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Iuröa, Freitag, den 9. Mai 1902.
29. JahrgMg.
König Alfons XIII.
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vermircdker
Reklame», nnb A-,-ige»ch-il.
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vcknnlworllich: Kvr die Krtaftiei J«f. Sau«, für 3«krak 3. Pa r je l le r in Snt»a.
So thaten es auch die beiden Menschenkinder, di« di« große Prozession hatten wieder abzirhen ohne sich auf dem Rückwege zu beteiligen. Sie wollten noch einmal allein und ungestört ihr ganzes Herz der Maienkönigin ausschütten.
ort Marienthal. Das kleine Kirchlein mit dem hehren Gnadenbilde gleicht einem Echmuckkästlein. E» wird behütet von frommen Orden sleuteu. die er fich zum schönen Ziele gesetzt, das Kirchlein ”“rb26 «"zustatten, dann aber auch »nablässtg die Fürbitte der Gottesmutter für alle Menschen anzustehen.
I« innigem Gebete verharrten der Pfarrer md das junge Paar. Dann richtete der Lehrer liebevoll seine Frau auf, die laut weinte.
Der Pfarrer ttat auf fie zu: „Trösten Sie fich, Gott hat ihn abgerufen, er geht nun ein in dar Reich der Herrlichkeit. Er, der so sehr die Blume» und Biüthe» liebte, wird fich nun er. freue» a» den herrlichsten Blüthen des Himmels!"
Durch die Zweige deS Kirschbaumes ging ein leises Väussl« — unabläsfig fiele« die Blüthen herab auf den Tobten---Maievblüthen!
Adolf Grieder & Cie., Zürich (Schroll).
Kgl. Hoflieferanten.
fere S{e6eju Füßen. Das find die schönsten, die herrlichsten Blüthen, die den Altar der Htm. melskönigi» ziere«; eS find die kostbarsten Maien- blüthen."it
Beglückt schaute die junge Frau zu dem Gatten auf.
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g,(<6ewt täglich, m Uusvahnie der Feier- Bierteljäbrl.
f tjugsprtis shoe Bringerlohn nnd Beftellzeld in »nldo und auS- ^rta$i.50ißj.
Jubelnd stimmen fie ein in den Lobgesang zu Ehren der Maienkönigi», und hinauf Himmelsdome klingt es:
O Palme sonnenklare, O Myrthe zart «nd ntilb, O Rose wunderbare Auf Jerichos Gefild. lO laß den Duft, den süßm Maria, o Maria, In «ns're Herze» fließen.
Und immer wieder erschallet indem Kirchlein das Lob der reinsten Jungftau. Am herrlichsten aber ist s im Maien. Da gleicht das Gottes- hauS einem einzige» Blütheugarten. Bon «ah und fern ziehen die Pilger auS dem Rheinthal Hera» in großen Schaaren und iu den Jubel- gesang der Vögel mischen fich das innige Gebet m»d die begeisterten Lieder zum Preise der Maien- königin. Durch die blühende» Gefilde bewegen "A di« Prozessionen hin zum Suadenbilde und I all« Pilger bringen der Trösterin der Betrübten, I dek Hilfe der Christen, ihre ga»ze Liebe entgegen. Sie schmücken das Gnadenbild mit Blumen und Blüthen, fie bringe» ihm Blumen und Blüthen des Gebetes und empfangen Trost und Hoffnung, die fie wunderbar stärkt für die Unbtlde» des Lebens.
Die Madrider Krönung-feierlich- kette«, die sich um die Großjädrtgkeitserklärung des junge« Königs Alfons XIH. gruppiren, finden in de« Tagen vom 12. bis 20. Mai statt. Aus dem ausführlichen Fest-Programm, das fich die ,Boff. Ztg.' auS Madrid melden läßt, heben wir hervor, daß am 13. Mai Nachmittags ein \ großes Stiergefecht (10 Stiere), eine sogen. Corrida real stattstndet, wobei die Kampfstiere wie in frühere» Jahrhunderte« von spanischen Grande« z» Pferde bekämpft werde» sollen. Am 16. Mai gibt'- einen Po ko-Match, ein Turnier, und das maurische Fest des Pulver- rennens auf der Plaza de la Armeria vor dem Schlöffe, veranstaltet von waschechten Mauren. Am 17. Mai, um 2 Uhr Nachmittags, findet der große All der Eidesleistung deS Königs vor den Cortes und die damit verbundene Groß- jährigkeitserklärung statt. An diesem Tage legt AlfonS XIII. zum erste« Mal die bescheidene I Uniform eines Jnfanteriekadette», die er ge=; wöhnlich trägt, ab, um sie gegen die prunkende eines Marschalls zu vertauschen. Die pompösen Galawagen deS spanischen HofeS verlasse« ihre Remisen, um den königliche« Zug aus dem Palast nach dem Cartesgebäude zu führen. Es i I?.el“ Zag mit rothen und weißen
Fedk: büfchen, goldfuskelnden Uniforme« und Livreen, reichbeschirrten Pferde», alterthümliche», kostbaren Karossen usw. Die königliche Leib- wache mit ihren flatternde« weißen Mänteln m ilolzen Helmbüschen, hat vor dem Palast Stellung genommen, um dem Prunk- wagen das Geleit zu geben; daS Militär bildet Spalier und eS ertönen Kanonensalven; es ist das Zeichen, daß der König den Palast verläßt. Das Bataillon der Palastgrenadiere in ihren! Äterthümlichm Uniforme« und strahlende« I Panzern und dis Hellebardiere mit dem martialischen ' Ebelbart rücken langsam vor, während die Musik unter schmetternden Klängen den Königs- marsch anstimmt. Der junge Herrscher mit seinem st-igt langsam die große Freitreppe hinab; hmler dem Monarchen schreiten die Kammer- Herren vom Dienst, die hohen Schloßbeamten, der Gouverneur, die Adjutanten und einige Generäle da J®"- TS folgen dann die Granden, die fich zum höchsten Adel der Welt rechnen, de» König mit „Vetter- anreden und vor ihm bedeckten Hauptes verharre« dürfe». Sie geben nur de» Infante» von Blut den Vorttitt. Die Prinzen 2 Nzesfianen mit ihrem Gefolge, sowie einige hohe Würdenträger folgen und schließen den Zug, j S I" Galakarossen Platz zu nehmen. Der o«Lbecx®lbe6letfiun8 dauert nur kurze Zeit. Der König schwört vor dem Parlament, di« LandeSver- saffung zu beobachten, und dann begibt fich -der fff° raln b,ie herrliche Kathedrale zu Ea« Francisco §,.^anda, »m vom Kardinal-Erzbischof und dem Nuntius bis zum Altar geleitet zn werde« und i SÄ*yu^m|)FoK8eJ?' "^«nd die Chöre ein jubelnde» Te Deam anstimmen, und die Kirchen- ganzen Reich geläutet werden. Von J? Mrche geht es wieder in den Palast zurück, °n a-”Om 8eI?°? °us dem Vorbeimarsch lammtlrcher Truppen bewohnt. Am 1». Mai Wgt bann u. a. im Schloßpark eine Garden- Party, wozu sämmtl'che Abordnungen der Pro-1 sKaUM? f°.role °lle Oltrvorsteher de« j Landes, etwa 9000, ewgeladen sind.
mit- ,in,m «KÄftrWfn*,W!4 ***** N-S«r reist jetzt dilft «-der «SerdmgS in Klttbuug und feine» Herr» »nd Meister M^ Der GeführteNagels ttägt n-ch Reck und H»se «»b ist «uch im Esse» nicht ,a«, fe a»spr»chSl,r
MairublSIhe».
Ekizre von «dith von «laar.
(K«chvr»il «ertöten.)
Jubel herrschet ring« in Gottes freier Natur- »n neuer Kraft und in neuer Schönheit. Sie nuiT ^«lichsten Gewände, so schön wie i°ur der Meister aller Meister es erschaffen kannk i» Gewände der Maienblüthe. " Wnn*
Dankerfüllt stimmt die Natur de« Loöeshvmnu« Lai» £ ?belt und schmettert in Busch uH eu« taut J” $Ö9lein K-Hlen. Und leife fteigt ein "on Blumen- und Blüthenkelche«
hinanf bi. zum Thron« sean-t hi/mrln *6 Dankopfer. Und der Herr
RkÄ^lLmlein und Blüthen alle: blüh-. Ä Unstet zur Freude aller Mensche«, StoSL Eh--n der reinsten Blüth«
solle« am*1!' Menschen allezeit Lob finge«
b« SRufJ?* in ber Maienzeit, die ihr, - Welterlösers, geweihet ist."
Bergelhöh^Ht' i7 n<* 3XÄae« Wiesenthal« der Wallfahrt«.
, Nrüuudeuüuch Kkosters Aa»f««g«n iw Kesten. 3m Äuftrage des Historischen Vereins der Diözese Fulda bearbeitet und herauSgegeben von Her- "^RoqueS, Major a. D. tu Kassel. Zweiter Band. 1902. Preis 15 Mark. (Erster «and. 1900. Preis 15 Mark.) H
„„„JX ?‘?„fo,ebe* "schiene«-» zweiten Bande liegt »unmehr daS Urknndenbuch d«S Klosters Kaufunaen voll- | ^^ndrg vor. ES beginnt derselbe mit den Urkunden aa? dem Jahre 1442 und schließt mit denen deS JahreS !.^b- um °ßt d°vi t die letzte Zeit deS EnnoniffenstifteS, Rnckkehr desselben zum strenge» klösterlichen Lebe» 1599, die Aufhebung deS Klosters 1531 urb die Schick- fate deS vertriebenen Konvents ix Gehrden bis zum der^etzten Aebkiffin. Im Ganze» find eS 412 geschichtlich und speziell kulturgeschichtlich durchweg sehr LÄJ,ei»^a«te.arfunben- Beigegebe» find btt Statute» Seifen.”!”8 “”b ei”e UrberfichtSkarte der Besitzungen
Der junge Lehrer, der vor Jahresfrist i« da« Schulhaus zu E. eingezogen war, hatte in der pamilie des alten Kollege« und ersten Lehrers freundliche Aufnahme gefunden. Er war hier Laufe und was Wunder, wenn «r sich fühltt wie der Sohn der alten braven Leute. , Stolz des alten Lehrers «ar fein
eiwjigeS Töchterlein Maria, a« dem er und sei« j SBetb mÜ feiger Liebe hinge« Maria «ar ein btanei und sittliches Kind, gehorsam seine« Elter», fromm u»d gottergeben. Der junge Lehrer sah «it Bewunderung das herrliche Mädchen, das so fröhlich und so rein in die Welt blickte. Sei« Herz erfüllte bald heiße Liebe zu Maria und so kam es, daß er sich eines Tages int Garte« des - es war just im Maie« - unter I be" blühende« Bäume«, ihr feine Liebe gestand ! ™b Jal' s^in Weib zu werden. Da bekannte baß auch sie ih» liebe und fo wurde» sie ein glückliches Brautpaar, das die Elter« feguete«.
Aber ehe sie in Den Staub der Ehe treten wollte«, starb die Mutter. DaS war ein schwerer ®(i)Iag i«S glückliche Familienleben, der besonders be« alten Lehrer schwer traf. Er trat vom Schuldienste zurück und der junge an feine Stelle. Sinn, «ach einem Trauerjahre, im wunderschöne« Mai, hat daS junge Paar in de« Ehestand. DaS war ei« Freudentag für de« Vater, der feit einiger Zeit kränkelte.
Nu« waren sie eiugetroffe«; sie eilten auf de« Vater zu, der eben aus feinem Schlummer er« wacht war. Ein Zug der Freude erfüllte sein 1 «efichl, er versuchte ihnen mit der Hand zu «inten, aber er sank kraftlos zurück.
Still ließ daS junge Paar sich vor ihm auf die Kuiee nieder. Maria schluchzte leise. Da streckte der SBater zitternd die Hände aus nach seinen Kinder«, bis er sie auf das Haupt der Tochter legte. Noch einmal verklärte Freude feine Miene«, da«« lehnte er fich zurück---er
hatte vollendet.
»la» darf hoffe», daß daS für die hessische Geschichte ""chtige und vieles Neue bietende Nrkundenbuch sich bei Stunden der Geschichte und insbesondere auch bei de» BtblrMheken Emzang verschaff,» wird.
_ 6t°r» darf der verdiente Herausgeber, Herr
I J-,,®- “®" AoqueS, auf sein Werk blickru, zu ' rn ttch kein, Mühe hat verdrießen taff‘n- Oh», Zweifel wird der zweite «and die gleiche Aufnahme bei der fachmännischen Mo, wie, tie de« erste» Bande zuTheil L*7"ben ist. Hoffen wir auch, daß r, dem verehrten möglich sei» werde, zur Krönung seines t“ hl. Kaiserin Knnigunde, der
vtifterr» von Kaufxngr», an, de« -Urknndenmatertal b.’_efe5 Coster- zu schreiben. — SMS.”, d-r-in der Diözese Fulda wird e8 briLhäfaJKl daß unter fernem Name» das Rrkxndenbuch herauSgegeben wurde.
»Nu« kann ich ruhig zum Mütterlein gehe». Mei« Werk ist gethan!" sagte er. „Ich will mri?UCx5wc£ ei" Weilchen meiner Blumen und »IW« im «raten freuen und dann einziehen in be« herrlichsten Garte« Gottes!" m iu"Se Paar sah mit Kummer, wie der Vater immermehr dahinsank u«d deshalb unter. u°bw ks kurz «ach der Hochzeit die Wallfahrt um dort zu bitte» für da- Heil des VaterS.
9«^t tnieten fie vor dem Snadenbilde und betete« innig für ihre Sieben; dann traten fie still de« Heimweg an durch die herrlichen Flure«.
A“ wunderbar zn Muthe; fie Ahlten fich beglückt und doch gitterte in ihren Herzen stilles Weh.
Qm Wege ein Häuschen mit dem «Ube der Gottesmutter. Der junge Man» schnitt Einen BlÜthenzweig ab, und r^“mtL dild. Da»» zog er fehl Weib in feine Arme und sagte: Niüib.» ^?aria, wie wir jetzt das Bild mit "ollen roh allezeit der hSK» * tte^uttet iw unseren Gebeten Blüthen darbringe». Ihr empfehle« roh u«S und unser Haus, ihr vertraue« roh und ihr legen roh uro
_.llarlrr Schädel, liebe« die staunenswerthe r,el”,eS Negers weiß das ,British Medical Journal^ folgendes zu erzählen: Der Betreffende wurde durch eine» Pistolenschuß verwundet der jedem anderen ohne Zweifel daS Leberslicht auSgeblasen haben würde. Die Kugel drang dicht unter der linke« Augenbraue ein, streifte den Schädel und bettete sich hinter dem Ohr ein. Der Neger fühlte nur eine» kleinen Schmer, und hatte kaum Ursache zu klage». Im Gegentheil, er bemerkte kurz »achdem: »Wenn eS »tcht um des Blutes gewesen wäre, daS mir über daS dlugenlid raun, ich würde ih» (den Attentäter! schon gestellt habe». Die Kugel hatte fich auf ihrer Wände, rung völlig platt gedrückt und glnh einer Kupfermünze': außer dem Wege, den fie fich gebahnt, hatte sie keine ernste Folge» erzeugt. Der Mann war nach der Operativ» wieder wohl auf.
* Die überschlaue« Bäckermeister. AuS Zwickau, 27. April, wird geschrieben: Fünf lobsame Bäcker- merst^ in Gersdorf und Oberlungwitz erhielten unlängst den Besuch des polizeilichen Brodrevisors, und dieser stellte die gar sonderbare Thatsache fest, daß die Funfpfundbrode das durch Eindrücke (fünf Punkte) auf selben bezeichnete Gewicht erheblich überschritten, und die Amtshauptmannschaft präsentirte ihnen noch sonderbarer Weise ein Strafmandat zu je 3 Mark wegen — Uebergewichts! Das Schöffengericht meinte, man könne nur wegen Mindergewichts bestraft werden und sprach die fünf Bäcker aller Schuld und Strafe ledig. Micht so das hiesige Landgericht, welches feststellte, daß die ürfichtigen Brodzünstler SechSpfundbrode buken, denselben aber fünf Punkte aufdrückten, um bei Revisionen niemals Wege» Mindergewichts gefaßt werden zu können, daß sie dann aber gleichwohl die Brode nach dem Gewicht (zu 6 Pfund) verkauften. Diese Ueberschläue veranlaßte das Landgericht, fich au ,)en Wortlaut der Polizeibestimmung zu halten, welche den Verkauf von Broden verbietet, deren Gewicht der aufgedrückten Gewichtsangabe nicht entspricht, mag eS nun Mehr- oder Mindergewicht sein. Das amtshaupt- mannschaftlrche Strafmandat bleibt also in Kraft. Und das von Rechtswegen!
* Druckfehler. Die junge Dame sah mit einem fragenden Blicke den Grafen an und dann stammelte fie hoch erröthend : Ich fürchte, Herr Graf, ich komme Ihnen recht abgeschmatzt vor."
„ .t A".d*r Hitze. Mann: „Ja, Herr Gendarm, es 'st wahr, die Frau hat mir eine Ohrfeige gegeben." I^Marklfrau: „Es ist nicht wahr! Wenn Du hier stehst und lugst, Jungeken, gebe ich Dir noch eine!"
wie dieser. Dafür hat er aber auch eine besondere «nfgabe ,u erfülle», er ist nämlich der „Geschäfts- führer des Naturmenschen, indem er dessen Schritte» «nd Pholographie« vertreibt, zu welchem Zweck et ei« Wandergewerbeschein gelöst hat. Nagel sah sich zur Mitnahme eines Gehilfen veranlaßt, weil ihm die Be- Hörde» beim «erkauf seiner i,Waare" Schwierigkeiten bereiteten; er hat wiederholt Geldstrafen wegen @e« werbekontraventiov bezahlen müsse», da er selbst eine» Gewerbeschein nicht besitzt. Jetzt geht fein Geschäft glatt von Statten.
« AEchttg für Schneidert ®ie ■« erschienene Fachzeitschrift Der Herren-Konsettionär" in H.mbur- hat wlgendeS PreisanSschreibe« erlaffen: Der „Herren- KonfÄtionär" wendet fich an olle Groß. Konfcttionäre «nd Schneider, möge» fie selbständig ober in Stellung Jet«, zur Theilnabme an dem Wettbewerb um de» Preis ür emen neuen Wtnteranzng. Die Aufgabe ist folgende: ein Winteranzug hergestellt werden, der 'ch, durch gute« Geschmack, elegante Form und vor- zügliche «erarbettun, auSzeichnet und im AnschaffungS. preise nicht zu theuer sein darf, so daß dies« von uns »u vrSmttrende «,,ug sowohl von den feinen Maßgeschäften alS von den Grvfi-Konfettiouären ausgenommen Statt be’5ex f**“ »<« einen
Preis von 600 Rk. r» Baar auS. Bew«b«»aen um den« .w"den btt zum 80. August ds. IS. erbeten. »IS P^iSrichter werden Herren fungiten, die a» erste Auto- ritfiten gelten; daS uriheil wird am 5. September er. verkündet werde«. Eämmtliche eingrsandte« Anzüge ««- mt.*nr öffentlichen Ausstellung gebracht. Die Redattion des „Herreu-Konfektionär" fügt dem Preis. anSschreiben noch folgende Zelle» zu: Der „Herren. Konsektienär" wird eS fich auch in Zukunft angelegen ht" lasse*, durch stets neue Preisausschreiben de« I Konfektionären und Schneidern, inSbesond«e ab« de» darunter befindlichen Talenten, Gelegenhell ,u geben, sich auSzuzrichnen und vielleicht führen die Bestrebungen I Zjch dazu, das demsche Publikum von den bisherigen Einflüssen deS «uSlandeS zu befreien, sodaß für die
Anfertigung von Herren- «nd »naben - Konfektion bet i---------------------------
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Die untergehende Sonne beleuchtete «och hell de» Garte« der Schule, der mit den dicht stehende« Bäume« ei« emzigeS BlÜthe« - Bouquet bil- dele. Mtte« im Garten unter einem Kirschbaume H in einem Lehnstuhle der alte Lehrer. An feiner Seite stand der Pfarrer deS Städtchens, der ihm ein Freund und Berather war. Mit forgenvol- i ler Miene beugte fich der Pfarrer Über den Greis, der die Augen geschloffen hatte und leise zu schlummern schien. Da trat die alte Katharina, die treue Magd des LehrerS, heran und rief dem geistlichen Herrn zu: „Sie kommen!"
Durch die Thür des Gartens schrttte« eben der junge Lehrer und feine Frau. Der Pfarrer kam ihnen entgegen und was er ihnen erzählt«, erfüllte fie mit jäher Bestürzung. Arn Morgen, nachdem das Paar die Wallfahrt angetrete», hatte der Vater fich nicht wohl gefühlt und sofort nach dem Pfarrer gesandt. Derselbe kam denn auch und erkannte, daß hier der Arzt zu Rathe gezogen werden müsse. Als dieser de« Kranken er- ! blickte, wußte er Bescheid: die letzte» Stunden des schwachen Greises waren gezählt. Der Psar- rer reichte ihm die heil. Sakramente, die er mit großem Verlangen empfing. Dan« hatte der alle Herr eine« Wunsch ausgesprochen:
»Tragt mich noch einmal hinaus in meinen Garten, ich « öchte «och einmal die herrlichen Blüthen sehen und mich der Sonne freuen."
Man erfüllte seinen Wunsch und so saß er denn schon einige Stunden da. Von Zeit zu Zeit richtete er an de« Pfarrer die Frage:
„Sind meine Kinder da?"
Von der kleinen Wallfahrtskirche aus zieht sich durch de» prächtigen Buchenwald bis hinauf zur Bergeshohe der hl. Kreuzweg, den die Wallfahrer alle befchretten. In tiefer inniges Gebet versunken betrachten sie an den einzelnen Stationen das Leiden des Erlösers und stellen ihr Leiden ihm, dem Helfer in der Roth, vor; dann pilgern fie »och einmal zum Gnadenbilde, nehmen dort Ab- schied und kehren neugestärkt zurück zur Stätte ihres Wilkens.
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