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eitung

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monatsMiage: „gufoaer GeschichtrblStter".

32. Jahrgangs

Fulda, Samstag, dm 19. August 1905.

«otationrbrnS «. Verlag ber Mbaer Ao- tienbrnckerei in Znld« Zernsprecher Nr. 9.

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Wochenbeilage: „Illustrierte Sonntagrzeitung"

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in diesem Jahre dazu berufen ist, in seiner Metropole dem 52. Katholikentag eine gastliche Stätte zu bieten, so mag der Stolz auf die Heimat die Brust des Elsäfsers, soweit er sich zu unseren Glaubensbrüdern zählt, um so höher schwellen lassen. Und seinen Stolz teilen wir, denn Elsaß und sein Schwesterland sind Lieb­lingskinder des deutschen Volkes. Daher hat die Einladung des Komitees zur Teil­nahme an der Straßburger Katholikenversamm- hing in allen deutschen Gauen den lebhaftesten Widerhall gefunden und um diesen nur mit einem Worte zu kennzeichnen, sei hier hervor­gehoben, daß allein an dem am Sonntag statt­findenden Arbeiterfestzug nicht weniger als 32000 deutsche Jünglinge und Männer teil­nehmen werden. Das ist eine Zahl, wie sie bis-

noch nicht erreicht wurde, eine Zahl, von selbst gegnerischer Neid zugeben muß, daß sie imponiert an sich, daß sie aber noch mehr imponiert, daß diese Männer der Arbeit aus freiem Antrieb ihre Sonntagsruhe opfern und in teilweise strapaziösen Eisenbahnfahrten Straß­burg aufsuchen, um Zeugnis für ihren Glauben abzulegen und dann unverzüglich zu ihrer Arbeit zurückzukehren. Aber nicht nur im Inland, sondern auch im Ausland, namentlich in Oester­

reich, der Schweiz und in Luxemburg, das seinen Bischof entsenden wird, hat die Straßburger Tagung eine innige Teilnahme geweckt, wie aus den zahlreichen Anmeldungen hervorgeht. Diese Teilnahme bekundet sich auch in den zahlreichen bisher eingegangenen Dankschreiben auf die Einladung des Komitees. Aus nicht weniger als 21 deutschen und 14 österreichischen Diözesen liegen solche vor. Auch der Umstand, daß am Mittwoch bereits 1900Mitgliedskarten ver­kauft waren, läkt darauf schließen, daß die Straßburger Tagung nicht hinter den gehegten Erwartungen zurückbleiben wird. Am Sonntag werden 38 Extrazüge, davon 26 aus Elsaß- Lothringen, den gewaltigen Andrang zu bemeistern haben. Da bei demselben die Kirchen überfüllt sein dürften, ist für die diesjährige Tagung die sinnige Neuerung getroffen worden, daß in der Festhalle eine hl. Messe am Sonntag ge­lesen wird. An der Spitze des Arbeiterfestzuges werden in geschlossenem Zuge in Landauern die Fahnen sämtlicher deutscher Stamme voraufgefahren werden. Jeder Landauer ist be­setzt von drei Herren und zwei weißgekleideten Mädchen. Im Zuge selbst werden 73 Musik­korps, gestellt von ganz Elsaß-Lothringen, unter­gebracht werden. Welcher Kontrast zu dem Jahre 1629, wo in Straßburg das hl. Meßopfer „ab­geschafft" wurde!

„Ich schwitze und friere zugleich, wenn ich daran denke, wie wir die vielen Leute unter­bringen sollen" — schrieb mir neulich ein sehr verdientes Mitglied des Lokalkomitees. Die Unter­bringung jener gewaltigen Menschenmasse mag allerdings dem Komitee nicht geringe Sorgen ge­macht haben, aber die Lösung dieser Frage ist glänzend gelungen. In 9 Parallelversamm­lungen wird je ein Arbeitersekretär und em Geistlicher zu den Arbeitern sprechen. Das ist in der Geschichte der Katholiken-Versammlungen, so großartig sie ist, bisher noch nicht dagewesen! Diese Versammlungen finden statt in der Fest- halle (Vorsitzender Graf Droste-Vischering), im Sängerhaus (Pfarrer Forschner-Mainz) Exer­zierhalle (Amtsgerichtsdirektor Giesler- Mamcheim), Alter" Bahnhof (Prälat Dr. Schädler), Aubette (Reichstagsabgeordneter Rötling er), Markthalle (Rabenbrücke — Dompfarrer Fe cher-Mainz), Reunion (Reichs­tagsabgeordneter Tr. Fehrenbach), bischöf­lich es Gymnasium (Tilly-Metz), Priester­seminar (Landesgerichtsrat Gröber). Von Interesse ist es, daß die Versammlung im alten Bahnhof in einer Halle tagt, die von einer Seite offen ist und daß die Versammlungen im Gym­nasium und im Priesterseminar im Freien s'att- finden. Für den Fall, daß es am Sonntag regnen sollte, hat man Fürsorge getroffen, daß der Redner vom Hofe beider Gebäude zu den in ihnen versammelten Arbeitern sprechen kann. Die Themata in den Parallelversamm langen behandeln ziemlich den gleichen Gegenstand.

Der Arbeiterfestzug erhält noch dadurch eine besondere' Bedeutung, daß er an einer an der Südseite des Münsters, also am denjenigen Portal, durch welches man zur astronomischen Uhr gelangt — errichteten Estrade, auf der der Bischof und der höhere Klerus ver­weilen, defiliert.

Z«r 53, Ge crrt-Vcrs^.'N nl«m»

schon Heimat ahnet. Mit dem Ausdruck des Stolzes, ein Kind des Elsaßlandes zu sein, hat sich der Dichter zum Dolmetsch der Gefühle der qeiamten elsässischen Bevölkerung gemacht und wenn das vom Dichter besungene „schöne Lanv ,

„Wo noch Glaube wohnt in der Menschenbrust,

„Wo das Herz noch kennet edle Lust;

„Wo um Gotteslohn jeder fich bewirbt

„Und die wahre Tugend nicht erstirbt —

52. kMralvnstnmIiW der Katholiken IeuWM ja Archbirg i. 6.

cpc. Straßburg i. E., 17. Aug. 1905.

(Nachdruck verboten.)'

Den W o e rl s ch en „Führer durch Straßburg", den das Lokalkomitee für die diesjährige Katho­likentagung statt einer besonderenFest schrift seinen Gästen gewidmet hat, ist ein Gedicht G. Rom in- gers vorgedruckt, das eine tiefe Liebe zur elsässi-

Deutsches Reich.

Berlin, den 18. August 1905.

* Kardinal Fürstbischof Kopp über bk Gnesener Kaiserrede. Auch bei dem Festmahle, das sich an die Konsekration der Siebfrauen« kirche in Berlin anschloß, ist der Kaiserrede in Gnesm gebt cht worden. Stach dem Bericht eines Teilnehmers sprach der Kardinal Kopp fol­gende Worte:

Aus hohem Munde sei in diesen Tagen mitgeteilt worden, wie der hochselige Papst Leo XIII. sich bei Seiner Majestät dem Kaiser für die Kaisertreue der preußischen Katholiken verbürgt habe. Freudig be- wegt habe er, der Kardinal, diese Mitteilungen ausge­nommen als einen Nachklang der freundschaftlichen Beziehungen des großen Leo XIII. zu unserem erlauchten Monarchen, und in seines Herzens Tiefen die Hoff­nung anklingen hören, daß diese Beziehungen auch künftig fortbestehen werden.

Er aber, der Festredner, habe die Ueberzeuguna, daß die preußischen Katholiken einer solchen Bürgschaft nicht bedürften. Sie trügen sie in ihrer eigenen «ruft In ihrem Innern riefe die Stimme Gottes, die Stimme ihres Gewisfens, sie fort und fort zur Kaisertreue, und freudig und willig folgten sie dieser Stimme unter allen Verhältnissen, in guten wie in bösen Tagen, ob sie geliebt oder angefeindet würden. Stets seien sie bereit, Gut und Blut, Leib und Leben hinzugeben für Kaiser unb Reich nach des Apostels Wort um des Ge- wiffens willen, und niemals ließen sie sich eine Ge­legenheit entgehen, ihre Liebe und Anhänglichkeit gegen ihren erhabenen Monarchen offen und begeistert zu bezeugen. Eine solche Gelegenheit sei auch heute ge­geben, wo sie zur Nachfeier eines Festes vereinigt seien, dem Se. Majestät der Kaiser durch Entsendung des erlauchten Sohnes eine so huldvolle Teilnahme gewidmet habe . . .

Auch diese Worte werden den preußischen Katholiken wohl aus dem Herzen gesprochen sein.

* Aus dem Kabinett der Kaiserin soll vor kurzem die Original-Partitur einer Sin- so nie mit Doppelchören „Finsternis - Licht" des Musikdirektors August Oes er zu Charlotten- bürg verschwunden fein. Das Werk war der Kaiserin durch die Großherzogin Elisabeth von Oldenburg empfohlen worden, und der Komponist hatte es an das Kabinett der Kaiserin geschickt. Dort ist es nun auf unerklärliche Weise ver- schwunden. Herrn Oeser sind bereits als Ent­schädigung vorläufig 1000 Mk. ausbezahlt worben. So berichtet die ,Tägl. Rundschau'.

* Die Erhebung von Berbrauchsabgaben durch die Gemeinden auf Getreide, Hülsenfrüchte, Mehl und andere Mühlenfabrikate sowie auf Backwaren, Vieh, Fleisch, Fleischwaren und Fette ist bekanntlich durch das neue Zolltarifgesetz vom 1. April 1910 ab ausgeschlossen. Der Reichs­tag hat den Gemeinden eine so lange Frist ge­gönnt, damit sie die entsprechenden Aendemngen ihrer Steuerordnung mit Muße vornehmen können. Die an dieser Gesetzesbestimmung interessierten Städte und Gemeindenscheinenaber vielfach zu glauben, sie könnten an der Aus­hebung der städtischen Oktrois noch vorbeikom­men. Denn wie der ,Frankf. Zig/ aus Mann­heim berichtet wird, werden die Vertreter der an der Wiederbeseitigung des § 13 des Zolltarifge­setzes vom 25. Dezember 1902 interessierten Städte und Gemeinden unter dem Vorsitze des Oberbürgermeisters Beutler (Dresden) am 18. September ds. Js. in Mannheim zu einer Beratung zusammentreten. Es wird beabsichtigt, in einer an den Reichstag zu richtenden Petition folgenden Antrag zu stellen:

Der Reichstag wolle bei den verbündeten Regie­rungen beantragen, daß die in § 13 des Zolltaris-

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Sem Sollte enlftmnml.

Nach dem Amerikanischen der Mrs. May Agnes Fleming erjäblt von Lina v. Berlepsch.

>] (Nachdruck verboten.)

„Sie sind aber doch da," behauptete die Kleine mit der Beharrlichkeit eines Galiäi.

Mit zornigem Blick rauschte die Herrin vom Schaukelstuhl empor und trat an's Fenster. Dicht von Schnee angeweht, gestattete aber dieses keinen Durchblick.

„Kommen Sie, kommen Sie an die Türe!" meinte schüchtern die Dienerin. Und mit dem Schritt eines eisenbehusten Drachen begab ftd) Miß Jerusha nach der Küchentüre, und spähte hinaus. Ein boshafter Windstoß trieb ihr eine Flut pröckelnder Schneekörner ins Gesicht und blendete sie momentan.

Nur momentan, denn Miß Jerusha Gloria Anna Skamp nahm es selbst mit den Elemen­ten auf.

Die Augen mit der Hand schützend, versuchte sie das Düster der Nacht zu durchdringen.

Was sie sah, bewegte sie eben so sehr, als hatte der Hades einen seiner Schatten ihr entgegen­geschickt. Auf der schneeverwehten Straße lief ein Streifen rötlichen Lichtes hin, — auf der öden, einsamen Straße, wo nur ihr Haus stand, und außerdem die Ruine eines alten Gemäuers, in dem es nach dem Volksglauben spukte.

„Wahrhaftig", rief sie, trat in’8 Haus zurück und riegelte hinter fich die Türe zu, ,,S' ist je­mand im roten HauS. Wer mag’8 fein? Nun, jemand, der sich vor dem Unwetter geflüchtet; wenn er nur mich in Ruhe läßt! Meinetwegen I wenn er kommt, heißt's eben, dort hat der Zimmer­mann das Loch gemacht."

Mit solch menschenfreundlichem Entschlüsse sah sie sich nach dem Abendbrode um.

„Hab' ich's nicht gesagt? nichts ist fertig 1 Kein Wasser kocht, kein Tee ist aufgegossen. Wo ist denn die Faulenzerin wieder?"

Mux schlich seitwärts aus dem Bereich der knöchernen Hände, näherte sich aber unwillkürlich mit raschem Satze, als lautdröhnendes Pochen gegen die Haustüre erscholl.

„Was war das?"

Der Schnee schlug gegen die Scheiben, stütz- nend erhob sich des Windes Stimme. Miß Je­rusha horchte.

Lauter wiederholte sich das Pochen.

„Der Geist!" winselte Mux, „der GeistI ich gehe nicht. O Miß Jerry, ich gehe nicht!"

Mit kräftigem Ruck hatte sich diese losgemacht von den Händen, die ihren Arm umklammert hielten und schritt der Türe zu.

„Wer ist draußen?" fragte sie drohend.

Wiederholtes Pochen, keine Antwort.

„Wer ist draußen?" rief sie scharf.

„Ich bins", entgegnete eine dünne Stimme.

Eine Kinderstimme, wie es schien.

Miß Jerusha aber pflegte vorsichtig zu Werke zu gehen.

„Was willst Du?" fragte sie weiter.

„Bitte, machen Sie auf, es ist so falt . . ." wimmerte es; ein Windstoß erstickte die stehen­den Worte.

Jerusha war eben nicht feige. Sie bewaffnete sich in der Eile mit der Feuerzange, — wer weiß, wozu es nutzen konnte? Dann öffnete sie die Türe.

Zugleich mit einer tüchtigen Schneewehe trieb der Sturm einen kleinen dummen Jungen herein.

Die alte Jungfer schloß hinter ihm die Türe, legte die Hände in einander und betrachtete den unertoarteten Ankömmling. Auch Mux hatte sich von ihrem Schrecken so weit erholt, daß sie mit offenem Mund und weiten Augen den zittern­den Knaben anstarrte.

Elend sah er aus, der vierzehnjährige Junge im verschlisfenen beschnetten Anzug. Hungrig und halt erfroren mußte er sein, denn feine Zahne

klapperten und die blauroten Finger waren steif vor Kälte.

In starrer, grimmiger Ruhe betrachtete ihn Jerusha. Er aber hob ein paar dunkle, große, seelenvolle Augen zu ihr empor.

„9tun?" begann sie endlich, ihn von oben bis unten messend, „was wünscht der junge Herr, wenn man fragen darf?"

„Bitte, kommen Sie mit zur Mutter; sie ist

krank."

„So—o—o — sonst nichts? Hab' ich nicht ge­sagt, es nähme mich nicht Wunder, wenn jemand käme? Da haben wir's. Nicht einmal sterben kann Einer, ohne daß ich durch Dick und Dünn wate, um zu helfen. Und wenn es recht stürmt, muß'sicher ich hinaus und mir ein Reißen holen durch alle Glieder. Wer ist denn Deine Mutter, junger Mensch? fuhr Jerusha fort und ging von ironischem Ton in den eines Inquisitors über.

„Sie ist unsere Mutter", antwortete der arme Junge mit mehr Einfalt als Verstand, „und sie ist so krank, sie stirbt dort im alten Haus."

Wieder suchten die dunklen, tränennassen Augen das harte Gesicht der alten Jungfer. Des Knaben Lippen bebten, krampfhaft hob sich die Brust und er machte gewaltige Anstrengung, das ihn erschütternde schluchzen niederzukämpfen.

Mutiges Kinderherz, daß Du Dein Weh zu erfüllen suchst, um dieser Gorgone nicht die Lust zu nehmen, der Mutter zu helfen in der Not!

Ruhig und kühl blickte Jerusha auf den armen Jungen. Trotz des verhungerten Aussehens war er hübsch, sie aber mochte hübsche Leute nicht leiden.

„Wie kommt Deine Mutter in das alte Gemäuer?" fuhr sie im Verhör fort, „'s ist ja kaum gut genug für einen Hund."

„Wir haben keine andere Wohnung.'

„Richtig; hab's gleich gedacht: Herumstreicher, Vagabunden," entgegnete Miß Jerusha bitter, „mach', daß Du fortkommst, ich unterstütze keine Bettelleute und bei mir ist auch fein Wirtshaus.

So, — jetzt gehe!"

„£) kommen Sie mit!" flehte der Knabe, „wir

sind feine Bettelleute. Meine Mutter war nur so müde und frank, daß sie nicht weiter konnte, nun stirbt sie dort ganz allein und niemand tft bei ihr, als Iva. O bitte, helfen Sie!"

Die Stimme wurde laut und beinahe wild in der Angst des Flehens.

Momentan fühlte fich Jerusha bewegt, da er­hoben sich Bilder von Betrug und Missetat in ihrem Geiste und im Herzen wurde es wieder kalt und starr.

„Nein, nein, nein!" rief sie ärgerlich, „ich gehe nicht. Deine Mutter hat wohl nut, was sie verdient, sonst ginge sie nicht auf eine solche Weist zugrunde. Marsch, fort mit Dir!"

Mit heftigem Ruck wurde die Tür aufgenssen und der hagere Finger wies hinaus in die schwarze, falte, stürmische Nacht.

Stumm wandte der Junge sich zum Gehen; ein langer, vorwurfsvoller Blick fiel aus den trau­rigen Augen auf Miß Herusha. Da schloß ote Türe sich hinter ihm und flirrend flog der Riegel vor.

„Gesindel! Landstreicher!" fnurrte die alte Jungfer, „peitschen sollte man sie, wo man sie trifft; nun, er ist fort und gerupft bin ich nicht worden diesesmal."

Ja, Jerusha, er ist fort, wann aber wird jener letzte lange Blick verschwinden aus Deiner Er­innerung?

Wie ein Gespenst steht er vor ihr, während sie unmutig in die glimmenden Kohlen schaut. Ueber- all glaubt sie ihn zu gewahren, den flehenden, hungrigen, angstvollen Blick, überall sieht sie deS fremden Kindes bleiches, zitterndes Gesicht.

Aber hatte sie denn nicht recht gehabt? Konnte sie dem hergelaufenen Jungen glauben? Hätte nicht Jedes fo gehandelt?

Je mehr sie aber mit fich parlamenherte, um fo unruhiger wurde es in ihr, und wie es häufig geht, äußerte fich die Unzufriedenheit mit fich selbst durch allerlei Beweise des Mißfallens gegen ihre Untergebenen: Mux und Mieritz. Nachdem sie erster, geohrfeigt und letztere unsanft auf