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wochmdeilage: „Illustrierte Sonntagszeitung"

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Ratati»nrdrnS n Verlag der Fuldaer Ac» tlendruckerei inHulda. Fernsprecher Nr.».

Fulda, Dienstag, den 31. Oktober 190s.

32. Jahrgang.

M 250.

Unter Teil-

Universität halten, während bekanntlich deutsche 1 Hauptträger des Aufstandes scheinen Professoren nach Amerika gegangen sind beim. fein- Die Wahrh« verhielten sich 1

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Die Wcchrh« verhielten sich vollkomuien ruhig. Der Großjumbe Image verteidigte den Aufstieg aus das Uheheptateau und hielt die Station dauernd über die Bewegungen der Aufständischen ans dem Laufenden.

* lieber akademische Wechselbeziehungen hat am Montag vormittag in der Auta der Berliner Universität in Gegenwart des Kaisers der Pro­fessor Peabody von der Harward - Universität gesprochen. Der genannte Gelehrte wird der ans den „Prgfessoren-Äustansch" äbzielenden Anregung folgend in dem jetzt begonnenen Winter-Semester eins Reihe von Vorlesungen an der Berliner

weil der Ausschuß sich als Ausschuß der nicht­konfessionellen Studentenschaft zu gerieren beab­sichtigt. Das Schreiben verlangt, daß der in Aussicht genommene neue Studentenverband kennllich macht, daß es sich nicht um die Ver­tretung der gesamten Studentenschaft, sondern nur um einen Studentenverein handelt; das ist genau das, was der Kultusminister verlangt hat und wenn, wie angetündigt wird, die Studenten der Hochschule eine Protestversammlung dagegen einberufen wollen, so werden sie den, logischen Ver­langen des Kultusministers gegenüber wobl kaum Glück haben.

gehen werden. Der Kaiser zeichnete den Vor­tragenden später durch em längeres Gespräch aus.

„elend" waren die Prädikate, mit welchen man in der Versammlung das Verhalten des Partei­vorstandes kennzeichnete. Es gelangte schließlich eine Resolution zur Annahme, die das Vorgehen des Parteivorstandes und der Preßkommission scharf verurteilt.

* lieber die Unruhen in Ostafrika bringt die ,Nvrdd. Allg. Ztg." Einzelheiten nach den mit der letzten Post eingetroffenen Berichten der Bezirksamtmänner in Lindi und Kilwa und des Stationschefs von Jringa. In denselben wird ausgeführt:

In Lindi hat der Bezirksaintmann auf einer Inspektionsreise noch 14 Tage vor dem Ausbruche des Ausstandes zunächst nirgends Anzeichen von Unruhen gefunden. De» eigentlichen Ausbruch erfuhr der Be-

Der Reichstag ist laut amtlicher Bekannt­machung des ,Reichsanzeigers" zum 28. No­vember d. I. einberufen. Es entspricht dieser Termin der bisherigen Gepflogenheit, denn der Reichstag pflegt, wenn nicht besondere Umstände vorliegen, stets am letzten Dienstag des Monats November einberufen zu werden. In vereinzelten Fällen ist er einige Wochen vorher beziehungs- werse erst im Dezember einberufen worden.

* Zur Fleischnotfrage bringt der ,Reichs- anzeiger" wiederum einen interessanten Beitrag, indem er eine Statistik über Deutschlands Vieh- und Fleischeinfuhr in den ersten Jahren 1905 veröffentlicht. Daraus gebt hervor, daß im letzten Vierteljahr, trotz der winkenden hohen Preise, die Einfuhr von lebendem Vieh und von Schweine-Schmalz erheblich geringer gewesen ist, als im vorausgegangenen Vierteljahr, daß da-

Reichstage zugedachten Aufgaben ist und bleibt aber — ein beschlußfähiges Haus. Ohne die Gewährung von Diäten bezw. Anwesen- h e i t s g e l d e r n ist an ein solches auf die Dauer nicht zu denken. Darum kann man den verbünde­ten Regierungen nur immer wieder raten, endlich eine Forderung zu erfüllen, die fast so alt ist, wie der Reichstag selbst, und das tm Laufe dec Jahre neben feinem materiellen Inhalt „Impon­derabilien" in sich ausgenommen hat, die nicht gut mehr unberücksichtigt gelassen werden können.

Ausland.

* Für den Kriegsfall zwischen Deutschland und England. Die französische Presse benhäfiiqt sich fortgesetzt noch mit der von der ,Frkf. Ztg.' aufgeworfenen Neutralitätsfrage in einem Kriegsfälle zwischen Deutschland und England, und sie stimmt darin überein, daß Deutschland kein Recht habe, eine derartige Frage überhaupt aufzuwersen. Frankreich habe als freie Nation das Selbstbestimmungerecht. Selbst der sonst deutschfreundliche Jaurvs greift den. „kombinierten Absolutismus des Zaren und des Kaisers" an, der Europa bedrohe und der schlimmer iväte als der napoleonische. Der Soziatistenäfef meint, daß Frankreich eine Pflicht habe einzugreifen, ! wenn die Freiheit Europas auf dem Spiele stände. Der Figaro' rerweist auf einen Artikel des deutschen Professors Delbrück, welcher konsta­tiert, daß Deutschland der Sympathien unter den Mächten nicht zu viele besitze und befürwortet aufs neue die Annäherung an England, lvelche zweifellos seit einigen Monaten auch mt nationalisti­schen Lager viele Anhänger Memmen hat. Zu­gleich polemisiert das Blatt gegen die sozialistische Auffassung einer internationalen Entwaffnung. Frankreich müsse eben unter den gegebenen Um­ständen über ein starkes Heer verfügen. Es glaubt nicht an die Wirksamkeit des Kollekiivis- mus als Gegengewicht in einem europäischen Konflikt wie,Jauros'. Auch der Sozialist und Abgeordnete Gerauit-Richard wendet sich gegen die „indiskrete" .Frankfurter Zeitung". Am schärfsten aber zieht der radikale Senator Cle»

Ueberbluft man die sicheren und die mut- mählichen Aufgaben der kommenden Reichs­tagssession, so kann man die Bemerkung machen daß für eine Reihe von Vorlagen, die mit Geld­forderungen, zum Teil mit sehr erheblichen Geldforderungen verknüpft find, bereits die Sicherheit der Einbringung vorhanden ist, während für solche Vorlagen, die wesentlich kul­turellen und sozialen Aufgaben dienen würden, keinerlei Gewißheit existiert. Wir meinen, die verbündeten Regierungen würden den Vorlagen der ersteren Art eine wesentliche För derung angedeihen lassen, wenn sie den Vorlagen und prägen der zweiten Klasse etwas mehr 8mf- uierrtamkert schenken wurden. Die erstere Vorke- ouigung für eine gedeihliche Lösung der dem

* Limburg, 30. Oft. 1905........ ....

z «ahme von etwa 70 Herren aus allen Teilen des Regierungsbezirts Wiesbaden fand dieser Tage im Saale der „Konstantia" eine A u s s ch u ß- sitzung des Nassauiichen Zentrums­wahlvereins unter dem Vorsitze des .Herrn Abgeordneten C a h e n s l h statt, lieber die Ver­handlungen berichtet das Wiesbadener Volks­blatt : Die Schaffung eines Parteisekretariats für Nassau wird mit Freuden begrüßt; die Finanzlage ist zur Zufriedenheit bereits erledigt. — Zur Belebung des Parteilebens wird in nächster Zeit in Frankfurt a. M. eine große Katho­liken Versammlung für den Regierungsbezirk Wiesbaden stattfinden; mit den Vorarbeiten hier­zu wurde eine Frankfurter Kommission betraut. Größere Bezirksversammlungen folgen in Wies­baden, Eltville und Lahnstein. 'Die Petitionen zu gunsten der Konfessionsfchnlen in Nassau haben mehr als 32,000 Unterschriften gefunden.

§ Die (Einberufung Des Reichstages.

Ein Teil des großen Rätsels, als welches die Frage des Beginnes der Parlamentstagung im Reiche ur*. in Preußen in der Presse behandelt wurde, ist? jetzt gelöst. Die Einberufung des Reichstages ist auf den 28. November festgesetzt. Das ist so ungefähr der bisher üblich gewesene Termin, und es zeigt sich, daß die zum Teil zu Angriffen gegen die Reichsregierung verdichteten Erörterungen übet Vrrschleppungsabsichten der leitenden Kreise unbegründet waten. Auch der Zeitraum, bet zwischen bet Veröffentlichung des kirt“£rufung§termin8 und dem Zusammentritt des Reichstages gelassen ift, entspricht bet üblichen Frist von vier Wochen.

W a n n die Arbeiten im Reichshause wieder beginnen werden, wissen wir jetzt bestimmt. Weniger beftimmte Angaben aber lassen sich über den Inhalt und Umfang dieser Arbeiten machen. Das Hauptpensum bet Reichstagssession 19054906 steht allerdings fest. ES umfaßt außer dem Etat die Reichsfinanzreform, eine Flottenvorlage und die Militär- Pen sionsgesetze. Außerdem sind verschie­dene Nachtragsetats für unsere Kolonien angekündigt. Als wahrscheinliche Vorlagen kann man tveiterhin einen Entwurf bett, die neue Maß- und Gewichtsordnung, sowie einen Gesetzentwurf tut Sicherung der Bauhandwerkerforderungen an­sehen. Der erstere hat den Bundesrat bereits Passiert, der letztere beschäftigt zur Zett die zu­ständigen Ausschüsse des Bundesrats. Auch eine Novelle zur Gewerbeordnung ist dem Bundes­räte zugegangen. Ihr Inhalt ist zwar nicht be­kannt, doch nimmt man wohl mit Recht an, daß fte der einen unb anderen Resolution gerecht wer­den soll, die der Reichstag in der verflossenen Tagung zu diesem Thema gefaßt hat.

Ob die angefünbigte NovellezumKran- tc nbetu nasa efetz, die mit anderen I Reformen auch Kautelen gegen den Mißbrauch dec Krankenversicherungsorganifatton durch die Sozialdemokratie bringen soll, dem Reichstage zu­gehen wird, erscheint zum mindesten als ftaglich. Mit Gewißheit muß man dagegen mit bet Wieder­aufnahme bet Handelsvertragsbebat- t e n rechnen, da der Termin des Inkrafttretens des neuen Zolltarifs bezw. der neuen Tarifver­träge die Kündigung der zwischen Deutschland und anderen Staaten bestehenden reinen Meistbe­günstigungsverträge bedingt. Mit dem einen unb . anderen Staate sind bereits neue Abkommen ge­troffen, doch steht eine Einigung mit den wichtig­sten Ländern, speziell mit Amerika, noch aus. Soll es nicht zu einem für beide Teile wenig er­freulichen Zollkriege kommen, so muß ein Ab­kommen erzielt werden, dem dann der Reichtstag ferne Zustimmung zu geben hat. Daß es bei btefer Gelegenheit zu scharfen Debatten kommt, kann als sicher gelten.

Nach allgemeiner Ansicht fei die Erhebung der Wahehe selbst dann nicht wahrscheinlich, wenn die im Felde stehende Kompanie vernichtet würde. Auch die übrigen Stämme des Bezirkes Jringa waren ruhig, namentlich der volkreiche Stamm der Waflangu. Nur die im Osten, m der Ruaha-Ebene wohnenden Wassagara sind auf­ständisch geworden. Der Bericht hätt dies indes für den übrigen Teil des Bezirkes für belanglos. Die Station Jringa ist nach dem Abmärsche der Kompanie noch mit drei Europäern und 50 Askaris besetzt, wozu noch sieben Europäer und über 60 kriegsbrauchbare Händler ein« gezogen werden können. Lebensmittel sind reichlich auf« | gespeichert, so daß die Station sich Monate halten I kann.

■ * Verluste in Siidwestasrika werben seit

einiger Zeit wieder jeden Tag gemeldet. Heute liegt folgendes Telegramm aus Windhuk vor: An, 24. Oktober 1905 im Gefechte bei Gobabis gefallen: Reiter Heinrich Sofien, geb. am 28. Juni 1885 zu Dommelkeim, früher im Husaren- RegimentNr. 1, Reiter Karl Grabomsi, geb. am 10. Juli 1880 zu Gombnow, früher im Füsilier - Regiment Nr. 80, Reiter Hermann Mecklenburg, geb. am 7. Februar 1882 zu Hamburg, früher im Infanterie-Regiment Nr. 83, Gefreiter HeinrichSchrader, geb. am 16. Ja­nuar 1883 zu Hilwartshausen, früher im Pionier- Bataillon Nr. 10. Außerdem: Reiter Alfred Mix, geb. am 28. November 1883 zu Schippen­heil, früher im Pionier-Bataillon Nr. 1, am 25. Oktober 1905 int Feldlazarett 12 Lüderitz- bucht an Typhus gestorben. Reiter Albert Bartsch, geb. am 29. März 1881 zu Frauen­dorf, früher im Infanterie-Regiment 9lr. 24, am 20. Oktober 1905 im Orangeflusse beim Baden ertrunken.

Völlig im Dunkeln befindet man sich gegenüber der Frage, ob die mehrfach angefünbigte Vorlage über die Rechtsfähigkeit der Berufs- Vereine dem Reichstage jetzt endlich zugchen wird. Auch über die Frage der Einführung von Arbeitskammern bezw. eine Vorlage dar­über herrscht noch absolute Ungewißheit

lieber den mutmaßlichen Verlauf der vorstehend Ikizztrten Arbeiten der kommenden Reichstagsses­st".!!. Betrachtungen anzustellen, halten wir für niitHtg. Znxifellos wird schon die Etatsberatung zti Iebhaften A u se-nandersetzungen .lnlaß geben; „Stoff zu solchen liegt genug vor, u"d wenn erst tue kolomalen Nachtragsetats an btc Reche kommen, wirb man sich auf eine grüub- "che Erörterung unserer Kolonia'- politik im allgemeinen gefaßt machen _

Riffen. Als krittfche uub entscheidende Pmckte I der mchtkonfessionellen Studenten verbände un- R-nchsfmanzreforrn unb die schwer vorauszusehen war. Wie auS dem jetzt lunauahme des I veröffentlichten Schreiben hervorgeht, durch das

dürste eigentlich das Schicksal ter kommenl^n Hochschule die Auflösung

Tagung abhängen. In erster Linie von der Fi- des bisherigen Ausschusses der Studentenschast uanzreforrnvorlage; denn diese soll bekanntlich verfügen, ist diese Auflösung lediglich erfolgt, nicht nur der gegenwärtigen Geldnot des Reiches ~"r r cr“=rt r ~IJL"

ein Ende machen, sondern auch für die Bedürfnisse bei- nächsten Zukunft sorgen. Für die „Deckungs- krage bei verschiedenen anderen Vorlagen wird demnach der Ausfall der Finanzreform die Unter- -mit Rücksicht darauf Dürften Regierungen gut daran tun, den wogen bet der Fmanzreform nicht zu straff zu spannen, und namentlich nicht formelle Fragen aufzuweisen, an denen die ganze Sache scheitern konnte.

Deutsches Reich.

Berlin, den 30. Oktober 1905.

(*) Der neue Kulturkampf, der seit Jahren besonders in den Versammlungen des Evange­lischen Bundes, aber nicht minder gehässig auch in zahllosen Broschüren, Zeitschriften und Tages­blättern, die auf ausgesprochen antichristlichem Standpunkt stehen, gegen die katholische Kirche geführt wird, hat auch eine gute Wirkung gehabt. Er hat den Anstoß dazu gegeben, daß man auch im katholischen Lager das Rüstzeug zur Ver­teidigung einer sorgsamen Prüfung, Verbesserung und Ergänzung unterzogen hat. Die Untersuchung und Widerlegung kirchenfeindlicher Verleum­dungen, die Redakteur Ernst H. Kley im Jahre 1900 organisierte, hat immerhin einen Test der gegnerischen Presse vorsichtiger gemacht, jedenfalls aber die Glaubwürdigkeit ihrer Skandalchronik

X Berlin, 30. Ott. 1905. Der Kaiser hat dem deutschen Theater in London eine größere Geldsumme zugehen lassen. — Dem bisherigen deutschen Botschafter in St. Petersburg, Grafen v. Alvenslebe» ist anläßlich feines Ausfcheidens aus dem Reichsdienft der fchwarze Adlerorden verliehen worden. — Zu Reichsgerichts raten sind ernannt der bayerische Oberlandesgerichtsrat Grimm in München uud der württembergische Oberlandesgerichis- rat Romeick in Stuttgart. — Dem Legationssekreiär bei der Gesandtschaft in Tanger Dr. jur. v. Kühl­mann ist der Charakter als Legationssekretär verliehen worden.

* Hamburg, 30. Okt. 1905. Heute nach- mittag 4 Uhr 15 Min. ging der Dampfer „Hans SBoermann" mit einem aus 18 Offizieren und 102 Unteroffizieren und Mannschaften bestehenden Truppentransport nach Deuts ch-Süd west. Afrika in See. Außerdem befinden sich auf dem Dampfer 20 vom Oberkommando ange« worbeue Kesselschmiede und Maschinenbauer, itii in Deutsch-Südwest-Asrika zum Bau und Zu> sammensetzen von Maschinen verwendet werden sollen. Auch viele Liebesgaben für die int Felde stehenden Soldaten sind an Bord.

zirksamtmann etfi Ende August ziemlich weit im Hinter­lande. Ans deni eiligen Rückmärsche nach Lindi traf er dann den nordöstlichen Teil des Bezirkes schon int Aufruhr. Die weitere Ausbreitung wurde größtenteils durch das vorzügliche Verhalten einiger farbigen Lokal­beamten verhindert. Der Hauptteil der Bevölkerung des Lindibezrrkes blieb treu. Bei dem Einschreiten der militärischen Macht hielten die Rebellen nirgends I Stand. Mitte September begannen sie an verschie­denen Stellen die Waffen niederzulegen und um Frieden zu bitten. Weniger günstig sind die Meldungen aus dem Bezirke Kilwa, der überhaupt der Hcerd des Aufstandes zu sein schien. In den Matumbi­bergen war eine Abnahme der Bewegung noch nicht zu spüren. Das Detachement Marwitz halle einige kleine Erfolge. Bereinzelt begannen auch die Rebellen bereits sich zu ergeben, lieber die Vorgänge in Mä­hen g e meldet ein Bericht des Stadarztes Zupitza: Am 1. September langte aus Mahenge die Meldung ein, daß fast der ganze Bezirk im Aufruhr sei. Es soll i schon feit dreiviertel Jahren ein Ueberfall der Station geplant gewesen fein, der jedoch zwei Tage vor dem Ausbruche von einem treu gebliebenen Jamben ver­raten wurde. Daraufhin ging die Kompagnie zum Angriff vor unb schlug Wapigoro Trotz dieses Er folges wurde wenige Tage später die Station selbst von den Aufständischen angegriffen. Der wütende An- stutm wurde nur mit Mühe zurückgeschlagen. Tie

" ~ ---- ' - i die Wabnnga zu

stark erschüttert. „Volkstümliche Apologetik" — d. h. Verteidigung der christlichen und katholischen Wahrheit in einer dem Interesse und Verständ­nis des Laim angemessenen Form — ist geradezu ein Losungswort geworden, seitdem es im Titel der von Ernst H. Kley begründeten Monats­schrift, dem Magazin für volkstümliche Apologetik zuerst hervorgetteten und in wei­teren Kressen bekannt geworden ist. Die 12,000 Abonnenten, die das Magazin für vollst. Apo­logetik in den 3'/, Jahren feines Bestehens ge- wonnm hat, sind der beste Beweis dafür, wie not­wendig die Gründung einer solchen Zeitschrift war. Welche Fülle von Material zur eigenen Belehrung, wie zu Vorträgen u. dgl. diese Zeit­schrift, dre jährlich 12 Hefte von je 40—48 | Seiten zu dem billigen Presse von 3,20 Mk. pro Jahrgang bietet, ihren Les em liefert, tatm hier

I nicht tm einzelnen nachgewiesen werden; mir möchten aus dem laufenden Jahrgang nur sol- 5ende schönen und wertvollen Aussätze hervor­eben: Schiller und feine religiöse Stellung (Prof.

I Feierfeil-Teplitz); Kraft und Stoff (Prälat, Prof. G ut beriet-Fulda); Luther und die Lüge (Dr. N. Paulus-München); Geschichts-

I forschung und Offenbarungsglaube (Domkapitular Dr. Selbst-Mainz); Die Hetze gegen die kath. Studentenkorporationen (Dr. Wurm- Hansberge; Weltordnung oder Welttuuordmmg? (Nn.-Prof. Dr. Pohle); Religionslose Moral (B. Cath- r ein, 8. J.); Die Autorität im sittlichen Leben (Un.-Prof. Dr. S. Weber-Freiburg i. Br.); I Sozialdemokratie und Religion (Dr. O. Thissen- Köln); Die Kirchen und das Kind (A. Zimmer- mann, 8. J.k Tod und Unsterblichkeit (Prof. Dr. Kneib-Mainz); Gegnerische Christuszeng- niffe aus dem klassischen Altertum (Un.-Prof. Dr. Seitz-München); dazu eine große Zahl anderer guter Beittäge von Dörgens, Kley, Recht­schmied u. a. Der kirchenfeindlichen Skandal­chronik soll, wie wir hören, künftig vermehrte Aufmerksamkeit gewidmet werden, aber nur durch­aus hieb- und stichfeste Widerlegungen Auf­nahme finden. Wir wünschen der verdienstlichen Zeitschrift, die in dem rührigen Berlage von Dr. Alba in Ravensburg (Württemberg) erscheint, auch westerhin eine so erfreuliche Entwickelung.

§ Der Konflikt an der Technischen Hoch­schule in Charlottenburg hat eine Wendung ge­nommen, die nach dem häufiger schon erwähnten Erlasse des Kultusministers über die Bezeichnung

gegen die Einfuhr von frischem und einfach zu­bereitetem Rmd- und Schweine-Fleisch weiter gefiiegen ist. Daraus folgert der .Reichs­anzeiger", daß man eine Versorgung Deutsch­lands mit Fleisch in größerem Umfange von der Einfuhr von dem Auslande nicht erwarten kann, mit anderen Worten, daß die „Oeffnung der Grenzen für lebendes Vieh", die von liberaler und fozialdemokratifcher Sette gefordert wird, der „Flesschnot" nicht im Geringsten Abbruch tun würde, denn eine Erleichterung der Einfuhr- Bestimmungen für Fleisch ist noch von keiner Sette verlangt worden. Im einzelnen tut die Statistik des .Reichsanzeigers", daß außer der Rindvieheinstlhr aus Oesterreich auch die Ein­fuhr dänischen Rindviehs jetzt einen Rückgang aufweist. Bemerkenswert ist übrigens, daß nach der Stcttistik trotz der Fleischnot noch beträchtliche Mengen von lebendem Vieh und nicht unbe­deutende Mengen von Fleisch aus Deutschland zur Ausfuhr nach dem Auslande zur Verfügung । stehen. Speziell hat die Ausfuhr von lebendem Rindvieh, namentlich die von Ochsen und Kühen, von Monat zu Monat zugenommen. Das ist I auch ein Beitrag zu dem Geschrei über die in

Deutschland bestehende „Flesschnot".

Der Kladderadatsch im .Vorwärts" zieht wettere Kresse. Die zum 1. April gekündigten Redakteure sind vom Parteivorstande schon jetzt an die Lust gesetzt worden. Eigentlich sind aller- dings nur 5 von ihnen „hinausgeflogen", dem sechsten hat man zugestanden, seine frühere Tätig­kit als Korrektor wieder aufzunehmen, was patürlich gleichbedeutend fein wird mit feinem ! Ausscheiden. Jetzt beginnt die Aera „Stadt­hagen", benn wie in einer Erklärung des Parteivorstandes, in welcher der „Abschied" der! sechs .Genossen" publiziert ist, mitgeteilt wird, soll „Genosse" Stadthagen in umfänglicherem Maße als bisher an der Redaktion teilnehmen, in welche drei neue „Genossen" eingestellt sind. Dieses Vorgehen des Parteivorstandes ist in einer sozialdemokratischen Versammlung in Rix-1 borf nicht nur von einem ber entlassenen Re-1 bafteure, sondern auch von dem Abg. Dr. Subekum, ja sogar von dem Radikalsten der Radikalen, dem Abg. Zubeil, der selbst An-1 gestellter des .Vorwärts" ist, auf das schärfste I mißbilligt worben. Zubeil war es, ber den ,Vorwärts"-Skandal als den größten Schmutz bezeichnete, mit bem sich die sozialdemokratische I Partei bisher besudelt habe. „Erbärmlich" unb

Arstes Matt.

gmr Wegen des Feiertags Aller­heiligen wird die nächste Nummer unserer Zeitung erst am Donnerstag ansgegebe«.