Areit Fritzlar, Schuldirig^t Havptma«» d. L 6. D. Dr. Karl Kümmel t« Rotenburg a Fulda, Postdirektor Karl Leopold Schlüter tu iLffd, Geheimer Ober. Resii-rungSrath, Kurator der Uni« verfirät Dr. August Steiumetz in Marburg «ab Fabrikant Hermann Joseph Wähler in Fulda, sowie die verwittwete Frau Landrath Marie von Mareard, geb. Harnirr, in Ruffel und Fräulein Anna Wallstab in Kassel.
44- Der StaaLseisenbatzrr Derei« m Fulda feierte am SomSlag in de« festlich geschmückten Sälen des Restaurants Bellevue de« Geburtstag des Kaisers durch eine« KommerS. Es ver. einigte« sich alle Umstände, um die Festflirr-mung zu heben und recht anrmirt zu machen. Der Vorsitzende des Vereins, Herr Regierungs. Baurath Gchwedler, hirlt die Festrede, welche in einem brausende» Hoch auf Ce. Maj. gipfelte. Herr Holderer ip-ach über deutsche» Patriotismus und seine Wirkungen in den letzten 30 Jahren. Die Herren Mitglieder Gaßman« «nd Speck erfreuten die Versammlung durch sehr ansprechende Vorträgr und wurden dabei von unseren Militär- Musikern, welche den MufikülrschZn Theil der Feier übernommen hatten, in aLSgizeichneter Weise uvtLi stützt. Einige Solovorträge auf dem C llo und der Trompete erregten lebhaften Beifall. Der Verein wird en dieses Fest mit Shrgrögeß zurück- denkcn.
* I« der Generasversammlung der Vertreter der A r b e i t g e b e r der ALseMelKe« Ara« Ke« »erficher«»gskasse der Stadt Fulvs ist am Samstag der Zimmermeister vnd Stsdtoerordlete Herr Joseph Fritz in den Vorstand gewählt worden.
X In der H i n t e r b u r g wurde gestern Abend eine MerssnemlALK des christliche« Gewerk schsfts - Ksstelk» abgehalten. Der Referent, Herr Ä. Krämer aus Offenbach, behandelte in gedrängten Ausführungen die Pflichten des orga- »ifirte« christlichm Arbeiters: 1) Geqer-Über dem Verbände, der einer zielbewußter! Gefolgschaft bedürfe, 2) gegenüber dem Acbsitgebkr, der bei richtiger DrskungSart in der christlichen Gewerk- fchaft keines weg« eise« Gegner, sondern einen Helfer sehe und 3) gezenüber seinen Mitarbeiter«, indem durch de« Beitritt zur christliche:? Gewerkschaft daS Gebot der christlichen Nächstenliebe i« eminentem Ginne gewürdigt werde, u^d der christliche Arbeiter gerade is dieser Hi«ficht vorcheil- hast und ideal vrn dm Mittzliedern der sozial- demokr«rische» sogm. freien Kewrrkschaste« ab- steche. Au der zehr lebhaften Diskussion betheiliaten sich die Herren Batt-Mühlheim a. d. Ruhr, Böhmak-RixSorf, Hasse-Berlin, Kötte-Mühlheim am Ryem und von hier die HrrreA Becker, Geier, Möres, Röder, Schäfer und E. Werner. Der Grundton der Disk^sfio» zeigte, daß la? Jntrrrffe unter der Arbriteifch^st Fuldas für die christliche Gewerkschaft bedimerftcherrmise nachgelassen hat und daß es im Besten der Arbeiterschaft selbst liegt, wenn darin Wandel geschaffen würde. wurde sooann folge«oe Resolution angenommen: Die heutchs Versammlung schließt sich den RuS- führunge« drS Referenten u«b der Diskussionsredner a« und beschließt, durch rege Agitation die bsstehenven Zahlstelle» der eii zrlnen christlichen Verbände zu stärken und insbesondere die christlicher« Metallarbeiter versprechen, baldigst eine Zahlstelle neu erstehen zu lassen. Mit einem Hoch auf Kaiser Wilhelm, wozu die Ge- burtstagsfrier bt8 Monarchen besonderen Anlaß bot, wurde die Versammlung geschloffen.
«o An daß Studtfer» sprech Zeetz iß unter Nr. 155neua»'-esch'.offen: HerrFISchneider, M.rschinexf«brik, Ärtall- und Grsevgießerei.
D Zur Zeit, hat wj« schon einmal daraus hing^wirft«, btt Nähmasckinen-Akttrn- gesellschüst St««et Co. im Saale des GaflbanseZ «zur Lmtze" eine Äs# ff .-ff «wy verar stallet. Wie wir tzörrn, halte sich dieselbe in den ersten »rei T«He» b?8 Besuchet »on unsefähr 800 Personen zu erfreue«. Dir Aus- st'llunz ««saßt hauptsächlich Kunfist ckrreie«, Hohljaam- un» Darch-rnchSarbi-iten, die sämmt- Uch so« et« u«b derselbe« M«scherte in de- wunderns «erther LvV.k»«Mk«tzeit hergesiellt werden Befo* *de'.s dr» Dsmra wirb «S cts Belgniizer! fess, in bim gen««»tk« Lokale das Produkt wir dar »r,»Ujüeiide Jirstii-me«! in allen iE)*»« Arbeitsptzase» btfichtizsA zu köinen «nd ? es em !» Inchter, al» ei« Vertrete der «in'fi llend«» Firma t« enlsegenkomVendster W s zu ErklLrnnse« über alles Vorhände»« beten tst Wir ®@I$» hier uns ficht über die vortrefflichen Si-r«sck«ste» der Maschine »rr- breiter, Vielmehr alt J-^errffenttn ctttrsen, sich die Aurflklluntz, ein Pansrsm« für jedes weib» liche Auge, selbst is Äuzeisch j« zu nehm«. In der AurfieLssz Wird b kasetüch gezeBwärteg «in koßenleftr U »terr richt« kn rsu» in Näd- und Sltckerbeitcn ertheilt, der sich dis zum 8 Fed uar binzirht.
KW KM AkchÄkrgetzN»
□ Arl-rtz«r:se»t. 27. Jen. Em sich arbeitS- los aierfrlbft hervmtretbendcr Kntchl au8 Lsr- bach bei BK ringele, der im Verdachte steht, den cm 8. d. Mts. ans de» Mtzgermetster Ä. aus Hüttengesäß zwischen Selbst» und Bruder» diebacherhol auSgtführte» Raubanfall be- gavae« zu haben, ist »er haft et worbe«.
* Aakarr, 27. Jan Am 16. d. M.S. zog hirr ein angebl cher VzrstchrrungSinspektor zu, der zuletzt in E furt und Gotha gewohnt hatte. Sechs Kinder, im Alter von 10 Jahre» b.s herunter z« 2 Jahren, waren vorhanden, für die das Slterrprar in keiner Weise sorgte, sich über-
USNMischtKK»
* #61«, 26. Januar, Ein hiesiger Arzt, Dr. Schulze, der im vergangenen Jahre in Fblßie les Elberfelder Militärbefreiunzsprozrffes ttt Kol« in UstersuLungShaft genommen worden war, hatte auf dem Aerztetag in Hamburg die Rßlier Gefäfgn iß verhält itiffe einer kritischen Würdigung unterzoze». Im Arschluffe hieran brachte auch die .Kölnische Zeitung' einen Artikel, in dem die in dem Kötner Gesängniffe herrschenden Zustände scharf beleuchtet wurden. Dr. Schulze sowohl wie der Chefredaktrur der .Kölnischen Zeitung', Dr. Posse, wurde« deshalb wegen Beleidigung der Gesängnißver« walrunz verklagt Bei der gestrigen Verhard- lung wurde Dr. Schulze zu einer Geldstrafe Ben 150 Mark vnd Cdeftedaktevr Dr. Posse zu einer solchen von 300 Mar? verurthrllt. Der
hanpt kaum darum bekümmerte, sodaß es am Allernothwendigsten fehlte und private Hände eingretfen mußun, um die größte Noch zu lindern. Dte Stadtverwaltung hat die beide« jüngsten Kindern ins La» dkraukenhous gebracht, die and-rn K ndern in private Pfl ge gegeben.
* Hffeukoch, 27. Jan. Hier ist ein Frauenau« schuß zusammengetreten, um Geldmittel zu Gunsten der Sm erfreue» und Kinder zu sammeln.
(*) Raffel, 27. Jan. Mit großer Freude wird hier von Allen, die eS mit unserm Volke wohl meinen, eine Verfügung des Herrn RegierungS-Ptäfidenten begrüßt, i« welcher end ltch gegen daS entsetzliche Schlafstellen. Unwesen der Kampf aufgenomme» wird. Wer das WohnungSelend bet Großstadt kennt, weiß, wie sehr dteS noch dadurch vermehrt wird, daß in die ohnehin schon unzulängliche« Räume auch noch so und so viele Schlafgänger sufgeuommen werbe«. Welch« Folgen daS für die Gesundheit und das sittliche Wohl besonders der Kinder Hai, kann sich jeder ungefähr denken. Nunmehr können wir hoffen, daß in Folge dieser Verfügung, die mit dem 1 April d. J§ in Killst trete» wird, die Mißstände drs SchlafstellenweseuS, wenn auch nicht gänzlich beseitigt, so doch bedeutend gemildert werden. Hoffentlich folgt nun auch bald eine Verordnung nach, welche dis menscher» unwürdige« Wohnunge« vom Gebrauche auS- fondsrt, denn in der Beziehung herrschen auch hier zum Theil schaurige Zustände.
* Assssl, 27, Ja«. Die im Verwaltungs- Jahrs 1902 abzuhaltmden regelmäßigen Sitzungen des Landes-Ausschusses find solgendsr- maßen ftstgefttzt worden: 1) Die Nächste Sitzung alsbald nach Schluß des diesjährigen Kommunal- Lsrdtages, voraussichtlich den 24. oder 25. Februar, 2) die ferneren Sitzungen am 2 April, 17 Juri, 16. September und 25, November 1902, sowie am 6 Fsbruar 1908.
* Msrk«xg, 27. Ja«. Nm letzten Freitag wurde hier ein Buell auf krumme Säbel zwischen einem khrmaligert Kürassterosfizter und einem Studirenden ausgefochten. Beide wurde» laut .Franks. Ztg.' verletzt, der Offizier ziemlich erh-blich durch einen Hieb über die Stirne.
* Alsfeld, 27. Ja«. Gm gewisser Arthur Schoch aus Dresden, der sich hier aufhülr, tst ein O p fer des Älkoh ols gemorden. Während das Delirium tremens ihn schüttelte, machte er den Versuch, sich -tie Pulsadern und den Hals durchzuschneiden. Ec starb bald daraus mehr an de« Folgen der Alkohols als an seiner Verwundung.
* Ko«K«rg ». d. K., 27, Jan. Welche Richtung die Nassauische Bäderbahn nehm:« oll, scheint an kompetenter Stelle schon festzu- iehrn. Wie der ,RH. Kurier' bestimmt hört, »trd rrabsichligt, die Bahn von Wiesbaden durch« blaue Ländchen zu führen und nachdem sie die Frankfurt Limburger Behn bei K istel durchquert hat, nach Gode« und von da nach Homburg zu leiten.
* W«mz, 26. Jan. Unter der Spitzmarke „Wo wsr es?" brachte da« ,M. Journal' dieser Tage eine Non» ro» einem junge» Manne, der in einer jieftgen Wirthschaft seine werthvolle goldene Uhr »egen eine Zechschuld ließ. Durch dieser AuS- chretben gelangte der Eigenthümer wieder in den Besitz feiner Uhr. Al» Kuriosum aber ist her- vorzuheben, daß sich infolge der Zeitungsnotiz eine ganze Anzahl Wirthe gemeldet haben, die Uhren als Pfänder für Zechernen besaßen.
* ZSÄrz«»»F. 27. J^n. Er» Israelit a«S Budapest vollbrachte gestern in der Pfarr- trche St. Gertraud feine Konversion zur atholischen Küche, indtw er bei Sakromeut der Taufe und die erste hl. Kommuvisn empfirg
* Dom Kichrfekde, 27. Jsn. Drs steuer, amtliche Brrwietzumg des Tabaks hat awf dem Ut-tereichsfelde begosns«. Mit der Berwtesung volleteht fick zugleich ei« lebhaftes Kaufgeschäft. Gegenmä tig findet die Verwiegung und der Handel um das „Spitzblstt- iatt. Der Kaufpreis pro Zrutkrer schL,g»kte wifche» 18 und 20 Mark. Seit einige» Jabren ze grn die Ta'sakpreiss e ne Heiss Aus- wärtL»e«eaung; d» F^igr davon ist Bcrmch- tuhg d-s Tabakdsner e*f dem WchSfelde.
• Ksitixer 28. Jsu. Die Hsndeks-' kämmer für dte Kreise Mühlbsuftu. WorbiS tiä'S He:bgeustadt beschloß in einer Eisgr-br an bett Hauftel»mi«ister, die u»unterLrocheue elf- stüudttze Mtuimalr uh ezsit der Bnxestellt?« in offene» Geschäfte» auf eiee 10stündige redu- zire« zu wollen, zu unterstützen. Die Kammer eitlem sich auf tSr Beibchaltnuz der kleinen Wechsel u*ter 100 Mark, entgegen den Bestrebungen der Har-delSkammer zu H ldeShrim.
Schutz des § 193 bett. Wahrung berechtigter Interessen ist dem avgeklaete» Redakteur nicht zuerkannt worden. Beide Angeklagte haben Berufung ar gemeldet.
* Kalte a. d. Saale, 27. Jan. Der Hallesche .Gentrelarg tflet' meldet aus Ei msleben: Im Hotel Berlin fand am EamSta, eine starke Aeetylengas- e xplosion sta>t. Dreißig Personen wurden verletzt, davon die meisten Mitglieder des Krieger- vereins. der feine Kaiserrgeburist- g»feier beging. Der Eaalanbou wurde zerstiirr. Dächer und Fenster verschiedener Nachbargebäude wurden zertrümmert.
* Iamvterg, 27. Jan. Der.Hamb Korrespondent' meldet: Bei dem gestrigen schweren Sturm in der Nordsee ist die russische Barke „Hansa" von Leith nach Hamburg 80 Seemeilen westlich von Helgoland untergegangen. Der englische Dampfer „Corfica", der auf daS Nothfignal herbeieilte, aber «ege» des Sturmes kein Boot ausietzen konnte, rettete den ersten Steuermann, einen Matrosen und einer Schiffsjungen, die en den Planken und Spiere» in den Wogen hieben, vermittels langer Haken. Die übrig' Besatzung tst ertrunken. Der Schiffsjunge starb bald nach der Rettung.
*Ae«-Zork, 27. Jan. ®tne gewaltige Explosion erfolgte heute tm Eilverkehrs - Tunnel gerade vor dem Centralbahnhof, wo Arbeiter einen großen Dynamitvorrath aufgespeichert hatten Es wu den laut .Frankl. Ztg.' drei verschiedene Detonationen bemerkt, durch die die Bordei feite des Bahnboss fast ganz eing"riffe.> wurde. Ferner wurde bu8 Murrah Hill Hstel und andere große Hotels f»wer beschädigt Etwa sieben bis zehn Menschen find umgekommen. Uni et den Todten befindet sich ein Gast des Murray Hill Ho eis, der in seinem Zimmer geiöd et wurde, und ein Turin-lSamneifier, dem der Kopf wrg^vriffen wurde. Die ^xplofion zertrümmerte ein großes Wafferzuflußrohr, sodaß »er 40 Fuß tiefe Tunnel schnell unter Wasser gefitz' wurde. Die Gewalt der Explosion war derart, daß kev Fenster im Umkreise von zwei Häusergevierte» ganz gtbhrben war. Paffanten wurden zu Boden getreckt und Straßenbahnwagen umg'worfen. Die Zahl der Berletzien beträgt annähernd hundert. Das Marray Hill Hotel wurde von »er Polizei geräumt, da eia Err.jlmz droht. Die Explosion ist angeblich durch )tradfallen eines großen FklsblvckS auf Dynamit verursacht worden.
(*) Klein- Kachrichten. Leipzig. Das .Leipz. Tageblatt' meldet: Der Staatspräsident am Reichsgericht, Bombll'.d, tritt am 1. Bpr<I1902 in den Rnhe- tand. — Köln. Tsr Mln. Bolkszig? zufolge beschloß der Herksufkvrrein für Siegerlander Erfenstein in der Generalversammlung, den Verein unter den bisherige» Bedingungen bis zum 1. Juli 19 4 zu verlängern. — A ntwerpen. Der Dampfer „Australiam", der Hamburg-Amerika-Linie von Hamburg kommend, ist in Folge des hohen Seeganges bet Doel, drei Meilen von hier gestrandet. Schleppdampfer sind zur Hili- abgtgaagen. — Algier. Im hiesigen Elnseborenen- Biertel kam es zwischen Arabern, welche die öffentliche Ordnung röden und Zuaoenpatiouillen zu einem Zusammenstöße. Drer Zuaven u»d zehn Araber erlitten Verwundungen, mehrere Araber wurden verhaftet. — Plauen. Der Ring der sächfisch-oogtländischen Ttreichgarnfärbereien ist für weitere 5 Jahre erneuert worden. — Innsbruck. Zwei hiesige Alpinisten wurden bei einer Tour auf den Han-burzer sechs Stunden vo" Bolderbad von ein-r Lawine überrascht Einer hat sich selbst herausgearbeitet, der andere, der Mediziner Dornauer, liegt in der Lawine. — New- Dork. In den Staate« beS Westens herrschen heftige Schnrestürmi und große Kälte. DerArrzen ist einigermaßen geschäoigt. — In Chicago hielten Vie Pole» fünf Versaw«lurgen ab, in denen die Wreschener Ge- schehniffe verurthkilt wurden. An dm B-rsamwlungen nahm« .- etwa 1CO.OOO Polen Theil.
X Deutsche Mhederei. Die jetzt erschienenen neuen Schiffs«Fahrpläne für das Jahr 1902 geben einen interessanten Anhaltspunkt für die riesige Ans- dehnnnq der großen deutschen Rhederei. Der Nord de-tsche Lloyd in Bremen tritt in das neue Jahr mit 7 Schnelldampfern, 19 Rrichlpostdampfern, 36 gewöhnlichen Psstdampfern, 40 Dampfern für den hinter« indischen Dienst un» den Dienst an der chinesische» Küste, 29 Dampfern für di» europäische Fahrt und einem Kadett-n-Schulfchiff. Im Bau befindet stch der g>ößte Dampf-r der G zenwart, der den Namen „Kaiser Wilhelm II “ führen wird, f-rner 7 Dampfer für den transatlandischeti Brrkchr, 7 Dampfer für den indischen und chinesischen B rkehr und ein zweites Kadetten- und Schiff juu-en>L>chulschiff. Unter den SchneÜpost- dampfern, Reichspostdampfern und Psstdampfei n befinden sich »ur »och btet, welche außerhalb^Deutschlaiids »ehaut sind, alle anderen Dampfer sind auf deutschen Werfirn und aus deulsckem Material beigefxtSt. Die Dampfer der tzint«rindifche>e und chirefilchen Fah.t fi,.d zum Thrtl n»n den durch die deutsche Rredeiei aufge- kausten großen englischen Li ier- übernommen, aber auch eitfe Domvser werden allmählich durch neue, auf deutschen Weefte» gebaute Schiffe ersetzt.
• 47,060 GinschreitzeSries« sine in den Tage» mm 27. bis 29. Dezember i» Berlin anfgegebe» worden. E« »oten dies Kündigungsbriefe oder Anrünbtgunge» uax MiethLfteigerungen, womit die HanS^irthe ihre Mielder bedacht habe». Da zahlreiche Kündigungen zu« Theil schon ver dem 27. Dezember, theilweile auch in >en Tasrn vorn 80. Dezrn ber b;$ zum 1. Jaruar erfolgt find, s» läßt sich schon jetzt vorausfeher-, »aß d r April«»r»z eisen Umfang «»mn-meu wird, wie noch in keinem Jahre vorder.
* Mutig«« LieIirdr».«« in I« N'apel
ereigneie sich kürzlich ein Dram«, ra=> eine» gew ffea Verzleich mit der traurigen Affäre Falkenhageu- ». Sennigfen zuläßt und dw SBesf.tiebtnbeit des deutschen und ikalieni'chen Temyeraments drastisch belichtet. Der 40jäh i e Rittmeister ®raf d«l Balzo hatte das 20jLH,ig« Fräulein be Franchi, die Tochter eines Neaptler Fiiranzinsprklorr, enifüh^t Der Finauz- inspektor erfuhr den Aufenthalt drS Pärchens, holte die Tochttr zurück und strengte die Klage g-gen de» Ritt- meister 0ü. Gleichzeitig forderte ein Bruder des Fräuleins, «in Leutnant der Infanterie, de» Rrttmeifter. Dec letztere lehnte jedoch «b unter drm Hinw.-iI auf die anKestrsn,:e Klag». Dieser Tage iraf nun der B,t-r den Entführer auf der Piazza laste und forderte ihn kategorisch auf, seine Tochter zu heirathr». Auf eine brutale Antwort des Rittmeisters zog der Finanz- ir-.spektor in begreiflicher E»trststu»g den Revolver vnd streckte den R ttmeister durch zwei Schöffe tobt nieder.
• Im Dusel. Student (früh um sechs Uhr bei Sonnenschei», als er das Schlüsselloch nicht findet, zu einem Passanten): „Entschuldigen Sie, haben Sie vielleicht ein Zündhölzchen?"
* Der Feinschmecker. Junge: Onkel Jim! Was ist denn ein gedungener Meuchelmörder? Onkel (magenleidend): Hm! — eine schlechte Köchin zum Beispiel.
* Der Pantoffelheld. Mr. Henpeck: Geht meine Freu ans? Dienstmädchen: „Ja, gnädiger Herr! Mr. Henpeck: Ah, wissen Sie vielleicht, ob ich auch mitgehe ?
WurktberichLk.
sD Krarrllfnrl a.W.,27.Jan. (Getreidetnarkt- bericht, mitgetheUt von Joseph Strauß, Agerck, der sich bei An- und Verkäufen bestens empfiehlt.) Weizen ab unserer Gegend 17.00 00.0t Ml., Weizen frei hier, 1700-00X0 'SUI., Weizen, La Plata, KansaS.
Redwinter und ruffische Sorten (Hebetreifer Weizen, 17.75- 18.00 Mk., Roggen ab unserer Gegend, 14.00 btt 14,25 M.,Roggen, frei hier 14.30 Mk., Braugerste, Wetterauer , 15.75—16 50 Mk, Franken (Ochsenfurter Gau), Pfälzer u. Ried, 16.75 btt 17 75 Mk., Hafer (je nach Qualität, exquis 25bis50Pfg. über Notiz) 16.00 bis 16. 0 Mk., Weizenkleie 8.50 -8.75 Mk., Roggen- Heie 9.50 biS 00.00 Mwk, Malzkeime 9.50 btt 10.00 Mark, getrock ete Biertreber 9.75—10.25 Mark, Spelzenfpreu per Eentner 2 50—100 Mark: Haferhülsen 2 50—2.50 Mark per (Eentner; Weizenmehl (autom.) Nr. 0 25.50—26 00 Mk., Weizenmehl Nr. I 23.50 bis 24.00 Mk-, Weizenmehl Nr ID 21.50 - 22.00 Mark, Weizenmehl (exquis. Qual.) pr Sack 1.50 btt 2.00 M. über Notiz, Roggenmehl 0 22.50 bis 23.00 Mk., Roggenmehl 0/1 1.25—1.50 Mk. darunter; Torfstren 1.40 Mk. per Beniner. Die Preise verstehen sich per Kilo ab hier, häufig auch loeo auswärtiger Stationen bet mindestens 10,000 Kilogramm.
Weizen hatte keinen nennenswerthen Verkehr. Tendenz nicht be-auSzufinden. Roggen tenbirte matt und büßte 10 Pfg am Preise ein. Gerste blieb die Stimmung unverändert fest. Hafer begegneten die schwachen Bestände und wäß'gen Offerte» guter Auf« r-ahmSlust. Sonstige Futterstoffe begegnete nur vereinzelt geringer Frage. Spelzenspreu und Haferhülse» Geschäft in engen Grenzen. Mehl erfuhr weder in der Geschäftslage, noch in der Preistendenz eine nennens« werthe ßenberung.
' Iranstsntt, 27 Jan. Amtliche Notirung der Bieh« martt-Preise. Zum Verkauf standen: 430 Ochsen, 38 Bullen, 735 Kühe und Färsen (Stiere und Rinder), 245 Kälber, 817 Schafe und Hämmel und 1112 Schweine. Bezahlt wurde für 100 Pfund Schlachtgewicht Ochsen: a. vollfleischige, ausgemästete höchsten SchlachtwerthS bis zu 6 Jahren 67 69 M., b. junge fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 59—63 M., o. mäßig genäbrte junge, gut genährte ältere 53—56 M., d. gering genährre jeden Alters 00—00 M. Bullen: a. vollfleischige höchsten Schlachtwerthes 54 - 56 M.. b. mäßig genährte jüngere und gut genährte ältere 50—52 M., c. gering genährte 09—00 M. Kühe und Färse« (Stiere und Rinder): a. vollfleischige, ausgemästete Färsen (Stiere und Rinder) höchsten SchlachtwertheS 58—60 M., b. vollfleischige, ausgemästete Kühe höchsten SchlachtwertheS bis zu 7 Jahren 55—57 M., c..ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickele jüngere, Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 43—45 M., ä. mäßig genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 32—34 Mk» e. gering genährte Kühe und Färsen (Stiere und Rinder) 30- 31 M. Bezahlt wurde für 1 Pfund Schlachtgewicht: Kälber: a. feinste Mast- (Bollm. Mast« und beste Saugkälber 78—60 Pf., b. mittlere Mast- und gute Saugkälber 69—72 Pf., c. geringe Saugkälber 58 bis 62 Pf., d. ältere gering genährte Kälber (Freffer 00—00 Pf. Schafe: a. Wastlämmer und jüngere Mast- hämmel 58—60 Pf., o. ältere Masthämmel 52—56 Pf. o. mäßig genährte Hämmel und Schafe (Märzichase) 46—50 Pf. Schweine: a. vollfleischige der feinere» Raffen und deren Kreuzungen im Alter bis zu VI* Jahren 67—00 Pf., b. fleischige 66—00 Pf., c. gering entwickelte, sowie Sauen und Eber 58—60 Pf., d. ausländische Schweine (unter Angabe der Herkunft) —. Pf. Bezahlt wurde für ein Pfund Lebendgewicht: Kälber a. 46 -48 Pfg. b. 40 -42 Pfg., Schwei»» a. 53—CO Pfg., b. fleischige 52 Pfg. Geschäft in Hornvieh gedrückt, Ueberfiano mittels äßrg, in Klein- vreh gut, Markt geräumt. — Aus Oesterreich standen 116 Ochsen zum Verkauf-
sikikßk Llühlilhle« nd ttirpae«.
(Origii^l-Depeschcn der .Fuldaer Zeitung'.)
28. J rn. Der kommand rende General des fünften Ärme-korps von Stülp« nagel, theilte bei dem gestrigen F.'stmahle mit, daß das fünfte Armeekorps m diesem Jahre große Manöver vor dem Kaiser abbölten werde. Er sprach die Hsffnurrg au8, daß bei dieser Gffegenhrit der Reifer in der Stadt Posen Hof halten werde.
28 Jan. Zur Berathrrng stand gestern dir Gesetzentwurf betreffend die AuS« führung einer Anzahl schiffbarer Wege und die Verbesserung von Kanälen und Flstffen. Die Gesammtsumme der Aufgaben ist auf 663 MM. Frcs. verarlschlakst.
WaMx 28. Jan. Kaiser Wilhelm lelrgrüphirte dem tömffchrn Oberbürgermeister: Sich dankbar erinrernd der ichönen Tage, die er io Ron verweilt, schenke er der Stadt eine Marmorstatu? Goeth-S, der vor Wen die Dmtschsn auf Jialstn hirgewiesen habe. Der Ober bürgerMeiffer dankte. Die Statue wird auf einem öffentlichen Platze Roms ausg» stellt werden.
m. Wetter ZLeoöachtungerr.
28. Januar.
T«mperai»r 6 Uhr Abends: — 5,0’ Cel., - 6,4’ Reaum
„ 7 „ Morgens: 1,5« „ 1,2°
„ 12 „ Mittags: 2,8« „ 2,2«
Die höchste Temperatur des gestrigen TageS betrug 1,0« Celsius (0,8 Reaumur).
Dieniedrigste Temperatur in vergangener Nacht betrug -0,« Celsius (—1,6« Reaumur).
Warometerflanb Mittags 12 Uhr: 738 mm.
W»thmaß!iche Witterung für den 29. Januars: Trübe, regnerisch.
Bestellungen werden von allen PostanSalten, Landbriefboten, Sei« tungeträgem und von unserer Expedition (Harmonie) angenommen.
Für die Monate Februar «nd März kostet die reichhaltige und täglich erscheinende .Fuldaer Zeitung' nur
Anzeigen
sind bei der großen Auflage der ,F uldaer Zeitung' »onsicherer Wirksamkeit.