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32. Jahrqanq.

Fulda, Mittwoch, den 27. Dezember iWö

JW 295.

nicht weiter belastet werden.

nun ferner überzeugt sein, daß Kleitz und frommes war gerade zu der Zeit, als der Lehrer seine Am

Xotetu*«6**< «. Verlag der snlbatr Mc< tteadruaerei te Hulda. Kerulpre der Nr.».

Schwebe bl »den.

Bon der Bestimmung des absolut notwen' digen Mehrbedarfs werden aber schließlich auch die Aenderungen abhängen, die beiden einzel­nen S:euervorschläqen eventuell zu treffen sind. Daß die Verbündeten Regierungen ihren Wider-

Betragen ihnen auf ihrer künftigen Lebensbahn stets Freuds unter denen erwerben würde, die Gott mit Gittern gesegnet hat. ,

Als der Lehrer geschlossen hatte, traten einige Kinder hervor, um Gedichte herzusagen, die sich selbst teils auf die Geburt, teils auf die Lehren Jesu bezogen. Scheuerlein führte auch die kleine Elise herzu. Einige Augenblicke stand das Kind zaghaft und schüchtern vor dem Christbaum. Dann sagte sie mit sanfter aber klangreicher Stimme folgendes Gedicht:

vor kurzem mit dieser Neuerung beschäftigt und beschlossen, die Landwirtschasts - Kammer zu er­suchen, sich dieser Zentrale nicht anzuschließen.

Die Spiritus-Zentrale bildet den Gegen­stand einer Anfrage des Handelsministers bei den ihm unlerstellten Handelsvertretungen. Die Anfrage geht dahm, ob und eventuell welche Be-

spruch gegen die Ausgestaltung der Erbschafts- l euer durch Einführung der Deszendentensteuer nicht leicht fallen lasten werden, halten wir für erklärlich. Aber dieser Widerspruch dürfte chließlich doch wegsallen, wenn ein Maßstab aefunden wird, wonach nur eine sehr beschränkte Anwendung der Deszendenten steuer, nämlich bet »en ganz großen Vermögen, statlfindet.

Die Verbündeten Regierungen sollten auch nicht übersehen, daß im Reichstage weitgehende Wünsche geäußert worden sind hinsichtlich einer Reichs-VermöpenSsteuer. Im Vergleich zu einer solchen, die durch ihren Zusammenhang mit den einzelstaatlichen Einkommensteuern außer- ordentlich verwickelt sein würde, müßte unseres Erachtens eine Ausgestaltung der Reichserbschasts-| steuer in dem oben erwähnten Srnne den Ver­bündeten Regierungen weit annehmbarer erscheinen. Auch die endgiltige Fastung der Fahrkarten- steuer bezw. ihrer Beschränkung auf die oberen Wagenklaffen wird schließlich von der Feststellung des Mehrbedarfs abhängen. Aehnlich steht es fast bei jeder der vorgeschlagenen Steuern.

AuS alledem ist ersichtlich, daß eine end­giltige Stellungnahme der Parteien zu den Steuervorschläg-n derVerbünderen Regierungen erst erfolgen kann, wenn die Frage entschieden ist, wie hoch sich der tatsächliche Mehrbe­darf an Steuern stellt. Auf alle Fälle aber dürfen die unteren und mittleren Volksklasten

hergeben zu können, lassen wir dahingestellt.. Jedenfalls ist gegen die Reisen auf Staatskosten viel weniger einzuwenden, als gegen die Reisen auf Kosten von Prioat-Jnterestenten.-

An den Präsidenten der deutschen Ko- lonialgesellschaft hat der R e i ch s k a n z l e r ein Schreiben gerichtet, in welchem er ihm leint An­erkennung über den Kongreß 1905 ausspricht und versichert, die Tätigkeit des Kolonialkongrestes werde von der kaiserlichen Regierung als eine wertvolle Unterstützung bei ihren kolonialen und überseeischen Ausgaben jederzeit begrüßt werden.

* Als neuestes Geschütz hat die Marmever- waltung auf Grund der Lehren und Erfahrungen des russilch-japanischen Kneges die 5,2 Zentimeter- I, 55-Schnellladekanone in die Schiffsartlllerre eingestellt. Das Geschütz gelangt zum erstenmal auf den neuen kleinen Kreuzern und den Torpedo­booten mit vergrößertem Deplazement zur An­

wendung.

* Um zum Schulunterhaltungs-Gesetze Siel- lung zu nehmen, werden sich bekanntlich die Ver­treter der katholischen Lehrervereine am 28. Dezember in Berlin versammeln. Ter ge- schäslsführende Aus'chuß hat der,Germ/ zufolge bereits mit parlamentarifchen Kreisen Fühlung

mit purnabme Der Sonn; pro seieriigt. Viertel­jahr!. ve;ng»preir ohne Bringerlob# und BekevgeldmMldaun» wswörts! mt 50 pfg.

Xtjtlgen: Vie ew fpdtige petitjelit ober Deren Baum 15 Pfg. Ketlamen Die Petitzeile 25 pfg.; bei Wieder­holungen wird entfpr. Kobalt gewährt.

Luxemburg, vor dem Berliner Landgericht II verantwortlich vernommen. Die Staatsanwalt­schaft zu Weimar glaubt in der Rede, welche Genossin" Luxemburg auf dem Parteitage zu Jena zur Frage des Massenstreiks gehalten hat, insbesondere in dem Zitat aus dem kom» munlstischen Manifest eine strafbare Aufforderung verschiedener Klassen zu Gewalttätigkeiten gegen­einander erblicken zu müssen.

* Eine Feldarbeiter-Zentrale soll vom Land- wirtjchasts-Minister und dem Minister des Innern als amtliche Einrichtung geschaffen sein, um die Beschäftigung ausländischer Wanderarbeiter in der Landwirtschaft unter behördliche Kontrolle zu stel­len. Der Vereins-Ausschuß der Landwirtschasts.

Wegen Aufreizung zu Gewalttätigkeiten

VI. IC L -£Xa* 0 f G

*4riftleiter:3 Baum;

"Ä. M'MW:Illustrierte Somttagsjettung

rede hielt.Wenn der nicht bald aufhört", flüsterte Steinberg seinen, Begleiter zu,dann ziehe ich ab!" Unter der Zeit beschaute er die langen Tafeln. Hier fand er nun manches, was nach seiner Meinung tadelswert war. Was soll der Junge mit einem so schönen Westenstück? dachte er, Stiefeln wären ihm besser. Und dem Mädchen da hat man ein Buch geschenkt. Wa- rum nicht Wolle oder dergleichen? Er bedachte nickt, daß ja die wenigsten der Geschenke von den Lehrern gekauft waren. Sie hatten eben die meisten Gaben in natura erhalten, und es war einzig und allein ihr Bestreben gewesen, sie mög­lichst zweckmäßig zu verteilen. Doch wer hätte es solchem Manne auch recht machen können?

Da kam die kleine Elise und sagte das Lied von der Lilie, das oben bereits angeführt worden ist. Steinberg fühlte sich plötzlich durch die Er- scheinung des Kindes in eiaentumlicher Werse er- griffen. Beschäftigtest Du Dich noch mit der Öl­malerei, wie in früheren Zeiten, dachte er, dies Kind maltest Du. Ja in der Tat, gerade so, wie es dasteht, und das Bild gäbest Tu auf die Aus- stellung unter dem Titel: Das Waisenkind.

Jetzt sprach Scheuerlein den Wohltätern im Namen der Kinder den herzlichsten Dank aus und bat sie, dem Unternehmen auch für das künftige Jahr ihre Teilnahme zu erhalten. Hiernach er­folgte der Schlußaesang, worauf den Kindern ge­sagt wurde, sie möchten nun ihre Sachen in Em­pfang nehmen und sich bereit halten, wieder tn der Art zurückzukehren, tote sie gekommen waren.

Während des freudigen Getümmels, das aller Orten entstand, trat Steinberg zu Scheuerlein und fragte nach der kleinen Elise, die das Gedicht gesagt habe.Die ist's", versetzte Scheuerlein, die dort eben den Apfel aufhebt, der ihr her­unter gefallen ist." Steinberg begab sich zu dem Kinde.Ich will Dir helfen", sagte er freund­lich, und hielt ihr den einen Zipfel des Tuches, in das sie die Geschenke einzubinden beabsichtigte.

Du schöne Lilie auf dem Feld, wer hat mit solcher Pracht Dich vor die Augen mir gestellt, wer dich so schön gemacht? Wie ttägst du io ein weißesKleid mit gold'nemStaub brsä'l. Daß Salomows Herrlichkeit vor deiner nicht bestellt! Gott h ob dich aus dem schwarzenGrund.hat liebend ans dich Acht, Er sendet dir in stiller Stund' ein Englein bei der Nacht. Das wäscht deinKleid mit Tau so rein und trockneten dem Und bleicht rS in dem Mondenschein und schmückt sein Biuinenkind.

Du schöne Lilie auf dem Feld, du kennst den rechten Brauch, Du denkst, der hohe Herr der Welt versorgt sein Blümchen auch."

Die Augen aller Gäste und Wohltäter glänz­ten freudig; die süße» Tränen der Rührung hatten die meisten heut schon mehr als einmal erfüllt.

sprachen haben.

Die wichtigste Frage, welche der Reichstag int Hinblick auf die Reichsfinanzfrage zu lösen hat, ist die nach dem wirklichen Mehrbe­darf an neuen Steuern. Diese Frage bildet eigentlich die Grundlage für die ganze weitere Behandlung der Sleueroorschläge der Verbündeten Regierungen. Die letzteren beiechnen den Mehr- bedarf bekanntlich auf 230 bis 250 Mil­lionen Mk. Es fehlt nicht an Stimmen, die dem jetzigen Reichsschatzsekretär eine starke Neig­ung zur Schwarzmalerei nachsagen, durch die er sich in einen bemerkenswerten Gegensatz zu seinen letzten Vorgängern stellt. In der Tat erscheint die von den Verbündeten Regierungen angenom­mene Summe als sehr hoch gegriffen. Wir haben aber nicht den geringsten Anlaß, Steuern auf Vorrat" zu bewilligen, denn es gibt schwerlich einen stärkeren Anreiz zu ver­mehrten Ausgaben als der Gedanke, daß noch verfügbare Mittel" vorhanden sind.

Der Reichstag, bezw. die Budgetkom­mission des Reichstages, wird es sich nicht nehmen lasten, die Rechnung der Verbündeten Regierungen sehr eingehend nachzuprüfen. Selbstverständlich spielt dabei auch die endgiltige Gestaltung des Etats eine Rolle. Nicht minder ober auch die Entwickelung der Reichseinnahmen in den letzten Monaten. Nach dem letzten Aus­weis über die Einnahmen an Zöllen und gemein­schaftlichen Verbrauchssteuern haben sich schon jetzt die ungünstigen Anschauungen, die sich zu Anfang des Etatsjahres zeigten, in weitgehendem Maße' 4118 unzutreffend erwiesen. Wir geben zu, daß die Zölle als eine sehr schwan­kende Einnahmequelle anzusehen sind, aber schon ihre jetzige Gestaltung läßt ernnen.te daß dir Verbündeten Regierungen mit ihren auf den neuen Zolltarif bezüglichen Anschlägen recht niedrige Schätzungen zugrunde gelegt haben. Die Feststellung des tatsächlichen Mehrbedarfs mag schwer fein, aber sie ist eine gar nicht zu unge­heure Aufaabe der Volksvenrelung. Bis zu ihrer Lösung muß das letzte Mort über die neuen Steuer Projekte im allgemeinen in der

Sieh", sagte er,was ich hier eben entdeckt Habel Verliere den Apfel ja nicht. Du kleine Litte auf dem Feld!" Und er steckte ihn ganz unten in das Tuch und band dasselbe darauf fest zu. Er konnte seine Augen nicht von dem Kinde wen­den, obwohl er nicht begriff, was ihn so anzog. Die kleine, runde Hand des Kindes ergreifend, fragte er freundlich:Wie heißest Du, mein Kind?"

Elise Steinberg."

Das ist ja prächtig", versetzte er.Sreh, so heiße ich auch. Am Ende ist gar Dein Vater mit mir verwandt. Was ist Dein Vater?"

Ich habe keinen Vater", sagte Elise traurig.

Du armes Kindl Was war denn Dein Vater?"

Meine Mutter sagte immer, mein Vater fct ein Maler."

Da war es plötzlich dem Steinberg, als schlüge ein Blitz herab auf sein Haupt, und spalte es tn zwei Teile. Er erbleichte; eine schreckliche Ahnung stieg in feiner Seele auf. Kaum vermochte er zu fragen: m

Wie heißt denn Deine Mutter mit ihrem Vor­namen und Vatersnamen?"

Auguste Hohlfeld."

Wo ist denn letzt Derne Mutter?"

Ta zitterten plötzlich in den langen Augen­wimpern des Kindes helle Perlen.

Auf dem großen Kirchhof vor dem Tore", sagte Elise, und fuhr mit den Händchen nach den Augen.

Als sie wieder emporblickte, hatte sich der fremde Mann umgekehrt. Scheuerlein ttcino tn der Nähe und war eben beschäftigt, den Kindern die Weihnachtsgaben einpacken zu helfen. Plötz­lich fühlte, er sich an der Schulter berührt. Er wandte sich um. Da stand Steinberg vor ihm, bleich und blaß wie der Tod, zitternd an allen Gliedern.

Hilf mir hinaus!" sagte er mit bebender Stimme.

(Schluß folgt.)

Deutscher Reich.

Berlin, den 23. Dezember 1905.

Zur Diätenfrage bringt die,®ermania' folgende bemerkenswerte Mitteilung:Von ver­schiedenen Seiten ist in den letzten Tagen ge- meldet worden, daß der Reichstag demnächst die verlangten Diäten erhalten werde. Wir halten diese Meldung für richtig."

* Neber die Zusammensetzung des künftigen Reichskolonialamts werden schon jetzt, also noch bevor der Reichstag die erforderlichen Mittel zu der Errichtung dieses Amts bewilligt hat, allerlei Nachrichten verbreitet. Eine Korrespondenz null wissen, daß dem früheren koburgischen Minister Dr. Hen tig daS Unterstaatsfekretarial angeboten sei; dieser habe es aber abgelehnt. Neuerdings wird nunmehr mit Bestimmtheit behauptet, daß der Wirkliche .Geheime Rat Dr. He'.sf erich für dielen Posten ausersehen fei. Eine andere Korre­spondenz will wiffen. daß Dr. Helffench nur zu einem der vier Direktoren ausersehen fei, die im Reichskolonialamt angestellt werden sollen. Als die drei übrigen Direktoren bezeichnet die Korre­spondenz den Geheimen Legationsrat Hellwig, die Legationsräte Dr. S e i tz und Dr. G o l i n e 11 i. Da die Träger sämtlicher Namen schon jetzt dem Kolonialamt angehören, so ist die Zusammenstel­lung eine naheliegende Kombination.

Hinsichtlich parlamentarischer Studienreisen aus Staatskosten befiehl innerhalb einflußreicher Kreise des Reichstages die Absicht, die parlamen- tarischen Studienreisen nach deutschen Kolonien möglichst zu einer dauernden Einrichtung zu "erheben. Es soll zu dem Zwecke aber darauf hingewirkt werden, daß, abgesehen von der frei­willigen Leistung der einzelnen Reichstags-Mit­glieder, welche dem Reichsunternehmen angehören.

* Sur Reichsfinanzresonn.

Wenn auch die genauere Erötterung der dem Reichstage vorgelegten Steuervorschläge der =Bet> bündeten Regierungen im Parlament bis nach Neujahr verschoben ist, so bat doch schon die all­gemeine Debatte über die Reichsfinanzresorm er­geben, daß die Vorschläge der Verbündeten Re- gierungen nach verschiedenen Richtungen hm starkem Widerspruch begegnen. Vor allem ist sestzustellen, daß die regierungsseitig io sehr betonteEinheitlichkeit" des Steuerplanes sich schwerlich ausrecbterhalten lasten roirb. Wir können aber auch unmöglich annehmen, daß die Regierung das ganze Reformprojekt an dieser Frage scheitern lasten wird. Vorläufig mag ja der Reichstchatzsekretär, wie er erst dieser Tage einem Aussrager gegenüber erklärt bat, noch an derEinheitlichkeit" festhalten, aber er wird in Dieier Sache seinletztes Wort" noch nicht ge-

StaalssondS d°W in Anipnich (,.nomm.n <»« IW. (+ > ^I.> Lmn^in«-b--m«»

aäilbrt rn.rt.ra .06 di- R-rchSlafl,.- braierh1TnilTMl 9»t. <-80W 1b. die,Germania' mit Recht denn damit ist doch wohl derStaatsfonds" gemeintgerade über«

Der wethnachtsbaum.

Erzählung von A. Straßburger.

>4] (Nachdruck verboten.)

Dann trat ein Lehrer vor den Christbaum und hielt die Anrede an die Kinder. Schnee lag auf seinem Scheitel, aber seine Augen waren noch hell, seine Stimme klang noch kraftvoll. Und er erzählte Zuerst in schlichter Weife die heilige Ge­schichte. Dann ging er über zur Lehre und An­wendung.Sehet", sagte er,ihm, dem Heiligen, habt Ihr das Fest, das Euch bereitet wird, zu danken. Er kam, um die Welt durch Liebe zu beselkgen, durch jene Liebe, die alles hingibt für die Brüder, der selbst das Leben kein zu kostbares Gut ist, wenn es gilt, der Menschheit damit ein Opfer zu bringen. O möge das heilige Gefühl, das Eure Herzen heut durchschauert, Euch das Wesen der Liebe kennen lehren! Die Liebe des Ewigen schmückte die Erde einst wunderbar und herrlich aus, und gab sie den Menschen zu einem herrlichen Wohnplatze. Aber die Menschen lebten nicht glücklich; nicht die Liebe ward ihr oberstes Gesetz, sondern daS Gegenteil von derselben, die Selbstsucht. Da sandte der himmlische Vater den Heiland der Welt, der uns durch seine Lehre und durch fein Leben zeigte, wie wir leben müssen, um hier und dort glücklich und selig zu fein. In dem Grade wird ihm nun nachfolgen durch Taten der Liebe, in dem Grade wird es besser werden auf Erden, ja es wird einst eine Zeit kommen, in der die Siebe alle Verhältnisse durchdrungen haben wird, und bann, meine Kinder, wird die Erde gleichsam wieder ein Paradies fein."

In dieser Weise redete der würdige Mann. Schließlich legte er den Kindern noch Zweierlei ans Herz. Sie sollten auch aus diesem Feste lernen, daß die Hand der' Wohlhabenden sich der Armut gern öffnet. Aus der Zahl der Armen habe man die fleißigsten gewählt. Sie sollten

genommen.

* Die neueste Uebersicht an Zöllen und gemeinschaftlichen Verbrauchs steuern sowie über andere Einkommen des Reiches läßt er­kennen, daß sich die Finanzlage des Reiches nicht unwesentlich gebessert hat. In der Zett vom 1. April 19n5 bis zum Schluffe des Monats November sind nämlich zur Anschreibuna gelangt: Zölle 387847755 Mk. «gegen das Vorjahr mehr 44438042 Mk.) Tabaksteuer 7681059 Mk. <4- 993713 Mk.), Zuckersteuer 88088 485 Mk. (.1 2851911 Mk.), Salzsteuer 35580042 Mk. (4- 1645181 Mk.l, Maijchbottichsteuer 1097483 Mk. (4- 1740604 Mk.), Branntweinverbrauchs-, r . - , -

abgaben. Zuschlag 83483891 Mk. ( 4581 490 streben lerne Folge geben. Mk), Lrennsieuer770617 Mk. (Z- 619911 Mk.), W---

Schaumweinsteuer 3729514 Mk. (+ 321689 ist dre Ehesredaktnze des .Vorwärts Mk.), Brausteuer 21 475561 Mk. (4- 738327 1 °------------h»m lanb

Mk.), Ueberqanqsabgabe von Bier 2360926 Mk. (-4- 1834 Mk.), Summa 630573109 Mk. (_|_ 43065 900 Mk.). Stempelsteuer für Wert­papiere 2050,9575 Mk. ( j- 7 555338 Mk. für

! Kans- und fonsirgeAnschaffungsgeschäfte 14595 248 Mk. (4- 4301 ( 96 Mk.), für Lose zu Privat- lotterten 3163 245 Mk ( 191612 Mk.), zu Staatslotterien 16745755 Mk. ( 2 259 274 Mk.), für Schrfffrachtsurkünden 641781 Mk. (_u 47024 Mk.), Spielkartenstempel 1102614 64820 Mk.t, Wechselstempelsteuer 9586512 Mk. (4- 1005 604 Mk.), Post- und Telegraphen- Verwaltung 240229231 Mk. (+24 631871 Mk.), Reichs - Eisenbahnverwaltung 72 873000 Mk....... fi*

(+ 4817000 Mk. Die zur Reichskaffe gelangte Kammer für dw Provinz Brandenburg hat sich Jsteinnahme, abzüglich der Ausfuhrvergütungen 1 h,,,Ur be<tfaa,Uat unb

u. s. w. und der Verwaltungskosten, beträgt bei den nachbezeichnetenEinnahmen: Zölle 3 32 932 358 Mk. (+ 26364159 Mk.), Tabaksteuer 80''8 984 Mk. (+ 146493 Mk), Zuckersteuer 72255 146 Mk ( 9427071 Mk ), Salzsteuer 32165 771 Mk. (+ 82 024Mk ), Maischbottichsteuer 1505 417

abqabe u.Zuschlag 70717291 Mk.( 8040163 Mk., Brennsteuer 770617 Mk. (+ 619911 Mk.), mnh, etaatsronos- aemeunqetuut «««.-. Schaumwernsteuer 2 993 0v7Mk. (Z-166 175Mk.), Nüssia vie^ Geld hat nm es für solche Retten Brausteuer und Ueberaangsabgabe von Bier flüssig met wem Dar, w « jw 20251809 Mk. (+ 628132 Mk.). Summa:

540149216 Mk. (+ 11553 996 Mk.). - Spielkartenstempel 1916349 Mk. (+ 26288 Mk )

* Zu den Sympathiekundgebungen für England hat jetzt auch der Reichskanzler Stellung genommen in einem Schreiben an die pleitesten der Berliner Kausmannschaft. Das Schreiben hat folgenden Wortlaut:Von der durch das gefällige Schreiben vom 17. ds. Mts mir über­mittelten Resolution, die seitens der im Börsen- gebäube an jenem Tage sta"gesundenen zahlreichen Versammlung einstimmig gefaßt wurde, habe rch mit lebhaftem Interesse und großer Genugtuung Kenntnis genommen. Die in der Resolution zum I Ausdruck gekommenen Gedanken und Bestre­bungen sind meiner wärmsten Sympathie gewiß."

* Eine Sympathiekundgebung für die Be­festigung guter Beziehungen zwischen Deutsch­land und England bat am Freitag dre Berliner I Handelskammer beschlossen. Die Kammer wird zu diesem Zwecke am 15. Januar 1906 in ihrem Amtsaebäude eine außerordentliche Sitzung veran.

I stallen. Zur Teilnahme an der Kundgebung werden I Vertreter deutscher Handelskammern, sowie der her« I Dorragenbflen englischen Handelskammern ausge« I fordert worden. Der englische Botschafter am Berliner Hose hat bereits sein Erscheinen zugesagt.

* Die Handelsvertragsverhandlungen zwi­schen Deutschland und Schweden sollten nach den Meldungen einiger Blä i abgebrochen fein. Tatsächlich hegen die Dinge aber, wie dem Han- I delsvertragsoerein von unterrichteter Seite mit« geteilt roirb, so, daß nun ganz bestimmt darauf gerechnet roirb, daß nach den Weihnachtsfeier» tagen die Verhandlungen wieder aufgenommen werden können. Allerdings bestehe in schwedischen- schutzzöllneiijchen Interessentenkreisen das Be­streben, eine Anzahl wichtiger Zollsätze des schwe­dischen autonomen Tarifs schleunigst zu erhöhen, aber die schwedische Regierung werde..diesem Be-

HMaer W Zeitung

.. monatsMiagt:8«ldaer Geschichtrblätter".

Während die Feier im besten Gange war, fuhr Julius Steinberger mit einem seiner besten Freunde in einer Droschke an dem Festlokale vorüber. Er warf einige verächtliche Bemerkun­gen über das Fest hin. Dann sagte er:Ich hätte beinahe Lust, mir den Schwindel anzusehen, bloß um den sentimentalen Scheuerlein einmal wieder tüchtig herunter filzen zu können, wenn ich mit ihm zusammen komme." Sein Begleiter war damit einverstanden. Man stieg aus der > ,

Droschke und begab sich in das Lokal. Mit eini- i Er griff tn die Tasche, holte ein Markstück hervor ger Mübe gelangte Steinberg in den Saal. ES I und steckte es in einen Apfel.