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M 92.
Iiuköa, Mittwoch, den 23. April 1902.
29. Jahrgang.
[] Der katholische Gesellenverein.
Wenn auch der katholische Gesellenverein keine Korporation ist, die von der Agitation lebt oder der dieselbe Lebensbedürfniß ist, so ist doch nicht »u bestreiten, daß es wohl angebracht ist, für ihn zu agitiren, d. h. «tue Mitglieder zu werben. Das Warum bedarf keiner Antwort, wohl aber daS Wie.
Das Crntralorgan des Verbandes der katholischen Gesellenvereine und der mit ihm ver- bundenen Meisteroereine, ,Das Kolpingsblatt', richtet zunächst an alle Geistliche in Stadt und Land die ebenso dringende wie ergebene Bitte um geneigte Unterstützung in der Werbung neuer Mitglieder. Wo ist wohl heute noch eine Gemeinde, in der nicht der eine oder andere junge Mann alljährlich ein Handwerk erlernt und später auf die Wanderschaft, in die Fremde geht. Was ist nun leichter, als doß der Seelsorger de» jungen Mann auf den Gesellenverein aufmerksam macht und ihn über die Organisation desselben belehrt und aufklärt. Es genügt freilich nicht, daß einem solchen gesagt wird: der Sesellenverein ist ein katholischer Verein, in den hinzugehen Pflicht ist; es muß ihm nachgewiesen werde«, daß es nicht nur in seinem religiösen, sondern auch in seinem materiellen Jntereffe liegt, daß er dem Vereine beitritt. Wie viele junge Geselle« dem Vereine jährlich auf diese Weise zugeführt werden könnten zu ihrem zeitliche« und ewigen Wohle, läßt sich nicht leicht abschätzen. Wie mancher Geselle, der heute seiner Kirche und manchmal auch der Gesellschaft verlöre» gegangen ist, würde dankbar gewesen sein, wenn er etwas vom Sesellenverein gewußt hätte.
Neben den Geistlichen find eS die Eltern, die berufen find, ihre Söhne, die Handwerker werde», dem Gesellenverein zuzuführen. Voraussetzung ist aber, daß ste über die Schöpfung KolpingS unterrichtet find. In mancher Kleinstadt, besonders aber auf dem flachen Lande, wisie« die wenigsten Leute etwas Genaues über de« Verein. Vielleicht haben sie seinen Namen einmal nennen gehört, vielleicht auch einmal etwa- in den Zeitungen von ihm gelesen; um was eS sich aber eigentlich handelt, davon habe« sie keine Ahnung.
Wünschenswerth ist es daher, daß dieselben von dem OrtSgeifilichen aufgeklärt werden. Sind sie einmal unterrichtet, so bedarf es gewiß keiner besonderen Aneiferung mehr, um sie dahin zu bringen, daß ste ihre Söhne, soweit ste den Beruf eines Handwerkers ergreifen, dem Vereine zuzu- sühren. Ste werden das um so eher Ihn», wenn zu der Belehrung über den Verein und daS, was er seinen Mitglieder« bietet, diejenige über die Gefahre«, welche jedem jungen Manne in der Großstadt drohen, hinzutritt. Die Mutter, den Vater möchte ich sehen, der, gehörig über alle die genannten Punkte aufgeklärt, nicht mit allen Mitteln danach strebte, sein leibeigen Kind dem Gesellenvereine zuzusühren.
Die Pflicht der Belehrung kann aber nicht allein durch die Pfarrgeistlichkeit auSgeübt werden, sondern auch durch die Vereinsleitungen. Auch dort, wo schon Vereine bestehen, könnte manchmal die Zahl der Mitglieder erheblich größer sein, als die schon vorhandene. Da gilt es zu werben und die Eltern junger Handwerker aus- merksam zu mache« und sie zu bestimmen, ihre Söhne der Fahne Kolpings zuzusühren. Daö beste Mittel der Agitation ist die Letstungs- fähigkeit. Manchmal wird der Anschein er- weckt, als handele es sich in der Hauptsache um einen Vergnügungsverein; wo solches der Fall ist, ist darauf hinzuwirken, daß eine solche irrige Anschauung beseitigt wird.
Ein vierter Faktor endlich, der für die Werbung neuer Mitglieder in Aktion zu treten hat, daS sind die Mitglieder selbst. Jedes Mitglied, das bestrebt ist, dem Vereinsverbande neue Mitglieder zuzuführen, wird auch Erfolg haben. Die großen materiellen und geistige« Bortheile, die der Verein seinen Angehörigen bietet, sind auch heute noch mächtiger und zugkräftiger, als Phrasen und Schlagworte. Auch dem Handwerksgesellen ist heute noch der Spatz in der Hand lieber, als die Taube auf dem Dache glänzend auSsehender Zakunftswechsel. Dazu kommt noch ein anderes Moment. Irgendwo i« der heil. Schrift heißt eS: Wer die Seele feines Bruders rettet, hat zugleich auch die seine gerettet. Gott allein weiß, wie viele es schon auf dem Todte«dette mit Tyränen einem Freunde gedankt, daß er ihn in de« Sesellenverein geführt und so die Ursache zeitlichen und ewigen Glückes für ihn geworden ist.
Dem Höbe entrissen.
Erzählung von Peter Blitz.
------ (Nachdruck verboten )
Mitternacht war soeben vorüber.
Auf dem Gute Bialystock, welches dem Fürsten Czartorisky gehörte, lag bereits Alles im tiefsten Schlafe. Nur zwei Männer befanden sich i« einem weiten, saalartigen Zimmer, deffe« Fenster mit bis auf die Erde reichenden Vorhängen dicht verhängt waren, noch wach. Der eine, kaum dreißig Jahre alt, ging auf dem weichen Teppich, welcher den Fußboden des Zimmers bedeckte, t« raschen Schritten unruhig auf unv ab, während der andere, ein alter Herr, vielleicht ein Sechs- ziger, auf einem gepolsterte« Lehnstuhl dicht an der Thür des Zimmers saß und seine Augen starr auf die herabgelaffenen Gardinen heftete, die ein Bett umhüllten. Ringsum war es still, wie im Grabe: daS einförmige Ticke« einer großen Stubenuhr, welche sich «ach dem Ge- schmacke der Zeit in einem in Rococostil geschnitzte« weißen und theilweise vergoldeten Gehäuse befand, war das einzige Geräusch, denn die Tritte des auf und ab gehenden Mannes waren so vorsichtig getha», daß sie selbst ohne den weichen Teppich des Bodens nicht wären zu hören gewesen. Von Zeit zu Zeit stand dieser Man« still und lauschte aufmerksam auf den Athem eines in dem Sardinenbette fest Schlafenden.
Dieser Schlasenbe war der sächsische August der Erste, König von Polen, welcher sich bei seinem Freunde, dem Fürsten Czartorisky, zum Besuche befand und daselbst erkrankt war. Der Mann, der vor seinem Krankenbette aus und ab gi«g, war Johann Friedrich Weiße, sein Leibchirurg.
Weiße war deS Königs Liebling. Aus Kairo in Schwaben gebürtig, kam er unbekannt an de« Hof August'S des Ersten, und sein großes Talent in der Chirurgie verschaffte ihm schnell die Gunst, ja die Liebe deS Fürsten. Fünf Jahre lang war er auf Reisen und besuchte auf Kosten seines königliche« H-rrn und Wohlthäters auswärtige Spitäler; der berühmte Petit in Paris, einer der g- ößten französischen Wundärzte seiner Zeit, war sein Lehrer.
Weiße war erst seit einige« Wochen wieder do« Paris an den Hof zurückgekehrt, als sei« König ihn und sämmtliche Leibärzte nach Bialystock berief. Eine unbedeutende Wunde an der kleine« Zehe des rechten FußeS, welche durch Reibung eines engen Stiefels entstanden, war durch Vernachlässigung so bösartig geworden, daß, als sich endlich der König entschloß, seine Aerzte herbeizurufen, bereits der Brand dazugetreten war.
Weiße erklärte sofort, daß nur durch Entfernung deS kranken Gliedes noch Rettung möglich sei; die Leibärzte widersprachen dem. Seine Gründe wurden, ohne daß man ste widerlege« konnte, überstimmt, und man beschloß schließlich in der Verlegenheit, den berühmten französischen Wundarzt Petit durch eine schleunige Staffelte von Paris «ach Bialystock zu holen. Ehe aber Petit in Bialystock ankommen konnte, mußten, und wenn er noch so schleunig reiste, nothwen- diger Weise wenigstens zwei Wochen vergehen. Weiße war ob dieses Beschluffes in Verzweiflung. Er liebte feinen König und war überzeugt, daß das Lrben desselben bei dieser verkehrten Maßregel unrettbar verloren sei.
Er blieb, nachd.m er sich von den Leibärzte« getrennt, einige Stunden aus einem einsamen Zimmer allein. In diesen Stunden reiste ein Entschluß, der, wenn auch in der besten, in der lautersten Absicht ausgeführt, dennoch die gefährlichsten Folge« für ihn habe« konnte. Aber eS galt ja daS Leben deS Königs, und für dieses wagte Weiße, wenn es fein mußte, selbst das Leben. Er bat sich die Erlaubniß aus, bei dem kranken Könige die Nacht wache« zu dürfen und August der Erste bewilligte seinem Lieblinge gern diesen Wunsch.
Go finden wir ihn vor dem Krankenbette des Königs unruhig auf und ab gehend. Jener alte Mann aber, welcher an der Thür in einem Lehnsessel fitzt, ist der treueste und zuverlässigste Kammerdiener des Fürsten. Plötzlich steht Weiße vor den Vorhängen des königliche« Bettes still. Lange, ruhige und gleichförmige Athemzüge bekunden dem Horcher, aß der Fürst fest schläft. Ec tritt auf den Fußspitzen, den Athem an fich haltend, noch einen Schritt dem Bette näher — und schlägt zitternd die schweren wollenen Vorhänge auseinander. Das große sprechende Auge deS Chirurgen blitzt auf und fällt fest auf das Gesicht des Königs. So, mit vorgebeugtem Kopfe, lautlos, ohne Bewegung und ohne Athem, bleibt Weiße einige Sekunden lang stehen, dann aber schlägt et leise und vorsichtig die Bettgardine übereinander, tritt einen Schritt zurück, trocknet
fich den Schweiß von der bleichen Stirn und murmelt: »Jetzt ist es Zeit! Es sei!"
Der Kammerdiener folgt schweigend jeder Be- wegung des Chirurgen.
Weiße geht jetzt eben so vorstchtig zu den beiden hohen Flügelthüren, welche das Zimmer hat, und schließt diese mit der größten Vorsicht leise und geräuschlos zu. Dan« nimmt er eine« groß?« gepolsterten Seffel, legt darauf ein feibe «es weiches Kiffen und stellt denselben an das Fußende des BetteS. Bei diese« seltsamen Zurüstungen war der Kammerdiener aufgestande« und einen Schritt näher getreten. Weiße ging auf ihn zu, ergriff hastig feine Hand und sagte zu ihm: „Was Sie auch sehen mögen, schweigen Sie! — Bei Ihrem Leben verlange ich daS!" — Der alte Herr, an Gehorsam gewöhnt, zitterte — und schwieg.
Jetzt trat Weiße an das Krankenbett, schlug am Fußende die weitbauschigen Gardinen aus- eineuder und legte des Königs kranken Fuß auf de« bereitstehenden Stuhl.
„Was thut Ihr? — Wie könnt Ihr mich zu dieser ungelegenen Zeit mit einem neuen Verbände quälen?" — fragte schlaftrunken lallend ohne die Augen zu öffnen, August der Erste.
„Schlafen Ew. Majestät ruhig weiter, ich werde alle Vorsicht anroenben, damit Sie nicht gestört werden", erwiderte Weiße mit zitternder Stimme.
Der König schlief nach einigen Sekunde« so fest wie vorher. Er lag wie ei« Todter, denn Weiße hatte ihm spät Abends ein sehr stark wirkendes Schlaspulver heimlich eingegeben. So vergingen einige Minuten, in welchen der Chirurg das Ohr lauschend an den Vorhang legte. Jetzt war er sicher. Er befahl dem Kammerdiener zu leuchten, was derselbe that, nahm ein bereit gehaltenes Instrument und löste mit der größten Geschicklichkeit schnell und mMhig die ganze Zehe ab. Es war die« das Weik weniger Sekunden.
Durch den Schmerz geweckt, fuhr der König natürlich wieder auf, aber Weiße besänftigte den schlaftrunkenen Monarchen auch diesmal. „Ich habe Ew. Majestät mit der Heftnadel geritzt und der darauf gegossene Balsam verursacht noch Schmerzen!" sagte er ihm, und die Wirkung des Pulvers zeigte bald wieder ihre Kraft —.
Die Nacht war vorüber und der König ahnte nicht im Entferntesten die Ursache des heftigen Schmerzes. Er befahl, daß ihm ein neuer Verband angelegt werde; auch einen Hohlspiegel ließ er sich vorn Kammerdiener bringen, damit er feinen Fuß vergrößert in demselben sehen könnte!
Wer vermag den Augenblick zu schildern, als dem Könige der Hohlspiegel zu Füßen gestellt wurde und er beim ersten Blick in denselben seine Zehe vermißte.
Zitternd und bleich stand Weiße.
„Wer hat da« gethan?!!" rief der König entsetzt und in einem Tone, der wohl den Tapfersten erbeben machen konnte.
„Ich, Majestät!" antwortete Weiße bescheiden, aber mit fester Stimme. Das Bewußtsein, das Rechte getha» zu haben, gab ihm im entscheiden- den Momente feine« ganzen Muth wieder. Dann langte er aus einer Tasche die abgelöste Zehe und reichte ste dem Könige, indem er sagte: „Hier ist ste!"
„Wie aber konntest Du daS ohne mein Wissen und Wollen wagen?" tief noch immer erzürnt und heftig der König.
„Verzeihen Ew Majestät, wen» der Man«, der Sie in bet drohendsten Todesgefahr steht, Alles daran setzt, um Ihr theutes Leben zu retten. Ging es nach dem Willen der Leibärzte, so hätte ich diesen Schnitt nicht gewagt, und wäre die Ankunft Petits abgeroattet worden, — der gewiß nicht anders handeln konnte, als ich gehandelt habe — so nahm in der Zeit, in welcher der berühmte Chirurg von Paris bis hierher kommen konnte, der tödtltche Brand bestimmt den ganz-n Fuß ein; dann aber war menschliche Rettung unmöglich — es wäre zu spät gewesen und Ew. Majestät mußten sterben!" antwortete bestimmt und mit fester Zuversicht der Chirurg.
„Und es gab kein anderes Mittel, als Ablösung?"
„Keines, Majestät. Petit wird es mir bezeugen — ich bürge mit meinem Kopfe dafür!"
„Wer war zugegen, als Du mir die Zehe ablöstest?" fragte in einem schon ruhigeren Tone der Monarch
„Niemand als ich und dieser, Ihr Kammer- bier.it. "
„Wohl, so gebiete ich Euch Beiden das unbedingteste Stillschweigen. Kein Mensch erfahre, was gesch heu, bis ich Euch zu spreche» befehle. Du aber", wandte sich bet jetzt ruhig gewordene Monarch an Weiße, indem et seine goldene Ta- batie:e aus bet Tasche zog. be« Tabak daraus entfernte und die abgelöste Zehe hineinlegte: behalte indessen dies zum Andenken,"
Heiner der Leibärzte hatte eine Ahnung von dem, was geschehen wat.
Nach zwölf Tagen kam Petit a«.
Es wurde sofort eine Konsulatton abgehalten, welcher der König beiwohnte und in bet Petit bet Zustand und Verlaus der Krankheit der Füße mitgetheilt wurden.
„Nut ei« Wunder kann Ew. Majestät unter diesen Umständen bis heute erhalten haben!" tief erstaunt Pettt. „Ich begreife nicht, meine Herten, roie man in einem solchen Falle, wo eS sich um ein Menschenleben handelt, in einem Falls, bet nicht ben geringste» Aufschub verträgt, sich nach einem so weit herbeigeholten Rath umsehen kann. Gibt es denn ein anderes Mittels Sie roiffen ja, meine Herten, es bleibt uns in solche« Fällen nichts als bet Schnitt!" tief Petit erregt öe« Aetzten zu.
Schweigend und beschämt blickten die Leibärzte zu Boden. Aber wer beschreibt die Szene, als Weiße hervortrat, die Dose öffnete, die abgeschnittene Zehe präsentirte und zu Pettt gr wandt also sprach:
„Es ist ein Mittel, welches ich bereits vor zwölf Tagen als eine Nothwenbigkeit erkannt und angewandt habe. Hier ist die Zehe mit den Merkmalen des unheilbarsten Brandes!"
Petit drückte seinen Kollege« freudig die Hand. Am anderen Tage reiste er nach Paris zurück, nachdem er dem Könige die Berficherung gegeben, daß derselbe seines RatheS nicht weiter bedürfte.
König August I. aber belohnte feinen Wundarzt königlich.
UerwBtbtts.
Berti«, 21. April 1902. Die diesjährige Mit- glieder-Bersammlung deS B aterländifchen grauen« neretn« (HauptvereinS) findet Freitag den 2. Mai, Vormittags 11 Uhr. in der Singakademie zu Berlin statt.
* Eine gewaltige Maschine. Im Auftrage der „Metropolitan Elektric Supply Co“ in London hat die Maschinenfabrik Gebrüder Sulzer in Winterthur (Filiale in Ludwigshafen a. Rh.), eine der Unternehmerfirmeu beim Simplon-Tunnelbau, eine gewaltige Dampfmaschine nach siebenmonatlicher Arbeit fertiggestellt, die als ein Zeugniß für den hohem Stand der modernen Maschinentechnik gelten tarnt. *53011 der Größe der Maschine dürste man fich einen ungefähren Begriff machen, wenn man sich vergegenwärtigt, daß sie beim Transporte in zerlegtem Zustande etwa 40 Eisenbahnwagen beanspruchen wird. Die Maschine ist eine vertikale dreicylindrischr Compound-Ventil-Dampfmaschine von 5000 effektiven Pferdekräften und soll zum Anttieb einer Drehstrom- Dynamo von 3500 Kilowatt Leistungsfähigkeit dienen. Sie ist eingerichtet zum Arbeiten mit und ohne Kondensation. Zur Erzeugung des zum Vollbetrieb nöthigen Dampfes sind 9 bis 10 Kessel von je 200 qm Heizfläche erforderlich. Neber die Dimensionen der einzelnen Maschinentheile macht das Neue Winterthurer Tagbatt folgende Angaben: Es mißt der Kolbendurchmesser des in der Mitte stehenden Hochdruckcylinders 1275 mm, der Kolbendurchmesser der rechts und links daran stehenden Niederdruckcylinder beträgt 1800 mm, der Kolbenhub 1300 mm, bet Durchmesser des stärksten Kurbelzapfens 600 mm, der Durchmesser der Kurbelwelle in den Hauptlagern 630 mm, der Durchmesser der Kurbel bei der Dynamo 800 mm. Die Kurbelwelle aus Stahl ist von der Firma Krupp in Essen geliefert. Sie besteht aus vier Theilen, die untereinander verflanscht sind, hat eine Gesammtlänge von 15,3 m und ein Gewicht von 46000 Kilogramm. Das Gewicht der ganzen Maschine beträgt 8000 Zentner, ohne Kondensation und ohne Dynamo. Das Magnetrad der Dynamo wiegt 98000 Kilogramm. Die Gesammthöhe der Maschine, vom Fußboden aus gerechnet, beträgt 10 Meter, die Gesammtlänge mit Dynamo 17 Meter, die Gesammtbreite der Maschine 7 Meter, bei der Dynamo 12 Meter.
* Kerbe Kritik. „Sie tathen mir also, Herr Professur, za meinen Gedichten eine „Vorrede" zu schreiben?" — „Natürlich ... Sie müssen fich doch bei Ihre, Lesern „entschuldigen"."
• Der nichtoerwnnderte Lehrling. Meister (ärgerlich zum Lehrling, der fortwähreuo furchtbar hupet): „Wenn De freilich egal 's Fenster auftetßt, da deifste Dich »ich wundern, daß De d'n Husten kriegst!" — Lehrling (unschuldig): „Meester, ich wund're mich ja ooch nid)."
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