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Maer W Zeitung

w»che»b<nage: „Zllnftrierte Somrtagsjeihtng“ Mouakdeüoge: „Huldaer Geschichtsblätter".

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Kotatlensdrnck n. Verlag der Huldaer Ae- ttendnxterei in Hulda. Serilpre j>et Ur. 0.

M 287.

Fulda, Freitag, de« 15. Dezember 1905.

32. Jahrgang.

Zweites Mt'att.

Dr. k. weihnachtsbücherscha« 1905.

(Schluß.)

Hervorragenden Wert besitzt ein im Berlage von Hau» Harilieb in Ravensburg erschienenes Kunstalbum, darstellend: Jerusalem und der Kreuzestod Christi (Rundgemälde von Gebh. Fugel und Jos Krieger. I» 10 Auto­typien nach dem Original in Altötting mit er­klärendem Text von Dr. Job. Damrich. In Al­bumform mit eleg. Karton-Umschlag 4 . (20 S. Text und Panorama 16 cm hoch, aufgelegt 2 m lang, 2 <£.) Das großartige Original-Rund­gemälde, das Gebhard Fugel, einer der aner­kannt besten religiösen Meister der Gegenwart, in Verbindung mit Jos. Krieger und einigen anderen Künstlern geschaffen hat, steht in Alt­ötting, dem großen Wallfahrtsorte Bayerns, in einer eigens dazu erbauten Rotunde ausgestellt, und die Tausende, die es schon andächtig betrach­tet, baben sich gewiß nur mit gewaltigen Ein­drücken weihevoller Stimmung von ihm getrennt. Dieses ergreifende Kunstwerk den weitesten Krei­sen in vollendeter Reproduktion zugängig ge­macht zu haben, ist ein dankenswertes Unter» nehmen, zumal den fein ausgeführten Auto­typien eine künstlerisch und theologisch wohlorien­tierende und allen verständige Erklärung von Dr. Joh. Damrich beigegeben ist. Möge das schöne Album recht weite Verbreitung finden!

Aus dem Verlage von Heine. Schöningh in Münster liegt auch diesmal wieder, rechtzeitig vorWeihnachten, der Literarische Jahres­bericht und Weihnachtskatalog für gebildete katholische Kreise (15. Jahrgang) vor. Die Vorzüge dieses altbewährten Ratgebers sind so bekannt, daß nicht näher darauf ciugcgangen zu werden braucht. Die Besprechungen der lite­rarischen Neuheiten sind sozusagen bis in die aller jüngsten Tage fortgesetzt, ein nicht zu unter­schätzender Vorsprung vor ähnlichen Katalogen, die den Lesern oft gerade da im Stiche lassen, wo er sich über Neuerscheinungen der letzten Monate und Wochen Rat holen möchte.

Soeben ging uns noch in Aushängebogen eine neue Dichtung von A. Jung st aus dem­selben Verlage zu. Dieselbe ist betitelt »Bern­hard Overberg, Bilder aus dem Leben eines katholischen Priesters und Schulmannes". Soweit der spröde Stoff es möglich machte, ist das Leben Overbergs in fließenden Versen mit warmer poetischer Empfindung behandelt. 122 Anmerkungen erläutern die betreffenden Text- stellen.

Bei dieser Gelegenheit sei auch dem bei der Allgemeinen Berlagsgesellfchast m. 6. H. in Mün­chen erschienenen „Literarischen Rat­geber für die Katholiken Deutsch­lands" (4. Jahrgang, herauSgegeben von Dr. Jos. Popp) ein Wort der Empfehlung gewidmet. Ohne auf Meinungsverschiedenheiten im einzel­nen einzugehen, ist anzuerkennen^ daß man es hier mit einem vornehmen, großzügig angelegten Unternehmen zu tun hat, dessen Hauptmitarbeiter ein nicht geringes Kapital von geistigem Schaffen niedergelegt haben. Ganz besonderes Interesse verdienen die einleitenden Ausführungen des Dr. Pater Exp. Schmidt über „Klassische Literatur und Literaturgeschichte".

Zum Schlüsse seien noch einige bemerkens­werte Schriften dem verehrten Leserkreise ans Herz gelegt: Im Verlage von F. A. Kugelmeier in Dülken erschien, reich illustriert, „D e r schwarze Rekrut". Es ist eine wahre Er­zählung, welche die Erlebnisse eines Priesters, der sich der Militärpflicht entzogen haben sollte, in der Untersuchungshaft, auf der Festung und in der Kaserne, in lebhaften Fachen schildert. Es fallen manche Streiflichter auf oft beklagte Zustände. kKart. 0,75 <F.)

Im Verte-»!! der Görresdruckerei in Koblenz erschien die zweite Auflage (nach dem von Leo­pold Kist verfaßten Original) des hochinteressan­ten WerkchenS: „Meine Erlebnisse als deutscher Feldvater während des deutsch- französischen Krieges 1870=71" von Militärober- Pfarrer Anton Keck. (Geb. 2,60 Jl.) — Auch die zweite Auflage der historische» Erzählung in 20 Gesängen: „Aus Spaniens großer Zeit" von Herman» Obrem- Bonn (geb. 4 c49 und das niedliche Büchlein „Zwei M ä r- ch e n" von Baronin Elisabeth von Droste- Hülsboff (geb. 1,75 -M (beide im Verlage von Peter Hauptmann in Baun erschienen) seien kurz hervorgchoben.

Der Verlag von Butzou und Benker in Keve­laer iRbeinl.) bot mit der Herausgabe der „U n- poli tischen Zeitläufe" (1. Band Haus und Herd) von Fritz Nienkemper (ele­gant drosch. 2,50 Salonband 3,50 <-■#) einen sehr glücklichen Griff getan. Der „Unpolitische" ist seit langen Jahren in katholischen Kreisen ein allwöchentlich sich einstellender, gern aesehener Gast. In der „Fuldaer Zeitung" gebären die „Unpolitischen Zeitläufe" zu dem belebtesten Lesestoff. Jedes Alter und Geschlecht hört den toclterfabtenen Graubart gerne Plaudern von oll dem, tmS man selten in den Büchern liest, was man oft sogar hausbacken und altväterlich nennt, ohne zu bedenken, daß Wohl und Webe des Hau- fe§ und der Familie, Zuckt und Erziehung, Glück und Wohlbehagen wesentlich davon abbängen. .Nienkemper sagt auch allen, die dessen bedürfen, die ungeschminkte Wahrheit; aber et tut dies mit so viel gesundem Humor und weiß den Her­zenston des wohlwollenden Mahners so gut zu treffen, daß ihm niemand gram werden kann. Die launige, frische, oft urwüchsige Darstellung macht die Lektüre dieser in knapp abgeteilten

Kapiteln — mit meist höchst originellen Ueber- schriften — verzapften Lebensweisheit zur ver­gnüglichen Kurzweil. Mögen dem ersten Bande, der „Haus und Herd" behandelt, bald weitere folgens Nienkempers „Haus und Herd" kann man nur die weiteste Verbreitung wünschen, nicht nur zu Weihnachten, sondern das ganze Jahr hindurch.

Auf dem ersten internationalen Kongreß für Erziehung und Schutz der Reinheit in der Familie zu Lüttich am 20. September 1905 wurde das im Verlage von Butzon u. Bercker erschie­nene, in der katholischen Presse mit Recht all­seitig empfohlene Buch von E. Ernst „Eltern- Pflicht" als das durchaus und weitaus beste aller Publikationen dieser Art hervorgehoben. Es braucht an dieser Stelle auf den Inhalt der hochwichtigen Schrift, die allerdings zum Teil eine gewisse Umwälzung in altgewohnten Er­ziehungsgrundsätzen verlangt, nicht nochmals näher eingegangen zu werden. Der Umstand, daß die erste Auflage in acht Tagen verkauft war und das Buch nunmehr in zweiter Auflage vor­liegt, (Salonband 3 -M spricht eindringlicher als alle Empfehlungen für das vorherrschende Bedürfnis nach einem auf streng religiöser Grundlage beruhenden Ratgeber für die häus­liche Belehrung in den so überaus zarten Fragen des Geschlechtslebens.

Die Sammlung von Erzählungen, Romanen und Novellen „A u s Vergangenheit und Gegenwart" ist nunmehr bis zum 60. Bänd­chen gediehen. Die beste Empfehlung ist der bisherige Riesenabsatz von nicht weniger als 400000 Bändchen. Der Preis von 30 für jedes etwa 100 Seiten starke Bändchen ist gerade­zu spottbillig. 53 Bändchen sind nunmehr in 17 Bibliothekbänden (geb. 26,25 cfä) bereinigt; dieselben kosten in Salonbänden 34,75 JC. Diese größeren Ausgaben von je 3 Bändchen werden fortgesetzt. (Bibliothekbnnd 1,50 JH, Salonband 2 „#.) In der Sammlung sind die besten Namen vertreten, wie M Herbert, Ad. Jos. Clippers, Anton Schott, Fabri de Fabris, Jüngst, Dirkink, RenS Bazin, Hermann Hirfchfeld. Es braucht kaum noch betont zu werden, daß alle diese Er­zählungen und Romane sittlich einwandfrei sind und unbedenklich auch der Heranwachsenden Jugend in die Hand gegeben iverden können.

In neunter bezw. fünfter Auflage erschienen, in einem hübschen Bande (geb. 1,75 <M ver­einigt, der erste und zweite Teil von „Schutz» und Trutz Waffen gegen den moder- n e n Unglauben" von Pater Nilkes 8. 1.; in sechster verbesserter und vermehrter Auflage das vortreffliche Buch „Die Wahrheit. Apo­logetische Gespräche für Gebildete aller Stände" von Pater F. X. Brors S. J. (geb. 2,40

Ter Münchener Volksschriftenverlag hat sich durch feine schon im vorigen Jahre an dieser Stelle angelegentlichst empfohlenen billigen Schriften zur Unterhaltung des Volles und der Jugend, sowie zur Stärkung und Vertiefung der religiösen Kenntnisse ein großes Verdienst er­worben. Bon der Sammlung „Glaube und Wissen" sind bis jetzt 5 Bändchen erschienen (Dr. Kirsch: Die Beichte ?c.. Dr. Hofmann: Die heilige Kommunion re., Selzle: Die Gott­heit Christi, Dr. Paulus: Lutber und die Gewissensfreiheit, Dr. Gutberlet: Vernunft und Wunder). Sämtliche Arbeiten verbinden mit klarer, gemeinverständlicher Darstellung tiefe Gründlichkeit unb strenge Sachlichkeit. Der Preis (elegant kart, ü 50 H) macht sie auch Min­derbemittelten zugänglich.

Die weiteste Verbreitung verdienen die im Volksschristenverlage erschienenen Jugend- unb Volksschriften, von denen jedes Bändchen broschiert nur 15 H kostet. In der Sammlung „Bolksschriften" sind bisher 30 Bändchen erschienen, unter deren Verfassern man den besten Namen, wie Schott, Warner, Cardauns, Kolping, Heinrich Keiter, Konr. Küm­mel, Bnffcher, Gerstäcker. begegnet. Selbst die zu so rascher Berühmtheit gelangte Handel-Maz-- zetti ist mit zwei Erzählungen vertreten. Die Sammlung ist auch gebunden zu haben. Je fünf Helfe in einem Leinenband kosten gebunden 1,35 M. In der Sammlung „M ü n <6 e n e r Iugendschrift e n" erschienen bisher 10 Bündchen, darunter beliebte Erzählungen von Conscience, W. Hauff, Christoph von ' Schmid, Gebr. Grnmn, Gerstäcker, Rauberger u. a. Jedes der reizenden Bändchen (darunter zwei Doppel- Händchen! kostet nur 15 Pia. Auch west Juoend- schriften sind, zu je fünfen vereinigt, in geschmack­vollem Leinenband (gebunden ü 1,35 Jl) zu haben.

vom pariser „heiratsmarkt".

Heiratsrnnoncen sind häufig eine recht amü­sante Lektüre und nun gar erst Pariser Heirats­annoncen ! Eine Blütenlese solch interessanter An­zeigen findet man zrveimal wöchentlich in den Spalten der sranzösstchen Zeitung ,Le Journal', die von vielen liefern eigentlich nur um dieieZ interessanten Teiles willen gekauft wird. Ein mannigfaltiges Bild des menschlichen Lebens rollt sich für den, der zwischen den Zeilen zu lesen versteht, in diesen einsilbigen Angaben aus. Bald klingt übermütiges Lachen, bald melancholische Resignation aus ihnen; tiefe Wehmut und frivoler Leichtsinn enthüllen sich. Eine sehr gemischte Ge­sellschaft findet sich hier zusammen, wie sie wohl nirgends auf so engem Raum sich vereinigt. Edelleuie und Kommis, Künstler und Börsianer, Offiziere und Arbeiter verkünden einträchlig hintereinander ihre Herzenswünsche unb ihre Glückshoffnungen. Es antworten in vielstimmigen Chor Aristokratinnen und Denumondänen, ehr­

same Frauen tmb Dienerinnen, und alle hoffen sie, „auf diesem nicht mehr ungewöhnlichen Wege" die Seligkeit der Ehe kennen zu lernen". Der blasierte Lebemann spricht sich hier ebenso rück­haltlos aus wie das kleine Ladenmädchen, und während er eine möglichst elegante und anspruchs­lose Partnerin für das Lebensspiel erwartet, träumt sie von dem schönen jungen Millionär, der eines Tages in vierspänniger Equipage mit großem Dienertroß vor dem weiten oben Ge­schäftshause halten wird, um den armen kleinen „Trottin" zu einem märchenhaften Glück zu führen. Manche versuchen es mit Gefühl und Pathos, so z. B. in folgender Annonce: „Wenn graues Haar Ihnen das Haupt deckt, wenn schon Runzeln an Ihren Schläfen eingegraben sind, wenn tiefe Trauer Ihr Herz umdüstert, dann müssen Sie mich kennen lernen und mich heiraten; ich bin jung, hübsch und so unglücklich wie Sie." Eine andere Heiratslustige gibt eine etwas pre- ziöse Schilderung ihrer Reize: .Ich bin die glück­liche Besitzerin einer Wespentaille (16 Zoll), meine Schönheit ist deftinguiert und marquisenhast; besonders glaube ich auf die hohe Wölbung meines Fußes stolz fein zu können. Daher mögen sich nur Herren der feinsten Gesellschaft melden." Die praktische Engländerin ist in folgender Annonce unverkennbar: „Junge Engländerin, vornehm erzogen, 400,000 Mk. Vermögen, wünscht einen Gentleman mit 4 Millionen Mü zu heiraten, Alter zwischen 40 bis 70 Jahren." Bisweilen spielt der Zufall bei solchen Heirats­annoncen recht lustig mit und treibt die, die sich am meisten meiden möchten, unversehens zu einander. So wollte sich vor nicht allm lancer Zeit ein Herr von feiner Frau scheiden lasten, da er aber ein Freund der Sicherheit war und vor allem das Alleinsein fürchtete, hielt er es vorher für notwendig, sich üb« die Wahl einer zweiten Frau inS Klare zu bringen. Er annoncierte daher im .Journal, bekam auch ganz Stöße von Anträgen, fand aber nichts Passendes. Schließlich fiel ihm ein Brief in die Hand, in dem eine schöne, sanftmütige und häuslich er­zogene junge Dame ihre Absicht kund gab, ihn zu heiraten; er verabredet mit ihr ein Rendezvous und findet — seine eigene Frau. Tableau! Folgendes Zwiegespräch entfpinnt sich nun: „Was, Juliette! Also Du! und Du wagst Dich als haushälterisch und sanftmütig auszugeben —".

„Na, Jean, in Deiner Annonce standen auch merkwürdige Dinge. Du bist also ein stetiger, ruhiger junger Mann, der die Familie liebt!" So freuten sich beide, baß sie einander io gut kannten unb so wenigstens bei ihren Annoncen nicht hatten hereinsaüen können, und da sie ahn­ten, daß ihnen bei anderen vielleicht noch schlim­mere Enttäuschungen beoorständen, blieben sie beisammen unb annoncierten nicht mehr.

vermischtes.

* München, 13. Dez. 1905. Die BierauS- fuhrBay er n § im Jahre 1904 betrug 3A 012 Tonnen, gegen das Jahr 1903 eine Mehrung von 1612 Tonnen. Der Serfanb nach den Verkehrs­gebieten des Deutschen Reiches hat bloß um 537 Tonnen zugenommen; er macht im Ganzen 269740 Tonnen aus. Das Ausland hat 52 272 Tonnen Bier aus Bayern bezogen, um 1075 Ton­nen mehr, als im Jahre 1903. Das Königreich Sachsen ist der Hauptabnehmer bayerischen Bieres, es hat 84 973 Tonnen bezogen, um 1554 Tonnen weniger als 1903. Die pommerschen Häfen haben um 1729 Tonnen weniger bezogen, Württember . um 935 Tonnen weniger. Zugenommen hat die Ausfuhr nach Hamburg, überhaupt nach den Elb- häfen; sie ist von 12380 auf 15274 Tonnen ge­stiegen. Die Ausfuhr nach Frankreich ist von 10 838 auf 9826 Tonnen zurückgegangen, nach der Schweiz von 15 587 auf 17 233 Tonnen gestiegen.

* Folgende Sinnsprüche im kaiserlichen Jagdschloß Stemmten teilt die ,Danz. Ztg.' mit: „Stark sein im Schmerz, nicht wünschen, was unerreichbar oder wert­los, zufrieden mit dem Tag, wie er kommt, in allem das Gute suchen und Freude an der Natur und an bat Menschen haben, wie sie nun einmal sind." — „Fünf­tausend bittere Stunden sich mit einer einzigen trösten, welche schön ist, und aus Herz und Können immer sein Bestes geben, auch wenn es keinen Dank erfährt» wer daS lernt und kann, der ist ein Glücklicher, Freier und Stolzer und immer schön wird fern Leben fein.”

* 6lx Frauenkenner. „Haben Sie das bedeutsam« Buch gelesen, das der ledige Professor X. gegen die Frauen veröffentlicht hat? — Was hätte der erst geschrieben, wenn er verheiratet gewesen roäre!" —- „Wahrscheinlich gar kems."

* kteShaft. Ethel: „Als ich Charley mein Ja­wort gab, sagte er, er wäre im siebenten Himmel." — Maud: ,TaS glaube ich, denn er war schon sechsmal anderweitig verlobt.

* Nicht umzubriugen. Herr (der wiederholt nach kurzer Ehe Wittwer wurde, zum Heiratsvermittler): „Ich möchte wieber eine Frau, aber diesmal eine recht daunhaste!"

Zur Verteilung der Nobelpreise 1905

Professor Robert Koch

Henrik Sienkiewicz

Bertha v. Suttner

Professor v. Baeyer

Auf bett Gebieten der Wissenschaft, Technik, Industrie und des Handels steht das deutsche Bolk vielfach in der Welt voran. Diesmal ist das besonders dadurch anerkannt worden, daß vier von fünf Nobelpreisen an Deutsche verlieben wurden. Robert Koch, der große Bakteriologe, der Kieler Physiker Professor Lenard und der Münchener Chemiker Professor A. von Baeyer haben die naturwissenschaftlichen Preise erhalten. Unser Vaterland kann mit Stolz auf diele- Resultat blicken, welche» zeigt, daß Deutschland

tatsächlich auf vielen Gebieten in erster Reihe steht. In Christiania sand eine erhebende Feier- lichtest Patt, der durch die Anwesenheit des Königs unb der Königin besonderer Glanz ver­liehen wurde. Der Fr eden-preiS ist der be­kannten österreichischen Schriftstellerin Berta v. Suttner zuerkannt worden, die bereits »orige» Jahr für diesen Preis in Betracht gezogen wurde. Den Preis für Literatur erhielt der polnische Schriftsteller Henryk Sienkiewicz.