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FuldaerOIettung

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JuLöcr, Freitag, den 14. März 1902.

29. Jahrgang.

cas. Rückkehr zur katholischen Kirche

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und auch vor ihren Geschenken! Der BundeSrath braucht ja nur dem schon oft gefaßten Beschluffe des Reichstages beizutreten und überhaupt Geld- entschädiguugen für die Abgeordneten zu be­willigen, dann ist die ganze Frage auf einmal gelöst und auch die Entschädigung der Mitglieder

der Zolltarif-Kommiffion.

i Außerdem liegen auch praktische Bedenken , vor gegen die Gewährung einer Bauschsumme : als Entschädigung für die Mitglieder der Zoll­tarif-Kommission. I« dieser geht er anders zu, als in der großen Justiz-Kommission deS Jahres 1876. Damals blieb die Zusammensetzung der Kommiffion stets die gleiche; das aber ist bei der Zolltarif-Kommiffion nicht der Fall. Man hat in den Zeitungen schon mehrfach davon ge­lesen, daß das eine Mitglied der Kommission durch ein anderes ersetzt wurde, so bei den Na- tionalliberalen der Abg. Frhr. H eyl zu Herrns-

. heim durch den Abg. Sieg. Vom C-ntrum wurde im Anfang unter anderen der Abge-1 ordnete Groeber in die Kommiffon gewählt. Er wurde bis jetzt aber vertreten durch den Abgeordneten Müller« Fulda, und dieser wieder­um hat ganz neuerdings dem württembergischen Centrumsabgeordneten Braun Platz gemacht. E« handelt fich um die Zollbehandlung von Obst und ähnlichen Erzeugnissen, die insbesondere für Württemberg und andere süddeutsche Bezirke wichtig find; und so lange davon die Rede sein wird, wird der Abgeordnete Braun in der Kom- misston arbeiten. Nachher wird er seines Platz darin von Neuem an den Abgeordneten Müller- Fulda abtreten. Welcher von den genannten Ab-

! geordneten soll nun die Entschädigung von 2400 Mark erhalten? Der Abgeordnete Gröber etwa, damit er fie nach der Zahl der Arbeitstage an seine verschiedenen Platzhalter vertheile? — oder der Abgeordnete Müller-Fulda, damit er das ent- sprechende Quantum an Herrn Braun weitergebe? Man sollte meinen, die Abgeordneten müßten fich für ein solche« Verfahren bedanken, al« würdelos, umständlich und äußerst kleinlich. In der R.'gie- rungspreffe wurde früher einmal gesagt, die Be­rechnung von Tagegeldern nach der wi wichen An­wesenheit der Mitglieder de« Reichs- ges könne man diesen nicht zumuthen al« ein ga- zu klein-1: liche« und peinliche« Verfahren. Nun, »'ne solche i Verthetlung der Bauschsummen von L4"0 Mark

Stellt man sich auf diesen Standpunkt, dann muß man sagen: es ist wohl brffer, die Gabe des Bundesrathes nicht anzunehmen. Quid- q*id id est, timeo Danaoi et dona ferentea — B>a8 es auch sei, ich hüte mich vor den Danaern

1 vier an der Zahl, zu sehen, er selbst und die I zwei Vermummten vor und hinter ihm waren ! zusammen sieben. So konnte es zur Roth gehen, wenn die ander» noch nicht nahe genug sein sollten, war er im Dunkeln nicht zu entscheiden vermochte.

Eilig ging er wieder vorwärts, de« Schmugg- lern näher. Das Gestöhn nahm zu, der Gang wurde langsamer, noch ein Weile, d?r Zag krm ins Stocken.

Wagner zog zur Vorsicht seinen Reooloer. Dann schlug er sich mit einigen Sprüngen etwas seitwärts, so daß er etwa mit dem letzten Mann des ZugeS in gleicher Linie -stand:

«Halt, wer da?!- donnerte es über das Moor. Dabei sprang der Oberkontrolleur in langen Sätze« dis zur Sp'tze drs Zuges mit dem Rufe: „Mir nach!-

Eiuige der Beamten folgten ihm, die «ach- kommenden, welche die S-tuation erkannten, liefen der ander« Seite des ZugeS entlang. Drei I zu einer, vier zur and-rn Seite, waren die Schmuggler eingeschloffen.

Im ersten Augenblick hatte» die letztere» instinktiv ihre Säcke auf den Beden geworfen, um in der Richtung, die ihnen dem Rufe ent­gegengesetzt schien, daöonzueilrn. Die Beamten vereitelten indessen den Pla».

„Steht, oder ich lasse Feuer geben!- forderte fie der Oberkontrolleur auf. Dabei sah er scharf nach dem ersten Mann des Zuges hin, der, wie ihm sein Späher gemeloet, oer schwarze Jopp sein mußte. Dieser steckte im Augenblick, als i dieser Ruf erscholl, seine Hand in die Tasche, । zog einen glänzenden Gegenstand hervor und !

ck t :r 9. t. d b. b.

• Nochmals die Diätensrage.

Daß der BundeSrath beschlossen hat, de» Mitgliedern der Zolltarif-Kommiffion des Reich«. tageS als Entschädigung für ihre persönlichen Auslagen die Bauschsumme von 2400 Mark für jedes Mitglied anzubieten, ist jedenfalls Thatsache. Es fragt fich nun auf der andern Seite, ob der Reichstag dieses Anerbieten an- nehmen werde!

Man sagt, diese Gewährung einer Geld» entschädigung an die Mitglieder der Tarif- kommiffion werde die Einleitung sein zu der «S?el?,e!ne* Bewilligung von Tagegeldern an die Mitglieder deS Reichstages. Thatsächlich bedeutet

Die .Frankfurter Zeitung' Nr. 61 (1. Morgen- blatt) vom 2. März 1902 berichtete aus Baden« Bade», 27. Februar:

wölbe sicherlich noch ganz erheblich kl inlicher wirken.

Die Meinungen darüber find getheilt, auch innerhalb einzelner Fraktionen de« Reichstage«. Im Cent rum beispielsweise dürften viele Ab« geordneten sein, die dringendst die allgemeine Gewährung von Diäten an die Mitglieder be« Reichstages wünschen und gerade deswegen nicht geneigt find, dem in «»«ficht gestellten G:setz. entwürfe über die Geaährung einer Bruichsumme von 2400 Mark a« die Mitglieder der Zolltarif. Kommiffion zuzusttmme«. Da« Schicksal eine« solchen Gesetzentwürfe«, wenn er an den Reichstag! gelange» sollte, ist darum nicht« weniger als von vorn herein klar. Es könnte ganz leicht fich er­eignen, daß er abgelehnt würde, da ja auch die gesummte Linke, wie bereits berichtet wurde, da­gegen stimmen will.

+ ItaUewretfe des Aleichsstawzlers. I« mehreren Zeitungen wird berichtet, Reichskanzler G r a f B ü l o w reise während der parlamentari' chen Osterpause nach Italien. Der ,Nat. Ztg/ zufolge ist einstweilen noch nichts darüber bestimmt.

* Aufd-fferuu, der wirthschaftliche« Aage. In einem Runderlaß des Ministers für die öffentlichen Arbeiten an die Oberpräfidente» und Regierungspräsidenten und den Dirigenten der Mintstertal- und Militärbaukommisfion vom 5. März werden dieselben angewiesen, um auch im Bereiche der Hochbauverwaltung dazu beizutragen, daß die in Folge des allgemeine« wirthschaftliche» Rückganges zu Tage getretenen schwierigen Verhältnisse der Arberterbevölkerung und der Industrie baldigst gebeffert werde», be. Hufs Schaffung von Arbeits. und LisferungS» gelegenheit auf eine thunlichst schnelle Förderung sämmtlicher staatlicherHoch. baute« in den Grenzen der zur Verfügung stehenden Baumittel besonders hinzuwirken.

* Aer große ^aolonialkongreh. der Mitte Oktober in Berlin unter dem Vorsitz des Herzogs Johan« Albrecht zu Mecklenburg abgehalten werde» soll, wird voraussichtlich mit einer kleine» Kolonialausstellung verbunden werden; es dürfte eine Sammelausstellung der vom kolonialwirthschaftlichr» Komitee auSgesandten wirthschaftliche» Expeditionen veranstaltet werden.

I Im Vordergrund des JntereffeS steht unter diesen | Expeditionen die Baumwollexpedition nach Togo.

Die lange erstrebte Baumwolleneinfuhr auS deutschen Kolonien ist durch die Kulturoersuche und Ansiedelung amerikanischer Baumwollfarmer (Neger) in Togo mit Erfolg durchgeführt.

X Illegiern»g nud Zolltarif. I» der Zolltarif-Kommiffion des Reichstages ereiferte sich heute der Staatssekretär des Aeußern, Freiherr von Rjchthofen, gewaltig darüber, daß die Kommiffion den Erklärungen der Regierung nicht hinlängliche Beachtung schenke — so namentlich de» Erklärungen, die gestern abgegeben worden seien. Da hatte In« dessen der Herr Staatssekretär in der Haupt« fache nichts Anderes gesagt, als was wir schon hundert Mal gehört und gelesen haben: Wenn nicht die und die Zölle genau so angenommen «erden, wie die Regierungen fie vorgeschlagen habe», dann find — nach der Aussage der Regierungsvertreter nämlich! — keine Handels- vertrüge möglich! DaS veranlaßte nun heute sogar den nationalliberalen Abg. Dr. Beumer, der daS Gegentyeil von einem Agrarier und beispielsweise auch dem Getreidezoll-Kompromiß nicht beigetreten ist, der Regierung sein Er­staunen über deren Haltung auSzudrücken: Die Regierung dürfe es doch de« Mitgliedern der Kommiffion nicht verdenken, daß fie die heimische Produktion nach Möglichkeit schützen wollen. — Wenn die Regierungsvertreter so fortfahren, werden fie am Ende nur noch die Freifinnigen und Sozialdemokraten in der Kommiffion um fich versammelt sehen! Heute jedenfalls fand Freiherr von Richthofe« nur Unterstützung durch die Abgeordnete« Schrader (freifinnige

- stürzte mit dem Rufe: .Rette fich, wer kann!" : davon.

Der OberkoLtrollevr, seine Abficht bemerkend, sprang ihm entgegen, sah die gehobene Waffe in des Schmugglers Hand und hob darum auch selbst die feiniae.

Zwei Schüsse krachten zu gleicher Zeit, die beiden Männer wankten, stürzte«. Eine» Augen­blick gab es Verwirrung der beiden Parteien, die -Schmuggler rannten jedoch im Augenblick weiter, gerade den anrückenden Beamten ent­gegen.

Es war eine wilde Jagd; dem von ihrem Vorgesetzten erhaltenen Auftrage gemäß, nach wel­chem nur im Nothfalle von der Waffe Gebrauch zu machen sei, unter!, eß-n die Beamten eS, zu schieße», was auch aus Rückficht auf die in der Dunkelheit schwer zu unterscheidenden Personen von Freund und Fund nothwendig war, zumal einige der Beamten ja keine Uniform, sondern ihre Verkleidung trugen.

Der eine der Verkleideten hatte seine» Vor­gesetzten fallen sehen, mit ihm den Schmuggler; von der Sorge um Wagner erfüllt, schloß er fich nicht den Verfolgern an, sondern tappte auf Händen und Füßen nach der St'lle hi», wo die beide» liege» mußten. Als er einen Körper be­rührte, zündete er ein Streichholz an, leuchtete dem Legenden ins Erficht: Es war der schwarze Jopp, der Schrecken der Beamten seit Jahr und Tag. In seiner Hand hielt er die Waffe, mit der er geschaffen, einen Revolver; diesen entwand ihm der Bl amte, um fich dann beim flackernde« Schein eines zweiten Zündholzes, nach seinem Vorgesetzten umzusehen, der nur drei ^Schritte

Drrttfches Keich«

Berlin, 13. März 1902.

«firtfit ®1» irfpaltige Petit« du ober Deren tau»ISPfg.,Re- amen die Petit.

Die Bekehrung des Herrn Professor Dr. I Watterich und seine Rückkehr zur katholische» Kirche können wir, so bemerkt dazu daS „Ma- gazin für volksthümliche Apologetik" in feinem soeben erschienene» zweiten Hefte, daS auf Wunsch von dem Kommissionsverlag (Buch­druckerei Anton Heil, Franksurt-Sachsenhausev) jedem Interessenten gern zur Ansicht geliefert wird, vollauf bestätige». Was die Motive dazu betrifft und insbesondere die Infragestellung seiner geistigen Kräfte, welche die Bermuthung nahelegen soll, daß Herr W. fich seines Schrittes nicht klar bewußt sei, so erheischt diese Unter- stellung eine Abwehr. Herr Watterich erfreut sich, trotz seiner körperliche» Gebrechlichkeit, deS vollen Besitzes seiner geistigen Kräfte, ja sogar I einer in seinem Alter von 75 Jahren ungewöhn­lichen geistigen Frische und ist sich seines nach jahrelange» Kämpfe» errungene« Entschlusses und dessen ganzer Tragweite vollkommen klar. Der Begin» zur Umkehr ist nämlich nicht in letzter Zeit suchen. Schon vor 1b Jahre« trieb Seelenangst den abgefallenen Priester nach Ma- redsouS, in di- belgische Abtei seines Jugend- freundes, deS Abtes Placidus Wolter. Damals konnte er ab» noch nicht sich entschließen, die eingreifenden materiellen Folgen eines solche« Schrittes auf fich zu nehmen. Die Stunde Gottes war noch nicht gekommen. Er kehrte, nach fast dre? monatlichem Aufenthalt, unvrr- richtete- Dinge > ach Baden-Baden zurück, wo er seitdem ganz zurückgezogen seinen Studien lebte. Wiederholte Kran leiten, die ihn an die Nähe deS Todes mahnten, weckten wiederum das Ge­wisse», das ihn fortax nicht ruhe» ließ. Er knüpfte wiederum die Verbindung mit dem i*. zwischen zum Erzabt von Beuron erwählten Abt Placidus an, und dieser folgte dem Nothschrei und lud den alten Freund ein, in der klöster» liche» Stille von Beuron die Aussöhnung mit der hl Kirche zu vollziehen; Dank der Gnade Gottes, welche über alle Schwierigkeiten hinweg­half und auch die Furcht vor der unausbleib­lichen Verhetzung seitens der Gegner überwand, hat Herr Professor Watterich mit »ännlichem Muth und m tiefer Bewegung seine Bekehrung durchgeführt und allen kirchliche» Ansorderunge» für solche Fälle Genüge geleistet. Die hochwürd. Ordinariate von i Trier und Freiburg haben bereits die volles! Wiederaufnahme des Wiedergefundenen verfügt. Möge sein Beispiel Andere nach fich ziehen! (P. v. 0.)

>nd. hrt,

Heute gelangte die Mittheilung hierher, daß der frühere langjährige Gei striche der hiesigen alt- katholischen Gemeinde Bros. Dr. Johann Watte­rich im Benrdittiner-Kloster Beuron wieder zur römisch- katholischen Kirche über getreten ist. Dr. Watte- rich war einer der bekanntesten altkatholischen Schrift­steller. Mit dem früheren Ergabt Wolter van Beuron und dessen Bruder, dem jetzigen Erzabt, war er von Jugend auf befreundet. In der letzten Zeit wurde Watterich von einem Schlaganfall betroffen; in feiner krankhaften und vereinsamten Lage suchte er allen Anschein nach im Kloster Beuron Zuflucht und den Einwirkungen deS dortigen ErzabteS dürste rS wohl zuzufchreiben fein, daß er in seinen alten Tagen zur römisch-katholischen Kirche zurückkehrte.

....»,^.^,^«,^.vul,vu.<^rti,r^ur^orrwUNg0eSlsrUN0« satzeS von dem enlschädigungslosen Arbeite« der ReichStagsabgeordnete», wie in diesem Blatte bereits auSgeführt wurde. DaS ist gar nicht zu leugnen, und darum könnte nur so gefolgert werden: Der Grundsatz ist durchbrochen, nun kann bald der zweite Schritt folgen, nämlich die allgemeine Gewährung vv» Geldentschäbigungen an alle Mitglieder des Reichstages.

Dieser Schlußfolgerung stehen nichts desto- weniger sehr erhebliche Bedenken gegenüber.

Bis jetzt haben wir aus den Kreisen des Bundesrathes und von der Regierungspreffe noch niemals etwas Anderes vernommen als Aeuße- rungen grundsätzlicher Ablehnung der Bewilligung von Entschädigungen an die Mitglieder des Reichstages. Gerüchtweise hieß es stellenweise, dieses oder jene« Mitglied deS Bundesrathes habe fich günstig und entgegenkommend geäußert m dem Sinne der Bewilligung. Aber solche Gerüchte ginge» schon in einer Zeit um, als Graf Posadvwsky noch Staatssekretär deS Reichsschatzamtes war, und doch ist die Ent- Wickelung dieser Frage »och nicht vorwärts ge- kommen. Auf solche Gerüchte ist also nichts zu geben. Man hat einstweilen vielmehr noch immer anzunehmen, daß die Verbündeten Regie- runge» der Diätenbewilligung ablehnend gegen- überstehe», und unter diesem GefichtSwinkel muß man auch diese Frage beurtheilen. Danach würde man anzunehmen haben, daß der BundeSrath wohl die 2400 Mark bewilligt an die Mitglieder der Zolltarif-Kommisfion, daß er sich dadurch aber nicht im mindesten stören lassen wird in der fortgesetzte« Ablehnung der allgemeine« Reichs- tagSdiäte»; daß er vielmehr die 2400 Mark als . etne Beschwichtigung der Diätenforderunge» be­trachte« und geben und hinterher erst recht nicht daran denken würde, die allgemeine Diätensrage in dem Sinne deS nun schon so oft gefaßte« ReichstagsbeschluffeS zu lösen und diesem Be. . schluffe in d m Sinne der Diätenbewilligung bei- I zutreten.

Erscheint täglich, m. Ausnahme der Gönn-und Feier- Enge. BierteljShrl. §,,ug«prei»

Ohne Bringerlohn Nab Bestellgeld in Fulda und aus­wärts 1M.b0 Pf.

unter ben Füßen berste, begleitete jetzt jeden Schritt; fürwahr, Wagner, der zum ersten Mal in feinem Leben eine Nacht auf dem pfadlosen Moor verbrachte, mußte viel Muth haben, daß er nicht den Gedanken faßte, den Angriff j-tzt schon zu wagen, nur um dem brechenden, gürgeln- ben und stöhnenden Bode» zu entrinnen, auf dem er weiter wandern sollte. Das Moorland ist, wie bekannt, sehr wafferretch: im Frühling und Herbst, wenn daS Wasser hoch steht, ruft deS-1 halb jeder Tritt ein quirlendes Geräusch hervor, I von dem Wasser herrUhrend, daS ausspritzt; im Winter dagegen, wenn diese Wasser gefroren find, kann wohl ein leichtfüßiger Mensch ohne irgend ein Geräusch zu spüren, das Moor über- ! schreiten, werden jedoch Lasten geschleppt, wie fie hier die Schmuggler trugen, dann bricht das zwischen dem Erdreich fitzende Eis gleich SlaS- stücken, größere Schollen lassen das unter ihnen! stehende Wasser steigen, das dabei einen gurgeln­den Ton gibt, und wo der Fuß des Hintermanns in die Spur seines Vorgängers tritt, da glaubt ! man ein Stöhnen zu vernehme», auS der Tiefe

deS Erdreichs emporsteigend.

Um die Situation noch ungemüchlicher zu machen, begannen die Träger unter ihrer Last 8“ keuche», sodaß sich Wagner sagte, der Augen» bl ck deS Handelns fet nun bald gekommen. Hiklten die Schmuggler, dann mußten sie die Beamten sehen, denn an Deckung war nicht zu denke» auf der öden bäum» und strauchlosen Strecke. j j

Der Obetkontrolleur blieb einen Augenblick 1 stehe», fich umwendend, glaubte er in der Dunkel. 1 heit die Schatten der ihm folgenden Beamken, I;

Original-Roman von Fr. Collet.

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Dieser kam selbst, schickte den Beamten, den er an einem bezeichnete« Orts fand, zu dem Posten rechts der Chaussee nut der Aufforderung, in der Richtung der Schmuggler möglichst schnell zu eilen und so einen Vorsprung vor den schwer- beladenen Schmuggler» zu erlangen, den andere», der ihm die Nachricht gebracht, hatte er gle.ch weiter geschickt mit dem Auftrage, alle Gren». Wächter hinter dem Oberkontrolleur her be» wahrscheinlichen Weg der Schmuggler zu führen Er selbst betrat den ihm angezeigten Pfad, traf auf de» dort stehenden Untergebenen, und schloß fich diesem an. Bald war man so weit, daß man die Schmuggler unterscheide» konnte.

Der Oberkontrolleur berechnete im Stilen, wie lange es noch dauern könne, bis die nach- kommenden übrigen Beamten ihn erreiche», und der andere Theil den Schmugglern entgegen» kommen ober ihnen m die Flanke fallen könnte

Nur wenn diese beide« Möglichkeiten gegeben waren, wollte er zum Abfangen schreite». Es standen dann den sechs Schmuggler» die doppelte Anzahl bewaffneter Beamten gegenüber, sodaß ton ersteren der Gedanke a» Gegenwehr von vor »ehe! ei» genommen werden, die Sache dem­nach unblutig verlaufen mußte.

Der gangbare Weg war sitzt zu Ende, die Schmuggler betraten das Moor. Em eigen» thümlicheS Geräusch, ähnlich als ob töer Boden I

X ParielUr in Snlta. ** mit Mnterhallungs-Meikage „Mustrirte Sonntags-Ieitung" '”***