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mit Zlnterhattungs -Aeikage „Zssustrirte Sonntags-Zeitung

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Jutöa, Montag, den 21. April 1902.

29. Jahrgang.

Berlin, 19. Apnl 1902.

Man konnte es deutlich sehen, Bernard war

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auf und ab und suchte sich selb» durch die Beo­bachtung des regen Leben« und Treiben« um ihn her zu zerstreuen.

Man konnte e« deutlich sehen, Bernard war er unserer Einwirkung entzogen und sich zur Be- besiegt. Leise löste er seine Hände aus denen der gehung von allerlei Dummheiten überlasten. "

—v <»-—i rjc' - " ' " »Das ist nun vorbei,- spracherfteutWagner,

„vielleicht macht eS Ihnen Freude, die beiden Damen kennen zu lernen?"

X Schmutzige Wäsche. Der kürzlich ge­wählte Vertreter deS Wahlkreise« Schaumburg- Lippe im Reichstag«, Herr Architekt Demmig, ist sehr unsanft angefaßt morden in einem Flug­blatt«, das von dem antisemitischen Abgeord­neten Liebermann von Sonnenberg her­rührt. I, diesem Flugblatte find Thatsache» mttgetheilt worden, die für Herr« Demmig rech unangenehm sein müßten, wenn sie als wahr sich erwelsen sollten. Längere Zeit verhielt fick

• Ai- großer» Schiffs Oeselkschasten. In Bremen und in Hamburg schweigt man fich be­harrlich aus über das Abkommen, welches zwischen den verschiedenen großen Dampfschifffahrts. Ge­sellschaften getroffen worden ist. Jetzt wird auS London berichtet, daß dis White - Star - Linie, die Dominio«-Lin?e, die L-yland-Linie, die Red- Star-Linie, die Hamburg-Amerika-Linie und der Norddeutsche Lloyd ein Ab kommen geschloffen haben, das ein Hand in Hand-Arbeiten der Gesellschaf­ten ermöglicht, namentlich zu dem Zwecke der Verminderung der Betriebs-Ausgaben. Jede Ge- sellschaft soll ihre Selbständigkeit und ihre Natio­nalität behalten — die Hauptsache ist aber,, daß das geschloffene Abkomme» nicht gegen die wirth- schaftlichen Interessen der Landbevölkerung ver­stößt. Uns Binnenländern kann eS gleichgiltig sei«, ob Deutsche undeutsche WirthschaftS-Politik treiben, oder aber Engländer oder Amerikaner. Uebrigens fügt die Londoner Meldung hinzu, daß die deutschen Gesellschaften „nicht aktuell zu dem Zusammevschluffe fich betheiligten, wenngleich ein befriedigendes Üeberetnkommen mit ihnen abge­schlossen worden sei".

* I» ihrer ganze« Größe zeigt fich wieder einmal die .Frankfurter Zeitung'. That- sächlich liest man in einer der letzten Nummer dieses Blattes folgenden Satz: „An ihren Früchten werdet ihr sie erkennen, hat vor nahezu zweitausend Jahren ein gewisser Rabbli Jeschua ben Joseph von Nazareth (!) gesagt." Wenn — bemerkt sogar der .ReichS- bote' — diese Zeitung nur für Juden bestimmt wäre und nur von diesen aelesen würde, würde» wir nichts gegen diese Charakterifirung Jesu sagen: Aber daß dieses Blatt, welches seine Verbreitung int christlichen Deutschland sucht, dem christlichen Volke solche Schmähungen Christi inS Angesicht zu werfen wagt, zeigt, welche Frechheit diese jüdische Presse sich her- ausnimmt; aber da das christliche Volk fich alles gefallen läßt, darf man fich nicht weiter darüber wundern.

+ Ai- lex jtiwfeCe«, also die Abänderung der Gerichtsverfassung und des Strafprozesses durch die Wiedereinführung der Berufung wird nun ohne Zweifel auch in diesem Tagungsab­schnitte des Reichstages unerledigt bleiben. Die Kommission für die lex Rintelen war Freitag Abend versammelt und einigte sich dahin, daß sie Vorschläge für das Plenum nicht mehr mache« könne, dagegen die nachfolgende Resolution empfehlen wolle; die Verbündeten Regierungen zu ersuchen, möglichst bald einen Gesetzentwurf über Abänderung des Gerichtsoerfaffungsgesehes und der Strafprozeßordnung im Sinne der Wieder­einführung der Berufung vorzuschlagen und im Falle der Annahme dieser Resolution die jetzig e Vorlage für erledigt zu erklären.

+ 3* der Mudgetüommisstou des preu­ßische« Abgeordnetenhauses wurde gestern der Bau der Nebenbahnen a) von Gerstungen nach Dankmarshausen mit 1720000 Mark, b) von Dankmarshausen nach Vacha mit 2268000 Mark, c) von Vacha nach Hünfeld mit Abzweigung nach Geisa mit 6133000 Mk., d) von Hersfeld nach Treysa mit 5685000 Mark und der Erwerb der Schmalspurbahn von

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„Du E das Andenken Deines Vater« schon die Augen feuchteten. Erwägend, daß die KÄ ÄÖ(Vr' "kHb ® $ Br ba^eI?e *”• Lösung de« lang verhaltenen Schmerze« den Dreien

^-sem eine Wohlthat sein würde, ging er eine Zeit lang Zweck dienen könnte, ich würde selbst noch Jahre — — r u ' *■ -- - — • - - - —

meine« Glück« hingeben; e« ist jedoch nutzlos, man wird Dich, thust Du e« nicht freiwillig, zwingen, alle« vor Gericht einzugestehen, waS Dein Vater verschuldet hat."

„Karl, Du bist grausam, wer könnte so etwa« thun?" entgegnete Bernard.

Seine Wanderung störte plötzlich der Ruf einer ihm bekannt scheinenden Stimme; sich umwendend erkannte er den Hauptmann v. Bülow, dem er einige Schritte entgegenging, um ihn herzlich zu begrüßen.

Schwester und Braut, schlug sie vor das Gesicht und begann still für sich zu weinen.

Die beiden Mädchen konnten auch die Thränen nicht mehr zurücksrängen und ließen ihnen jetzt freien Lauf. — Kail wollte den sonstigen Ver­wundeten das Schauspiel nicht bieten, auch ihn, den Offizier, von der Rührung üvermannt zu sehen, deshalb ging er leise weg und kämpfte draußen die Thäneu gewaltsam nieder, die ihm

Eisenbahnwagen nicht zu viele find. Aber ich will sehen, was sich machen läßt," fügte er tröstend hinzu, „und in der Garnison? na, eS ist Kriegszeit, da wird man es Ihnen nicht ver­wehren, Ihren Patienten recht oft zu besuchen, wenn Sie in der Stadt Wohnung nehmen und fich etwas dem Samariterdienst widmen wollen."

Das war immerhin ein Trost, sowohl für Bernard, als auch für die beiden Mädchen,

Der Hauptmann erhob fich:

„Reisen Sie glücklich, meine Damen!" sagte er, beiden die Hand reichend, „und wenn mich Gott gesund in die Garnison zurückführt, so soll eS mich freuen, unsere Bekanntschaft zu erneuern und Sie beide meiner Frau vorstellen zu können, als echte Sol Säten dräute! Ihnen, mein lieber Kamerad, wünsche ich Glück zu dieser Eroberung!" wandte er fich an Karl und dann reichte er auch Zernard die Hand mit den Worten: „Halte« Sie fich nur an das, waS Ihnen die beide« Damen ratheu, dann sollen Sie gut fahren, tch versichere es Ihne«, mein lieber Kemann." Noch eine artige Verbeugung gegen Josephine und Elise und von Bülow schritt, nach links und rechts die Verwundeten grüßend, dem AuSgang i u, von Karl begleitet, dem er am Ausgange die )and reichte, indem er sagte: „Ihre Annahme, als ob der Geschützpark nach Friderica geschafft werden sollte, war richtig; es bestand ein der­artiger Plan, jetzt ist eS aber überflüsfig ge­worden, die Festung zu beschieße«, da sie General Lunding ohne Schwertstreich geräumt hat und bei Nacht und Nebel nach Fünnen aus- ekniffen ist. Gestern find jdieH Oester reicher Zi« >as leere Nest eingerückt." ,

Liebermann von Sonnenberg und gegen de» verantwortliche» Herausgeber dieses Flugblattes. Die Gerichtsverhandlungen werde« vorausficht- licheinen stark sensationellen Beigeschmack haben.

„Selbstverständlich," versicherte der Haupt­mann, „find doch Damen, und dazu noch solche jüngerer Jahrgänge, hier so selten, wie reife Trauben! Mit diesen Worten war er eingetreten.

„Der Hauptmann!" flüsterte Bernard, der die Eintretende» gewahrte, worauf fich beide Mädchen erhöbe».

„Sagen Sie mal, Kamerad Wagner, weder Sie »och Kemann habe» einen schlechten Geschmack," scherzte von Bülow auf dem Wege zu BernardS Lager.

Dieser hatte fich aufrecht gesetz! und begrüßte den Ankommenden mit einem: „Guten Morgen, Herr Hauptmann!"

Karl stellte die Mädchen vor, und der Haupt­mann, die Damen bittend, Platz zu halte», ver­vollständigte nun den Kreis. Nachdem man eine Weile über die Unzuträglichkeiten der Reise im Feldlager und in vorn Krieg betroffenen LandeS- theilen gesprochen und Josephine allerlei ernste und heitere Reiseerlebnisse zürn Besten gegeben, eröffnete der Hauptmann Bernard, daß er nun- mehr zur Garnison übersührt werde, wo ihm eine bessere Pflege und ehu angenehme Rekon­valeszenz bevorstände.

„Und dürften wir ihn begleiten und dort für ihn sorgen, Herr Hauptmann?" fragte etwas schüchtern Elise."

„Mit der Begleitung," meinte dieser, „dürfte eS feine Haken haben, da die Fuhrwerke und

T Unsere Parlamente.

Diesmal ist die Lösung der Frage, wie die Geschäfte der Parlamente einzmheilen feien, schwieriger als sonst. Schon jetzt steht wieder der Reichstag unter dem Zeichen sehr mangelhaften Besuches. PMdent Graf Ballestrem eröffnete am (heutigen) Samstag die Plenarsitzung in der Gegenwart oon 27 Mitgliedern des Haufe« — noch nicht genug, um einen Antrag zu unterstützen, und wenn sich dazu der ganze versammelte Reichstag zusammengethan hätte. Wenn das schon jetzt so ist, wie soll es denn dann nach Pfingsten werden? Manche meinen zwar, feer Reichstag muffe zu­sammen bleiben, so lange die Zolltarif-Kommtsfion tagt: wenn eine Verstäntzigung über den Zoll­tarif zwischen den Parteien und mit der Regierung herbeigeführt werden solle, dann sei das doch wohl kaum möglich, wenn der Reichstag geschloffen oder vertagt sei und die Fraktionen sowie deren Führer damit die Verbindung unter einander verlieren. Aber er ist kaum alizunehmen, daß solche An­sichten die Mehrheit des Reichstages hinter sich haben. Denn will man erstens der wachsenden Parlamentsmüdigkeit steuern, so viel das eben ohne die Gewährung von Tagegeldern an die Mit­glieder des Reichstages möglich ist, dann muß man für möglichst kurze Tagungsabschnttte sorgen. Und zweiten« hat man fich schon ziemlich allgemein darauf gefaßt gemacht, daß die Zolltartfkommisfiou eine Zeit lang allein arbeiten soll, ohne gleich­zeitige Sitzungen de« Plenum«. Gerade deswegen wird ja ohne Unterlaß oon der Gewährung einer Bauschsumme als Entschädigung für die Mitglieder dieser Kommission gesprochen; und die Thatsache^ ist nicht zu leugnen, daß neuerdings wieder diel Aussichten für eine solche Regelung der Sache besser geworden sind. Manche wollen sogar wissen, die Verbündeten Regierungen könnten sicherlich auf die Annahme einer solchen Maßregel im Reichs- tage rechnen, bfe — wie bekannt! — nur durch ein besondere« Gesetz eingeführt werden kann. Dass die Gewährung einer Geldentschädigunq ein» fettig und nur für die Mitglieder dieser Zolltarif- Kommission sehr viele Bedenken gegen sich hat, ist vor einigen Wochen in der,Fuld. Ztg.' ausgeführt worden.

Die Verbündeten Regierungen wollen ruhig den AuSgang der Berathunge« in der Zolltarif- kommiffion abwarten, wie schon Staatssekretär ®raf Posadowsky in dieser Kommission ver­sichert hat. Ein häufig genanntes Preffe-Organ in Karlsruhe, das offiziöse Beziehungen in Berlin hat, gibt dieselbeBerstcherung aufs neue: Danach „betrachten die Verbündeten Regierungen den Versuch, eine gesetzliche Grundlage für künftige Handelsoertragsoerhandlungen zu schaffen, noch nicht als gescheitert und werden von einem Versage» der Reichstagsmehrheit für ein Zu-1 standekomrnen deS Zolltarif-Entwurfes erst dann i überzeugt fein, wenn durch Abstimmungen des 1 Plenums als unannehmbar bezeichnete und unan» 1 »ehmbare Beschlüsse sanktionirt würde». Der !

Thatbe stand könnte sich dahin gestalten, daß — da sicher keine Auflösung deS Reichstages in Frage steht, wen« keine Verständigung erzielt wird — die Vertragsverhandlungen ohne gesetz- liche Grundlage bleiben."

Dieses Letztere kann man einstweilen auf sich beruhen lassen. Aber Thatsache ist jedenfalls, daß von der Regierung her kein Druck auf die Zolltarifkommtsston und auf de» Gang ihrer Be- rathungen ausgeübt, daß die Regierung vielmehr mit großer Geduld und äußerlicher Ruhe der Entwickelung der Dinge zusehen wird, und wen« diese fich in der Kommission auch noch so lang­sam entwickeln sollte». Nun kommen aber noch hie Jndustriezölle an die Reihe, und man kann fest davon überzeugt fein, daß die Benützung gerade dieser Zölle noch ungemeine Schwierig­keiten haben wird. Die Kommiffion wird also bis stark in den Juli hinein tagen müssen, um die beiden Lesungen des Zolltarifs zu erledigen; und so lange wollte man daS Plenum des Reichs­tages beisammen halten? Unmöglich! Was dann sich ereignen würde, könnte nichts Anderes fein als eine erneute Beeinträchtigung unseres ganzen parlamentarischen Lebens. Lieber zeitig schließen, und mit Ehren schließe», oder vielmehr vertage«, als den Reichstag langsam dahinsiechen lassen bis in die Zeit der Hundstage hinein, bis er wieder an der bösen Klippe der Arbeitsunfähig­keit scheitert — und sollte sogar auch die Ent. scheidung über den gewerblichen Kinderschutz bis zum nächsten Winter vertagt bleiben!

Und der preußische Landtag könnte, wenn er mit sein'm Pensum nicht bis Pfingsten fertig wird, genau ebenso, wie der Reichstag, einmal ausnahmsweise bis zum Herbste vertagt werden. Aber thatsächlich könnte das vorliegende Material unschwer vor dem Pfingstfeste noch aufgearbeitet werden.

„Na, Sie scheinen wohl den Muth verloren zu haben, an der Bekehrung unseres Sünders da drinnen zu arbeiten!" scherzte er.

„Nicht doch, Herr Hauptmann," gab Karl zurück, „aber die Bekehrung ist bereits gelungen; waS wir beide nicht fertig gebracht, seine Schwester und feine Braut, die eben jetzt bei ihm find, haben es erreicht."

„Also von Weibern bestegt," meinte von Bülow. „Gut, meinetwegen; Apropos! Es wurde auch die höchste Zeit, der Stabsarzt hat Kemann für transportfähig erklärt, in den nächsten Tagen komnu er zur Garnison zurück, damtt war

wenigstens in dieser fein wollen, um fein hohes Interesse für die Bestrebungen des in unserer Zeit so nützlichen Vereins zu bekunden." — Am 13. April sagte der HochwÜrdigste Herr Bischof Dingelstad von Münster in einer dortigen VolkSoereinsoersammlung u. A.: „Wir wolle« hoffe«, daß der liebe Golt ihre (Der Redner) Worte segnen wird und daß diese Versammlung dann recht beitrage zur Förderung unserer Ver­eine, deS jugendlichen, aufblühenden Windthorst- bnndks und des treffliche«, fegenbringenden Volksvereins, von dem ich mir wünsche« möchte, daß alle katholischen Männer unserer Diözese Münster in denselben eintreten werden." — Mögen die oberhirtlichen Empfehlungen wieder eine Mahnung fein für alle katholischen Männer Deutschlands, die dem BolkSvrrein noch nicht angehören, aber auch eine neue Aufmunterung für die Mitglieder zu unermüdlicher treuer Mit­arbeit an den zeitgemäßen sozialen und apolo­getischen Bestrebungen des Volksoereins für das katholische Deutschland.

+ Mequi-m für Dr. Lieber. Auf die Veranlaffung der Centrumsfraktionen des Reichs­tages und des preußischen Abgeordnetenhauses wird am Mittwoch, 23. April in der Et. HedwigS- kirche zu Berlin, Vormittag« 10 Uhr, ein feier- liches Requiem für Dr. Lieber abgehalten werben.

X Vermittler zwischen Zentrum nnb Aeichssaazle». Die freisinnige .Voffische Zeitung' hatte in einem Artikel über die Zoll­tarif-Vorlage fich den Satz geleistet: „Niemals habe sich der diplomatische Vermittler zwischen der Centrumspartei und dem Reichskanzler so oft im Kanzlerpalais blicken lassen, wie in den letzten Tagen." Dazu bemerken die .Berliner Neuesten Nachricht««' folgendes: „Das ver- ehrte Blatt scheint einen Ueberwachungsdienst für da« Kanzlerpalais eingerichtet zu haben. Wir könne» ihm jedoch die beruhigende Ver­sicherung geb?n. daß Graf Bülow seit feiner Rückkehr den Prinzen Arenberg noch nicht einmal gesehen hat." Der Ableugnungseifer ist nicht ganz ohne beilern Beigeschmack, weil er ben Anschein »rwerfen soll, als sei jegliche Mög­lichkeit einer B rständigung ausgeschlossen. Da das beispielSu r s« nicht die Anschauung des Staatssekretärs Grafen Posadowsky ist, hat dieser selbst in Der Zolltariskommiffion des Reichstages durchblicken taffen! Und Graf Bülow wird kaum anders darüber denke«, als Graf PofadowSky.

„Freund, sieh die Sache an, wie sie wirklich liegt. Du wirst, sobald der Krieg beendet ist, von der Militärbehörde aurgelieserl werden müssen, davor schützt Dich nicht«. Als unfreiwillig in die Hände der Justiz Gerathener, hast Du ihre ginge Strenge zu fürchten, die gewiß auch Deines tobten Vater» Andenken nicht schont, da er ja mUbemm- jiit würbe. Gehst Du aber selbst zu ben Richtern, stellst Dich ihnen nnb sagst, waS Du während der Zett gethan und wo Du warst, kommt De» Vorgesetzter und spricht für Dich, so wird nur wenig von der entehrenden Strafe auf Dir haften und das Andenken des Tobten durch Dich hnit verschont bleiben "

MischSffiche Kmpsehlnuge« de» Molk«, v-reins für da» katholische Deutschland. Es ist bekannt, welch' hoher Werthschätzung sich der Volksverein beim deutsche» Episkopat «freut. Noch l« der letztjährigen katholischen Generalversammlung zu Osnabrück zeigte sich dies in ben herrlichen Empfehlungsworten des Herrn Bischofs Voß oon Osnabrück. Unser Hochwürdigster Herr Bischof Ad al- der tu S hat bekanntlich wiederholt es als feine« Herzenswunsch bezeichnet, daß der Volksverein in seiner D özese Fulda die weiteste Ausbreitung finden möge. Jetzt liegen wieder zwei bischöf­liche Kundgebungen vor, die für be» BoltSver- „ „ ein höchst ehrenvoll find. Am 9. März besuchte Herr Demmig schweigsam dazu. J-tzt hat er der HochwÜrdigste Herr Bischof Benzler Klage erhoben gegen den Abgeordnete« vo« Metz eine dortige BolksvereinSversamm- ~

lung und sagte in einer Ansprache u. A.: „Es sei ihm nicht möglich, allen Versammlungen deS Volksvereins betznwohnen, aber er habe

Original-Roman von Fr. Coll et.

60 ------(Nachdruck verboten.)

Schon hatte Josephine dem Verwundeten dies zu verstehen gegeben, dieser schien jedoch nicht da­rauf geachtet zu haben. Deshalb wollte Karl, so hart es ihm auch ankommen mochte, jetzt klar und deutlich zu ihm reden:

Deutsches Reid).