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Fuldaer
mit Zlnlerhalümgs -Anlage „Illustrirte SoWtags-Zerümg
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29. Jahrgang.
Juköa, Mittwoch, bett 26. März 1902.
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gemeine« alle diejenigen, die das Hauptgewicht bei ihre« Reden nicht darauf lege«, mit diese« Rede« die Parlamenttarbeit zu förtzer«, sonder» vielmehr „zum Fenster hinaus zuspreche«", mit ihren Reden im Lande draußen, namentlich i« ihren Wahlkreise» zu agitiren. Ti»e Häufung solcher Reden fördert die Parlament-, arbeit nicht, sondern hemmt sie, verzögert sie, »erlä»,ert die Tagungiabschnitte, verdirbt die arbeit-freudige Stimmung im Parlamente, macht eS vielen Abgeordneten einfach unmöglich, den Verhandlungen deS Parlamente- regelmäßig bei« zuwohnen, kurz und gut: tot eine» durchaus um heilvollen Einfluß auf unfern ganzen Paria« mentari-mu- au-.
auf eine Einladung de- holländischen Minister. Präsidenten Küpper nach dem Haag; nachher folgte eine längere Berathung zwischen dem Präsidenten Krüger, dem Burengesaudte« Dr. LkpdS und besagtem Fischer, und Dr. LeydS hielt sich dann noch einige Tage in Holland auf, be- vor er nach seinem ständigen Wohnorte Brüssel
+ Aeichokanzler Graf Mlon» ist am Sonntag in Venedig angekommen. Er wird, wie im Vorjahre so auch diesmal wieder mit italienische» Ministern zusammrnkommen, zunächst wohl mit Herr« Prinetti, dem Minister deS »eußern. Dieser ist von Rom nach Mailand gereist, und man nimmt an, daß die Zusammen- kunft in einem Orte zwischen Mailand und Venedig stattfinden werde. Donnerstag wird
zurückreiste.
Nach allen voraufgegangenen Verficherungen kann man nicht recht glauben, daß die Buren geneigt sein sollten, ihre Unabhängigkeit preiszu« geben. Noch vor wenigen Tagen hat Präsident Krüger von neuem erklärt: „Wir sind nicht im geringsten entmuthigt. Von einem Frieden ohne Unabhängigkeit der Buren ist keine Rede. Ein ehrbarer Friede ist noch möglich, nämlich an dem Tage, an dem sich die Augen der englischen Re. gierung und des englischen Volkes öffnen . . .** Dagegen taucht wiederum die Meldung aus, die Buren hätte» den Engländern die Abtretung deS „Randes" angebotrn, des Gebietes, in dene« hauptsächlich die Goldmine« und Diamantenselder liege«, und dafür die endgiltige Ueberlaffung de- Zululandes verlangt.
E- wird sich bald zeige«, ob an diesen Mel. düngen etwa- Wahres ist.
würden sie vo» selbst maßvoller werde« in ihren Ansprüche» an die kostbare Zeit, die da- Parla. ment ihnen opfern soll. Da- wiederum würde wesentlich beitragen zu einer Auffrischung, Be. ebung, Gesundung der gesammten parlame«. tarischrn Thätigkeit.
gierung des Oranje«FceistaateS.
I» England stellt man sich so an, al- be. ruhe die ganze Unterhandlung aus Wünschen, die von den Buren an die Engländer gelangt seien. So äußerte sich der britisch- Krieg-Minister Brodrtck Montag Abend auf eine Anfrage dr- liberalen Abgeordneten Campbell - Bannermann m englischen Unterhause: Vor 14 Tagen gab Schalk Burger den Wunsch kund, daß ihm Kit- chener freie- Geleit durch unsere Linien und zurück gewähre, um mit Stejn die Möglichkeit von Friedens-Vorschlägen zu besprechen. Kstchener willfahrte der Bitte mit Zustimmung der Re. gierung. Sollte» die Gnglä»der wirklich so ltebe»Swürdig gewesen fein, Herrn Schalk Burger sofort auf dessen Wunsch sreieS Geleite durch ?r^sich"nurE um^Burger'-^to aber I Mtnisterpräfioent Z "belli nach dem Sa^
aleichrritia um ihre eigenen dabei gehandelt dasee abreise» u»d höchst wahrscheinlich auch hätte? Das glauben wir nicht, und da- wird mit dem Grafen Bülow eine Zusammenkunft den Engländern kein Anderer glauben. SBenn *•-*-- die Herren S balk Burger nicht unmittelbar zu seinem Thun vranlaßt habe» sollten, dann hat dieser offenbar ihnen den großen Gefallen ge« tha«, ganz na h ihren unausgesprochenen Wünschen zu handtin. Höchst wahrscheinlich hängt doch auch die R Ise de» greisen FeldmarschavS Lord Wolseley »ach Südafrika mit diese«
Deutsche» Deich.
Berlin, 25. März 1902.
über an«, all dieser mit den Geschwistern eintrat. Der Graf, der mit Wein und Cigarren aufwarten ließ, befand stch in bester Laune.
„Men Sie ei sich heute wohl sein bei mir", sagte der alte Herr beim Abschied, „kommen Sie, Herr Oberkontrolleur, gut heim und besuche« Sie uni bald wieder, wenn Sie der Dienst in unsere Nähe führt!" , L
Kart versprach dieses; mit herzlichem Händedruck verabschiedete der Graf seinen Besuch.
„Prächtiger Mensch, dieser Herr Wagner, sagte er scherzend zu Fräulein Wiemann, die noch mit dem Znsammenstellen der Gläser be. schäftigt war und dem Diener klingelte, nachdem die andern den Grafen verlassen hatten, „schade, daß er sein Herzschon an die Kleine vergeben hat!"
Josephinen« Antwort war kaum zu verstehen; mehr unwillig über den gutgemeinten Scherz, als erfreut verließ sie das Zimmer des alten Herrn.
Unten angekommen war sie sehr erstaunt, Bernard allein im Zimmer zu finden; dieser, ihren fragenden Blick verstehend, erklärte: „Karl, lud uns ein, seine Bude, wie er sagte, anzusehen und ich ließ die« Clise allein besorgen; kenne ich doch da« Zimmer und wollte den Beiden die Gelegenheit gönnen, sich all da» zu sagen, wa« Liebende nach so langer Trennung auf dem Herzen haben." And mehr zu sich selbst redend, fügte er hinzu: „6» ist doch etwa« schöne« um die Liebe!"
Josephine, den Gedanke« gleichsam weiter- spinnend, entgegnete: „Ja, wenn sie so ist, wie bei den beiden!"
„Ich denke mir die Liebe immer so", über« setzte der junge Mann, sich Josephine langsam nähernd, „nur da« ganze Aufgehen be« einen Theil« in dem andern, scheint mir den Anspruch auf die Bezeichnung „Liebe" erheben zu dürfen."
[] Die Unterhandlungen in Südasrika
haben natürlich überall die regste Aufmerksamkeit efvnben, am allermeisten in England und be» »en europäischen Burenkreisen. Nach de« letzten Meldung-», di- über London -ing-ttoffen sind, st -r bei den Verhandlungen in Pretoria nicht zu endgilttgen Beschlüssen gekommen. Da»ach chkint e- sich zunächst um die Verabredung eines Plane- zu handeln, wie man wohl auch zu Un- erhandlungen mit den anderen Bure« gelangen könnte, namentlich mit dem Prästdenten Stejn und den anderen Mitgliedern der bisherigen Re-
Sopha und erzählte ihr von seinen Kämpfen, vo« seinem Entsagung«-ntschluß und dem Siege der Liebe über alle Bedenken.
Da hörte man Karl» Stimme draußen, und bald standen Karl und Elise schon im Zimmer.
„Siehst Du, Schatz, wir find keine Minute ,« lange weggeblieben, die beiden haben un« gar nicht vermißt!"
In glücklicherer Stimmung war wohl noch kein Verlobungsmahl verlaufen, al« da» Mittag, essen der vier jungen Leute, und da« bedienend« Mädchen konnte in der Lüche nicht genug erzählen von der guten Laune, die da vorne herrschte.
Mit Jubel wurde Karl» Vorschlag, eine all. gemeine Brüderschaft zu trinken, angenommen, und da» trauliche Du, da« bald erklang, ließ de« letzten Zweifel daran schwinden, daß die frohe» Menschen stch al» Glieder einer Familie be. trachteten, jeder bereit, mit dem andern Freud« und Schmerz zu »heilen.
Vor Einbruch der Nacht nahm man Abschied, Karl und Bernard mit dem Versprechen, öfter auf Hargut vorzusprechen, wenn der Weg fle dort vorbeiführe; Josephine mit dem gleichen Ver« sprechen, ihren Aufenthalt in der Stadt jede« Mal zu einem Besuch bei Kemann zu benützen, dan« zogen die Pferde an und der Wagen fuhr zum Thore hinaus. E» deuchte Josephine, al« sei ihr et« neues Leben heute aufgegangen, ein Leben der I Pflicht gegen alle, die da« dahinrollende Gefährt ihr entführte.
Im Wage«, in dessen Rückpolster, — über und über in Shwal» und Decken gehüllt, — der Oberkontrolleur saß, wurde wenig gesprochen.
Vor dem „Hotel zur Krone" machte der Wage« I Halt. Nur Bernard war e«, der den Patient-» I hiueingeleitete. (8- T-)
haben.
X Da« Aeichodefiztt wird «ach einer halb, amtlichen Darlegung der Finanzergebniffe der ersten elf Monate des laufende» EtatSjahres nicht ganz so schlimm au-falle», wie Reichsschatzsekretär Frhr. von Thielmann im Reichstage ankündigte, wohl also nicht vierzig Millionen Mark übersteige»; aber es wird wemg hinter diesem be. bäuerlichen Anschläge zurückbleiben. „Damit, daß die lleberweisungen immer noch mit über zehn Millionen Mark hinter dem Etatsanschlage zurückbleiben werden, muß man — nach dieser halbamtlichen Ankündigung — auch aus Grund der jetzt vorliegenden Zahle» rechnen."
+ Die amerikanische Ariuzenreise findet eine sehr gute Beurtheilung in der politischen Wochenschau des sreifinnigen und fanatisch frei, händlerischen ,Berl. Tapebl/. Dort wird in sehr verständiger Weise Widerspruch erhoben gegen die übertriebenen Hoffnungen gewisser Leute, die schönen Erfolge der Amerika-Reise deS Prinzen Heinrich würden fich alsbald auch in vorrheilhaftester Weise I auf dem Gebiete der Handelspolitik bemerkbar machen. „Wie Graf Bülow außer Stande ist,"
G Parlaments-Kuren.
Nach allgemeiner Anficht hängt der mangelhafte Besuch de» Reichstages in hohem Grade mit der allzulangen Dauer seiner Tagungen zusammen. Würden nicht gar so hohe Anforderungen gestellt werden an den Zeitaufwand her Männer, die fich freiwillig in den parlamentarischen Dienst der Reiche- stellen, dann würde oha- Zweifel die Zahl derjenigen wachsen, di« fich diesem Dienste regelmäßig «der überhaupt »tonten können. Der Reichstag arbeitet ja mit bewundern-werthem Fleiß-. Die Sitzungen dauern in neuerer Zeit im Durchschnitte erheblich länger, «l8 das früher der Brauch war; und fast niemals mehr werden die Sitzungen unterbrochen, während in früheren Jahren mit Vorliebe die Samstag- und Montage von Pleuar- fitzungen frei gelassen wurden. Die Leistungen des Reichrtage- haben also, nach der Zahl und »ach der Dauer der Sitzungen innerhalb eines TagungSabschnUte- berechnet, ganz erheblich zu« genommen. Aber man kann nicht sage», daß gleichzeitig mehr wirkliche parlamentarische Arbeit alS früher geleistet werde — nicht »ur im Reichrtage, sondern auch in anderen Parlamente», wie namentlich im preußischen Abgeordnetenhaus-.
Woher kommt daS? Wer einmal eine Etat-« berathung int Reichstage genau verfolgt hat, oder auch im preußischen Abg-ordnetenhause, der wird die Entdeckung gemacht haben, daß viele Dinge mehrfach und in ganz genau derselben Weise besprochen werden. AuS der letzten Zett mögen hier zwei Beispiele dafür angeführt fein: Dreschen und der Fall Bredenbeck. Wenn man fich die Mühe nimmt, die Verhandlungen de- Reichrtag-S und deS preußisch-« Landtage- zu verfolgen, wird man äußerst überrascht sein vo» der Entdeckung, wie häufig da-selbr über dieselbe» Dinge gesproche« worden ist. Der preußische Kulturminister Studt zum Beispiel hat eine bestimmte Rede über die Polenfrage fich auSgearbeitet, die er bei jeder Gelegenheit anbringt. Im Anfänge dieser letzten Tagung hat er fich, wenn er diese Rede halten wollte, einiger Blätter mit Notizen bedient. Nach und »ach aber hat et fich so hübsch in diese Rebe hineingesprochen, daß er sie zuletzt ganz frei halte» konnte. Sollte nicht derselbe Erfolg erzielt morde» sein, »en» der Herr Minister diese Rede einige Mal weniger gehalten hätte? Ohne Zweifel.
Aber die Herren vo» der Regierung sind eS im allgemeinen nicht, die die Entwickelung der parlamentarischen Arbeiten durch überflüssige Reden aushalten. Auch den Mitglieder» deS CrntrumS und der konservativen Parteie» kann niemand diese» Vorwurf machen. Derselbe trifft in der Hauptsache die Herren von der Linke», die Leute der verschiedenen liberaltn Schatti- rungrn und die Sozialdemokraten, im all-
Die Presse kann Mancher thun, um dieser nicht lobenswerthen Gepflogenheit entgegen zu ■ arbeiten; in der ,Fuld. Ztg.' haben wir schon immer nach dem Rezepte gehandelt: Rrde», die den Charakter au-gesprochener AgitationSreden an fich tragen, werde» ganz einfach vo« den Zeitungen nicht abgedruckt. DaS empfiehlt stch von verschiedene« GefichtSpunkten aus. Erstens helfe« ja die Zeitungen, die in unbegreiflicher Sutmüthigkett solche Agitation-reden politischer Gegner abdrucken, diesen bei ihrer Agitation, schaden also auf Umwegen den Grundsätzen und Anschauungen, die sie selbst vertreten sollen und wollen. Zweiten- aber wird damit der ganze« Sache der Parlamentarismus kein guter Dienst erwiesen. ES liegt im Interesse deS parlamentarischen System-, daß das Lese - Publikum die Berichte über die parlamentarische» Sitzungen und Arbeiten mit Interesse und Aufmerksamkeit verfolgt. Sieht aber der durchschnittliche Zeiiungs« leser seitenlange ParlamentS.Berichte, außerdem womöglich spaltenlange Berichte über die Be- rathangen von allerhand parlamentarischen Rom» Missionen, dann verliert er gleich von Anfang die Lust, fich durch alle diese Reden hindurchzuarbeiten und liest in Folge dessen den ParlamentS.Bericht gar nicht, und dan» auch daS nicht, wovon »an dringendst wünscht, daß er eS lesen und in sich auf»ehmen solle. , t
Damit soll natürlich nicht gesagt fein, daß die Zeitungen die parlamentarischen Berichte alS Nebensache behandel« solle«; «ei» im Segen- »heil! Aber die Sorgfalt, di- daraus verwandt wird, soll nicht nur der AuSsührlichkni der Berichte dienen, sonder« kritisch verfahre» u»d zum beste» der Sache Agitation-rede» politischer Geg»er nur erwähnen, nicht wiedergebe», nur so kennzeichnen, daß der Zusammenhang de» Ge« sammtberichte- erhalten bleibt, und durch kluge Beschränkung de« gebotenen Parlamentstoffe« die« sen erst recht anziehend für den Leser der Zeitun machen. Würde diese- Verfahren allgemein von den Zeitungen beobachtet, dann würden diese au solche Weise unfern ganzen Parlamentarismus und feinen gedeihlichen Arbeiten einen vortrefflichen Dienst leisten. Denn die Agitationsrede», die nicht gedruckt werde», haben ihre» Zweck verfehlt. Und wenn die Herren, die mit Vorliebe die parlamentarische Arbeit durch unaufhörliche Rede» „zum Fenster hinaus" hemmend beeinflusse», sich »icht mehr gedruckt sehe» würden.
Frieden-versuchen zusammen.
Die Burenkreise in Holland und i« Belgien nehmen nach Drahtmeldungen von dort her ohne weitere- an, daß England die ganze Aktion veranlaßt habe, und zwar angeregt daz» durch den bekannten Wechsel der diplomatische» Schriftstücke zwischen England und Holland über den Buren« krieg und etwa mögliche FriedenSunterhandlunge». Thatsächlich habe» ja gerade in der allerneueste» Zeit die englische» Waffen mehr Mederlagen, alS SiegeSersolge gehabt, so daß man nicht einsehe» könnte, warum gerade jetzt die Buren Lust bekommen haben sollten, fich vor den Engländern zu demüthigen.
Außerdem liegen solgeude Thatsachrn vor: am 17. März reiste bet Burenvertreter Fischer
„Gewiß, aber diese gänzliche Hingebung, ohne irgend welche Nebenftagen und Nebenabsichten, ist wohl sehr selten", klang e« im Tone de« tiefsten Bedauern« zu ihm herüber.
Da« Herz begann Bernard mächtig zu klopfe«, e« trieb ihn sozusagen, die Last abzufchütteln, die nun wochenlang darauf geruht, und er folgte diesem Drängen. Ein Schritt brachte ihn an! Josephinen» Seile, und ihre herabhängende Rechte in seine beide« Hände schließend, die zitternde Stimme zu einem Flüstern dämpfend, begann er:
„Nicht so selten, wie Sie wohl meinen, ist diese Liebe, Josephine! Darf ich Sie bei diesem lieben Namen nennen und Ihnen sagen, daß einer vor Ihnen steht, der um Ihretwegen einer solchen reinen Liebe fähig ist, dessen Gedankenwelt Eie sind, seit der ersten Stunde, in der un» ein glücklicher Geschick hier an dieser Stätte zu« sammensührte? — Und darf idj hoffen", fuhr er nach einer Pause fort, während welcher Josephine «rröthend den Blick zu Boden heftete, „in Deinem Herzen als Lohn für meine treue Liebe mir ein freundliche« Gedenken, ein kleine» Plätzchen zu er« werben?" , _
„Nicht bas, mein alles sollst Du haben, Du Lieber, den ich immer geliebt!"
Es war kein Aufjubeln, a(« freue stch da» Hetz seine« Siege«, kein schüchterne« Geständniß, al« könne es bas Große nicht fassen, bas ihm wieberfahren; ein freudiges Gewähren klang ans den schlichten Worten, mit denen Josephine dem Geliebten ihre Antwort gab, wie man einem Freunde ein Geschenk überreicht, von dem man weiß, ba« er es sich lange schon gewünscht hat.
Willig ließ sie es auch geschehen, daß er ihre Hand mU heißen Küssen bedeckte. Dann wurde Bernard beredt, zog ste neben fich aufs
Original-Roman von Fr. Tollet.
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Karl, Elise am Arm, trat ei«, blieb aber in der Thür- st-h-n, voll Verwunderung die reiche Dekoration, den festlich geschmückten Tisch be« ttachtend. „Sieh, Elise", wandte et sich dann an seine Brant, „das sind so die Kunststückchen, auf die fich Fräulein Wiemann versteht, mit hundert solcher Ueberraschungen hat ste mir hier während dieser Zeit das Leben angenehm zu machen gesucht — Ich danke Ihnen Fräulein Wiemann", sagte er bann, näher tretend und ihr seine Rechte bietend, „möge Gott Ihnen alle« lohnen!"
„So viel Worte für einen so einfachen Scherz!" wehrte Josephine ab, dann nahm man Platz, man stieß auf Karl« Gesundheit an und «ar bald in ein ungezwungene« Geplauder vertieft, da« wie e« der Zufall gab, bi- v-rschieb-ust-n Gegenstände betraf.
Gegen Mittag machte Karl beii Vorschlag, man sole fich beim alte« Herrn Grafen melden lassen. Er selbst wolle ihm noch feinen Dank aus« sprechen und die Geschwister würden dem äußern Anstand dadurch genügen.
Bernard dachte zwar an den unerquicklichen Nachmittag mit dem jungen Grafen, aber er sagte nicht«. Durch Fräulein Wiemann« Bemühungen ließ fich der alte Herr zur Entgegennahme de« Besuch« bestimmen, trotzdem e« ihm, wie er dem Fräulein gestand, nicht angenehm fei, Danke«- bezeugmlgen anhören zu müssen für etwa«, wa« fich von selbst verstand.
Diesen Grundsatz sprach er auch Karl gegen-