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Sehr trocken g. . .

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Reklame»- «riv Arrzeigerrtheil.

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AXTLICH GLXNZKND BEGCTACHTBT:

Beständig . . .

Schön.....

Veränderlich . .

Regen (Wind) Biel Regen . . Sturm . . . . .

AW dem MchbaMbKL.

MMelfialSach, 16. Jan. Die während der Chriftfesttage Hierselbst zum Besten der hiesigen Pfarrkirche aufgeführten Theater, stücke „Das Hirtenmädchen von LourdeS" und ein „Dreikönigspiel" wurden gestern nochmals wiederholt. Lus Einladungen hin hatten sich viele Mitglieder der Neuhöfer und Fliedener Kasinos eingefunden. Wie bei den vorherigen Aufführungen, so wurden auch diesmal dis einzelne» Rollen von den Mitspielern flott und sicher wiederoegeben. Kurzweg gesagt, gebührt allen Mitwirkenden gleiches Lob und gleiche An« erkennung Ein mehrstimmiger Kindcrchor Der» herrlichte die Darstellungen durch paffende Lieder und Choräle.

# Karra«» 16. Jan. Eine Frau aus Dörnig­heim hatte ein dort wohnendes Mädchen durch anonyme Briefe schwer beleidigt. Sie wurde deshalb vom hiesigen Schöffengericht zu 6 Mo­naten Gefängniß verurtheilt.

* Ksrsfekd, 16. Jan. Vor dem hiesigen Standes amte wurden im Jahre 1901 nach der,H. Ztg.' 71 Ehen geschloffen. 61 Ehen waren rem protestantisch -1 katholisch, 2 jüdisch, 2 baptistisch und 4 gemischt. Es kamen 239 Lebend- und 6 Tsdtoeburten zur Anmeldung. Eterbefälle wurden 188 angemeldkt.

* Schmalkalden, 16 Jan. Der Kon-munal- landtau, der im Februar in Kastel zusammen» tritt, wird auch über den Bau eines neuen Landkrankenhauses im Eichelbach berathm.! Die Pläne dafür find schon ausgearbeitet. Wan« mit dem Bau begonnen wird, ist «och ungewiß. Die Stadt hat bereits für diesen Neubau 30,000 Mark bewilligt, wofür das alte Krankenhaus in | städtischen Besitz übergeht.

[] Kassel, 16. Im. Das Konkursgericht hat die Honorarforderung de» Konkursverwalters der Trebertrocknungsgefellschaft für die Zeit vom | 4. IM bis 31. Dezember von 75000 auf 50000 Mark herabgesetzt.

△ Marrmeg, 15. Jan. Heute Nachmittag fand hier abermals, nachdem vorgestern 19 Punkte der Tagesordnung vertagt werden j mußten, eine Stadtoerordnetensitzung statt. In I der Hauptsache handelte es sich um einen von den Erwerbstreibenden geflehten Antrag um Schaffung einer städtischen SubmissionS- ordnung. Nach den gemachten Vorschlägen sollen die zu vergebenden 9'beiten nach den Ge­werken getrennt werden, damit auch kleinere Handwerker sich beteiligen können, ferner wird verlangt, daß thunlickst einheimische Gewerbe­treibende und nicht die billigsten Angebote Berück­sichtigung finden. Man etnigte sich dabin, daß eine Kommission die Arbeiten zur Schaffung eines 1

WuthmaßNche Witter»»« für den 18. Januar: Fortdauer deS milden, trüben Wetters.

AvSMS aus dkll Registern des AtandesamisÄlve

vom 10. bis 17. Januar 1902.

Aufgebote.

10. Jan. Sütrrboder arbeite! Clemens Klug und Josephine Schröder, beide von hier. 10. Bantechnikcr KaSpar Joseph Dtfheid) und Eva Margaretha Koll- wann, verwillw Oswald, beide von hier. 11 Bahn- arb-itkr Karl Sebastian Hahner von hier und Rosa Adelheid Klüber von Langenbieber. 13. Werkzeugmacher Nikolaus Joseph Schäfer und Maria Katharina Bam­berger, beide von hier 14 Zimmergeselle Peter Franz Hohmann mb Ottilie Müller, leide von hier. 16. Erdarbeiter Kerl Adalbert Heinrich Häuser und Agnes Barbara Auguste Gutberlet, beide von vier. 16 Maler und Lackirer Heinrich Adam Eustach Heßberger, Wittwer, und Christine Wehner, beide von hier.

Hheschkieß»»ge».

21. Januar. Wirth Karl Joseph Müller von hier und Anna Maria Theresia Koch von Horos. 14. Maurer Johann Joseph Fleck von hier und Walburga Schad von Blankenau.

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gegen hundert Namen waren schon in die Liste eingetragen, u. A. auch der Hochwürdigste Herr Bischof und die Spitzen aller Behörden. Listen zum ElÄzetchneu liegen auf int „Stadtsaale" im Gasthof zum „Kurfürsten" und in den Restaurationen zur „Hauptwache" und „Kaiser­hof". Die Listen werden Dienstag, den 21. d. Mts. geschloffen.

□ Die gestrige 5. Abendunterhaltnng der Ge­sellschaft „Museum" bedeutet eine Perle in der Reihe der dieswinterlichen Veranstaltungen ge­nannter Vereinigung. Virtuose Leistungen im Gesänge, auf Klavier und Cello hielten die zahl­reiche Zuhörerschaft bi« zum letzten Tone gefangen. Die Pianistin, Fräulein Margaretha Eussert aus Berlin, war dem Publikum wohl bekannt. Ihr Spiel, das schon in einem früheren Museums- concert großen Beifall gefunden hatte, wußte auch diesmal zu solchem zu begeistern. Die eminente Technik der Künstlerin zeigte sich besonders in der Rhapsodie Nr. 12 von Lirzt; hier verstand es Fräut. Eussert meisterhaft, Kraft und Milde zu paaren. Ihr Vortrag ist in jeder Beziehung edel zu nennen. Gleiches Lob gebührt ihr für die vortrefflich ausgeführte Begleitung der Ge­sänge, welche Fräul. Burgmaier aus Berlin vortrug.' Die Altstimme dieser Sängerin vereinigt die Eigenschaften, die den Zuhörer feffelu. Von ihren Darbietungen gefiel uns am meisten Liszts „Es muß ein Wunderbares sein." Ueberhaupt brachten die Gesänge getragenen Charakters die Schönheit der Stimme mehr zum Ausdruck. Herr Anton Helling aus Berlin ist ein Meister im Cellospiel. Mit außergewöhnlicher Fertigkeit und kraftvollem Strich verbindet er einen Vor- trag, der stcherlich auch einen weniger empfäng­lichen Zuhörer erwärmen und begeistern muß. Die Phantasie: 0 cara Memoria

von Servais gab ihm Gelegenheit, dem Publikum einen Einblick in die reichen I Schätze seines virtuosen Könnens zu gewähren. | Sehr stimmungsvoll waren auch die Gsroite | v. Popper und die beiden unter Benutzung des Dämpfers gespielten Sätze „Melodie" v. Massenet und „Träumerei" v. Schumann. Letzteres Stück war eine herrliche Zugabe, die der Künstler spendete. Das dankbare Publikum ehrte die Künstler durch reichen Beifall und Hervorruf.

(*) Deutsch- Mich«, «ud preußische Staatrkvlethe. We auS einer Bekannt- machung im Anzeigen!heile des zweiten Blattes unserer heutigen Nummer ersichtlich, sollen dem­nächst 115 Millionen Mark Reichsanleihe und 185 Millionen Mark preußische Staats wleihe begeben werden. Die Zeichnung findet am nächsten Mittwoch (22. Januar) statt. Außer den in der Bekanntmachung genannten Firmen wird auch die hiesige ReichSbankftelle als Zeichnungsstelle auf beide Arten der Anleihe fungiren.

Wermifckkrs.

* Spring«, 16. Jan. Zwischen dem Landraih von Beningsen und dem Pächter der Doma-ne Springe, Altenhagen, fand heute morgen ein Duell statt, bei dem von Benmgsen einen Schuß in den Unterleib «hielt. Er wurde in das Henriettenstift gebracht. Die Wunde ist anscheinend nicht lebensgefährlich.

* Berit», 16. Jan Wegen dringenden Verdachts, Mündelgelder feit einer langen Reihe von Jahren unterschlagen zu haben, ist der Rechtsanwalt und Notar Gustav Flatow, der hier in d-r Krouenftraße 71 sein Bureau hat. verhaftet worden, nachdem er an der Berübung eines Selbstmordes veihindert worden war.

* Trier. 16. Jan. In drei Jahrhunderte» gelebt hat der älteste Bürger von Trier, der Rentner Mendel «chömann. Der körperlich außerordenttich rüstige Greis wußte sein Alter niemals richtig anzu- fleben, bis es in den letzten Tagen amtlich festgeftellt wurde Da nämlich s in Schwiegersohn mit seiner Tochter im Januar dieses Jahres ihre goldene Hochzeit feiern und dkßbalb die Verleihung der goldenen Ehe- jubttäumsmedaille betragt wurde, ergab sich aus den

Lkitftr Nachricht« Md gtkgtommt.

(Original-Depeschen der .Fuldaer Zeitung'.)

W. Berlin, 17. Jan. Die National- Zeitung' meldet: Die Deutsche Marinever­waltung gab bei Schickau in Elbing von Neuem sechs große Hochseetorprdoboo e in Auftrag. — Zu der gemeldeten Erkrankung des Ministers von Thielen meldet em hie­siges Blatt, daß gestern Früh eine Ver- schlimmerung eintrat, die zu Befürchtungen Anlaß gab. Im Lauft des Tages trat eine Befferung ein; am Abend war der Patient fieber­frei. Die ärztliche B Handlung leitet der Bruder des Ministers, Sanitätsrath v. Thielen.

W. London, 17. Jan. Chamberlain wurde bei seinem Erscheinen im Unterhaus« mit~ an­dauerndem Beifall auf bea ministeriellen Bänken begrüßt. Im Laufe der Adreßdebatte beklagte sich Campell Banner man über die Unzulänglich­keit ter von der Regierung bezüglich des Krieges gegebenen Aufklärungen und verlangte eingehende Mittheilungen über oie Anwendung des Kriegs- rechts. Es sei nicht im Jntereffe der gedeih­lichen Entwickelung Südafrikas, wenn man un­erbittlich die Politik der Gewalt und Erobe­rung fortfttz». Die Hauptsache sei, die Buren wissen zu taffen, daß man zu einbr ^Lösung gelangen müsse, die auf gegenseitiger Zustimmung und nicht auf Gewalt beruhe, dies ist die Politik seiner Partei. Balfvr erwiderte: Die Regie­rung habe keinerlei Nachrichten über den Krieg unterdrückt und die Haltung Campbell Banner­manns hinsichtlich des Krieges sei schwer zu ver­stehen. Die Regierung sei entschlossen, die Buren zu unterjochen und ihr Land zu arnettiren.

W. Dtkivg, 17. Jan. Der Ka ser begab sich heute nach dem Tempel und brachte daselbst anläßlich der glücklichen Rückkehr Opfer dar. — Drei japanische Soldaten griffen in der vergan­genen Nacht die ^österreichische Schildwache an. Ein japanitcher Soldat wurde grlödtet, die Schildwache schwer verletzt.

■ I städtischen Submisstons-Regulativs in die Hand : nimmt. — Die städtische Sa San stakt bot auch : im vorigen Jahre eine gute Einnahmequelle.

Sie erzielte bei einer Einnahme von 286,387 Mk. und einer Ausgabe von 249,114 Mk. einen Ueberschuß von 37,273 Mk.

** Marvrrrg, 16. Jan. Dem Oberbibliothekar Prof. Dr. Georg Wenk er an der hiesigen Uni­versitätsbibliothek ist der Rang der Räthe 4. Klaffe I der höheren Provinzialbeamten verliehen worden.

(*) Alsfeld, 16. Jan. Die Stadt Alsfeld und 7 Gemeinden haben bei der zweiten Kammer folgende Eingabe gemacht: Der Beteiligte Kreis Hersfeld hat am 30. März 1898 die Erbauunx einer Kleinbahn bereits beschlossen. Der Land­tag hat einmüthig die Wichtigkeit der Bahnlinie Alsfeld - HerSfeld anerkannt. Der Bau unterblieb früher nur deshalb, weil Preußen seine Zustimmung versagte. Daß diese Bahn im Jnterrffe der Allgemeinheit gefordert wird, ist I längst dargethan; der beste Beweis dafür ist, daß durch fie der Schienenweg von Ost nach West um 44 Kilometer abgekürzt wird und diese Abkürzung selbst nach Erbauung der mehr lokalen Inter effen dienenden Linie Hersfeld— Niederaula—Treysa immerhin noch 22 Kilo­meter beträgt. Hohe Kammer bitten wir daher unter Wahrung der staatswirthschaftlichen und staatsrechtlichen Jntereffen Hessens, die Aufnahme der Strecke Alsfeld—Niederaula—Hersfeld als Vorbedingung zum jetzigen Staatsvertrag zu be­zeichnen. Die genannten Gemeinden richten an die Kammer daS Ersuche«, daß das preußische Eisenbahnmimstsrium sich verpflichten möge, d e I Eisenbahnstrecke Alsfeld—Grebenau Niederaula in die Preußisch-Hessische Eisenbahngemeinschast aufzunehmen und die nur 11 Kilometer lange preußische Strecke Landesqrenzr bis Niederaula gleichzeitig mit der Strecke Alsfeld—Niederaula zu erbauen. Dis ganze Strecke Alsfeld—Grs- benau—Niederaula ist 33 Kilometer lang, wo­von 11 Kilometer aus preußisches Gebiet fallen.

* Mai«z, 16. Jan. Als ein Zeichen j der Zeit kann ein auf dem hiesigen Polizei­bureau ereigneter Vorfall gelten. Ein Mann und eine Frau machten die Anzeige, daß die Zritverhältniffe so schlecht seien und sie nichts verdienen könnten; fie theilten daher mit, daß der Mann sich der Kuppelei schuldig gemacht | habe. Das war Beweismaterial genug, um bex Mann in Haft zu bringen. Das Frauenzimmer konnte wieder entlass:« werden.

)*( Darmstadt, 16. Jan. In der heutigen I Sitzung der Stadtverordneten wurde bei der Ver­gebung von 6 Millionen Mark 31/» proz. Darm­städter Stadtanleihe der Gruppe: Darm­städter Bank, Robert Warschauer u. Co., Pfälzische Bank und Bank für Süddeutschland der Zuschlag ertheilt und zwar zu 96,51.

* Griesheim, 16. Jan. Eine große Anzahl von Garkonsumenten hat sich vereiniqt, nm die Garmeflermiethe abzuschaffen. Eine Eingabe | an die Verwaltung de« hiesigen Gaswerk« um Aufhebung der Mieths hatte eine ablehnende Ant­wort zur Folge, worauf in einer Versammlung beschlossen wurde, von Mitte d. M. ab wieder Petroleum zu brennen und den Vertrag mit dem Garwerk korporativ sofort zu kündigen. Da der Steik voraussichtlich mit großer Hartnäckigkeit geführt werden wird, darf man auf den Ausgang gespannt sein.

* WSrzSrrrg, 16. Jan Gestern starb hier- selbst der Senior der Priester der Diözese Würzburg, Hnr freirefiarirter Pfarrer An ton Schramm. Der Verstorbene mürbe am 30. Jax. 1811 geboren, am 27. August 1836 zum Priester | geweiht und wirkte nah-zu 40 Jahre, nämlich bis | zum Jahrs 1884, in der Seelsorge, zuletzt als Pfarrer in Riedenheim. Seit 1884 wohnte der. | selbe dahier als Kommorant. R. i. p.

* Meiuiugerr, 16. Jan. Unser Landtag hat in seiner letzten Tagung bekanntlich der Staats- regierung Mittel zum Bau kleiner Wohnungen bewilligt. Die „Dorfztg." führt jetzt aus, daß Dank der thatkräftigen Förderung in hiesiger Stadt zunächst Kleinwohnungen für Eisenbahnarbeiier er­richtet werden sollen und zwar wird di- Stadt­verwaltung die Gebäude auf eigene Rechnung bauen. Der preußische Fiskus wird die Baulich Lite» dann nach ihrer Fertigstellung übernehmen.

* IkmeittM, 16. Jan. Das b i e | i o e Tech ntkum, eine höhere Fachschule für Maschinenbau und Elrktrotechnck mürbe im Sommer - Semester 1901 von 758 Technikern besucht, im Wintersemester 1901/1902 stellt sich die Frequenz auf 814 Besucher, mithin beträgt im Schuljahre 1901/1902 die sogenannte Jahresft- g renz 1472 Techniker. Das Sommer- Semester 1902 begir nt cm 11. April, der Vor­unterricht am 24. März

tHIxrie».

3. Januar. Monika Theresia, T. des TaglöhnerS Ferdinand Kraus. 7. Anna, T. des Kupferschmieds Christian Heinrich Wilhelm Eckhardt. 8. Anna Philip- pine Louise Elisabeth, T. drS Bäckermeisters Lorenz Heinrich Karl Kreuzberg. 11. Karl Willy. 6. deS Telegraphisten Joseph Aha. 11. Maria Elisabeth, X. des Fuhrknechts DyonifiuS Schnell. 12. Wilhelmine, T. des Schreiners Georg Joseph Schmitt. 14. HanS Waldemar Maria, S. des Zahntechnikers Adam Joseph August Walter.

9. Januar. Maurer Franz Joseph Ulmicher, 611. 3 M. 29 T. 9. Maria Barbara, T. des Schlossers a.B. Philipp Dippel, 5 M. 20 T. 10. Karl, S. des KurscherS Heinrich Lehr, 1 M. 28 T. 10. August AloystuS, E. des Hüttners Valentin Krüger von Mar­bach, 8 I. 2 M. 10 T. 12. HandelSmanns-Wittwe Regine Stern, geb. Rosenthal, 74 I. 29 T. 12. Karl Joseph, S. des Bahnwärters Anton Kircher von Lehnerz, 5 M. 10 T. 12: Konrad Rudolph, S. des Kaufmanns Johann Franz Strauß, 9 M. 19 T. 13. Meter, S. bei Kaufmanns Moses Stern, 7 I. 7 M. 7 T. 14. Karoline Regine, T. des Schuhmachergesellen Philipp Schüler, 2 M. 26 T. 14. Wittwer Tobias Leininger, 83 I. 10 M. 28 T.

m. Wetter Reoöachturrgen.

17. Januar.

T««pera1»r 6 Uhr Abends: 4,6« «el., 3,6« Reaum. „ 7 „ Morgens: 3,8« „ 3,0» ,

„ 12 „ Mittags: 7,0« „ 6,6°

Die höchste Temperatur des gestrigen Tages be­trug 6,b« Celsius (5,2 Reaumur).

Dieniedrigste Temperatur in vergangener Nacht betrug 3,5» Celsius (2,1 • Reaumur).

Barometerstand Mittags 12 Uhr.

hierzu nothwendiger. amtlichen Papieren, daß Schömann im Jahre 1797 geboren ist und mithin ein Alter »on 104 Jahren erreichst hat.

* MrSx, 16. Jan. Der Kaiser spendete für die Hinterbliebenen der bei der Katastrophe Berunalückten 10,000 Kronen. Im I u p i t e r s ch a ch t ist der Wasser, stand 0,46 Meter über der Füllsohle. I« Förderschacht brennt Licht, woraus zu schließen ist, daß der Ventilator auf die Wetterführung wieder einwirkt. Sobald die Füllortfohle wasserfrei wird und die Förderschale fret- gemacht ist, wird mit Pumpen begonnen. Dir benach­barten Schächte bleibe» vorläufig außer Betrieb. Ber­gungsarbeiten find vor der angeordnetrn Berstürzung der obertägigen Pingen-Gefahr unzulässig.

* Lo»bo«, 16. Jan. In der Nobel'schen Spreng­stoff-Fabrik Perraugorh (Cornwall) erfolgte eine Explo­sion, wodurch drei Personen getödtvt wurde».

(*) jlteiut Nachrichten. Berlin Die Inter­nationale Ausstellung für Feuerschutz und Feuer- RettuugSwesen in Berlin hat mit einem Fehlbetrag von 331,604 Mk. abgeschlossen. Der GarantiefoudS de- tru« 247,900 Mk.; der danach fehlende Rest von 83,700 Mk. wird aus privaten Mitteln gedeckt. — Bei dem Sturme, der Berlin am 15. d. M. geimsuchte, find vier Personen zum Theil erheblich verletz: worden. Ein Halberfrorener wurde dem Krankenhause zuzeführt. — Mannheim. In der chemischen Fabrik „Rhena- nia" zu Rheinau bet Mannheim wurden zwei Taglühner auS Ketsch, welche damit beschäftigt waren, Sulfat ab­zuladen, von einer Lokomotive erfaßt und über­fahren. Einer der Arbeiter war sofort tobt, der anbre ist lebensgefährlich verletzt. — Aachen. Der in Zürich festgenommene Hoteldieb Samson ist nach den Ermittlungen der htefi-en Kriminalpolizei auch der Urheb-r von vier im Jahre 1901 in Frankfurt verübten Diebstähl n. Bet einem dieser Diebstähle am 10. Juni erbeutete er für 7000 Mk. Schmucksachen. — Wien. Infolge des fett dem 15. Januar hier herrschen­den heftigen Sturmes sind zahlreiche Unfälle vor- gekowmen Auf der Straße wurden Leute zu Boden geworfen, andere durch herabfallende Ziegelsteine ver­letzt. — Brüssel. Nach der ,Independance Be!ge‘ hat Dr. C-milleLeuriaux in St. Gillcs ein Heilserum gegen der. Keuchhusten entdeckt. — Kopenhagen. Der frühere langjährige Präsident des Folk-things Sophus HögSbro ist «estorben. — Paris. D^r Kassations­hof bestätigte das Todesurtheil gegen bea Bauer Briecre von Corarccz, der seine Kinder ermordete.

* Zwanztgtauseud Wsurrd in guten blanken engl. Sovereigns in den Nil geworfen zu haben, wird dem Lord Kirchen er nachgesagt, und dies soll sich, nach einer englischen Wochenschrift, also zugetragen haben: „Als nach dem Fall von Khartum im Jahre 1885 der Sudan von den Engländern geräumt werden mußte, war man genöthigt, große Borräthe zu verntch en, da man ge­nügende Transportmittel für ibre Mitnahme nicht zu Beifügung hatte. Unter jenen «orräthen b fanden sich auch eine Million Gewehrvatronen und diese, ward Kitchener instruirt, in den Nil werfen zu lassen. D e Prozedur wurde bei Shemtp vollzogen m>d es e gab sich bei der Revision, daß zwei Kisten mit versenkt wurden, die anstatt jener Geschosse je 10,000 Pfund in Sovereigns enthielten " Es wäre bei der in gen teufen Methode ge­wisser Cityzrrinder gar nicht verwunderlich, wenn dem­nächst eine Rettungsgesellschaft für diesen versunkenen Schatz ins Leben träte. Man hat jedenfalls schon auf sehr grundloserer Basis sich in der City zu Limited Companys zusammengefunden.

* Ki« Hpttr d«S üvermiWgen Fri»Se«s ist der Sohn eines Thüringer Millionärs, der Leutnant im dritten Gardeulanenregiment zu Potsdam, von Eichel- Streiber, geworden. Er stand, w e die Potsdamer Korrespondenz berichtet, seit etwa sechs Monaten im dritten Gardeulanenreaiment, dessen Offiziere kamerad­schaftlich mit den Offizieren des ersten Gardeulanrn- regimentS zu Potsdam verkehren u*b sich gegenseitig zu LiebeSmahlen einladen. Der junge v. Eichel-Streiber hatte in der oorigen Woche nun auch ein Liebekmahl in dem Osfizierkasino des ersten Gardeulanenregiments besucht tob, obgleich er he-zleidend war, dabei wie üblich stets mit vollem Glar Bescheid gegeben, wenn 'hm zu- gettunken wurde. Die Stimmung des jungen Offiziers wurde dadurch sehr animirt, sodaß er sich schließlich auf eine Wette einließ, die ihm e uer der anwesenden Offiziere enbot. Dieser Offizier wachte sich anheischig, ein SchnittglaS voll Kognak innerhalb 10 Minuten auszutrinken, und Leutnant v. Eichel-Etreiber glaubte darauf noch einen höheren Trumpf anszn spielen, indem er erklärte, er würde e-.ne ganze Flasche Kognak hinten, und sich auch dabei machte, dies anszafüb-en. Schwer berauscht wurde der junge Offizier später in feine Wohnung erbracht und Bort, angetcan nut der Uniform, auf sein Brtt gelegt, ohne daß ihm der Kragen eröffnet wäre. Bald d-rauf stellten sich b.e Folgen deS über« müßt-en Alkoholgenufles ein, d r junge Mann erstickte buchstäblich, weil sich die zu viel genossenen Getränke in der Situation, in w-lcher er sich befand, nitt ent­leeren konnten Unter wilitärisLen Ehren wurde die Leiche des Leutnants v. Eichel - Streiber em Freitag nach d,m Bahnhof in Potsdam gebracht,

* Sr« einfaches Derfahre», ans Htas z« schreibe« ist von P,of. Margot in Senf schon vor mehrere» Jahien enrdeckc und veröffentlicht worden, doch hat dasselbe anscheinend die thm g-bühreode «uf- merksamkett beim Publikum nicht gesunden. Professor Margot entdeckte zufällig, daß jewifft Metalle, vor allem das Aluminium, auf bim Glase fest hafte»de metollische Spuren hinterlossrn .Man braucht zu diesem Zwecke nur mit einem Alumi-iumst ft auf b e gereinigte Glasfläche zu schreiben, genau so inte mit dem Bleistift auf Papier. Die Schriftzüge st-"- weder durch Ab­waschen noch durch oberflächliches Rtbeu von der Mas- oberfläche zu entfernen und sie widerstehen selbst Flüssigkeiten, die da» GlaS asgretfm. Prof. Berger in Brüsftl hat die Versuche Morgo» nach verschiedenen Richtungen hin abgeändert und gefunden, daß die Schrift ober Zeichnung auf Glas roch vorzüglicher aus­fällt, wenn man die Glasoberfläche vorher mit einer Lösung von kieselsaurer» Kalk befeucht t. Das Mar- got'sche Verfahren ist besonders zu empfehlen an Stelle des bis jetzt Üblichen »ufklebenS von Papier, Etiketten, die sich bekanntlich leicht aklöfe« und dadurch häufig zu unliebsamen Verwechslungen führen.