*f*etnt Ujfttk et. Lusnihme der Gain- «ad Feier« ti|t. Bierteljührl. ß»»N, »r ie •i«u9>nagerl»^n «kdUestellgeld in ■nOto und auf«
•Tä^FääJ"' mit Anterhaltungs -Aeikage „IssilKrirte Sonntags-Zeitung"
JK 61.
Julöa, Freitag, den 14. März 1902.
29. Jahrgang.
WM Mit Ksthil. Mzlmgs- md Mömwiit dks 20. Ichihmdrris.
Zum 14. März, dem Sterbetage Lttdwig Wimdlyorst».
Augenscheinlich und offenkundig setzen jene Mächte und Gewalten, welche das Ziel ihres Wirkens nicht in Gott, sondern in den Reizen der vei blendeten Augen- und Fleischeslust und in der Hoffarth des Lebens suchen, wie in allen früheren, so auch in dem begonnenen 20. Jahrhundert ihre Gegnerschaft gegen die katholische Kirche, ihre Einrichtungen unv Angehörigen mit dem alten Haffe und erneuter Bosheit fort.
Folgerichtig darf daher auch im 20. Jahrhundert die Gegenwehr der Katholiken nicht mangeln, wo fie organifirt ist, nicht erlahmen, wo sie noch nicht ins Leben gerufen worden, nicht länger hingehalten werden. Wie im letzten Viertel der 19. Jahrhunderts, so bleibt auch zu Beginn des 20. Jahrhunderts und fernerhin für die Katholiken die allgemeine Wehrpflicht für Wahrheit, Recht und Freiheit in Kraft, welche der unvergeßliche Katholikenführer Dr. Ludwig Windthorst so oft und eindringlich einschärfte, mit seinen an die Wehrmacht zu Wasser und zu Lande erinnernden, zündenden Rufen: „Stelle jeder seinen Manu!" und „Alle Mann auf Deck!"
Was Windthorst und seine politischen Freunde, di« Centrumsparteien im Reiche und in den Bundesstaaten Deutschlands und darüber hinaus für die katholische Welt im 19. Jahrhundert gewesen, das hat der über 40 Jahre ältere Theit der Mitwelt noch selbst mit eigenen, bewundernden Augen angesehen. Die ältere Generation, soweit fie katholisch ist, hat selbst thätig und freudig zu jenen Erfolgen mitgewirkt, wie e« Recht und Pflicht erheischten.
Inzwischen aber wächst ein jüngeres Geschlecht heran, da» jene Großthaten selbst nicht geschaut, und dem er persönlich nicht mehr gegönnt ist, jene für Wahrheit, Recht und Freiheit begeisternden,'elektrifirenden Worte Windthorst« au« seinem eigenen Munde zu vernehmen.
Aber allenthalben hat die jüngere katholische Männerwelt mit der älteren erkannt, wie sehr e« noth thut, in den neuen heraufziehenden Stürmen der Zeit den Geist Windthorst« »oll und ganz allüberall in der katholischen Welt wachzuhalten und überallhin bewahren, versöhnen und fruchtbar zu machen.
Zu diesem Zwecke werden alljährlich und b:- sonder» in den Vereinigungen, deren Stifter und Namensgeber Windthorst ist, in den Versammlungen der Centrumtpartei, des Volksverein« für das katholische Deutschland und in den Windt- horstbunden usw. die geeigneten Gelegenheiten wahrgenommen, dem Heranwachsenden Geschlechte zur Belehrung und Nachfolge, dem älteren zur freudigen Erinnerung an harte, aber glorreiche Kämpfe und Stege auf geistigem Gebiete, Windt- horsts Leben«gang als Musterbild einer für feine religiösen Ideale kämpfenden Katholiken vor Augen zu führen.
In der That sind seine Lebensziele und seine Fahne mit dem Wahlspruch: „Für Wahrheit, Recht und Freiheit" die gemeinsamen aller Katholiken.
Sein Frei« und Starkmuth wie seine Unerschütterlichkeit und Kaltblütigkeit, nicht minder aber seine Vorsicht und Klugheit mitten im dräuendsten Kampfgewoge aber find al« gewinnendstes Beispiel, hinreißende« Vorbild der Katholiken in den weiteren Kämpfen der Gegenwart und Zukunft nachzuahmen.
Das ist die Stimme und der Wunsch aller, die das letzte Viertel de« 19. Jahrhundert« mit erlebt und mit durchgekämpst und welche die Zeichen der Gegenwart richtig verstehen. Diese deuten ja wiederum auf gefährliche Krisen, «enn auch zunächst nicht überall auf gewaltsamen Sturm, dann aber doch um so unzweideutiger auf religiöse Blutvergiftung und allmählich ertödtende Schwindsucht der jugendlichen Begeisterung und religiösen Schwungkraft durch vielfach zu üppige Pflege und Blüthe de« niedern Theiler des Erdenleben« mit seinen Künsten, Lüsten und Listen, aber auch mit seinen Lasten und Lastern der von höheren Idealen abgekehrten und abziehenden Sinnenwelt. E« ist kein Zweifel, daß diese Krist« für da« religiöse und fteiheitliche Leben de« christlichen Volke« viel gefährlicher ist, al« die offene Lerfolgung.
Zur Bekämpfung und Beschwörung dieser aktuellen Gefahr der Heranwachsenden christliche» Jüngling«» und Männerwelt, die Erben de« Ruhme« unserer kath. Führer und unsere« kath. Volke« gibt e« kein wirksamere« Mittel,
als der Blick auf die verklärte Heldengestalt unseres Windthorst», der Perle nicht nur von Meppen, sondern der ganzen Centrumspartei im deutschen Reiche und der katholischen Laienwelt de« Erdkreise» der letzten 50 Jahre.
Größere und ausführlichere Werke über ihn, deren es einige gibt, bleiben den meisten unzugänglich. Ein paffendes, zur Maffenverbreitung bestens geeignetes, in packender Sprache und glühender Begeisterung geschriebene« Volksbuch von bleibendem Werthe liegt jetzt vor zu dem Jedermann erschwinglichen Preise von 30 Pfg. Dasselbe ist betitelt: Unser Windthorst, die Perle von Meppen. Vorbild der katholischen Jünglingr- unb Männerwelt de« 20. Jahrhunderts. Von Nikolaus Thoemer, Dr. phil., Mitglied des Windthorst-Bunde« Münster. Mit zwei Vollbildern: 1) Windthorst in der Vollkraft feines Wirkens (1890). 2) Flügelbilder des Hochaltars der Marien-Kirche in Hannover (gestiftet von Leo XIII.). Alphonsus-Buchhandlung in Münster.
s Düsseldorf, die W»M«mßMlrWle des Weis.
II. (Schluß.)
Besonders reich ist die Faffade de« Knnstaus- stellungipalaste« bedacht worden. Zunächst hat der Kunstoerein für die Rheinland« und Westfalen die Mittel zu einem reichen figürlichen Schmuck für da» Giebelfeld über dem Havptportal bewilligt. Es wurde zu diesem Zweck eine Konkurrenz für die Düffeldorfer Bildhauer ausgeschrieben, in der C. Heinz Müller den ersten Preis und damit di« Ausführung seine« Entwürfe«: „Prometheus mit dem hohen Lichtfunken die Kunst begeisternd und Gewerbe und Handwerk befruchtend", erhielt. Auch die Felder über den Portalen der Eckrisalite sind mit plastisch-dekorativem Schmuck vr sehen. Die Ausführung dieser Arbeit wurde dem Bildhauer Nieder übertragen. .
So ist nun das Hau« aufs beste bestellt und zum ersten Male wird die Düffeldorfer Kunst Gelegenheit haben, die übrigen Kunststädte im eignen Haus« al« Gäste zu empfangen und hier nach freie« Ermeffen ihre Leistungen neben denen ihrer Mitbewerber im besten Lichte zu zeigen. In allen deutschen Kunstgemeinden bereitet man fich mit Begeisterung vor, um durch Einsendung der vorzüglichsten Werke die erste Ausstellung im Düffeldorfer Kunstpalaste zu einem Fest der deutschen Kurst zu gestalten; Oesterreich hat für seine Künstler eine namhafte Staat«bethilfe zur Verfügung gestellt und e« werden auch diese an dem Ehrentage der Düffeldorfer nicht fehlen. Für sie mußte sogar ein eigener Anbau errichtet werden, weil sie die Ausstellung in großem Umfang zu beschicken gedenken. Die große kunsthistorische Ausstellung, welche ebenfalls im Kunstpalaste untergebracht wird, wird ein Glanzpunkt der ganzen Ausstellung sein. Sie wird einen Ueber« blick über die geschichtliche Entwickelung der ganzen westdeutschen Kunst in ihren wichtigsten Perioden geben. Sie umfaßt in Originalen Skulpturen in Stein, Holz, Elfenbein, Metall und Thon, Gemälde und Miniaturen, Werke des Bronzeguffe«, der Goldschmiedekurst, auch de« Eisenschmiedegewerbe«, Schöpfungen der Keramik, endlich Waffen, Möbel, Stoffe, Tapifferien, Gobelins, Paramente und zwar in hervorragenden Stücken. In erster Linie beteiligen fich im weitesten Umfange die kirchlichen Behörden, aber auch die Schätz« der Sammler werden in reicher Häufung jedoch in kluger Sichtung zusammengetragen. Daran reihen fich mvstrrgrltige Nachbildungen. Bor allen Dingen find hier die großartigen neuen Aufnahmen der bedeutendsten Baudenkmäler der westlichen Provinzen durch di« unter Leitung des Geh. Baurath« Dr- Meydenbauer stehende Meßbildanstalt im preußischen KultusminiAerium hervorzuheben. Den Ehrenvorsitz der kunsthistorischen Abtheilung hat der Erzbischof von Köln, Dr. Hubertus Simar, übernommen.
Im Anschluß an die Rede Profeffor Roebers betonte Geheimer Kommerzienrath H. Lu eg, daß di« Verirrter der rheinisch-westfälischen Industrie immer gern bereit gewesen sind, thätig mitzuhelfen, wenn e« galt, der Schwester Kunst einen Dienst zu erweisen; er beglückwünschte die Künß- lerschaft Namens der Industrie und Gewerbeausstellung zur Vollendung de« Werke», auf das fie o viele Hoffnungen setzt. Nach ihm ergriff Herr Dberbürgermeister Marx da« Wort. Er übernahm de» neuen Kunstau«stkllung«palast in die Obhut der Stadt und zollte der Künstlerschaft, vor allem Profeffor Roeber auftichtigste Bewunderung und Anerkennung für die Energie und E nmüthig- k«tt, mit der fie ihr« Idee zur Au«führung gewacht hätten. Sodann sprach Erzbischof Dr. Hu- >ertu« Simar. Er drückte die Hoffnung au«, daß di« mit de« 1. Mat zu eröffnende deutsch-
nationale Kunstausstellung sich zu einem glänzenden Ehrendenkmal deutscher Kunst gestalten werde, gleichzeitig aber auch zu einem segensvollen Denkmal des Frieden«. Sodann beglückwünschte Finanzminister Freiherr von Rheinbaben die Düffel- dorfer Künstlerschaft zu der nunmehr gewonnenen Gelegenheit, ihre Leistungen vor aller Welt zu zeigen, mit ihren Leistungen mit aller Welt zu wetteifern. Er wie« auf die zuvor gesehenen W rke des Fortschritts, den Düffeldorfer Hafen, Werst- und Brückenbau und auf den ungeahnten industriellen Ausschwung der letzten Jahrzehnte hin und betonte die hierin liegende Gefahr des Ueb<" wiegens wirthfchaftlicher, materieller Gesichtspunkte. Diesen Gefahren im Westen der Monarchie entgegenzutreten, sei die Aufgabe der Düffeldorfer Kunst Seine Rede klang aus in ein dreifache» Hoch auf den Schirmherr und eifrigen Förderer deutscher Kunst, Seine Majestät den Kaiser.
Bei dem darauffolgenden g'oke» Festessen im großen Skulpturensaal des Kun staue stellungs» palastes begrüßte Profeffor Roe der Namens der Ausstellung und der Stadt die Erschienenen. Er habe gegenüber der vom Finanzminister von Rheinbaben ausgesprochenen Besorgniß die feste Ueberzeuzung, doß Idealismus und Schönheils- sinn im industriellen Westen im steten Wrchsthum begriffen sind. Der beste Beweis dafür sei der Opfermuth und die rasche Bereitwilligkeit, mit der die Industrie die Mittel zum Bau deS Kunst« palastes bereit gestellt habe, der beste Beweis auch sei die Anwesenheit unserer zahlreichen hochstehenden Ehrengäste. Er dankte einer Reihe von Personen, die ihr bestes Können in den Dienst der schönen Sache gestellt hätten, so dem Architekten Bender, den Herren Holzmann & Cie., den Architekten Rückgauer und Kraefft, sowie den Profrfforen Schill und Kleesattel. Eisenbahnminister von Thiele» dankte hierauf irr launiger Rede für die Einladung zu dieser Vorfeier int Gehrock. Er bekannte sich als alter Düffeldorfer. „Ich möchte", so meinte er, meinen Großvater oder noch befrei den alten Jan Wellm jetzt einmal in dem neuen Düsseldorf mit seinen prächtigen Straßen und in seiner neuen Umgebung deru «führen. Wie hat mau früher, zu meine» Zeiten, auf Düsseldorf heradgrsehen: Eine Vorstadt von Köln, eine Stadt für die kleinen Rentiers! Und wie anders ptfifentitt sich uns heute die große prächtige Stadt am Niederrhein. Ich hoffe, daß wir recht bald »och einmal Gäste der Ausstellung fein dürfe», daß aber außer uns auch »och eine recht große Zahl anderer und zwar zahlender Gäste i» diese Räume herein- strömen möge, damit diese Ausstellung einen volle», großen Erfolg für Industrie, Gewerbe uab vor.allem für die Kunst bringe» möge. Hierauf hieß Oberbürgermeister a. D. Haumann Namens der Ausstellungsleitung die zahlreich an» wesenden Vertreter der Presse aus daS herzlichste willkommen. Er erkannte an, daß ein Unternehmen wie die Ausstellung der thätigen Ar-thcil- »ahme der Presse heuzutage nicht entbehren könne, schon die Erfahrungen bei den Vorbereitungen der 1880er Ausstellung hätten eS der Ausstellung nah« gelegt, die Thätigkeit der Puffe in weitestem Umfang für das Unternehmen zu gewinnen.
Zu diesem Zwecke wurde daS literarische Bureau gegründet, welche« die Aufgabe zusiel, di« Preffr dauernd mit aktuellem Material Über die Ausstellung zu versorgen. Außerdem entfaltete dieses Bureau eine umfassende Propa- gandathätigkeit durch Versendung von zahlreichen Broschüren, Plakaten usw. Diese Thätigkeit hat u»8 in enge, und wie ich mit Senugthuuvg ton- statiren kann, in die angenehmsten Beziehungen mit der Presse gebracht. Sie hat es ermöglicht, daß Millionen Mensche» über die Fortschritte unseres Unternehmens stets unterrichtet waren, und daß das unentbehrliche Interesse der Oeffent- lichkrit frühzeitig geweckt und erhalten wird. Bezugnehmend auf daS neuere Wort des Kaiser-, der die Vertreter der Presse an Bedeutung den kommandirenden Generäle» gleich - stellte, trinkt Redner auf das Wohl unseres BundeSbruderS, der Presse.
NamevS der Presse dankt« Herr Dr. Roll- mann (.Frankfurter Zeitung ) und erinnerte gleichfalls an die literarische Thätigkeit bei der vorigen Ausstellung, die er selbst mitgemacht hab«. Durch ein allgemeiner Verfländniß des großen Publikums für die Bedeutung der großen Industrie« und Kunstausstellung«» sei eS erst möglich geworden, diese auch finanziell durchzu- führen. Zunächst ergriff für di« Künstlerschast daS Wort Herr Maler Ed. Daelen. Er ge- dachte der denkwürdigen Generalversammlung der Düsseldorfer Künstlerschast i» Jahr« 1898, i» welcher Professor Fritz Roeber seinen genialen Plan mit so eindringlicher lieber« -rngungSkraft ausführte, daß ihm daS schier Unmögliche gelang: die grsammt« Künstlerschast, die sonst mit ihren scharf ausgeprägten In-
dividuoliläten vielfach zersplittert ist, mit einem großen starken Griff zusammenzufassen zur gemeinsamen That.
Aber nicht allein darin liege RoeberS unsterbliches Verdienst, er fei auch ein großes Finanzgenie. Wenn Lucanus einmal einen Finar-zminister brauche, würde er ihm unbedenklich rathen, sich aus Düsseldorf den Professor Roeber zu holen. Während der hierbei aus- brechenden Heiterkeit wurde sich Redner der Anwesenheit des Finanzministers von Rheinbaben bewußt, und unter nochmaligem schallenden Heiterkeitkausbruch meinte er, Gott sei Dank hätten wir ja augenblicklich noch einen Finanzminister, zudem hätten wir Professor Fcitz Roeber in Düffildorf noch weiter zu ganz anderen Dingen nöthig. Mit derselben Etnmüthigkeit, die Roeber ihnen seiner Zeit geschenkt habe, dank« ihm heute die Künstlerschaft.
Die Ausstellung hatte dafür gesorgt, daß neben der idealen Begeisterung auch das Materiell« im Menschen zu seinem Rechte kam. Die Küche des Kunstausstellungsrestaurants leistete unter der bewährten Leitung des den meisten Festtheil- nehmern vom letzten Pressefest der Ausstellung her wohlbekannten Herrn Schievelbusch wieder einmal Glänzendes.
Nach einer längeren Pause versammelte man sich in den freundlichen Räumen des Malkasten, wo man Gelegenheit hatte, die Künstlerschaft auch in ihrem intimeren Kreise zu studiren. Sang und Spiel, Scherz und launige Rede täuschte» nur zu schnell über die flüchtigen schönen Abendstunden in dem berühmten Künstlerheim hinweg. Noch in später Stunde klang die Bedeutung deS nicht nur für die Düffeldorfer Künstlerschast, sondern geradezu für die gesammte deutsche Kunst hochwichtigen Tages in begeisterte» Reden nach. U»t«*r vielen anderen gedachte Herr Dr. Beumer, Mitglied des Reichstages, des wohlwollenden Berathers und stets hilfsbereiten Förderers der Düsseldorfer Kunst, des Geheimen Kornnmzien- rathsJ. Lueg. In höchst launiger, geistreicher, fein pointitter Reve entwickelte Freiherr von Verfall, Chefredakteur der «Kölnischen Zeitung', manch lehrreichen Gedasken über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der deutsche» und der Düffeldorfer Kunst.
KsrmifchSsSo
* Eine kostspielige Dickens-Ausgabe. Eine Ausgabe der Werke von Charles Dickens, von der jedes Exemplar 520,000 Mark kosten soll, wird von dem Verleger George D. Sproul vorbereitet. Die Ausgabe, die den Namen „St. Dunstans Jlluminated Dickens" tragen soll, wird eine der theuersten Prachtausgaben sein, die jemals zum Verkauf gelangt sind. Es werden nur fünfzehn Exemplare zu je 130 Bänden gedruckt; davon sind acht für Amerika und sieben ür England bestimmt. Sechs Bände befinden fich jetzt im Druck, das ganze Werk wird in drei Jahren vollendet sein.
* Rücksichtsvoll. Fräulein: „Und Sie wollen wirklich nicht heirathen, Herr Leutnant?" — Leutnant: „Möchte schon, fürchte mich aber, alle anderen weiblichen Wesen empfindlich zu beleidigen."
Literarisches.
Astronomischen Lexikon. Auf Grundlage der neuesten Forschungen, besonder» der Spektral-Analyse und der Himmels-Photographie, bearbeitet von Äug. Krisch. Das Werk erscheint in 20 Lieferungen zu 60 Pfg. Die Ausgabe erfolgt in zehntägigen 8wischenräumen. (A. Hartlrben'S «erlag in
Men.)
Beim Studium astronomischer Werke oder der Lage»- literatur stößt der Late häufig auf Ausdrücke auf dem Gebiete der HimmelSkunde, deren Bedeutung ihm gänzlich unbekannt, oder zum mindesten nicht geläufig ist; dann muß er entweder daS Studium mit einer störenden Lücke fortsetzen, oder mühselig nach dem Unbekannten üchen, wobei er oft nicht weiß, in welchem Abschnitte iS zu finden sei. Diesen Nebelstand soll daS „Astronomische Lexikon" heben, da der gesammte Stoff dieser Wiffenschaft in alphabetisch geordneten, reich illustrirten Artikeln behandelt erscheint, welche in möglichst populärer Weise alle Fragen und Probleme der Astronomie und Chronologie, sowie alle Ausdrücke erläutern und überdies über die bedeutendsten Astronomen aller Zeiten kurze Lebenskizzen geben. Hierbei hat der Verfasser die neuesten Errungenschaften der Wiffenschaft u. Forschung, besonder» die Srgebniffe der Himmels-Photographie und der Spektral-Analyse in allen Theile» berücksichtigt, o daß daS Werk das Neueste bringt. Jedem Freunde >er HimmelSkunde wird daS „Astronomische Lexikon' von August Krisch ei» willkommenes Nachschlagebuch feto. _________
ReHawe*- **> ArrzeiseuLtzett.
1^* Foulards-Seiden
gewählteste Farbstellungen in unerreichter Auswahl, so- wie auch schwarze, weiße und farbige Seidemit Garantieschein für gute» Tragen. Direkter Berkaus an Private auch in einzelnen Roben potto- und zollsrei in 5 Haus. Tausende von Anerkennungsschreiben. Proben umgehend.
Seidenstoff ■ Fabrik. Union
Adolf Grieder & Co., Zürich (Schwe«).
Kgl. Hflieferacten.