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Zuldaer
W«ch<iid-Uag-: „Illustrierte Sontrtagsjcifung“
Zeitung
monatsbeuage: „Zuldaer Seschichtrblätter".
X*$eigti: die eta- spaltige petiheik »der bereu Baum 15 Pfg. Betlamen die Petitzeile 25 Pfg.; bet Wiederholungen wird entfpr. Ha bart gewährt.
druck und Verlag der ZuldaerAetiendruSerr- in Zulda itzarntonie). Zernfprecher Hr. 9.
Fulda, Samstag, den 8. Juli 1905.
M 153
hinweg.
den beiden rordischen Staate« führt.
welches er in kurzer Zeit auszuarbeiten beab-
Ein adeliger Sproß
Adalbert erzählte den aufhorchenden Freunden
sprach er über ein
Aber als der junge Doktor sich nun sogar direkt an sie wandte und mit schmeichelnder Stimme um ein Lied bat, wobei er ihr einige anerkennende Worte über den innigen Dortrag des Frühlingsliedes sagte, da wandelte sich ihr Staunen plötzlich in die größte Verlegenheit um.
Also hatte er ihren, wie sie glaubte, so unvollkommenen Gesang belauscht, und jetzt belustigte er sich darüber — seine Augen sahen sie ja so lachend an. Nun wollte sie um keinen Preis vor ihm singen: denn seine Worte waren offenbar nichts als Ironie; und so schlug sie denn seine Bitte fast unfreundlich ab.
Adalbert, der das nicht erwartet, sah fte erstaunt, fast gekränkt an, und ihr Onkel sagte tn vorwurfsvollem Tone:
„Aber Juliane!"
Bei ihrem ganzen Namen nannte der Onkel sie nur bei besonders wichtigen Veranlassungen, oder wenn er unzufrieden mit ihr war; aber dennoch schwieg sie still und preßte die roten Lippen fest aufeinander.
Man drang nun nicht mehr in sie, und sie saß da, dem Weinen nahe und kam sich vor wie ein unartiges Kind. Verstohlen blickte sie auf Adal-
nnigen zu.
Di« französische Deputiertenkammer hat! da» Gesetz betr-ffend die Tcevimvg von Staat und Kirche in der Schlußaöstiwwuvg mit 341 gegen 233 Stimmen angenommen. Da« 0»eietz geht jetzt an den Senat «nd die ktrchenseiudllche Preffe ist bereit« an der Arbeit, einen Druck auf denselben aulzuübk» damit er da» Gesetz unverändert » och vor dem 1 Jan. 1906 anu eh u e.
In Holland haben die Babe voriger Loche vorgeuommenen Na chwahlen de« vereinigten Katholiken aeb Aktirevolütionären eine Niedrrlag- gebracht, die den Rücktritt de« Mi isierium« Kuyper «re Folge gehabt hat. Di die .siegreichen" Liberalen aber allein hiae Mehrheit in der zweiten Kammer gebe«, so sind sie ans die U .terstötznvg der 7 Sozialisten angewiesen, die aal den Wahlen hervorgegangen find. Daß diese Unterstützung eine sichere und dauernde sein werde,
ten sie, bis die Jakobiner mit roten Mützen au» dem Gesträuch gesprengt kamen, alles vertagten
Er schloß das Fenster und die heutigen Er- - - • --- ----- Seine ,
bezweifeln die Liberalen selbst- Unter diesen llmstän« den dürfte die Bildung eine« neuen Ministerium« einige Schwierigkeiten geben. .. , , „
In Rußland dauert nicht um die revolntto- vSre Bewegung im Bürgertum fort, sondern auch die Meutereien im Heere wie in der Marine nehmen ihren Fortgang. Die Meuterer auf dem Panzer .FSrst Potemkin" haben, nachdem sie da« Blutbad tu Odeffa veranlaßt hatten, natf Anlaufen eine« rumänischen Hasen« mit ihrem Sch.ffi da« offene Meer gesucht und find bisher dem za ihrer Verfolgung und eventuellen Vernichtung auSgesandte« Torpedoboote entkommen. Die M »lerer «ns einem anderen Panzerschiff haben sich ergeben, dagegen wird neuer- ding« von einer Meuterei aus einem Transportschiff gemeldet. Da« Bedenklichste au allen diesen Bor- gingen iS, daß die Behörden e« nicht gewagt haben, mit den Meuteren sofort kurzen Prozrtz zu machen Auch im Heere dauert die «Shrang fort, und au« verschiedenen Orten werden Widersetzlichkeiten der Truppen gegen ihre Offiziere gemeldet. Ja Odeffa scheint zwar die Rrhe emgrkehrt zu sei«, dagegen ist e« in anderen SrSdten in den letzten Tagen wieder- hott zu Zusammenstößen zwischen dem Bürgertum und der bewaffneten Macht gekommen.
Vom russisch-japautschen Krieg-schau- platze liegen bemerkenswerte Meldungen nicht vor. Die Japaner scheinen „langsam aber sicher" einen I neuen Schlag vorzubereiten. Inzwischen find die ! Friedens Verhandlungen weiter gediehen. I Die beiderseitigen Bevollmächtigten find ernannt und sollen nach einer Kundgebung Roosevelt« bald nach dem 1. August „mit uneingeschränkter Vollmacht" — Japan hat darauf bestar den — zusammentreten.
I In Schweden wurden in den letzten Tagen
Original-Novelle von Antonie Haupt.
3] (Nachdruck verboten.)
Die grimmig heißen Tag« gehören eigentlich in die HundStagszeit; diese« Jahr habe» mir au« «en,a>nmeu«e,m»s ''»i,-i schon .eint Portion davon vorweg ve- «ine K»A kommt geflogen, kommen, An solchen SluUagen kan'» «m»
begnügt.
„Tu böser, böser Mensch," klagte der Direktor mit Tränen im Auge, „warum hast Du in Deiner Not Dich nicht an mich gewandt? Du wußtest doch, mit welcher Freude ich Deine Bestrebungen unterstützt hätte!"
„Davon war ich überzeugt, teuerster freund, sagte Adalbert mit Innigkeit; „doch nur der eigenen, mir innewohnenden Kraft wollte ich vertrauen, nur ihr durfte ich alles verdanken."
„Diesen Stolz hast Du von Deinem Vater!" schmollte der alte Herr, und Adalbert bat:
„Nun, lassen Sie es gut sein, ich habe mir ja dennoch emporgeholfen, und eine fröhliche Zeit tcar sie des Universitätslebens doch! Sie werden mir beistimmen, daß ein hoher Genuß darin liegt, mit kräftigem Mute über die Höhen und Tiefen bks Lebens hinwegzusteuern; der Mensch ist wahrlich nicht zum Träumer geschaffen! Nein; tätig auszutreten, männlich zu handeln, jeder Tücke des Geschickes kühn die Stirn zu bieten
im Landhause, und die anmutig holde Gestalt Lianen's tauchte neckisch auf. .
Warum begegnete dieses liebreizende Wesen ihm mit solcher Zurückhaltung und heute abend mit fast verletzender Unfreundlichkeit? — Er war sich keines Fehltrittes ihr gegenüber bewußt, und mißmutig suchte er in, Schlummer Ruhe und Ver-
Wodien-Rundfdiau.
(Nachdruck verboten.)
Fulda, den 8. Juli 1905.
zu pflegen.
Adalbert war zu erregt von den mannigfaltigen Ereignissen des Tages, als daß er sofort «ein Lager hätte aufsuchen mögen. Er trat an das geöffnete Fenster und blickte hinaus m dm helle Sternennacht. Der Mond kam soeben groß und voll hinter dem gigantischen Fels hervor, vor dem er selbst vor wenigen Stunden hinabge- schaut in das zauberische Feenland, welches letzt mit magischem Glanze erfüllt und von Bluten- düften durchzogen war. Auf dem glanzenden Wasserspiegel, der ihm entgegenschimmerte, hupt- ten die Mondesstrahlen umher; alle Nixen des
Unpolitische Zeitläufe.
(Nachdruck verboten.)
® Berlin, den 7. Juli 1905.
Kürzlich fuhr ich während eint« Gewitters in her Eisenbahn, «in dicker Berliner von der Code, die man hier Weißbierphilister nennt, saß mir mit feuchtroien Backen gegenüber. All« ein recht grelle? Blitzbündel am Himmel auftaucht und gleich darauf ein gewaltige« ««hattet lo« brach, riß der Mann Mund und Augen auf und stöhnt ganz laut: Donnerwetter l Der «nkruf erregte Heilerkett im Abteil, denn daß da über uns ein Donnerwetter lobte, konnte ein Pferd merken und braucht nicht erst gesagt zu werden Offenbar hatte sich der Mann anzewöhnt, feinem Erstaunen oder Erschrecken stets in dem AuSru .Donnerwetter" Lust zu machen, ohne jedesmal I Den Sinn dieses Wortes klar zu haben.
Wir haben in bet letzten Zeit recht schwere Gewitter gehabt. Wenn die gewaltige« Natur-
und auch nicht das geringste der Willkür desselben zu überlassen, das ist seine Pflicht, sein Beruf!'
Mit atemloser Spannung lauschte Liane seinen Worten, und mit immer größerer Ehrfurcht betrachtete sie den jungen Gelehrten, der ihr freilich von jeher als das Ideal eines Mannes vorgeschwebt, den sie sich aber ganz anders, viel alter, etwa wie den Onkel oder doch so ähnlich vorge- Cl8uyilc vc. uuIVv.u,c.vc. -------I stellt. - Und jetzt sollte dieser wunderbar schöne
von seinen Leiden und Freuden, von den vielen junge Mann mit den leuchtenden Augen, der Entbehrungen, die er in seiner Knabenzeit schon grenzenlos gelehrte Doktor Waldburg sein. erdulden mußte; wie dann der Umgang mit der " ' f
frischen, lebendigen Natur ihn stets gestärkt und ermuntert und ihn gelehrt, über so manche Erbärmlichkeit des Lebens hinwegzusehen. In prächtigen Farben schilderte er die Reize der Umgebung jener Stadt, wo er die Gymnasialjahre zugebracht. Dann ging er zum Universitätsleben über. Mit Staunen vernahmen die Freunde, wie er, um die Kosten der Studien bestreiten zu können, alle freie Zeit mit Unterrichtgebeu ausgefüllt und lange statt des Mittagsmahles sich mit Obst und Brot
Und Liane? — Ganz zerknirscht hatte sie sich auf ihr Zimmer zurückgezogen und vergoß Tranen über ihr kindisches Benehmen; sie war sich heute selbst unbegreiflich. Aber morgen wollte sie durch verdoppelte Freundlichkeit alles wieder gut machen. Mit diesem Vorsatze schlief sie ein. t
Am andern Morgen war Adalbert schon früh durch die Strahlen der Sonne geweckt. Er kleidete sich an und ging hinab in den Garten, der tm herrlichsten Lenzesschmucke prangte.
Ein frischer Morgenhauch kam ihm entgegen; zarter Dust schwebte über Blumen und Blattern, und Millionen Tautropfen glitzerten in allen Far- bcn StcgcnboQ^n^. CDie begrüßten
jubelnd den jungen Tag, und vom Kirchturm ertönte ernst und feierlich die Morgenglocke.
Adalbert ward durch die Fülle der Schönheit, die sich ihm darbot, andächtig bewegt, und in ge- hobener Stimmung wandelte er im Garten aut und nieder. Am Ende desselben, gerade an der vorbeiführenden Landstraße, winkte traulich eine dichte Nebenlaube. Der junge Doktor folgte ihrer Einladung, und war freudig überrascht durch den malerischen Blick, der sich ihm hier bot aus da» blütengeschmückte Tal, den schimmernden Fluß und die hohen Berge. Er ließ sich auf eine Gartenbank nieder, und sein Ange rnkste träumen, cf) aus de> reizenden Landschaft.
Als hie oben erwähnte Predigt aus war, wurden vor der Kirche viele launige »Donnerwetter ausgetauscht. Ob der Geistliche recht hatte, ulS er diesen Rotaurlaß der Zornes ewpsahll will ich nicht entscheiden. Vielleicht läßt fichoas Kraft- wort noch etwas abschwächen, indem man »Donner und Dorla" sagt, oder an »Dome« irgend einen launigen Zusatz hängt, wir es m verschiedenen «egenden Üblich ist- Jedenfalls sollte sich jeder, der daS Wort Sonnet tu den Mund nimmt, stets bewußt bleiben, deß er weder sich noch andern irgend etwas Schreckliches wünschen will, sonder» höchstens eia harmlos^ Donnerwetter: Worte ohne jeden Blitzschlag lor- lassen möchte. *m Besten ist es, sich für Augen- blicke der Erregung einen möglichst spaßig« Ausruf oder eine komische Bewegung anzuge» wöhnrn, 8. 8. die Redensart vom beizenden MÜirSlein oder unter derberen Verhältnissen vom I.....Affen. Der Humor Hilst milder le.se»
Selbstverspottimg sehr schön Über die Aufrrgnnsi
Rach saft onderthafMhriger Dauer ist am Sonnabend die StfRon 1904/05bt« preußische» Landtage« geschloffen worden, nachdem an diesem Tage «och im Abgcordnetenhanse die Interpellation bett, die Personeniartsresorm einer cmSgirbigen Besprechung unterzogen worden trat. Der Esenbahu- arwifier von Budde nahm dabei die Gelegenheit wahr, die GrundzSge seine« Reformplane« d^rzulegen und | zu verteidig», und er Latte dir Genugtuung, daß seine Vorschläge im allgemeinen von allen Seiten Zustimmung sanden. Neber eine Re he von Einzelheiten Herrichten vll-rding» Meinungiw-rschiedenheiieu, aber dieselben find nicht derart, daß fi? gegenüber den Bor- teilen, welche die Im wesentlichen aus eine Berem- fachnaq der Tarife hioauttausendeReform hat, in« Gewicht fallen. Ja gemeinsamer Srchlußsitzung der beiden Häuser sand bann in üblicher Form der Abschluß der Tagung statt, die zu den arbeitsreichsten, aber auch erfolgreichste» Sesstom» zählt, die der preußische Land- tag fett langem aufzuweisen hat.
Die Verständigung zwischen Deutsch- lanb und Frankreich über dieMarokkoungelearn- heit ist um ein gute« Stück weiter gediehe». Nach „„-------------
dem jetzigen Stand der Dinge darf man mit Bestimmt- gngeuscheiulich gefl ffentlich allerlei falsche Nachrichten h-ft daraus rechnen, daß Frankreich den Km,f«re»z-1 übet «llilSrische Vorkehrungen Norwegen« der- Vorschlag Deuischfsud» auutmmt. Wenn auch duft hrettet, die einige Aufregung hervorrieseu. Trotz der ZustirnAnng vorerst lediglich prinzipaller Natur zu I unter scharfen gegen Norwegen getltoeten Sotten fein scheint, so ist doch die Erwartung berechtigt, daß beschlossenen Bereitstellung eines 100- Millionen- hie kommende» Tage auch eine Einigung über die ftebit« feiten» der beiden schwedischen Sammern darf Bedingungen bringen wird, urter welchen Frankreich ma!l indessen darum festhalten, daß der schwedisch, in die Beschickong der Konferenz einzuw lligen gedenkt, norwegische Konflikt nicht zu eine« Kriege zwischen Da« bi» jetzt über diese Bedingungen verlautet, ist' ' ' --------
zu «ring, um damit sichere Schli ffe ziehen zu können
Die Krisi« in Ungarn d uert unverändert an. ®n erneuter Versuch de« Mi isterwäside-ten Fejer- vary, eine BerstSndigrwg mit der Opposttion herbei- zuführen, verlies etfolgloe, da Fejervary erklären w«ß:e, die Krone vrrtre gere auf mtlitärischem Gebiete weitere ZngestSadnisse. Inzwischen nimmt die Bervtrrusg tm Lmde wegen der Stiuerverweige-
kräste fo die sterblichen Köpfe der schwachen Menschlein umtosen, dann scheint mir ein Donner- weiter doch ein Ding zu sein, mit dem man keinen Spaß treiben und deff« Namen man nicht mißbrauchen sollte. Vollständig lautet der beliebte AuSruf bekanntlich: Da soll doch gleich ein Donnerwetter dreinschlag-n k Die Redensart war ursprünglich als Fluch gemeint, wie auch die anderen Rufe deS Entsetzens oder ZorneS: Zum Henker, zum Teufel, verdammt,oerfluchtrc. Und so ein Wunsch, daß ein Blitzschlag dazwischen ähren möge, ist wirklich keine Kleinigkeit. Schon )ie alten Heiden betrachteten den Blitz al» die ürchterlichste Weffr tn Ser Hand ihre» obersten Götzen, und wenn wir Christen auch wissen, daß der gütige Sott da» Gewitter nur schickt zur Erfrischung seiner Kreatur, so sehen wir doch, daß der Blitz auch ein Mittel der Heimsuchung und der Strafe sein kann, und fühlen unS so recht schwach und arm gegenüber diesem Aus- leuchten der Allmacht, dir ebenso gut vernichte» wir schaffen kann. Während des «ewitterS hat man etn ähnlicher Gefühl, wie während einet Schlacht die Soldaten, die im Kugelregen still aushalten müssen. Der Blitz ist Artillette tzeS Himmel«, die alle menschlichen Seschützkünstr meft Sine Kuael kommt geflogen, | tommen. *n svlkyell «lauugc« 1«**
ailt fte mir öde/gilt sie dir?" DaS soll nicht! bekommen, Nordpolfahrer zu w«brn. währMd £ Bangemachen gesagt sein; denn unter hnu- fich'S beim stei«spatt«dm Frost tm Wtmer r«hr b«t« von Blitzschlägen pflegt kaum einer einen schön von einer Asrikareise ttäurnen 186t.. tot Menschen zu töten oder auch nur zu beschädigen, Unterschied zu Ungunst«: des ® »«♦» und so ein vereinzelter Opfer bildet eine Unglück- ist bekanntlich der, daß man sich gegen die ka^ & AuSnahme ron Hunderttausenden. Nach durch äußere und innere «inheizung recht Men Regeln der Wahrscheinlichkeit hat man auf schützen kann, «Prend gegm die sagende Hitze ha? große LsS in der Lotterie noch mehr LnS- nicht viel zu machen ist. Man kann sich und sicht als auf das Todeslos beim Gewitter. Aber die Seinigen doch nicht in den
ni? Möalickkeit daß du selbst oder ein Mit- und den tiefen kühlen Keller einer boy.-ischm S! H m- entfle etitnmuen am W«: ® ÄtfÄt
Respekt vor der erhabenen Macht, die sich kund- zehnte vergehen, blS die Menschen gelrrm haoen. Gibt und ein Aufblick zu dem Herrn über Leben durch B-rwendung von stilfstger Luft ^ Woh
cy* Lfl5« »tgutal eine Predigt über das I eine erträgliche Temperatur herab zufetzen. In Fluchm g^S t, deren beruhigender Schluß dahin zwischen muß d^ Mensch feine so^iZeDnnunft Ang: Wenn jemand dmchauS seinem gepreßten anwenden, um fich mit der sengenden Hitze ab,» Herzen in einem Kraftworte Luft macht» müsse,jfinden, so gut tS geht. .
8 soll er wÄgstenr hüten, den Namen Gottes Wir sollten »nS da d e Südländer ,um oder des hl. Sakramentes zu mißbrauchen ob« Muster nehmen, die im heißen Klrma «
dös?» «teinb anxutufen, fottbttn lieber als I worden find und fich also der Httz 2?^.. paß bS klein«. Uebel YFi$onnet»ett«" haben. Die nordischen Pharisäer machen g«u roSblen Dies« Vorschlag zur Güte" ging von ben südlichen Mitmenschen den Vorwurf d« RÄ L,daßbie meifttn Leute, die Faulenzerei. In der Tat arbtttt^ bi Leutt so rufml gar nicht daran denke», fich oder andern dort nicht mitder arSdaueruden schärft, wieeS b« einen B'itzsÄlaa auf den Hal« zu wünschen, unS Mode ist; aber wer »M über fir den o»?«n daß fie bloß sagen wollen: Mir ist zu Stab brechen. Wir würden auch bald schlapp Mute, als cb etn Donnerwetter über mich herein- u«d krank «erd«», '"Enn wir fortgefttzt i. arbrockm wäre! — ob« auch: Da sollte man südlichen Schwüle dasselbe leisten sollten, war döch gleich eine bonretnbe Sttaftede über euch in unserem durchweg milben Klima von e.rtem loSlaffrn! In letzterem Sinne braucht wan jr flechigen Mens^n gefsrbert w.rd. Dara^ i > , auch da« Wort „Donnerwettn" wohl für «ne daß avch wir w be”
häusliche Auseinandersetzung, wobei die Witz- zettweilig der Sornm« befch«.t, daS Arbti .loch bolbe sern bemerken, beim häuslichen Gewitter mit Recht etwa» lockern dürfen. Dis anstrengend Ä °d,7 S to W.1 | Mttfdt -8 b-i --- vif >» 0«nSnW«et
unartiges Kind. Nersiohlcn Ditate jie aus zioai- ien w M auf unb
bert, der, ohne den kleinen Vorfall weiter zu be- Märchens und Lfedes tauchten dazwischen aus, achten, sich mit dem Onkel in ein gelehrtes Ge- ans den
sprach vertiefte, wobei der frühere Lehrer jetzt Romer welche ernst geherrscht auf der ^tratzr seines Zöglings witzbegieriger Schüler wurde, ritten d'e Franken spazieren dann meßen.fte ab Mit Wärme und bewundernswürdiger Klarheit verschwanden als Nebeldilder, und ote Riner oes sprach er üb!r ein wissenschaftliches Thema,! Mittelalters setzten sich auf die Roste und tummel-
seine edlen, geistreichenZuge, wenn die Rede so feurig und hinreitzend von seinen Lippen flotz!
Liane konnte ungestört ihre sinnigen, blauen Augen auf ihm ruhen lasten, von den femtgen hatte sie nichts mehr zu fürchten, — nicht einer feiner glänzenden Blicke flog mehr zu ihr herüber, — und was hätte sie jetzt um einen versöhnenden Strahl seines Auges gegeben! Hatte er sie setzt so schmeichelnd um ein Lied gebeten, tote gerne hätte sie alles getan, was er wünschte. Doch er schien das unartige Geschöpf ganz vergessen zu haben und Liane war froh, als tue Prastdenttn die Herren in dem Eifer ihrer gelehrten Auseinandersetzung unterbrach nnd sie darauf aufmerksam machte, datz es schon Mitternacht sei.
Mit beiterm Staunen über die- vorgerückte Seit erhoben sich di» beiden; dann wünschte man sich gute Nacht und trennte sich, nm der Ruhe