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JE 84.
Irrtöa, Montag, den 14. April 1902.
29. JahrgMg.
Art und Weife, wie er feixen Stand und den
und forderte zum Schluffe nochmals alle auf,
Der Geschäftsführer des Bolksoereins, Herr Redakteur Baum, eröffnete die Versammlung mit dem christlichen Grütze und hieß alle herzlich willkommen. Er verlas sodann ein Telegramm des Herrn Reichstags-Abgeordneten Herold, in welchem dieser der Versammlung einen herzlichen Gruß entbietet und ihr einen erfolgreichen Verlauf wünscht; zu seinem Bedauern sei er verhindert, persönlich an der Versammlung theilzu- nehmen. Schließlich schlug Redner der Versammlung vor, den Vorsitz dem hoch». Herrn Diözesanvrr- treter der Volksoereins, Domkapitular Profchor Dr. Arexhold zu übertragen. (Lebh. Beifall.) Herr Domkapitular Dr. Arenhold übernahm den Vorsitz und begrüßte alle mit herzlichen Worten. Insbesondere begrüßte er die anwesenden Herren Abgeordneten: Reichs- und Landtags- abg. Euler-Bensberg, die Reichstagsabgeordneten Müller« Fulda und Speck- München und unseren Landtagsabg. Geheimrath Dr. Goebel. Sodann brachte er ein Hoch auf die Träger der beiden höchsten Gewalten, auf Se. Heiligkeit Papst Leo XHI. und Se. Majestät Kaiser Wilhelm II. au«, da« begeisterten Widerhall fand.
Der erste Redner, Herr Kaufmann Joseph Schmitt wie« daraufhin, daß unser hl. Vater Papst I Seo XIII. bereits da« 25. Jahr der Regierung unserer hl. katholischen Kirche angetreten habe. Da sei e« geziemend für uns Katholiken, besonder« aber für un« Fuldaer, diese« Jubiläums heute dankbar zu gedenken: Legte doch schon der hl. Bonifatius, unser Vater im Glauben, großen Werth auf recht _______ „„
innige Beziehungen zu dem päpstlichen Stuhle, Hauptverein, der alle anderen umfaffe, für alle und die Päpste haben von jeher gerade Fulda als wirke und von allen gefördert werden müffe. ihre ureigenste Domäne betrachtet und bezeichnet. Gegenüber der materialistischen und atheistischen Wir sind aber auch noch Mitglieder des Volks- " " ' ' - -----
Vereins für das kath. Deutschland, und auch al« solche müssen wir des Jubelgreises auf Petri Stuhl gedenken. Mit Dank gegen Gott können wir sagen, Leo XIII. ist ein Mann der Vorsehung. Selbst feine Feinde können nicht leugnen, daß er ein Mann ist von höchster Sittenreinheit, von hoher Intelligenz, von edlem Charakter, von fernstem Gefühl für alle« Edle und Schöne, der die Aufgaben seiner Zeit erfaßt und mit ganzer Energie erstrebt hat. — In den letzten Jahr- zehnten de« 19. Jahrhunderts haben sich viele
Versammlung des Volksvereins für das katholische Deutschland.
Fsulda, 14. April 1902.
Der BolkSvereix für das kathol. Deutschland hielt gestern Nachmittag im hiesigen Stadtsaale eine Versammlung ab, an der gegen 800 Per- fönen theilxahmen. Besonders zahlreich waren die Herren Geistlichen aus der Stadt, sowie aus der Umgegend — sogar aus weiter Ferne — erschienen, auch die Landbevölkerung war erfreulicherweise sehr stark vertreten; dagegen hätte man von den katholischen Männern und Jünglingen der Stadt eine etwas regere Betheiligung wohl erwarten dürfen.
I Gründen der Freundin zusetzte, schien diese geneigt, ihr recht zu geben, und in der That war Josephine die Vernünftigere:
„Wie ich denke, Deinem Bruder gegenüber, so denkt Karl m't viel größerem Rechte von Dir," sprach diese. „Du bist an der Sache unschuldig, und weil Karl Dich nicht unschuldig leiden lassen will, sich auch nach Deinem Besitze sehnt, so will er eben feine jetzige Stellung aufgeben, die ihm nicht so viel werth scheint als Du. Hunderte Männer wechseln in seinem Alter ihren Beruf zu ihrem Glück, warum soll es Karl nicht thun?"
Diesen Argumenten wußte Elise nichts entgegen zu halten, aber als Josephine gegangen war, über kam sie doch wieder jene LebenSmüdig- keil und Selbstv rkennuxg, die ihre Absage an Karl gezeitigt hatte.
Des letzteren Antwort, die einige Tage später eintraf, und den Brief Elisens, als in der Auf-1 regung geschrieben, unter keinen Umständen gelten j
Wie der Abschied vom Leben dünkte eS ihr, als sie am andern Morgen dieses Schreiben der Post anvertraute. Sie hatte den Geliebten gebeten, ihr keine Antwort zu schreiben und ihr den Abschied von ihm nicht zu erschweren; so «ar für sie dieser Brief gleichsam der letzte Bote in eine Welt, der sie nun nicht mehr angehören wollte.
Welranschannng, die heutzutage in allen Schrch- ten der Bevölkerung immer mehr verbreitet werde, habe der Volksverein die hohe Ausgabe, katholisches Leben und katholische Anschauungen in allen Ständen anzufachen und zu beleben und einen Gegendamm zu schaffen gegen die Der. Heerende Fluth, die von der glaubenslosen Sozialdemokratie gegen das Christenthum herangewälzt werde. Der Volksveretn habe gegenwärtig etwa 200,000 Mitglieder. So ansehnlich dies« Zahl sei, so müffe fi< doch immer noch als viel zu klein angesehen «erden. Jeder
land beizutreten und eifrig in diesem Vereine mitzuwirken. (Anhaltender Beifall!)
Der Vorsitzende dankte dem Redner für diese vortrefflichen Ausführungen und ertheilte dann das Wort dem Herrn Reichstagsabgeordxeten Speck-München: Der Zufall, so führte dieser Redner aus, habe ihn aus der Reise nach Berlin hierhergeführt; er habe vorher nicht gewußt, daß hier eine Versammlung des Volksoereiu« abgehalten werde, aber er habe dann gerne der an ihn gestellten Bitte entsprochen, auf dieser großen Volksversammlung des Volk-Vereins einige Worte zu sprechen. Den Bayern würde zwar nachgesagt, daß sie in manchen Dingen einen partikularistischex Standpunkt einnähmen; ixdeß auf dem gelbe des Volksvereins gibt es keine zweierlei Ansichten, da feien Süd und Nord, Ost und West eines Sinnes. Leider hebe der VolkSoerein ix Bayern noch nicht diesen Anklang gesunden, wie im Norden Deutschland«, aber auch dort werde der Volksverein noch seine
Laxdwirthe sei daS Centrum stets mit allem Nachdruck eingetreten; der Schutz der Schwachen, die ausgleichende Gerechtigkeit gegen alle Stände sei die Parole des Centrums, welches damit die Grundsätze der katholischen Kirche vertrete. Seien es doch gerade die katholischen Kirchen- sürsten gewesen, die in der sozialen Frage sich hervorragende Verdienste erworben haben; er erinnere an d-u hochseligen Bischof Ketteler von Mainz, den W-chbischof Schmitz vox Köln, den Kardinal Manttng u. A. Redner gab dann noch eine Reid? von praktischen Winken über
ihm von Gott angewiesenen Posten auSfülle. Die Arbeit dürfe nicht als eine Last und Beschwerde gelten. Christus habe die Arbeit geadelt, und der christliche Arbeiter müffe all sein Wirken zur Ehre des Erlösers aufopfern, dann fei ihm hixieden und dort oben der Erfolg gesichert. In politischen Fragen habe der Volksverein die parlamentarische Vertretung des katholischen Volkes, das Centrum, zu stützen. Das Cextrum fei für das wahre Volkswohl noth- wendig und keine andere Partei Hobe für das Volk so viel gethan wie gerade das Crntrum. Insbesondere für die atbeitexben Stände, die Handwerker, die kleine» Gewerbetreibenden und
katholische Mann müffe es als feine erste Pflicht betrachten, Mitglied des Volksvereins zu werden. Ein jeder müsse Mitwirken und Mitarbeiten nach feinen Kräften, wo es gelte, die höchsten Güter des Volkes zu schützen und zu vertheidigen. In religiöser Hinsicht handele es sich darum, unsere hl. Mutter die Kirche zu vertheidigen gegen die Lästerungen und Verleumdungen, mit denen sie gerade in unseren Tagen so sehr Überhäuft werde. Christlicher Glaube und christliche Sitten müssen überall zur Geltung gebracht werden. Auf sozialem Gebiete gelte es vor allem die von den Sozialdemokraten künstlich geschürte Uxzuftiedrn- heit unter den arbeitenden Klaffen zu beseitigen.
Auch ein Besuch Josephinens, die auf den Brief Bernards hin nach Warendorf eilte und
kaffen wollte, brachte daS arme Mädchen noch mehr um das seelische Gleichgewicht. Wochenlang lag der Brief im Pult, jeden Tag gelesen u»b zur Antwort vorgenommen, und doch fand sie nicht den Mutb, das früher Geschriebene zu wiederholen, ober sich zu einer andern Auffassung der Dinge zu bekennen.
Karl, täglich und stündlich auf eine Antwort wartend, durchkostete alle Clualen der Verzweiflung. Des Freundes Bitte hätte e« »war nicht bedurft, um ihm den Weg der Pflicht zu teigen, aber daß er sich bei feinen Absichten in Uebereinstimmnxß wußte mit Elisens natürlichen Beschützer, ihrem Bruder, stärkte ihn in seinem Willen. Aber warum schrieb Elise nicht? Ge- I wiß zweifelte sie an seinem Ernst mit der bis- I herigen Laufbahn zu brechen um ihretwillen.
Dieser Ge»ar,ke ließ ihm keine Ruhe, verfolgte | ihn Tag und Nacht und ließ schließlich den Ent- schluß in ihm reifen, ihr zu zeigen, wie ernst ihm sein Vorschlag gewesen sei; er reichte fein Abschiedsgesuch ein.
Da er nach Wochen noch keine Antwort von Mise erhielt, schrieb er ein zweites Mal; wieder vergingen Wochen, keine Antwort. Da faßte Karl einen Entschluß, der ihn unter allen Umständen zum Ziele führen mußte.
Er schrieb abermals, aber nur nenne Zeilen enthielt sein Brief:
„Köln, den 29. Dez. 1863. Geliebte!
Die Unruhe um Dein Geschick tödtet mich; feit Wochen ohne Nachricht weiß ich nrcht, ob Du noch lebst, wo Du Dich befindest, wer Dir räth, mich so zu foltern. Willst Du denn daS
heilige Band zerreißen, das uns bindet, so sei wenigstens nicht so grausam, mir eine letzte Bitte zu versagen: Am 2. Januar bin ich in Münster und komme Dir von dort bis Handorf entgegen, wo ich Dich unter den Post-Passagieren zu finden hoffe. Sollte ich mich täuschen, so führt mein I Weg nach Warendors, und finde ich Bich dort nicht, werde ich Deine Spur verfolgen, fie führe i wohin fie wolle.
Ewig Dein!
Karl."
Das war die Bitte eixeS Siebexben, die Drohung eines Verzweifelten! Elise, als sie diese Zeilen las, erkannte, daß fie den Kampf mit einem Gegver aufgenommen, der nicht bloS die BundeSgerossenschaft ix der eigenen Brust, das stürmische Verlangen nach liebevollem Schutz hatte, nein, der auch von außen einen weit mächtigeren Verbündeten besaß, den Mann ihrer Liebe, der alles daran wagte, fie zu besitzen und dem fie nicht widerstehen konnte.
So war eS denn bereits ein halbes Zuge- stäxdniß mit Karl, als sie sich am Morgen des 2. Januar auf die Post setzte, die nach Münster fuhr. Je mehr sich die Fahrt dem Ziele näherte, um so freudiger regte es sich in dem Herzen ElisenS, die sich dieses Gesühl fast zur Schande anrechnete und es, wenn auch vergeblich, zu unterdrücken suchte.
Der erhaltenen Weisung gemäß hielt der Postillon vor dem WirthShanse an der Landstraße, vox der ab es zu dem romaxtisch gelegenen Oertchen Handorf geht, das jetzt mehr und mehr als Luftkurort in Aufnahme kommt. Es waren dort keine Paflagiere, und so fuhr der
suchen, wo sie, vor oer Welt gestützt, ihre Tage verbringen wollte.
i Fittiche auSbreiten, um alle katholischen Männer I unter einer Fahne zu sammeln. Drohend dröhne eS aus den österreichischen Landen: LoS von Rom, los von der katholischen Kirche! In Deutschland erhebe kühner denn je die Sozial- | demokratie ihr Haupt. Angesichts solcher Gefahren müffe eine Armee von katholischen Männern aufgeboten werden, die Mann für Mann «uthig einstehen für Wahrheit, Freiheit und Recht. Und diese Armee stelle der Volks- verein für daS katholische Deutschland. Der VolkSoerein fei eS, der die Unterlage des Cen- tmms bilde. Der VolkSoerein sende ix die Parlamente seine fähigsten Führer, die dort mit dem Einsätze ihrer ganzen Kraft zum Wohle der | Kirche und deS Volkes arbeiten. Das Centrum ! habe wie keine andere Partei dazu beigetragen, jene Gesetze zu Stande zu bringen, deren hohe soziale Bedeutung nicht genug zu schätzen sei. Hohes Verdienst haben sich insbesondere die Führer des Centrums erworben. Noch vor kurzem fei einer der ersten Kämpfer des Cen- trums, dessen hochbegabter Führer Dr. Ernst Lieber anS diesem Leben geschieden. Alle Worte reichten nicht auS zum Lobe dessen, was Lieber für den preußischen Staat, für das Reich, ja für die Katholiken der ganzen Welt gethan habe. Lieber war ein echter Katholik und als solcher auch ein echter Deutscher; getreu seinen katholischen Grundsätzen verharrte er stets in unwandelbarer Treue zum detztschen Kaiserhause. Nicht weniger groß steht Lieber da als Centrumsmann. Er war einer
Nur wenige alte Freunde aus der Stadt, einige Bauersleute aus der Nachbarschaft, sowie die Geschäftsfreunde geleiteten des alten K< marin« sterbliche Ueberreste zur Gruft.
Bis dahin war Elise durch die immerfort ÄMnbt^nbett Besorgungen fortgesetzt in,----- --------- ,... eil„
Thätigkeit erhalten worden, letzt, als das Haus sich gefaßter zeigte als Elise, wirkte nicht nach- leer war, die Knechte und Mägde ihrem Herrn haltig genug, um eine Sinnesänderung bei letzterer m* empfand Elise eine furchtbare durchzuführen. So lange Josephine mit ihren
Verlassenheit. Sie, die bisher gewohnt war, " *■ ~
mit allen ihren Angelegenheiten, auch den kleinsten, zu ihrem Bruder zu gehen, und sich vox dessen Rath leiten zu lassen, sollte nun selbständig HauS und Geschäft besorgen, anordnen, befehlen. Wie eine Zentnerlast fiel ihr dieser Gedanke aufs Herz; dann sollte und mußte sie auch endlich ihre Stellung zu dem Geliebten fest- stellen. Drei Tage waren feit der Ankunft des Briefes verflossen. Des VaterS Tod hatte sie »hm nickt mitgetheilt, auS Furcht, er möchte bei dieser Nachricht, alle Bedenken bei Seite setzend, ju ihr eile«. Jetzt mußte die Entscheidung fallen, wie, war ihr nicht mehr zweifelhaft.
Lange saß sie in dieser Nacht in dem kleinen Stübchen, über ein Blatt Papier gebeugt, dem ste all ihren Schmerz, ihr Leid, aber auch ihren unabänderlichen Willen anvertraut, sich von dem Geliebten zu trennen, und den Frieden des Herzens in der Einsamkeit eineS Klosters zu I
der fleißigsten Parlamentarier. Im Dienste der gute« Sache hat er sich aufgerieben, feine Gesundheit untergrabe« und selbst hohe Ämter, die ihm vom Staate angeboten worben waren, au« Uneigennützigkeit au-geschlagen. Dieser edle Mann habe maßlose Angriffe von gegnerischer Seite über sich ergehen lassen müssen; sogar fein Privatleben wurde vor der Oeffentlich« teil in abfälliger Weise besprochen, und doch ist gerade Lieber, wie nur wenig andere, ein Muster eines Familienvaters gewesen. So stehe nun das ganze katholische Deutschland trauernd am Grabe seiner unermüdlichen Führers im Kampfe.
I Sein Ruhm werde unvergänglich fein. Aber nicht allein mit Worten wollen wir den großen Manu ehren, sondern auch seine Seele dem Allerhöchste« im Gebete empfehlen und hoffen, daß ihm die Krone des ewigen Lebens geworden ist. Von den gegnerischen Parteien sei zwar gesagt geworden, deS Cextrums Kraft fei nun, nachdem der Führer hingegangen, gebrochen. Allein dieser Jubel sei verfrüht. Das Zentrum werde unverzagt weiter arbeiten, und wenn nicht ander«, auch ohne besondere Führung. Denn deS Centrum» Leitsterne find immer dieselben, zu allen Zeiten hält es fest an dem Grundsätze für Wahrheit, Freiheit und Recht. Und so möge e« auch bei den Mitgliedern deS Volksvereins gehalten werde«. Nicht bloß im Privatleben wollen wir unsere Pflicht erfüllen, sondern auch — und hierin sei Lieber unS ein leuchtendes Beispiel — soweit wir Gelegenheit haben, im öffentlichen politischen Leben, damit das Centrum für alle Zeiten al» ein unverrückbare» Bollwerk bestehen bleibe. (Langanhaltender Beifall.)
I Veränderungen vollzogen, tiefgreifende Umwälzungen haben stattgefunden, Strömungen find entstanden, die Niemand ohne Schaden übersehen darf. Papst Leo XIII. erfaßte mit klarem Blick, mit tiefem Verständniß die Bedeutung der einzelnen Vorgänge, mit sicherer Hand hat er da« Schifflein Petri durch Wogen und Klippen gesteuert. — Redner erörterte sodann ausführlich die segensreiche Thätigkeit des hl. Vaters aus sozialem, politischem, wissenschaftlichem und religiös-sittlichem Gebiete. Zum Schluß wandte er sich an die Mitglieder de» VolkSoereins mit der Mahnung, treu auszuharren bei der Fahne deS Vereins und eifrig mitzuwirken an der Lösung. „ ...... .... 8„
der hohen Aufgaben, die der Verein sich gestellt Als Gradmesser für den Werth eines Mannes hat. Wenn mir hier mit Erfolg arbeiten wollen, dürfe nicht fein Vermögen oder fein Stand be>
so müssen wir engen Anschluß an die Kirche trachtet werden, sondern einzig und allein die
suchen. Wenn wir gegen die Kirche arbeiten, Art und Weise, wie er seinen Stand und den
dann arbeiten wir ohne und gegen Christ»». ""
Für uns Mitglieder des VolkSoereins wäre es nun eine echte Feier deS Papstjubiläums, unS oorzunehmex, zu arbeiten mit allen Kräften und ausdauernd bis zur letzten Stunde für das, wofür der Papst gearbeitet hat bis zur jetzigen Stunde: Arbeit an der eigenen Heiligung, an christlichen Liebeswerken, in dem öffentlichen Leben, an katholischer Wiffenschast und Kunst. Dann werden wir echte Mitglieder des VolkSoereins und würdige Kinder des hl. VaterS und da» wollen wir fein.
I (Lebhaftes Bravo und Beifallklatschen.)
Nachdem der Vorsitzende dem Redner den Dank der Versammlung au-gesprochen, nahm Herr Reichstags- und Landtagsabgeordneter Euler-Bensberg das Wort, der seiner Freude Ausdruck gab, daß eS ihm heute vergönnt fei, am Grabe des hl. BoxifattuS al» Bote des VolkSoereins für daS katholische Deutschland zu erscheinen. Die höchste Leistung für die katho- lische Sache bestehe darin, Mitglied de» Volks- Vereins zu werden. Dieser Verein, da» Ver- mächtniß des unvergeßlichen Windlhorst, sei von I allen hervorragenden Parlamentariern und Sozialpolitiken) und besonders auch vom hl. Vater und den Hoch«. Herren «isSö/en aufs , .... Wärmste empfohlen. Das Letztere a dn müsse die sozialpolitischen Gesetze und ihre Anwendung allen kathollschen Männern und Jünp mgen aus-1 und forderte zum Schluffe nochmals alle auf, reichend fein, um zu wissen, wie sir sich zum dem VolkSvereir, für daS katholische Deutsch- Volksveretn zu stellen haben. Vielfach bestehe ' ’ —
noch, selbst in gut katholischen Kreisen, die Anschauung, der Volksverein sei nicht nothwendig, weil schon so viele katholische Vereine da seien. Diese Anschauung sei aber grundfalsch; der VolkSoerein sei der wichtigste von allen, der
Der Weiter Schuld
Original-Roman von Fr. Coll et.
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