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mit den Beilagen

HL 112.

Mukös, Samstag, den 17, Mai 1902.

29. Jahrgang.

vruL und Verlag der Faldaer Acliendrackercl pelerrgaffe llr. i «Darmonie,.

Fuldaer Gesdjicblsbläftef" und CotteriHisfe.

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-Erscheint täglich,

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W Pfingsten

Deutsches Reich

18

(Nachdruck verboten )

nichts. Und drswrgen könne« alle Christen, die nvch etwas auf die Erhaltung der wahren und reinen Lehre Christi neben." ob st? sich nun rös-sch-katdolisch nenne» oder nickt, dieser katho­lischen Kirche nur dankbar sein dafür, daß si- als festes Bollwerk der zernagenden Thätigkeit dieses modernen Giftes erfolgreich widersteht, wie der aus unzerstörbarem §df?n errichtete L-ucht« tburm inNitten der schäumenden und wüble-chen Brandung des Meeres.

iogMaMten freien Forschung von Anfang an be-, Wink erhalten, daß es sich für ihn nicht zieme, .^Epolten Sätte wahrscheinlich j die Wahlmä-wer, die ihm das erste Mal, dem

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Wegen des hl. Pfingstfestes wird die nächste Nummer unseres Blattes erst am Dienstag ausgegeben.

Wer Hanau kennt, dem ist auch das malerisch am andern Ufer des Mains gelegene Dörfchen Groß-Steinheim und fein Burggarten bekannt. Vor 60 Jahren führte freilich noch keine Brücke, hinüber, denn drüben war ja für uns schonAus-" land" und als richtige deutsche Länder standen Kur- und Darm-Hessen absolut nicht miteinander. Auch unsere Fürstenhäuser verkehrten in Folge der nicht ebenbürtigen Heirath unseres Kurfürsten nicht, aber alles dies hielt die Hanauer nicht ab, vermittelst Kahn und Fähre den im feindlichen Land so lieblich gelegenen Ort Groß-Steinheim vergnügungshalber recht oft und besonders natur» lich am Sonntag aufzusuchen. Es war damals die Zeit der politischen Stille und Demagogen­riecherei und lähmend wirkten die überall herr­schenden Polizeimaßregeln auf Handel und Verkehr. Der ankommende Fremde hatte schon an der Thor- wache ein hochnothpeinliches Verhör zu bestehen und zeigte sein Paß oder fein Aussehen das geringste Verdächtige, wurde er scharf koutrollirt und wohl auch molestirt. Daß in Folge dessen i das Reisen im lieben deutschen Vaterland nicht zum Vergnügen diente, und Jeder, der nicht reifen mußte, es vorzog, zu Haus zu bleiben, wird nach Obengesagtem einleuchten. Um so mehr erregte es die Aufmerksamkeit einer Gruppe von jungen Herren, welche- einen herrlichen Sommersonntags­nachmittag zu einem Ausflug nach Steinheim be­nutzt hatten, daß einsam an einem benachbarten Tische ein offenbar den besseren Ständen ange­hörender, ihnen Allen gänzlich unbekannter Herr still vergnügt hinter seinem Glas Aeppelwei'n*) saß.Ein Fremder, offenbar ein Herr von Distink­tion, wer war er, was wollte er in dem welt-

von ihm ausgrübten Drucke naLgchend, wider- willra Vie Srimüie gehest hatte», in dir Lag? zu bringen, nochmals für ihn stimmen zu müssen,

nicht einmal nachsehen, lieber Herr Ferch?" Der Wirth, welcher den verschiedenen Debatten gespannt gelauscht, stürzte fort und kam in kurzer Zeit freudestrahlend mit einem beschriebenen Zettel zurück, den er auf des Fremden Platz gefunden. Dieser, aus einem, dem Notizbuch entnommenen Blatt bestehend, enthielt ein kleines englisches Ge­dicht, welches die Schönheiten des Mainthals int Allgemeinen und die Perle desselben, den Burg­garten in Steinheim im Speziellen, bis in den Himmel hob. Wer war seliger als der brave Wirth, als ihm einer der Herren den Sinn des Gedichtchens in's Deutsche übertrug. Daß er in dem freundlichen Uebersetzer gleichzeitig den Dichter vor sich hatte, ahnte er nicht, denn da die Verse in einer fremden Sprache abgefaßt waren, impo- nirten sie ihm so gewaltig, daß kein Schatten eines Verdachtes in ihm aufstieg. Daß der junge Herr trotz seines urdeutschen Namens die englische Sprache so beherrschte, hatte einen sehr erklär­lichen Grund in der Thatsache, daß sein Herr Vater einst eine Engländerin heimgeführt, so war es seineMuttersprache", und die war ihm so geläufig, wie die deutsche. Furchtbar vergnügt über den gelungenen Streich stieg die Gesellschaft in ihre Boote, um das andere Ufer und mit ihm die Heimath zu gewinnen, ahnungslos, welche Folgen für sie aus dem harmlosen Ulk entstehen würden. Dem braven Wirth nämlich ließ fein Glück keine Ruhe. Als das nächste Wochen­blättchen erschien (und es erschien zweimal im Lauf von 8 Tagen), da stand darin die ganze Mär und die große Ehr', die dem Burggarten von Groß-Steinheim durch den Besuch des berühmten englischen Dichters widerfahren, und darunter als nicht anzuzweifelnder Beweis das englische Ge- dichtchen!

Hanau las und staunte, und^man sprach von

Berlin, 16. Mai 1902.

X LsudralH vs« Alte« hat nun selbst ayf »ine WisrerDah! im Lmdkretse Schleswig verzichtet. Dis ist das B-ftr, was er thun konnte. V'elle'cht hat er von obenhrr einen

*) Bekanntlich sprechen die Hanauer Silben wie Main, Wein, nein rc. mit dem Nasallaut. A

V. Ein Dichtergruß.

, Mein Aennele ist ein kleiner Tyrann! Seit ich ihr habe versprechen müssen, alle die kleinen Geschichten aus der Leutnantszeit, die ich ihr im bunten Durcheinander nach und nach erzählt, hübsch geordnet niederzuschreiben, läßt mir das Kind keine Ruh' mehr. Alle vierzehn Tage we­nigstens soll ich einen Theil abliefern!

Heute ist die mir gütigst gestellte Frist beinahe abgelaufen, es ist die höchste Zeit, daß ich zur Feder greife und anfange, aber nun schickt Graf Mau er in, mein alter Freund Graf Adalbert Mauerin, der sich ebenfalls hier in Wiesbaden Ar Ruh' gesetzt hat (o Aennele, hörst Du's, zur Ruh !) und fragt an, ob wir nicht den herrlichen Herbsttag zu einer Promenade nach der Adolfs- hohe^benutzen wollten.

Ja ich will wohl, aber wie werde ich als- vann meinen Verpflichtungen meiner gestrengen tiemen Tochter gegenüber gerecht?

Halt, da fällt mir was ein! Wahrhaftig, cest «ne idee! Da habe ich vor einiger Zeit eine Er- d.tung aus meinen frohen Leutnantstagen einer Zeitschrift zugesandt und sie wurde angenommen.

mu6 mich heute freilaufen.

Und während wir beiden alten, gichtgeplagten nach der Adolfshöhe humpeln, mag sich mein nbe§ Nixenkind in die kleine Episode vertiefen.

sie, ich gab ihr den Titel:Ein Talchtergruß".

abgelegenen Burggarten von SteinAim?" Eiftige Debatten entstanden und wurden noch fortgesetzt, nachdem der Fremde, ahnungslos über den Ge­sprächsstoff, den er erregt, aufgestanden und den Wanderstab weitergesetzt hatte. Immer eifriger wurde die Unterhaltung der jungen Herren, man witterte in dem Unbekannten einen incognito rei­senden Fürsten ober bergt. Kühne Kombinationen erfand der jugendliche Uebermuth und endlich tuschelte und lachte die ganze Gesellschaft geheimniß- voll miteinander und ein scharfer Beobachter hätte leicht entdeckt, daß dort ein Komplott, wenn auch harmlosester Natur, geschmiedet wurde. Dieser scharfe Beobachter fehlte aber, und so gelang es dem übermüthigen Chor, unbemerkt einen beschrie­benen Zettel auf dem von dem Fremden verlassenen Platze zu deponiren. Gespannt wartete man auf den Erfolg, den der Scherz haben würde, und dieser blieb nicht aus. Wie vorhergesehen, trat nach einiger Zeit der Wirth zu den jungen, ihm längst bekannten Hanauer Herren, mit der Frage heran:Haben die Herrschaften wohl den Herrn bemerkt, welcher vorhin an jenem Tische saß, wer mag das gewesen fein?"Und ob wir ihn gesehen haben, klang's zurück, gewiß, der war nicht von hier und auch nicht von Frankfurt, der kam weit her."Ja," meinte ein Zweiter,er sah aus wie ein Engländer"und bei Gott, Du hast Recht," ein Dritter,das war ein richtiger unge­mischter Angelsachse." Der Uebermüthigste von Allen, von seinen Freunden der lange Tom ge­nannt, setzte hinzu:Am Ende war es Lord Byron!"Lord Byron, der berühmte Dichter, o wenn Du Recht hättest!"Meine Herren," bat nun einer um Gehör,meine Herren, bas ließe sich leicht seststellen, denn Lord Byron hat bekanntlich die Angewohnheit, überall wo er ge­wesen, ein Gedicht zu hinterlassen. Wollen Sie

fonhiMiMtimtwip tim ulten kur!,Mu.

Balbvergsffrne Geschichten auS de» 80 er und 40 er Jahren d»s 19. Jahrhunderts von B. S. Coefter.

. Was lehrt denn dieser Geist der Zfit? Man gehe nur le'nea L-hrrn genauer auf 6es Grund, dann sieht man als Folgen dieser L-Hre Ken miiften, lekdenschc-stlichrn, brutalen, vernichtenden Kampf Aller aear» Alle, im unmittelbare« Gegen- sstze zu bee L hren des Chriflerthums, bßfi bi? Siebe zum Nächsten, die Rücksichtnahme auf ihn predigt. Der Geist der Zeit, der'mit Macht vorwärts zu streben glaubt, zielt gerade im Gegevthsil ab aus b!e Rückkehr zu den Grund, fttzen des klassischer? Hüdenthums, das unter gefälligen äußeren Formen der vollkommenen Barbarei huldigt dem unbeschränkten R.chte des Stärkeren über den Schwächerer«. Bas moderne wie das die Heidemhum sieh! als höchstes Ziel Erfolg ufib Rfichchum vor sich und materiellen Genuß, und verlacht den C'risten, diffrn Blicke aus höhere und unveroänaliche Ziele Machtet ftib. Würde unter d-m Estflaffe dieses Zeitgeistes der Grundsatz bet sogenannten freien Forschung auch der katholischen Kirche zur Herrschaft gelangen, dann würde es sicht mehr lange dauern bis zum vollkommenen Verschwin­den des Christknthums auf unserer Erbe.

Mehr als jemals haben wir darum Ver­anlassung, tw diesen Pfingsttagen den heiligen Geist um Erleuchtung, um Kraft und Muth und Ausdauer anzvflchen in dem Kampfe crechrn alles las im Neuen, das der Lehre des Heilardks feindlich sich gegenüberjtröl: veni sancte apiritus:

Komm, Schöpfer Seift, kehr bei uns ein, Besuche alle Herzen de n.

Erfüll' das Herz mit deiner Gnad', DaS deine Lieb erschaffe« hat Zünd an im Geist dein -öttlich Licht, Gieß' Lied' inS Herz, pib Zuversicht: Dem Leibe voll Gebrechlichkeit Verleihe Kraft zu jeder Zeit.

Dem Vater Ehr', der dich, gesandt, Dem Sohne Preis, der auferstand. Dir, heil'ger Geist, der Trost verleiht, Ser gleiches Lob in Ewigkeit!

muß es als ihre Pflicht betrachten, den Räbe«, baw und die Ausfuhr des Rübenzuckers zu er» bal'ew, io weit es eben -aöglich s-jn wird. Das sind keine angenehmen An; fichten für die Zr» kunft!

X Seulsche IeHrervessld»N-e». Durch

Blätter geht eine Notiz über die Bezüge der Volksschullehrir n den vei schieden«» deutschen Bundesstaaten. Als Grundlage ist das drsißgste D'erstjshr angenommen, und danach bezieht nun auf dieser Dienstalter-stufe ein Lehrer in Bremen» Land 3600, Homburg-Land und Hessen 2900 in Anhalt 2430, Lübeck Land 2200, Sachsen.Gotha und Schanmbura-Lipp- 2w0 in Waldeck 2090, Oldenburg 2045, In Reich, Lippe-Detmold, Sach­fen-Weimar, Sschfen-Metninsen, Baden 2000 tat Königreich Sachsen urd in Braunschweig 1900, In Württemberg 1850, in Bayern 1740 und in Preußcn 1700 Mark. Um aber diese Verhält» niste richtig zu würdigen, müßte man auch wissen, wie viele Lehrer t* den genannten großen Bunde«» ftaaien wirklich auf diese Mindestbesoldung ange» wiesen sind. In den allrrrneistrn Städten sind die Besoldungen durchweg ganz erheblich höher. Aber daß der Elementarlehrer auf dem Lande in Preußen, und namentlich in dessen östlichen Bezirken, nicht besonders glänzend gestellt ist, ist längst nicht« News mehr. Ja den wkstttck er? P ooinzen Preußen« hat man bekanntlich m hr Verständniß für Schule und Lehrer, und hier kann gar manche Stadt den Vergleich mit Bremen und mancher ländliche Be­zirk den Vergleich mit Hamburg Land und mit Anhalt aushalten.

ft Kranke«. De» sicher««- de» Keim» aröetter. Der Entwurf der Bundesrathsversügung über die Ausdehnung der Krankenversicherung auf die Heimarbeiter ist nunmehr in allen Bundes­posten den zuständigen Behörden zur Prüfung überwiesen worden. In dem Hanptbezirke der Thüringer Spielwaarentndustrte, im Thüringer Oberlande, ist die Handels- und Gewerbekammer in Sonneberg mit dieser Prüfung b traut worden. Gerade dort bestehen, wie bekannt, die traurigen Verhältnissen und die ausgedehnteste Entwickelung der Heimarbeit,

* WiesSsderr, 16. Mai 1902 Der Kaiser richtete a« den Präsidenten Reosevklt folgendes Tetegr-mm:

Wiesbaden, 14 Mai 19)2.

An den Präsidenten der Bereinigten Staaten von Am-rika, Washington.

Ich stehe noch unter dem tiefen Eindruck, wrlchrn der glänzende und herzliche Empfang Meines Bruders, des Prinzen Heinrich, durch die Bürger der Bereinigten Staaten von Amerika auf Mich gemacht hat. In den Reden, mit denen er be» grüßt wurde, ward wiederholt der Thrtsache Erwähnung gethan, daß Mein Ahn, Friedrich der Große, gegenüber der junger amerikanischen Republik zur Zett ihrer Ent­stehung eine freundliche Haltung stets bewahrt habe, indem er dadurch den Grundstein der freundlichen Be­ziehungen legte, welche immer zwischen unseren beiden Ländern brstanden paden. Dem Mir von dem großen Könige gegebenen Beispiele will Ich folgen. Ich möchte die Erinnerung an bei, B.such des Prinzen Heinrich wacherhaltea durch eine Gabe an da? amerika- Nische Volk, die Ich S e bitte in seinem Namen an» nehmen zu wollen. Ich b-abstchtig-, den Bereinigte» Staaten eine Bronzestatue Friedrichs der

Pfingsten nennen wir das Fest des heiligen Geistes, und mit vollem Rechte: be#n der Gegen- stanü der Pfiigstseier ist bis Herabkunst der dritten Person m der Gstth-tt aus die Apostel und aus die Mitglieder der ersten ckristlichen Hemeinds in Jerusalem. Komm, heiliger G-ist so tönt es Pfinzftm in aller. ZmrgM über den Erdkreis hin! Veni sancte spiritus! Das groß; Wunder der Gnadenwirkuig an den Mäudigen in J-rusglew. vollzog sich unter außerotdenlliche» äußere« Zächen.

erhob sich ein gewaltiger Sturm wie bas Brau-en eines mächtig dahmwetzrndkn Windes, und es erschienen z-riheilte fiurige Zunge», die sich auf einen Jeden der im Ubendmahlssaale Bersammelttn derabließen" ein gewaltiges, ein mächtiges Werk, das da geschaffen wurde durch die göttliche Allmacht: die Grundlage zu dem Riesenbau der christiichen Kircke, vellzogerr unter wunderbaren ä -ßeren Anzeichen, die Im Symbol tr-fflich das Wur.drr der Gnade dar» stellten, dos in den Herzen jener allerersten 'Christengemeinde bei der H-rabkur-ft bei hsiiiaen Geistes vor sich gmg.

Die Apostel waren nicht Männer von hoher Abkurfft, r-rcht Söhne reicher, vornehmer Häuser, nicht berühmte G-lehrle. Eie waren einfache Männer aus dem Volke. Aber ausgerüstet mit bet Kraft und mit der Tlftucktung des heiligen Geistes, hatten sie die Stärke uuö den Muth, nach dem Ruftrage des Httlaudes allen Menschen su predigen. Fraick und frei traten sie cor die Mächtigen der Erde und verkündeten das Evangelium; und niemand wer im Stande, sie 3* schlage» mit den Waffen des Gerstes. Heiden und Juden aber staunten voll Bewunderung ihre weltumwLlzen.de Thätigkeit an.

Gerade in unserer Zeit thäte nach unserem menschlichen Gefühl eine neue wunderbare Gnaden- wirkung des heiligen Geistes außerordentlich noth. Denn durch alle Lande geht j-tzt der.Geist, der stets verneint. Und Lauheit, Lässigkeit, Gleich­giltigkeit sind bei uns auf religiösem Gebiete ein» gezogen; Unklarheit herrscht in den Köpfen, und dort, wo es wohl nicht an gutem Willen fehlt, machen Zaudern, Schwäche und traurige Feig- heit sich breit. Das aber, was sich freie Forschung nennt, arbeitet unablässig an den Grundlagen des Ctzristenthums, ohne Emficht dafür, daß es damit ohne Aufhören gleichzeitig auch an der Zerstörung Mfelben arbeitet. Wie wallten einmal sehen, was jetzt noch von der urfprünglichln Lehre des Heilandes übrig ge- blieben sein würde, wenn dieser Grundsatz der

um sich nicht selbst bloßzust llm. Hat doch ftibst die ,Post' der Meinung Ausdruck gegeben, daß Herr von Altenwohl feine Versetzung in ein anderes Amt nacksnch'n dürfte, weil durch die Küssation seiner Wahl seine Äutsritäl in dem Wahlkreise derartig erschüttert ist, daß an ein ersprießliches Wirken desselben als Lrndratk «icht sügl.ch mehr zu denken ist". Zagleich hatte das fteikoaferoative Blatt b;m Mmister dis Innern geraten, dies in Er-pägung zu ziehen Hnr «an Alten hat es eben zu grob gemacht. W?ll» man He Mandate aller Land- Ehe für urgittig erklären, 4i? ihre WM haupt­sächlich ihrem eigene« omttichen Sirfluffe »et» hast n, so.de wohl mancher von der Bild­fläche verfchwi-tden.

n §er sagsresuvtr SrSste»T«s is 3&ett= lis verliert w°nn das möglich ist noch irnm?r mehr an Bedkutung, je längere Zeit ver- streicht. Jetzt wird frstg'stellt daß n cht einmal die wenigen Siädte, die dabei vert et-n wa-en, wirkt ch diese Hrrrcn zu ihrer V u iretur.g b'auf tragt batten. Die sächsische J°-dustriestaSt Chem­nitz hat durch ihre Stad.orrordneten ausdrücklich den Anschluß an die Petition gegen Erhöhung der G;t eide-ölle a b g e l e h n t. Nchts desto weniger sind bei demStädt-°Tag" drei sozialdemckca- t sche Hr ren al« Vertreter von Chemnitz erschienen, und als berufene Vertteter dieser Stadt gezäh't worden ... Es wird dann wohl nicht nur mit Chemnitz so gewesen fein!

+ Air MrtmrHrrms- vs« Incker SaH vsrALs-i-ru im Reichöschatzarr.t'r haben vor be« Rügen bet Freihändler und verwandten Rich­tungen keine G"adr gefunden. Mit richtigem, wenn auch sprachlich uugelrkkem Spotte ant­wortet daraus eise hübamtliche Stimme:

Wi; trndenziös die freibsndlerische Preffe auch bei diesem Rslüffr vrrfährt, erhrllt au! der Thatsache, daß ein Blatt dieser Riaft-wg sich lostar darüber anf^egt, daß in einer Frage, bei btr «.S sich um das Wohl und Wetze der deutschen Zuckerindustrie handelt, die an« zuhöreiden Sachorrflä^dizen aus den Reihen der an der Zuckerindustrie Bttheiligten entnommen worden sind."

Die österreichische« Minister sprechen offener über die Zuckerfrage und über die Zu­kunft unserer Zuckerindustrie. Scho« neulich lieferte ein gutes Beispiel dafür Ministerpräsident von Körber, indem er die Ansicht auSsprach, die Brüffsler Rbmachm-gen würden m-hr den Engländern und dem kolonialen Rohrzuck-r nützen, als uns u«d nnfmm Rüdeszucker. Jetzt hat sich in ähnlich mahnender W-iie auch der öster­reichische Landwirthschastsminister ans» gesprochen. Der Z-'.ckerrübenbau. so {flirte biff er am Donnerstag im Wiener Abgeordneken- haufe aus wird eme fortgesetzte Ein­schränkung erfahren müff-n; die Regierung