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JEa, Freitag, den 18. April 1902.
29. Jahrgang.
Berlin, 17. April 1902.
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+ Die MHeivreife des Kaisers soll »ach folgendem Plane erfolgen: Der Kaiser verweilt vom 12 bis zum 17. Juni iw Bonn. Am 19. 9u«i trifft der Kaiser in Aachen ein, von wo er sich am 20. Juni nach Mörs begibt und von dort nach Krefeld weiterreist. Von Krefeld soll ein Abstecher nach Wesel gemacht werden. Der Monarch wird während der ganzen Dauer der Reise von der Kaiserin begleitet sei».
des Aeichstages. Nu», mehr ist eine amtliche Uebersicht erschienen über die noch vorliegenden Berathungrfioffe deS ReichS- Sm 151 April abgeschlossen worden ,st. Darin sind zunächst 21 Vorlagen aufgeführt, von denen noch zur ersten Berathung stehen die Gesetzentwürfe über den ServiStarif und die Klaffeneintheilung der Otte, über den Ktnder- schutz und über den fliegenden Gerichtsstand der Presse. Der -weiten Berathung sehen entgegen der Zolltarife- -warf und die Gesetzentwürfe über die Besteuerung der Süßstoffe, die Schaumwein, steuer u»d die Branntweinsteuer. Zur Kenntniß. nähme find a. ß rdem 37 Vorlagen mitgetheilt worden. An I iiiativ. Anträge» find eingebracht worden wähnnv der erste» zehn Tage des TagungSabschnilt.S 8 vom Cenkum, 6 von den Konservativen und Freikonsernatioe», 12 von den Sozialdemokraten, 7 von de» Nationalliberalen, 11 von den Freisinnigen, 1 von den Antisemiten, 2 von Abgeordneten ohne Fraktion. Nach dem 24. November find dann »och sechs weitere Anträge eingegangen. Dazu haben wir noch zu erwarte» die Zucker.Vorlage und den Nachtrags, etat für die KriegSoeteranen, möglicherweise auch die schon bis zur Ermüdung besprochene, noch immer nicht im BundeSrathe eingebrachte Vor. läge über Diäten für die Zolltarifkommission. I
I beide nach dem Norde». Die Reise ging ohne Aufenthalt von Statten, bis man in das Gebiet kam, wo man jede» Augenblick »eue Zerstörungen deS Krieges schauen mußte und nur langsam vorwärts kam, da alle Transportmittel mils. tärischrn Zwecken dienstbar gemacht waren, und gerade fltzt die Beförderung der dänischen Kriegs« gefangenen begonnen hatte.
Ohne die reifere Erfahrung und Klugheit Josephinens wäre auch wohl ElisenS Wage« stückchen kaum gelungen, die erstere aber war un« ermüdlich in der Auffindung neuer Mittel, stetig dem Ziele näher zu rücke». Endlich erreichte man — es war inzwischen eine Woche verflossen — die Stellung des 22. Feldartillerie-Regiments. Von dem Gedanken ausgehend, daß der bei der Linie stehende Leute ant von Hargut jedenfalls beffer bekannt sei unter den Soldaten aller Grade, als der Reserve Offizier Wagner, fragte man sich erst »ach diesem durch.
Leutnant von Hargut war nicht wenig er» staunt, die Gesellschaftsdame seiner Schwester vor sich zu sehen, die ihm ihre Begleiterin als die Braut des Herr» Wagner vorstellte, den man zu erreichen wünsche, da Wichtige- mit diesem zu besprechen sei. Der Offizier, hocherfreut, auch mitten in de» Kriegswirren Damen gefällig fest, M können, dann aber auch von einem liefen Respekt vor dem Muth und der Energie dieser beiden Mädchen erfüllt, begab fich mit ihnen sogleich auf die Suche und hatte den Gesuchten bald entdeckt.
Als ein Mann, der des FortschtttteS sich verdächtig gemacht hatte, sollte Ssipjägin aus dem Ministerium scheide». Als ein Man», der die härtesten Maßregeln nach den Grundsätzen de« alte» Kautensysterns ausführte, fiel et dem politischen Fanatismus irregeleiteter Reform- geister ,um Opfer. Es wird höchste Seit, daß die russische Regierung diesem Zwi palte ein Ende macht, der innerhalb ihre« gw« n Ban», kreises seine unheilvollen Einflüsse au;übt; sonst wird die »eue Periode nihilistischer Unterwüh. lunge« und SchreckenSthaten schlimmer als die alte werden.
und brachte es dahin, daß Herrn Sfipjäg'.n be. deutet wurde, er möge auS dem Amte scheiden, «der Hnr Ssipjägin bat merkwürdigerweise den Kaiser um Aufschub der Ausführung dieser Maß« regel; er wollte erst die von ihm begonnene üm- vildung der Semstwos beenden, der Vertretungen der Gubernien und Kreise durch den grundbefitzen« ®e” Adel. Der Zar willfahrte, und Sipjägin sollte bis nach dem rusfischen Osterfeste im Amte Werte». Da traf ihn vorher die Kugel des Mör« oers Manschen-, nicht Balschaneff, wie dieser sich anfänglich genannt hatte.
Nicht wenig erstaunte Josephine, da ihr der Besuch der Freundin gemeldet wurde und sogleich ahnend, daß diese Reise nur von einem, mit ihrem Geliebten zusammenhängenden Umstande ver« anlaßt sein könne, war ihre erste Frage, da sie Eissens ansichtig wurde:
„Was weißt Du von Bernard?"
er lebt, und sich mit Karl zusammen
vor Düppel befindet!"
Weiteren Fragen machte Elise dadurch ein Ende daß fie Karls Brief hervorholte und ihn Josephine gab.
„Mein Gott, verwundet!" rief diese leise au«, al« sie an die betreffende Stelle des Briefe» kam; dte folgende Mittheilung jedoch, daß die Wunde ungesährltch sei, beruhigte fie, sodaß sie zu Ende lesen konnte.
Dann ließ sie die Hand mit dem Briefe Pnlen, sah einen Augenblick wortlos zum Fenster hmau» und fragte fast tonlos:
„Was können wir jetzt für ihn thun, Elise?"
„Das müssen wir sehen, wenn wir bei ihm
find," antwortete die Gefragte.
„Du willst zu ihm?" fragte Josephine er« staunt, einen Schritt näher tretend.
„Ich, nein, wir beide," erklärte fich diese. „Wir müssen beide hin, um im Verein mit Karl mtf Bernard einzureden, daß er den Gedanke», Dich und uns zu verlassen, aufgibt, irgendwo ein Heim gründet und sich und uns allen den Frieden verschafft. — Vielleicht bringen wir die beiden - tn Hand gehen, gemeinsam
ein Geschäft gründen und wir uns nicht mehr von einander zu trennen brauchen!"
Und auch diese Mordthat ist unmittelbar eine Folge der Schwankungen in der Haltung Ssipjägin'-. Die Studenten hoffte», daß er seine» Einfluß zu ihrem Vortheile aufbieten würde, namentlich bei der Kaisertn-Wittwe, bei der er in besonders hoh-m Ansehen stand, und ssipjägin verhielt fich so, daß die Studenten annehmen mußte», er wolle fie in dieser Hoff, nung bestärken. Da auf einmal kam der Druck von oben her und Ssipjägin wich ihm in der altgewohnten Unterwürfigkeit. Die strengsten und härtesten Maßregeln traten an die Stelle der vermittelnden Milde, so daß man hätte glauben können der Schüler Ssipjägin wolle den Meister PobjedonoSzew noch übertrumpfe»; und deswegen richtete sich nun die ganze Ent- ™ i«6 der Studenten gegen den schwankende» Meister. Malyschew «ar im Vorjahre mit vielen anderen Studenten zur Einreihung in das Heer als gemeiner Soldat verurlheilt worden. Nachher wurde er wieder begnadigt und entlaffen. Aber seine erste That danach war der nut zu schreck- uH gut ausgetiftelte und vollführte Mord- anschlag gegen de» Minister, i» dem die Studenten irrthümlich den Urheber aller ihrer Nöthe zu erblicken glaubten.
* Im S. rrassauische* AeichstagswaHk- kreife, den bisher Herr Dr. Lieber fett 1871 vertreten hat, find die Nationalliberalen bereits in die Wahlbewegung eingetreten. Der nationalliberale Wahlverein in Ems hat in einer Versammlung unter Leitung des neugewählten Vorsitzenden Prof. Dt. Hofmann die politische £after Am Greife eingehend besprochen. Obwohl die letzten Wahlergebniffe eine solche Entscheidung keineswegs nahelegen, überwog doch in der Ver« sammlung die Ansicht, der allein in Betracht kommenden Gegnerschaft des Centrums diesmal einen ausgesprochenen nationalliberalen Kandidaten entgegen zu stellen und weder nach rechts noch nach links zu auf Kompromisse einzugehen.
m ,8fWen auf den Sieg der Liberalen hielt die Versammlung für beffer als bei den früheren Wahlgängen, da man bei der bevorstehenden Er« satzwahl aus kräftige Unterstützung von außen dürfe. Hoffentlich verrechnen fich die Nationalliberalen aber gründlich. Die Auf- lellung des Kandidaten soll einer Vertrauens. männer-Versammlung überlassen bleiben. Man denkt, unter Umständen das Mandat einem be- annten Vorkämpfer der Partei von auswärts anzutragen. Die Ergebnisse bei den drei letzten Wahlen waren folgende: 1890: Dr. Lieber (C.f I 8848, Dr. Hofmann (ratl) 5892; 1893: Dr. J Arber 9926, Notar Hohl (katholisch aber für die Milttärvorlage) 8209; 1898: Dr. Lieber 8355, RentnSr Lessing (liberal) 5349. Die Sozialdemokraten hatten zuletzt 725 Stimmen.
• «in neuer Nniformknopf soll im deut« schen Heere eingeführt werden. Der neue Knopf ist ähnlich dem österreichischen kleiner und gewölbter als bisher. Der .Reichsbote' schreibt zu der Neuerung:
Erwägt man bei allen diesen mehr ober minder vermeidbaren Abänderungen der Ausrüstung.» auch immer hinreichend die nicht unbedeutenden Heften, welche fie der Verwaltung wie dem einzelnen Soldaten verursachen? ES scheint doch nicht zu fein, denn sonst würbe man » » in OffizierSkreisen nicht immer wieder Klage« übet die steigende Belastung der AuS- gaben für die Uniformirung begegnen. So wird e» auch schwer einleuchten, waS ein etwa» mehr oder weniger eleganter Uniformknopf für den Beist und die Schlagfertigkeit der Armee bedeuten soll. Die vorhan- denen Bestände hätten gewiß noch für Beneralione» ge- reicht. Aber mit der alten preußischen Sparsam« leit ist eS schon lange reißend bergab gegangen.
* gllerfelt, 17. April 1902. Die Straf-
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vor sich sah.
® Dimitri Seryj, witsch Ssipjägin. .. »Ssipjägin, unverbesserlicher Fatalist" — so Jatte der ermordete russische Minister der Innern erneu Brief unterzeichr.et, in dem er im Vorjahre in dem bekannten Bad- Aix les Bains die ihm angebotenö Anschaffung kugelsicherer Hemdenstoffe ablehnte. Ssipjägin glaubte nicht daran, daß er lemal, das Opfer eine« Sütentatet werd-u könne; SSL“ toar iich bewußt, daß er von Wohlwollen fS roat, 8elabe. iür dtejenigen Bevölkerung«.
in denen hauptsächlich die moderne revolutionäre Bewegung des Zarenreiches um sich gegriffen hat und noch immer weiter um sich greift. Deswegen waren auch seine letzten Worte
ci Tode-„Warum ermordet man mich? Ich bin mir nicht bewußt, Jemandem Böses zu-
ru haben." Aber Ssipjägin führte nicht aus, was er als richtig erkannt hatte; und das ist ihm zum Verderben ausgeschla zen
Gerade di« Thältgkeit dieser letzten ruiftschen Ministers de« Innern kennzeichnet außerordentlich scharf die gegenwärtigen politischen Verhältnisse m Zarenreiche, zeigt so recht deutlich die Gegensätze innerhalb der Grundsätze und Gewalten, die mit einander ringen: de« Ansturmes moderner E /eitgemaßer Neuerungen gegen bat veraltete ©pftem harter Selbstherrschaft, die auf die R^ungen der Volksseele und auf die Aeußerungen b" Vo rw llen« grundsätzlich nicht achten, sondern alles mit rücksichtsloser Strenge unter ihr Gebot beugen, den Pulsschlag des Volkslebens regeln will «ach de« eigenen Gutdünken. Dimitri Seryjewtssch Ssipjägin war von Grund aus ein Mann mit aufrichtigem Wohlwollen; viele hielten bn sogar für einen geheimen Freund der fort- schrittl chen Bewegung, und theilweise trat er zeit- weise für die Einführung eines Systems der Milde gegen die Unterdrückten ein. Aber dann kamen auf einmal die Einflüsse von der andern Seile her auf ihn eingestürmt; und Ssipjägin, in der bedingungslosen Unlerwütfigkeit der alten rusfischen Schule ausgewachsen, gehorchte diesen Einflüssen plötzltch wteder in unaufhörlich schwankender Hutung, sodaß er von vielen Anderen wiederum für ein Gestnnungsknecht des mächtigen Pobjedv- »oszew gehalten wurde, be« „Prokurator- des ZEgen Synod und Hruptvertreters des rusfifchen Absolutirmur der alten Schule.
. ®.° ^^e sich. Ssipjägin bei den Uaruhen w Kizew im Vorzahre. Einmal stellte er sich an, al« gingen ihm die Polizei - Organe nicht scharf genug gegen die Ruhestörer vor; dann auf ein- mal gewann in ihm wieder Sstpjägin bet Moderne di- Oberhand so daß er selbst die hatte» Maß. ttgeln wieder störte, die vorher auf fein eigenes betreiben ergriffen worden waren. I« Kijew hat der Minister damit den General und General« Gouverneur Dragomirow zur Verzweiflung ge- bracht, so daß dieser nicht mehr wußte, waS er mit den verschiedenen Anordnungen des Ministr« riums des Innern mache» sollte, die einander folgten und dabei ohne Aushören einander wider- sprachen. General Dragomirow fuhr zum Zaren
Staatssekretär Graf Posadowsky erst nach erfolgter Abstimmung das Wort ergriff und den Zoll im Interesse der deutschen Sech cherei für nothwendig erklärte. Die Zölle für Kaviar, Hummern und Austern wurden von der Kommission verdoppelt, wogegen sicherlich niemand etwas einzuwenden habe» wird. Die frischen Fische find »ach dem Vorschläge der Regierungs« Vorlage zollfrei gelaffe» worden, ausgenommen allein die Karpfen. Die Anträge auf hohe LachS- ö,, wurden zurückgezogen. Wenn man heute ein Urtheil über die Gesammtlage ab« geben soll, wie fie durch die bisherigen Verhandlungen vor ben Kulissen und hinter den Kulissen geschaffen ist, dann kommt man zu dem zurück, was früher, vor der Reife des Grafen Posa« dowsky durch Süddeutichland, in diesem Blatte ! bereits gesagt worden ist: man darf sich durch die vielen „Unannehmbar" und „Absolut una». nehmbar" der Regierungsvertreter nicht beirren laffen, sondern muß zunächst ruhig abwarten, was die zweite Lesung in der Kommission bringen wird. In ähnlicher Weise beurtheilt j-tz' auch dte .Deutsche Tageszeitung'deS Bundes der Land« wirthe die Sage. „Von Mitgliedern der Linke» — so schreibt dieselbe — sollte Graf PosadowSky veranlaßt werden, eine bindende Erklärung ab« jugeben (über die Stellung der Verbündeten Re« gietungen zu den bisherigen Beschlüssen). Es war vollkommen korrekt, daß Graf Posadowsky sich weigerte, diesem Verlangen zu entsprechen ... Graf Posadowsky verstieß aber selbst im wettern Verlaufe der Erörterungen gegen diesen von ihm aufgestellten Grundsatz, indem er die Beschlüsse der Kommission bezüglich der Viehzölle als unannehmbar für alle Stadien der Verhandlung bezeichnete. Weiter aber ging er nicht . ... Da er durch feine grundsätzliche Stellung die Be- Deutung dieser UnannehmbarkeitSer- klärung selbst auf das rechte Maß zurück- geführt hat, ist fte nicht besonders tragisch zu nehmen."
Anfangs war Josephine erstaunt ob der kühnen Planes, den Elise entworfen, dann begann sie die Möglichkeit der Durchführung zu überdenken, jedoch kam fie auch hiermit nicht weit, da« Herz legte über den Verstand; die Sehr,sucht den Ge liebten zu sehen, ihn von neuem an sich zu ketten, überwog in ihr und ließ da« ruhige Nachdenken »Ut durchführen. Mit ben Worten: »Komm, lege ab, und gedulde Dich ein Weilchen, ich will mit Fräulein Thea überlegen/ gab sie thre Zustimmung zum Plane ElisenS.
Wenige Minute» nachdem fie sortgegangen erschien sie wieder, diesmal in Begleitung der jungen Gräfin, die mit bargebotener Rechten auf Elise zukam und deren Hand herzhaft drückend, ausnes:
„Gott mit Ihnen, Fräulein Kemann, auf der Fahrt, die Sie machen wollen! Das war ein Entschluß, wie er eines Westfalenrnävchen« würdig ist; Thaten statt Worte, da« Glück aufsuchen, wenn es nicht zu un« kommen will. Josephine wird mit Ihnen gehen, noch heute," fügte sie hin- zu, „wenn Sie fich etwas erfrischt haben, packt sie das Nothwendige ein und fährt mit Ihnen nach Münster zurück."
Wie die junge Gräfin gesagt halte, so geschah eS. Nach zwei Stunden brachte der Wagen der Elise »ach Hargut befördert, fie und Jose- phine »ach Warendorf, von wo auS fie am nächste« Morgen gegen Münster fuhren. Dieser
Der Uäter Schuld.
Original-Roman von Fr. koll et.
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Gewiß konnte diese« Gerücht Karl beunruhigen war er doch, tm Falle es sich al« begründet er- wies, von Bernard getrennt und somit außer Stande, auf dessen Entschließungen einzuwirken. Immer hm aber mußte et fraglich erscheinen, ob der Emfluß be« Hauptmanns ausreichen würde, Bernard in dem vom Hauptmann und Karl gemeinsam gewünschten Sinne zu beeinflussen.
. Da sich jedoch über das Gerücht nichts Sicheres feststellen ließ, jedenfalls aber anzunehmm war daß man ben Truppen einige Tage Ruhe gönnen würde so unternahm Karl vorläufig nicht«, sondern ließ fich auch, so schmerzlich e« ihm immerhin war, am nächsten und nächstfolgenden Tage bei dem Freunde entschuldigen.
Inzwischen halte sein Brief Münster erreicht und war in Elisen« Hände gelangt. E« würde unnütze Mühe sei», wollten wir ben Versuch unter« nehmen, die Gefühle zu schildern, die da« so un. scheinbare Blättchen tn dem Herzen der Empfängerin erregten. Vergessen war alle« Leid der Vergangenheit, jede Gefahr der Gegenwart: Bernard »ar wieder gefunden, Karl hatte ihn entdeckt, ehrenhaft war er von seinem Vorgesetzten erwähnt worden; ein herrlicher Sonnenstrahl nach langer die nächste Post brachte Elise nach Warendorf und von da au« miethete fie einen ^agen, um nach Schloß Hargut hinaurzufahren.
Deutschez Reich.