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mit Zlnlerhaltungs -MeikageZlluflrirte Sonntags-Zeitung" peterszaAe Nr. 2 (Darmouiet.

Jut'öcl, Donnerstag, den 24. April 1902.

JK 93.

29. Jahrgang

0 Kinderschuh im Gewerbe.

Die erste Brrathung der Vorlage über den gewerblichen Kinderschuh im Reichslage gestaltete flch sehr interessant. Namentlich lauschte da» Hau» mit gespannter Aufmerksamkeit den Ausführungen des Csrtrumsabg. Dr. Hitze über die ver­schiedenen Bestimmungen dieser Gesetzentwurfes, die den Ton angaben für die ganze übrige Debatte.

Dr. Hitze erkannte an, daß der Gesetzentwurf im allgemeinen das Richtige getroffen hat; man muß ja auch daran denken, daß es ein erster Schritt auf, der neuen Bahn ist, die Sozialreform in das Haus, in die Familie eindringen zu laffen, und man muß darum mit einiger Vorsicht zu Werke gehen. Daß die Aufsicht auch auf die Haus­industrie ausgedehnt werde, ist aber von sth?r ein Wunsch de» Reichstages gewesen; bte Sozialreform kann unmöglich vor dem Hause, vor der Familie Halt machen. Aber der führende Cmtrumrredner äußerte auch einige Bedenken. Zunächst muß man prüfen, ob diejenigen Betriebe nicht zu vermehren seien, in denen schulpflichtige Kinder überhaupt nicht beschäftigt werden dürfen. Dann aber wird zu überlegen sein, ob nicht die Bestimmungen ver­schärft werden müffen über die Beschäftigung der eignen Kinder. Und ganz besonders tadelte Prof. Hitze die Vorschläge de« Gffetzektwurfes über die Ausübung der Kontrolle. Der Entwurf will dir Aufsicht dem Bundesraihe und dessen Vollmachten überlassen; P>of. H tze verlangt, daß die Aufsicht gesetzlich den Gewerbeaussichtsbeamten zugewiesen werde, und daß diesen AufstchtSbeamte zweiter Klaffe zur Unterstützu''g beigesellt würden.

Ganz ähnlich äußerte sich Abgeordneter Dr. von Pachnicke von der freisinnigen Ver­einigung, der aber auf die elenden Berhältniffe in einigen einzelnen Betrieben hinwies: So in der Sonneberger .Spielwaarenindustrie und bei der Zigarrenmacherei. Die Konservativen wollen nach einer Erklärung nicht mitthun, darunter auch der genannte Abgeordnete selbst, und e.ne donnernde Standrede hielt der sozialdemo­kratische Redner Wurm, der dabü natürlich in wilder Weise gegen die Landwirrhschaft loSzog und gegen die Beschäftigung von schulpflichtigen Kindern bei dieser. Glatt und ruhig ant­wortete ihm Staatssekretär Graf Posa- dowsky, eS sei unmöglich, diese landwirth» schaftliche Kinderbeschäftigung unter dieses Gesetz zu nehmen, weil dieselbe gar zu eng zusammen- hängt mit dem Familienleben und mit der Be­schäftigung im Hause. Sehr intereffant ist die Ankündigung d-s Staatssekretärs, daß für die Regelung der Beschäftigung in der Tabakindustrie ein besonderes Gesetz vorbereitet wird.

Es sprachen dann noch die Abgeordneten Freiherr Heyl zu Herrnsheim (nass.), Zwick (frets. Bolkipartei), Roe ficke-Diffau ^liberal), und zwar alle drei in dem Sinne, daß die Vorlage an verschiedenen Strll-n noch der Verbesserung' und des weitern Ausbaues bedürfe,

$>er Weiter Schuld.

Original-Roman von Fr. Coll et.

63 ------(Nachdruck verboten.)

Und dieser Spannung entsprechend war auch der Zug nach Münster am Verhandlungstage, die Landstraße zeigte ein Bild, wi: sie e» wohl kaum vor und nachher geboten haben dürste und in Münster mußten sich die meisten der Ankommen, dcn sagen, daß sie nutzlos gekommen seien, hatten doch die Klügsten die Reise schon am Abend vorher gemacht, um nur ja sicher einen Platz zu erhalten tn dem Zuschauerraum des Gerichtssaales, der auf «inen derartigen Andrang nicht eingerichtet war.

Die Verhandlung gegen Bernard stand al- erste an, sechs andere sollten folgen. Es war nur ein Zeuge geladen, der schwarze Jopp, die übrigen Mitglieder der früheren Bande hatten nämlich beim Zusammenbruch im Kemannschen Hanse, das Gefühl der Sicherheit vollständig ehr gebüßt und waren mit ihren Familien in das Osnabrücker Gebiet, ins Hannoversche, eirgewandert, wo sie, der Roth gehorchend, zu ehrlicher Arbeit gegriffen hatten. Man halte darauf verzichtet, sie zu laden, wußte man doch, daß die Furcht vor den preußischen Gerichten ste abhielt, einer solchen Ladung zu folgen.

Der Gerichtshof trat in die Verhandlung ein, indem Bernard» Personalien festgestellt und bann die Anklage wider ihn verlesen wnrde. Letztere lautete auf Bandenschmuggel und Verkauf ge­schmuggelter Maaren. Bernard, aufgefordert sich äußern begann:

daß aber Alle mit Freuden an dem Zustande­kommen dieses Gesetzes Mitarbeiten.

Am Donnerstag wird dir Brrathun g fort­

gesetzt.

Deutsches Reich

Berlin, 33. April 1902.

* Hroßheezog Iriedrich von Made«. Das am 24. April stattfindende 50jährige Regierangsjubiläum des Großherzogs Friedrich von Baden wirs mit großer Feierlichkeit und

unter herzlicher Antheilnahme der weitesten Kreiie in Deutschland begangen werden. Am 2. Februar 1852 war eS, als Prinz Friedrich für den erkrankten Vater dis Regentschaft über­nehmen mußte, und als dieser zwei Monate später verschied, auch für seinen schwer leiden­den älteren Bruder Ludwig. Vier Jahre und ein halbes regierte er so als Prinzregent; crf: als im S?ptembcr 1856 die Geisteskrankheit des äderen Thro-erben für unheilbar erkannt morde« war, nahm er selbst den Titel und die Würde eines Großherzszs an. Großherzog Friedrich Wilhelm Ludwig von Buden, drffen Porträt wir unseren Lesern bringen, ist am 9. September 1826 als zweiter Sohn des Großherzogs Leopold in feinet Ehe mit der schwedischen Prinzessin Sophie in Karlsruhe geboren. Er folgte seinem Baier nach besten Tode am 24. April 1852, und zwar z wächst als Regent in der Regierung, da sein älterer Bruder Ludwig wegen schwerer körperlicher und geistiger Leiden regierungS- unfähig war und erst im Jchre 185« starb. Großherzog Fr edrich ist mit der einzigen Tochter des verstorbenen Kaiser Wilhelms I, Prinzeffin Louise, seit dem 20. September 1856 verhei- rathet; der Ehe find drei Kinder ersprosten: Der Erbgroßherzog Friedrich Wilhelm, geboren 9 Juli 1857, vermählt seit 1885 mit der Prinzessin Hilda von Nrffau. Prinzestin Vik- toria, seit dem 20. September 1881 Kron­prinzessin von Schweden und Prinz Ludwig Wtlh"lm, welcher jedoch 1888 starb.

Was ich bki meiner Vernehmung dem Herrn Staatsanwalt gesagt habe kann ich nur wiederholen. Ich habe mit dem Schmuggel Bekanntschaft gemacht, al« ich noch unmündig war, und im U-bermuth brr Jugend etwas für das Abenteuerliche des Schmuggels schwärmte, ich habe, mehr zu: Ver­nunft gekommen, noch einige Male mitgethan, unter dem Drucke eines Z vanges, dem mich zu entziehen ich den moralischen Mury nicht hatte. Von dem Augenblicke an, wo dieser Zwang an Nachdruck ver­lor und ich das volle Bewußtsein der Verderblich- keit meines Thuns hatte, war ich weder selbst mehr betheiligt am Schmuggel, noch ist mit meinem Willen demselben von unserem Hause aus irgend welche Unterstützung zu theil geworden." ---

Gewiß," fuhr er nach einer Pause fort,ich floh, als mich die Folgen meiner Handlungen in einer drohenden Verhaftung zu treffen begannen, aber diese Flucht war mir eine härtere Strafe, al« es eine lange Haft gewesen wäre. Rast- und ruhelos irrte ich durch Deutschland, ohne Freund, ohne Freude, ohne Nachricht von denen, die ich [übte. Erst al» mich die Güte bei Herrn Haupt­manns von Bülow in das Reglement einst.llte und mich dem Gottesgerichte feindlicher Kugeln unterwerfen konnte, empfand ich etwa» wie Genug- thuuug. Damals ließ ich mich auch zu dem Ent­schluß bringen, mich freiwillig dem Gericht zu stellen, um, nachdem ich mein Vergehen gesühnt, wieder Ruhe zu finden."

Die Vernehmung des Zeugen war bald be­endet; er sagte im Wesentlichen auS, was fein Baier in der Denunziation gesagt hatte, mußte auch, von Brrnards V-rtheidiger in ein Kreuz- feuer von Fragen genommen, dessen Behauptungen

+ Dem zr, gutem für Dr. Liever in der HedwigSkirche zu Berlin wohnten al« Ver­treter des Kaiser» dessen Flügeladjutant Graf Kanitz bei, der nach Beendigung der feierlichen Handlung sich dem Grafen- Hompesch al» dem Vorsitzenden bet Centrumsfraktion des Reichstages vorstellte unb diesem sein Beileid zu dem Ableben Dr. Lieber'» ausdrückte. Reichskanzler Graf Bülow war persönlich erschienen, außer ihm von der Regierung viele Staatssekretäre und Minister, z. B. die Staatssekretäre Graf Posadowrky, Nieberding, Frhr. von Thielmann, die preußischen Minister von Podbielski, Frhr. von Rheinbaben, Dr. Studt, ferner Graf zu Lerche,nfeld-Köfering, der bayerische Gesandte und manche Andere mehr. M tglteder aller politischen Parteien waren an­wesend, ausgenommen die Sozialdemokraten. Offiziell wurde der R ichstag durch dessen Präst- demen, den Grafen von Ballestrem, das preußische Abgeordnetenhaus durch f inen Präsidenten von Kröcher vertreten. Das Seelenami wurde zelebrirt von dem Herrn Weihbischof Herrmann, und e» «Wirten ihm Pfarrer Stanke-Hulischin und Propst Tasch-Lssa; alle drei H'rren üben parla­mentarische Mandate in Berlin au«. Die rege Theilnahme aller Kreise bis in die höchsten Re- gierungsstellen hinauf ist ein neuer Beweis für die hohe Achtung, deren der Verewigte sich all­gemein erfreute.

ft Dl vor» Dassel, .der Führer der CentrumS im bayerischen Landtage, sollte nach Zritungsrneldungen entschlossen sein, nach der Beendigung d?r laufenden Legirlaturpkriode kein parlamentarisches Mandat mehr anzunrhmen. Erfreulicherweise wird diese Meldung nunmehr als unrichtig bezeichnet; Dr. von Daller bleibt hem politischen Leben erhalten.

h Dom erste« Mai. Die Industriestadt Fürth in Bayern erfreut sich eine« Stadt- regimentkS, in dem die Sozialdemokratie die Mehrheit hat. Es ist also erklärlich, daß der Fürther Magistrat nicht« einzuwenden hatte gegen die Abhaltung eines Maifeiertagsfestzuges. Der Magistrat hat aber nicht allein darüber zu bestimmen, lieber ihm steht die Staaisregierung, und in deren Namen hat da« lgl. Bezirksamt den Festzug verboten. Di« sozialdemokratischen Bäume wachsen noch nicht in den Himmel!

* I» der nenen HarntfondieastvorlchrifL wird bestimmt, daß an den hohen Festtagen, sowie am Geburtstage de» Kaisers Befreiung von jedem Dienst eintritt, der nicht unerläßlich ist. Es soll jedoch auch an den nachbezeichneten katholischen Fest­tagen, wie dem Dreikönigsfest, Mariä Himmel­fahrt, dem Allerheil-.genfest, Buß- und Bettag, Mariä Lichtmeß, Mariä Verkündigung, Charfreitag, Peter Paulrsest unb Mariä Empfäagniß, dem religiösen Bedürfnisse derMannschaften möglichst Rechnung getragen werden, ©olbaten jüdischen Glauben« sollen an den jüdi­schen Feiertagen möglichst vom Dienst befreit bleiben.

,+ Diäten ttttöK-ssoppofitiott". DaS sozialbemokratische Berliner Zentralorgan kündigt an, daßbie Zollopposition" versuchen werde, die Vorlage über die Gewährung einer Ent­schädigung an die Mitglieder der Zolltarif-Korn- mifsion in eine Diätenzahlung für alle Mitglieder

stützen helfen, indem er zugab, daß er stets den Eindruck gehabt, als wäre Bernard nur ge­zwungen bei der Sache, und daß dieser den Schmugglern eines Abends in aller Form ge­kündigt habe. Den Rest der Beweisaufnahme bildeten die Leumundszeugnisse von Bernards militärischen Vorgesetzten, die zur Verlesung kamen und glänzend lauteten.

Der Vertreter der Anklage sprach nur wenig: Das Geständniß des Angeklagten," führte er auS,überhebt mich der Mühe, die Anklage be­sonders nach der Beweisaufnahme zu begründen. Die A-t und Weise, wie der Angeklagte zu seinem strafbaren Treiben gekommen ist, und die Thalsrche, daß er ihm so bald nach der Erkennt- der Unerlaubtbeit entsagte, rechtfertigen zur Genüge meine Auffassung, daß hier Milde am Platze sei und das niedrigste Strafmaß an­gebracht erscheint; ich beantrage deshalb eine Gefängnißstrafe von einem Monat."'

Sich einen Bettheidiger zu bestellen, hatte Bernard für überflüssig gehalten; erst auf Karls Drängen, dem alles an einer glänzenden Recht- ertigung des Freundes lag, hatte dieser einen olchen in Anspruch genommen, der sich denn auch der ihm gestellten, dankbaren Aufgabe mit allem Eifer annahm:

Wenn wir hier einen Codex der Moral hätten, anstatt eines Strafgesetzbuchs," begann er seine VrrtheidigungSrede,das heißt, jener Moral, die auS der Stimme des Gewissens mit )em besseren Empfinden eines Menschen spricht, >anw würde der Angeklagte als glänzend gerecht- ertigt freizufprechen fei». Aber das Gesetz kennt eine Verzeihung aus moralische» Gründen, nur

ireS Reichstages zu verwandeln. An sich ist daS Bestreben löblich. Aber der Zeitpunkt ist nicht geeignet dazu. Auf jede» Fall wird es nöthig fein, noch einmal ein beich'ußsähiges Haus zu- sammevzubringen. Sonst könnte alles scheitern an der Beschlutzunfähigkeit des Reichstages. Die Sozialdemokraten würde stch freuen darüber!

ft Die Assstnrifüommifstom de» Aeich»- fftge» hat am heutigen Mittwoch die Einfuhr­zölle für Eier nach der Regierungsvorlage an- genommen, ebenso der Zoll für Honig. Bei diesem letzteren wurde nur die kleine Aenderung getroffen, daß Stöcke mit lebenden Bienen nicht bis zum Gewichte von zwanzig, sondern nur bis fünfzehn Kilogramm zollfrei bleiben sollen. Die gestrige Abstimmung über den Milchzoll ent­sprang augenscheinlich aus einigen Mißverständ­nissen, wie daS Ergebmß an stch schon erkenne» ließ. Hauptsache ist, daß die Mehrheit der Kommission einen Milchzoll verlangt, was durch die Ablehnung des sozialdemokratischen AntrageS auf Zollfreiheit dargethan wird. Die Zollsretheit der Kuhmilch wird also bei der zweiten Lesung nicht erhalten bleiben.

* Aikdesheitt», 23.April 1902. Der Der- bandstag mitteldeutscher Handels­kammern nahm zur Frage der Sonntags- und Sommerfahrkarten dahin Stellung, daß, solange nicht das in erster Linie zu er­strebende Ziel einer durchgreifenden und allge­meinen Herabsetzung der Personentarife erreich­bar ist, es nach wie vor dringend nothwendig sei, den Sonntagskarten-Berkehr in seinem volle» Umfange wiederherzustellen und womöglich iu er­weitern. Durch eine Einschränkung des Sonn- tagskartrn-Verkehrs werden gerade die weniger bemittelten Bevölkerungskrehe besonders hart ge­troffen, denen die Möglichkeit wenig kostspieliger Erholungsausflüge nach anstrengender werkthätiger Thätigkeit keinesfalls entzogen werden sollte. Am zweckdienlichste» sei es zu bestimmen, daß alle an Sonn- und Feiertagen gelösten einfachen Fahr­karten auch zur Rückfahrt am gleichen Tage be­rechtigen.

Dresden, 23. April 1902. König Albert von Sachsen stiert heute unter Herz-

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licher Antheilnahme seines Lande- und des ge« summten deutschen Volkes seinen 74. Geburts­tag in erfreulicher körperlicher und geistiger Frische. Der Kaiser ist nach 11 Uhr auf der Station Strehlen ebetroffen und vom König-,

eine mildere BeurtHeilung der Strasthat läßt eS zu, und dieser ist heute schon von dem Herr» Vertreter der Staatsanwaltschaft im Interesse meine- Klienten das Wort geredet worden. Mir liegt es aber ob, den Bewiit zu erbringen, wie winzig gering die Bchu.d des Angeklagten that- sächlich ist und wie werth er demnach der Be­rücksichtigung durch die Müde seiner Richter erscheint. Zunächst sei darauf hingewiefen, daß er tn einem Hause erzogen wurde, wo von frühester Jugend auf der Mutter Sorge fehlte, ein Vater, der Erz'eher war, dem die unselige Leidenschaft de- Schmuggel- ebenfalls erblich überkommen war, der dieselbe als nicht nur etwas Erlauvtes, sondern als etwas Gutes und Nützliches betrachtete. Der Angeklagte bat in liebevoller Pietät baS Andenken seines Vaters geschont, nur zart angebeutet, woher der Druck kam, der ihn auf die Bahn deS Unerlaubten trieb; ich habe keine Veranlassung, das Andenken eines Verstorbenen hier zu entweihen und dem Angeklagten einen Schmerz zu bereiten, es wird Sache der Richter fein, über das Maß von Ein­fluß zu urthrilen, den der Todte auf feinen Sohn auSzuüben im Stande war, wenn dieser ihn noch im Tode, nach allem, waS vorgekommen ist, derart ehrt und liebt."

Was wohl am meisten für den Angeklagten alS belastend gelten kann, ist seine Flucht, nach der Anzeige durch einen Menschen, den er da­durch zu seinem Feinde machte, daß er ihm da- Geld zur Forts,tzung seines lasterhaften Säufer« lebens verweigerte. Zwei Gründe jedoch haben den Angeklagten zur Flucht bestimmt: Zunächst die Furcht vor der Strafe; keine Selbsteuc