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st, 2nsr»at« 3. Parzelle, tu Suita. ** mit Nnterhallungs -Meitage „Mufirirte Sonntags-Zeitung" peterszaffe Nr. 2 lDarmeuiel.
HZ 95. Jrrlöa, Samstag, den 26. April 1902. 29. Jahrgang.
0 Südafrika.
Diebritischen Regieru»gSwLm>ei geben in ihrem Parlamente auf Lnftazen nach dem Stands der Dinge tnSüdafttka ausweichende oder ober solche Antworten, die den Anschein erwecken sollen, als sei noch gar leise Aussicht auf men Fliedens« schlich vorhanden. Warum sie Las thun, ist nicht zu begreifen. Wie wollen sich nicht in dis Karten sehen lüff n und außerdem halten sie es für noch, wendig, sich auf das hohe Pferd zu setzen und so zu thun, als frage man in England gar nichts danach, ob der Krieg nun noch ein Jahr fortdauere oder nicht. Das glaubt zwar Niemand; aber es klingt doch hübsch. Ganz V glaub wird herzlich froh sein, wenn es diesen Ktteg^loL s in wird; den» die Geldopftr, welche er erfobett, find gar zu groß.
Die Friedens. Vethandlungen habe« bekanntlich etrie Ueterdrechung etlitkn, deren Dauer man auf mehrere Woch-n fchetzi. ES ist aber nicht anzunehmen, daß hfefg Untesbrechung als ein Znchen gegen das Z rstandekommrn des Friedens aufzusaffrn sei. Seyr häufig, wen« vorher von der Möglichkeit der Einleitung von Friedens.V-r» handln! g?« die Rede war, wurde d-e zweifelnde /Frage aufgeworfen: Mit wem sollen die Engländer denn verhandeln? Mit dem Präsidenten Krüger, der feit Jahr und Tag außer Verbindung mir seinem Heimat blande »st? O ser mit dem Präfirenten Wteijn oder mit einem andern einzelnen B-rrenkriegS. Führer? Unter solchen Umständen würde in der Thai die Gefahr nahe gelegen haben, daß der eine Theil der Burrn das nicht anerkannt habe« würde, was der andere abgemacht hätte; und noch bis in die jüngste Zeit hinein ist angenommen wor> den, daß Präsident Wteijn und Christisn de Wtt nicht so leicht dem beistimmen würden, was Schalk Burgher und Genoffen i« Pretoria mit beÄcjg« ländern verabredeten. Es klingt also ganz wahr« scheinlich, was j tzt berichtet wird, daß nämlich die Unterhändler der Buren eine Vertretung ihres Volkes zusammenbringen wollen, die eine feste Bürgschaft dafür abgeben.kann, daß ihre Abmachungen hinterher auch von allen Buren als bindend anerkannt werden. Die Uuterhänd- ler der Buren haben nach übereinstimmenden Berichten die Absicht geäußert, ihre noch kämpfenden Landsleute zu den Wahlen von Vertretern zu veranlaffen, die dann alle zusammen so etwas wie Kriegsdepartement bilden würden, mit dem dann in vollkommen zuverlässiger Weise ver. handelt werden könnte. Den Führern der kämpfenden Buren selbst muß ein solches Ver fahren nur angenehm (ein; denn auf Liese Weife «erden sie von der Verantwortung entlastet, die auf ihnen liegen würde, wenn fu allrin, ohne gewählte Vertreter hinter sich, die Uaterhand- jungen mit den E ngländern führen sollten.
Man kann auch wirklich im Zweifel darüber fein, ob denn Präsident Krüger und die anderen
LMmls MmmM lius alten Lmhchu.
Halbverreffene Geschichten auS den 80 et und 40 er Jahren des 19. Jahrhunderts von B. G. Coe st er.
------ (Nachdruck verboten ) Vo »wort.
Die Zeit, von der ich erzählen will, liegt nicht so fern, daß es nicht noch Viele gäbe, die sich der hier berichteten Ereignisse erinnerten oder sie zum Theil mit erlebt hätten. Ich bemerke deshalb ausdrücklich, daß alle Personen und ihre Namen frei erfunden sind und nur die Ereignisse selbst auf Thatsachcn beruhen. B. S. C.
I.
Kamerad Junker.
Januar 1880.
Eben kommt mein jüngstes Töchterchen ganz aufgeregt in mein Zimmer gestürmt, in der Hand eine große buntbemalte Wafferkanne: »Papa, denk Dir nur, nun ist die Wasserleitung auch zugefroren, was machen wir nun?" — »Ja, mein liebes irdisches Nlxenkind," sagte ich, Mba werden wir nun wobl ein paar Tage nn> gewaschen etnhergehen müssen." Einen Moment lang sahen mich die blaue« — nicht grünen! — Augen meines Nixenkindes schier entsetzt an, einen Moment nur, dann war eS ihm klar geworden, daß ich nur gescherzt hatte, und lachend meinte es: „Das ginge ja noch an, aber liebes Vatter- chen, wir müssen doch auch Woffer zum Kochen haben." „Nun," war meine Entgegnung, „be-
Buren Vertreter in Europa überhaupt noch im Stande sind, die Lage der Dinge aus dem Kriegs- schauplatze in Südafrika ganz richtig zu be- Unheiles; und deswegen werden wohl auch sie bi- Einsetzung eines Kriegsparlamentes für ihr Volk nur willkommen heißen können. Die Hauptaufgabe der europäischen Burenvertreter liegt auch auf einem andern Gebiete. Sie sollten diplomatische Verbindungen mit den Mächten asknüpsen und diese zu einer burenfreundlichen St-llunstnahme zu bewegen suchen; und natürlich sollten sie ihre kämpfenden Landsleute nach Mög- lichkeit über die bestehenden diplomalischm Ver- hältniff« unterrichten Ihre diplomatischen Erfolge sind gering. Das ist aufs tiefste zu be- klagen. Aber wenn man die herrschende Lage richtig beurteilen will, dann muß man ganz kühl und nüchtern die Dinge nehmen, wie sie sind, und jegliche Selbsttäuschung aurschließen. Und wenn man sich auf diese« Standpunkt stellt, dann muß man leider sagen, daß die europäischen Bmenvrrlreter nicht allzuviel ausgerichtet haben, daß sie nichts von günstigen diplomatischen Erfolgen an ihre Brüder im Felde melden konnten. Es hat sich keine Macht gesunden, die geneigt wäre, den Enaläadern ein kräftiges Halt zuzu- rufen vor bet Unabhängigkeit der südafrikanischen Burenrepnbliken; die kämpfende« Buren sind also fast ganz allrin auf sich selbst angewiesen.
Alle Welt hat die größte Hochachtung vor diesen kämpfenden Buren. Sogar die britischen Regi«ru«grmä»mer haben sich dazu hrrbeigelaffrn, vo« ihnen als von ehcenwerthen und tapferen Männern zu sprechen, während ehedem die Ehrentitel, die ihnen verliehen wurden, Mörder und Banditen lauteten. Die moralischen Erfolge der Burenlämpfer find also ohne Zweifel sehr groß; und auch ihr militärischer Erfolg ist ganz hervorragend und unbestritten. Denn nach so langer Kriegsdauer, nach einem so lang- wierige» Kampfs argen eine ungeheure lieber- macht nicht als vollkommen besiegte Leute unterhandeln zu müsse»«, das ist an sich ein staunens- werthrr Erfolg. N>>ch sind die Buren nicht besiegt. Aber bei nüchterner Betrachtung ihrer Lage mfiffea sie sich sagen, daß das waS, noch nicht ist, am Ende doch kommen müßte. Es mögen noch zehntausend Buren im Felde stehen. Diese wiege», fünfzigtausend Engländer auf. Aber schließlich müffen sie doch erdrückt werden dustch die stets sich erneuende Uebermacht; und da nun die Briten durch die traurige Lage ihrer StaatSsinanze« zu Frieders Verhandlungen geneigt sind, thun die Buren nur klug daran, wenn sie jetzt als unbesiegte Männer unterhandeln, anstatt damit zu warte«, bis sie nach einem weitern KriegSjahre schließlich doch als vollkommen Unterlegene sich bedingungslos den englischen Vorschriften beugen müßten.
Die Ungerechtigkeit siegt. Die Habsucht und Beutegier triumphiren, und trauernd verhüllt der Seist der Zeit fein Antlitz vor den Greueln und Uiimenschüchkeiten dieses Krieges. Aber die Klugheit der Buren gebietet ihnen, j tzt zu handeln und den Engländern gewisse einzelne Zugeständnisse zu machen, nicht aber mit den Unterhandlungen zu warten, bis sie gezwungen fern würden, den Briten ohne Weiteres willenlos
unruhige Bich nicht allzusehr, im Keller wird das Wasser sicher «och laufen." Ja, es war kalt, bitter kalt diesen Winter, ach. und wie spürte ich,' trotz des warme« Kachelofens und warwer Kleidung, diele Kälte in meinen gicht- brüchigen Gliedern. Unwillkürlich mußte ich des Winters vor 50 Jahren gedenken, anno 29 auf 30, wo es auch so kalt war. Damals fehlten mir die Mittel für warme Kleider und Holz, ach, und wie leicht überwand meine Jugendkraft, meine Gesundheit all das bißchen Ungemach.
Bissig kalt war's auch in jener Sylvesternacht, die ich in der „diligence" zubrachte, auf dem Weg von Kassel nach Marburg. —
Ja, ja; jedes Ding hat doch seine zwei Seiten und meine an Uebermuth grenzende Freude, endlich, endlich, nach fast vierjähriger Fähnrichszeit, meine Ernennung zum Leutnant erhalten zu haben, bekam einen starken Dämpfer durch die Frage: Womit bezahle ich meine Equipirung? Denn ach, der kurfürstlich hessische Leutnant im 3. Infanterie-Regiment, Christian Freiherr von AdlerSkopf war arm wie eine Kirchenmaus I I was sag' ich, viel ärmer, denn der läßt der liebe Gott doch ihre graue Uniform ganz umsonst auf den Leib wachsen! —
In meiner Noch gedachte ich einer alten Tante, der ältesten Schwester meines Vaters. — Tante Bine war unvermählt geblieben, sie galt uns als Erbtante und als „furchtbar" reich, denn sie hatte vor 30 Jahren von einer noch älteren Tante 2000 Thaler geerbt. Kein Mensch wußte, ob von diesem Riesenoermögm auch nur «och ein Heller Übrig war, da Tante Bine von ihren Stiftsgeldern sehr behaglich leben tonnte.
und bedingungslos sich zu unterwerfen. Bleibt ihnen nur eine grw ffe Selbstregierung, dann wird das zähe Bure«tHuw niemals von den Angelsachsen ausgezehrt werden; und einst werden auch ihnen spätere Ereignisse die Gerechtigkeit bringen, die ein herbes Geschick j-tzt ihnen versagt!
Berlin, 25. April 1902.
X Ai- Kesatzwahk zum Reichstage in Aekr- Htsho*« In dem hannoverschen Reichs- mgswaylkreise Celle-Burgdorf-Gifhorn Pune muß eine Ersatzwahl zum Re'chstege staltsinden, weil der bisherige Vertreter des Wablkreisek, der deutsch-hannoversche Abgeordnete Freiherr von Hammerstein, gestorben ist. Der Wahlkreis i von verschiedenen Parteien sehr emsig bearbeitet worden, und das Endergebnis ist jedenfalls, obwohl es amtlich noch nicht feststeht, eine Stichwahl zwischen dem Deutschhannoveraner und dem Nationallibrralen. Im Jahre 1898 warm sechs Wahlbewerber ausgestellt, diesmal vier. Damals arbeiteten die Nationalliberalen und der Bund der Landwirthe gemeinschaftlich; diesmal hat der Bund eine besondere Kandidatur auf- gestellt, unterstützt von Konservativen, Antisemiten und Handwerkern. Es handelte sich also um den Deutschhannoveraner, den Sozialdemokraten, den Nationalliberalen und den Wahlbewerber des Bundes. Dieser Letztere stellte sich in seinem wirthschaftlichen Programm auf de« Standpunkt der bekannten Kompromißanträge in der Zoll- tarifkommisston des Reichstages; die National- liberalen bekannten sich zu dem unveränderte« Zolltarifentwurfe der Regierung. Die Sozialdemokraten ließen ihr Brodwucherzeschrei hören und agitirten in einer Weise gegen den „Hungertarif", wie eS selbst bei den Herren Genossen selten vorkommt. Der Deutschhannoveranrr berief sich in seinen Wahlreden und Wahlaufrufen hauptsächlich auf den Steuerdruck der Gegenwart und im Gegensätze dazu auf die geringen Steuern, die vor dem Jahre 1866 in Hannover gezahlt wurden. Die meisten Stimmen hat der Nationalliberale erhalten; dann folgen der Reihe nach der Welfe, der Sozialdemokrat und der Kandidat des Bundes. Dieser Letztere hat beinahe 4700 Stimmen erhalte«. Der Welfe und der Sozialdemokrat haben an Stimmen gegen 1898 zugenommen.
+ Krmtdstener ht de« Städte«. Eins nachahmenswerthe Maßregel hat die Stadt Magdeburg i« Aussicht genommen. Der Magistrat hat )en Stadtverordneten besagter Stadt eine Vorlage zugehen lassen, wonach in Zukunft die un- bebautm Grundstücke nicht mehr nach dem NutzungSwerthe, sondern nach dem gegenwärtigen Verckausswerthe besteuert werden sollen. ES sollen nach diesem Vorschläge von bebauten und von unbebauten Grundstücken in Zukunft gleichmäßig drei vom Hundert des gegenwärtige« VerkaufS- wertheS als Grundsteuer erhoben werden. Die
Auch sie schwieg fich klugerweise Über diesen Punkt gänzlich aus. — Sie ließ fich nach wie vor als „Erbtante" die Cour machen und darauf fußend glaubte fie fich für berechtigt, so unausstehlich und launenhaft wie möglich zu sein und ihre Umgebung in jeder Weise quälen zu dürfen. — Auch ich machte mir nicht das Geringste aus ihr, hatte ihr das aber natürlich nie gezeigt, denn auch ich war im Respekt vor der „Erbtante" groß geworden, Freilich, die Cour hatte ich ihr nie geschnitten und wenn ich trotzdem einen kleinen Stein bei ihr im Brett hatte, so vtr- dankte ich dies dem Umstand, daß ich ihr, im Gegensatz zu meinen Bridern, stets sehr regelmäßig eine zierlich geschriebene Gratulation durch den die Thurn- und Toxissche Post damals noch oft vertretenden Frachtfuhrmann oder sonstige Gelegenheit hatte zukommen lassen. Ich schrieb nämlich mit Vorliebe Briefe, und die Brüder, die diese Leidenschaft weder theilten noch verstanden, behauptete«, ich nähme meine Opfer, wo ich fie fände. — Sie möge« recht gehabt haben, aber jedenfalls war Tante Bine mir ob meines Thuns wohlgefinnl. — Also an fis schrieb ich in meiner Noch, schirr ohne Hoffnung auf Erfolg, d-nn noch nie hatte einer von uns fich seitens Tante Binens einer Geschenkes zu erfreuen gehabt. — Gerührt, erstaunt und wirklich überrascht war ich aber, als ich etwa 8—10 Tage nach Abgang meines Brieses 5 Louisd'or von ihr bekam. — Zwar nur, wie sie nebst vielen Ermahnungen, das schöne Geld nicht unnütz aus- zugeben, bemerkte, geborgt, auf unbestimmte Zeit geborgt. Sie hoffe, setzte fie hinzu, ich hätte so viel Ehre im Leib, ihr das Gelo, so bald ich
gute Absicht dabei ist die, durch eine gesunde Grundsteuerpolitik so viel wie eben möglich der ungesunden Spekulation mit Grundstöcken entgegenzuwirken. Dir Sprkulalionsgrundstücke sollen — so heißt es in diesem Sinne wörtlich in der Magdeburger Vorlage — in angemessener Weise stärker mit Steuer belastet werden, als bisher; und durch dis gewonnenen Mehreinnahmen an Steuer sollen im Kegentheil die bebauten Grundstücke von Steuer etwas entlastet werden, nämlich um rund elf vom Hundert. Ferner soll die Bevorzugung der gewerblich bebauten Grundstöcke vor den Wohnhäusern wegfall-n; drittens sollen in der Klaffe der Wohnhäuser die feineren Häuser stärker zu der Steuer herangezogen werden, als die geringeren. Das Endergebnis ist eine wesentliche Steueren tlastung dieser geringeren Wohnhäuser mit ihrer Einwohnerschaft aus den weniger bemittelten Volksschichten. Endlich aber enthält die Magdeburger Magistratsoorlage noch die ganz besondere Bestimmung, dcß der gemeine Werth für die Besteuerung nur zur Hälfte in Anrechnung kommen soll bei allen solchen Gebäude«, dis errichtet worden find zu dem Zwecke der Linderung der Wohnungsnoth der Arbeiter und überhaupt der unbemittelten Volksschichten, gleichgültig, ob diese Gebäuden von Aktiengesellschaften, Genoffenschafte« oder von einzelne« Personen errichtet worden ft«b.
X Die Vorlage Über den Servis-Faris ist am Freitag vo« der Budget-Kommission des Reichstages durchberathen worden. Es ist so gekommen, wie vorausgesagt wurde: Die Kommission hat den Antrag des Csntrums-Abgeordneten Speck angenommen, sich damit also vorläufig auf den Standpunkt der Regierungs-Vorlage gestellt und die Reform auf zwei Jahre vertagt. Nach dem angenommenen Anträge Speck soll aber auch bis zum 1. April 1904 die nothwendige Aenderung erfolgen, «amestlich also die Trennung des Personal-Servis vorn WohnungSgeld-Zuschuß. In Uebereinstimmung mit dieser Haltung der Rom« Mission soll jetzt auch davon abgesehen werden, auf dir zahlreichen Petitionen einzugehen, welche hierzu eingelaufen find.
* Die Ketriev«- KinnaHmen der preußische« Staatreifenvatzne« waren im Rechnungsjahre 1901 mit 1343,8 Millionen um 35,54 Millionen ober auf 1 Kilometer mit 43,301 Mk. um 1937 Mk. geringer als im Vorjahre. Die Mindereinnahme entfällt fast ganz auf den Güterverkehr. Dis Einnahme aus dem Personen- und Gepäckoerkehr war mit 382,81 Millionen um nur 608,000 Mk. geringer, die Einnahme aus dein Güterverkehr dagegen mit 882.91 Mill, um 35,21 Mill. Mk. geringer als im Vorjahre. Im Monat März waren die Einnahmen mit 109,09 Mill, um 1,28 Mill, geringer als im März deS Vorjahres. Hier weisen die Einnahmen aus dem Personen- »nd Gepäckoerkehr mit 29,77 Mill, sogar eine Mchreinnahme um 3,8 Mill. Mk. auf, während die Einnahmen aus dem Güterverkehr mit 72,44 Mill, um 5 Mill. Mk. geringer waren als im März des Vorjahres.
+ Pie KtotHeilems der perlamen- tarksche« ArSeiten ist noch nicht klar bestimmt. Nur das eine steht nunmehr fest, daß der Reichstag, wie es auch in der ,Fuld. Ztg/ niemals
in der Lage dazu wäre, zurückzurrstatten! — Ich war in einem Taumel von Glück. — Die Brüder bewuuLsrten meinen Muth und meinen Erfolg aufrichtig und um das Zurückgebe« machte ch mir blutwenig Sorge. Ja, weiß Gott, daS war meine geringste Sorge; viel, viel schwieriger war es, mit der immerhin, auch für die damalige bescheidene Zeit, lächerlich kleinen Summe au8» ukomme«. Nur das Nothwendigste tonnte be- chafft werden und zu einem Mantel reichte es licht mehr. Meiner Seligkeit, als ich mich in )em neuen Habit zum erstenmal meiner braven Wirthin in der WilvemannSgaffe piäfentirte, that dieser an und für fich bettübsame Thatbestand nicht den geringste« Abbruch.
Kinder, ich war aber auch ein Kerl, der fich ehe« taffen konnte! 5 Fuß 9 Zoll 4 Linien var ich lang und gewachsen, na wie denn gleich, »er Vergleich mit der Tanne ist mir dafür wirklich zu gewöhnlich!
Tadellos faßen die langen, durch Stege stramm gehaltenen Hosen, tadellos umschloß der Frack litte Taille, um die mich jede Jungfer beneiden Joanne. Und dazumal gab man noch etwas auf eine schöne Taille bei den Männern!
Schön war ich nicht, nein, trotz des nicht gewöhnlichen Gegensatzes von schwarze« Haaren nd blauen Augen, den ich auszuweiftn hatte. Auch der Schnurrbart war voll und stattlich und hätte es gär nicht nölhig gehabt, die Reihe prachtvoller Zähne halb zu verdecken. Ja, diese »rachtsollen Zähne! Ich widme ihnen eine Zähre. Sie find alle dahin, und haben sie mir auch manchen Schmerz bereitet, sie waren mir doch lieber, als ihre Nachfolger. Die mir sehr