historische Studie. Amsterdam. 8. Deel 12, 186970*

M oelsting, Gustav: Die mittelalterliche» Lebensbeschreibungen des Bonifatius. Jraug. List. Jena 1892. 8*

Ghaulepie de fa SerrFage, S. C.: Lehr- buch der Religionsgeschichte. Bd. 1 u. 2. Freiburg i. B. u. Leipzig 1897. 8.

N«ddyo, Gotamo: Die Reden Gotamo Buddhas ... übers, von Karl Eug. Neumann. Leipzig. 8. Bd. 2, 1901.

Mittrlaltrrliche Gefängnisse.

Bon H. Le BaS.

(Nichtruck verboten.)

Von den verschiedenen Kategorien der Ge- fänguiste, die fich in den moderne» Staaten finde», kann nur eine darauf Anspruch mache», ihren Ursprung in etwa aus dem Mittelaller herzuleite», rämlich die mit den städtische» Rathhäuser» ver­bundenen Polizeigefängnisse, aber auch haupt­sächlich nur dann, wenn sie, wie es noch vlreinzilt vorkcmmt, in den Kellerräumen liege»; alle anderen Gefängnisse find eineErrungenschaft der Neuzeit" und eine Konsequenz der veränderte» Justtzpflege.

Außer demLoch" in den Rathhäuser« und ähnlichen Verwaltungsgebäude» gab eS im Mittel- alter keine besonderen Gesäugnißgebäude; man bedurfte deren nicht, weil die Gesängmßstrafe sehr selten verhängt zu werden pflegte. Die be­festigten Städte benutzten zur Unterbringung ihrer Gefangenen vornehmlich die zahlreiche« Thürme in ihren Mauern; davon stammt der noch heutigen Tages im Volke übliche Ausdruckjemand in den Thurm setzen", den man schon im 13. Jahr­hundert findet, auch heißt es wohljemand i» den Thurm gehen lassen",ihn thurmen"aufs Schloß bringen",in den Käfig bringen",ins Loch setzen". Wir verbinden mit dem Worte Loch" den Begriff der Oeffnung, mährend es sprachgeschichtltch das Grgentheil bedeutet, es kommt nämlich vom Ali hochdeutsche«linchan schließen, heißt alsy soviel als Verschluß. Loch" wird wie schon eben angedeutet, im Mittel- alter nur von einem unterirdische« Grfängnisse gebraucht; der Ausseher hieß Lochmeister. Oft findet sich, und namentlich in Mittel- und Süd­deutschland, für Gefängniß der NameStock", welcher ursprünglich die hölzerne Vorrichtung be­zeichnete, i« welche die Füße der Gefangenen eingeschlossen wurde«, damit sie nicht entweiche« konnten; von diesem wurde sodann das ganze Gelaß benannt. StattStock" wurde auch Block" gebraucht, daher der öfters vorkommende Ausdruckjemanden stocken und bloche»". Der Stock war auch hier und da mit Oeffnungen für die Hände versehen, außerdem wohl »och mit einem Stuhl, auf dem der Gefangene angebunden sitzen mußte. DaS Stocken der Gefangenen ge­schah durch denStockmelster" oderStöcker". Neben diesen Gefängnissen gab eSbesondere Gtfängniffe" in Privathäusern, die entweder be­sondere Zimmer oder auch bloß Abschläge dar- stellten, jedoch durfte ohne obrigkeitliche Veran­lassung niemand auch in solche gebracht werden, sogar transportable Gefängnisse, die man sich als eine Art große Käfige zu denken hat. Privat« gefängniffe wurde« wohl vermiethet und trans­portable verliehen. Die Zahl der Strafgefangenen m Mittelalter stellt einen verhältnißmäßig geringen Bruchtheil dar gegenüber de« Kriegsgefangenen, den in Schuldhaft befindlichen und was u«S heutzutage sonderbar anmuthet den Geistes­kranken ; auch für ungerochene Kinder und Er­

wachsene wurde« «ege« Ende deS Mittelalters Gefängnisse eingerichtet.

Bei der Einrichtung der mittelalterliche« Ge­fängnisse war als Grundgedanke maßgebend, das Entweichen zu verhindern, und für diesen Zweck wandte man die rigorosesten Mittel an und pflegte auf Stand und Rang keine Rücksicht zu nehmen. Manche Gefängnisse halten weder Fenster noch Thürev, sondern nur ei» an der Decke an­gebrachtes Loch, durch welche« nicht nur die Ge­fangenen hinuntergelassen wurden, sondern ihnen auch Speise und Trank verabreicht ward. Die Kost bestand in der Regel nur aus Wasser und Brod, verschiedentlich war es jedoch den Gefangenen vergönnt, au« eigenen Mitteln oder Gaben der Verwandten fich andere Kost zu beschaffen, auch pflegte man vielfach Sammlungen zu veranstalten, um dar Loo« der Gefangenen durch bessere Ver­pflegung zu mildern. Oft waren diese durch Ketten an die Mauer geschlossen und ihnen Hand­schuhe aus eisernen Ringen angelegt, um sie zu verhindern, sich ein Leid anzuthun. In den Ge­fängnissen befand sich nur ein Stuhl und ein Wafferkrug, die Bettstelle und das Unterbett nebst Kissen vertrat anfgeschütteltes Stroh. Von Er­wärmung des Raumes im Winter ist nur ganz vereinzelt die Rede, dagegen wurden den Ge­fangene« Decken und auch wohl Pelze für ihr Lager verabfolgt. Auch für die Ausbesserung und den Ersatz der Kleidung trug man wenig Sorge, in den Rathsprotokolleu der Städte und in den Stadtrechnungen findet man selten Posten für diesen Zweck, wahrscheinlich hat aber oft die private Mildlhätigkeit hierin nachgeholfen. Daß Gefangene bei dieser Behandlung den Verstand verloren, scheint nicht selten gewesen zu sein, es kam aber vor, daß man zu solchen Geisteskranken andere mit gesunden Sennen einsperrte. Hier und da wird erwähnt, daß man Gefangene gegen Bürgen oder auf ihr bloße« Wort hin auf bestimmte Zeit frei« ließ, um ihre Geschäfte zu besorgen oder wohl gar, um sich zu verheirathen. Bei besonder« glück­lichen und feierlichen Anlässen erfolgte auch wohl die Freilassung sämmtlicher Gefangenen, also das­jenige, was wir fitzt als Amnestie bezeichne». Die Körperpflege der Gefangene» wurde nicht vollständig vernachlässigt, mitunter ließ man sie rasiren, ihnen die Haare schneiden und ihnen ein Bad bereiten. Wenn sie eS begehrten, wurden sie,jut Beichte und hl. Kommunion zugelaffen, vom Besuche de« sonntäglichen Gottesdienstes ist aber keine Rede. Die Erlaubniß, Besuche von Angehörigen und Freunden empfangen zu dürfen, wurde damals leichter gewährt, als in unserer Zeit; es wird auch öfter erwähnt, daß solche mit Gefangenen gegessen und getrunken haben. Im 15. Jahrhundert kam mehr und mehr der Brauch auf, den Gefangenen zwischendurch warme Speisen zu verabreichen, die meist von den Spitälern, namentlich den allgemein verbreiteten Spitälern vom Heiligen Geiste, geliefert wurden; ausnahms- weise findet man auch verzeichnet, daß Gefangenen auf Anordnung des Rathes Wein gegeben wurde. Fromme Stiftungen, die dazu bestimmt waren, au« ihren Erträgnissen Gefangene mit Speise und Trank zu erquicken, wurden zu Ende de« Mittel« alter« nicht selten in Testamenten gemacht und dann gewöhnlich über die Art der Speisen und Getränke und auch wohl über die Tage, an denen sie geliefert werden sollten, Bestimmungen ge­troffen. Sammlungen für Gefangene wurden außerdem wohl veranstaltet, um den in Schuld­haft Befindlichen die Mittel zu verschaffen, fich durch Zahlung der Schuldsumme au« der Haft zu befreien oder die Geldstrafe zu erlegen, wegen deren Nichtzahlung Jemand dem Gefängniß über­antwortet war.

Ueber die Dauer der Gefängnißhaft gab es im Mittelalter keine allgemeinen Bestimmungen, er wurde von Fall zu Fall erkannt und lebens­längliche Kerkerhaft nur in seltenen Füllen ver­fängt, zumeist anscheinend bei Brandstiftern und Kindesmörderinnen, bet letzteren traten auf Für­bitte hochgestellten Frauen vielfach Begnadigungen ein. Die Aufsicht über die Gefängnisse hatte in ;en Städten der Rath, welcher von Zeit zu Zeit elbst Revisionen vornahm oder durch seine polizei- ichen Organs vornehmen ließ, die fich jedoch in erster Linie darauf bezogen, ob hinreichende Sicher- -eitsmaßregeln gegen das Entweichen von Ge- angenen getroffen waren.

Wenn somit in früheren Jahrhunderten schon mit Rückficht darauf, daß sämmtliche schweren Verbrechen mit Todesstrafe geahndet zu werden pflegten und auch selbst kleine Städte das Recht res peinlichen Gerichtes hatten, die Zahl der Ge- angenen gegenüber der Jetztzeit eine sehr geringe var, so war das Loos der in der Haft Befind­lichen, auch wenn fie die größten damals üblichen Erleichterungen genssse», recht trüb und elend.

Die Farben der Kleider.

Bon F. H.

------- (Nachdruck verboten.)

Zum Schaden für unsere Gesundheit und Annehmlichkeit werden die Lehren der Wisse»- schäft ganz außer Acht gelaffen, wen« fie unsere« Gewohnheite» Eintrag thun. Die Wissenschaft, welche nicht praktisch auf das Lebe« ihre An« wendung findet, verliert ihre« Werth: der sichere Boden weicht unter ihr. Ihre Anwendung ist auch ihre Verkörperung: ohne fie ist sie ein bloßes Hirngespinnst. Ihre Aufgabe ist, de» Geist zu unterrichten, falsche Eindrücke zu ent­ferne»; und ihr höchster Beruf, sich nützlich zu machen.

Der allgemeine Glaube in Bezug auf Kleider, daß ein schwarzes Kleid «armer sei sowohl im Sommer als im Winter ist ein Jrrthum. Die Wahrheit ist die, daß, da das Material dasselbe bleibt, ein schwarzes Kleid im Winter kühl und warm im Sommer ist, während ei« weißes Kleid warm im Winter und kühl im Sommer ist: das heißt, daS eine ist kühl, wenn wir Wärme brauchen, und warm, wenn wir Kühle wünschen, während daS andere warm ist, wen« wir kühl u«d kalt, wenn wir warm haben, und entspricht auf diese Weise der Aufgabe des KleideS, de« Körper vor dem Einfluß des Wetters zu schützen.

Die Wissenschaft lehrt, daß schwarze Farben die Hitze verzehren und sie rascher vo« sich aus- scheide« als Helle: da schwarz u«d weiß die beide« Gegensätze sind. Wie seltsam, daß diese Wissen­schaft nicht auf Kleider angewandt wurde! Wen« die Schaalen zweier Löffel, von denen der eine polirt, der andere mit Ruß beschmiert ist, an daS Feuer gehalten werden, so zeigt eS fich, daß der geschwärzte weit ftüher heiß wird, als der an­dere; und wenn nun beide heiß gemacht find, indem man sie an den Kaminrost hält, und dan« vom Feuer entfernt an die Lust gehängt werde», so kann man die Erfahrung machen, daß der schwarze weit früher als der weiße erkaltet. Allerdings ist an dieser Erscheinung die Politur sehr viel schuldig, aber nicht einzig und allein. Ferner: wenn heißes Wasser in zwei Kissel ge­gossen wird, von denen der eine weiß, der andere schwarz ist, so wird daß Wasser im letzteren weit früher, als das im andern erkalten. Ebenso, wenn zwei Personen, von denen die eine weiß, die andere schwarz gekleidet ist bei gleichen Verhältnissen in allem übrigen von der kalten Luft draußen in eine heiße Temperatur komme», so wird der Eine im schwarzen Anzug die Hitze früher fühlen, als der Andere, und ebenso beim Htnaustrete» die Kälte eher empfinden. ES ist deshalb in die Augen springend, daß ein licht- farbiges, heller Anzug für die Gesundheit zuträg­licher ist als ein schwarzer, da er die äußere Hitze und Kälte hindert, zu plötzlich an den Körper heranzutreten, und den Körper seine Wärme auszuströme»: wodurch eine gleichmäßige Temperatur alle« ermöglicht wird.

Wir werden demzufolge leicht den Grund rinsehen, weShalb die Thiere der Polargegenden weiß sind ihrs Weiße hält die Wärme ihrer Körper weit besser zusammen, als jede andere Farbe. So ist auch die Erde durch die Weiße des Schnees gehindert, ihre Wärme auszuscheide». Nicht so sehr durch den Schnee wird die Erde vor der äußeren Kälte geschützt, als vielmehr durch die Unmöglichkeit der Ausströmung ihrer inner« Wärme. Die Weiße des Schnees und der Polarthiere darf nicht als blinder Zufall an­gesehen werden; es ist vielmehr ein leuchtender Beweis der Weisheit und Güte des Schöpfers.

Diese Beobachtungen haben ihre besondere Wichtigkeit in neuester Zeit für jene Männer er­halten, welche fich den Polarexpeditione» an- schloffen: der beste Kletdungsstoff ist für fie ein weißes wollenes Zeug, das etwas Glanz hat. So viel konnten fie schon vo» de» Thieren je»er Gegenden lernen.

Uereiicbtet.

* ein D«t»a« iw der ZlmSitdnng. Man mel­det der .Post' au« Syrakus: Der' hervorragende italienische Geologe Prof. Annibale Ricci hat nach lange« Forschungen festgestellt, daß die Höhe de« Berge« Aetna sich merklich vermindert. Al« der italienische Generalstab im Jahre 1866 geodätische Arbeiten au«» führte, war der östliche Gipfel de« Bulkan« mit 8812 Meter der höchste. Jetzt überragt der südliche Gipfel den östlichen, obwohl er nur 3278 Meter hoch ist. Der Bulkan ist also in 86 Jahren 34 Meter niedriger ge­worden. Der AuSwurftkegel stürzt unter der Stn- wirkung der Elemente! immer mehr zusammen. Die Thättgkeit deS Bulkan« scheint sich an der Krater- öffnung zu vermindern; dagegen haben fich die Lava­massen zwischen 1000 und 2000 Meter^tzöhe neue Aus­wege zu schaffen gesucht. Prof. Ricci, ist der Ansicht,