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mit den Beilagen

Sonntags-Zeitung", .Juldaer Geschichtsblätter“

und £otterie-£iste.

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Onur und Verla, »er Fuldaer «clieu»ru«e»e» peierugafte llr. i lLarmonlei.

Jti 120.

Juköa, Mittwoch, den 28. Mai 1902.

29. Jahrgang.

-Af deutsches Reich,

26

(Nachdruck verboten )

Herr Leutnant Jansen/

sagte ich, mit

Der ArLlick dieses bescheidenen Denkmals hessischer Treue und Tapferkeit, begeistMte unseren biederen Hauptmann Otterbach dermaßen, daß er uns eine Rede hielt und uns mit großem Pathos aufforderte, der Thaten unsever Vor­fahren stets eingedenk zu sein und chnen gleich zu thun.

Wegen des hl. Fronleichnamsfestes Wird die nächste Rnmmer unseres Blattes erst am Freitag ausgegeben.

Berlin, 27. Mai 1902.

Hc Alldeutsche in Hesterreich, «nd i» Deutschland. In Eisenach hat eia alldeut­scher Verbandstag stattgefunden. Natürlich ist es nicht ohne verschiedene Entschließungen da­bei abgegangen. Von allgemeinem Jntereffe ist dabei die Thatsache, daß die deutschen Alldeut­schen die österreichischen Alldeutschen von ihre« Rockschößen abzuschütteln suchen. „Der alldeutsche Verband," so beißt es in der entsprechenden Ent­schließung, „beklagt aus's tiefste de« zwischen den Führer» der sich alldeutsch nennenden Partei i« Oesterreich ausgebrochenen Streit und insbeson­dere die unwürdigen Formen, in denen derselbe geführt wird .... Im Uebrigen gibt der all­deutsche Verband auch heute wieder seine« stamm- brü"erlichen Gefühlen und seiner unerschütterlichen Treue für die Deutschen Oesterreich- de« herzlich­ste» Ausdruck." Die deutschen Alldeutschen sprechen also den österreichischen Alldeutschen die Berech­tigung ab, diesen Namen sich beizulegen. Be­merken sie nickt, daß sie damit alle diejenigen Bestrebungen, die unter der „alldeutschen^ Flagge segeln, selbst i> Mißkredit bringen helfe«? Bis­her dachte ma>. Schimmer, die Alldeutschen woll­te« ulle Deutsck n »er Welt li.bend umfassen; da auf einmal geh«' sie ihren österreichischen Gefin- «nngSgenosten «men derben Fußtritt, und damit zeigen sie, daß s mit der ganzen alldeutschen I Sache faul bestellt ist. Die deutsche Sache ist gut, die alldeutsche nicht. Alles llrbertriebene trägt de« Keim der Krankheit in sich, an der es stirbt; so geht es auch mtt dem Alldeutsche«. Die Herren Schönerer, Wolf und Genossen in Oesterreich aber mögen auS der Etse«acher Ent­schließung lerne«, daß ihr Treiben auch von ihre« nächsten Gesinnungsgenossen verabscheut wird.

* Eine allgemeine deutsche Sch»lEatistiI, die erste ihrer Art, soll im Jahre 1904 auf Veranlassung des preußischen Kulturministers veranstaltet werde«. Durch diese Statistik soll festgestellt werden, wieviel Schulen aller Art er im Deutschen Reiche gibt, ferner wieviel Lehrer thätig sind, wieviel Schüler unterrichtet «erde«, wieviel Analphabeten vorhanden sind, wie die Lehrerbesoldungen beschaffen find, welche Aus­gaben der Staat für baS Schulwesen bisher ge­leistet hat rc Auch andere auf da- interne

Maßregel nrcdt bedarf, sie vielmehr nur als eine zwecklose Belästigung empfindet.

Den Bauern könne« wir darum nur em­pfehlen, sich schleunigst an ihre Land- tagSabgeordneten zu wenden mtt der Bitte, im Gesetze dafür zu sorgen, daß der Bauer wenigstens von den Kosten der Trichinenschau befreit werde, wenn es nicht möglich ist, die allgemein auch für Haus« schlachtungen zwangsweise vorgeschriebene Tri­chinenschau zu vermeide«.

sich auf die am Widderkäpfe.

Es war uns allen lieb, daß wir mittlerweile das Klapperfeld, auf dem der Cirkus aufgeschlagen war, erreicht hatten und der Anfang der Vor­stellung allen Kontroversen ein Ende bereitete.

Diese selbst befriedigte uns über alle Maaßen und übertraf unsere kühnsten Erwartungen.

Ich hätte nicht so viel englisches Blut in den Adern haben müssen, wenn ich nicht entzückt ge­wesen wäre von der Präzision, mit der die edlen Vollblutpferde jede Bewegung ausführten, jedem leisen Wink ihres Reiters gehorchten.

Viel, viel zu früh war es zu Ende und ganz traumverloren und in Gedanken versunken, folgte ich, in Hartors Arm eingehängt, den Kameraden. Kurz vor Abgang des Zuges erreichten wir den Hanauer Lokalbahnhof und trafen in unserem heimathlichen Nestchen so frühzeitig ein, daß Kants Vorschlag, zusammen noch ein Glas Wein zu I trinken, allgemeinen Beifall fand. Nur Otter­bach und Sturm trennten sich schon am Kanal- thor von uns und schlugen sich links in die Büsche. „Dort verschwindet der edle Vaterlands- vertheidiger im Dunkel der Nacht," ließ sich jetzt Jansens scharfe, höhnische Stimme wiederum vernehmen, „wie herrlich wird er ruhen, bei dem Gedanken, so glorreich heute für Hessens Ehre eingetreten zu sein!"

„Lassen Sie Sturm in Ruhe!" erwiderte ich kurz.

„Das mach ich wie ich will," war die prompte Entgegnung. „Dieses Schaf im Wolfskleid, par- don, dieser Wolf im Schafskleid--"

In mir kochte alles!

i und des Fleisches Gebühren erhoben werden. Die Gebührentarife find von der Landespoltzei- behörde fefizusetzen.

Es kann nun vorkommen, daß der Trichinen- beschauer zu einem Gange »ach einem abgelegenen Hofe einen gaiyen Wintertag braucht. Die Kosten für einen solche» Gang werden also nicht klein sein. Und diese Kosten werden alsdann am härtesten gerade diejenigen treffen, die es am allerwenigsten übrig haben. Oder der Besitzer des Schweines muß mit den vorgeschriebenen Proben zu dem Trichinenbeschauer sich begeben, und nichts darf von dem frisch geschlachteten Schweine genossen werden, bis der Bauer die hohe -obrigkeitliche Erlaubniß dazu erhalten hat, von seinem eignen Schweine zu essen. Und für diese äußerst liebenswürdigen Gesetzesbestimmungen soll der Bauer auch noch die Kosten bezahlen! Wenn es jemals Gesetzesparagraphen gibt, die so recht di« berühmte Arbeit „vom grünen Tische her" kennzeichnen, die Arbeit „nach Schema F", dann sind es diese Paragraphen. In geradezu verblüffender Weis« ersieht man aus ihnen, rote in de« obersten Aemtern mitunter Gesetze gemacht werden ohne die geringste Berücksichtigung und Kenntniß einzelner praktischer Verhältnisse.

Man male sich einmal Folgendes aus: in einer weltabgeschiedene« Baude hoch oben im schlesischen Riesengebirge wird ei« Schwein gr- schlachtet. Da tritt Schneesturm ein. Der Trichinenbeschauer verlangt für den Marsch nach dem einsamen GebirgShause eine Summe, die dem Bauern unerschwinglich erscheint. Er muß nun selbst durch Sturm und Unwetter sich den Weg bahnen, vielleicht mit Lebensgefahr, um sich die Erlaubniß auszuwirken, von seinem eigene« Schweine zu essen; und dafür soll er auch «och Geld bezahlen!

Im Reichstage wurde der achte Paragraph des Bundesrathsentwutfrs gestrichen, der die Trichinenschau bei Schweinen in dem Reichs­gesetze über die Schlachtvieh- und Fleischbeschau für das ganze Reich obligatorisch mache« Wollte. Dieser Entwurf der Regierung nahm r-frer gleich von vornherein die Hausschlachtungen so» dem Zwange aus. Wie kommt die preußische Re­gierung dazu, in Preußen noch eir?.< Schritt weiter zu gehen und auch alle Haussch'Achtungen unter die Schablone zwängen zu woll. v ? Die Trichinenschau ist, wie die Begründung dieses neuen Entwurfes selbst zugeben muß, auch jetzt nicht allgemein in Preußen als Zwang durch- geführt. Die Hausschlachtuugen find meist von dem Zwange befreit, namentlich in solchen Orten, wo eS eine« Trichinenbeschauer «och «icht gibt. Man lasse doch also diese vernünftige« Besttm- munge« bestehen, wie sie jetzt gelte»!

I« weiten Kreisen der ländlichen Be- völkerung wird die Lrichinenschau alS eine ganz überflüssige und auch als eine u»- gewöhnlich kostspielige Maßregelewpfunden, weil der FtSkuS von deren Kosten nichts zu tragen hat. Es würde durchaus gerechtfertigt sein, wen« die Kosten dieser Untersuchung auS öffentlichen Mitteln bestritte« und nicht dem Landwirthe zur Last gelegt würden, der für seine gesunden Schweine dieser

Vorläufig hatten wir dazu keine Gelegenheit »nd mußten uns damit begnügen, das Denkmal zu betrachten und die Inschrift zu studireu.

„Die Inschrift hätte man sich sparen können," meinte da plötzlich Leutnant Jansen, der das Denkmal plötzlich aufmerksam durch sein M o n oo l e besehen hatte," auch ohne dieselbe erräth »an sofort, daß dies Denkmal nur den Heffen gelten kann."

0 Wer zahlt die Kosten der Trichinenschau I

Dem preußischen Abgrordneteuhause ist der Gesetzentwurf über die Ausführung des Schlacht- vieh- und FletschbeschaugesetzeS zugegangen. Der erste Paragraph derselbe« lautet:

Schweine u»d Wildschweine, deren Fleisch zum Genüsse für Menschen verwendet werde» soll, unterliegen iw alle» Fällen einer amtliche« Untersuch ung auf Trichinen.

Wenn also ei« Bauer ein Schwei« schlachtet, vielleicht i« recht abgelegener und einsamer Ge­birgsgegend, und zwar nur für feine« eigenen Gebrauch, so darf er nach diesem Gesetzespara­graphen nicht eher etwas von dem selbstge­schlachtete» Schweine genießen, bis di« amtliche Untersuchung auf Trichinen erledigt ist. Schweine schlachtet der Bauer nicht im Sommer, sonder» im Winter, i« einer Zeit also, in der die Wege meist recht beschwerlich find. Denke« wir nun an die Verhältnisse in den waldigen und ge­birgigen Gegenden, an einzeln gelegene Förste­reien und Gchöfte, dann erst wird' uns klar, was dieser erste Paragraph des preußische« Ein- führungsgesetzes bedeutet an Unbequemlichkeit, an Last, an allerhand vorher ganz unberechenbaren Verdrießlichkeiten. Und wie ost kommt eS denn vor, daß solche Hausschweine trichinös -find bei uns in Deutschland? Die Fäll« der Erkrankung an Trichinose kann man zählen, die -bei uns während der letzten Jahre vorgekommen'find in­folge des Genusses von dem Fleische hausge- jchlachteter Schweine, so selten find «sie Man kann deswegen auch gar kein Bedürfniß entdecke« für diese Gesetzbestimmung, die man ge­trost i« der Anwendung aus die vorher gekenn­zeichnete« bäuerliche« und ähnlichen Verhältnisse als drakonisch bezeichnen kann.

Nu» kommt die »weite Frager die Koste». Wer soll bi« Kosten dieser zvangsweisen Trichinen-1 fchau bezahlen? Nach dem vorliegenden Gesetz­entwürfe können diese Kosten auch demjenigen ansgebürdst werden, der das Schwei» schlachtet. Der dreizehnte Paragraph diese« Gesetzentwürfe« bestimmt nämlich, daß in solche» Gemeinde», in denen Schlachthauszwang besteht, die Kosten der Untersuchung der Schlachthaus­gemeinde jur Last fallen. Dann aber bestimmt der »weiss Absatz diese« Paragraphen :

Im übrigen gelten die Kosten der Schlacht­vieh und Fleischbeschau, einschließlich der Trichinenschau »nd der Kennzeichnung des Fleisches, als Kosten der örtlichen Polizei« verroakung. Zur Deckung der Kosten können von den Besitzern der Schlachtthiere

hochrothem Gesicht und vor Empörung zitternder Stimme sich an Jansen wandte und ihn wegen seiner unpatriottschen Gesinnung zur Rede stellte.

Mir wurde unbehaglich zu Muthe, als ich I wahrnahm, wie Georg Jansen den braven Sturm, dem er geistig so unendlich überlegen war, mit seinen kalten Augen höhnisch von oben s herab ansah, und das spöttische Lächeln bemerkte, welches um seine Mundwinkel spielte.

Stürmchen, der harmlose Kerl merkte natür­lich nichts, sondern wurde immer eifriger. „Die Widder, Herr Kamerad," rief er, „die Sturm­böcke an den 4 Ecken, das sind nur Symbole, die haben mit uns Hessen gar nichts zu schaffen! .Deshalb ist die Inschrift doch am Platz, und wir Heffen sind heute noch immer so tapfer wie damals, und wir Heffen wollten heute den Fran­zosen auch zeigen, wo auf der deutschen Karte der Zimmermann das Loch gelassen, und wir Hessen, ja, — was ich sagen wollt', wir Hessen, wenn heut' der Kurfürst flöh'!" — Ein brau­sendes Lachen schnitt nach diesen Worten dem armen Sturm, der sich immer mehr verdoppelte und den Jansens spöttisches Lächeln immer ver­wirrter machte, alle weiteren Argumente, mit denen er seiner Landleute Ehre vertheidigen wollte, ab, und wieder war es der besonnene Hartor, der sich des sichtlich Gekränkten annahm und ihn zu überzeugen suchte, daß Jansens Be­merkung scherzhaft gewesen sei.

Auch Kant trat jetzt hinzu: „Mach' doch u -------------o । keinen dummen Quatsch, Stürmchen, Du bist

lchon fortsetzen, als unerwartet Stürmchen mit doch sonst kein Spielverderber und verstehst 'nen schlechten Witz zu nehmen. Was plagt Dich der Denkmal angebrachten Deibel, amt dem Jansen anzubinden, bleib von'm j rach ich Dir!"

Er ließ mich nicht ausreden.

„O tausendmal pardon, Herr von Adlerskopf, ich habe wirklich Pech, immer verletze ich Sie, und wirklich ohne Ahnung und Absicht meiner­seits, in Ihren zartesten Empfindungen. Aber eigentlich hätte ich es mir mal denken können, denn sage mir, mit wem Du umgehst,"--

Was half es, daß Kant derb dazwischen fuhr und Jausen ersuchte, jetzt mit dem dummen Quatsch, der einem den ganzen schönen Abend verdürbe, endlich aufzuhören, was half es, daß Hartor wieder beschwichtigend meinen Arm brütfte, ich war nicht mehr Herr meiner selbst. Roth und schwarz wurde es mir vor den Augen, was । ich dem Elenden antwortete, was er entgegnete, ich weiß es heute nicht mehr, außer mir rief ich ihm zuletzt zu: „Die Ehre meiner Freunde ist auch meine Ehre! Ich verlange Genugthuung von Ihnen."

„Um Gottes Willen, Adlerskopf, riefen die umstehenden Kameraden, die längst besorgt un­serem Wortwechsel gefolgt waren. Aber kalt und ruhig ertönte Jansens Stimme: „Ich stehe mit Vergnügen zu Ihrer Verfügung."

„Und ich bitte um die Ehre, Ihnen sekun- diren zu dürfen, Herr von Adlerskopf," wandte sich in diesem kritischen Moment ein junger Offizier an mich.

fnrtMMtiMttntgti m alt« Lmhkff«.

Halbver,offene Geschichten auS ben 30 et und 40 et Jahren der lv. Jahrhunderts von B. S. Eoester.

i Schulwesen bezügliche Frage« solle« der ,Post' zufolge durch dies« Statistik geklärt werd«».

* Warnung! Die Friedenrausfichten in Südafrika werde» gcmißbraucht zu schwindelhafte» Anerbietungen. Von verschiedenen Leuten in Eng­land, leider aber auch von deutschen sogenannte» Bankiers, werden Antheilpaptere von süd­afrikanischen Goldminen ausgeboten. Es handelt sich um ganz oder fast ganz werthlof« Unternehmungen, »nd es kann nicht dringend genug vor jeglicherTheilnahme daran gewarnt werden.

+ Sonderöar« „Wnnsernug". Die sozialdemokratische.Leipziger Volkszeitung' liefert eine« recht anmuthige« Beitrag zur Natur­geschichte der Sozialsemokratie, namentlich wiffenS- werth für diejenige«, die so gern daS Wort vo« „Mauserung" der Sozialdemokratie im Munde führen. Das genannte Blatt verherrlicht näm­lich geradezu den Meuchelmörder, der in der russischen GouvervementSstadt Wilna auf den Gouverneur von Wahl mehrere Revolver- schüffe abgab und diesen schwer verwundete. DaS Leipziger Blatt leistet sich dabei u. A. folgende Sätze:

„Der leider aus der strafende« Hand eines Helden mit heiler (!) Haut entkommene Wilnaer Gouverneur von Wahl gehört zu der verächtlichsten Gattung der Schergen im Zaren­reiche . . . Diesmal war daS helden­hafte Opfer deS Lebens umsonst ge­bracht . . . Aber die einstweilen glücklich gerettete Kanaille . . ."

Das ist ja eine ganz absonderliche Mause­rung — nämlich von der Sozialdemokratie nach der Anarchie hinüber. Die vorstehenden Sätze könnten getrost einem Most zur Ehre ge­reiche«!

+ Die A-krüömmissio« beschloß, > äglich zwei Sitzungen in dieser Woche abzuhalten und begann sodann die B erathung deS dritten Ab­schnitts — Wachs waaren, Kerzenstoffe, Seife» rc. —, genehmigte nach der Regierungsvorlage die Positionen 245 ois 251, ermäßigte jedoch nach dem Antrag Gothein den Zollsatz in Position | 245 (Stearin, Palmitin, Margarinsäure, Paraffin) von den vorgeschlagenen 15 auf 10 Mk., und genehmigte ferner nach dem Tarifentwurfe bi« Positionen 252 bis 260 einschließlich (Seife, Glyzerin, Paraffinfalbe, Vaselin, Lanolin, Wagen­schmiere, andere Schmiermittel und Schuhwichse) unter Ablehnung sozialistischer Anträge auf Zoll­freiheit. Hieraus trat eine Mittagspause ein.

X Die Inckerstenerkommissi»» begann die Berathungen in Anwesenheit der Staats­sekretäre PosadowSky, Richthofe« und Thielma«« und des Ministers Möller. Die Kommission be­schloß, zuerst soll eine GeneraldiSkussio« über die Brüsseler Konvention, sodann über die Zucker- steuervorlage und schließlich die Abstimmung über die Konvention erfolge». Im Laufe der De­batte sprachen die Abgeordnete» Richthofe«, Lim­burg. Stirum und Speck die Befürchtung aus, England habe sich indirekte Prämie« für Raffinerie« oorbehckten. Mtnisteraldirek or Kör­ber erklärt dies durch die Brüsseler Konvr«tton für ausgeschlossen, über deren Ausführung eine ständige Kommission wache.

„Aber wie so?" fragte Otterbach, erstaunt die Augenbrauen emporziehend.

„Weil an jeder Ecke ein Schafskopf*) an­gebracht ist," war Jansens sarkastische Antwort.

Wir lachten Alle, selbst Otterbach zog die Oberlippe zurück, eine Bewegung, die, wie uns langjähriges Studium gelehrt, bei ihm das LaHn vorstellte, und wollten unsere Wanderung

Ich sah den Sprecher erstaunt und dankbar an. Freiherr von Spinnern war vor zwei Mo- naten erst von den Jägern zu uns versetzt worden, aber mir, trotzdem er mir sehr sym- m ~ , . , „ „ , pathisch war, zufällig noch nicht näher getreten.

Gewalt an mich haltend, aber sehr nachdrücklich, Mit Sturm war er von der Schulbank her be- Herr Leutnant Sturm ist mein Freund, ich freundet und schätzte gleich mir, den braven, verbitte mir--" j hilfsbereiten, zuverlässigen, wenn», auch geistig