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Ä täglich, rhmeder 6mm» unb Seiet» tage. Lierteljährl.

»hmBnngerlohn «ch Bestellgeld in Fulda und aus» WärttlM.bVPs.

Fuldaer

einspaltige DeriS «etle oder beten Raum 1SPfg./R« (tonen die Prti» zeilc 2ö Pfg.; bfi Wiederholungen wird entsprechens Rabatt gewahrt,

mit Zluterhallungs -Meikage „Illuffrirte Sonnlags-Ieitung"

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Jutta, Montag, den 21. April 1902,

29. Jahrgang,

Zweites WKrtt

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Garte» uwb legte nicht ohne Zagen du Hostie

1» de» mittlere» Bienenstock. Zufrieden mit der

Iachtterutnr et»

Literarisches

Frau Martha dankte der Men für de» gute» Rath und drückte ihr, als sie de» Heimweg an« trat, eieen blanke» Schaler in die Hand, den das Mütterchen mit freudestrahlendem Antlitz und unzählige« Verbeugungen in Empfang »ahm.

Am anderen Morgen — so erzählt die Vage weiter — ging Frau Martha zur Beichte und Kommunion, und legte dem Rathe drS Mütterchens gemäß, die Hostie unbemerkt in ihr Gebetbuch, worauf sie eilig das Gotteshaus verließ.

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glücklichen Ausführung ihres Vorhabens, kehrte ! sie ebenso leise ins HauS zurück und erreichte unbemerkt ihr Kämmerlein, wo fie die ersten Strahlen der ausgehenden Sonne noch wach fanden.

Am folgenden Tage wimmelte rS in den Stöcken von Bienen, die mit emsigem Fleiße im Garten hin und herflogen und aus den duftenden Blumenkelchen ihre süße Nahrung schöpften. Frau Ma'thaS Entzücken fand keine Grenze; sie brachte fast den ganzen Tag im Garten zu, das rastlose Walten der fleißigen Thierchen mit stiller Freude beobachtend, und berechnete als eifrige Wirthin schon den Nutzen, den die Bienen für die HauS» wirth schäft abzuwerfen versprachen. Während sie in solchen Betrachtungen versunken da saß, wurde« ihre Kühe in den Garten zur Waide ge» trieben. Die Thiere sonst so geduldig und still, zeigten diesmal eine auffallende Unruhe. Sie steckten die Köpfe zusammen, ließen ein dumpfes Gebrüll ertöne» und trabten dichtgeschaart auf den mittleren Bienenstock zu, vor welchem sie zu Frau MarthaS nicht geringer Bestürzung in die Knie niedersanken. Nur mit Mühe gelang es Frau Martha und einigen Herbkiellenden Knechten, die aufgeregten Thiere hinweg zu treiben.

Dieser Vorfall wurde auch von dem greisen Dechant beobachtet, den das schöne Wetter an dar Fenster gelockt hatte. Er ließ sofort den Besitzer jener Gartens zu sich bescheiden und forderte ihn auf, ihn über das seltsame Gebühren der Kühe aufzuklären. „Es unterliegt keinem Zweifel", setzte er ernst hinzu, „daß hier ein Geheimniß obwaltet, s dessen Enthüllung ich für meine heilige Pflicht ansehen muß."

„Auch mich hat dies ungewöhnliche Ereigniß über alle Maßen befremdet", erwiderte der Bürger, „und da ich Euch, hochwürdiger Herr, keinen Auf­schluß hierüber zu geben vermag, so laßt uns noch den morgenden Tag abwarten, damit wir sehen, ob die Thiere sich in gleicher Weise geberden, sobald sie abermals den Garten betreten."

„Es sei I" sagte der Dechant. „Wenn jedoch der heutige Vorfall sich morgen wiederholt, so bleibt mir nicht« anderer übrig, al« die Bienen­stöcke untersuchen zu lassen."

„Und ich werde Euch darin bereitwilligst unter­stützen, hochwürdiger Herr", entgegnete der Bürger, der ebenfall« von ganzem Herze» eine Aufklärung wünschte, und er verabschiedete sich ehrerbietig von dem Dechant, der ihn huldvoll entließ.

Am folgenden Abend wiederholte sich zum großen Erstaunen aller Hausbewohner dasselbe : Schauspiel.

0 Die Los von Rom-Bewegung in Frankreich

wird in einem Aufsatze deS «Magazin für »olkSthümliche Apologetik' (Apttl-Hest) eingehend gewürdigt. Der Berfaffer, Herr Dr. Kanfmann.Faymonville, zieht einen Vergleich mit »er Los von Rom-Bewegung in Oesterreich, von **r sich die ftanzöfifchr vewegANg wesentlich

ie iw Ämiturttxitem

I unterscheidet. Letztere ist nicht auf national­politischem Boden erwachsen, fie hat auch größere Kreise bisher nicht für fich gewinnen können, ist darum aber doch keineswegs von geringerer Be­deutung, als die Bewegung in Oesterreich. Denn fie offenbart tiefgehende Schäden in der Er­ziehung und Ausbildung des Klerus, in welchem allein die AbfallSbewegüug wurzelt. Der Ver­fasser bespricht diese Schäden mit Ernst und Freimuth. Sein Material ist reich und offenbar sehr zuoerläsfig. Danach find, wenn auch die Angabe» BourrierS leinen Glauben verdienen, immerhin weit über 100 Priester ihrer Kirche oder ihrem Berufe untreu geworden; von diesen haben allerdings 60 den Weg zum Protestan­tismus gefunden. Der Aufsatz verdient auch in Deutschland und Oesterreich die ernsteste Be- achtung. — Von dem übrigen Inhalte des April- Heftes seien hervorgehoben eine kritische Be­leuchtung der „modernen Religion" des Un- glaubens von Pfarrer Straub-Bremelau (Württem­berg) und ein Artikel über Harnack und sein „Wesen des ChristenthumS" von Dr. Kaufmann, ferner eine Schilderung der wachsenden Gehässig- leit gegen die Katholiken auf protestantisch- kirchlicher Seite, Zurückweisungen verschiedener gegnerischer Verleumdungen usw. Der über Er­warten große Erfolg deS ersten Abonnements ermuthigte den Herausgeber, Chefredakteur Ernst H. Kley in Aschaffenburg, der Zeitschrift eine bessere Ausstattung zu geben, als fie die beiden ! Probenummern aufweisen. Der Druck zeigt noch einige Mängel, die aber verschwinden werden, sobald ihre Ursache, wie in nächster Zeit zu er- warten, besettigt ist. DaS Aprilheft hat 32 Seiten Text. Der Bezugspreis der Monats- schrift, die im KommisstonSoerlage von Anton Heil, Frankfurt a. M.-S., erscheint, beträgt jähr- lich 3 50 Mark im Buchhandel oder direkt unter Streifband, 75 Pfennig vierteljährlich (ohne Be­stellgeld) durch die Post (Postzeitungsliste Nummer 4744 a, Nachtrag 5). Wir können die Zeitschrift unseren Lesern bestens empfehlen; fie ist eine gute Waffe für uns in dem „neuen Kultur­kampf«, den die Gegner in Wort und Schrift gegen uns inszenirt haben.

Ci« seltene» Gotteshaus.

AuS dem Sagenschatz deS böhmischen BolleS.

Bon Erich Hundtrieser.

(Nachdruck verboten.)

Vor einigen hundert Jahren, als daS Städtchen Zizelitz in Böhmen noch mit Mauern umgeben war, lebte daselbst ein wohlhabender Bürger, dessen Gattin sich aus'S Eifrigste mit der Bienen­zucht befaßte. Sie hatte in ihrem HauSgarten, der mit jenem des damaligen Dechants zusammen­stieß, mehrere Bienenstöcke angelegt, die jedoch zu ihrem größten Leidwesen regelmäßig non den Biene» verlassen wurden, so daß die gute Frau trotz aller vo» ihr angewandten Kunstgriffe nicht ein Quentchen Honig zu erzielen vermochte. SineS Tages, als abermals ein ganzer Schwarm aus« geflogen war und die arme BürgerSftau fich wieder in ihre» Hoffnungen getäuscht sah, be- gegnete ihr ein alte« Mütterchen, daS sich mit lebhafter Thellnahme nach dem Kummer der trost­losen Bienenzüchterin erkundigte.

„Ihr könnt mir nicht helfen", erwiderte Frau Martha, indem sie fich die Hellen Thränen auS den Augen wischte, „oder wißt Ihr vielleicht ein sicheres Mittel, das Ausfliegrn der Bienen zu verhindern?«

„Gewiß weiß ich eins", gab da« Mütterchen jur Antwort, „und wen» Ihr meinem Rathe folge» wollt, so werdet Ihr Euch bald von dessen Borttefflichkeit überzeugen.«

„Und worin besteht dieses Mittel?« fragte die BürgerSftau.

„Geht morgen zur Kommunion", sprach das Mütterchen mit leiser Stimme, „und empfangt die Hostie, ohne fie zu verschlucken. Hierauf legt fie vorfichtig i» Euer Gebetbuch und wartet die Mitternachtsstunde ab. Mit dem Glocken- schlage Zwölf legt die Hostie in den mittleren Bienenstock, und die Bienen werden nicht mehr ausfliege», dafür bürge ich Euch.«

genomme» fein. Ist nach Lage der Sache an­zunehmen, daß der Unternehmer wegen der großen Jugend deS Kindes gegen feine Verwendung im Betriebe Einspruch erhoben habe« würde, wenn er rechtzeitig davon in Kenntniß gefetzt worden wäre, so kann ein solche« Kind nicht als ein im Betriebe beschäftigter „Arbeiter" angesehen werden.

SttßchkMj Md Litschii-izmz tun ZchMrdeli tri SrikiedsuuMu.

Bo« Dr. jur. S. Weyer.

(Nachdruck verboten.)

Nach § 1 des JnvalidenverficherungSgesetzeS vom Juli 1899 beginnt der Versicherungszwang erst mit dem ersten Tage deS 17. Lebensjahres, sodaß jüngere Personen nicht gegen Invalidität versichert find. Auch eine Altersgrenze nach oben hat dasselbe Gesetz insofern, als eS nach 8 6 a. a. O. Personen, die das 70. Lebensjahr vollendet haben, gestattet ist, sich durch einen Beschluß der unteren Verwaltungsbehörde (Land­rathsamt, Magistrat) ihres BefchäftigungSortes von der BerficherungSpflicht befreien zu lassen. Ohne eine solche Befreiung bleiben sie verfiche» rungSpflichtig und zwar auch wenn sie Alters­rente beziehe».

Da» iw Iaabwer» mm M.

Graf, Leipzig 1»32. «erlag von Hilmar RIagwg. Preis gebunden 2.40 Mark.

Der Syndikus der Handwertskannner in Liegnitz ' i Buch gebracht, da» zwar nicht ganz ickech arte dem Handwerk zu helftn fei, da» aber um fo besser die praktischen Milte! dazu zeigt.

Den UnfallverficherungSgesitzen find diese Altersgrenzen fremd. Die Versicherung erstreckt fich hier auf alle im Betriebe als Arbeiter be. schäftigten Personen, ohne Rücksicht auf ihr Alter, also insbesondere alle Familienange­hörigen außer der Ehefrau, wenn nur ein Arbeitsoerhältniß vorliegt, d. h. dem Betreffen- den ein bestimmter Arbeitsposten übertragen ist, mit dessen Ausfüllung er die Stelle eine« Arbeiters einnimmt, welche der Unternehmer sonst anderweit besetzen müßte. Es werden daher auch schulpflichtige Kinder für Unfälle, die fie bei BetriebSthätigkeite» erleiden, entschädigt und wir finden itt der Rechtssprechung de« Reichs-Verficherungramt« (R. B.-A.) zahlreiche derartige Fälle, in welchen die gewerblichen und »och mehr die landwirthschaftlichenBerufSgenoffe»- schäften zur Zahlung von Unfallrenten an Schul- linder verurtheilt wurden. Für die Beschästi- a von Kindern kommen besonders Dienst- ngen in Frage, welche sehr einfacher Natur I

si>d und keinerlei technische Vorbildung vorauS- setzen, so Hilfeleistungen i» der Landwirthschaft, Füttern und Beaufsichtigen deS Viehs, Pflücken von Obst ufw. DaS R.-V.-A. nimmt mit Recht an, daß die Dienste von etwa zehnjährigen Kin­dern schon nicht unerheblich in« Gewicht fallen können und dieselben daher, auch wenn fie noch die Schule besuche», zu den jugendliche» Ar­beitern zu rechne» find. AIS entschädigungS- pflichtiger Unfall des ForstfiSkuS wurde der Sturz eine« zehnjährigen Knaben vo» einem Baume beim Maikäfersammeln angesehen, daS nicht auS kindlicher Spielerei, sondern im (Sin» Verständnisse mit dem Vater in Befolgung einer vo» der Forstverwaktung erlaffenen Aufforderung vorgenommen war, und wofür der Junge den öffentlich auSgebotenen Verdienst von 30 Pfennig für da« Liter gesammelter Käfer erziele» wollte. Ebenso mußte der Unfall einer in einem Rettung«. Hause untergebrachte» mit laudwirthschaftlichen Ar- betten beschäftigten Knaben alS landwirthschaftlicher Betriebsunfall entschädigt werden. Selbstverständ- lich ist die Unfallrente dauernd zu zahle», auch wenn der Verletzte die Schule weiter besucht und irgend einen Verdienstausfall nicht hat. Al« Jahres- arbettSverdienst wird der Rentenberechnung bei Entschädigung durch eine der industriellen Be- rnfSgenoffenschaften daS dreihundertfache des ortS- übliche» Tagelohn« zu Grunde gelegt, während fflr landwirthfchaftliche Arbeiter bis zum vollende­ten 16. Lebensjahre der für jugendliche Arbeiter festgesetzte durchschnittliche JahrerarbettSverdienst in Anrechnung kommt.

Voraussetzung der Entschädigung-Pflicht ist stet-, daß eS fich um eine ernste Thätigkeit und nicht nur um eine spielartige, tändelnde veschSf- tigung handelt, ferner muß die Arbeit im aus­drückliche» oder doch stillschweigenden Einverständ- niffe mit dem Unternehmer von dem Kinde »or-

Kaum wurden die Kühe in den Garten ge­trieben, al« sie abermals di« Köpfe zufammen- steckten und leise brüllend vor dem Mittlern Bienen­stock niederknieten. Der Dechant, welcher m t mehreren Magistratspersonen am Fenster stand und den sonderbaren Vorgang mit steigender Ver­wunderung beobachtete, wandte sich nun an jene mit der Aufforderung, ihn in den Garten zu be­gleiten und die Bienenstöcke zu untersuchen. Man öffnete den ersten und den zweiten Bienenstock, ohne etwas zu entdecken. AlS man aber den Mittlern Bienenstock erbrach, fand man darin eine kunstvoll auS Wach« geformte Monstranz, auf deren oberstem Kreuze die Bienenkönigin faß. In der Monstranz selbst gewahrte man die Hostie, welche Frau Martha in den Bienenstock gJegt hatte. Ties ergriffen von diesem Anblick sanken alle An- wesende» auf die Knie, und der Dechant sprach mit bebender Stimme ein kurzes Gebet, in wel­ches die ander» andachtsvoll eir fielen. Hierauf begäbe» fich Alle in die Kirche, von wo auS fich bald eine feierliche Prozession in den Garten be­wegte, um die Monstranz in daS Gotteshaus hinüberzutragen. Frau Martha schenkte, um für ihren Frevel zu büßen, HauS und Garten dem I Dechanten zu einem gemeinnützigen Zwecke. ! Die Kunde von dem wunderbare» Er­eigniß verbreitete fich rasch durch die ganze Stadt, und Jung und Alt strömte eiligft herbei, um die Monstranz in Augenschein zu nehmen und den Allmächtigen, der dies Wunder bewirkt, auS tiefster Seele zu pressen. Es ward beschlossen, nach dem Muster dieser Monstranz eine silberne anfertigen zu lasse» und daS hierzu erforderliche Silber durch freiwillige Spenden der Bürgerschaft herbeizuschaffen. So entstand eine herrliche Monstranz für die Zizelitzer Pfarrkirche, die auch während eines großen Brandes mitten unter den glühenden Balken und Trümmern un­versehrt blieb, während jene von den Biene» verfertigte Mo»stra»z im Saufe der Zette» ver- loten ging.

bände besteht aus neun Personen, sechs Weißen, einem Neger und zwei Mulattinnen; die letzteren, beide junge, hübsche Mädchen, lockten wohlhabend aursehende Fremd» an sich, welche dann, durch WhiSki und „Schlummere tropfen" betäubt, ausgeraubt und gewöhnlich getödtet wurden. Die Bande soll nicht weniger als 400 Morde auf dem Gewissen haben. Seit vielen Jahren waren bei der Polizei in Beaumont Anmeldungen über Vermißte eingelaufen, deren Spur bis nach der genannten Stadt verfolgt wurde; doch die unfähigen und korrupten Behörden der Stadt kamen erst durch den Berrarh der einen der genannten Mulattinnen auf die Enthüllung des schrecklichen Geheimnisses. Im Flusse Netches wurden die Leichen von 14 beraubten und ermordeten Männern noch aufgefunden. Infolge Enthüllung dieser systematischen Mordthaten herrscht in der Stadt große Aufregung und man befürchtet, daß die nunmehr Verhafteten jeden Moment gelyncht werden.

* Klassischer Jrrthum. Backfisch: „Hast Du denn heute Dienst, Gustav?" — Einjähriger: „Na, — es ist »ur de» Appelles wegen." — „Was! Lebt denn der noch?«

„. , Di» ganze Erzählung ist zwar »« «ixe Sage,

Nacht herettibrach unb die aber fie zeigt doch so recht be» ttesinnigen Glmt- t dieMitterxachtSstundevet-Iben, durch den früher die Bewohner Böhmens au Martha vorsichtig in den! stch au-zeichneteu.

• W eder acht Millionen War» für di« Wissen­schaft find, nach den Meldungen in einer einzigen WockunauSgabe der .New-Uorker Science, von ameri­kanischen Privatpersonen gestiftet worden. Die Harvard ttniverfität hat dabei mit über 2'/, Millionen den Löwen« antheil davon getragen. Eie erhielt nämlich 18GC ODO Mark an» einem Bermäcktniß zur Errichtung von drei Gebäuden für Studenten und außerdem noch je 400000 Mark durch zwei andere Hinterlassenschaften. AuS dem einem dieser drei Testamente wurde noch die Clark Universität mit 4P00C0 Mark bedacht, und die gleich« Summe erhielten von anderer Seite das MaffachusetS« Institut für Technologie und das Museum für fi8ne Künste in Boston. Das Barnard College an der Columbia- Univerfität hat sein Verwögen um 2 Millionen Mark vermehrt, wovon Rockeieller die Hälste gegeben hat. Eine recht ansehnliche Erbschaft hat die Brown-Univer- fi ät angetreten. Der Betrag erreicht die Summe oon- 2*/a Millionen Mark, wovon 400000 Mark zur Er­richtung eine» Lehrstuhles für amerikanische Geschichte bestimmt find. Die kleineren Legate find kaum aufzu­zählen, wenn dazu die Stiftungen von nur 1C0C00 Mark gerechnet werden Alles in allem übersteigt die Ge- sammtfumme dieser in einer Woche bekannt gewordenen Spenden für die Wissenschaft den Werth von 8*/i Millionen Mark.

* Das Land, in dem der Prophet gilt. Aus Pari» wird berichtet: Der ,Figaro' versucht es, den Abgeordnetenwahlen eine angenehme Seite ab­zugewinnen, indem er für seine Leser einen großen Propheten-Wett bewerb ausschreibt, für den nicht weniger als 115,600 Frs. als Preise vorgesehen find. Allerdings befindet fich darunter ein Preis von 100,000 Fr»., der schwerlich ausbezahlt werden dürste, da er für den Propheten ausgesetzt ist, der vor dem 27. April die Namen sämmtlicher neuen Abgeord­neten angibt. 86 Preise von je 100 Frs. find für die Propheten bestimmt, die die Gewählten eines Departements in der Reihenfolge der erzielten Stimmen vor dem 27. April angeben, wobei zu be­merken ist, daß für jedes Departement nur ein Preis zur Vertheilung gelangt. Tausend Francs find für den Propheten bestimmt, der anzugeben vermag, wer von einigen interessanteren, namentlich aufgefthrten Kandidaten gewählt oder geschlagen wird. Fast ebenso aussichtslos wie die Bewerbung um den 100,000 Frs.-Preis ist der um einen 2000 Frs.-PreiS, der für den findigen Kopf Vorbehalten bleibt, der die Abgeordneten des Seine-DepartemenlS errathen kann. Tausend Frs. find für den bestimmt, der 250 Namen von Abgeordneten und Kandidaten angibt, die im ersten Wahlgange gewählt werden.

• AuS dem wilden Westen. Man schreibt der ,K. Volkszig.' aus New-Jork, 2. April 1902; In Beaumnnt (Texas) ist man dem Treiben einer Räuber­bande auf die Spur gekommen, welches in mancher Beziehung an da» Treiben einer deutschen Familie Namen» Bender in Kansas erinnert, deren Mitglieder hingerichtet wurden, nachdem fie wegen der Ermordung und Beraubung von ungefähr 100 Personen schuldig erkannt worden waren. Die neue Texaner Räuber-

he Beispiele er« mb fordert ben BerusS«noffeu»

babw/ftrx« für bi« Stawum ttaifsngn; aber auch bie Et Hörden bürsten in ihm ein« ti »erden.