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gulöaer W Zeitung

ZlLm= ..Zlluttrierie Sonntagrzeitung" .Lnldaer GeschlchMAt«^

Anzeigen: vir ei» fpelHgt yrtttzeN« «Hs deren Henm 15 W «eNamendiePettt^ks 25 pfg.r bei Mrd«- Holungen wird enth» Rabatt gewährt.

Druck und Verl», Hs Fuldaer ÄctiendruSere! in Fulda (Harmonie) Fernfprech« M. 9.

32. Jahrgang,

Fulda, Donnerstag, den 20. Juli 1905.

M 163.

.Deutsche LigrSziitung' meint weiter: „Haben 11 bettn die Urheber diese« Bündnisses sicht darüber ' nachgedachl, welches Qranium von Aasehen ftt . vor der ganzen gebildeten Welt rinbüße», wenn * 1 le ihre Grundsätze praktisch in ihr S genteil orr> ehren? W-» bleibt da di« Selbstachtung?- Diel .Deutsche Tageszeitung' soll» nach allem, waS wir oben von Ibt angeführt haben, die Sorge um „die Grundsätze und Se-bftachtu'g des Zen- trnm« getrost berufenen Lrut.n überlasten.

* Die Bevölkernug de-DerUsche« Neichs hat nach der Schätzung des Katf«l.ch-n Statt f.ischen Amis im tausenden Jahre 60 Mil- klonen überschritten Nach dem Stmiftttchen Jahrbuch ist d>.e mnltre Bevölkerung deS Ich es 1905 auf 60,164,000 Köpfe geschätzt gegen I 59 364,000 im Jahre 1904 und 58,569,000 im Jahre 1903. Von 1903 zu 1904 hätte hiernach die Bevölkerung um 795,000 und von 1904 zu 1905 um 800.000 zugenommen Die am 1. Dezember d. I. stattstuvende Bolk-zählung wird »her, wie weit das rechnungsmäßige Ergebnis von dem wirklichen abweicht. Erheblich wirs, so schreibt die ,Vost. Ztz', der Unterschied nach den Ersahrunaen bei den früheren Volkszählungen irdenfalls nicht sein. Die 50. Million überschritt | bi* Einwohnerzahl Deutschlands im Jahre 1892; 1870 betrat die Bevölkerung deS hrutigen Deut- scheu Reichs 40,8 Millionen, 1855 36 1, '1816 24,8 Millionen. Ma» ka»n ungefähr berechne», daß stch die Bevölkerung deS Reichs seit 72

; Jabren vr-doppelt Hot.

*# Der .Reichsanz.' bringt eine Statistik i über die Ausgabe von Jagdscheinen in der Z-.it vom 1. April 1904 bis 31. März 1905. , Danach find in Preußen 151,282 Jahres Jagd­karten und 22,647 Tages-Jagdkarten ausgegeden

Auf's Geradewohl begann man sorgfältig beit Schutt bei Seite zu räumen, und kaum hatte man die ersten mächtigen Schollen entfernt, als der Kopf Adalberts marmorbleich, mrt geschlossenen Lidern, sichtbar ward. Mit vieler Muhe gelang es endlich, seinen leblosen Körper vollends aus dem Schutt zu befreien. Aeußere Verletzungen waren nicht wahrzunehmen, und Doktor Ehrhardt, der ängstlich nach seinem Pulsschlag forschte, rief freudig: „(Sott sei Dank, er lebt.

Dann half er selbst, ihn behutsam dre Letter hinauftragen, bettete ihn oben saust aus tat Rasen, gab feinem Vater und Herrn Brand die nötigen Anweisungen, um ihn wieder zum Leben ! zurückzurufen, und stieg darauf wieder hinab, um sich nach Habesch umzusehen.

Die Arbeiter hatten inzwischen dessen zer­schmetterten Körper unter einem Berg von Trüm­mern hervorgezogen.

„Er ist tot," sagte der Forster mitleidig 8U bem erschütterten Ehrhardt. - Der Leichnam des ar­men Professors ward nun auch vorsichtig ttt ow Höhe geschafft und neben seinen Sreunb gelegt

I worauf der junge Doktor nochmals den Zustand I der beiden auf's Sorgfältigste untersuchte.

I Habesch mutzte wohl tot fern — autz^r einer Menge sichtbarer Verletzungen: mehrere Wunden

I am Kopf, dem Bruch des linken Armes und un» I zähligen Quetschungen _ schien auch ein innere»

I Organ beschädigt zu sein.

Bei Adalbert, der in dumpfer Betäubung da* lag, konnte man ebenfalls nichts fessttellen; e» schien jedoch, als ob das Gehirn vielleicht eine töt- liche Erschütterung erlitten.

„Vor allen Dingen," sagte Ehrhardt, „müssen Tragbahren herbeigeschafft werden;" denn bter können wir die Unglücklichen nicht lassen. Iw denke, wir benachrichtigen auch unfern alten Dir«- tot von dem schrecklichen Vorfälle. ?). 'st nächste Mofeldorf, und im stillen Landtzaufe wäre . Adalbert am besten aufgehoben Daß an dun . armen Habesch noch etwas zu heilen ist, glaube ich ! kaum."

als man jetzt Bedenken äutzerte, sich ohne jede Vorsichtsmaßregeln da hinein zu begeben, kam er näher. t .,

„Diesen Gang kenne ich", versicherte er; „ich | habe ihn kürzlich als Zufluchtstätte bei einem Ge- Witter benutzt; er ist so hoch, datz em Mann auf­recht darin stehen kann. Bei der schwachen Be­leuchtung eines Zündhölzchens glaubte ich sogar, Fresken an der Wand zu erkennen. Gefahr ist beim Hinabsteigen keine zu befürchten."

„Nun, dann wollen wir auch nicht mehr langer zögern", sagte Habesch ungeduldig und zündete I die mttgebrachte Laterne an.

„Lassen Sie doch lieber erst Waldburg, der nut dem Terrain bekannt ist, allein hinabsteigen, Herr Profesior", bat Ternau eindringlich.

„Seien Sie ohne Sorge", lächelle Habesch; „ich werde mich wahrscheinlich ebenso leicht als dieser in dem alten Gemäuer zurechtfinden."

Der gute Ternau mutzte wohl ein Waidmann von etwas ängstlicher Natur fein, denn als Habesch seinem Freunde Adalbert in den unterirdischen Gang folgen wollte, suchte er mit aller ihm zu Gebote stehenden Beredtsamkeit ihn davon abzu­halten, erreichte aber nur, datz der Profesior fast ernstlich böse ward und nun erst recht auf fernem Vorhaben bestand. Als er ebenfalls in der Spalte verschwunden war, entfernte sich der Forstkandidat, um, wie er sagte, die bestellten Arbetter herbeizu- rUf<Die übrigen drei warteten gespannt auf das Ergebnis der Nachforschung, als plötzlich em donnerähnliches Getöse dröhnend an ihr Ohr schlug; zugleich erzitterte der Boden, worauf sie standen. Mit einer furchtbaren Ahnung rief Max erbleichend: „Um Gotteswillen, wenn bte beiden verunglückt wären!"

Wie auf ein Zauberwort flogen alle drei zu der verhängnisvollen Spalte, woraus jetzt ein dichter, weiher Qualm emporstieg. Es war un- möglich, einen Blick, in das Innere zu werfen, da der bertiotqueHenbe feine Staub förmlich er- stickend wirkte.

verausgabt, an Ausländer 24 bezw. 192 Jagd­karten. Eingenommen wurden 241,788 A In der Provinz Hannover wurden 17,310 Jahres­karten und 2970 Tageskarten abgegeben, an Aus­länder 30 bezw. 94 Jagdkarten. Die Einnahmen beliefen sich auf 270,443 A In Westfalen gelangten 13,627 Jahreskarten und 2190 Tages- karten zur Ausgabe, an Ausländer 13 bezw. 47 | Karten. Die Einnahmen betrugen 212,072 A Die meisten Jagdkarten find im Rheinland ausgegeben, nämlich 18,161 Jahreskarten und 2492 Tageskaven; an Auslänser wurden 227 Jahreskarten und 570 Tageskarten abgegeben.

I Vereinnahmt wurden 292 529 M.

* Ans Dentfch - Eüdweftafrika. Sm Telegramm auS Wind hur meldet: Am TyphuS gesto brn: Reiter Joseph Gogo lin. geboren zn Schreibersdorf, f ürerBezirkekommandoSprottau. am 16. dS. im Lazarist Dawignab. Reiter August Möller geb. zu Tangstedt, frühe: In-

Sill adeliger Sproß.

Original-Novelle von Antonie Haupt

16] (Nachdruck verboten.)

Das Erscheinen des Forsttandidaten in diesem Augenblick kam ihm zu Hülfe und trug wesentlich dazu bei, datz ihm die Beantwortung der Frage vorläufig erlaffen wurde.

„Und nun frisch an's Werk!" rief er, „auf bah wir unS mit ben Ruinen tiertraut gemacht haben, efe die Arbeiter kommen, die ich zum etwaigen Nachgraben hierher bestellt habe."

Habesch unternahm mit grotzem Eifer eine ge­naue Besichtigung der Ueberreste und sagte bann frcubig: „Es scheint mir, batz wir hier em ziem­lich ansehnliches römisches Wohnhaus vor uns toben, das vielleicht zum Sommeraufenthall ge­dient hat. Ich mutzte mich sehr täuschen, wenn daS Mauerwerk, welches sich unseren Blicken barbtetet, nicht der obere Teil des Gebäudes ist, das vielleicht noch wohlerhatten in der Erde verborgen liegt; doch darüber werden uns die Nachgrabungen lbald genauere Aufschlüsse geben."

„Erzähltest Du nicht gestern, datz Du als Knabe den Eingang zu einem unterirdischen Gang ober Gewölbe gekannt?" wandte sich Ternau mtt einem lauernden Blick an Adalbert. „Es wäre dann vielleicht bester, diesen aufzusuchen und sich rm Innern zu orientieren, ehe man mtt bem Aus­graben begänne."

Der Vorschlag leuchtete ein, und nach nicht gar zu langer Zeit rief Adalbert freudig, datz er ben Eingang gefunden, wobei er auf eben die Spalte hinwies, aus welcher vor einigen Stunden der Jäger mtt so augenscheinlich angenehmen 6m- pfindungen emporgestiegen war. Vermutlich hatte er nur darüber stillgeschwiegen, um Adalbert nicht jbie Freude der Entdeckung zu rauben, denn —

Deutldhes Reidi.

Berlin, den 19 Juli 1906.

fanteriertpisteit9lr. 141, am 14 bS_m Ärontm- sammelst^: Warmbad. Untecosfiz er Ernst Hinterher,, gelo.en am 30. N^o 1877 zz GiiNsterqost. flüdrr rm köniq'. fächstlchen J«l-' R;g. N. 177, ist am 14 Jür 1905 im Feld­lazarett 3 Kalkjoatetn a» Typhus und srorvur

Ehrhardt rief flehentlich die Freunde betm Namen und beschwor sie, ein Lebenszeichen zu geben. Doch — alles blieb still, — nur em leises Rieseln war vernehmlich. Waren sie zu wett ent- feint, so datz man ihre Stimme nicht hören konnte? Oder — die Seele empörte sich bei dieser Vor­stellung, — waren sie verschüttet und lagen in der Tiefe, vielleicht zerschmettert und unter Trümmern I begraben? Ratlos, verzweiflungsvoll standen die Männer- da, zur Hülfe fehlten ihnen alle Mttel.

Da — wie vom Himmel gesandt, erschien eilig ein Trupp Arbeiter mit Spaten, Schaufeln, Lei­tern und Seilen. Der Herr Forstkandidat hatte ihnen gesagt, sie sollten sich sputen, erzählte der

Nachdem Ehrhardt ben Leuten kurz berichtet, was sich ereignet, begann man vorsichtig die Den- nung zu erweitern und blickte 6alb Mit Schaudern I in die schwarze Nacht eines tiefen Abgrundes, in dessen dunklem Chaos jedoch nichts zu erkennen I

Man versuchte, eine Leiter hinab zu lassen, I fand aber, datz keine in die Tiefe reichte. Nach­dem man die beiden grötzten aneinander gebunden, stieh man auf festen Boden. Max war der erste, der mit einer Fackel hinunter stieg; ihm folgte der Förster nebst einigen starken Mannern mit I Grabwerkzeugen. „ . .

Unten angelangt, befanden sie sich rn einem großen Raume, der etwa zum Erdgeschoß eines ehemaligen römischen Wohnhauses gehören konnte. Die Fackel beleuchtete gespenstig bunte Fresken an den Wänden, auf dem Boden aber starrte ihnen ein Gewirr von Schutt und Trümmern entgegen, nur in der Ecke, über welcher die^cke mcht ein- gestürzt war, glänzte etn Stuck kunstvollen

I Die Männer achteten nicht auf diese Einzel­heiten, die ihnen sonst Rufe der Bewunderung entlockt hätten; ihre ganze Aufmerksamkeit war auf den dampfenden Trümmerhaufen gerichtet, der vielleicht das Grab zweier ausgezeichneten Ge° I lehrten bildete.

• Die »Norddeutsche Allgemeine 3eitung' bespricht die Stellungnahme der Saarbrücker HandeiSkammer zur Frage i bet Tarifverträge im allgemeinen uns zum i Buchoruckertarrf im besonderen- Br. kanntlich bat sich im Se,enfatz za dieser An- 'chauuna der Saarbrücker Handettkamm-r die ilnficht ziemlich allgemein Geltung v-rschasi »daß stch die BochdruckertLrifgeme'-nschast auSg'jtichr.et -ewähn hat, und daß deLhaib im Jntrresie des wirtschaftlichen F iedens Ker Abschluß ähnlicher Tarifoereinbarnngrn auch in anderen Jndusti^- .rosigen nach Möglichkeit anzustreben ist. Daß das Tarifabkommen im Buchdruckergewerde gleich- macherisch gewirkt habe, ist durchaus unrichtig, da die Arbeitsleistung brr Sch-r nach diesem Tarif durchaus entsprechend ihrem wirklichen Werte, d. h. nach der Zttleizahl, honoriert wird. Damit soll nicht beftdtter. werden, daß ein Tartfübereinkommen in atberei Industrie, zweigen, bei denen eine solche genaue Abschätzung nicht möglich ist, gleichwachetisch wiiken könnt-.

8 Die.Deutsche Tageszeitung' spricht stch, etwas spät, über die HaUnvg des Bin­der der Landwirte und seine Erfolge be den bayerischen Landtagswahlen aus. Von welcher Sachkenntnis das Bialt Sabri qe- Uitet ist, beweist feine Annahme, daß die Bänd- [er im Wahlkampfe selbständig Vorgängen seren und auch „Erfolge- errangen hätten Die .Deutsche Tageszeitung- führt das in folgendem auS: «Verdankt werden die Erfolge eintStiuS der werbenden Kraft bündlerif^rr Ideen, andernterls aber auch der geschickten Taktik während und vor der eiaentlicken Wahl bewegung. Grundsätzlich hat stch die Bündlet.

Ifi»d 387 Jchutk-üm Mt^olitil, died.r pegrb-nen »erjajn n 1177 Tageskarten ausgegeben. Im ganzen

1

i « Landrowie srme tisavhä. gigkm und ^l st j; M „„ «»sMnhrr 24 beim. 192 Jaad- ständigkrtt, dre eines gewiffen Eindrucks nicht er­mangelt hat. Hätte der bayerische Bauernbund eine gleiche Taktik befolgt, so wäre ihm zweifellos manche Niederlage erspart geblieben. Inwieweit lie jetzt erhaltenen Lehren dazu beitragen werden,! dem bayrische« Bauernbünde neue Straft z-rver- eiben, muß abgewartet werde»." Die.Deutsche Tageszeitung' scheint die herbe Rrttil, welche jbie .Rrenutg/, doch auch ei» konservativ agrarisches Organ, an der Taktik des Bundes der Land- wirte in Bayern geübt hat, vollständig übersehen »u haben. Nach der so charakterifierten verufen- »eit der .Deutschen Tageszeitung' zu einer »Kritik Iber die bayerischen Landtags wählen muß auch daS beurteilt werden, wat daS Blatt über die Stellung deS ZmttumS sagt, dem es zum Vor­wurf macht, daß eS fich als konservativ christliche Partei mit einer religionslose» timst inzpattei ver­bündet habe. DaS fei die bettübendste Ecschei nung in dem bayerischen Wahlkampfe. Die

geftorbtn.

• Dort»»»», 19. JrtttlS 5. Der

ta9ta« wird vom 2-6. Dtote: h-*r abgeh<ulea roetDfn.6«» 2. Dltobet oben' « lst die Brg'-eßnngSfe.er tm Kronevbmgsoale MU einem Povtchüüamtt tt b« Provftelkircde wrrden amS.OUober dir «eibaudlu»een exiffiet. Daran anschließend vomttta^ wg »«chwit-azS die S.tiionkfitzuvg-n mW ade»dSeinrgr°H Lsf etliche Bersammlun« statt, ^er 4. Ot. ob« deginn ma einem Requiem für dir verstorbenen SM o^b« be« »rrbanbrS. Dann folze« wiederum bte Sktt.°nS firungen. Der Nachmittag dteseS Taaek M der chatt taticea Fraurnbrwegnog gewidmet. Um 5 mittags toll im g'atzen Saale de« Rrino:d^hosiS ttnr ! ,'°ß- ösirrtlichr S a«-»v.isanmlvnz tagen. M«dS findet im ßl'.ichen «aale eine L»tze Ssi-utl'ch- versammln»» statt. « ««den «ahrschetult» spreche. Uebet die Fürsorge für dir " ben Großstwten Z» ziehenden: Pastor Dr. «oxm (ßcHaooex). Uebo bU «vSbUdung wridlicher Krantenxflegrrinnen. Dr.Dre^> manu (Nö'm). Ueb t bte Abbildung von männliche» SharttaSderufSarbeitern: P of. Dr. stabender (Sachen). Uebet «Hari aSküche: LandeF'at HoriomDüfieldvrf.

I Chrittatprebict deS hl. Fran-SkuS von «fist« taiholische MSanerweltr P Effmaub^ Sauser-^fftt darf. Uebet de» Kampf gegen die UnsttUich^ - Ober- lande-gerichtSrot »eheimrat Roe«n W°S tau»

1 die Sttau tun in» Kampfe pezeu dir GchwvtzM>erarilr uns »ur Brrb.eitung guter BsikSleltüre: Dr. Hupprtt» Rdla? Uebet die tätigtet d<S »ürssrgevtteiuS f^ Frauen und Jungfrauen: Fran A»»tSk ericht-rat hauS-Do ttmun'o, Uebet die Lage bet schwarzen Frau und die Fü-sorge für dieselbe durch die katho ische« Flaue. DentschlanbS: Frl Fanny We.smanu-Boppard.

I * G»lh», 19. Jufl 1935. A»i dem Scklofie Frirdenstriu vollzog stch heute in feierlicher Welse der Regierungsantriit des HErzogS Ku'! Eduard in Anwesenheit zahlreicher Fürst­lichleiter. D-r Herzog unt-rzeichnete im Audienz- zimmer deS GchlcheS vor dem ge amt« MM- steril dtt S-de-u-kimde. Um 10'/, Uhr betrat > Hktzog Karl ELuard, gefolgt von dm unw-smde« Flrftlichkeiten, btn Ttzrovsaal des GchlofftS uud »ahm vor dem T-ronfrfs^l Aufstellung. Der R-gierurigrvetwrser hielt e ne längere AnspraM. Der Herzog verlas darauf die Thronte. Er sprach zunächst mit wannen Worten drm R?gente« für deffm für.f,Shrige Tätigkeit feine» Dunk aiS erwähnt- dann die Regelung der Domänm und di» Fidtikommißfrage und gab seiner Frruv« Ausdruck fibzr die trotz der hielbei jutage getre­tenen großen Schwierigkeiten bestchmde Ueder- etoftimmung zwischen Fürsten und Land. Der l Herzog schloß: Stets w-rdrn wir mit uner­schütterlicher Treue z iw Reich und feinem erhabenen Obrrhaupte fiehrn. Darai-f brachte der Land- tagSprästdent ein Hoch auf den Herzog ouS, wowtt die Feierlichkett ihr Ende erreich!e. Um 11 Uhr fand Festgotterdienfi statt. Die von dem Herzoge auf »chloß Fried« strin vollzogene Erdet-

I urkunde wurde im Laufe deS Vormittags »on dem Präsidenten des Landtages L ebetiaut vor dem im LandfchastShaufe verfammslten gemein-

§ Eme Reihe vo» Berliner Blättern bescdäftiat std Henle roies-r mit bem Kampfe em Me akademische Freiheit, unter Br- zuqnahme auf dir in Hrmwoer verfügte Auf- lSiung der ntuzedUbettn StuSentenaurschüffe der dortig'n betükn Hochschulen wegm AuSschlusieS der konfeff-onellenVerbindungen. Die,N a ti0 nab Z-ttung' meint, man wäre vom Frieden jetzt weiter entfernt wie früher, und daS .Berliner Taqebtattt sagt: «Der eigentliche Kampf »wischen Minister und Studenten beginnt erst ichf. Der .Reichsbote' hat wieder eine besondere Auffassung für fich. Er schreibt: -Warum sollen Senn die nicht ultramontan ge- stauten Studenten unter fich keine Verbindung mit einem Ausschuß an der Spitze b-lde»? Solche Kartelle und «ulschüffe gehören zu den studentischen Grundrechten. Das einzige, waS mm ihnen bei der tatsächlichen Nebmexstenz der katholisch-konfeffionellen Verbindungen be­streiten könnte, wäre, daß ste fich Gesamtausschuß bet llnivrrfilät bezw. Hochschule benennen. DaS tun sie aber uvsereS Wiffens nicht oder richtiger nicht mehr. Ihren Zusammenschluß selbsi zu hindern, hat man nach den akademischen Ge­setzen nich. die geringste Rechtsunterlaze.* Wir nehne» von diesen Zugeständniffen des «Reichs- boten' dankbar Notiz und bitten ihn nur, unS »u verraten, wie er feine Anschauungen über die studenti-chen Grundrechte" und die unanfecht­bare „Rrchisumeilage" für die studentlfchen AnSschüffe mit der Regierung der Existen-berecht»- aung der katholifchen Korporationen in Einklang brinsen will Die .Germania' weist übrigens in zutreffender Weife darauf hin, daß der RnttaSministrr feine bekannte Verfügung betreffs Die Stuoentenausschüffe vom 16. März, in welcher die Fesifetzung von Statuten für die StudentenauSschüffe von der Genehmigung des RattuSministeriumS abhängia gemacht war, in der Rektorenkonferru, vom 16. bis 19. Mai zu- rückgeuommen habe, nachdem er die ^vertrauens­volle Zuverficht" gewonnen hatte, daß es auch ohne allgemeine Festsetzungen bezüglich der StudentenauSschüffe gelingen werde, »die Dd>- nung und den Friede» aufrechtzuerhalten, und insbesondere die konfeffionellen Verbindungen und Vereine gegen jede Beeinträchiigung ihrer vollen Sleichberechtigu»g zu W«”“- .Germania' sagt deshalb: , Damit ist auch dieses wettere Stadium in dem akademischen Rultur- kämpfe zu ungunsten der antikatholischen Stu- dentenbewegunq entschieden. Der akademische Kulturkampf ist aber damit noch keineswegs beendigt, denn die Hetz« gegen die katholtfche Kirche, welche daS treibende Element in der antttatholischen vtudentenbewegung bilden, »erden auf ttnma neue Mtttel und Wege finnen, um den akademischen Kulturkampf fortzuletzen.-