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FrrldnerMZertun

JK 72.

JuLSa, Samstag, den 29. März 1902.

29. Jahrgang.

S Soziale Gedanken zum Osterfeste

großen Fragen bei öffentlichen Lebens", die geg.

Denlfche* Keich,

doch auf längere Zeit, als nur auf ein Jahr, m»

M ru oen-yrn yat Möge und zwei Prioatsekretären begleitet war, im

dieses Fest auch die Mahnung zur „Apologetik | Grand Hotel ein Diner. Freitag früh ist Herr a ”» katholischen I Prinetti nach Rom zurück,ereist. Was zwischen

Ma-iuerherzen wieder aufleben uud wirklich dem Kanzler und dem italienischen Minister ver- zur That werden kaffe». An Mitteln und handelt worden ist, entzieht sich nalürltch voll- Sia«na«Ut "dethätigung der Lehren des »atho. kommen der Oeffintlichkeit. Nichtsdestoweniger lizismuS , zur „Anwendung unserer Grundsätze ist eine Aeußerung der offiziösen römischen.Tri«

3>er Wäter Schuld

besondere« Zeichen der Liebe seitens Bernard,

Die fortgesetzt wachsenden Angriffe auf das Christenthnm im allgemeinen und die katholische Kirche im besondere», der „neue Kultur­kampf". wie er von Feind und Freund richtig bezeichnet worden ist, haben auf katholischer Seite eine entschiedene, theilweise schon wohlorgan istrte und mit Erfolg arbeitende Segenbewegung hervor­gerufen. Durch Vorträge in öffentlichen Ver­sammlungen wie durch die katholische Presse wird bereits eine volksthümliche Apologetik, d. h. Ver- theidigung des Christenthums und der Kirche, mit Eifer betrieben, und vor allem ist es der Volksverein für das katholische Deutsch­land, welcher sich dieser neuerdings so dring­lich gewordenen apologetischen Aufgabe in weitem Raße annimmt und ihr seine Unterstützung an- gedeihen läßt. Diese katholische Gegenströmung gegen die von bea Glaubens- unb Kirchenfeinden mit alle» erdenklichen Mitteln geförderte innere und äußere Abfallsbewegung kann wohl als eine der erfreulichsten Früchte der letztjährigen katho- fischen Generalversammlung in Osnabrück be­trachtet werden, und ihre religiöse wie soziale Bedeutung darf sicherlich nicht unterschätzt werde». Daneben darf aber auch ein Anderes nicht ver- geffen werden: Kurz vor der Osnabrücker Gene- ralversammlung ist irgendwo einmal das treff- liche Wort geschrieben morde«:

„Die Hauptsache bleibt auch in dem neuen Kulturkämpfe die Apologetik der That, die richtige Bethätigung der Lehren des Katholizismus. Wirmüffen vor allem auch beffere Politik treibe», namentlich beffere Sozial- Politik als die anderen. Was hat das Ansehen des Katholizismus im Deutschen Reiche und weit darüber hinaus mehr gehoben, als die verstän- dige Anwendung unserer Grundsätze auf die großen Frage» des öffentlichen Lebens?" ;

Diese Mahnung muß heute, wo die Lffent- liche Bertheldigung der katholisch-« Glaubens- i Wahrheiten und Lehren so sehr im Vordergründe 11 K» allseitige Aufmerksamkeit für umuj uit o#n|u«ye eoyairerotm

beansprucht, immer wieder in Erinnerung geliefert werden. Hier muß es sich »einen dost Sn? SArift Wort eine Fülle unvergä«,kicher Lebenskraft Ka-

Hauptsache ist und bkeibt die Apologetik der That.

„Wolltest Du Dich nicht noch einige Wochen gedulden, Karl?* fragte er, und begründete diesen Versuch einer Aufschubs, indem er fortfnhr: „Der Vater, durch die langwierige Unpäßlichkeit ans Haus gefesselt, ist jetzt gänzlich vergrämt. Laß ihm Zeit, sich durch den Anblick der erwachenden Natur wieder etwas aufzuftischen und eine heitere Lebensanschauung zu gewinnen; es wird Dir von Nutzen fein."

Unentbehrlichkeit des Christenthums muß daher unserer Zeit durch die christliche Sozialreform

nicht zu schwer fallen, wenn ich mir einen günstigen jeder andern Z it, dünkte jetzt dieser Entschluß Einfluß von dieser Zett versprechen kann", gab dem Mädchen unausführbar.

Karl zurück. 1 - ---- --

täfel bei der Gräfin Bülow statt, an der ver- schiedene Herrschaften theilnahmen. Abends 7 Uhr veranstaltete Herr Prinetti, der von seiner Gattin und zwei Prioatsekretären begleitet war, im

Ei« fürchterlicher Verdacht war nämlich in letzter Z-it in Elise aufgestiegen, der Gedanke, daß ihr Vater mit jenen Leuten verbunden sein könnte, die jüngst noch unter dem Verdacht bei Schmuggel« verhaftet gewesen waren und seit einiger Zeit öfter im Hause ein und aus gingen, mit dem Vater heimlich thaten und Geld von ihm empfingen.

Die schlaflosen Stunden, die ihr dieser Ver­dacht bereitete, w-nn sie an die Folgen dachte, die — fall« sich ihre Veimuthnng bestätigte — für sie und ihre Li-be entstehen würden, halfen ihr »och, diesen Verdacht befestigen.

Wie ost hatte sie die schleichenden Schritte in der Nacht gehört, bie von der Em« aus durch den Garten zogen, das leise Knistern behorcht, von bim, auch bei äußerster Vorsicht, das Hantiren mit den Salzsäcken begleit t war und das schwache Knarren de« Taue« auf der Winde zum Bode» beobachtet.

daß „in baldiger Zukunft die Bestimmungen über dar Radfahrwesen im ganze« Deutschen Reiche Seitens der einzelnen Bundesstaaten ein­heitlich geregelt werden." Hoffentlich geschieht da» in wirklich „baldiger" Zukunft. Die Ver­wirrung in den Bestimmungen über und gegen da» Radfahren geht über das Maß alle« Glaubhaften hinaus, und er ist erstaunlich, daß diese Zustände so lange bei uns dauern können.

+ Kisenvnhn Aeforme«. Was «u« eigent­lich t« der sogenannten „Bremser-Konferenz" beschlossen wurde, die gegen Ende des Vorjahres in Stuttgart stattfand, wird jetzt in einem füd- ! deutschen offiziösen Organ berichtet. Danach ist die früher schon verbreitete Meldung zutreffend, daß die einzig beschlossene Reform bie allmähliche Beseitigung des lästigen Zuschlages für Rück- fahrkarten bei der Benützung von Schnell­zügen ist. In Bayern ist mit der Beseitigung dieser Schnellzugszuschlages bereits begonnen worden. Der nächste Sommerfahrplan wirb bie Beseitigung des Zuschlages bei einer weitern Reihe von Schnellzügen erhalte«.

+ N-s-rmtS bes AadlaHrrvele«,. Aus dem sächsischen Ministerium deS Innern ist ein

Nur die Frage: Weiß Beknard davon? war ihr zu dunkel, al« daß sie die Lösung derselben auch nur versucht hätte. Stand doch ein fast deut­liche« Ja vor ihrem geistigen Auge, wenn Re alle Umstände erwog, bie mit einem solchen Verkehr nothwendtg verbunden fein mußten. Aber am Bruder wollte sie nicht zweifeln, und deshalb verschloß sie sich mit Absicht der Beantwortung dieser Frage.

Daher auch alle die Mühe, welche sich Elise gab, de« Bräutigam von dem Schritt abzuhalten, der nur zu einem bösen Auftritt mit dem Vater führen und zur Folge haben konnte, daß jeder Verkehr zwischen oen Liebenden aushören mußte.

+ Die Amtvvereichnnngen im höhere« Hf-stfache werden durch eine Verordnung im Amtsblatt« der Reicht postvrrrvaltung neu geregelt. Die Postpraktikanten behalten diese Bezeichnung. Sie werden „Oberpostpraktikanten", wenn fte bie höhere Berwaltungsprüfung für Post unb Tele- graphie bestanden hoben. Bei den Oberpost, direktione» werden Hilfsreferenten unb bei den größeren Verkehrsämtern 1. Klaffe OrlSaufstchtS- beamte (Inspektoren) angestellt. Dir Hilfsrefe- texte« werden zu Postinsprktore», die in Stellen für OrtSanffichtSbeamte bei Verkehrsämtern etatS- mäßrg angestellten Beamten entweder zu Post- inspek.ore« oder zu Telegrapheninspektoren er- nannt. Die a!S BrzirkSausfichtSbeamte bei den

„Wie kannst Du nur so etwas thun, Ber- narb, j Du wirst mich noch verwöhne«, unb ipater meinen Ansprüchen nicht mehr genüge« können."

Oder wird etwa bie Apologetik in Wort und Schrift durchschlagende Erfolge dort erzielen können, wo man zwar die soziale Bedeutung des Christenthums feiert unb die Kirche als die För- deri« von Kultur und Bildung schildert, aber zugleich ruhig zusieht, daß in den kirchlich qe- sianten Kreisen zur wirthschastlichen und sozialen Hebung der Bevölkerung keine Hand sich regt, daß bie VolkSbildungsveranstaltungen (belehrende Vorträge, Bibliotheken, L-sehallen) trotz einbring- lichster, von vielen katholischen Generalversamm­lungen unterstützter Mahnungen jahraus jahrein auf dem Nullpunkte stehen bleibe», daß nichts i

Berlin, 37. März 1903.

L, X Mosadowssiy ans Meise«. Staatssekretär Graf Posabowsky bereist gegen- wärtig eine Reihe von Hauptstädten einzelner Bundesstaaten, „um sich mit den Regierungen derselben über gewiffe Detailfragen der Wirth- schafts- und Finanzpolitik zu berathen". Mit dem Besuche Dresdens hat Graf PosadowSky begonnen; es handelt sich hauptsächlich um ftcffentftA trnnen'* 9 duden. . yi— lutyiqurvu »uiu|4C*ium Ut» tfunein IJI eilt

Hoffentlich tragen diese Besprechungen auch dazu interessanter Bescheid an ben Vorstand des sächsi-

b«'.^« geeigneten Verständigung in der Ge- schen Gaues des Deutschen Radfahrerbundes ge-

3ße8e o?u ebne», langt. Die genannte Körperschaft hatte um eine

Erl-rr um F'ngen der Abänderung der Bestimmungen über die polheb

baM ,9anbt[*' I liche» Radfahlkarten gebeten: die Karten möchten

„Tn »ht f°^«heCs ^«chsschatzsekretar Frei- doch auf längere Zeit, als nur auf ein Jahr, aus- man < be£ btr«t<ne, Unterhändler gegeben werden. Dieses Gesuch ist von dem ge- >SbemyH»r1, hMUitSafOtel f<ix- uannten Ministerium abschlägig beschieden worden, $ -1! °^sich b'i diesen Besprechungen und zwar mit der hauptsächlichen Begründung, . bte »frage tm Reichstage baß „in baldiger Zukunft die Bestimmungen über

in gleicher Hinsicht zu thun, vor allem, um den „passiven Widerstand" zu Überwinden, der ihm und den von ihm vertretenen sozialen Be- strebungen noch vielfach entgegengesetzt wird — mtt der einzigen Entschuldigung, „man habe es nicht nöthig", „bie Leute wollten von sozialen Dinge» nichts wissen" rc. Somit ist, wenn die Apologetik ber That an erste Stelle gesetzt werben muß, der Bolksverein für bas katho­lische Deutschlanb von allergrößter Wichtigkeit auch in bem neuen Kulturkampf

daß wir miteinander »och eine lange Kette von Glück und Freuden erleben!"

auf bie großen Fragen bei öffentlichen Lebens", auf die praktische soziale Reformarbeit, fehlt eil

Dreibundes gehandelt. Vielmehr ist die That- fache festgestellt, baß ber Dreibunb Italien nicht verbietet, herzliche Beziehungen mit andere» Mächten zu pflege», und keiner würde verstehe», warum Italien Verpflichtungen aufgeben sollte, die so sehr zur Erhaltung des Frierens beige» trage« haben." Die diplomatsich'-osfiziöse Wiener

izke.t und »ie man »«7!;»;^^^«,« MMt h.« “1 nicht abgeneigt. Wie bie sächsische Regierung

darüber denkt, ist einstweilen noch unbekannt.

XSraf Mülow «*b Mriu-tti. Donners- tag Mittag 12 Uhr hat Herr Prinetti, der ita- lieuische Mnister bes Auswärtige», im Hotel Britannia zu Venedig dem ReichSka»zler Grafe» Bülow den angekünbigtea Besuch gemacht. Das

Auffassungen in jeder Richtung ergibt, da auch die Schwierigkeiten bezüglich eines neue« Handels­vertrages zwischen Deutschland und Italien nicht sehr beträchtlich find und ihre Ueberwindung zu erwarten ist. Auch kann verfichert werden, daß die Regierungen bet btel Mächte bezüglich ber Erneuerung bet Allianz (beS Dreibundes) in allem Wesentlichen bereits einig sind."

ist eine Aeußerung der offiziösen römischen,Tri- buna' interessant, i« ber es heißt: . Hier

hat eS sich nicht um Erneuerung oder Bruch des

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thätigung bet Lehren des Katholizismus"," mit

Die „Apologetik der That" ist ohne gründliche, soziale Reformarbeit undenkbar. Die moderne Apologie ist vornehmlich eine soziale se worben. Auf bem sozialen Gebiete bet wirtb chaftliche» Kämpfe »ollzieht sich i» unseren Lasen ber. ..... „lt «,,«<,*, tull, im yr-.m-.a,. Massenabfall weiter Volkskreise voi- Christen, handel». D-. süddeutschen Regierunaen sind thum. Der Beweis ber Nothwen iakeit und wie man nnuimmf her ffui...'

Feuchten Auge» sah Josephine die beiden Männer an, streckte ihnen die Hände entgegen und sagte innig: „Dank, dank Ihr Guten! O, e.»iB 3.IW., füc W, „.l L! """ E-..m

^E?onderer Zeichen der Liebe seitens Bernard, Eine frohe Stunde mit ber Geliebte» unb unb &ih\eflfctbC ” iierlicheS Elui hervorholte Freundin verlebt, schwand bald und die beiden stocket- flbeitel$te' "brfarbte sie sich und sprach Männer trabten der Heimath zu.

p o- • „Bernard", begann bet Oberkontrolleur, nach-

bem beide eine Weile fortgeritten, „ich fange an, Dir Dein Glück zu neiden; Du kannst zu Deinem Schatz hin, wenn sich Zeit dazu bietet, ich muß mir die Gelegenheit, mit Elise ein Wort zu rede», reinweg stehlen, im Dunkel ber Nacht, auf Sekunden, wenn nur ber Zufall irgendwo zn- sammenführt. Ich möchte diesem Zustande ein Ende machen, indem ich mit Deinem Vater rede." Der Angeredete erschrak bei diesen Worten.

Hatte er e« sich, wie er es bei dem Stande der

nicht kulturfeindlich ist, sondern eine Kütturmacht

im Si«»- des Wortes barstellt. -------... W(UHJ eeHiaa)L

r? »8 Auferstehung, ^^spräch ber beiben Herren hat etwa fünf Viertel-

gefunden hat, ist besonders dazu angethan, uns der schweren Kämpfe gedenken zu lassen, welche die Kirche heute wieder zu bestehen hat. Möge

• ' 1 o*’** r* **" i* i/**' i

m , man sich ganz besonders deS

Volks - Vereins für baS katholische der "„Anwenbung^ unserer^GrundsäH""«^ bieI Mission,^die"er nach wie^o?zu erfülle» nerischen Agitatoren, bie «Ä in ben ©Vaenben Steifen frft S Ä-Ä Ä I ”aben-“ Die diplomatisch'-osfiziöse Wiener

des schönste» „@tiMebe78" fWH4\i4Taä &üen\el ^"/^ponbenz macht zu ber Zu-

bleibe», bei viele» Schwa»kende» unb Rmeiffir» auf r und die Bethätigung sammenkunft folgende Be.ne .nng: „ . . . Ma»

und selbst bei manchen Gutgesinnten alle Erfolge unterstützt Hn? mA «VÄt ,^nb ; ,bie Ueberzeugung hegsn, baß sich bei ber Hanse» werfen mit ber bloßen Frage: „Was hat benn bie Kirche, bezw. was haben bie kirch­lich aesinnten Kreise hier für baS Volk gethan?" Ma« wird bann vielleicht zur Entschnlbignng auf die charitatioe Thätigkeit als eine Frucht christlicher Gesinnung unb regen kirchlichen Lebens Hinweisen. Die Charitas sei das Gebiet „all- bewährter, katholischer, sozialer Thätigkeit", in der man weiter arbeiten solle, statt sich auf daS Gebiet der „wirthschaftliche« Jnteresser be- strebungen" zu begeben. Wir sind nun gew'ß die letzte», bie bieser, auch neben ber eigentlichen I sozialen Reformarbeit nie entbehrlichen charita- tioen Thätigkeit Abbruch thun möchten. Aber man soll bas eine thu» unb bas anbere nicht unterlassen, bas mit ber fteigenben Wirth- schaftS- unb Kultnrentwickelung ebenso nothwendig geworden ist. Ober wollen wir vielleicht bie. selbe« Fehler machen, in Folge deren die katho- lischen Arbeiter in Frankreich, Belgien, Italien zum große« Thrile zur Sozialdemokratie ab- geschwenkt sind? — R.t charitativem Wirken, mit Almosen kann die soziale Frage nicht gelöst werde». Almosen allein stelle» nicht eine solche Bethätigung der Lehren des Katholizis- mus dar, wie sie die praktische Ver- theidigung desselben in unserem öffentlichen Leben heute erfordert.

Sein Freund, durch den leicht errungenen Er- folg ermutigt, wollte versuchen, noch eine längere Frist zu gewinnen, wußte er doch, daß e« Elisen« Unglück war, wenn Karl diesen Schritt ver- suchte.

„Am Erfolg Deiner Bomühungen zweifle ich auch dann noch, «en» ich be« Vater« Abneigung gegen alle«, was irgendwie mit dem preußische» Beamtentum zusammenhäogl, bedenke. Wolltest Du meinen Freundesrath höre», ick würde Dich betten, zu warten, bis ich ganz allmählich den Boden bearbeitet habe und Du eine«, wenn auch noch so ungern gegebenen Jawort« sicher bist."

In der That hatte Bernard den Plan, sich, nachvem er ben Vater mit seiner Abneigung gegen den Schmuggel aurgesöhnt hätte, für Karl und Elise zu verwenden. Wie er diesen schönen Ge- ranken in« Werk setzen möge, war ihm selbst noch richt klar; er wollte daran erst denken, wenn ihm die Zeit zum Eingreifen gekommen schien.

Auf ein Hinautschieben seine» Vorhaben« in« Ungewisse wollte sich jedoch der Oberkontrolleur iurchau« nicht einlaffen. Er erklärt« dem Freunde, daß er jedenfalls bi« Ostern mit sich und dem Vater in« Reine komme« «olle.

Dagegen war nicht« zu machen und Bernard gab sich zufrieden, da« beste, «a« er vorläufig thun konnte.

Nach einiger Zeit theilte Karl auch seiner Braut den Entschluß mit, endlich ber Heimlichkeit eia Ende machen und bei ihrem Baier um ihre Hand anhalten z» wollen. Mehr aber, al» zu

Original-Roman von Fr. Tollet.

82 ------ (Nachdruck verböte».)

So war es halb Vorwurf, halb scherzendes Htnnehmen, mtt bem sie das zierliche Etuis be- trachtete. Sie hätte jedoch keine EoaStochter sein müssen^ wenn eS beim Betrachten des Aeußern sei» B«we»dea gehabt hätte. Vorstchtig öffnete fie daö Kästchen und sah darin ein Medaillon mtt । yuuc cc e» jicb, «ne er e« vet »em Stande bei A s^ne L^^n bildeten ben einten Schmuck. Dinge nicht ander» konnte, auch oft genug gesagt, «W a^ne sie, was das Keine Gehäuse enthielt, daß Karl über kurz oder Itna einen derartigen Mschie ie auch dort und fand ein Miniaturbild Lorschlag mache» werbe so kam letzterer ibm wahr^ettoffe» mären** Neben Züge lebens- dennoch jetzt wie etwa« unerwartet Schmerzliche«. ®attn- „ I .Wolltest Du Diiib nfrtt „nA .1*1». SKl.X«

Nicht genug konnte fie des Lobes verschwer- oe», bem Bernard jedoch ein Ende machte, indem n das' Kleinod zur Hand nahm, es ihr um den Hals ljegte und sagte:

„In diesem A.rgebinde haben wir beide, Karl und icha un« verbunden, er au« Dankbarkeit, ich »u« Steine. Karl hat mich zu Dir geführt und Mentt Dir j:tzt die Kette, bie mein Bild an Deine Brust bjesestigen soll; ich w'll wünschen und hoffe», | „Einige Wochen noch zu watte«, ^>ird mir wohl

mit Zlnlerhattungs -Meilage „ZMlfirirte Sonntags-Zeitung:'