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FuldaerMZeitung

«seratir Die ÄpaMge Petit« stk, »der deren iaumlöPfg.Me- Men die Petit« M25 Pfg.; Set Viederho langen iird entsprechend, tavatt gewährt,

29. Jahrgang.

Iutöa, Samstag, den 8. März 1902.

M 56

- M

SnK und vertag de» Aultaer LcttendnUkerer peterogage N». 2 (Krmraie).

Eisenbahn-Verbesserungen.

Das Thema vsn den Verbesserungen im Eisen- bahnverkehr ist zwar keineswegs neu, aber eS ist unerschöpflich; und da so ziemlich alle Menschen unmittelbares Interesse daran haben, wie der Eisenbahnverkehr bei uns sich gestaltet, werden auch stets alle neuen Debatten darüber mit Auf­merksamkeit verfolgt.

Zuletzt war von diesem Thema in der Budget- kommission des preußischen Abgeordnetenhauses die Rede, die am letzten Donnerstag erst die Be- rathung des Elfenbahnetats in Angriff genommen hat; und von den Eröffnungen, die der Eisen- bahnminister von Thielen dabei machte, sind manche recht erfreulich. Bei der Besprechung der Interpellation des Centrumsabg. von Saoigny über dar Unglück bei Altenbeken hatte sich der Vertreter der Regierung Herr von Thielen war damals krank! um die Frage von der mangelhafte« Hilfeleistung herumgedrückt, so aut eS eben gehen mochte. Aber das Einsehen dafür, daß hier wirklich ein außerordentlichrv Mangel bisher bestanden hat, ist wohl vorhanden gewesen; denn der Herr Minister hat mitgetheilt, daß man nunmehr beabsichtige, an 75 Stationen Hilfszüge einzurichten, die mit allem Erforderlichen zur Hilfeleistung versehen sei« solle«, ebenso wie die Sasitätszüge beim Militär. Der Minister süate hinzu, daß dieser Plan einer unmittelbaren Anregung des Kaisers sein Bestehen verdanke. Das ist besonders erfreulich zu hören; den« unter solchen Umstände« kann man darauf rechne», daß er auch in absehbarer Zeit ausgeführt werde. Sonst würde man bei dem schwerfällig gewor­denen, bureaukratischen Apparat der preußische« Staatsbahnverwaltung verrnutbllch recht lange darauf warten müffen. Die Sache hat allge­meines Jntereffe, natürlich nicht nur in Preußen, und verdient ohne Zweifel allgemeine Nachahmung.

Sehr intereffant find ferner die Mittheilungen des Ministers über dir Einführung des elektri­schen Betriebes bei den Bollbahnen. Jetzt besteht, wie bekannt, auf der Wannfee-Borort- Bahn bei Berlin ein elektrischer Probezug, der sich sehr gut bewährt. Nunmehr soll der elektrische Betrieb zunächst eingeführt werden auf der neuen Borortstrrcke zwischen Berlin u»d Kroß-Lichter- selbe (Anhalter Bahn). Auch von der Erhöhung der Fahrgeschwindigkeit ist die Rede ge­wesen. Die höchste Geschwindigkeit, die jetzt wirk­lich stellenweise gefahren wird, beträgt 90 Kilo­meter in der Stunde. Eine weitere Erhöhung auf 100 Kilometer bezeichnete der' Minister jedenfalls mit Recht als zu gefährlich für Nioeaubahnen. Sie könne höchstens bei Hoch­bahnen Anwendung siede«.

Deutsches Kstch»

Berlin, 7. März 1902.

+* Der Kaiser wird, wie bestimmt anzu- nehmrn ist, in dieftm Jahre den Besuch des

Der MLer Schuld.

Original-Roman von Fr. Coll et.

16 ------ (Nachdruck verböte«.)

lieber die Grenze brachte man solche Wagen­frachten in der Regel, indem man vier Mann, jeder einen nur halbgefüllten Sack schleppend, in die Richtungen sandte, wo die Beamten auf­lauerten, diese dadurch, daß die Schmuggler sich zeigteu und dann ausrissen, von der Chaussee ab­lenkte und so die Sttaße frei bekam.

Am Abend vor der Aurführungsnacht hatte Kemann wieder eine Unterredung mit Bernard.

Dieser, der sich früher auf Beweisführungen eingelassen hatte, und dabei immer unterlegen war, mied jetzt diese gefährliche Klippe, er er­klärte kategorischIch chue nicht mehr mit* und verließ das Zimmer, da sein Vater mit dringen­der Rede auf ihn etnsprach.

Da« versetzte den alten Mann in Wuth. Er schrie und tobte wie ein Irrsinniger, die Leute im Hause erwachten staunend, da ein derartiger Auftritt zwischen Vater und Sohn zu dem Un­erhörten zu rechnen war; schließlich al« da« Toben plötzlich verstummte, wagte man sich hinein und fand den alten Mann vor dem Bette liegend, feiner Glieder nicht mehr mächtig. Ein leichter Schlaganfall »ar eingetreten.

Bernard und Elise schlichen wie die Schatten im Hause umher, die Schwester, der ihr Em­pfinden sagte, daß den Bruder etwas bedrücke, nahm sich endlich ein Herz, und den Bruder in seinem Compioir aufsuchend, fragte fie nach der Ursache seines Kummers.

Was soll das?" fragte er mit alle« Züchen beS Erstaunens.

Der Vater hat mir befohlen, anzusxannen und hinüberzufahren", antwortete nicht ohne Trotz der Knecht. Es liegt im Sprschgebrauch dieser Leute, den Ämtern gegenüber vom Herrn und der Frau des Haufe« nur al« vom Vater und von der Mutter zu reden.

Du weißt aber doch, baß der Beter schwer krark ist*, gab Bernard möglichst harmlos zurück, sicher har er vom Geschäft geträumt und Dich i« seiner Ph.nt fie dorthin geschickt. Bringe die Braunen nur wieder hinein," befahl er, als der Knecht ihn ungläubig anstarrte,und wen« der Vater Dir nochmals irgend etwas befehlen sollte, dan« fragst Du mich erst danach!" Damit nah« Bernard die Thier», welch? Hermann rvkklich losgesträngt hatte, beim Kopfe und führte fie wieder in ihre Stände, dem Knecht aber sagte er:Du kannst noch einige Stunden in's Bett gehen, vor 6 Uhr braucht jetzt Niemand aufzu- stehen." ,

Dieser Aufforderung schien der Knecht willig Folge zu leiste«. Für Bernard aber blieb nur eins fraglich: Hatte sein Vater nicht aufgehorcht und wartete er nicht auf daS Geräusch des über die Tenne das Hans verlassenden und die Sttaße entlang rollenden Wagens? Ts war schlimm, ein neuer Skandal zu befürchten; Bernhard würde auch früher schon aus Angst vor des Vaters Ge­sundheitszustand nie eine derartige Widersetzlichkeit gewagt haben. Die Erkermtniß jedoch, daß er das Gute fördern und die Angst vor der Schwester Zukunft ließen ihn Alles wage«. Das gute Ge- wiffe« beruhigte jedoch rächt vollständig den bange»

4- Landtage rmd IsMarif. Nach einer Meldung der /Deutschen Taaesztz/ werden Vorbc- reitungsn im preußischen und im sächsi­schen Landtage getroffen, die Stellung der betreffendes StaatLregierur geK zur Zs l l f r ags zum Gegenstände vsn Besprechungen. zu machen. Bas kann man nur bilftMl. I« Bayer« ist die entsprecheudZ Kundgebung brrrcks erfolgt; in der zweiten hessischen Kammer ist die Sache eingeleitet. Dis Landtage der einzelnr« Bundes­staaten habe« das verfassuLgsmäßige Recht, von ihre« Regierungen Rrcheuschofr zu verlangen über dereu Stellung zur Zollfragr, und kein Schreien und Zetern der liberal?« und sozial« demokratischen Parteis« und Zeitungen kann ihnen dieses Recht «ehm«n. Was Recht ist, muß Recht bleiben!

+ Iis K-MaTif-KEmrlfi-rt des Wsichs- tisgss wird nach einem beute (Freitag) gefaßten Rsfchluffe gleichzeitig mit dem Plenum in dre Osterferien gehen, aber schon am 8. April wieder ansangen, also eine Woche vor dem Plenum. Auf eine Anfrage des CevtrumZ-bq. Tr. Spa.-!» erklärte Staatssekretär Graf Posadowsky: Sn eine Gewährung von TageMloem an dre glieder der Kommission außerhalb der Tagung des Reichstages lägen irgendwelche Bedenken nicht vor! Von der eigentlichen Zollberathung war heute am interrffav testen die Tarissummer 29, die für Tabakblätter einen Zoll von 85 Mk.färben Doppelzentner Vorsicht. Der nat.-lib. Wg. Fitz beantragte, diesen Zoll aus 125 Mk. zu erhöhen, wogegen Staatssekretär Gras Posadowsky in lebhafter Redeweise Widerspruch erhob. Im Gegensätze dazu bezeichnete« Vertreter bet doyerr- schm uns badischen Regierung, Ministerialdirektor von Geiger uno Ministerialdkeklor Scherer eine mäßige Erhöhung dieses Zolles als wüu- schenswerth, aber einen Zoll von 125 M. (u8 zu hoch. Abg. Fitz ermäßigte dann seinen An- trag auf 100 Mk. Aber die Mehrheit der Kommission schlug sich auf die Seite der Regieruvgs- Vorlage, so daß deren Satz mit 85 Mk. ange­nommen wurde. Nach der Vorlage sollen (Pos. 27) Grünfutter, Heu, getrockneter Klee, Stroh, Spreu und Häckerling (Häcksel) zollfrei bleiben. Nach einem Anträge des Abg. Frhrn. von Wangenheim wurde inveffen ei« Zoll von 1 Mk. dafür eingesetzt. Baumwolle, Flachs, Hanf, Jute (Pof. 28) solle« entsprechend dem Regierungsentwnrse frei bleiben. Die Berathungen werden am 11. März fortgesetzt.

+ Der Kampf Kegen de« HMrerem- Die Unterredungen des Kaisers mit dem Berliner Polizeipräsidenten über Gesund- betetet und Obskurantismus habe« die er­wünschten Erfolge gezeitigt. Die Berichte über die Entlarvung desBlumen-Mediurns" Frau Anna Rothe durch KciMinalkommiffare sind durch alle Z?itunpen gegangen, und die Energie, die von den Behörden gegen dre Schwindlerin und ihre Helfershelfer entwickelt wird, ist sehr erfreulich. Dieselben sitzen bekanntlich in Unter» suchuugshaft, unb es wird ihnen der Prozeß wegen Betruges gemacht werden. Manche der soße«annten Spiritisten sehen ohne Zweifel ihre Thorheit ein, aus einen solchen Schwindel hineingrfallen zu fei«. Aber eS gibt eben Leute, dieniemals olle werden*; und namentlich unter

3. Parzelle» in Sulda. mit Zlnlerhattungs-BeilageMustrirte Sonntags-Zeitung?

das katholische Deutschland (7. Charitastaa) findet vom 17. bis 19 Ju«t in München statt.

-4- Die preußische Wrdiz'ms! - Meerosk- fttug bildet bekanntlich gegenwärtig eine AbthLi- lung des Kultusministeriums, welche letztere da­durch über Gebühr belastet wird. In einer halb­amtlichen Mittheilung der ,Berl. Polit. Nacht/ wird darüber gesagt:

Wenn aus dem Umstands, doß die Ver- hanblungen zwischen dem Kultusministerium und dem Mmisterinm des Inner« über die U-berweisuug der Medizirial-Vrrwaltusg von jenem au dieses Ministerium zur nicht fortgeführt werden, mehrfach geschloffen wird, daß der Plan einer solchen Rrssort-Verände- rung endgiltig ausgegeben sN, so ist das eine unzutreffende Annahme. . . ."

W wird vielmehr als «ahrfcheiAlich be­zeichnet, daß die Angelegenheit in nicht ferner Zeit wieder ausgenommen werden wird.

X Krsstzwah! im Aleichstas-. In zwei östlichen Wahlkreisen müssen Ersatzwahlen zum Reichstage stattfinden, nämlich in den Wahlkreisen Elbing-Marienburg und Rotienburg- Gsrdauen-Friedlnnd. Dabei tritt wieder­um eine Erscheinung m den Vordergrund, die wir auch bei den Nachwahlen in Greifrwald-Grimmen und SLweinitz-Witienberg beobachtet haben: das Bündniß zwischen der Sozialdemokratie und dem Freisinn. In einer liberalen Versamm­lung zu Manenburg hat bereits der freisinnige Abgeo-dnete Sßtemer', einer der Vertrautest: n be« großen Eugen Richter, frei heraus erklärt, daß die Freifinnigen bei einer Stichwahl zwischen dem Konservativen und dem Sozialdemokraten für diesen Letzteren stimmen werden. Die Freifinnigen selbst haben nämlich nicht die geringste Aurficht auf eigene Erfolge. In Elbing Marienburg ent­fielen bei der letzten Wahl von 18500 Stimmen noch nicht 60.) auf den Freisinn, in ©erbauen- Friedland do: 15 500 knapp 3000 Stimmen. In beiden Kreisen wurden 1898 die konservativen Wahlbewerber gleich im ersten Wahlgange ge- gewählt, und zwar mit sehr starken Mehrheiten. Dis Aussicht ar auf, daß die Freisinnigen bei Stichwahlen i re sozialdemokratischen Genossen zu unterstützen Ee'egenheit bekommen werden, ist nicht allzu groß. In Elbing-Marienburg hat auch das Centrum ein Wort mitzusprechen; dort wur­den im Jahre 1898 rund 3000 Centrums stimmen abgegeben. Der Streit im konservativen Lager im Wahlkreise Elbing-Marienburg ist beigelegt: man hat sich nunmehr auf einen Wahlbewerber allgemein geeinigt.

+ KoangcUsche Mrch-ngom-ivschast. Am 29. Mai wird in Eisenach im Refidenzschloffs eine Versammlung von Vertretern aller deutschen evangelischen Kirchenregie­rungen stattfinden Zur Berachung soll ein An­trag gestellt werden auf Herbeiführung einer evan­gelischen KirchengemeinsSas! durch ganz Demsch- land in dem Sinne der Reden, die in Gotha bei der Gedenkfeier zu Ehren bc« Herzogs Emst vom Kaiser und vom Landesregsnten gehalten wurden. Daß man dem Beginnen auch in protestantischen Kreisen vielfsch mit starken Zweifeln begegnet, ist bekannt genug.

liches abhaben. So, nun mache Dich fertig. So­fort mußt Du sah en!"

Krmann fragte nicht, ob der Knecht sein An­erbieten anvehme, er schien e« ganz selbstverständ­lich zu finden, daß der Knecht diesen Auftrag mit dem nämlichen Gleichmuch hinnahw, al« hätte er ihn mit einer Sendung Waarea nach Beelen ober Everswinkel geschickt. Al« ob die Sorge um sein Schmugglergeschäft es gewesen, die ihn au« seiner Betäubung geweckt, firl Kewann, nachdem das Geschäft erledigt, in einen ruhigen Schlaf.

Hermann begriff wohl, wumm der Alte ihn zum Aufbruch drängte, Brrnard war ein Früh­aufsteher und wenn dieser ihn noch im Hause fand, dann war ein Vereiteln d-s Planes wohl möglich. Derhalb machte sich der Knecht auch schleunigst an die 3hbeit; so geräuschlos, als sich ein derartige« Geschäft eben erledige« läßt, wurde verfahren, aber dennoch sollte die Ausführung be« Vorhabens nicht gelingen.

Bernard war zu erregt gewesen, als daß der Schlaf Macht über ihn hätte enincen können; während ott Nacht war er einige Male bei der Schwester am Bette des Vaters gewesen, aber die leiseste Bewegung des Kranken trieb ihn vom Krankenlager fort. Auch bas Klingeln für den Knecht hatte er gehört, und als ihm bann die Schwester, die etwas ruhcn wollte, getagt hatte, baß der Vater nach Hermann verlangt habe, stieg ihm eine Ahnung vom wahren Sachverhalt auf, und gespannt horchte et nach dem Hofe hin.

Richtig, da klirrten leise d'e Ketten, da tappten die Pferde heran. Jetzt war es höchste Zeit! Der junge Mann verließ sein Zimmer, und traf den stutzenden Knecht eben beim Anspannen.

Z are n erwidern und zwar voraussichtl ch bei der­selben Gelegenheit, bei brr im Vorjahre der Zar seinen Besuch machte, nämlich bei den russischen Flottenmanövern in den russischen Gewässern.

4- Im preußischen Abgeordneten- hause hat am heutige« Freitag der CentrumS- abgeordnett Dr. Dittrich in kräftigen und überzeugenden Worten der Regierung vorgehalten, saß bis zum heutigen Tage in dem DerMt «isse Mische« de« Staate rmtz be« «altzo Uscher» Kirche noch nicht der Zustand wieder hergestellt ist, Oer vor dem Kulturkämpfe herrschte. Es sind noch immer Reste der KulturkamM- aesetze vorhanden; aber nicht eher wird sich das Cmtrum zufrieden geben, als bis auch diese traurigen Urberreste befestigt fein werden. Kultusminister Studt verwahrte sich dagegen, der katholischen Kirche nicht mit Wohlwollen zu begegnen; aber auf den von dem Abgeordnete« Dittcich heroorgehobenen Kernpunkt der Sache ging er nicht ein. Er mochte fühlen, daß er eben nichts dagegen sagen konnte. Abgeord- Mter Trimborn vom Centrum behandelte noch einmal die Versammlung des Gustav Adolf-Vereins im Gürzenich in Köln: er bewies aufs neue aus «irlen Aeußerunzen in diesen Versammlungen, daß der gerannte Verein die Bekämpfung der katholischen Kirche als seine Haup aufgabe betrachtet. Am Sonnabend wirb die heutige Beraihung fortgesetzt.

() Heber das Anwachsen der KoWM«- «Llkafien hat Finar,Minister Frhr. von Rhein- haben in bet Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 3. März sich kam dem fter ographischen Berichte wie folgt geäußert:Wir haben bei den Städten konstatirt, daß im Lause weniger Jahre der Ftnsnzbkdmf um 70°/» gewachten ist. Eine derartige Statistik haben wir zwar fftr die Landgemeinden nicht, weil die früheren Versuche, eine solche Statistik der Landgemeinden zu be­kommen, zu einem günstigen Resultat nicht ge. führt haben; aber ganz unzweifelhaft ist raß auch in den Landgemeinden die Belo'ung sehr zugenommen hat. M-ch erfüllt als Fw nzmmister das Anwachsen bet KomnmnMaster amrntlich in den «roßen Städten, mit lebhafter S ne. Wenn man fast jeden dritten tai ein G fach einer großen Stadt bekommt um Genehm^ uig einer Anleihe von 15, 30 Millionen, so muß man sich fragen: wohin treibe« die Dinge? Der Herr Minister des Innern und ich habenvor einiger Zeit die Regierungs-Präsidenten angewiesen, auf diese Dinge ein besonderes aufmerksames Auge zu habe«. Gewiß lassen sich eine Menge von Aus­gabe« nicht adlehnen; die Entwickelung der Städte, die Roth Wendigkeit auf sanftstem und wirthschaftlichem Gebiet Ausgaben zu leisten, Kanalisationen herzuMev, und dergleichen, erfordern große Aufgaben. Aber andererseits wird in dem, was heutzutage als »othwerdig erachtet wird, in Errichtung voa pompösen Ge- meindrhäufttn u. f. w. weit über das Bedürft niß btsau»gegangen. (Sehr richtig) Da ist der Hebel, " wo angeftht werden muß, um die Kommunallasten nicht mehr anwachsen za lassen."

+ Gharttastss 1902 Die diesjährige Genetalversammlusq des Cha'itcrsverbavdeS für

Kind, schlage Dir den Gedanken daran au« dem Sinn," antwortete ihr Bernard,sei versichert. Dein Bruder ist sich keines schlechten Thuns bewußt." Damit mußte sich Elise zufrieden geben.

Die Betäubung, in welcher man den eiten Kemann gefunden, war gewichen, der Morgen des nächsten Tages wat noch nicht angebrochen, als er die Augen ausschlug und Elisa an se nem Bette sitzen sah.

Geh' zu Bett Mädchen, aber erst schlcke mir den Hermann her!" dabei sich mühend, die Un­geduld zu bergen, die seine Stimme erbeben machte. Al« Elise etwas einwenden wollte, wurde er un­willig, riß an der Klingelschnur, die über dem Bette hing und die Schelle im Zimmer der Knechte in Bewegung setzte.Ich sage Dir, Du sollst zu Beit gehen," wiederholte er s ine Aufforderung von vorhin und setzte dann, wie begütigend hinzu: Wozu hat man denn die Dienstboten, wenn sie richt einmal morgens etwa« früher zur H'.nd sein können"

El se, an die Folgen der Aufregung des Abend« denkend, verließ den Baier, ihm noch äußerste Rahe anempfehlend.

Kurz nachher schlich, seine Holzschuhe im Flur abstretfend, der Knecht Hermann auf den Strümpfen die Treppe hinaus in Kemanns Stube.

Der Alte winkte ihn nahe an sich heran und flüsterte ihm zu:Du mußt j'tzt sofort anspauncn und hinübrrsahren. Der Bernard hat Angst, er will nicht mehr miithun; Du sollst jetzt für mich dar Geschäft machen, mußt genau merken, wie viel fie aufladen uns wie viel sie abladen, daß wir nicht betrogen werden; dringst Du mir alle« gut und richtig herein, sollst Du etwas Ordent-