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Jutöa, Mittwoch, den 26. Februar 1902.

O Etwas vom Zucker.

fT Stni,e Minuten lan, schwieg auch Ser Vater.

O'CXT %l>CXtCT ^Cblt-Lo. ®ia" börte dar Summen einer langlebigen

Deutsches Keich.

Berlin, 25. Februar 1902.

Günstiger konnten für das, was Vernarb seinem Vater erklären wollte, die Worte nicht falle»; er griff deshalb auch deS letzteren Ge­danke« sofort auf und antwortete, den Kopf er- hebend und dem Alten fest ins Auge sehend:

»Ich hoffe es mir zu ersparen, dieses Lehr­geld, indem ich darauf verzichte, es zu lernen, wie man mit folchen Leuten umgeht."

Hätte ein Stockhieb den alten Mann dort im Lehnstuhl getroffen, nicht elender wäre er »usammengeknickt, als jetzt unter der Wucht dieser klar und scharf abgegebenen Erklärung.

Einige Augenblicke stand er ganz unter dem niederschmetternden Eindruck derselben; dann be. ann er stch und dem Gedanken Rechnung tragend, daß deS SohneS Worte nur die Folge res heutigen Mißerfolgs, also kaum von Be- eutung sein könnten, schlug er einen leichten Ton an:

- I Industrie liefert. Kürzlich ging nun da« Gerücht -• durch die Blätter, die Reichsregierung sei drauf ! und dran, die englischen Wünsche zu erfüllen, die Augfuhroergütungen aufzuhrben und die Einfuhr­zölle in der gewünschten Weise herab,usttzen. So schnell schießen nun aber die Preußen doch nicht. Der Bunderraih ist zwar nach dem geltenden Gesetze befugt, die Ausfuhrvergütungen abzuschaffen, wenn andere Länder das ebenfalls thun; aber es steht durchaus nicht in seinem Belieben, auch an den bestehenden Einfuhrzöllen Veränderungen vor­zunehmen. Soll an diesen Zöllen etwa« verändert werden, dann muß der Bundesrath erst den Reichstag darum befragen; und man kann es als vollkommen ausgeschloffen betrachten, daß im Reichstage eine Mehrheit stch finden sollte für die Herabsetzung des Zuckerzolles auf vier Mark.

werden und daß ich keinen Sack geschmuggelte« Salzes mehr kaufe. Das gleiche werde ich den Leuten, die Du so liebenswürdig als Gauner bezeichnest, heute Abend sagen, und damit hat die Geschichte ein für allemal ein Ende!"

Die ganze Stärke deS edlen Entschlusses sprach aus deS Jünglings kernigen Worten: hier, das fühlte auch sein Vater, war jetzt kein Boden für eine Auseinandersetzung mit Aussicht aus Erfolg. Er begnügte sich deshalb mit der kalten und strengen Entgegnung:

„Den Leute« wirst Du das nicht sagen, und über Wage», Pferde und Knechte verfüge ich. wie ich auch über Dich verfüge; das merk« Dir!"

Damit stand er'auf, schlürfte, sich an Wänden und Möbeln haltend, seinem Bettalkooen zu, damit dem Sohn bedeutend, daß die Unterredung jetzt beendet sei.

I entfernt hielt. Er hatte sie nur flüchrig in der i Frühe gesehen, alS sie, ibn auf seinem Zimmer wähnend, in den Stall geschlichen war, die beide» Braunen Herzhaft gestreichelt und ihnen unter allerlei Liebkosungen Zucker gegeben hatte. Dem jungen Manne war eS nicht möglich, der unbefangenen Schwester gleich unbefangen ent­gegenzutreten, wie er es selbst wünschte. Auch er wußte, und hatte dies bei seiner Schwester schon oft erfahre«, daß unschuldige, harmlose Gemüther mit einem stark entwickelte« Feingefühl für die Mißstimmungen und Störungen t» geistigen Leben ihrer Lieben begabt find. Weniger denn je war er aber heute gesonnen, durch

I irgend eine leere Redensart die Schwester z« kränken und ihr einen Mangel an Vertrauen zu zeige».

Die Schwester selbst, so sehr fie auch de« Bruder vermißte, fand doch nicht Zeit, sich nach ihm umzusehen. Der Laden, die Vorbereitungen für das Mittagessen und die Sorge um den Vater, der gegen 11 Uhr hinunterkam, nahmen sie vollständig in Anspruch. Auch als die Familie beim Mittagstisch vereint war, konnte | Elise nicht zu der Frage kommen, die sie während des Morgens beschäftigt hatte: War der Bruder mit ihrem Geliebten zusammengetroffen, war letzterem auf seinem nächtlichen Zug gegen die Schmuggler nichts Böses widerfahren?

So sehr sich das Mädchen , auch zusammen­nahm, als die MsttagSpause vorüber, die Leute des HauseS wieder bei ihrer Arbeit waren, da konnte sie ihre Ungeduld nicht länger meistern. Leise schlich fie in daS kleine Kontor, wo sie den Bruder vermuthrte. Als fie diesen jedoch.

+ Da» preußische ASgeordnetenha«, hat am heutigen Dienstag den Etat deS Ministeriums des Innern noch nicht beendet, »och nicht einmal den Ausgabetitel Minister, gehalt. Auch heute gestalte» sich die Der- Handlungen sehe lebhaft. Namentlich ant- wortete der Minister deS Jnnern Freiherr von Hammerstein in sehr derben Tönen auf eine lange Beschwerderede deS polnische» Abgeordneten von Glebocki, der sich über die gewaltsame Verdeutschung polnischer Name« und über die vielen Auslösungen polnischer Versammlungen beschwerte. Der Minister be­trachtet die polnische Agitation als den Aus. druck des Wunsches der Polen, Landestheile von Preußen loszureißen, und versicherte, daß die Regierung fest entschlossen sei, an ihrer bis- herige» Poker.Politik festzuhalten. Die Centrums- abgeordneten Szmula und Strzoda be- schwelten sich über die Behandlung der Frag« | der auswärtigen Arbeiter: Man sollte die­selben doch länger in Deutschland belasse«. Sie erhielte« indessen durch eine* Ministe. rialrath eine vollkommene Absage darauf. Abgeordneter Kirsch vom Cmtrum antwortete auf die gestrigen Worte des Dr. Hahn! Das Rheinland brauche den Bund der Landwirthe gar nicht. Der »all. Abgeordnete Dr. Fried- berg richtete heftige Angriffe gegen den Bund der Landwirthe und bedauerte die Freikonser- vatioe», daß sie unter der Führung des Frei- Herr« von Zedlitz stehen. Von diesem Letzter« bekam er die Antwort, die er verdiente: Freiherr von Zedlitz erinnerte ihn daran, daß auch nationalliberale Herren führende Stellungen im Bunde der Landwirthe einnehmen, während andere Mitglieder derselbe« Partei dem frei­händlerischen HandelSvertragsoereine angedören! Außerdem beschäftigte stch Freiherr von Zedlitz noch einmal mit der Berliner Bürgenmeisterfrage und meinte: Wenn es den Stadtverordnete« gefiele, zweihundert Mal denselben Mann zu wählen, dann müßte nach der Anficht der Liberalen auch die Krone zweihundert Mal damit beschäftigt werde«. Wen« die Fort- schrittler die richtigen Folgerungen aus ihren Reden zögen, bann müßten fie eine Mißtrauens- kunogebung in irgend einer Form beantrage«, dürsten aber nicht mehr das Ministergehalt be- willigen!

+ NnavnehmSar. In der Zolltarif-Kom- Mission veS Reichstages haben am Dienstag als

+ Di- Novelle zum Mörse«,-fetze nach den Erfindungen deS preußischen HandelSministers Moller wird in dieser Tagung den Reichstag nicht mehr beschäftigen; fie wird vielmehr für den nächsten Herbst angelündigt. Die Berliner Börsenpreise ist wüthend darüber und verhöhnt deswegen ihren Freund und Wohlthäter, den preußische« Handelsminister, in schmählicher Weise. So schreibt unter anderem der.Berliner Börsen kurier':

„Jedenfalls zeigt das Schicksal des Börsen­gesetzes, daß es mit dem Einflüsse des Handelsministers Möller in der Re- gierung nicht weit her ist, wenn er diese

+ Iteckerzöike. Nach vereinzelten Zritungs- Meldungen soll der österreichische Gesandte Graf Kheoenhüller in der Brüsseler Zuckerkonferenz im Namen von Oesterreich und Deutschland einen Zuckerzoll von 15 Frauken vorgeschlagen haben — entgege» England und Frankreich.

nolh wendigste Reform, die überhaupt nur in Frage steht, jetzt noch nicht durchzusetzen vermag."

Was sagt nun Herr Minister Möller zu feinen Schützlingen von der Börse?

Der englische Antrag hat Unterstützung bei Frankreich, Holland und Belgien gesunde». Nach einer Mittheilung her diplomatisch-offiziösen Wiener -Polit. Korr-sp.' streben Deutschland und Oester- reich-Ungar« „einem entgegengesetzten Ziele zu", nämlich einem Zolle von 8 Mk. Auch daS würde eine sehr starke Ermäßigung deS deutschen Zolles

Dieser ging denn auch, den Kopf hoch er- 'loben, hinaus; aber in seinem Jnnern tobte es doch zu gewaltig, als daß ihm auch nur der Ge- danke gekommen wäre, jetzt Ruhe zu suchen. Er ging in den Hof, wo inzwischen die Tages­arbeit mit der Viehwartung bereits begonnen hatte.

Der Morgen ging mit allerlei mechanische» Verrichtungen dahin; mit Abficht suchte Bervard fich Beschäftigung, die ihn von seiner Schwester

I auch nicht die G-wissenlofigkeit . . . Gerade die Frage des Gerstenzolles ist für den bayerischen Bauern das Allerwichtigste bei der ganzen Sache." Dr. Heim rechnete au«, daß unter der Schädigung des Gerstenbaues während der neuern Zeit mindestens zweitausend kleine und mittlere Bauern dem Ruin verfallen seien! Der heimische Gersten­bau müffe unbedingt geschützt und erhalten werden, wenn man den kleinern Bauernstand erhalten wolle; die Brauerei müffe genöthigt werden dazu, die heimische Gerste anstatt der Auslandgerste zu verbrauchen. Und außerdem sollte man dafür sorgen, daß die Verhältnisse bei den großstädtischen Bäckereien und Brauereien gesünder würden: würde dort der Betrieb weniger kostspielig ge- stattet werden, dann würde den Verbrauchern damit weit mehr genützt werden, al« e« auf dem Wege der Zollpolitik jemals überhaupt geschehen könne. Dr. Heim schloß damit, daß er die Förde- tung des Industriestaates durch die Regierung eine Politik der Revolution nannte! Man sieht, daß die Hoffnung auf eine Verständigung mit der Regierung in der Getreidezollfrage von einem .Tage zum andern geringer wird!

gegen ausgerechnet, daß die Aufhebung der Aus- fuhrvergütungen und die Beseitigung des deutschen

zentner Zucker und für die Landwirthschaft eine Ermäßigung de- Rübenpreises nm 60 Pfennige für den Doppelzentner bedeute« würde. „Dann würde — so schreibt ein angesehene« deutsches Fachblatt — ein großer Theil der deutschen Roh- zuckerfabriken zum Stillstände kommen, Tausende von Landwirthcn müßten den Rübenbau auf- geben, tn der Brennerei würde eine neue lieber. Produktion entstehe», und auch diese« landwirth- schaftliche Gewerbe würde binnen Kurzem vor dem Rui« stehe«."

Aus dem Landtage.

-V »»e<et»*rte*tawe. - 35. Sitzung vom

25. Februar 1902.

Bei der fortgesetzten Berathung des Etats d«S MlnrsterrumS des Inner» erhielt daS Wort zuerst der polnische

dieser Zölle uns also nicht überraschen kann über Nacht!

* Die internationale Zuckerkonf-renz in Brüssel i hat in ihren Arbeite» wiederum eine Pause von mehreren Tagen eintreten lassen. Es handelt fich augenscheinlich um wichtige Dinge, über die zuerst die verschiedenen Regierungen um ihre Meinung befragt werden müssen.

Da eS möglich ist, daß diesmal wirklich eine Entscheidung nahe bevorsteht, empfiehlt es fich, noch einmal die Dinge, wie sie stch gestaltet haben, genauer anzusehen.

England spielt auch in der Zuckerfrage wieder einmal die Rolle desjenigen, die Andere zu Maß­regel» bringen will, die ihnen selbst schaden, um I den Vorthetl davon für stch einzuheimsen. Jahr-1 zehnte lang hat England die Ausfuhroergütungen - der kontinentalen Staaten zum eigenen Vortheile ausgenützt und hat fich dagegen gewehrt, wenn die Staaten ehedem die Ausfuhroergütungen be» Zeitigen wollten. Allgemach hat der Rübenzucker, der vom europäischen Festlande ausgeht, den Rohrzucker in den britischen Kolonieen so sehr in den Hintergrund geschoben, daß England seine Stellung wechselte. Jetzt verlangt es im Gegen­sätze zu früher die Beseitigung der Ausfuhrver­gütungen und eine starke Herabsetzung der Schutz­zölle für den Zucker. Jetzt möchte es mit dem Rohrzucker dem Rübenzucker in dessen eignen Ländern zu Leibe gehe», und dazu sollen nach den britische« Forderungen von bekannter Be­scheidenheit die Regierungen derjeniger Länder . selbst die Hand bieten, in denen der Rübenzucker gemacht wird. Welchen Umfang die Zuckerer- zengung in Deutschland angenommen hat, möge man danach beurteilen, daß allein die deutsche «... „„„ Vlt wl!llluul,u oeB Deui,m,n 5SmtaU6%r » 91 1^00 den Werth von 216 Zuckerkartells für die Rohzuckerindustrie einen Millionen Mark erreicht hat. Die Gesammter- Schaben von mehr als vier Mark für den Doppel- zengung der deutschen Znckerroffmerieen wirb * **“*— n—*-----*- ~ 1 - -

für dar laufende Bekriebsjahr 1901/1902 auf runb 28 Millionen Gentner geschätzt. ES find Riesenzahlen, um die eS sich hier handelt; und deswegen hat der Zucker für Deutschland eine außerordentliche wirthschaftliche Bedeutung.

England strebt danach, diesen hochwichtigen Produktionszweig in Deutschland und Oesterreich N” »u legen, um sich ein neue« Feld für den Rohrzucker zu erobern, der aus seinen Kolonieen kommt; das ist der Zweck der Hebung. Die — kontinentalen Staaten sollen ihm zu Willen sein, Darüber sind, wie gesagt die Ansichten ner- oder aber es sollen Kampfzölle gegen den aus- schieden Auf irden Kall ,» <. e

länbifdjenMucker um das britische Gebiet herum an de» Zöllen ohne Einwilligung deS Reichstages ZuckerÄ^Rark' ?eut^e "id,t 8-rüttelt werden darf, daß^eine Herabsetzung

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macht also den eigentlichen Schutzzoll aus. Dieser

Schutzzoll soll nun nach dem rührend bescheidenen britischen Wunsche auf vier Mark hernntergesetzt werden — da« würde unter allen Umstände« den Ruin bedeuten für den allergrößten The» unserer deutschen Zuckerindustrie und damit gleichzeitig SonhmMMArttt ®4äbigung derjenigen deutschen > -••ii™- um x^ienaiag MS

^^Echaft^die^ietzt die Rüben für diese Vertreter der Verbündeten Regierungen der preußi-

1 I'icht wirst mein Junge die Flinte doch ä,. r ry. ,. .------7’"' I tu d)t ir8 Rotlt• ifctit xu fibcr den

l#UbhS»t<9e » Ver «U Gardinen am Fenster, nächsten Zug reden wir morgen."

$ y was den Sohn beschäftigte, hatte der „Und ich will Dir heute schon in aller Form alte Mann kein Verstandniß. Nach seinem Er- erkläre«, daß ich Überhaupt nicht mehr mittbue • ä? «5h e,rfiHUt öetJ^a”fe “n den durch daß mit meinem Willen weder ein Knecht, noch ÄÄ & I SÄ Ä SchmuggelLgebe;

Sohn muthlos zu machen, schien dem Alten ledoch nicht angebracht, weshalb er in freund- licherem Tone, fast wohlwollend, sagte:

«De» Kopf brauchst Du deswegen nicht gleich hängen zu lassen; ich habe auch mein Lehrgeld bezahlen müssen, ehe ich mit de» Gaunern um­gehe» lernte; das wird wohl keinem erspart bleiben."

sche Landwirthschafts-Minister v. PodbielSki, der Schatzsekretär Freiherr v. Thiel mann und der bayerische Bundesraths-Bevollmächtigte von Geiger gesprochen — alle drei gegen das vor­geschlagene Getreidezoll - Kompromiß. Herr von Geiger wandte fich namentlich gegen eine Erhöhung des Getreid«zollrs; Minister v. PodbielSki sagte: Der Zolltarif-Eotwmf des Bundesrathes enthalte an Zollsätze» das, was er (der Minister) als Der- treter der landwirthschaftlichen Interessen für mög- lich und durchführbar halte; Schatzsekretär Frei­herr v. Thielman« aber, und das ist das Wich­tigst-, kam auf die neuliche Erklärung des Staats­sekretärs Grasen Posadowsky zurück und warnte davor, diese fälschlich auSzulegen. Es handele sich dabei thatsächlich um die Feststellung der That- fache, daß die Verbündeten Regierungen unmög­lich über diejenigen Getreidezollsätzej vtnausgehen könnten, die sie in ihrem Zolltarifentwurfe vorgeschlagen haben. Von großem Interesse sind einige Aussührungen des Centrums-Abgeordneten Dr. Heim. Dieser hat die Aeußerungen der RrgieiungS. Vertreter

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und natürlich ebenfalls der Beschlußfassung deten Regierungen die sehr gemäßigten Forderun- des Reichstages unterliegen. Neber den Werth ge» des Kompromiß.Antrages rundweg ablehven und über d.eBedeutung der Aus fuhr-Vergütungen | »Eine Schutzzoll-Politik — so führte Dr. Seim sind die Ansichten bei uns in Deutschland auch unter Anderem au« — die nur eine Verlünaeruna bei denjenigen getheilt, die den wirthschaftlichen be« Tode«kampfeS der Landwirthschaft bedeutet, Hauptwerth auf die ungeschwächte Erhaltung nn- mit,»machen, habe ich nicht die Veranlaffung und ferer Zuckermdustrie und die nothwendig gewor-' “ 0 1

bene Hilfeleistung für die Landwirthschaft legen, d'-e fich mit der Kultur der Zuckerrüben beschäf­tigt. Eines steht wohl aber fest: Sollte dieAuS- fuhr-Vergütang cbgeschafft werden, dann könnte sie in dem Betrage von runb 30 Millionen Mark jährlich zu einer entsprechenden Vermin- berung der inländischen Zucker - Verbrauchssteuer benützt werden. Von anderer Seite wird da-

Originak-Roman von Fr. Collet.

------ (Nachdruck verboten.)

Der Vater hü te wortlos zu, als Vernarb bet der Mittheilung, daß er, nachdem die Säcke ab« geloben waren, bavongefahren sei, schloß, sah ihn der Alte mit lauerndem Blick an und fragte:

„Du hast die Säcke doch beim Vetlaben ober wenigstens beim Ablaben gezählt?"

Sin ehrliches, kurzes „Nein" war bie Ant- wort.

„Werben fich bie Spitzbuben freuen," höhnte wtt trockenem sarkastischem Lachen der Alte. „Ge­wiß erzählen sie morgen bie Geschichte, daß ihnen beim Verladen ein Sack in bie Ems gefallen fei, *nb bei der Flucht einer habe im Stich gelassen werden müssen, wie sie da« bei solchen Gelegen- Herten immer thun; dazu werden sie ober, wenn *?nen bekannt ist, daß Du nicht gezählt hast, noch Elntge herunterlügen, bie sie gar nicht auf ober ?>om Wagen geladen haben wollen. Auf drei bi« wer Sock Schaden kannst Du Dich also gefaßt fachen. Netter Verdienst, diesmal," höhnte er, «wen nicht eben liebenswürdigen Blick auf den

ihm stehenden Sohn werfend.

so Angeredete stand, eine Hand auf die Mchplatte gestützt, den Kops auf die Brust ge- Wt, die Augen starr auf eine« Fleck gerichtet, B«., ®innen verloren. Wohl hatte er das “öm, als ob sein Vater ihm Vorwürfe mache, den Gegenstand derselben erkannte er nicht, we89wb er auch nicht antwortete.

MWWSPMSMSSW

29. Jahrgang.