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29. Jahrgang

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erwatwitli»: Für Die Redaktion Zok. Laa» tif 3utmU F. Parzelle» in f lda.

»nur und Verla, »er Fnltaer Xdknlnuk* Iktirsgafft ll». 1 Obanuate).

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über die «roßen AufaugSbuchstaben folgende Beispiele: nicht« »utes, viel Schlechte», etwa» Neu,». ES bildeten damal« diese Beispiele al» unbeabfichtigtr RrittC der neuen Rechtschreibung einen vielfach befpro» cheuen Bela« unfreiwilligen Humor». Ja dem vom Ministerium jetzt hrrauSgepebenen Wörterverzetchntß für di« neueste Orthographie find obige Beispiele (§ 21, 6) umgrtndert in ntchtSSchlechte», vielWichtige», etwa« Schöne».

Mit dieser großen Steigerung der Zahl der Zw^gSjögltnge muffen naturgemäß auch die dur 5 bie Srztehnng derselben entstehenden Kosten steige». Irr Etatsjahr 1898/99 wurden für die Zwang»« erziehung Minderjähriger 1515000 Mk. aufa«*

setze« waren von den Zöglingen etwa 80 pCt. Knaben und 30 pCt. Mädchen, während von den letzteren jetzt nahezu 38 pCt. vorhanden sind.

Eine genauere Statistik über den Antbetl der verschiedenen Altersklassen der minderjährigen jungen Leute an der Fürsorgeerziehung, ihr Ge­schlecht, über ihre Herkunft, den Stand der Eltern, ferner über ihre Vertbedung ans die einzelnen Gegenden, Stadt und Land wird sich jedenfalls erst dann schaffen lassen, wenn bas Gesetz erst längere Zeit in Kraft ist. Eine solche Statistik wird aber besonder« geeignet sein, zu zeigen, welche Maß­nahmen neben der Fürsorgeerziehung vornehmlich wohl auf dem Gebiete de« Vereinswesens u»d charitativer Veranstaltungen in Betracht kommen, die Fürsorgeerziehung zweckmäßig zu ergänzen.

glühende Reisedeschreibung, und an eigenthümlichen psychologischen Beobachtungen wird e« nicht fehlen." Zum Schluß kündigt Sven Hedin an, daß er Anfang Juli in Stockholm zu sein hofft.

je« Zahlen wird je- rm Beharrungszustande mindesten« die Summ«

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Obern Gottes Feld und Wald, Thal und Höhen erfüllte. Die Lerche sang in den Lüsten, unbe­kümmert und gottvertrauend, obgleich die Fluren ihres Segens entladen wurden.

Hebet die Felder kam einsam ein Landmann daher. Ruhig und heiler, wie die Natur efl

-«rscheiut ttgl-ch, 'M. Au-nahme Ovan-und Feier- lag«. Bierteljährl.

K«!u,»pr»t» »hneBrmaerlotzn «Ä Bestellgeld ta «nlda und enC« Lürt»1«.Sl-Pf.

b«r Kosten um da« Doppelte, also 3130000 Mk. für ganz Preußen. Rach ol

.und hinterher folgte ein Knecht, das Brodkorn auf kräftiger Schulter tragend. Es entstand ein freudiges Getümmel. Der Zug ging über den Hof. Dort ward auf Anordnung des Landmanns Halt gemacht, den» auch die Hausfrau harte ihre Opfergaben bereit gelegt. Jeder Mütterchen bekam ein große- Brod, ein Beutelchen Mehl, ein Beutelchen Obst und ein kräftig Stück Fleisch. Der älteste Sohn des Hauses aber drückte jeder Alten einen Thaler in die Hand. .DaS Holz soll euch morgen zu»

* Bon Sven Hedi«, der kürzlich seine zweite an wissenschaftlichen Ergebnissen und an Abenteuern reiche Reise durch Jnnerasien vollendet hat, ist soeben ein vom 19. März datirter Brief bei seinem Verleger Brockhau« in Leipzig eingetroffen. Hedin kündigt darin an, daß er bei Brockhaus wie sein erste» Werk .Durch Asien» Wüsten' so auch seine neue Reisebe­schreibung erscheinen laffeu wird. Wörtlich heißt e« in dem in frohester Laune geschriebene» Briefe: „Be­trachte ich nur, was ich über den Gang der Reise niedergeschrieben habe, so finde ich, daß ich daran» drei solche Bücher wie ,Durch Asiens Wüsten' schreiben könnte ohne langweilig zu werden. D. h. 1. Tarim» fluß und die westliche G obiwüste, 2. die Lop - Wüste ! und Lop-Nor, 3. Tibet. Die große Schwierigkeit 6eun Schreiben des Buches wird also die Begrenzung de» Materials sein, die Kondenfirung. Den» man kann doch nicht verlangen, daß daS Publikum ein Buch von 3000 ©riten lese» soll! Photographien habe ich tausende. Die Reise war, gerade wie die vorige, 10000 Kilo­meter lang. Während aber von der vorigen Reise nur 3000 Kilometer neu waren, find jetzt 9000 Kilo­meter absolut neue Eroberungen, wo sogar »och keine Asiate» gewesen find. Ich habe diese ge» heimnißoolle Gegend forcirt und mit Aufwand aller menschlichen Energie forcirt, um den hypnotischen Drang de» verführerische» „desiderium incogniti" zu be­friedige«. Es ist eine Geschichte, die nie geschrtebe«, nie verstaube» wird, wie viel Entschluß und trockene Thränen so eine Resse kostet. Man kann Blut weine«, wen» Männer und Thiere sterben oder leiden und man ihnen nicht helfe» kann, man geht trotzdem immer weiter zu noch tolleren Unternehmungen! ES muß eine besondere Gnade Gotte» sein, daß ich immer ge­sund herauskomme, während die anderen sterben oder ihre Gesundheit für immer ruiniren. E» wird eine

Welch ein Fest war das! Alle Gäste «ahme» Thetl daran, ja da war auch nicht Einer, der nicht entweder hätte etwas tragen helfen, oder der eS unterlassen hätte, eine kleine Gabe zuzu> legen.

Nach und nach kamen die Jünglinge und Jungfrauen mtt Hellen Angefichteru zurück. Mauch Auge leuchtete in feuchtem Glanz, den» eS hatte Freudenthränen vergossen über daS Glück und die Freude der Alten, die jetzt zu Haufe Gott lobten und priesen.

Da» Fest ward fortgesetzt, Fröhlichkeit herrscht«, keine Rohhett, kein Mißton störte »S: eS war durch die eben geschehene That gehelligt worden.

da« Gesetz hinsichtlich eine« Theiles seiner Wir« «ungen m Zukunft voraussichtlich gewinnen wird

In erster Linie dürfte die Frage interessiren: «ie groß wird die Zahl der Minderjährigen sein, Fü^rgeerztehung befinden, wenn nach mehrjähriger Wirksamkeit de« Gr setze« der Be­harr ungszustand erreicht ist, d. h. .der Zustand, In welchem der jährliche Abgang durch Aufhebung ^NUs°^"rziehung, durch Tod oder Eintritt der Volljährigkeit dem jährlichen Zugang im großen und ganzen gleich ist". Die Motive zum Gesetze rechneten nur mit der Verdoppelung der Zwang«- zöglinge auf Stund de« neuen Gesetze«, doch Ü^^bte ein Aussatz in der Märznummer der ,Zeit- fchrtft für Sozialwiffenschaft' im vergangenen Iahte auf Grund anderwärt« gemachter Erfahrungen mit H« fünffachen Zahl rechnen zu müssen. Thatsochlich hat sich auch he Schätzung der Motive i®* «ende al« zu niedrig «wiesen. Nach einer in dem Aufsatze in der -Jugendfürsorge^ roieberge«

Inserat»: Di« einspaltige Bettt» zeile ober deren Raum IS Pfa.,Re­klamen die Petit­zeile 25 Pfg.; bei Wiederhoumgen wird entsprechend. Rabatt gewährt.

Bezirksoerbäude über die diesen vom 1. April bi« dO'.^AEber 1901 überwiesenen Fürsorgezöglinge ergibt sich, daß die tn dem Gesetzesentwurf ange­nommene Verdoppelung nicht erst im BeharrungS- gustande, also nicht erst nach etwa zehn Jahren, rondern bereit» im Laufe bei übernächsten, am 1. «pril 1903 beginnenben ElatSjahre eintreten muß, i» schon überschntten werden wird. Bei dem Ju« Traftttkten des neuen Gesetzes waren vorhanden

1 • 1901 10500 Zwangszöglinge, am

Schluffe he« mit dem 1. April 1903 beginnenden dritten Etatsjahre« würden also etwa 21000 Rinderjährtge sich in Fürsorgeerziehung befinden. Die in der Jugendfürsorge angestellten Berech- auwgen lassen dieses Resultat al» gewiß erscheinen, Ptgleich heißt es dort weiter: „Man wird nicht fehlgehen, wenn man heute schon für die Zeit de« Beharrung«zustande« die Anzahl der Fürsorgezöz-

«k Herrschaft des Fürsorgeerziehungsgesetze« eine nicht unerhebliche Verschiebung der Altersklassen »ach oben hin stattfinden müßte, weil filtere Zög- Ung«, Minderjährige im Alter »en 15—18 nnb »ehr Jahren tn größerer Anzahl zur Ueberweisung Gelange« und *egm de« hohen Stabe» ihrer Ver« wahrlosung besonders große Aufwendungen ver- «fache» würben".

Al« weitete Erscheinung ergibt sich au« der oben genannten Ueberstcht, daß sich der prozentuale Autheil bet beiden Geschlechter der Fürsorgeer- ßiehuug gegenüber de« früheren Zustande zu Un« gnxften der Mädchen et am« Verschoben hat. Unter der Herrschaft de» früheren Zwangaerziehuugsge-

, . -it. Fern und nah sah »an

retchbeladene Getreidewagen, von kräftigen Bauern- pferden gezogen, sich dem Dörstein nähern, dessen Hävser zum Theil oder ganz hinter Fruchtbäumen oder Lmden verborge» waren. Gchaare« von Knechten und Mägde« kamen singend daher, die Werkzeuge der Feldarbeit auf den Schultern tragend. @tn rosiges Abendlicht lag auf der Ebene, in tiefer Purpurfarbe leuchtete ein Theil der Sonne durch den in Farben glühenden Wol« kenschleier hindurch, dessen blitzender Goldsaum auS Millionen feiner, zitternder Lichtstrahlen ge» bildet war.

Das Opfer.

Erzählung von Edith von Claar.

■ (Nachdruck verbat«.)

war, war der Ausdruck seines Angesichts. Sil- berne Locken leuchteten unter dem Hute hervor, aber ungebeugt war noch seine Haltung, fest und sicher sein Gang.

,O Herr, wie groß bist du!- betete seine Seele. „Wer könnte jemals sich abwenden von dir mit seiner Liebe und seinem Vertrauen!"

Da sah er den Pfarrer des Ortes die Lin- denallee heraufkommen. Der Landmann war einer der angesehensten Männer deS Dorfes und der Pfarrer war oft fein Gast. Doch meinte er »h» heute nicht stören zu dürfen, da er sich, wie er wähnte, zur Predigt deS folgenden Tage» rüste. Ihn grüßend, wollte er vorübergehen. Allein der Pfarrer, eine hohe, würdige Gestalt, trat auf ihn zu und sagte: „Ich kannte Euch aus der Ferne, deshalb kam ich Euch entgegen, nun laßt uns zusammen zurückkehre, !"

Beide Männer besprachen im Gehen die» und da». Da stieg in der Ferne eine weiße Rauchsäule empor, und stehe, als sie eine gewisse Höhe erreicht hatte, war eS plötzlich, al» löste sie sich auf in Soldduft.

»Wie die untergehende Sonne den Rauch vergoldet!" sagte der Pfarrer. „Mir fallen, wenn ich in der Ferne Rauchsäulen auffteiae«

»34 habe da« auch schon gedacht", versetzte der Pfarrer. „Doch ist die Zeit solcher irdischen Auffsffung de« Göttlichen vorüber. Dem Christen ist von seinem Heilande da« Opfer in seiner ver­klärten Gestatt gezeigt worden: unser Herz soll der Altar, unsere Liebe zu Gott soll die Flamme ein. Die Freudigkeit, mit der wir unseren Mtt- brüdern unsere Gaben geben, da« soll da« Opfer auf dem Altäre unsere« Herzen« fein. Die An­dacht trägt bann unfern Dank zum lieben Vater im Himmel empor.*

Selbe Männer hatten da« Dorf erreicht. Der Landmann dankte dem Pfarrer für die Belehrung, wünschte ihm eine gute Nacht und begab sich in sein Hau«, wo ihn die Seinen, die ihm mit Liebe anhingen, freundlich empfingen.

Aber von Stund' an war ein eigenthümlicher Entschluß in der Seele de« Landmanns lebendig geworden. Er trug ihn still bei sich umher, ohne Jemand ein Wort davon zu sagen.

Am Mittage deS hätten Tages war die letzte Fuhre Geträde in feine Scheune gefahren worden. Rechte und Mägde zogen singend auf den Hof. Kränze ober Blumensträuße schmückten Harken und Sensen; bunte Bänder flatterten von den breiten Hüten herab.

Darauf gingen alle in das Haus und wurden festlich bewiähet. Der Gei, fand nie eine Stätte in dem Hause deS Landmanns, am wenigsten heut, und fröhlich waren die Gäste. Unter ihnen i befanden sich fünf alte Mütterchen, arme Aehren- leserivnen, die der Landmann vom Felde heute zum Mahle eingeladen hatte. Die Knechte und Mägde hatten ihnen gerne Platz gemacht an der Ta,el, sie freuten sich ihres milvchätigen Herrn, der sich jederzett der Armen fo gern erbarmte. Der Landman« aber faß mitte« unter ihnen und war fröhlich mit de« Fröhlichen.

Am Nachmittage erschienen Männer mit Geigen und Flöten und spielte« lustige Tänze auf, und fröhlich tanzte daS junge BSlklei«.

Wieder gab e» einen herrlichen Abend. Der ganze Himmel leuchtete in Farbenglulh. Da führte der Landmann feine Gäste nach dem Garten, der gen Abend lag. Hier war ein freier grüner Platz. Auf bemfetben standen fünf Holz- flöße, die er durch Knechte am Nachmittage hatte dahin bringen lassen. 16er siehe, sie waren ge­baut wie Altäre und mit den Kränze« behangen, die man zu dem Zuge gebraucht hatte. Bor jedem Altäre aber stand ein weißes Schaf an blauem Baude: auf den Altären befanden sich große Maaße goldenen KorneS.

Alle» staunte ob deS Anblick«, »et der Landmann ließ ste nicht länge i« Staune«, fo». dem tagte:

»Sehet, solche Vorbereitungen traf wo» ta frühere« Zeiten, wem, e» galt, dem Herr« ein , Opfer zu bringe». Wollte ich »«n da« Opfer '

in der Weise jener Zeit ausführen, fo tödtete ich die Tbiere, legte sie auf die Altäre und zündete dieselben an. Ich weiß es aber, daß es Gott angenehmer ist, wenn wir von unserem Sege» nehmen und den Armen geben. Damm habe ich diese Altäre für unsere fünf alten Mütterchen erbaut.*

Die armen Frauen wußten hervortrete«, und er wies einer jeden ihre Gaben zu. Ach, die Mütterchen wollten vor freudiger Rührung i» Thränen zerfließen, und wagten nicht, die Hände nach den Gaben auszustrecken. Auch sah ma» über manch anderes Gesicht Thränen bet Rührung und der Freude rollen.

.So helft ihnen denn die Gaben nach Hanfe bringen!" sagte der Landmann und augenblicklich

ihn mit Kränzen, die au» wohlriechenden Blättern und Blumen geflochten waren. Auf den Altar aber legte er duftende Früchte, die schönsten, die er fand. Darauf that er Feuer unter de« lltttt. Hell schlugen die Flammen von alle« Seiten empor, und der Blumendust ward in bet Rauchsäule zum Himmel emporgetragen, inbeß et betenb jeine Hände emporhielt und zu Gott flehte, er möge das Opfer gnädig annehmen."

„Wie schön!" sagte der Landmann. „Gewiß hat der liebe Sott solches Opfer mit Wohl- gefaKen angenommen. O ich denke mir jetzt recht lebhaft Noah, wie et mit de« Seinen vor dem Altäre kniet und ihm der Ewige den Regenbogen al« verheißendes Gnadenzeichen am Himmel er­scheinen läßt, — Aber eS wurden ja auch Thier- opfer gebracht."

„Sanz recht!" entgegnete der Pfarrer. „Es gab in früheren Zeiten nur zwei Stände: Hirten und Ackerbarter. Wie die Ackerbauer in nitfir» licher Mise darauf kamen, die schönsten Früchte öeS Feldes zum Opfer zu bringen, so wurden die Hirten durch ihre Beschäftigung dahin ge- bracht, die Erstlinge ihrer Heerde» diesem Zwecke zu weihen."

Der Landmann entgegnete: „War dies Opfer blos unter den Juden Sitte ober wurde e« auch von den Heiben angewandt?"

„Es war", versetzte der Pfarrer, „Gebrauch bei den Griechen, bei den Römern und auch bei anberen heibnischen Völkern. Unter allen Völkern hat es ja zu allen Zeiten Menschen gegeben, bie Gott suchten unb an ihm mit Liebe und Dankbar- eü hingen. Vor allen Dingen wollen wir unsere Vorfahren nicht vergessen, bie eiten Deutschen, deren Leben nach bem Standpunkte ihrer Sötte«* anschauung ein tief religiöser wat."

»Wie schön wär' es doch", versetzte der Land­man«, „wenn jetzt noch solche Opfer gebracht würden, wenn bie Gemeinde draußen im Tempel >er Natur stände, und der Opferrauch stiege vom Altäre, der von goldenen Flammen umsielt würde, empor zum Himmelsdome: welch' einen gewaltigen Anlaß der inneren Erhebung würde da« für alle

fthe, immer bie Opfer ein, die man früher dem Herrn bet Welt barbrachte."

«Sanz so geht e« mir", entgegnete der Land- mann, „Ich möchte aber wohl wissen, was die Mensche« auf solche Art deS Gottesdienste« ge­bracht hat?"

„Die Opfer waren meist der Ausdruck der kindlichsten und dankbarsten Gefühle," entgeg. Arte der Pfarrer. „Der Laudmann sah daS Watten eines geheimnißvollen göttlichen Segens auf feinen Reckern; er fand bald, daß das. was et thue. nichts fei, wenn nicht eine andere Macht fein Werk segne. So kam er in natürlicher Weise zu dem Glauben an bei, der Himmel unb Erde geschaffen hat. Berttanen und Liebe zu ihm, dem Allmfichttgen, erwachte« und auS beiden erwuchs daS innige Gefühl des Danke». In welcher Weife aber sollte er dem Ewigen danken? Bon dem Irdische« umgeben, vermochte er nur, ihm irdisch zu danken. Er suchte ihn und sand ch» nirgend». Da glaubte er ihn «ohne« in den Elemente«, in dem Feuer, in dem Wasser, ober er meinte, auf der Sonne fei fein Aufenthalt. Empor hob sich fein Blick. Dort über dem blaue« Gewölbe, da» die Nacht mit goldene« Lichter« schmückt, dort, meinte er, müsse der Wohnort deS guten Gotte» fein. O wie gern hätte er mtt seinen Händen eine Gabe ihm emporgetragen und sie niedergelegt zu de« Stufe« seines Throne». Die Unmöglichkeit, die» zu thu«, stillte aber nicht seine Sehnsucht, dem Ewige« ei« Dankopfer zu bringen. Da sah er »en Rauch aufsteigen zum krpstallnen Bogen und dies brachte chn auf eine« eignen Gedanke«. Ich will eine« Nttar bauen, dachte er, ih« mit Süchten belegen und ihn bann a»zünden. Und er that also. Er baute den Attar und schmückte

Q Die Wirkungim des Fürsorge- erzrehungsgejetzesvoM 2. Juli 1900»

Die soziale Bedeutung de« Gesetzes betreffend die Fürsorgeerziehung Minderjähriger vom 2. Juli 1900 beruht bekanntlich darauf, daß e« dem Ver­brechen an bie Wurzel gehen, die wachsende Kri­minalität, »namentlich der Jugenblichen, durch Vor- bevgung b.ckämpfen will. Ausgehend von bem Gebauten, daß Strafthaten der Jugend ein sicherer Zeichen mangelhafter Erziehung sind, bie richtige Gegenwirkung gegen dieselben also nicht auf bem Gebiete strafrechtlicher Sühne, sonder« einer rich­tigen Erziehung liegt, soll da« Fürsorgegesetz nicht nur wenn Strafthaten begangen, sondern schon, wenn solche zu befürchten ffab, zur Anwendung kommen. Nachdem ins Gesetz, welch?« mit dem 1. April 1901 in Kraft getreten ist, nunmehr ein Jahr besteht, dürfte ein Rückblick auf bie Wirk- Famkett derselben angebracht fein.

Natürlich können die mehr inneren Wirkungen be« Gesetzes bei der Kürze seine« Bestehen« jetzt «och nicht in die Erscheinung treten; wohl läßt da« Gesetz aber «ach der statistischen Seite Hin schon manche Wirkungen externen. Ein Auf- fo* 4 der sehr empsehlenswertben Zeit- schrift ,Die Jugendfürsorge', trägt eine Reihe von Zahlen zusammen, die sich auf Grund des ein­jährigen Nestchen« de» Gesetze« schon ergeben

. fagte der Landmann. Nun bildete sich hinter jedem Mütterchen ein Zug von Jünglingen und Jungftaue«, bie auf ihren Armen bie Gaben tragen.

* Durchschaut. Sie (verspätet von einem Aus» gange heimkommend): „Entschuldige, ich hatte mich «nterweg» etwa» aufgehalten..." Er (einfaHenb); .lieber wen denn 7"

* >« bem »am preußische« Anterrichtsmtui- Rerixm seiner Zeit bÄ***efiebenen Buche: »Regeln *" ..... bie deutsche Recht»

§ 21 betreffs der Regeln