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j.parieBet in Suite. WocfytnbtilagC:,,Illustrierte Sonntagsjeitung"

Zeitung

Monatsbeilage: „gulöaer Geschichtrblätter".

«ttjelgen: Vie ei» fpaltige Petitzeile ode» deren Raum 15 pfg Reklamen die pelitzeik 25 Pfg.; bei wieder Holungen wird entfpr Rabatt gewährt.

Rotationrdruck m Verlag der Suldaer Ae tiendrnclerei in Suita.

Semfpre her Nr. 9.

30 245.

Fulda, Llttttwoch, den 25 Oktober 1905.

32. Jahrgang.

Zweites Alcrtt

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onajern der alten Kathedralen, fo sah man in' schildern versucht; so lange aber unsere Wälder

schastlich reizvolle Gegenden auszuwählen standen haben.

-•cur in wenigen Zügen haben wir die Ent­wickelung des Natursinnes der Deutschen zu

diesem Buche neben den glänzenden Malereien, in denen mit feurig inniger Begeisterung die großen Züge aus dem Leben Jesu und der Hei­ligen dargestellt waren, den Text der Gebote Gcttes und seines heiligen Wortes in schönen Naturgebilden eingerahmt. Alle belebten Wesen würen hier versammelt, um das Lob des Herrn anzustimmen, und Engelsköpfe sproßten zu die­sem Zwecke aus jedem Blumenkelche hervor. Das war die Legende., das Lesebuch der Armen und Einfältigen, das für sie geschmückte Evangelium, die Biblia pauperum! In ihr lasen ihre unschuldigen Augen tausend Schön­heiten, deren Sinn nun für immer verloren ist; Himmel und Erde erschienen ihnen voll der süßesten Wiffenschaft, und wohl konnten sie mit aufrichtiger Stimme singen: Pleni sunt coeli et terra gloria tua!

Wunderbar tritt besonders in der Geschichte der Einsiedler eine übernatürliche Herr­schaft dieser Gottesfreunde über die Tierwelt hervor.

Nicht Krieg sagen sie dem Wild an, sondern Friede und erbarmenden Schutz, ja eine para­diesische Verklärung scheint gleichsam über das Waldleben ausgegossen. Selbst Frauen treibt die überströmende Gottesliebe zur Weltflucht in die grüne Einsamkeit. Diese heiligen „Neklusen" sind Lichtgestalten; sie sind die Gegenbilder jener dunklen heidnischen Wald­frauen „Hagazusen" genannt, wovon die Benennung Hexen kommt.

Am gewaltigsten findet im christlichen Mit­telalter die Liebe zur Natur ihre Ausprägung in der Person des hl. Franziskus, der ja die Sonne Bruder, den Mond Schwester usw. in seinem berühmten Sonnenlicde nennt. Wir können uns nicht versagen, die schönen Worte O z a n a m s darüber hier folgen zu lassen:

„Auch hat das Christentum, so oft angeklagt, die Natur mit Füßen zu treten, den Menschen allein gelehrt, sie zu achten, sie wahrhaft zu lieben, indem es die Weisheit Gottes ins Licht stellte, welches sie erhellt, sie erklärt und sie hei­ligt. In diesem Buche betrachtete Franziskus die Schöpfung, durchlief sie in allen ihren Ab­stufungen, um die Spuren seines Gottes in ihr zu suchen und fand in ihr denjenigen wieder, der in der Schönheit der Geschöpfe über alles schön ist. Er verachtete auch die Kleinsten und Geringgeachtetsten nicht, er erinnerte sich ihres gemeinsamen Ursprungs und nannte sie seine, Brüder und seine Schwestern. Im Frieden mit allen Wesen, gewissermaßen zur ersten Un­schuldszeit zurückgekehrt, floß sein Herz über von Liebe, nicht allein für die Menschen, sondern auch für alle Tiere, die weiden, die fliegen und die kriechen; er liebte die Felsen und die Wälder, die Kornfelder und die Weinberge, die Schön­heit der Fluren, die Frische der Quellen, das Grün der Gärten, die Erde und das Feuer, die Luft nnb die Winde, und er mahnt sie rein und lauter zn bleiben, Gott zu ehren und ihm zu dienen. Wo die Augen anderer nur vergäng­liche Schönheiten erblickten, entdeckte er mit höherer Scharfsicht die ewigen Beziehungen, welche die sachliche Welt mit der sittlichen Ord­nung verknüpften, und die Geheimnisse der Natur wie des Glaubens."

Wohl steht es fest, daß der Natursinn von Urzeit her ein Erbteil der Deutschen ist, wir sehen aber, wie das Christentum die herbe heid­nisch-wilde Naturauffasiung in eine ungleich zartere, seelenvollere umgewandelt hat.

Nicht unerwähnt wollen wir noch lassen, daß schon aus unserem ältesten christlichdcutschen Literaturdenkmal, dem „Wessobrunner Gebet" eine erhabene Naturfreudigkeit weht:

„Das erfuhr ich unter den Menschen als der Wunder größtes, daß einst Erde nicht war, noch der Himmel oben, noch ein Baum, noch ein Berg, daß die Sonne nicht schien, noch der Mond leuchtete, noch das große Meer."

Von seinem Empfinden für Naturschön- heiten zeugt es auch, daß die alten Benediktiner für ihre Klosterniederlassungen so oft land-

Vogel und Pflanzen, alles was der Mensch aus seinem Wege antraf, alles was Leben hatte, war mit dem Zeichen seines Glaubens, seiner Hoffnung bezeichnet. Es war ein weites bleich der Liebe, aber auch der Wiffenschaft, denn alles hatte seinen letzten Grund im Glauben (sagt der Graf v. Montalembert von jenen frommen Zeiten), wo jedem Teile der Natur das Er­innerungszeichen des Himmels, das Merkmal Christi, das Siegel der Liebe aufgedrückt war.

Ja, es hat in der Welt gleichsam ein unge­heueres Buch gegeben (fährt er voll überströ­mender Begeisterung fort), in welches fünfzig Generationen zwölf Jahrhunderte hindurch ihren Glauben, ihre Gefühle, ihre Träume mit unendlicher Zärtlichkeit und Geduld bincingc- schrieben; in ihni hatte nicht bloß jedes Gcheim- ms des Glaubens, jeder Sieg des Kreuzes, son- jede Blume, jede Frucht, jedes Tier u m>Cr !cin geweihtes Blatt. Wie in den a„5n Meßbüchern, wie in den großen Gesang-

Und die gleiche Wahrnehmung können wir bei den Wallfahrtsorten machen, die aus das katholische Volk eine so wunderbare Anziehung ausüben. Denn auf kühlen, stillen Waldpfaden zu einer Gnadenkapelle auf lindenumrauschter Bergeshöhe zu pilgern, Trost suchend und die Seele rein badend vom Alltagsstaub — das ist fürwahr des Volkes echte Poesie.

Die katholische Kirche aber, die immer der Volksseele geheimes Leben verstand, komnit auch heute noch dem Naturgefühl weihend und seg­nend entgegen. Ihre Vollendung findet diese Heiligung im erhabensten Gottesdienst unter dem freien Himmel. Wenn der Weltheiland im Sakrament durch die Fluren getragen wird, dann durchschauert des Göttlichen Gegenwart auch die Natur, heimlicher rauschen die Wald­quellen, feierlicher fingen die kleinen Vöglein, würziger hauchen Blumen und Kräuter den Duft.

Ak MmaMamg der Sriitidjtiiiorimi) och der Giniüfjnifig des Khrislwlms.

Von Jos. Grau.

(Nachdruck verboten.)

IL

lieber dieser dämmernden Anschauungswelt ging nun mit einem Mal die Sonne des Christusglaubens auf, und siehe, der b nte Schwarm der Truggestalten zerstob.

Aber war nun die Natur leer und entseelt gewt den?

Nein! D e r G e i st G o t t e s, der das Anges t der Erde erneuerte, hauchte auch dem Naturs ne des germanischen Volkes neues Leben ein.

Die i t der wilden Natur ringenden Glau- bensboten 'äfften kraftvoll die heilig gehaltenen Bäume. 8t s dem Holze wurden Kapellen ge- zimrnert un i Kreuze, welche die alten Kultus­stätten über - igten. Die nunmehr gottgeweihte Landschaft wq 'd umtönt von feierlichem Glocken­klang, und nn htig erklang die selige Botschaft von jenem einzigenBaume,an dem das Heil der Welt gehangen.

Ehrfürchtig c schlossen unsere Ahnen da Ohr und Seele, herzerquickend mutete es sie an, daß der Erlöser zu der Natur im innigsten Verhält­nisse stand, daß er sie mit liebenden Augen an­blickte.

Und die Elemente selbst hatten ja bei seinem Leben und Sterben Zeugnis abgelegt für seine Gottheit.

Schon bei seiner Geburt war ein Heller Stern am Himmel aufgegangen, reichen Königen den Weg zu weisen. Und als der Gottessohn land- fahrend Gefolgsmannen warb, da hatten sich die Volksscharen auf grüner Berghalde um ihn ge­lagert, und unter freiem Himmel war sein gött­liches Wort ertönt.

Und wie hatte er zu ihnen geredet! Immer in schlichten Gleichniffen, die der s i ch t b a r e n Statur und dem Leben der Ackersleute, Hir­ten, Fischer entlehnt waren: vom Pflügen und Säen und der Beschaffenheit des Bodens, vom Weinstock und Feigenbaum, vom Unkraut und den Lilien des Feldes, von Schafen und Läm­mern und von den Vögeln des Himmels, den Sperlingen und den Tauben.

Kein Wunder, daß diese altvertraute Bilder­reihe in dem einfach-lauteren Sinn der germa­nischen Naturkinder warmes Verständnis fin­den mußte! Gewaltig aber rührte sie des guten Gottes Tod, bei dem durch die Statur eine Er­schütterung sondergleichen gegangen, da die Fel­sen der Erde zersprungen und der Sonne Feuer­baff seinen Schein verloren hatte.

Innig versenkte sich das gemütstiefe Volk in dieses schmerzlichste Geheimnis, und die Phan­tasie rankte ein Blütengewinde tiefempfundene Sagen um das Kreuzholz. Wie die bildende Kunst Sonne und Mond bei der Kreuzigung weinend darstellte, so wurden affe die Got­tesgeschöpfe von Mitleid erfüllt gedacht. Vorab die kleinen Waldvögel hatten den Herrn aus seiner Todesnot befreien wollen. Der Kreuz­schnabel trug den krummen Schnabel, weil er sich abgemüht, die Nägel auszuziehen, das Rot­kelchen sein rotes Brüstchen, weil es mit dem weichen Flaum das rinnende Blut hatte stillen wollen. Und daß die Schwalbe angstvoll umher- schoß und „Kühlt ihn!" zwitscherte und die Tur­teltaube klagend „Kyrie" rief, daß die Espe ruhelos zittert und die Weide trauernd ihre Zweige senkt — alles, alles hatte seinen from­men, tiesinnern Grund.

Sinnig wurde auch die liebe Muttergottes zu Quell und Strauch und zu Blume und Käfer­lein in intime Beziehung gesetzt, und auch zu den Legenden der Heiligen bot die Statur oft den geheimnisvollen Hintergrund. Tieren und Pflanzen erstanden ihre besonderen Schutz­

rauschen und unsere Ströme durch grüne Auen ziehen, wird unser Volk diesen Grundzug seines Gemütslebens bewahren.

* Verein vom hl. Karl Borromäus.

Am 19. Okwber fand im Borromäus-Vereins- hause in Bonn die zweite ordentliche Mit- glieder-Versammlung desVereins vom hl. Karl Borromäus statt. Der Vorsitzende, Pros. Felten, gedachte zunächst des Ablebens des Vereinsmitgliedes Domkapitular D r. P i n g s - mann und erstattete dann den Bericht über dje Tätigkeit des Vorstandes seit der letzten Mit- glieder - Versammlung am 8. Juni 1905. Dem sich hieran anschließenden Berichte des Geschäfts­führers Ignaz Schmitz entnehmen wir folgende Angaben:

Zur Zeit gehören dem Borromäus - Verein 128,500 Personen an, die sich auf 2877 Hilss- vereine verteilen. An die einzelnen Angehörigen wurden an Vereinsgaben 134,335 Bücher ab­gegeben. Für Bibliotheks-Zwecke wurden 104,684 Mk. zur Verfügung gestellt, wozu noch 30,000 Mk. für Einbände kommen, insgesamt also 134,684 Mk. Zu bedauern bleibt, daß bis jetzt noch 230 Vereins vorstände mit ihren Bib­liotheksgaben - Bestellungen im Rückstände sind. Ob die betreffenden Bibliotheken einen so reichen Bücherbestand haben, daß sie der Bibliotheksgaben nicht bedürfen, mag indessen dahingestellt sein. Nach dem Berichte des Redakteurs Herz über im Interesse des Vereins in Elsaß - Lothringen und Hessen abgehaltenen Konserenzen schritt man zur Neuwahl des Vorstandes, wobei sämtliche Mitglieder des bisherlgen Vorstandes wiederge­wählt wurden.

Aus dem im Monat September erschienenen Jahresbericht des Borromäusvereins pro Vereins- jahr 1904 sei folgendes hervorgehoben: Ende Dezember 1904 rählte der Verein 118,406 Per­sonen, die in 2684 Hilfsvereinen organisiert waren. An Vereinsgaben wurden an die Ange­hörigen des Vereins rund 124,000 Bücher ver­abfolgt. Den Bibliotheken der Borromäusvereine wurden 89,500 Mark für Biblioiheksgaben ohne

neuen Rathaufe in Leipzig befindet fick ein reckt ge­lungener Architekt enlcherz. 9!u| dem Ccksims am Portal der Nordtreppe zeigt sich ein gigantischer Kopf, der Steuermoloch, der im Begriffe steht, den armen Bürger zu verschlingen. Nur Kopf und Arme des bedauernswerten Steuerzahlers sind noch sichtbar, den Rest des Körpers hat der Unersättliche bereits mit Appetit verspeist. Der originelle Scherz wird hier viel belacht. Brieg (Schlesien). Weil er „in die ewigen Jagdgründe eingehen wollte", erschoß sich, durch Jn- dianergelchichten verdreht gemacht, der dreizehnjährige Schüler Fritz Großer in Brieg. — Zwickau. Die un­erwartet UnterbrechungetnerkirchlickenTrau- ung fand dieser Tage in Zwickau statt. Eben wollte der Geistliche die heilige Handlung vollziehen, als der Bräutigam nn der Seile seiner Braut ohnmächtig niedersank. Er mußte nach Hause gefahren werden. Hier stellte der Arzt einen Ohnmachtsansall infolge zu enger Halsbekleidung fest. Die Trauung konnte im Laufe des nachmittags in der Wohnung stattfinden Eupen. Bei einer Treibjagd im Herzogenwalde bei Eupen griff ein starker Hirsch einen Förster und zwei Treiber an. DasTierversetzte dem Förstereinenschweren Stoß an den Kopf, die Treiber wurden leichter verwundet. Der Hirsch hatte bei dem Angriff den Hut des Försters mit dem Geweih durchbohrt und aufgelpicßt und wurde mit Der eigentümlichen Kopfbedeckung im weiteren Verlaufe der Jagd noch wiederholt gesehen, abern chl er­legt.—P erlin. EineAu sstel l un gfürd enBau von Arbeiterwohnungen ist am Freitag im Abgeord- netenhaiise eröffnet "worden. Verunstullerin ist die Zentralstelle für Arbeiter-Wohlfahrtseinrichtungen. — In Friedrichsharn bei Berlin sind soeben - im Oktob er — die Ruhebänke frisch gestrichen worden. Im nächsten Frühjahr werden sie, insolge der winterlichen Wilterungsvcrhällnisie natürlich in ihrer Mehrzahl abermals des Neuanstrichs bedürftig sein. Barby a. Elbe. Hier warf der Sturm den Dampfer „Siolonia" gegen das Bollwerk, so daß er stark be­schädigt wurde und sank. Während die Besatzung sich retten konnte, gingen mit dem Schiff 40 Wagen Schokolade unter. Wie hätten Süpmäulchcn sich daran laben können!

* Verhängnisvolle Kündigung. Ein Junggeselle ist mit feiner langjährigen Wirtschafterin unzufrieden und will derselben' kündigen, ist aber in größter Verlegen­heit, wie er ihr den Abschied beibringen soll und be­ginnt daher folgendermaßen: „Marie, zehn Jahrehaben Sie nun für mich gelockt und das Hausregiment für mich, geführt, aber länger geht das nicht, es muß eine Aenderung eintreten und so . . ." Wirtschafterin (ihm schluchzend um den Hals fallend : „Ach, Du lieber Guter, wie gern werde ich Deine Frau!"

* Backfischauslegung. Röschen: „Sag' mal, was versteht man eigentlich unter einem nationalen Un« glück?" — Lieschen: „Nun, zum Beispiel eine verregnete Parade."

Ermland, Kulm und Posen-Gnesen, wo bis jetzt

winter 00.00- 00.00 M., Kansas 00.00 - 00.00 Mark,

8a Plata 18.50-19.50 M„ rumänischer 18.00-19.20

wenig für den Borromäusverein agitiert wurde.

Mainz, Rotlenburg und Straßburg am schwächsten

' L-iraffvurg am schwächsten hiesige, 17.70-18.25 Mk., Pfälzer 18.00-18.50 Mark, Freiburg weift bet zirka Riedgerste 18.20.—18.75 M. Hafer, hiesiger, 15.20 bis

im Verein vertrelen.

1,1 Oo,000 Katholiken nur 3861 Angehörige des

Reklamen- und Anzeigenteil,

Borromäusvereins auf, Rotten bürg bei 650,000 nur 1139, »während Metz bei 488,838 Katholiken deren 2098 zählt, wovon 672 im Vorjahre neu hinzugekommen sind. Bei energischer, zielbewuß­ter Agitation in den einzelnen Diözesen müßte, wie aus obigen Zahlen klar hervorgeht, der Borromäusvetein die Mitgliederzahl bald ver­doppeln.

dann folger Köln, Paderborn und Trier. Von den kleineren Diözesen stellen das größte Konti-

Berechnung der Einbandkoften zur Verfügung gestellt.' Außerdem kamen für außerordeniliche Büchergaben an die Bibliotheken von Borromäus- Derrinen, Arbeiter-, Gesellen- rc. Vereine noch über 4000 Mk. zur Verwendung. Trotz feiner segensreichen Wirkst mkeit ist jedoch der Borro­mäusverein tu den einzelnen deutschen Diözesen sehr ungleich verbreitet. Die metfien Vereins­angehörigen weisen die Diözesen Köln (38,574), Münster (20,150), Paderborn (15,887) und Trier (14,866) auf. Am bedeutendsten hat der Verein zugenommen in den Diözesen Köln 3848h Münster (1845), Paderborn (1507), Trier (1281), Breslau (1077) und Metz (672).

Eine Gegenüberstellung der Zahl der Katho­liken in einzelnen deutschen Diözesen und der Angehörigen des Borromäusvereins ergibt fol- gendes interessante Resultat: Kö>n hat 2,527,923 Katholiken, davon 38,574 Angehörige des Borro­mäusvereins ; Breslau 2,658,500 Katholiken (darunter allerdings viele Polen), davon 5319; Münster 1,071,387 Katholiken, davon 20,150; Paderborn 1,238,349 Katholiken, davon 15,887; Trier l,100,l >00 Katholiken, davon 14,866. Verhältnismäßig die meisten Teilnehmer am Borromäusvereine weist also unter Den großen

Marktberichte.

• Frankfurt a. M., 23. Okt. 1905. Am heutigen Wochemnarkl machte sich für einheimische Brotfrüchte im Angebot größere Zurückhaltung geltend. Bei be­schränkten Umsätzen wurden die erhöhten Forderungen

Diözese Münster auf;

vermischtes.

)( Kleine Nachrichten. Düsseldorf. AufdemGraf

Literarisches.

Sprnchwörterbuch. — Herausgegeben von Franz Frei­herrn von Lipperheide. Berlin W 35. Voll­ständig in 20 Lieferungen ä 60 Pfg.

Dieses Spruchwörterbuch wird über 30,000 ©teUcn bringen; es vird die maßgebenden Sprüche aller Zeiten und Nationen, vom klassischen Zitat bis zur Bauern­regel, nach Begriffen alphabetisch geordnet, enthalten Was auf den verschiedensten Gebieten menschlicher Lebensweisheit verkündet worden ist von Dichtern und Denkern, was ans dem Volke herausgeboren wurde, soll hier in einer umfassenden Weise vereinigt werden. So bietet allein die vorliegende erste Lieferung 1418 Stellen; über den Begriff „alt" und „Alter" sind nicht weniger als 120 Sprüche zusammengetragen. Von jeder einzelnen Stelle ist die Herkunft angegeben, also: Verfasser, Titel des betreffenden Werkes, Entstehungs­jahr, bei. Dramen Akt, Szene, spreckende Person, bet- bekannten Opern und bergt. Ort und Tag der ersten Aufführung, bet vielen Gedichten und Liedern selbst Monat und Tag der Entste ung. Die Anordnung dieses reichhaltigen Werkes ist übersichtlich, der Preis billig.

16.25 M , bayerischer 15.25—16.50 M., russischer 15.00 bis 17.25 M., rumänischer 14.75—16.25 Mk., amerika­nischer 15.40-16.00 M , Mais (Mixed) 13.40-13.75 M., Donaumais 00.00—00.00 M, La Plata 13.45—13.60 Mark, russischer 00.00—00.00 M. Alles per 100 Kilo netto effektiv loco hier. — Mehl fest. Es notiert je nach Qual.: Weizenmehl, hiesiges, Nr. 027.50 bis 28.50 M., feinere Marken 29.50-30.00 M., Nr. 1 25.50—26.50 M., feinere Marken 26.30—27.00 Mark Nr. 2 24.50—25.00 M., feinere Marken 25.50—26.00 Mark, Nr. 3 23.25—23.50 Mk., feinere Marken 23.75 bis 24.00 M., Nr. 4 20.00—20.50 M., feinere Marken 21.75—22.00 M. Roggenmehl, hiesiges, Nr. 0 24.25 bis 24.75 M , Nr. 1 21.75—22.25 M., Nr. 2 17.50 bis 18.50 M. Alles per 100 Kilo inkl. Sack. — Fulter- artikel unverändert. Weizenschalen 4.70—4.90 Mark. Weizenkleie 4.90—5.20 M., Roggenkleie 5.75—6.00 M., ' Futtermehl 6.75—7.75 M., Biertreber, getrocknet, 5.90 bis 6.10 M. je nach Qualität. Alles per 50 Kilo netto

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Bistümern He

Adolfplatze wurde ein Kaufmann von einem Auto­mobil überrannt und fchwer verletzt. Ohne sich um ihr Opfer zu kümmern, fuhren die Automobilisten in fchnellem Tempo davon, doch konnte die Nummer des Wagens sestgestellt werden. — Weißenfels. Ihr 875jähriges Jubiläum feierte am letzten Sonntag die Fischerei-Innung in Weißenfels, wohl eine der ältesten Innungen in Deutschland. — Kottbus. Di» aerichtl'che Vvrnnterfuchung des ©premberget t Eisenbahnunglücks ist nunmehr abgeschlossen.' Die Anklage richtet sich gegen den Stationsafsistenten Slulljus und die Weichensteller Schmidt und Wiede- i mann Die Verhandlung findet in Kottbus statt. — 3 k M urnau (Oberbayern). Einarmer Reicher machte 1 L in Murn au feinem Sieben ein Ende. Obwohl er M ein Vermögen von mehr als 100GOO Mark fein eigen nannte, erhängte er sich in dem Wahne, mit feinem ,-f Geloe nicht me.fr auszukommen. — Leipzig. Andern

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