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vermischtes

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X Amöneburg, 11. Dez. 1905. Schwester Susanns aus dem hiesigen Schwesternhause, die sich hier und auswärts beinahe 10 Jahre vorzugsweise der Krankenpflege gewidmet hat, ist au, Samstag in Fulda, wo sie zur Erholung weilte, unerwartet in die Ewigkeit abgerufen worden. Schwester Susann« war durch die ge­wissenhafte Pflege, die sie den Kranken an­gedeihen ließ, von jedermann geachtet und geliebt. Am nächsten Mittwoch 712 Uhr wird in der hiesigen Pfarrkirche das hl. Meßopfer für die Seelenruhe der Verstorbenen dargebracht.

* Marburg, 9. Dez. 1905. " Zu der schon kurz gemeldeten Leuchtgas-Explosion im Gymnasium Philippiuum sei noch folgendes! mitgeteilt: Der 18jährige Hausburfche Köhl aus Münnerstadt bei Kissingen wollte kurz vor Schul­beginn im Bibliotheksraum etwas besorgen. Als er mit der Lampe den Raum betrat, erfolgte eine furchtbare Detonation und zugleich stand alles um ihn her in Flammen. Im Gymnasium und in den Nachbarhäusern bis auf etwa 100 Meter- Entfernung zersprangen die Scheiben, eine Mauer wurde schief gedrückt und sonstiger Schaden au- oerichtet. Die Feuerwehr war bald zur Stelle welche den Brand löschte und einige Aerzte be­mühten sich um den entsetzlich zugerichteten laut schreienden Burschen. Der Unglückliche wurde in die Klinik gefahren, wo er bald daraus verstarb. Das Unglück ist darauf znrückzuführen, daß sich ein Defekt am Gasrohr gebildet und Gas in den Bibliolheksraum gedrungen mar.

hl. Kommunion. Nach Beendigung der hl. Handlung hielt der Herr Bischof eine herzliche Ansprache.

* Homberg a. Ohm, 9. Dez. 1905. In den Freiherrlich Schenkschen Waldungen zu Rülfen­rod wurde gestern beim Holzfällen der Arbeiter August Becker von dort von einer Fichte ge­troffen und getötet.

* Kirchhain, 9. Dez. 1905. Bei der jetzigen Volkszählung wurden nach vorläusiqer Fest­stellung 2343 Einwohner gezählt. Bei der Zäh­lung am 1. Dezember 1900 wurden 2017 Per­sonen gezählt, es ist somit eine Zunahme von 326 Personen zu verzeichnen. Bei der gestrigen Stichwahl der zweiten Klasse wurde Herr Hein­rich Naß, Landwirt, mit 12 Stimmen als Stadtverordneter wiedergewählt. Der Gegenkan-

stimmten einer Vorlage des Magistrats zu, nach welcher das hiesige städtische Realgymnasium von Ostern 1906 ab in ein Reformrealgym­nasium umgewandelt werden soll.

Aus dem llachbargebiete.

# Horas, 9. Dez. 1905. Während man I früher von Diebstahl und bergt hier kaum etwas hörte, lebt die hiesige Bevölkerung schon wochen­lang in hochgradiger Aufregung, denn es ver­geht fast keine Woche, wo nicht bald da, bald dort eingebrochen und gestohlen wird. Vor einigen Tagen wurde, wie schon ge­meldet, beim Wirt Martin ein schwerer Ein­bruch verübt und heute fand man in der Kirche einen von Dieben demolierten Opserstock vor. Freilich konnte der Dieb am Ende seiner ver­ruchten Tat sich sagen: „Abraham, deine Mühe ist umsonst!", aber es wäre doch endlich einmal an der Zeit, daß dem Diebsgesindel dahier das Handwerk gelegt wird.

Maberzell, 10. Dez. 1905. Der Volks­verein für das kath. Deutschland hielt heute nachmittag hier eine Versammlung ab, die einen starken Besuch aufzuweisen hatte; insbe­sondere waren erfreulicher Weise die Jünglinge stark vertreten. Den Vorsitz führte Herr Pfarrer Dr. Kircher. Der Vertrauensmann für die hiesige Pfarrei Herr Lehrer Reuter legte die Aufgaben des Volksvereins dar und forderte alle, die noch nicht Mitglieder desselben seien, zum Beitritt auf. Herr Generalvikariatssekretär Dr. Müller­

gagetrain wurde von den Russen geplündert. Die Amatigeige fiel einem Kosaken in die Hände, der sie einem Tischler in Moskau verkaufte. Äeser nahm sie mit nach Breslau, wo er sie einem Vio- linbauer für 2 Taler ablietz. Dieser erkannte ihren Wert und verkaufte sie nach Wien um 200 Taler. Der neue Eigentümer schenkte die viel gewanderte Geige an Paganini. Paganini trennte sich nie wieder von ihr, und als ein reicher Lord ihm einmal 40 000 Franks für sie bot, lachte er ihm verächtlich ins Gesicht.

didak, Herr Kaufmann A. Weber, erhielt 7 Stim­men. Herr Naß gehört bereits 27 Jahre der Stadtvertretung an.

! Neueste Nachrichten u. Telegramme.

W. Berlin, 10. Dez. 1905. Die Präsidien des Reichstags und preuß. Landtags wurden am Sonntag mittag vom Kaiser in> Reuen Palais enipfangen. Die Herren wurden von der Station Wildpark mit zwei kaiserlichen Wagen und einem Automobil abgeholt. Zuerst Ivurde das R e i ch s t a g s p r ä s i d t u m empfau- gen, bestehend aus Exzellenz Grafen B a ll e- ftrem, Grafen Stolberg und Dr. Paasche. Der Kaiser drückte diesen Herren gegenüber die Freude über ihre Wiederwahl aus, sprach über seine jüngste schlesische Reise, speziell über das Regiment, dem Graf Ballestrem angehört, und kam dann auf die ernste Lage in Rußland 3:1 sprechen. Der Empfang dauerte chua eine halbe Stunde. Hierauf wurde das.Präsidium des Her­renhauses empfangen. Bon demselben war nur Fürst K n y p h a u s e n vertreten, da Frhr v. Manteuffel in Rekonvaleszenz in seiner Heimat weilt und Oberbürgermeister Becker eben erst aus Aegypten zurückgekehrt ist. Au drit­ter Stelle wurde das Präsidium des A b g e 0 r d- n e t e n h a u f e s empfangen, bestehend aus Ex­zellenz v. Kroecher, Dr. Porsch und Tr. Krause. Der Kaiser unterhielt sich mit de:- Herren, ausgehend Von der Ernennung des Herrn v. Kröcher zur Exzellenz in leutseligster Weise üb:?;- die verschiedensten Gegenstände. Jnnerpolitiscir

Fragen wurden nicht berührt. Nachher empfing die Kaiserin im Beisein der Oberhofmcffterin Gräfin B r 0 ck d 0 r f die Präsidien und ünterhiei' sich einige Zeit mit ihnen.

W. Konstantinopel, 10. Dez. 1905. Du Botschafter haben gestern die Antwörtnol; auf die letzten Vorschläge der Pforte überreicht Die Dauer der Finanzkomniission wird auf zwei Jahre beschränkt, und außer dem General­inspektor wird noch ein weiteres türkisches Mit­glied zugelassen.

W. Petersburg, 10. Dez. 1905. t lieber Eydtkuhen von einem Privatkorrespondenten.) Die Post- und Telegraphenbeamter hielte» gestern eine Versammlung ab, die von 2000 Personen besucht war und in der mit allen gegen eine Stimme die Fortsetzung des Ausstandes beschlossen wurde.

. W. Petersburg, 10. Dez. 1905. (Petersb. Telegr.-Agentur über Eydtkuhnen.) Am Donners­tag erhielten die Matrosen der 14. Equipage den Befehl, sich nach Kronstadt zu begeben; sie weigerten sich, dem Befehl nachzukommen. Die Admirale Bartoschewitfch und Niedermiller ermahnten die Matrosen, sich nach Kronstadt zv begeben, hatten aber keinen Erfolg.

W. Petersburg, 10. Dez. 1905. (lieber Eydtkuhnen von einem Privatkorrespondenten.f Durch einen kaiserlichen Tagesbefehl vom 9. Dez. wird allen Kofakentruppen Dank ausge­sprochen für ihre aufopfernden, unermüdlichen treuen Dienste für Thron und Vaterland, sowohl auf dem Kriegsschauplätze wie bei der Aufrecht­erhaltung der Ordnung im Reiche. Der /Regie­rungsbote' warnt das Publikum vor den bös- willig ausgestreuten Gerüchten über bedrängte Lage der Staatssparkasfen. Die Regierung weist darauf hin, daß den aus den Kaffen genommenen Einlagen in den Privatwohnungen tatsächlich Ge­fahr drohe; die Klienten der Sparkaffen könnten völlig ruhig fein, da die Finanzlage Ruß­lands hinreichend fest sei. — Aus Kiew vom 8. Dezember wird gemeldet, daß der Aus­stand der Post- und Telegraphenbeamten be­endet ist.

rung der letzten Lage »erteilet, sich vorzeitig aus der Erde herausgewagt hatten und in Horas auf einer Hecke vergebens nach Nahrung suchten. (Wir haben nun Redaktionsmaikäser genug; ein Redaktionshase wäre uns lieber — Enten und Böcke schießen wir selber. Die Redaktion'.

Lokales.

Fulda, den 11. Dezember 1905.

cP Der gestrige erste Geschäfts-Sonntag vor Weihnachten war von verhältnismäßig gutem Wetter begünstigt. Infolgedessen machte sich auch in den Mittagsstunden ein reger Geschäftsverkehr bemerkbar. Weniger rentabel dagegen dürste sich der Ladenverkehr in den späteren Nachmittags­stunden gestaltet haben. In den Haupt-Geschäfts­straßen herrschte zwar ein ganz ungewohntes Leben von Schaulustigen, die promenierend auf und ab zogen und die herrlichen Ausstellun­gen belagerten. Der Verkehr in den Läden ließ aber zu ivünschen übrig. Am stärksten war der Verkehr natürlich in der Friedrichstraße, wo die Bürgersteige sich als zu schmal erwiesen. Nach­dem jetzt die Firma Gebr. Schultheis ihr Ge­schäftslokal nach dem früheren Kommerzienrat Müller'schen Privathause verlegt hat, ist die Friedrichstraße zu beiden Seiten nunmehr voll mit Läden besetzt.

□ Museum. Die morgige 4. Abendunter­haltung wird — wie das am Dezember - Abend seit Jahren üblich ist — von musikalischen Kräften unserer Stadt ausgesührt werden. Das Bestreben des Vorstandes, solche heranzu­ziehen, hat stets Anklang gefunden, ja, man hat diesen Abenden ein besonderes, persönliches In­teresse entgegengebracht. Zum ersten Male werden die beiden Fach-Musiker des morgigen Abends im Museum auftreten und zwar Frl. Minna S ch m ü ck l e, bereits als vorteilhaft eingeführt durch frühere hiesige Konzerte. Ihr klangvoller Mezzosopran wie die gute Schule der als Bühnen- und Konzertsängerin ausgebildeten Dame fanden damals volle Anerkennung. Als Pianist wird sich — auch mit zwei Komposit'onen — der noch sehr jugendliche Herr Heinrich Christian Schmidt (Sohn des Herrn Fabrikdirektor Könitz er hier) vorstellen, dessen ganz außer­gewöhnliches Talent in musikalischen Kreisen unserer Stadt bereits bekannt ist. Wir wollen für heute nur soviel sagen, daß mir das Urteil über seine Leistungen als hoffnungsvoller Schüler Prof. Röslers in Berlin getrost dem Publikum des Museums anheimsteUen können.

# Grober Unfug. Gestern abend kurz vor 9 Uhr meldete der Feuermelder aus der Hinterburg, angebracht an dem Haus des Herrn Franz Schultheis, Feuer. Der Kommandant, sofort telephonisch benachrichtigt, ließ vorerst die nördliche Schleife der Meldeanlage alarmieren; die Feuerwehr rückte dann sofort mit einem Lösch­zuge ab, sand aber bei der Ankunft, daß gar kein Feuer ausgebrochen war. Von böswilliger Hand ist die Scheibe eingeschlagen und der Griff gezogeti worden, und das zu einer Zeit, wo doch dieser Platz immer noch von Passanten begangen wird. Dem Täter ist man auf der Spur. Als die Feuerwehr wieder abrückte, war sie dann dem Hohn u n d S p 0 t t der schaulustigen Menge ausgesetzt. Es ist sehr zu bedauern, daß es in

unserer Bürgerschaft Leute gibt, die die Feuer­wehrleute für den guten Willen, mit dem sie ihren Pflichten nachzukommen bestrebt sind, aus- pseifen und verhöhnen. Ein solches Benehmen des Publikums, wie es sich gestern abend zuge­tragen hat, kann nicht ermutigend auf die Feuer- wehrmannschasten einwirken, deren schwere und opservolle Tätigkeit der gesamten Bürgerschaft doch nur zum Segen gereicht. Auch an dem Feuermelder der „Germania" ist die Scheibe eingeschlagen worden. Es ist wirklich dringend erforderlich, daß jeder vernünftige Mann sich be­strebt, dahin mitzuwirken, solche Uebeltäter zu fassen, damit eine exemplarische Strafe ihnen die Lust zu derartigem Unfug austreibt. (In einer rheinischen Stadt ist jüngst dieser Unfug mit 3 Monaten Gefängnis bestraft worden. D. Red.).

f. Ein Kunstwerk, wiederum der Muse des Herrn Zeichenlehrers Kleineberg entstammend, bildet seit gesterp einen Hauptanziehungspunkt für das um die Weihnachtszeit so schaulustige Publi­kum. „Herbststurm" nennt sich das Original­gemälde, das in dem Schaufenster der Rein- i Hardt' scheu Buchhandlung ausgestellt ist. — Auf Bergeshöhe steht einsam eine Burgruine; von grellen Blitzen umzuckt, leuchtet sie gespenstisch zwischen den vom Sturme wild bewegten Bäumen hervor. Dunkle Wetterwolken rasen am Himmel dahin und blendend fällt der Widerschein des Sonnenlichtes in die Tiefe. Ein Stimmungsbild von bedeutender Wirkung, auf das alle Kunst­liebhaber aufmerksam zu machen wir nicht verfehlen.

Die Allgemeine Krankenversicherungs­kaffe der Stadt Fulda hielt am Samstag abend eine Generalversammlung ab, die gut besucht war und einen recht animierten Verlauf nahm. Zunächst wurde die Höhe der Beiträge des Kranken- und Sterbegeldes für die verschiedenen Klassen der freiwilligen Mitglieder endgiltig geregelt. Dann ivurde nach längerer Diskussion die Zeit, in welcher die Vertreterwahlen stattfinden sollen, auf Milte April festgesetzt. Die Aenderung der Statuten in den §§ 12, 13, 21, 29, 30 und 56 waren im wesentlichen redaktioneller Art und durch die vorgenannten Beschlüsse bedingt. Der letzte Punkt der Tagesordttmig „Vorstands-Ersatz­wahl eines Arbeitnehmers" wurde nach längeren Auseinandersetzungen durch die Wahl des Herrn Benedikt Müller erledigt. Die Versammlung er­reichte erst nach Mitternacht ihr Ende.

Qi Zechpreller verhaftet. Ein Reisender hatte int vergangenen Jahre in einer hiesigen Gastwirtschaft eine Zechjchuld von ungefähr 100 Mark gemacht und war daun plötzlich spurlos verschwunden. Gestern tauchte nun der Zech­preller in unserer Stadt wieder aus, er wurde erkannt und die Polizei benachrichtigt, die ihn bald ausfindig machte und in sicheren Gewahr­sam brachte.

* Fünf lebende Maikäfer auf einmal wurden uns heule gebracht, die durch die warme Witte» |

Bose Folgen eines Unfugs. Infolge eine Kinonnsugs ,st ein früherer Offizier schwer w Regenwalde ,. P. verunglückt. Als der Leutnant a. D. vo>l Elbe von einem Spazierritt in die Stadt zuruckkehrte, wurde sein im Schritt gehen­des Pferd von Kinderii mit Steinen beworfen, infolgedessen scheute das Tier, ging durch und kam nach längerem, raseiidem Galopp vor dem Offizierskasino zu Fall, seinen Reiter unter sich begraben, v. E. erlitt drei schwere Kopfverletzun­gen und ivurde besinnungslos in seine Wohnung gebracht. Glücklicheriveise ist nach dem Ausspruch des behandelten Arztes Hoffnung vorhanden, den Schwerverletzten dem Leben zu erhalten.

_ * Unter Freundinnen. Ella: „Zudem Friseur Schmidt gehe ich nicht wieder. Ter Metlsch hat mich gestern zwei Stunden dort sitzen lassen, ehe er mir bie Haare frisierte." — Berta: „Tu hättest doch nicht zu warten brauchen! Er konnte sie Dir ja zuschicken!"

* Der beste Beweis. Redner: „Ich dachte, Ihr Blatt wäre mir freundlich gesinnt". — Redaktenr: „Ist es auch. Was ist denn los?" „Ich habe gesteon ans dem Bankett eine Rede gehalten, und Sie haben nicht ein Wort davon gebracht." — „Nun? Welch besten» Beweis unterer Freundschaft können Sie wünschen?"

* Väterliche Berechnung. Der kleine Benno: „Vater, es hat Einer ausgerechnet, wieviel Tropfen im ganzen Ozean find." „Nun wieviel dem»?" Benno: „Neunmalhunderttausend Trillionen unb siebenmalhundertzwanzigtausend Billionen Tropfen." Vater: Er wird sich geirrt haben; glaub mir, es smd mehr!"

X Kassel, 10. Dez. 1905. Der hiesige St. Vincenz-Verein hielt heute eine ordent­liche General-Versammlung ab. Der Vorsitzende des örtlichen Verwaltungsrates gen. Vereins, Herr Obersekretär B ö s ch e n, begrüßte die erschienenen Mitglieder und Gäste, dankte dem Herrn Dechant Stofs für die den Mitgliedern und Freunden des St. Vincenz-Vereins in den letzten 5 Wochen gehaltenen apologetischen Vorträge und erteilte dann dem Herrn Dechant Stoff das Wort zur geistlichen Ansprache. Nach derselben verbreitete sich Herr Lehrer Freckmann in einer fesselnden Ausführung über den modernen Unglauben und über die Mittel, denselben wirksam zu bekämpfen. In der anschließenden freien Aussprache wurden ib;oi. m; < -. „ f --7— die Leitsätze des Redners eingehend erörtert und Medizin Professor R o"bK 0 Gr '5er"rn^ "^brer^ .man$e mr Arbeiten und Entdeckungen auf dem Gebiete der

Herrn Lehrers Freckmann ,n der kathol. Pfarret Tuberkulose, in der Physik Professor Lenard- Kafiel demnächst in die Tat umqesetzt werden. Kiel für seine Arbeiten über die Kathoden-

Witzenhausen, 9. Doz. 1905. In hiesigen strahlen, in der Chemie Professor von Bache r- Forsten rechts der Werra tritt das Schwarz- München für seine Untersuchungen über das wild in großen Mengen auf. So sind z. B. Indigo und das Tiphenylmethan, in der Litera- ! Rudel von 12 Stück beobachtet worden, »ur !f!r r n r y s S i e nki e w i c z als Vertreter der Ausrottung dieser für den Landwirt umheimlichen '^eratur. und der geistigen Kultur seines Volkes. Ä «SÄÄ8“ ** 3"

^Homburg, 9. Dez. 1905. Ein rechtes * Sonderbare Schicksale einer Geige. Im Weihnachtsgeschenk ist unserer kath 0- Park eines polnischen Grafen wurde eines Mor- lischen Gemeinde zuteil geworden, ein lang gens der Leichnam eines jungen Mannes ge- gehegter Wunsch ist endlich in Erfüllung ge° ftmden, der sich selbst den Tod gegeben hatte, gangen. Gestern wurden drei Krankenschwestern, Neben ihm lag auf dem Boden eine unscheinbar aus dem Orden der göttlichen Vorsehung in I ousseheiide Geige, welche den Kindern des Gra- Mainz, in ihr neues Heim in der Dorotheen- egeben wurde, diese zerbrachen

strafte einaefübrt Das Schwesternhaus bat • unb fuhren mit ihr tote nut

eingefuyrl. Lias ^qroe|iernt)flU5 yar elnetn Schlitten in der Kinderstube umher. Eine

durch feine unmittelbare Nähe von Kirche und Magd schenkte die alte Geige später einem Stra-

Pfarrhaus eine äußerst passende Lage. Die vor benmusikanten, der sie vorrichten ließ und sich etwa zwei Jahren verstorbene Frau Michou1 m!- 1 " - - • - 1

hatte 50000 Mark zu einer Schwesternnieder- lassung bestimmt, wodurch die hiesige Gründung ermöglicht wurde.

treibjagd hielt Herr Landrat Kammerherr von Keudell gestern in feinem Jagdrevier in der Schwebdaer Gemarkung ab. Die reiche Strecke umfaßte 203 Hasen und 5 Fasanen.

* Kassel, 9. Dez. 1905. Die Einwohner­zahl betrug nach der Volkszählung 120 272 gegenüber 106 034 im Jahre 1900. Es ist also eine Zunahme um 13 Prozent zu verzeichnen. — Im Stadtgebiet sind vorhanden 27 753 Woh­nungen, von denen 1316 leer standen. Nicht mitgerechnet sind bei den leerstehenden Wohnungen die Wohnungen in neuen oder noch im Ban begriffenen Häusern, bereit Abnahme noch nicht ftattgefunben hat. — Die Stadtverordneten

~ Ter diksiahrigc Nobelpreis ist gestern in L-tockholm zur Verteilung gekommen. Der schwe­dische Chemiker Alfred Nobel, der 1867 das Dynamit erfand und am 10. Dezember 1896 zu San Remo starb, bestimmte in seinem Testament beinahe dßn ganzen Ertrag seines auf oO Millionen Frcs. geschätzten Vermögens zu fünf jährlichen Preisen: 1) für die wichtigste Entdeck­ung auf dem Gebiete der Physik; 2) der Chemie' 3) der Medizin und Physiologie; 41 für das in einer beliebigen Sprache verfaßte literarische Werk, das sich am meisten durch hohe ideale Tendenz auszeichnet; 5) für das ordentlichste und wirk- samstc Bestreben zur Förderung allgemeiner Brü­derlichkeit, Aufhebung und Vermeidung der stehen­den Heere und Einrichtung schiedsrichterlicher Tribunale zwischen den verschiedenen Staaten tFriedenspreis). Tie vier ersten Preise werden

mit ihr bis nach Wien durchbettelte. Dort kam sie in die Hände eines berühmten Instrumenten­machers. Dieser erkannte in ihr sofort ein Werk der bekannten Geigenbauer Nicolo und Hyroni- mus Amati. Er verkaufte sie für 280 Dukaten, dann wurde die Geige das Eigentum Donellis, des Anführers der italienischen Nobelgarde, die bei dem russischen Feldzug von 1811 beteiligt war. Fast das ganze Regiment kam um und der Ba-

Di« höchste Temperatur des gestrigen Tages be­trug 7,5« Celsius.

Die niedrigste Temperatur in vergangener Nacht betrug 0,0« Celsius.

Barometerstand vom 9. Dezember, mittags 12 Uhr 755 mm, am 11. Dezember 768 mm.

verlauf der Witterung seit Sonntag morgen (Weilburger Wetterdienst): Das nörd­liche Tiefdruckgebiet hat sich weiter nach Nordosten zurückgezogen. Unter dem Einflüsse des nachdrängenden starken westlichen Hochs setzte gestern Aufklärung ein, oie während der Nacht fast vollständig klaren Himmel und damit auch ziemlich starke Abkühlung brachte. — Da das westliche Hoch sich noch weiter unserer Gegend nähern dürste, so ist für morgen helles und trockene- Wetter wahrscheinlich, dabe» bürften überall Nacht­fröste eintreten.

Boraussichtliche Witterung im westlichen Mittel­deutschland für Dienstag den 12. Dezember 1905: Meist ruhig, vorwiegend heiter, nach kälterer Nacht Tagestemperatur wenig verändert.

Fulda sprach über bie Presse; er warnte ein- 10, De:. 1905. ' Bei der Volks-

drmglich vor den schlechten Büchern, Zeitungen! zählung am 1. Dezember wurden hier 1521 H?? Abschriften und empfahl dagegen gute Einwohner gezählt, das sind 21 weniaer als Schriften su *, Herr Murrer Dr. Kircher bei der Icht.n Z-htunq W is.ftwch L nicht Äs"®'“Ä6 °° »eitn 1600 Ein.

n?1'fatlUi,f^enber' .^"/oniuskalender rc.) einen raschen Aufschwung genommen hat, ist der - Ctc^ Versammlung meibeien sich noch einige | Bau einer katholischen und einer protestantischen iteue „iitglieder zum Volksverein, der fchon seit Kirche mit einem Gesamtaufwand von ca. Zähren hier viele Mitglieder zahlt, an, so daß 250 000 Mk. ins Auae gefaßt. Auch sollen die cy-t sänttliche großjährigen Männer und beiden Logierhäuser „Löwe und Schwan" umge* 3unghnge bei; Warm im fflontamm ftab. baut werden. Um nicht eine Abgrabung der . -^ez. 1905. Ber der Wernarzer Quelle zu riskieren, sind Wiesen im

^sten» hier sta.tgehabten S ladt verordn et en- Gesamtwerte von 180 000 Mk. angekauft worden.

' 2lpotheker Die Kurtaxe soll von 15 auf 5 oder 10 Mark

@buQtb SBiitc unb ^unbcISuiGtin ffülciHGn I cniicifiiQt werben

Siern würben wieber auf beiden Seiten 6 Stirn- * Wiesbaden 9 Der 1905 IxtoUtn Serrn°bSearb' So§ für Altarvercin Überreichte Herr Prälat Dr. Keller

» SÄ®}-> der Präsidentin Fräulein Großmanii, die Eschwcge, 9. Dez. 190a. Eine Feld- bereits dreißig Jahre ihre Zeit und Kraft dem ibiaa b hielt .fien- Pnuhrnt ffnmmwfcorr N-.N Bxreiiw widmet, das von: Papst verliehene Kreuz pro ccclesia et pontifice.

* Weimar, 9. Dez. 1905. Wie sich jetzt herausstellt, sind die gemeldeten Dokumenten-1 diebstähle nicht im Goethe- und Schiller-Ar­chiv, sondern im Archiv des Großherzoglichen Ministeriums verübt worden. Es handelt sich hauptsächlich um Unterschriften von Goethe aus seiner Ministerzeit und um Unterschriften des Großherzogs Karl Auguft.

11. Dezember 1905.

Temperatur 6 Uhr abends:

, 7 , morgens:

„ 12 „ mittags:

Von den schwedischen Akademien verteilt, über den fünften verfügt die norwegische Volksvertretung. Den diesjährigen Nobelpreis erhielten