Einzelbild herunterladen
 

Maer M

32. Jahrqanff

Fulva, Mittwoch, den 20. Dezember iuoä

W >91

Zweites Wt'att

«i

Sommer saßen die Gäste

men anschloß.

frfd-eint tSaltch, mit tusnalime der Sonn« fieiertoge. Viertel« Shrl. vezuyrprei, Hne Brtngerlotin und lefieDceibhtfinlbaunb mswätts ! Ml 50 Pfg.

und leichtfüßig mit eiligem Schritt huschte ein Mädchen über die Straße, in der gegenüberliegen­den Haustür verschwindend, dort wurden mit heftigem Spektakel die Windladen geschlossen. Aus dem Cafö Römer tönten laute Reden und das Geklimper eines Klaviers heriiber.

Fs verflixt muffelig", meinte der Gefreite

Die Fahrt dauerte nicht lange, in 20 Minuten war 9t. erreicht und eine große Anzahl Passagiere, die, wie es schien, von einem Ausfluge heimkehr­ten, belebte lachend und schwätzend den Bahnsteig; dazwischen sah man Offiziere und Soldaten fast sämtlicher Truppenteile des Armeekorps, denn in , -

9t. hatte der Stab Quartier genommen. Unser» berbotetten Wegen gehr < r . pl ... 1k s, 1 fmltHnlrfl Artel Mfflrttfnhinr

ten, Hof und Haustür im Auge behalten konnten, setzten sich auf die Laufbahn für die Kegelkugeln, bammelten mit den Beinen und pfiffen leise tue Gassenhauer und Walzermelodien mit, die em dicker Unteroffizier auf dem Klavier herunter-

Lehrlinqs bezw. Unüberleglheit der Ellern bezw. der gesetzlichen Stellvertreter. Für den Lehrling gilt besonders eins: die Lehrzeit ist eine Prüsungs- zeit, keine BergnügungSzeit. Hat er einmal seine Lehre, fernerhin die GeseUenviüsung be­standen, und ist er so als vollwichtiges Glied in den Stand eingetreten, so wird er schon eher Freude am Berufe gewinnen und das Leben mit anderen Augen ansehen, als wenn er nach dem Verlassen der Lehre in die Reihe der un­gelernten Arbeiter eintritt, ein Los, was nur j» ost dessen Folge ist.

Anzeigen: Vie ein fp Itige petitzei e oder deren Raum 15 Pfg. Reklamen die Petitzeile 25 Pfg.; bei wieder- holunqen wird entspr. Rabatt gewährt.

Verantwortlicher christieiter: 3 Saum;

w-chenb-nag«-Illustrierte Sonntagrzeitung

paukte. . .

Ja, ja", sagte Palmre:Ftscherm dir kleine, fahren nich alleine, fahren nick bei Sturm tm Braus auf de« weiten Meer hinaus."Der meint Dir und mich."

Alter Nörgler", fuhr der Gefrerte schlreßlrch ärgerlich auf,mit Deinem Unkengeauaxe ver­dirbst Du uns den ganzen Spaß, als ob das was wäre mal 'n bischen naß zu werden? Wars denn im Biwak vielleicht besser? Da hast Du sogar auf der nassen Erde gelegen, mrt der Nase dte Regentopfen aufgefangen und hattest noch nicht mal einen Mantel zum Zudecken, weil Unteroffi­zier Rotfuchs zwei nötig batte. Das Fünkchen Lagerfeuer konnte Dich auch nicht warmen, hoch- stens Dir die Siiefelsohlen verbrennen, was Du nicht eher merktest, als bis es Dir am Fell fengelte. Da hast Du aber schön ausgehalten und sogar noch faule Witze gemacht als ob Wunders was bei der verplemperten Nacht zu verdienen gewesen wäre; und was gabs? Morgens um 5 Ukr wurde

* Leichtfettige Auflösung der Lehrvertrages im handwett.

In den Jahresberichten der Handwerks- ommern, in der Handwerkerpresse kann man »ielfach leien, daß manche Handwerksmeister und ,ft gerade die leistungsfähigsten, die Lust zur Zehrlingshaltung bezw. Ausbildung deshalb ver­lieren, weil die Leichtfertigkeit sei es aus jugendlichem Leichtsinn, (ei es infolge Kurzsichtig­keit oder E genutz der Ellern frühzeitig die Lehre verlassen, und dadurch die Lehrherren um die verwandten Mühen und Opfer betrogen werden. 9lut in den seltensten Fällen suchen sich die Lehr Herren deswegen Recht zu verschaffen. Teilweise wegen der damit verbundenen Laufereien und Bemühungen, vor allem aber, weil sie über die einschlägigen gesetzlichen «Bestimmungen nicht unterrichtet sind. Es sei deshalb an der Hand einiger diesbezüglicher Mitteilungen der Handwerkskammer Düffeldorf in deren .KorrespondenzblattFDezembernummer 9) auf diese einmal wieder aulmerkwm gemacht.

Hat nämlich ein Lehrling ohne Zustimmung des Lehrherrn und ohne einen der Gründe, die der Lehrvertrag und das Gesetz vorsehen, die Lebte verlasien, so hat der Lehrherr Anspruch am Rückkehr des Lehrlings; er kann auf Er- süllung des Ve-lrages dringen. Aber nicht ohne weiteres, sondern nur unter Beobachtung der Vorschriften des Gesetzes. Vor allem muß dem Lehrverhältnis ein schriftlicher Vertrag zu Grunde liegen. Ohne diesen schriftlichen Ver­trag kann der Lehrherr vor keinem Gericht und vor keiner Behörde seine aus dem Lehrverhältnis heroorgehenden Ansprüche geltend machen. Schon ans diesem Grunde sollte jeder Lehrherr, abge­sehen davon, daß er.hierzu verpflichtet ist, einen schririlichen Lehrvertrag abschließen.

£)it eifi der Lehrherr gar nicht, wo er seine Ansprüche geltend machen kann. Darüber uivt § 1271 der Gewerbeordnung Aufschluß. Der Lehrherr kann bei der Polizeibehörde Ortspol'zeibebSrde) den Antrag stellen, daß sie den Lehrimg anhalte, so lange in der Lehre zu verbleiben. alS durch gerichtliches Urteil das Lehr Verhältnis nicht für aufgelöst erklärt ist, oder dem Lehrling durch einstweilige Verfügung des Gerichts gestattet ist, der Lehre fern zu b'e-ben. Doch ist dttser Antrag bei der Polizei­behörde nur zulässig, wenn er binnen einer Woche nach dem Austritte des Lehrlings gestellt miid. Wewert sich der Lehrling unbegründet, aut Ersuchen der Polizeibehörde in die Lehre zurück ukehren, so bat die Polizeibehörde dm Lehrling zwangsweise zurückzusühren oder durch Androhung von Geldstrafe bis zu sün Tagen zur Rückkehr anzuhalten.

Macht der Lehrberr von diesem Mittel Ge­brauch, so erhält er wenigstens seinen Lehrling wieder. Er muß ihn allerdings entlassen, wenn

verleitet. Die zuständige Gerichtsstei e zur Ent- cheidung von Streitfällen aus dem Seh tuet hält« niste ist: Für Innungs-Mitglieder die Innung und zwar ihr Ausschuß für das Lehrlings­wesen) und für andere Handwerker das Ge- werbegerichk.

Ein ganz besonders wirksames Mittel gegen die Folgen des Kontialtbrustes der Lehrlinge fielet das Arbeitsbuch. Das Gesetz hat das Arbeitsbuch u. a. zu dem Zwecke eingesührt, um das Entlaufen minderjähriger Personen als Arbeiter (und Lehrlinge) zu verhindern; diese dürfen nur beschäitigt werden, wenn sie mit einem Ärbeitsbuche versehen sind. Die-es Arbeitsbuch braucht der Arbeitgeber nur nach rechtmäßiger 'ung des Arbeitsverhältnisses (Lehrverhältnisses) wieder auszuhändigen. Diese B stimmunq des Gesetzes sollten sich die Lehrherren zunutze machen, wenn der Lehrling ohne Grund die Lehre verläßt oder wenn er weageht, bevor das Lehr Verhältnis rechtmäßig aufgelöst worden ist. Hiernach kann der Lehrherr, wenn der Lehrling kontraktwidrig das Lehrverhältnis verläßt, das Arbeitsbuch zurück- bebalten. Tut er es, so trifft er damit den Kon­traktbrüchigen hart, denn dieser kann nirgendwo als minderjähriger Arbeiter ohne Arbeitsbuch wieder als Arbeiter oder Lehrling eintreten. Da­durch werden am besten die Eltern getroffen, die sich aus oben bereits genannten Gründen oder sonstwie ohne Veranlassung auf die Seile des Lehrlings stellen und ihn möglicherweise in seinem kontraklwidrigen Verhalten bestärken.

Selbstverständlich kann der Arbeitgeber (Lehr­herr das Arbeitsbuch nur dann zurückbehalten, wenn der Lehrling das Lehrverhäitnis rechts­widrig verläßt; wenn er dies also nicht aus einem Grunde tut, der ihn nach dem Gesetz oder dem Lehrvertrag also z. B. bei schrisilicher Erklärung, daß er zu einem anderen Berufe oder einem anderen Gewerbe übergehen will zum Verlassen der Lehre berechtigt. Außeidem kann das Arbeitsbuch nur so lange zurückbeha'ten werden, als nicht durchs Gericht oder durch den Ausschuß einer Innung das Lehrverhältnis recht­mäßig gelöst worden ist. Immerhin bietet die Einbehaltung des Arbeitsbuches manche Mög­lichkeit, den Lehrling von dem kontraktwidrigen Verlassen der Lehre abzuhalten.

Soweit kurz die gesetzlichen Handhaben! Es soll gerne anerkannt werden, daß in manchen Fällen aus triftigem Grunde mangelhafte Unterkunftsoerhällniffe, Ausnübung des Lehr­lings rc. ein genügender Anlaß zur Auf­lösung des Lehrverhältniffes vorhanden ist. Richt minder oft ist es aber Leichtfertigkeit des

u. s. Die gewonnene Wette.

Bon H. Maro.

(Nachdruck verboten.)

In Kleinstadt war wieder einmal eine alle Scheune ein Raub der Flammen geworden.

Die freiwillige und Pflichfeuetwehr eine Berufsfeueiwehr hatte das Städtchen nicht hatten sich nicht übermäßig anzustrengen und nut kurze Zeit auf der Brandstätte zu verweile« brauchen. PX

Wie das fo Brauch war, versammelte sich nach getaner Arbeit eine Anzahl Wehrleute m dem nächsten Gasthause, um den bei einem Brande entstandenen anderenBrand zu lötchen. Der betreffende Wirt machte habet in der Regel ein gutes Geschäft und bedauerte stets, daß nicht Öfter ein Feuerchen in der Nachbar­schaft vorkäme. ,

Man hatte Gambrin bereits kräftig geopfert, als noch ein Wehrmann als Nachzügler auf dev Bildfläche erschien. , , ...

Holla! Der Müller-Karl!" tönte eS ihm entgegen,der ist aber auch bet jedem Brand­löschen der letzte!" -

So verhielt es sich tatsächlich. Wehrmann Karl Müller hatte schon viele Strafen wegen zu späten Erscheinens beim Feuer zahlen müssen; natürlich wurde er deswegen allemal tüchtig gehänselt. _ , , ,

Das blieb ihm denn ckuch heute nicht erspart; eine wahre Flut von Siedereien und boshaften Bemerkungen ergoß sich über den regelmäßig Zuspätkommer. Dieser <v"''e zunächst tn ver- haltenem Aerger ein ( L3£ct n Ji dem andern hinunter, bis er endlich, tn bl* Ot cheleien gar zu arg wurden, gereizt und erregt a isries:

Was gilt die Welte, daß ich beim nächsten Brande als erster auf meinem Posten fern

Große» Halloh folgte, bis schließlich auS der erregten Diskussion eine Wette hervorgmg, wo­nach sich die anwesenden Wehrleute verpflichteten, gemeinsam ein Faß von 50 Litern zu spenden, falls Müller beim nächsten Feuer als der erste seiner Sektion auf der Brandstätte sein würde.

KlohSactz.

Lustige Erinnerungen aus meiner Dienstzeit von Hans Martin.

(Nachdruck verboten.)

überhaupt wurde.

DaS Bedürfnis, der Kirchengeschichte zur Unterstützung und Erleichterung ihres Studiums als notwendige Ergänzung eine ausgiebige Reihe veranschaulichender Bilder einzugliedern, würbe ja längst schon alS allgemein empfunden. Die^e Lücke stt nun in nicht geahnter Vorzüglichkeit ausgefüüt, und man erkennt, daß hier nach lange

das zuständi'e Gericht sich dafür ausspricht. Dazu kommt eS aber nur selten. In den meisten Fällen ist es nämlich weienttih jugendlicher Leichtsinn, der zum leichtfertigen Bruche des Lehrvertrages

kannst allein bei Deine Lands in Garten stehen und frieren und naß werden was Du willst.

Warte man", beruhigte Neumeister,um 10 Uhr muß die ganze Blase nach Hause und bis dahin ist's nicht mehr lange. Dann aber kriegst Du Deine Belohnung. Guck mal das schaumende Erlanger" und den feinenLimburger", man riecht ihn hier beinahe und da den Kaffee und Deine Spezialität: Moorenköpfe. Na, wird Dir noch nicht warm tm Leib? Siehst Du, das biete ich Dir alles, wenn Du nur noch eine klerne halbe Stunde aushältst. Den Magen kannst Du Dir dann verrenken und verderben an den Lecker­bissen. Aber nun laß uns aus der Traufe herausgehen und dort unter die Kegelbahn treten.

erwogenem, ausgereiftem Plane und nach unan- echtbaren Grundsätzen gearbeitet worden ist. Das Bild begleitet den Text ununterbrochen Schritt für Schritt, schmiegt sich ihm an und vervollständigt ihn, ja tritt foaar manchmal als elbständige Lehrkraft auf. Daraus erwachsen ür das Studium und die Lektüre nicht bloß mannigfache Vorteile für das Gedächtnis, sondern auch ganz wesentliche Bebelfe für das Verständnis.

Wir glauben in der Tat nicht zu viel zu sagen, wenn wir der nun fertigenIllustrierten Kirchen- geschichte" von Kirsch und Luksch das Zeugnis ausstellen, es fei einzig in seiner Art und un­übertroffen. Wir wünschen aus innerster Heber- - zeugung heraus, daß sie in keinem geistlichen Hause, in keiner katholischen Familie fehle, daß ie zum Gemeingut werde für Haus und »ramme, ür den Gelehrten und für alle, die sich gerne unterrichten und belehren lasten. Wenn es ein Werk von unvergänglichem Wert gibt, fo ist es dieseIllustrierte Kirchengeschichte«; sie bietet reichste Belehrung, hohen geistigen und kunstlert- schen Genuß und wird in der Hand eines jeden köstliche Früchte tragen.____________

Alarm geblasen. Anstatt Kaffee gabs ein Hasten, Jagen und Schimpfen und die Feuer wurden ausgelöscht, damit nur der Feind nichts von un- serm Elend zu sehen bekäme. Demen Mantel hast Du heute noch nicht wieder und paß mal aus, wenn wir nach Hause kommen und die Brocken abgeben müssen, dann verlangt der Kamnieruitter- offizier, daß Du das Ding ersetzen sollst. ptet aber winkt Dir eine warme Stube, Kaffee, Grog, Bier und das liebliche Lächeln zweier reizender Nichten, dazu Deine Leibspeisen, Moorenkopfe und Limburger, und vielleicht noch mehr. '

ein Rittergut oder sonst was, denn die Nichten sind reiche Mädel vom Lande, die wie mir Romer sagte, garnicht auf Geld zu sehe» brauchen, son­dern nur auf gute, kräftige Knochen und ein treues, deutsches Herz. Beides hast Du, wennS letztere auch man bloß so durchwachsen ist, das kann schließlich angefuttert werden Dafür hast Du aber die guten Knochen und bist obendrein kein übler Kerl."

Palmie lachte ob dieser Schmeicheleien der- gnügt in sich hinein, sah wohlgefällig an seiner schlanken Figur herunter, klopfte auf ferne dicken Waden, drehte die Enden feines Schnurrbartes noch spitzer und kratzte einige Stückchen über- schüstiger Glyzerinseife, die darin hängen geblieben waren, heraus.

Bist ein Teufikerl, kleiner Neumeister, sollst auch zu meiner Hochzeit," sagte er vergnügt,aber uichs mit Rittertöchter, das sein nlchs bor nur. Ich haben mein klein Loucie, das is mir lieber als allen Nichten vorn CafStier. Sie haben. auch ein klein Haus und ein Weinberg, und ich bleiben bei mein Handwerk."Aber," stieß meist er

plötzlich sich unterbrechend an,da sein wohl eine Rittertöchter?"

In der Tat erschien in der Haustür »njunge», schlankes Mädchen, raffte das Kleid geschickt an bet Seite in die Höhe und war tm Begriff, mit zierlichen Schritten über den Hof zu trippeln.

(Fortjetzuna folgt.)

Illustrierte Geschichte der katholischen \ Uirche.

DaS im Verlag- der Allgemeinen Verlags- ' gesellschast in München, G. m b. H., erscheinende Prachtwerk: Illustrierte Geschichte der katholuchen Kirche von Prof. Dr. I. P. Kirsch und Prof. Dr. Vinc. Luksch (Preis 28 Mk., tn reichem Halbsranchand 35 Mk.) liegt nunmehr vollständig vor. Das außergewöhnliche Interesse, das diesem Werke von allen Seiten auch die Fwd. Ztg/ hat wiederholt dem Werke ferne vollste Anerkennung ausgesprochen entgegenge­bracht wurde, beruht einmal auf der hohen Be­deutung, die einer Kirchengeschichte größeren Um­fangs zukommt, sodann aber auch auf der neuen alle wissenschaftlich populären Werke dieser Art Überragenden Darstellung und nicht zuletzt der reichen Illustrierung und glänzenden Ausstattung.

Tie Ausgabe, die sich die Herausgeber ge­stellt hatten, war, d i e G e s ch i chte d e r tat ho« lischen Kircke in Wort und Bild vollständig treu und lebenswahr, anregend und leicht ver­ständlich auch für die breiteren Schichten des katholischen Volkes zur Darstellung zu bringen. Wir besitzen zwar, wie die Leo-Gesellschaft als Herausgeberin im Vorwort ganz richtig sagt, eine ansehnliche Zahl größerer und kleinerer Dar- Teilungen der Kuchengeschichte; aber dreie sind zum Teil nur für theologisch gebildete Leier be- stimmt, züm Teil verfolgen sie hauptsächlich den Zweck, Lehr- und Lernbücher für die Schule zu sein und bilden daher kaum mehr als ein nüch­ternes Gerippe der kirchengeschichtlichen Ereigniffe. Zum Teil führen sie auch nur einige kirchen- geschichtliche Bilder in loser Verbindung vor.

Das hier vorliegende Werk vermittelt dagegen ein anschauliches Bild des Lebens der Kirche, weil es die Kirche als lebendigen Orgamsmus erfaßt, die Tatsachen und Erscheinungen nicht lose einem System zuliebe auseinandergcrisfen zur Darstellung bringt, sondern ruhig in ihrem Werdegang verfolgt und in ihrer natürlichen Einheit behandelt. Durch diese pragmatisierende Verwebung empfängt jede Einzelheit jene Be­leuchtung, deren sie bedarf, um in ihrer Be­deutung für das Gesamt leben der Kirche erkannt und geschätzt werden zu können. Ein ganz eigen­artiger Vorzug ist aber der neue Aufriß, der mit der alten Periodeneinteilung bricht und nach in­neren Gründen entworfen und bvrd)gearbeitet ist. Durch diese Einteilung erscheint die Kirche nicht als weltfremdes Gebilde, sondern alS Reich Gottes in der Welt.

Der Wert des Werkes wird aber noch unge­mein erhöht durch eine Fülle von Abbildungen, die geprüft sind auf ihren Lehrwert, mit Umsicht und Sorgfalt ausgewählt wurden und mit einer geradezu technischen Vollendung hergestellt sind. Wir sprechen es mit Freude aus, daß, auch nach dem Urteile eine« von uns als kompetent aner­kannten Beurteilers, dieses Werk zu einer Perle der kirchengeschichtlichen, ja der deutschen Literatur

zwischen den Zähnen brummend, ohne die vom Regen verlöschte Zigarre aus dem Munde zu nehmen,scheint bei dem Römer lustig herzu- 1 gehen, hat sicher auch wieder Einquartierung; wir müssen aufpassen, daß wir nicht dem Unrech- 1 ten in die Hände fallen. Merkwürdig, daß man ' doch immer 'n bischen zaghaft ist, wenn man auf Er nahm den Hut ab,

Botationsorud u. vertag oet fiuwaer Sc« titnorudetei in fiulba. monatsMiage:fiulbaet GeschichtrblStter". «

SÄÄ ».= ÄI durch ««n«e

»M. ä sft ä i Z1 --»riää uz

angefochten zum Marktplatz, von wo aus sie durch! .^omm Palmre", sagte er danmlaß unS dre eine kleine Nebengasse gerade einen Ausblick auf, Kiste mal rn der Nahe besehn, wir^wollen erst mal den Eingang zu dem Kafseerestaurant Römer; vom Garten aus durch die Fenster gucken, was tn hatten; das war eine große Toreinfahrt. In; der Bude drin ist, dann kommen wir auch hier früheren Jahren war hier eine Ausspannwirt-! aus dem Naßen heraus.

chat gewesen und efft der jetzige Besitzer hatte' Etwas zögernd betraten sie durch den Torweg L' r " wackitkafsee daraus gemacht. Durch das den erleuchteten Hof und eilten nut gedampften Einfahrtstor gelangte man über einen engen Hof,1 Tritten von dort schnell in den Garten. Palmie, an dem rechts und links Remisen, Aborte und der etwas langer gewachsen-war, konnte.beguenl Stallungen lagen, die jetzt teils anderen Zwecken durch em Fenster tn tue Gaststube bineinsehen, Renten, zum Restaurant, an das sich links ein schön wahrend Neumelster sich erst einen Stuhl herber­gepflegter Garten mit Baskets und schattigen Bau- schleppen mußte.

men anschloß. Im Sommer saßen die GästeNun, alter Freund, flüsterte Palmie,da hier draußen und konnte der, dem es Vergilügen geben ich inch mit rem, da fern ja lauter Unter» nachte, sich auf der überdachten Kegelbahn Be- offtzterS und B achtmetster drin, und wenn nur jegung verschaffen. Das Wetter aber war am 6.! wohl is, denn sitzt w sogar unsDeutsche Her- September nicht mehr dazu angetan, abends 9 mann", nut feine nttferabeln ladjerltdje ©eitdjt, Uhr «och tm Freien zu sitzen, zumal wenn es wie das mit immer nach Wasser und Brod schmecken, rn jenem Abende unfreundliches Wetter war. Ein Da fällt mir em, die Unteroffiziers feiern heut kalter Wind fegte einen feinen Staubregen vor Abschied von den Wachtmen von die erste Batte- sich auf den nassen Asphaltfußsteigen. Die Gasse rie. Keine sechs Pferde bringen mich da rem. sich auf den nassen Asphalttrottoieren. Die Gasse. Und jetzt stehen wir da im Reg anstatt bet var ziemlich menschenleer, nur ab und zu drückte uns' gut Maurermeister zu sitzen oder m dte ' Ti eine dunkle Gestalt an den Häusern entlang i warme Bett zu liegen, aber Palmie sein immer und verschwand um die nächste Ecke. Hier tönte die , der Dummen. - Wemr niail glelch wieder n Schelle einer Ladentür, ein eiligesgute Nacht" t Zug ginge, bann fahren ich wieder weg und Du